Eine Operation steht uns bevor…

Meine Tochter hat sowas wie ein Blutschwämmchen auf der Wange, unter dem Auge, das sich vor 2-3 Moanten zeigte. Erst hielt ich es für Konfitüre, dann wurde es grösser und erhabener und irgendwann schaffte ich, es dem KiA zu zeigen. Der meinte wir sollten es entfernen lassen, kleine Sache, örtliche Betätubung mit Salbe und lasern. Okeee… der Termin in St. Gallen kam und erst am Tag des Termins, als ich die Einladung nochmals durchlas, merkte ich, dass da lediglich „Vorgespräch“ stand. „Ja ne, die sollen das dann bitte grad auch wegmachen wenn wir dort sind, das wird wohl in 30 min zu schaffen sein…“
Aus 30 min wurden 2h, in denen wir von Wartezimmer zu Kinderchirurgin, wieder ins Wartezimmer, dann zur Anästhesistin und zurück ins Wartezimmer kamen, wo uns noch eine Pflegefachfrau weiter informierte. Jede gab irgendwelche Formulare mit, die wir auszufüllen hatten.
Fazit: Das Angiom/Gefässekstasie muss operativ unter Vollnarkose entfernt werden ansonsten es irgendwann platzen und dann stark bluten könnte, so dass wir in der Notaufnahme landen würden. Die OP garantiert aber nicht, dass es nicht wieder kommt. Die Ursache: Die Maus muss sich irgendwann mal gestossen haben, daher… als ich erfuhr, dass sie operiert werden muss, kämpfte ich gegen die Tränen. Ich war panisch, hatte fürchterliche Angst um mein Kind. Klar, es ist ein wirklich kleiner Eingriff und die Narkose wird sehr klein dosiert etc. aber ich habe wohl zu viele Ärzteserien geschaut…
Es hiess dann, wir müssten uns einen Tag lang Zeit nehmen (also ohne unseren Sohn), früh herkommen. Maus muss nüchtern sein, darf also 6h vor der OP keine festen Mahlzeiten mehr zu sich nehmen, 4h vorher nicht mehr stillen und 2h vorher kein Wasser/Tee mehr trinken. Das wird sicher nicht einfach… sie bekommt dann ein Beruhigungsmittel, das sie schläfrig machen wird und sie wird dann mitgenommen. Das wird der schlimmste Moment für mich sein. Ich gebe sie in fremde (wenn auch sicher fähige) Hände, darf nicht bei ihr sein. Ich hoffe nur, dass sie davon nicht mehr viel mitbekommt und Angst hat weil Mama nicht bei ihr ist. Das wäre furchtbar! Wir dürfen nicht mal in die Nähe des OPs. Sie bekommt dann die Narkose und einen Zugang und ein Schläuchlein in den Mund. Von da an gilt Warten. Sie wird nach der OP eine Weile im OP-Saal bleiben müssen weil es keinen Aufwachraum gibt. Sobald sie aber erwacht, wird man sie wieder zu uns hochbringen. Das Aufwachen könne je nach Kind sehr lange dauern und bevor sie ein Kind entlassen, muss es gehen können und etwas getrunken/gegessen haben. Ich hoffe sehr, dass alles gut klappt und sie nicht zu lange von uns weg sein wird aber diese Zeit wird sich dehnen wie Kaugummi…
Ich verstehe jetzt Eltern, die sowas schon durch haben. Bisher habe ich, wenn ich von Operationen bei Kindern gehört habe, immer nur gedacht „ja, Hauptsache es ist jetzt gesund.“ Ich habe mir nie vorstellen können, wie bange einem davor und währendessen sein könnte. Jetzt erahne ich es!
Und das ganze Prozedere nur wegen so einem kleinen Ding! Und dazu noch der Vorwurf, dass ich es vlt hätte verhindern können, hätte ich besser aufgepasst, dass sie sich niemals irgendwo stösst… 😦
Der Termin ist am 23. Oktober. Drückt uns die Daumen, bitte!

3 Kommentare zu “Eine Operation steht uns bevor…

  1. Ohje, das tut mir leid. Gerade bei den Kleinen ist diese Nüchtern-Zeit vor der OP das Schlimmste überhaupt. Daran habe ich schlechte Erinnerungen bei unserem Sohn. Ich kann dir nur raten, recht zeitnah noch zu stillen. Ich habe auch gesagt bekommen, das man vier Stunden vorher nicht stillen sollte. Wenn man sich dran hält, ist man nachher leider im Nachteil, weil die OP sich gerne mal nach hinten schiebt. Eine Freundin erzählte mir jetzt, dass selbst die Flasche noch 2 Stunden vorher gegeben werden dürfte. Ich würde mich schlau lesen, ganz ehrlich. Wenn die Flaschenmilch 2 Stunden vorher gegeben werden darf, wieso dann also die Muttermilch vier Stunden vorher?

    Alles, alles Gute für Euch ! Nux Vomica hilft übrigens gut nach der Op zum Ausleiten der Narkose.

    Liebe Grüße
    Andrea

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  2. Ich fürchte, man muss sich auf deren Angaben verlassen, zumal die ja einen Tag vorher anrufen, da kann also höchstens noch ein Notfall dazw. kommen. Flaschen-/Kuhmilch geht aber ganz klar unter feste Nahrung, so wurde mir das gesagt; ist bis 6h vorher erlaubt, MuMi eben länger, eben die 4h 🙂 Ich will ja keine Komplikationen riskieren… 😦 Vlt hat Deine Freundin pre gemeint, ist ja wie MuMi…

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  3. Ich denke nicht, dass sie das gemeint hat. Sie ist gerade im Urlaub und ich kann sie nicht fragen. Aber es ist ja gut, wenn ihr euch sicher sein könnt, das ihr schnell dran seit. Das wünsche ich euch wirklich sehr.

    Liebe Grüße
    Andrea

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