Rhythmusstörungen

Gerade habe ich mit Müh‘ und Not den Kleinen zu seinem Vormittagsschlaf verholfen. Jedoch ca. eine Stunde später als üblich. Die Zeiten, in denen ich ihn Punkt 10 Uhr rauslegen konnte, er die Augen zumachte und einschlief, sind leider vorbei. Auch wenn der Kleine bereits um 10 Uhr Müdigkeitszeichen von sich gab, so artete das Hinlegen dennoch in Schreien wie am Spiess aus. Jetzt also gings. Es ist mühsam, nicht zu merken, wann das Kind schlafen kann. Und dann kommen auch noch die Tadel der älteren Generationen, dass doch das Kind nun einen Mittagsschlaf halten sollte und zwar immer um die selbe Zeit und nach dem Essen und überhaupt. Und dass ich, wenn es das nicht mache, halt dazu bringen müsse. Und dass ich halt mehr Struktur und Routine in den Tag bringen müsse. Muss, muss, muss! Ich bleibe ja schon den ganzen Vormittag zuhause, was soll ich noch? Klar, manchmal gehe ich mittags halt weg und manchmal nicht und am Nachmittag bin ich meist unterwegs, wir müssen ja auch mal raus und sei’s nur an die frische Luft oder unter Leute. Aber ich kann mich und das Kind nicht einsperren. Und, entschuldigung, es ist ja kein Videorekorder, den ich auf Schlaf um Punkt 13 Uhr programmieren kann. Wäre ja schön… Aber ich glaube so einfach soll das Muttersein dann ja doch nicht sein. Und man liest ja, dass es sich irgendwann schon gibt mit dem Schlafen. Und irgendwann brauchen sie’s dann nicht mal mehr, also wozu die Mühe? Wenn’s irgendwie geht, versuche ich auf das Baby zu hören und wenn es für mich ginge, würde ich den ganzen Tag zuhause bleiben, denn mich nervt es auch, wenn er im Auto einschläft und ich ihn wenig später wieder rausreissen muss. Das ist sch… aber es geht halt manchmal nicht anders. Und was machen wohl Eltern mit 2, 3, mehr Kids? Bei Arztterminen und Einkaufen und dies und das. Da lässt sich der Tag ja auch nicht einfach komplett rund um das Kleinste herum planen. Da muss man das eine in den Kindergarten führen, das andere in die KiTa bringen, der Grössere muss in die Musikstunde, was weiss ich. Und dazwischen steht noch der Haushalt. Ja, ich merke schon wieder, das mich das selber völlig überfordern würde. Würde ich regieren, ich würde jede Mutter, die mehr als ein Kind managen kann, heilig sprechen, ihr die Tapferkeitsmedaille verleihen, ein Verdienstorden, einen fetten Zahltag, irgendwas. Für mich sind diese Frauen echt Göttinnen! Aber zurück zu mir: Mein Kind schläft, wenn es schlafen will und kann und wenn es nicht geht, geht’s nicht, dann soll es halt weiter in der Wohnung rumrobben. Und wenn es nicht zufrieden ist, dann kommt’s halt in den Kinderwagen und wir gehen raus, so einfach ist das. Da schläft er dann schon und wenn ich dafür 2h laufen muss, tut mir ja nur gut 😉

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