Stillbeziehung einmal anders

Man denkt ja man weiss so ungefähr Bescheid darüber, was es so alles gibt in der Welt. Man hat schon von SM gehört, von Natursekt, von Sodomie. Und findet es mal mehr mal weniger abartig, pervers etc. Und dann sowas… Nichtsahnend habe ich in meiner Facebook-Gruppe „Wir stillen“ die Mitglieds-Anfrage einer Person namens „Chris Michliebe“ bestätigt. Ich dachte mir noch, was für ein seltsamer Nachnahme. Und dachte, es sei sicher eine Christine dahinter, die sich eben Chris nennt. Und dann war’s ein Mann. Dessen Profil verriet, dass er auf „Erotische Laktation“ bzw. „Adult Nursing Relationship“ steht. Bitte was!? Ja, das habe ich mich auch gefragt. Und gegoogelt. Und plötzlich bekommt das Wort „Stillbeziehung“ eine neue Bedeutung. Im Ernst: Ich habe nicht gewusst, dass es erwachsene Männer gibt, die darauf stehen, bei ihren Frauen Milch zu trinken. Und offenbar, so besagt es das Internet, haben zumindest in GB rund 60% aller Männer schon mal bei ihrer Frau Milch getrunken. Mehr als einmal! Man mag denken, was man will aber ich fand das ganze sehr belustigend und wüsste gerne, wie viele Männer tatsächlich in einer solchen Stillbeziehung leben. Gerne würde ich mal hiesige Stillberaterinnen darüber ausfragen. Die meisten reagieren ja eher angewidert wenn man ihnen davon erzählt, auch Männer oder v.a. Männer… Ich muss sagen, es gibt Abartigeres. Nicht dass ich so etwas auch nur annähernd in Betracht ziehen würde, nein, aber nach eingehendem Studium einschlägiger Seiten finde ich dass es Schlimmeres gibt. Ich habe sogar einen Blog gefunden aber sehr spannend ist der nicht, denn die Frau beschreibt nur tagein tagaus, wie viel Milch sie am Tag abpumpen konnte. Viel war’s nicht. Versetzt Euch mal in diese Frauen: Die sitzen regelmässig an der Pumpe (schliesslich klebt der Mann ja nicht an ihnen wie das Baby, das regelmässig die Brust verlangt) und bekommen dafür ein Minimum an Ergebnis. Offenbar aber lohnt es sich für diese Frauen/Männer, diesen Aufwand zu betreiben. So also machen die Milchpumpenhersteller ihr Geld 😀 Wer mehr wissen will, google doch bitte selber. Es gibt sogar Bücher zum Thema und offenbar, wie so bei allem, finden sich sogar Belege in einer (Bilder)bibel des 12. Jahrhunderts, in welcher Maria einen Mönch stillt. Und wenn wir grad beim Thema sind, so habe ich mich letztens selber ungewollt über mich lustig gemacht. Zur Vorinfo: Mein Mann und ich haben zwei verschiedene Milchvorlieben: Er trinkt normale Trinkmilch, ich die Slimline-Milch der Migros mit wenig Kalorien/Fettgehalt. Gut. Nun wollte ein Kollege von uns einen Kaffee und Thomas‘ Milch war aus. Ich fragte also: „Willst Du meine Milch?“ Entgeistertes Starren. Der arme Kerl dachte doch tatsächlich ich würde ihm meine Muttermilch anbieten 😀

4 Kommentare zu “Stillbeziehung einmal anders

  1. Habs probiert. Für Kaffee taugt Muttermilch nicht so. Zum einen ist sie zu süß und dann kommt die weiße Farbe irgendwie gar nicht im Kaffee durch. Aber Tee mit Muttermilch schmeckt edel!
    Zum eigentlichen Thema: Ich hätte gerne, hab mich aber nie getraut, meine Frau danach zu fragen. Eigentlich schön doof, oder?

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  2. mein Mann und ich leben seit 4 Jahren in einer stillbeziehing und es geht uns beiden außerordentliche gut damit. es gibt natürlich viele die es nicht verstehen aber es ist etwas sehr inniges dieses leben zu führen. ich habe auch dank dieser seite unsseres lebens schon 2 meiner adoptiev kinder stellen können und es hat bei dem aufbau der Mutter kind beziehung sehr geholfen.

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  3. Liebe Anonyma! Vielen Dank für Deinen Kommentar! Das klingt sehr harmonisch und echt toll, dass Du dadurch die Kinder stillen konntest! Wie war das für Deinen Mann? Wurde er nicht „eifersüchtig“?

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