Ich bin noch da 😉

Huch, schon wieder 10 Tage vergangen seit meinem letzten Eintrag. Dass ich nicht regelmässiger blogge zurzeit hat aber nichts damit zu tun, dass ich schon geboren habe (bloss nicht! Es sind noch rund 600 Stunden bis zum Termin 😉 sondern dass ich einfach grad nicht viel zu motzen habe und das ist gut. Drum war ich in letzter Zeit eher faul mit Schreiben und nutzte die jetzt extrem kostbare Zeit für mich. Zur aktuellen Geburtsvorbereitung gehört das panische Nochmals-Lesen meiner Bücher über Stillen, Tragen und Schlafen etc. (Largo nicht vergessen) und puzzeln. Ja, puzzeln. Als 20-Jährige hatte ich eine Phase, in der ich sehr oft gepuzzelt habe. Danach fehlte die Zeit und seitdem staubte noch ein geschenktes Puzzle bei mir vor sich hin, von dem ich schon bei der 1. Schwangerschaft dachte, dafür Zeit zu haben. Endlich habe ich es hervorgeholt und es ist so ungefähr das Beruhigendste, Meditativste was ich momentan tun kann. Zudem fesselt es mich jeweils enorm, so dass ich schon des öfteren ungewollt zu spät ins Bett bin.
Und sonst: Ich geniesse die Ruhe vor dem Sturm, dass mein Sohn sich zu einem richtig angenehmen Zeitgenossen entwickelt (solange ich genug mit ihm unternehme), ich geniesse die Wochenenden zu dritt, an denen wir einfach nur sein können und abgesehen von den üblichen Wehwehchen, welche die Schwangerschaft (Sodbrennen, Zwicken da und dort) bzw. ein 20 Monate altes Kind (verbissene Nuggis, unruhige Nächte) so mit sich bringen, überwiegt momentan gerade das Gefühl, angekommen zu sein. Ich bin nicht mehr so hektisch, muss nicht mehr tausend Sachen machen oder haben, habe vieles zurückgestellt – ohne Probleme. Kann in den Tag hineinleben. Ob das die Hormone sind?
Fakt ist, dass nach weniger als einem Monat mein, ja unser Leben wieder auf den Kopf gestellt wird. Die Zeitrechnung beginnt wieder bei Null, die Karten werden neu gemischt… aber genug der schlauen Sprichwörter, ihr wisst, was ich meine. Ich blicke diesem Tag mit gemischten Gefühlen entgegen. Ich fürchte mich vor der Herausforderung, der Geburt, dem Stillen, dem Schlafen, der Reaktion unseres Erstgeborenen. Ich bin nicht panisch, aber es brodelt vor sich hin. Und natürlich freue ich mich, bin riesig gespannt, hab‘ kaum Vorstellungen davon, wie es sein wird. Ich begehe das Abenteuer mit all den Erfahrungen, die ich in den bald zwei (!) Jahren gemacht habe und doch habe ich das Gefühl, wieder ganz von vorn anzufangen als hätte ich das alles noch nicht erlebt. Denn es ist schon so: Jede Geburt ist anders, jedes Kind ist anders. Auch wenn es Parallelen geben mag, wird unser Mädchen mit grosser Wahrscheinlichkeit anders auf die Welt kommen, anders schlafen, anders trinken, anders weinen, anders sein. Und das ist ja auch gut. Ich sollte gelassen sein, denn es kommt, wie es kommt. Einfluss nehmen kann ich keinen, wir müssen uns überraschen lassen. Aber ich bin voller Zuversicht, dass alles gut, ja vielleicht sogar besser kommt. Für einmal denke ich positiv, was sonst gar nicht meine Art ist, da meine Devise meist lautet: Lieber nicht zu viel erwarten, lieber vom schlimmsten ausgehen, denn dann kann es nur besser kommen. Aber in dieser Angelegenheit und eigentlich schon länger und in mehreren, bin ich zuversichtlich. Hat mich das Muttersein schon so (positiv) geprägt? Trotz allem, was war? Es scheint, als wären die „schlechten“ Zeiten wie weggefegt. Die Zeiten, die mich Nerv um Nerv kosteten. Nur, wird sich das wirklich nicht wiederholen? So ein klitzekleines bisschen Angst bleibt eben doch, dass unsere kleine, heile Familienwelt durcheinandergerät. Ich kann auch nicht verneinen, dass es  Zweifel gibt, ob es gut war, sich für ein zweites Kind entscheiden. Und das gleichzeitig mit dem Wunsch, auch noch ein Drittes zu bekommen. Ja, das ist wohl so eine Frauengeschichte. Heute sind wir so, morgen wieder umgekehrt. Und recht machen kann man es uns sowieso nicht 😉

3 Kommentare zu “

  1. Mit jedem Kind mehr wird es noch lauter, komplizierter, die Nächte kürzer, die Nerven weniger, das Chaos noch grösser, die Zeit rennt noch schneller……..
    Trotzallem gibt es nichts schöneres, als ein Kind grosszuziehen. Mit ihm zu lachen, spielen und die Welt durch Kinderaugen zu sehen. Auch Fehler machen zu dürfen als Eltern und trotzdem ist man für das Kind die Grössten (mal sicher bis zur Pupertät 😉 ).

    lg Sarina

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