Es naht…

Am kommenden Wochenende gilt es ernst: Wir ziehen um! Will heissen: Wir müssen bis Ende der Woche den Rest unseres Haushaltes mehr oder weniger in Kisten packen und Abschied nehmen.
Am vergangenen Wochenende haben wir nochmals geputzt.
So… Mit unserem Umzug endet ein ziemlich turbulentes und v.a. für meinen Mann sehr arbeitsintensives Jahr. Damit enden aber auch 3 Jahre an denen ich sehr viel Zeit hier verbracht wurde. Nicht nur die Kinder müssen sich umgewöhnen, auch ich werde es müssen. Ich bin überzeugt, dass das schnell gehen wird aber wir werden hier auch einiges vermissen und uns am neuen Ort erst einleben müssen. Nicht nur hatten wir hier doch einiges (Spielplätze, Freunde, Migros, Post etc.) in Fahrrad- bzw. ÖV-Nähe sondern wir pflegten auch intensiven Kontakt zu den Nachbarn. V.a. mein Sohn wird seinen Spielkameraden A. sehr vermissen, verbringen die 2 doch sehr viel Zeit miteinander, treffen sich fast täglich draussen auf der Wiese… Wir werden nachher zwar einen relativ grossen Coop in Spazier-Reichweite haben doch kenne ich nur einen Spielplatz in der Nähe und die Kolleginnen, mit denen ich am meisten Kontakt habe, rücken leider ausser ÖV-/Velo-Reichweite. Sicher wird das nicht mehr all zu viel ausmachen da unser Sohn in einem Jahr eh in den KiGa kommt und wir haben das Auto jetzt auch oft benutzt aber eine Umstellung ist es. Auch habe ich ja beschlossen, dass mein Sohn weiterhin hier zur Spielgruppe gehen wird und da fahren wir nun jetzt halt etwas länger aber wahrscheinlich jammere ich auf hohem Niveau denn hier sind die Strecken ja wirklich kurz eigentlich…

Letzte Woche hat unsere Maus noch die Hand-Mund-Fuss-Krankheit in der Kita aufgelesen und nach einer miesen Nacht bin ich zum Arzt. Wir schliefen alle 2-3 Nächte schlecht aber das wird nach dem Umzug sicher nicht anders sein. Auch mir ging es körperlich am Wochenende nicht gut, vlt habe ich die Krankheit auch irgendwie aufgeschnappt und sicher nagte der Schlafmangel an mir… auch war ich psychisch doch sehr angeschlagen. Wir müssen in der Familie endlich wieder zueinander finden. Viel zu viel belastet uns, die Nerven liegen blank, die Kinder spüren das und reagieren entsprechend indem sie unsere Gefühle spiegeln wie es Kinder nun mal tun. Mehr will ich an dieser Stelle nicht darüber sprechen denn es ist sehr persönlich und wir brauchen sicher etwas Zeit. Fakt ist, dass wir etwas unternehmen müssen, uns ändern, an uns arbeiten, notfalls mit Unterstützung. Drückt mir die Daumen, dass es hier bald harmonischer zu und her geht. Ich stehe täglich Ängste aus, die nicht sein müssten, gerade im Hinblick auf den Umzug der uns zeitweise entwurzelt, uns aber hoffentlich auf Dauer ein neues Zuhause schenkt, in dem wir uns alle wohl fühlen. Wenigstens für die Kinder hoffe ich, dass wir als Eltern uns die nächsten 2-3 Wochen „zusammenreissen“ und trotz Umzugsstress so gut es geht für die Kinder da sein können und alles Unwichtige einmal beiseite lassen.

Noch kann ich kaum glauben, dass die Tage an einer Hand gezählt sind, die ich hier verbringen werde. Noch kann ich mir nicht vorstellen, nachher irgendwo im Haus zu sitzen und zu bloggen… auch für die Kinder wird es anders sein, da sie ja ein „Spielzimmer“ bekommen. Werden sie es tatsächlich nutzen? War das wirklich eine gute Idee? Sind sie nicht noch zu klein um räumlich und sichtlich getrennt zu spielen? Werden sie draussen gut spielen können obwohl die ganze Hausumgebung erst nächstes Jahr bespielbar sein wird? Oder werden wir die meiste Schönwetterzeit anderswo als zuhause verbringen (müssen)?
Noch bin ich zu 99% hier und schiebe den Gedanken, bald woanders zu sein, noch von mir weg.
Versteht mich nicht falsch: Ein eigenes Haus war immer ein Traum aber ein Umzug ist eine Veränderung, eine Herausforderung und bringt Abschiednehmen mit sich. Egal wie schnell wir uns daran gewöhnen werden; es ist ein grosser Schritt, der nicht einfach ist.

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