Shiny happy mummy

Wer mich kennt, weiss, dass mich Sonnentage in der Regel depressiv stimmen, fragt mich nicht warum. Doch das Gegenteil ist der Fall. Ich habe das Gefühl, dass mir parallel zum tollen Altweibersommer selber die Sonne aus dem A… scheint und das ist super. Ich habe grad mal gar nix zu motzen. Wenn mich Leute fragen, brabble ich vielleicht was von Sodbrennen oder „es wird langsam beschwerlich mit dem Bauch“. Es stört mich nicht mal mehr, dass ich zu viele Schwangerschaftskilos auf den Rippen habe. Die gehen dann schon weg. (Oder??? Kurze Angstattacke an dieser Stelle) Dazu empfehle ich übrigens aktuell die Kolumne von Güzin Kar im Tele. Gibt’s leider nicht online, diese fiesen Printmedien… Ich habe Güzin Kar schon während des Weltwoche-Abos meines Vater immer zu gerne gelesen. Ein Zitat: „“Gemüsestreifen sind ein vorzüglicher Snack.“ Wie bitte? Dieser Zynismus grenzt an Menschenrechtsverletzung. Unter einem vorzüglichen Snack verstehe ich Chips und Salznsse, von mir aus auch mal eine Bratwurst. (…) Nie werde ich den Anblick jenes Freundes vergessen, der (…) Peperonistreifen in Joghurt dippte. Genauso gut hätte er sich mit „Ich war einmal ein Mann“ anschreiben können.“ Super!
Warum geht’s mir denn so gut? Ich schätze weil a) Schwangere tendentiell mal eben durch gewisse Hormonschübe an Zufriedenheit gewinnen und sich auf’s Baby freuen, b) mein kleiner Mann ein echter Sonnenschein ist zurzeit. Kann nicht klagen. Er schläft sogar seit 2 Tagen gut. Aber meist ist nach 2 Tagen Schluss also vielleicht kommt morgen ja wieder ein miesgestimmter Beitrag, also ich freu mich jetzt lieber nicht zu früh, tut ihr’s auch nicht, c) ich hab‘ seit Äonen gestern mal wieder einen Mädelsabend mit meiner besten Freundin verbracht und davor das Yoga geschwänzt (nicht ganz: Ich hatte Kopfschmerzen und mein Mann kam eh zu spät nach Hause), d) die Männer sind wieder gesund, so scheint es, obwohl den Jüngeren gestern ’ne Wespe stach :(((
Was gibt’s sonst noch zu sagen? Also zum Thema Schwangerschaftshormone: Als mein Mann und ich vor 2(?) Wochen oder so nach Davos an einen Geschäftsanlass fuhren, musste ich im Auto heulen wie ein Schlosshund weil wir den Kleinen für sooo lange bei seiner Nana liessen. Das kannte ich bisher nicht in diesem Ausmass. Aber es fühlte sich gut an. Trotz allem, was ich mit ihm durchmachen muss(te), liebe ich dieses Kind mehr als mich selbst und ertrug es nicht, von ihm getrennt zu sein. Ich bin eine wahre 24-h-Glucken-Mutti. Ich schätze sowas passiert vielarbeitenden Müttern nicht. Es hat dann aber auch seine Schattenseiten. Mein Mann meint, der Kleine sei ein grosser Entdecker und werde wohl noch vor der Lehre einen langen Auslandaufenthalt machen. Ihr könnt Euch vorstellen, wie viel Rotz und Wasser dann fliessen würde. Ich habe es hier schon mal geschrieben aber es ist sicher das Schönste aber auch Härteste, Mama zu sein, denn es werden viele Tage kommen, an denen wir loslassen müssen, irgendwann ganz und das wird mehr schmerzen als alles andere zuvor.
Im Moment geniesse ich also noch diese absolute Nähe zu meinem Kind (die auch gerne mehr sein dürfte manchmal 😉 Gerade erst war ich bei der Kosmetikerin und wer es nicht sah, wird es kaum glauben. Sie rief äusserst spontan knapp vor Mittag an. Ich hatte eigentlich kaum Zeit aber da ich schon seit Wochen um einen Termin bemüht war, packte ich Kind und Kegel und fuhr los. Sowas mache ich normalerweise nicht, da ich weiss, dass es unmöglich ist mit meinem Sohn einen solchen Termin wahrzunehmen. Deshalb danke der Spontanität! Sie bearbeitete meine Augenbrauen während mein Sohn müde und absolut brav auf meinem schwangeren Bauch lag. Für’s Finish nahm er dann Platz auf dem Schoss der Kosmetikerin. Ich sage Euch: Das macht sicher nicht jede! Wir waren nach gut 30min fertig, ich happy und der Kleine musste keine Sekunde quengeln. Es war auch keine Versicherungszahlung aufgrund demolierter Gerätschaften, Fläschchen etc. nötig. Unglaublich aber einmalig. Sowas passiert nur einmal im Leben. Für die nächste Zeit bis zur Geburt habe ich die Termine nun schon ausgemacht und zwar so, dass sie während der Betreuungszeit stattfinden können 😉
So, jetzt muss ich aufräumen, ausmisten etc. Am Wochenende sollte nämlich ein Teil des neuen Kinderzimmers kommen! Sollte…

Wer hat’s gemerkt? Der Titel meiner Kolumne ist eine Hommage an meine erste, erntzunehmende, musikalische Liebe: R.E.M. Die haben sich einfach mal so aufgelöst. Das ist mehr als tragisch aber ich hoffe, Michael Stipe verwirklicht sich jetzt solo und wir müssen auch in Zukunft nicht auf seine Stimme verzichten…

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