Gute Tage, schlechte Tage

Das Leben pendelt sich ein… der Alltag. Jeder Tag ist gleich und doch anders. Gestern lief es super. Am Morgen bin ich zum ersten Mal wieder in die Wiegestube, damit mein Sohn spielen konnte, am Nachmittag zum Playdate bei Tanja. Meine Tochter: den ganzen Tag zufrieden! Sie lag sogar morgens eine Zeit lang alleine auf einer Matratze während die Kinder herumtobten. Dasselbe nachmittags auf dem Sofa bei Tanja, wo sie sogar eine ganze Weile schlief! Und da sie auch im Auto in der Regel zufrieden ist, konnte ich auch problemlos ausschliesslich stillen, sogar mit Pausen von mehr als 2 Stunden. Das war gestern.
Heute war ich zuhause und mittags bei der Schwiegermutter, wo ich sehr ungerne meinen Sohn zurückliess. Er bleibt über Nacht, da mein Mann weg ist. Wir haben uns dazu entschlossen weil mein Sohn immer noch miserabel schläft und die Anwesenheit seines Papas während der ganzen Nacht geniesst. Wir dachten, dass es bei seiner „Nana“ vielleicht gut genug geht, das Schlafen. Ich werde wohl die ganze Nacht an nichts anderes denken. Aber mit einem unruhigen Baby an der Seite wäre es für meinen Sohn wohl auch nicht lustig gewesen, da er schon von seinen Alpträumen regelmässig geplagt wird. Dementsprechend war ich also heute Nachmittag traurig und alleine mit Baby zuhause. Und alleine mit einem Baby, das nur unzufrieden ist, ist nicht lustig. Das heisst für mich Stillen, rumtragen, stillen. Immer mit dem schalen Beigeschmack, dass die Kleine halt ständig Hunger hat, den ich nicht stillen kann – im wahrsten Sinne des Wortes, weil ich ja nicht alle zehn Minuten stillen kann. Warum nur hat’s gestern so gut funktioniert? Am Wochenende habe ich sogar 2-3 Tage nur Muttermilch gegeben, also nachgefüttert mit abgepumpter Milch. Findet sie vielleicht einfach nur den Schlaf nicht weil ich sie immer wieder versuche, hinzulegen? Sollte ich sie besser nonstop tragen? Oder öfter weggehen?  Das Auto ist sowieso mein Lieblingsplatz momentan. Zwei zufriedene Kinder, die nichts anstellen können. Was will man mehr? Musik. Ich allein vorne. Die einzige Freiheit, die ich zurzeit geniesse.
Mit meinem Sohn ist es viel einfacher. Und dann habe ich wieder das Gefühl, diesem Baby einfach nicht gerecht zu werden weil es viel weniger beachtet wird. Vielleicht will sie, dass man öfter mit ihr spricht? Fühle mich gerade sehr als Rabenmutter, auch weil ich schon überlege, ab wann ich so ein kleines Menschlein denn schon in Betreuung geben könnte. Mir wächst wohl jetzt schon alles über den Kopf…
Schlimm finde ich auch, dass mein Mann und ich gar nicht mehr dazu kommen, mehr als einen zusammenhängenden Satz miteinander zu wechseln. Entweder weint meine Tochter oder mein Sohn stellt irgendwas an (abends vermehrt) und zwischen 20 und 21 Uhr ist Bettzeit und Lichterlöschen und wir verlassen unser Frauen- bzw. Herrenzimmer nur noch zur Fütterung.

Ein Kommentar zu “

  1. Kinder haben sehr feine Antennen und merken sofort, wenn einem was beschäftigt. Deine unguten Gefühle, dass du deinen Sohn bei der Schwiemu gelassen hast, kann man ja nicht einfach abschütteln. Das merkt auch das Baby.
    Gestern ging es wahrscheinlich so gut, weil du entspannnt warst. Es war den ganzen Tag was los, das Baby hatte viel zu hören und es ist ja meist so, das Babys beim grössten Rummel gerne schlafen.
    Vielleicht hat die Kleine nicht immer Durst, sondern sucht einfach deine Nähe oder will ihr Nuckel-Bedürfnis an der Brust befriedigen.
    Hast du es schon einmal mit einem Tragetuch versucht? Vielleicht braucht sie einfach viel Nähe und im Tragetuch hast du auch noch beide Hände frei…….
    Wenn ich alleine mit dem Baby zu Hause war, da hab ich, wenn es in der Wiege lag, auch einfach was gequasselt. Hab was erzählt….auch was ich gerade mache….so belanloses Zeug. Plötzlich schliefen dann die Kids ein. Teilweise ging es auch mit leiser Musik. Ich denke Babys brauchen einfach Stimmen – damit sie wissen, sie sind nicht alleine , es ist jemand da und passt auf…..!

    Es ist ja noch heute so, wenn ich mich hinsetzte um was zu lesen, werde ich von allen Seiten bestürmt. Wurstle ich aber was und bin immer am was machen, dann spielen die Kinder – aber wehe, sie sehen ich könnte mich jetzt setzen um kurz auszuruhen 😉

    Viel Glück das die nächsten Tage besser werden…….

    liebe Grüsse Sarina

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