Das Warten hat begonnen…

T+2 und keine Anzeichen einer nahenden Geburt. Ich sitze immer noch hier und niemand hätte damit gerechnet, dass mein Mädchen sich noch Zeit lässt. Mein Mann ist unterdessen mit meinem Sohn in der Schneelandschaft untergetaucht. Das war so nicht geplant. Eigentlich sollte ich jetzt im Spital liegen. Fast mit Tränen in den Augen habe ich die beiden nun in ihre erste, gemeinsame Unternehmung ohne Mama ziehen lassen. Obwohl ich mir langsam über wehenfördernde Massnahmen Gedanken mache, weiss ich, dass ich den Spaziergang zum Spielplatz nicht hinbekommen hätte. Seit Tagen ist mir immer wieder schlecht, mein Magen spielt total verrückt. Habe ich Hunger, wird mir schlecht, esse ich, bereue ich es danach noch mehr. Ich weiss, andere würden sich dann einfach übergeben aber ich glaube meine Abneigung gegenüber diesem Vorgang ist noch grösser als die Angst vor den Wehen also sieche ich mich meist hochkonzentriert durch diese Phasen der Übelkeit.
Ausnahmezustand herrscht bei uns trotzdem weil unser Sohnemann seit Freitag kränkelt. Das zweite Mal in seinem Leben hatte er nun Fieber, er hustet (vor allem nachts) und am Freitag befürchtete ich eine Harnwegsinfektion weil er Schmerzen beim Wasserlassen und beim Saubermachen bekundete. Dies haben wir aber unterdessen wohl ausgestanden und es ist ihm eigentlich nichts mehr anzumerken. Während die Nacht auf Samstag noch relativ OK war (zwar landete er bald bei uns im Bett, schlief aber von da an gut bis 8.30 Uhr), war er in der Nacht auf heute zweimal in einem, ich nenn’s mal Fieberwahn. Er war nicht richtig wach denke ich, denn er wollte nicht aufstehen, aber er war extrem unruhig, zappelte und plapperte was das Zeug hielt. Mein Mann suchte das Weite bzw. die Couch und irgendwann war der Kleine wieder ruhig bis morgens kurz vor 7 Uhr. Also machten wir Tagwacht. Dazwischen quälte mich mein Magen, wie gesagt. Ich dachte, jetzt geht’s dann los und am Morgen meinte mein Mann nur, also wenn die Nacht nicht für Wehen gesorgt hat, dann kommt das Kind wohl nicht vor Weihnachten. Hilfe! So langsam wird es echt knapp mit dem Zuhausesein an Weihnachten. Dann müssen wir das Fest dann wohl verschieben… Aber noch habe ich Hoffnung. Also ich fühle mich wirklich überreif für die Geburt, aber eben nur körperlich. Ich habe nun wirklich das Gefühl, nichts mehr leisten zu können und wäre froh, meinen Körper wieder anders zu spüren. Vielleicht ist das das Problem? Dass ich psychisch irgendwie nicht bereit sind. Bei den leisesten Anzeichen von Unterleibsschmerzen bekomme ich es mit der Angst zu tun. Blockiert mich das? Vielleicht sollte ich nachher etwas meditieren/schlafen. Man sagt ja auch, dass man nur gebären kann, wenn man ausgeruht ist und das war in den letzten beiden Nächten natürlich nicht der Fall. Ich weiss sowieso nicht, was mich so ängstigt. Beim letzten Mal ging’s doch auch und an die Schmerzen kann ich mich nur vage erinnern. Dass ich wahrscheinlich wieder eine PDA möchte, dürfte ja auch zu meiner Beruhigung sein. Die Option steht in der Regel offen. Und ich will auf keinen Fall, dass die Geburt nach Weihnachten eingeleitet werden muss. Dass ist sicher nicht so lustig…
Ab morgen hat mein Mann Ferien und ein Termin beim Frauenarzt steht an. Das soll meine Deadline sein. Ich denke, unserem Sohn geht’s jetzt besser und wenn ich mich zusammenreissen kann und nur noch zu leicht verdaulicher Kost greife (Tipps?), kann ich vielleicht mit etwas Aktionismus welcher Art auch immer und sei’s nur ein kleiner Schneespaziergang, ein bisschen was vorantreiben. Drückt mir die Daumen! Das soll mein letzter Blogeintrag vor der Geburt sein! 🙂

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