Blogparade: Mein Wochen(end)einkauf

Ich mache ja normalerweise bei solchen Blogger-Umfragen nicht mit aber da ich mich bei Mama 0.2 derartig wieder erkannt habe, möchte ich mich lustigerweise beteiligen. Es geht um das Einkaufsverhalten.
Im Gegensatz zu organisierteren Müttern, die immer einen Wochenkochplan aufstellen, analog zum Putzplan meist, ergo unter die Kategorie „perfect housewife“ fallen, hängt mir eher das „desperate“ an. Ich kaufe meist ziemlich planlos ein. Zwar habe ich jeweils eine Liste rumliegen, in der ich eintrage, was grad fehlt und das kaufe ich dann auch aber bis auf 1-2 Rezepte, die ich fest einplane und dafür dann auch konkret einkaufe, herrscht bei mir Improvisation. Ich habe zuhause (auch dank des neu gewonnenen Platzes, der einem ein Haus bietet) immer einen Grundstock an Grundnahrungsmitteln u/o Dingen, die wir gerne essen, so dass wir eigentlich immer irgendwas kochen können. Es sind das nebst Grundsätzlichem wie Mehl, Salz, Pasta, Reis, Eier und Milch und dergleichen die folgenden familienspezifischen Lebensmittel:

  • Mozzarella und Parmesan
  • Mokkajoghurt
  • Pizzateig (oder wahlweise Blätter- oder Flammkuchenteig)
  • Schinken
  • Toast
  • Hefe
  • Knoblauch
  • Champignons oder glattblättrige Petersilie oder so
  • Raclettekäse
  • Sardellen
  • seltener Brot…

Ihr seht schon: Eine Pizza oder Toast können wir fast immer machen und beides geht ja wirklich schnell… Auch ein Nudelgericht liegt immer drin…
Nun zum Einkaufsverhalten. Was mich dazu bewegt, etwas zu kaufen, von dem ich denke, ich könnte es in den Wochenplan einbauen, ist immer eine Aktion. Aktionen ziehen mich magisch an, da schlage ich fast immer zu. Ich schaue aber auch sonst nach günstigen Produkten und greif‘ lieber mal zu M-Budget oder Prix Garantie, auch wenn die Grosspackung dann keiner aufessen kann bis sie hinüber ist, ähem… auf jeden Fall aber lasse ich die teuren Markenprodukte meist links liegen mal abgesehen von der ein oder anderen Süssigkeit… 😉
Wie Mama 0.2 greife auch ich immer zuhinterst ins Regal um ein gutes Haltbarkeitsdatum zu erwischen, dafür musste ich aber nicht im Detailhandel arbeiten, das habe ich auch so begriffen, dass die frischere Ware nach hinten kommt, ist ja logisch und wird auch bei uns im Kühlschrank so gehandhabt 😉
Ebenfalls pflege ich, bereits beim Einkaufen und dann an der Kasse bzw. beim Einsortieren in die Tasche, eine, ähm, Struktur. Schweres muss schlussendlich zuunterst in der Tasche landen und Kühlprodukte bei denselbigen damit sie sich gegenseitig kühl halten können 😉 Ist wohl im Winter sekundär aber ich mach’s aus Gewohnheit einfach immer…
Was bei mir gar nicht geht, ist ein fester Wochenplan. Dazu bin ich noch zu ungebunden ohne Schulkinder. Das heisst, ich bleibe auch mal gerne etwas länger auf dem Spielplatz oder bei Kollegen und da die meisten Treffen im Liechtensteiner Unterland oder gar in Feldkirch stattfinden, brauche ich für die Heimfahrt mindestens 20 Minuten und wenn sich die Heimfahrt mit dem Feierabendverkehr deckt, dann natürlich noch länger… also komme ich oft erst knapp vor meinem Mann nach Hause und überlasse ihm dann gerne mal den Herd. Hat er auch keine Zeit/Lust zu kochen, gibt’s eben kalte Platte. Meist sprechen wir uns am Mittag aber kurz ab, was es zu Abend geben könnte… aber eben: Bloss keine langen Kochereien unter der Woche. Dafür sind auch die Kinder zu unberechenbar. Kaum zu Hause, sind sie oft müde, quengelig oder in Streitlaune und mehr als kurz Nudeln kochen liegt einfach nicht drin. Ich finde, da haben die Kinder Priorität auch wenn sie es eigentlich mehr schätzen wenn man ihnen ein etwas mühe- und liebevoller gestaltetes Essen serviert. Sie essen dann am besten wenn mein Mann mal wieder ein leckeres Rezept aus frischen Zutaten gekocht hat. Also frisch ist bei uns das Meiste aber eben, manchmal halt auch nur ganz ordinär bzw. Nudeln sind ja jetzt zwar kein TK- oder Convenience-Produkt aber frisch nun auch nicht…
Und mittags dasselbe. An 3 Tagen kommt mein Mann (kurz) zum Essen nach Hause aber meist ist kurz vor Mittag die Situation bei den Kindern nicht besser und nur wenn ich einen ganzen Vormittag lang zuhause verbringe, kann ich etwas aufwendigeres kochen weil ich zwischendurch immer mal wieder was vorbereiten kann…
Ernährungstechnisch schiebe ich seit Längerem die Krise. Ich mag keine Kartoffeln mehr sehen, bin Poulet und Fleisch/Wurst allgemein recht überdrüssig, würde mich gerne gesünder ernähren aber doch mit Geschmack (also nicht nur in Wasser gedämpftes Gemüse sondern vlt in die Richtung asiatisch mit viel Pepp und Gewürzen; am liebsten ohne Kohlenhydrate aber Nudeln und Teig find‘ ich halt schon lecker…) aber irgendwie ist das alles nicht so einfach und den Kindern soll’s ja auch schmecken und es ist schwierig, für die Kinder Beilagen zu kochen und sie dann selber nicht auch zu essen… ich habe einfach zu wenig Routine im Kochen. Alle paar Monate schüttle ich mal ein geniales Rezept aus dem Ärmel ohne dass ich ein Kochbuch aufgeschlagen habe, einfach so, aber eben, das ist alle paar Monate mal der Fall 😦
Naja, irgendwie schaffen wir es immer, dass es was auf den Tisch gibt 😉

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