Turbulent

Eigentlich bin ich zu müde zum bloggen aber da nichts schlimmer ist als ein Blog, der nicht aktuell gehalten wird… naja 😉 Man verzeihe es mir, denn diese Woche war schon ziemlich heftig. Es begann am Sonntagabend mit einem Anruf meines Bruders aus dem Spital. Wir wollten nach unserer erfolgreichen Slow-up-Beteiligung (fuhren mit einem Kollegen von Gamprin-Bendern aus über Ruggell, Sax, Gams nach Buchs, machten in Schaan Halt und dann gings wieder nach Hause. Es war toll) nur noch unseren Sohn zu Bett bringen und dann die Füsse von uns strecken, da erfuhr ich, dass mein Bruder auf dem Nachhauseweg des Slow up’s schwer stürzte. Warum er trotzdem nach Hause wollte und nicht im Spital blieb wo er bestens versorgt werden konnte, ist mir ein Rätsel. Aber es war sein Wunsch und da mein Vater nicht im Lande weilt, übernahm ich seine Pflege. Zwar mehr schlecht als recht aber, sagen wir mal so, ich tat, was ich konnte. Als wäre das nicht genug Krankheitsfall weinte sich unser Sohn durch die Nacht vom Montag durch und auch eine doppelte Dosis Schmerzmittel (zahnt er? Hat er Bauchweh?) half nicht wirklich. Nach so einer Nacht überrascht er mich in der Regel am morgen quiekfidel und in bester Spiellaune. Diesmal nicht. Er weinte weiter und wollte nur auf meinem Arm sein. Griff kurzerhand zum Telefon und war (Überraschung!) die erste in der Praxis des Kinderarztes. Ein Zäpfchen half dann und heute war der Kleine schon fast wieder der Alte. Sogar gestern Nacht weckte er uns nicht öfter als üblich (also etwa drei mal). Trotzdem fehlten mir auch heute noch die verpassten Schlafstunden und ich hing am Nachmittag (schon wieder) wie eine tote Fliege beim Playdate. Furchtbar! Naja, ich konnte gestern ja auch nicht wirklich ausruhen. Am Nachmittag rief die Arbeit und am Abend vereitelte mein Mann den Plan, um 20 Uhr schon das Licht zu löschen. Übrigens verstehe ich jetzt, wieso Mütter so ungern zur Arbeit gehen, wenn das Kind krank ist. Ich fühlte mich gestern als die grösste Rabenmutter als ich meinen Sohn weinend in den Armen der Tagesmutter zurückliess. Er wollte bei mir sein, es ging ihm schlecht und ich ging. Gibt es etwas Schlimmeres? Ich dachte, der Job-Termin würde komplett mies laufen. Aber tragischerweise vergisst man, einmal abgelenkt, ziemlich schnell, dass man Mama eines kranken Kindes ist und konzentriert sich auf die Arbeit. Gut ist das nicht, finde ich.

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