5 Jahre Grosser

So, der Grosse ist nun also 5 und da 5 meine Lieblingszahl ist aber auch so eine bedeutende Zahl, ein bedeutendes Alter irgendwie (wobei bei Kindern ja jedes Jahr irgendwie bedeutend ist, nun ja…), soll das auch entsprechend hier gewürdigt werden 🙂
Wir haben gestern im kleinen, familiären Rahmen ein wenig Kaffee und Kuchen etc. verspeist und das Geburtstagskind wurde mit lang gehegten, sorgfältig ausgewählten LEGO-Wunsch-Sets beschenkt. Die Gäste erschienen auch relativ schön gestaffelt und Kinder hatten wir nur zwei gegen Abend im Haus, was uns also einen relativ ruhigen Tag bescherte – ganz im Sinne meines ruhebedürftigen Mannes und der noch am Morgen fiebernden Tochter). Dafür hatten wir ja am Tag davor unser Mittwochs-Playdate und konnten mit Kind und Kegel sogar eine Weile draussen sitzen. Was freut es mich, die Sitzplatzsaison so langsam wieder eröffnen zu können! 🙂 Einen ganzen Tag im Haus wenn draussen die Sonne scheint, das kann ich einfach nicht mehr.
Noch am Montag hatten wir das erste Elterngespräch (30min) im Kindergarten und so kann ich davon noch berichten.
Unser Grosser macht sich offenbar sehr gut im KiGa und dies obwohl ich morgens manchmal die grösste Mühe dazu haben, ihn zu motivieren. Aber das kennen andere wohl auch… Das Fazit vom Gespräch: Er hat sich bestens integriert und ist sogar offenbar sowas wie der Anführer der kleinen Truppe (die „grossen Bären“ sind mit ca. 15 Kindern in der Überzahl, es gibt nur 5 „kleine Bären“, also die Kinder im 1. Kindergartenjahr). Er sei dabei aber nicht herrisch sondern sogar eher sanft, was mich nochmals überraschte, und das auch zu den Mädchen. Mit einem der grösseren Mädchen hat er offenbar nicht das beste Verhältnis, was sich aber ab Sommer sowieso erledigt haben wird. Ansonsten mögen ihn die Kinder und er mag sie auch. Er macht gut mit und befolgt die Regeln oder Anweisungen weitestgehend – also ganz anders als zuhause, muss wohl so sein… 😉
Dann kamen noch einzelne Kriterien wie Sprache, Zeichnen, Schneiden, eigenen Namen schreiben, Wörter und Sätze nachreden, Zahlen und Farben. Mittelmass würde ich sagen… sprachlich ist alles gut, er erzählt auch viel und gern, hat eine grosse Fantasie. Beim Zeichnen dürfte er weiter sein, sein Name ist halt etwas lang, bei den Farben dachten wir selber lange, dass er evtl. farbenblind ist (sicher sind wir aber auch nicht mehr)… Mein Mann meint, dass ihn das einfach nicht so interessiert und so ist er halt bei diesen Dingen weder sonderlich motiviert noch gut bzw. übt halt auch nicht, wenn er nicht muss. Sie meinte, wir könnten das zuhause natürlich mit ihm üben und gewisse „Meilensteine“ wie den eigenen Namen schreiben und Schnürsenkel binden müssen sie offenbar im 2. Kindergartenjahr erreicht haben. Aber ob das wirklich so wichtig ist? Wenn es mal passt oder wenn wir die Kinder unterwegs beschäftigen müssen, haben wir sicher mal Malzeugs dabei aber zuhause beschäftigt er sich fast nonstop mit LEGO und da reisse ich ihn nicht raus. Wenn er selber Lust auf Buchstaben/Malen etc. hat, dann haben wir alles da und stehen ihm auch gerne mal beiseite… so.
