Gute Tage, schlechte Tage

Oft ist man als Mama hin- und hergerissen zwischen Supermom und Rabenmutter, zwischen Haushalts-Popeye und Chaospilotin, zwischen Powerfrau und Schlaftablette. Gestern gehörte ich m.E.n. zur ersten Kategorie, wurde Stunde um Stunde stolzer, wie gut ich doch Kinder und Haushalt wuppe. Habe endlich das Auto meines Mannes, das mir überschrieben wurde, aka Familienkutsche, rechtzeitig auf die Ferien gestaubsaugt, zwar nur minimalst aber dennoch, mit einem Kind auf dem Rücken und dem anderen irgendwo im Dreck spielend, habe Kuchen gebacken (leckere Zwetschgenwähe), Playdate gastgegeben und die Maus fast ausschliesslich im Tuch getragen und am Abend mit den Nachbarsmüttern gesmalltalkt, das Baby zu Bett gebracht und irgendwie noch Zeit für den Grossen gefunden (glaube ich zumindest…?). Bin dann abends verdammt müde und in Befürchtung, nun selber die Erkältung auszubrüten…
Heute morgen gehörte ich eindeutig zur Kategorie 2 und das schon kurz vor 9. Weil die Kinder abends sehr spät erst im Bett waren und ich noch etwas Zeit für mich brauchte, wurde es auch spät genug… Unverhofft erwachte meine Maus aber pünktlich um 7 Uhr und fing an rumzuturnen. Blieb noch etwas liegen, was schwierig war aber die Müdigkeit lag so bleiern in meinen alten Knochen, dass ich es einfach nicht schaffte, aufzustehen. Wollte aber um 9 Uhr pünktlich in der MuKi-Gruppe sein, was ich natürlich auch nicht fertig brachte. Gequengel am Frühstückstisch, WC-Prozedur, Schoppenkleckerei, dann noch eine von oben bis unten verkackte Maus, alle sieben Sachen zusammensuchen und viel zu spät dran… Verärgert darüber, dass es schon wieder keinen Parkplatz in der Nähe gab, nahm ich kurzerhand einen „reservierten“ Parkplatz und wurde prompt zugeparkt. War ja klar! Meine Maus schlief auf dem Hinweg ein, erwachte aber wie gewohnt, kaum hatte ich den MaxiCosi herausgehoben. Passiert in 98% der Fälle. Also: schweres Gerät wieder rein ins Auto und Kind auf den Arm… Mittags das übliche Gejammer meines Sohnes, nichts essen zu wollen, stattdessen ins Bett zu legen und Schoppen zu verlangen… Schliesslich brachte ich ihn dann doch noch an den Tisch und zum Essen und, unverhofft kommt oft, schlief er heute *Trommelwirbel* bereits vor *Champagnerkorkenknallen* 13 Uhr im *Fanfare* Bett ein! Selber! Allein! Wenn er das nur immer machen würde, dann wären zwei Elternteile sehr glücklich. Ich weiss nicht, woran’s lag, aber ich schätze die grosse Müdigkeit und der Unwillen, schlafspazierenzufahren, trugen so ziemlich viel zum Erfolg bei. Dafür schlief dann die Maus nicht ein bzw, sie wäre wohl, hätte ich nicht nach 13.15 Uhr aus dem Haus müssen zu einem Termin derweil Opa die Wohnung und das schlafende Kind hütete. Soweit so gut. Es ist gleich 17 Uhr, schätze der Tag kann noch als erfolgreich abgehakt werden 😉

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