Endlich: Santorini, der ReiseAbenteuerbericht

Wir sind zurück, es geht uns gut. Es waren zehn anstrengende, nervenaufreibende, abwechslungsreiche, emotionale, rasch vergehende, schlaflose, ermüdende, appetitanregende … Tage und Nächte. Für alle, die’s nicht wussten: Vom 2. bis 12. Juni weilten wir in Santorini (Griechenland). Nicht ganz freiwillig, denn vom 2. bis 5. Juni fand die Hochzeitsfeier meines Vaters eben dort statt und als wir das erfahren hatten, dachten wir, es wäre nett, den Aufenthalt zu verlängern und nach der Abreise von Ehepaar und Gästen in ein familienfreundliches Hotel am Strand überzusiedeln. Skepsis machte sich dann kurz vor der Abreise bei mir breit und es stellte sich heraus, dass sich die schlimmsten Befürchtungen bewahrheiten würden. Am besten von allem verliefen überraschenderweise die Flüge. Unser Sohn versuchte zwar, seinen Freiheitsdrang auszuleben, wir hatten das aber einigermassen gut im Griff und er schlief sogar auf beiden Wegen ein. Die ersten beiden Nächte am Zielort und dann auch die erste im neuen Hotel waren der blanke Horror. Wir haben kaum ein Auge zugetan. Die ersten Tage waren turbulent. Es gab Programm, es waren viele Leute da, die Umgebung war neu, es war warm, es wurde abends spät (ich war dagegen, aber ich musste mich fügen). Mein Kind und ich bekamen einige Heulkrämpfe, Mama und Papa waren bis auf’s Letzte angespannt, unser Sohn spürte das und suchte, was uns sehr verblüffte weil er ihn kaum sieht, ständig die Nähe seines Opas. Sein Götti konnte ihn aufgrund des bereits erwähnten Handicaps nicht tragen. Das verschaffte uns wenigstens ab und zu etwas Luft. Ansonsten wechselten wir uns während der ausgedehnten Abendessen im Nachrennen, Buggy-Stossen oder Herumtragen unseres Sohnes ab.
Besserung kehrte dann im eigentlichen „Familienurlaub“ ein. Zwar wechselten wir uns immer noch ständig in den drei erwähnten Kategorien ab aber als der Kleine schlief, konnten wir auch mal auf dem Liegestuhl relaxen. Nur die Nächte hatten wir nicht für uns. Statt der vermeintlich gebuchten Suite mit separatem Zimmer hatten wir einen einzigen Raum und mussten das Licht löschen damit der Kleine einschläft. Und bis er das tat, waren wir meist selber schon selig entschlummert, so erschöpft waren wir meist. Die Mahlzeiten arterten wie erwartet in Schnellimbissrunden aus, in denen wir Sprints zum Buffet und wieder zurück einlegten und uns im Hastigessen übten. Aber: Es wurde jeden Tag etwas besser und wir konnten uns am letzten Abend sogar fast genug Zeit nehmen, um das Essen nicht herunterzuschlingen. Auch hatten wir in diesen Tagen wieder einen Rhythmus, was dem Kleinen besonders zugute kam. Einen schlimmen Weinanfall hatte er nur einmal im Hotel und das war (peinlich) unsere Schuld, weil wir nicht gleich gemerkt haben, dass er einen roten Po bekommen hatte, der ihm weh tat. Den nächsten und letzten Anfall hatte er auf dem Flughafen womit er mich noch einmal gehörig an den Rande der Verzweiflung brachte. Wir weinten um die Wette und plötzlich war alles gut. Ich habe keine Ahnung, was los war. Summa summarum war das Ganze zwar etwas, das ich, könnte ich noch einmal entscheiden, nicht für viel Geld wiederholen würde, aber die paar Tage gegen Ende unseres Aufenthalts, die doch relativ gut verliefen und ein zufriedenes Kind zeigten, waren doch recht angenehm. Ganz einfach aus dem Grund, weil es nicht Alltag war. Es war zwar anstrengend, aber es gab keinen Haushalt kein „was soll ich kochen und wie und überhaupt“ und mein lieber Mann war ständig um uns, wir waren eine richtige Familie. Und deshalb flogen wir auch mit einem weinenden Auge nach Hause, zurück in den Alltag…

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