Aktuell ist sonst noch, dass er nächste Woche den 3. Schwimmkurs mit dem Abzeichen „Frosch“ abschliessen wird und wir uns dann überlegen ob wir vor den Sommerferien noch einen weiteren Kurs hinterherhauen oder nicht. Mal sehen wie die Prüfung läuft und was die Schwimmlehrerin meint (die generell auch eher mal ’ne Pause empfiehlt)… wenn er nicht allzu sehr bockt, hätte ich ihn gerne noch einen Kurs machen lassen da dann ja über Sommer eh lang genug nix läuft und wir in den Ferien sicherlich die Möglichkeit hätten, das Gelernte zu vertiefen… im September kann man dann weiterschauen. Ansonsten macht er freizeittechnisch nix auch wenn die Mama ihn gerne noch in einem Kampfsportkurs sehen würde *räusper*. Aber da im Moment die Phase „Ich will nur zuhause hocken“ sehr präsent ist und ich kein Fan von Zwang und Drang, werd‘ ich das wohl einfach im Hinterkopf behalten… ich schätze mal, dass in der Primarschule dann früher oder später der Wunsch nach dem einen oder anderen Freizeitprogramm wach wird weil vlt einige Schulkameraden Vorbildfunktion haben. Aber mal sehen. Bis dahin ist es noch ein Weilchen.
Mit 5 Jahren ist der Sohn also kaum mehr Kleinkind, nur manchmal noch trötzelt und ächzt es recht arg, v.a. bei Müdigkeit. Kaum in den Kindergarten eingetreten (vor einem Jahr sass ich noch mit Bammel hier), scheint das Jahr auch schon fast wieder um, die Wochen und Monate vergingen wie im Concorde-Flug, also wirklich extrem schnell, und nun sind es keine 4 Monate mehr (dazwischen noch die Osterferien) und schon ist Sommer, Ferien und dann folgt das 2. Kindergartenjahr mit folgenden Neuerungen: Start ist schon morgens um 7.45 Uhr (statt 8.35 Uhr!) und zusätzlich muss der Sohn dann auch noch am Di und Do Nachmittag antraben… Vorbereitung auf die Schule, das Leben, die Mühlen des Systems, die jetzt schon langsam aber stetig mahlen… auf dem Tisch beim KiGa-Gespräch lag schon so ein Mäppchen mit dem Audruck „Schulzeugnis“. Da wird also jetzt schon auf staatliche Ordnung vorgegeben und dokumentiert, welche Leistung das Kind zum Stichpunkt XY zu erbringen hat/erbringt. Nun bleibt mir zu hoffen, dass sich mein Sohn auch im 2. KiGa-Jahr und schliesslich in der Schule so gut einleben wird wie er es bis jetzt getan hat, auch wenn wir zuhause dann natürlich (er)tragen müssen, dass er die ganze Anpassungsleistung und Anspannung hier entlädt… ich bin mir relativ sicher, dass sein derzeit enormer Widerstand, nachmittags und am Wochenende das Haus zu verlassen daher rührt, dass er sich an fünf Tagen die Woche morgens konsequent fügen muss. Und, mal ehrlich, das gurkt doch auch uns Erwachsene (die einen mehr, die anderen weniger) manchmal an und wir wünschten uns einfach nur, blau zu machen, und Ferien. Und verlängerte Weekends. Zumindest ging es mir immer so. Das Weckerklingeln hat mich Siebenschläfer immer arg genervt (das, bzw. das Rufen der Kinder, nervt mich natürlich heute noch aber ich gehe mit mehr Freude in den Tag als Mama) und ich war jetzt nicht grad in meine Arbeit verliebt auch wenn ich sie sicher gerne gemacht habe und einen guten Job hatte mit netten Kollegen… nur, um zu erklären, dass es total verständlich ist, dass ein Kind, das nicht voll auf den KiGa und andere Kinder abfährt und dem zuhause fad ist, morgens halt bockt und „versucht“, noch ein paar Minuten mehr zuhause rauszuholen… So, und nun bin ich mega gespannt, was die nächsten 5 Jahre bringen werden. Mit Sicherheit werden die Herausforderungen nicht kleiner! Aber mein Sohn wächst, körperlich grad sehr sichtbar, und auch geistig, seelisch reift er… und ich bin wie immer optimistisch, auch wenn er nach wie vor kein einfaches Kind ist… alles wird gut! 😉

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