Die Eifersucht

Ich hätte nicht gedacht, dass die Eifersucht des Grossen gerade zum grossen Problem wird und ein derartiges Ausmass erreicht, dass sie sich auf alle Bereiche ausdehnt! Gestern schlief unsere Maus bestens, trank um 20 Uhr und dann erst wieder um 5 Uhr morgens. Das ist Durchschlafen per Excellence und ich hoffe es bleibt so. Ab 5 Uhr war aber unser Sohnemann untröstlich. Erst gestern ist es uns wie Schuppen von den Augen gefallen. Wir haben den Kleinen ganz ungewollt aus unserem Schlafzimmer verbannt, wo jetzt die Mama mit dem Baby schläft und ihm verboten, reinzugehen. Dies aus naheliegenden Gründen: Er räumt ab, was er nicht sollte und wenn sie drin schlafen sollte, hält er sie davon ab… Jetzt überlege ich, ob wir die Kleine, da sie so gut schläft, ausquartieren und den Kleinen bei uns im Elternbett schlafen lassen sollen. Allerdings schmerzt es mich, das tun zu müssen, denn ich liebe es, in der Nacht so nah bei ihr zu sein (Beistellbett). Wahrscheinlich macht es ihr nicht viel aus, jetzt schon alleine zu schlafen aber für das Stillen ist es praktischer wie es jetzt ist. Nur muss mein Sohn die Möglichkeit haben, bei mir schlafen zu können. Irgendwie haben wir jetzt ein Zimmer zu wenig, falls er doch das eigene Bett bevorzugen sollte. Beide in einem Zimmer, denke, das geht noch nicht. Dann müssten wir bei seinem Bett wieder die Gitterstäbe montieren oder aber sie in ein Gitterbett legen, das wir natürlich noch nicht bestellt haben. Hmm… Mal sehen! Heute waren wir bei der Homöopathin und vlt hilft das Mittel ihm ja ein bisschen. Es war für mich aber sehr schwer, in seiner Gegenwart so offen über ihn zu sprechen. Er hat genau zugehört und gewusst, dass wir über ihn sprechen. Ich merke immer mehr, dass das nicht gut sein kann, nur ist es eben manchmal notwendig.  Ich kann mich voll in ihn einfühlen, aber wenn er gegenüber der kleinen Maus grob ist, so ärgert mich das… Meine Gefühle sind zurzeit etwas ambivalent, was sein neuer Haarschnitt noch verstärkt hat. Krass, wie die Haare einen Menschen äusserlich verändern können. Er ist zwar noch derselbe, doch er wirkt auf mich plötzlich wie ein anderes Kind! Das erschwert die ganze Situation noch. Und ein Tipp für alle, die mal ihr Auto in die Waschanlage bringen wollen. Tut es ohne Kind! Er hatte furchtbar Angst! Verständlich… Nur haben wir daran nicht gedacht! Der arme Kerl. Die Entthronung ist wohl die erste, richtig schwere Prüfung im Leben eines Kindes und ich hoffe sie geht mehr oder weniger spurlos vorüber… Ich fürchte mich, wie es wird, wenn er grösser wird. Habe gelesen, dass eine Hassliebe zwischen den Geschwistern das ganze Leben prägen kann! Ich hoffe schwer, die zwei werden eine gute Beziehung zueinander haben… Wie kann ich das nur positiv beeinflussen? Da ich praktisch als Einzelkind aufwuchs, habe ich keine Ahnung…

2 Kommentare zu “

  1. Ich denke auch die beziehung zwischen geschwistern muss wachsen. Das geht nicht von heute auf morgen. nur weil der kleine enttrohnt wurde, heisst das nicht, dass die spätere beziehung zwischen den zweien belastet wird. Im gegenteil, später wird sich nathaniel gar nicht mehr an seine eifersucht erinnern können. darum würde ich das jetzt so gelassen wie möglich nehmen 😉 übrigens habe ich ja einige geschwister und mit allen viel gespielt, aber auch ebenso viel gestritten! Und wir haben heutztage alle eine sehr gute beziehung untereinander!

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  2. Eifersucht wird es immer geben zwischen Geschwistern (gibt es ja auch unter Erwachsene). Es fühlt sich immer mal wieder ein Kind ungerecht behandelt – und seien es nur die Erbsen im Teller, wo es das Gefühl bekommt, dass Geschwister könnte mehr erwischt haben (selber erlebt, da wurde ich von den Kids aufgefordert, die Erbsen abzuzählen…..).
    Gerade unter den Zwillingen ist die Kokurrenz und Eifersucht enorm….wehe, da sage ich mal zu einer etwas – das will die andere dann sofort auch wissen. Da werden sogar Wörter auf die Goldwaage gelegt.
    Wichtig ist wohl, wie man als Eltern mit der normalen erscheinung „Eifersucht“ umgeht. Man muss jedes Kind so nehmen wie es ist und die Vorzüge hervorstreichen. Auch vergleiche sollte man als Eltern unter den Geschwistern nicht betonen bzw. gar nicht erwähnen. Schliesslich ist jedes Kind anders und das ist gut so.

    Meine Eltern haben hier ein grosser Fehler gemacht. Meine Schwester hat wohl zu mir eher eine Hassliebe…..Sie ist 1 1/2 Jahre jünger, und war schon von klein auf der Rebell und die Wilde. Ich eher ruhig und angepasst. Damit konnten meine Eltern wohl schlecht umgehen und haben meiner Schwester stehts mich als Beispiel vorgehalten (teilweise noch heute – was ich gar nicht mag.). Meine Schwester hat dann mir versucht nachzueifern, aber sie war ein ganz anderer Typ als ich und dass hätten meine Eltern mehr beachten müssen. So ist der Umgang mit meiner Schwester noch heute eher schwer, weil sie in allem die Fehler bei anderen Sucht und bis heute das Gefühl hat, nicht richtig gewollt zu sein. Und da ich als die „Perfekte“ da stehe (was ja nicht so ist), kriege ich oft ihre Wut zu spüren, wenn es vorallem in ihrem Leben dann nicht so läuft wie sich gedacht hat.
    Trotz allem verstehe ich mich mit ihr – und ich denke die meisten Geschweister haben eine gute Verbindung zu einander.

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