Wann bist Du bereit für Nummer 2?

Ich wollte immer 3 Kinder. Erstens, weil ich kein Einzelkind wollte und zweitens, weil ich gerade Zahlen nicht mag. Und 5, obwohl meine Lieblingszahl, sind dann doch etwas viel für meinen Körper, denke ich mir 😉 Aber, wer weiss? Spass beiseite. Nach den ersten Wochen mit unserem Baby dachte ich: OK, dann eben nur eins. Besser als keins. Ich konnte mir nicht vorstellen, wie es funktionieren sollte, noch so ein Kind zu versorgen. Oder erst drei! Gab doch dieses kleine, hilflose Bündel so viel Arbeit, kostete so viel Nerven und liess mir überhaupt keine Zeit für meine niedrigsten Bedürfnisse (Nein, nicht das, sondern Toilettenbesuche, Ernährung, Körperpflege und so, ihr wisst schon). Wie machen das bloss die anderen!? Und es ging doch vielen so wie mir. Ich schätze die Still-Hormone sind daran Schuld, wenn man irgendwann wieder von diesen Gedanken abkommt und Neugeborene mit diesem sehnsüchtigen Blick, diesem seligen Lächeln anschaut. Diese kleinen Händchen! Dieser süsse Strampelanzug! Mein Gott, ist dieses Baby leicht! Und sooo pflegeleicht. Es schläft ja noch so viel. Und vergessen sind die Bettfluchten tagsüber kurz nach der Geburt. Der Baby-Blues. Die Weigerung, zu essen, weil anderes grad wichtiger war. Der Hass auf die Besucher, die alles durcheinander und das Baby zum Schreien brachten. Es gibt dann nur noch eines: Haben wollen! Jetzt sofort! Und war nicht die Schwangerschaft eine sooo schöne Zeit? (Ja, weil man so schön 2-sam war. 2! Jetzt sind wir aber zu dritt…) Dann gibt es diese Diskussionen über den richtigen Zeitpunkt: gleich danach, nach 2 Jahren oder etwas später, damit das Erstgeborene aus dem Gröbsten raus und bereits im Kindergarten versorgt ist. Meine Devise: Je schneller ich die Kids bekomme, desto eher sind sie wieder aus dem Haus und ich kann mir wieder ein eigenes Leben aufbauen bevor ich alt und gebrechlich bin. Ich kann dann z.B. endlich das Alpenbrevet mit dem Bike machen. Oder damit zur Pfälzerhütte strampeln. Was immer… Leider kann man sich den Zeitpunkt aber nicht aussuchen. Naja, für mich hiesse das wenigstens „an die Arbeit„. Wenn’s nur so einfach wäre. Ich habe keine Ahnung, wie lange mein Körper noch „unfruchtbar“ ist. Meine Tage habe ich zuletzt vor über einem Jahr gesehen. (Wow, was ich an Tampons-Ausgaben spare! Ist eben schon praktisch, so ganz ohne Mens) Ich müsste also doch mal das Stillen reduzieren. Leute, ich bin dran, aber ich tue es halt doch noch so gerne. Und mein Sohn ist immer noch kein Brei-Fan. Ach ja, noch mehr Gründe für ein zweites Kind: Wir sind nicht mehr so allein. Endlich käme etwas mehr Leben in die Bude. Ich bin eine triste Mami, die das Kind nicht besonders gut zu unterhalten weiss. Ein Spielgefährte für mein Kind wäre also super 🙂 Und: Wenn man sich das ganze Prozedere mit dem Leben auf den Kopf stellen schon angetan hat, dann soll es sich verdammt noch mal auch lohnen! Aber ich schätze, da hat die Natur auch noch ein Wörtchen mitzureden. Also, falls es irgendwann mal einschlägt in naher oder ferner Zukunft: Hier erfährt Ihr’s zuerst! 😉

P.S. Möchte mal jemand zwei Stunden lang auf ein Baby aufpassen? Dann wäre das mit der „an die Arbeit“ ein bisschen einfacher für uns 😉 Freiwillige, bitte melden!

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