Still, still, still…

Mein Name ist Tamara und ich bin eine Fundi-Stillerin. Wer mich gut kennt, sprich, wer den Kontakt auch mit Baby noch zu mir hat, der weiss, dass ich ein wahres Martyrium durchstehen musste, um mein Kind stillen zu können. Doch das ist jetzt nicht weiter von Belang. Fakt ist, dass ich das stillen liebe. Nicht wegen der Kalorien, die ich zusätzlich brauche (die fahre ich nämlich mit meinem Süssigkeiten-Konsum doppelt wieder ein), sondern weil es mich tief im Innern enorm befriedigt, mein Kind stillen zu können. Kann es nicht erklären, sind wohl die Hormone. Ich geniesse die Zweisamkeit und liebe es wenn mein Baby sein Mündchen weit aufsperrt um bei mir anzudocken. Es ist kuschelig. Zumindest dann, wenn er sich nicht verweigert und weint (was leider immer wieder vorkommt). Ausserdem ist es einfach genial, dass ich mit meinem Körper nicht nur ein gesundes Kind zeugen,  gedeihen lassen und zur Welt bringen konnte, nein, ich kann es auch noch mindestens ein halbes Jahr lang ernähren. Wie toll ist das denn? Männer, z.B., also fast die halbe Menschheit, kann das nicht! Nein, ich habe nicht vor, meinen Sohn bis zur Pubertät zu stillen und ich bin auch keine dieser Zurschaustillerinnen, die gerne ihre Brüste in der Öffentlichkeit auspacken (ich hasse das sogar, muss aber manchmal sein), aber ich würde trotzdem gerne so lange stillen wie es irgend geht (und wie ich Milch habe). Ja, ich freue mich auch darauf, endlich wieder normale BHs tragen zu dürfen, nicht mehr peinlich darauf zu achten, was ich essen und trinken(!) darf und auch mal wieder Klamotten zu tragen, die nicht innert Sekunden meinen Busen freilassen wenn’s denn sein muss. Sprich: Im Sommer wieder KLEIDER! tragen 🙂 Aber mit der Breizeit, die längst begonnen hat, fängt eine Zeit an, in der mein Sohn mich bald nicht mehr zum Leben braucht. Und irgendwie ist das traurig. Und so blöd es klingt, aber ich finde es super, wenn ich zusehen kann, wie Milch aus mir herausspritzt! Andere Frauen fühlen sich dann als Milchkuh degradiert. Ich geniesse es. Muuuhuuuh! 

NB: Ich verachte übrigens Fläschchenmütter nicht. Manchmal geht’s nicht anders. Ich halte denen auch keinen Vortrag über die immensen Vorteile des Stillens für Kind und Mama. Und manchmal beneide ich diese Mütter auch, weil sie auch mal ein paar Stunden weg können. Aber ich gebe zu, dass ich manchmal etwas abschätzig blicke. Und ich beneide sie keineswegs darum, immer Fläschchen zu machen, Wasser abzukochen und Pulver kaufen zu müssen. 

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