Frauenalltag in Prozenten; usw.
Mütter von 2 Kindern (jüngstes unter 6), die zwischen 50 und 90% arbeiten, verwenden pro Woche:
49,4 h insgesamt auf die Hausarbeit. Davon
9,3 h auf das Zubereiten von Mahlzeiten,
6,4 Stunden fürs Aufräumen und Putzen und
5,5 Stunden für Kinder waschen und ins Bett bringen
 
8 von 10 Frauen, die in Paarhaushalten mit Kindern unter 15 Jahren leben, tragen die Hauptverantwortung für die Hausarbeit.  
 
Quelle: bfs
 
Und wie sieht es bei Euch aus? Wird die Hausarbeit fair geteilt oder erledigt Ihr alles selber? Habt Ihr eine Haushaltshilfe? 
Ich muss sagen, ich bin froh, wenn ich unter der Woche jeden Tag den „gröbsten Mist“ zu erledigen komme wie Abwasch, GS ein- und ausräumen, Küche putzen, Tisch putzen, Krümel wegsaugen, Spielsachen aufräumen, Windeleimer leeren und Müll herunterbringen sowie Kochen. Am Wochenende erledige ich die Wäsche und mein lieber Mann und ich teilen uns dann meist noch das Staubsaugen und Feuchtaufnehmen des Bodens. Da wir aber keine Hygienefanatiker (mehr) sind, kann das auch mal ins Wasser fallen wenn z.B. schön Wetter ist und wir lieber was mit unserem Sohnemann unternehmen. Die Bäder bleiben meist wochenlang katzengereinigt, für mehr reicht die Zeit nicht. Und wir leben in einer Wohnung(!) Gut, andere leisten sich dafür eine Putzfrau, die dann halt auch mal die Dusche und die Fenster putzt, was bei mir, seit ich hier lebe, vielleicht zwei mal passiert ist (doch, ich sehe noch raus 😉 Aber irgendwas in mir sträubt sich dagegen, eine fremde Person in meiner Wohnung umherwerkeln zu lassen, zumal es mir als Fast-Vollzeitmutter auch total peinlich ist, zuzugeben, dass ich es alleine nicht packe. Das Problem ist, dass mit einem lebhaften, „gschendigen“ (Lampenschirme zerschlagen, Hände im WC baden und Gegenstände in das selbige schmeissen, Sand in die Wohnung transportieren) Kind das Putzen nicht ganz so einfach ist. Nur mit grossem Unmut lässt er mich den Abwasch morgens und mittags erledigen und der dauert ja nur ein paar Minuten. Meist zupft es derweil genauso energisch am Hosenbein wie beim Kochen. Als Notlösung, wenn ich beide Hände brauche, setze ich ihn neben den Herd, wobei doppelt Aufpassen gilt: Erstens, dass er nicht den Salzstreuer über den Herd entleert oder die Olivenölflasche zu Boden pfeffert, zweitens, dass er keinen Schaden nimmt (heisse Herdplatten, Messer in Greifweite, Runterfallen…) Den Boden feucht aufnehmen geht in seiner Anwesenheit gar nicht, denn da läuft er sofort drein und rutscht bestenfalls aus. Naja… noch gibt es bei uns keine Kakerlaken und ein bisschen Dreck hat noch keinem Kind geschadet. 
Meine Freundin, die gerade ihr neues Haus bezogen hat, freute sich zwar über den gewonnenen Platz, den man mit Kind dringend nötig hat, fürchtet sich aber vor dem Putzen (viel mehr Fläche). Klar… Ich riet ihr zu einer Putzfrau. Dafür ist ihre Küche nun so gross und die Ablagefläche so breit, dass man problemlos ein Kind drauf setzen und die Ablage frei von Gewürzen, Messern und Mixern halten kann. Ihre Erkenntnis trotzdem: Auch eine grosse Küche füllt sich sehr locker. Aber wenn wir grad beim Thema sind: Ich staune immer wieder, was für ein tolles Gefühl es einem gibt, in ein neues Haus zu kommen, das jmd gerade fertig gebaut/renoviert hat. Oft haben sich die Bewohner selber noch nicht so richtig eingelebt, ich aber spüre immer wieder das Gefühl, nach Hause zu kommen, anzukommen. In einer Wohnung hatte ich das bisher nie… Hier hat sich jmd während Monaten intensiv mit seinem Traumhaus auseinandergesetzt, zahlreiche Entscheidungen getroffen, Materialien und Möbel ausgesucht. Man ist komplett. Auch wenn der Garten noch nicht gemacht ist, kann man ihn sich bildlich vorstellen als gäbe es ihn schon. Viele Jahre lang hatte ich beruflich immer wieder das Vergnügen, neue Häuser zu besichtigen und mit den Bewohnern zu sprechen. Und eigentlich gefiel mir jedes. Dabei habe ich sicher meinen eigenen Geschmack aber es ist eben das Gefühl, das man bekommt in einem neuen Haus, das einem sofort überzeugt: Hier würde ich auch leben wollen.
A propos: Da gäbe es noch eine Geschenkidee: Leiht mir Eure Putzfrau mal für 2 Stunden, vielleicht so im November wenn der Bauch so gross ist, dass ich selber nicht mehr putzen mag 😉 Und falls sich irgendwann auch mein Haustraum erfüllt, schenkt mir ein Putzfrauen-Abo 😉 Aber Gott allein weiss, ob dieser Traum je Wirklichkeit wird. Ich arbeite daran. Zumindest in Gedanken…

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