Hoppla!

Mein Einstand als Leserbriefschreiberin ist offenbar ziemlich in die Hose gegangen. Mit grossem Erstaunen habe ich heute festgestellt, dass, wohl wegen des Sommerlochs, ein ganzer Artikel über die Angelegenheit publiziert wurde. Dazu noch eine Stellungnahme des besagten Amtes. Eigentlich müsste ich es als Journalistin wissen: Man muss mit allem rechnen, wenn man an die Medien tritt!
Am meisten überrascht hat mich, dass das Amt ohne mit der Wimper zu zucken, die persönliche Information weitergegeben hat, welche Art von Gespräch ich dort gesucht habe. Nicht aber meine Beweggründe. Aber so wie nun das ganze Land lesen kann, könnte man meinen, meine Absichten zu kennen. Als ob mein Frauenarzt verraten hätte, dass ich wegen einer Schwangerschaft einen Termin bei ihm ausgemacht hätte. Klar, das Arztgeheimnis ist felsenfest, das Amtsgeheimnis offensichtlich nicht.
Dann die Begründung, die irgendwie ziemlich fadenscheinig klang. Sie „verhebt“ überhaupt nicht. Das Amt sagt, dass mir deshalb der Zutritt zum Gespräch verwehrt wurde weil die Nichtmitnahme meines Kindes als Bescheinigung für dessen Betreuung gilt. Aha… Sein Kind während 30min in Obhut eines Babysitters zu geben, ist also eine Bescheinung für dessen Betreuung. Wäre es nicht vielmehr angebracht, einen Fackel zu bringen, der bestätigt, dass Kita, Oma oder Tagesmutter an diesen und jenen Tagen das Kind betreuen? Und ist dieser Fackel dann dem Amt vorgelegt und das Amt ist so kinderfreundlich wie es behauptet, könnte doch besagtes Gespräch getrost auch mit Kind stattfinden. Mal abgesehen davon, dass ich ja (woher auch?) nicht wusste, dass ich mein Kind nicht mitbringen darf weil man sonst dort denkt, ich hätte die Betreuung des Kindes nicht geregelt. Irgendwie ist das alles etwas seltsam… Ich denke, man hätte doch aufgrund meines Nichtwissens eine Ausnahme machen können. Denn so wie es am Tag des Termins klang, sind Kinder per se verboten, zumindest zu dieser Art von Gespräch, das mich erwartet hätte.
Naja, so habe ich das alles auf jeden Fall verstanden.
Zusätzlich wurde im Artikel noch ein Gastronom zitiert, der über die Kinderfreundlichkeit der Restaurationsbetriebe sprach und der Fall einer Frau in der Schweiz, die der Lokalität verwiesen wurde als sie ihr Kind stillte. So einen Fall kenne ich auch aus Vaduz, wo eine Bekannte von mir vom Kellner ebenfalls darauf aufmerksam gemacht wurde, dass das Stillen die anderen Gäste störe. Ich mache das einfach so: Ich meide Restaurants so gut es geht, v.a. in der Stillzeit. Dann gehe ich zu Starbucks, dort machen das alle, dort verkehren nachmittags auch fast nur Mütter. Oder zu IKEA oder in grosse Einkaufszentren in der CH. Die haben separate Wickel- und Stillräumlichkeiten mit bequemen Sesseln. Dort fühle ich mich als Mama mal wirklich erwünscht.

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