Schon verrückt…

…wie schnell ich mich an das Leben mit zwei Kindern gewöhnt habe. Der Schritt von 0 auf 1 Kind war riiiesig und ich habe über ein Jahr gebraucht, um mich einigermassen im neuen Leben zurecht zu finden. Die Umstellung auf 2 Kinder war in den ersten Monaten auch herb, wobei ich sagen muss, dass wir mit Abstand am meisten Probleme hatten. Ähnliches wie bei uns habe ich bisher bei keiner meiner Kolleginnen mitbekommen, die ihr Zweites bekommen haben. Weder in punkto Stillen, noch in punkto Eifersucht und Schlafen oder in punkto pflegeintensives Baby. Warum gerade wir all diese Probleme hatten, weiss ich nicht. Ein Anteil davon war sicher selbstgemacht aber vieles wäre einfacher gewesen wenn die Maus z.B. so oft geschlafen hätte anfangs wie ihre Altersgenossinnen oder auch mal zufrieden mit sich selber im Laufgatter gelegen hätte. Ich sage mir jetzt im Nachhinein tröstend, dass ihr Ur-Instikt halt stärker ausgeprägt ist als bei anderen Menschenkindern. Dies bringt mich zum Einwurf, dass mein zweites Rez-Ex bei mir eingetroffen ist: Menschenkinder. Werde Euch davon berichten sobald ich Zeit zum Lesen finde. Auf der Homepage findet Ihr vorab schon einige Infos. Das Buch wird wahrscheinlich nicht sonderlich viel Neues für mich bereit halten aber ich bin dennoch gespannt. Die Artikel, die ich bisher vom Autor gelesen habe (online), haben mich auf jeden Fall überzeugt.
Wo war ich wieder? Ach ja… Heute gehe ich schon ziemlich selbstverständlich um mit den zwei Kindern. Bin heute morgen wie geplant ohne grosses Zögern  mit dem Bus nach Feldkirch gefahren um einkaufen zu gehen. In den ersten Monaten undenkbar für mich, nicht nur weil ich damals noch keinen Geschwisterwagen hatte. Hochgradige Schweissausbrüche hätte allein der Gedanke an eine solche Aktion hervorgerufen. Wie und wo stillen? Was dann mit dem Grossen? Hilfe!!! Nein, ich fühle mich ganz wohl dabei, mit den zwei Glückskindern on the road zu sein. Es macht Spass und ich bin heimlich ganz stolz wenn die Leute entzückt in den Kinderwagen gucken.
Ja, ich schaue schon mal neidisch zu Einzelkindmamas, die so viel Zeit für ihren Wonneproppen haben, einträchtig Hand in Hand spazieren gehen und auf jedes Bedürfnis sofort eingehen können. So ein Kind bekommt das volle Ausmass an Mamaliebe und Förderung. Aber ich bin trotzdem zufriedener mit 2en, ich konnte das eine Kind nie richtig geniessen. Vielleicht könnte ich es jetzt, da er „einfacher“ geworden ist aber ich denke doch, dass mehrere Kinder für uns ein Gewinn sind, Leben in die Bude bringen und auch so ihre Vorteile haben (natürlich auch Nachteile aber egal), wie alles im Leben…

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