Saure-Gurken-Zeit

Die Saure-Gurken-Zeit… eigentlich müsste die ja vorbei sein, Ferien zu Ende, Schulanfang… aber ich merke gerade, dass mein Blog sich den Ferien angepasst hat und kaum Neuigkeiten zu Tage forderte. Ist also wieder mal Zeit für einen kleinen Eintrag.
Aktuell: Gestern waren wir im Städtle und ich glaube unser kleiner Mann fand’s ganz OK. Auffällig waren die vielen anderen Familien mit Kinderwagen, Baby Björn und Co., die sich ebenfalls überall tummelten. Ich glaube fast es hatte mehr Familien und Kleinkinder als andere Leute. Und mindestens sechs andere Mütter habe ich erkannt. Manche trifft man eben überall und an jeder Ecke 😉 Dafür haben wir unseren Nuggi verloren. Es war zum Glück nicht weiter schlimm 😉

Die ersten Worte

Unser Sohnemann kam wie bereits beim Laufenlernen etwas später als andere mit seinen ersten Worten, aber doch, langsam kann man von einer Sprachentwicklung sprechen. Ich dachte mir ja bei den anderen Müttern, die stolz behaupten, ihr Kind könne schon „danke“ oder „essen“ oder was weiss ich sagen, dass sie einfach ein bisschen zu viel (Wunsch-)Fantasie bei der Deutung des Gebrabbels ihres Kindes an den Tag legen. Nur weil die Vokale a und e in der unverständlichen Babysprache vorkommen, ist das noch lange kein „danke„. Zumal ich nicht sicher bin, ob ein Kind in diesem Alter die Bedeutung dieses Wortes überhaupt versteht. Also habe ich lange gesagt, dass mein Sohn kein Wort spricht und mir zu Herzen genommen, erst dann von seinem ersten Wort zu sprechen, wenn es ein klares und deutliches Wort ist. Dann begann der kleine immer wieder sowas zu sagen, das wie „Auto“ klang. Und immer im gleichen Tonfall etc. Und immer in Bezug auf fahrbare Dinge. Danach kam „Traktor„, das auch für Bagger und andere Baumaschinen verwendet wurde. Es klingt aber eher so: „Ta-to-o„. Dennoch gehe ich davon aus, dass er „Traktor“ meint, weil er es immer wieder auf die selben Gegenstände bezogen verwendet und er das Wort auch schon tausend mal gehört hat, weil Traktoren überall in seinem Leben vorkommen: Live auf der Wiese, im Büchlein und als Spielzeug. Eigentlich dachte ich ja, sein erstes Wort würde „Zug“ lauten, da der bei uns dauernd vorbeifährt und eigentlich jedes mal seine Aufmerksamkeit beansprucht. Auch haben wir den Zug von Anfang an immer benannt, wenn einer kam, als wäre es was Tolles. Naja…

Promis und Elternschaft

Weitere Wörter, die sich so langsam entwickeln, sind Bapf (Nuggi) und ab und zu heiss oder „trinka„. Ich glaube, da war noch eins, aber da er vor allem Auto und Traktor benutzt, weiss ich jetzt grad nicht mehr, was es war. Die letzteren zwei benutzt er sehr selten, trotzdem denke ich, dass es kein Zufall war.
Am Sonntag las ich in der Liewo dass Vic Beckham für ihre Tochter (einige Wochen alt) drei Nannies hat: Eine kommt morgens, die andere nachmittags, die dritte macht Nachtschicht. Es war wohl ein Irrglaube, dass auch Promis schlaflose Nächte haben. Nein, sie geben offenbar trotz aller Liebe die Betreuung ihrer Sprösslinge ziemlich vollumfänglich an andere ab. Und heute las ich, dass ihre älteren Söhne lernen sollten, ihre Schwester zu wickeln. Was macht dann die Mutter noch!? Doofe Frage: Sie wolle mit Yoga wieder ihre alte Figur zurückbekommen. Es ist ja ein Wunder, dass Size-Sero-Frauen überhaupt körperlich fähig dazu sind, schwanger zu werden und die Schwangerschaft auch gesund überstehen obwohl sie wahrscheinlich währenddessen ihre Ernährung, die aus wenigen Salatblättern, Weintrauben und vielleicht Kohlsuppe besteht, nicht extra umstellen. Babypfunde gibt’s scheinbar trotzdem und die sollen dann, sh. auch Heidi Klum, innerhalb weniger Wochen wieder runter.

Die Nacht übernimmt die Nanny

Das Wort „Wochenbett“ gibt’s in Hollywood offenbar nicht und auch der Wunschkaiserschnitt hindert offenbar keine Abnehmwillige daran, nicht gleich nach der Geburt wieder mit dem Personal Trainer um die Hochhäuser zu joggen. Dass man Neumütter auch sofort wieder in edlen Designerdresses und topgestylt auf Parties sieht, zeigt, wie viel Zeit sie ihren Babies widmen: Nicht. Viel. Und stillen? Wahrscheinlich tun es die wenigsten. Mrs Beckham wolle ihre Tochter nun aber zum ersten mal selber stillen (die Söhne kamen wohl nicht in den Genuss), jedoch in Kombination mit der Flasche. Ja für was wäre wohl sonst die Nacht-Nanny da? Die selbsternannte Stilikone verzichtet sicher nur ungern auf ihren Schönheitsschlaf. In der Nacht, während Parties, und sicher auch während ihres Sportprogrammes muss dann das Fläschchen her. Fürs Abpumpen hat die Frau vermutlich auch keine Zeit, also tippe ich mal darauf, dass sich das Stillen relativ schnell von selbst erledigt. Naja, immerhin gab’s ein bisschen Muttermilch.
Spielt hier Neid mit? Ja, bestimmt. Aber auch mit allem Geld der Welt würde ich nicht wollen, dass irgendwelche Frauen mehr Zeit mit meinem Kind vebringen als ich. Man muss sich halt entscheiden: Kind oder Karriere, Stillen oder Schlafen, Körper oder Schwangerschaft. Man kann auch als Promi nicht alles haben. Irgendwann macht sich das bemerkbar, dass Mama lieber täglich 3 Stunden Workout macht, 2 Stunden Shopping und 9 Stunden Schönheitsschlaf. Davon bin ich überzeugt… und wenn ich mein Leben schon dem gut aussehen widme und von der Yogamatte zur Oscar-Verleihung jette, dann brauche ich doch eigentlich kein Kind als Statussymbol, das zur Nanny „Mama“ sagt, sondern höchstens einen gut aussehenden Kerl an meiner Seite.

2 Kommentare zu “Saure-Gurken-Zeit

  1. warum denn nicht? weil es eine sünde ist? neid kann auch eine antriebsfeder sein, muss also nicht zwingend negativ gewertet werden.
    klar, ich sage ihm das wörtchen schon sehr lange immer wieder vor. irgendwann wird er auch das lernen. und bitte hoffentlich auch. und du, bleib nicht länger anonym.

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