Eine kleine Konsequenz von Stoffwindeln und Mooncup – für die Mama (2 Jahre später)

Reichlich spät, mit 18 Monaten, habe ich damals bei meiner Tochter noch auf Stoffwindeln gewechselt. So begeistert ich auch war, zwei Monate später hat sie die nich mehr gebraucht. Damals hatte ich noch keinen Zyklus. Der stellte sich dann aber im Sommer darauf, als die Stillzeiten weniger wurden, wieder ein. Ich hatte lange Ruhe davor, Gott sei Dank! Und bin dann irgendwann auf die „Menstruationstasse“ gestossen, die ich immer noch begeistert verwende, da die Vorteile gegenüber Tampons einfach überwiegen, ihr könnt ja selber nachlesen 😉
Die logische Konsequenz nach diesen Erfahrungen, wiederum reichlich spät, ereilte mich vor rund zwei Monaten als ich wieder mal bezüglich Stoffwindeln am Beraten war. Ich glaube es war Rosemarie von Windelzeit, die mich darauf aufmerksam machte, so genau weiss ich es nicht mehr: Slipeinlagen aus Stoff, zum Waschen und Wiedergebrauchen. Wie perfekt! Bei der Mens-Tasse ist man zwar von grösseren Überschwemmungen wie sie bei vollen Tampons vorkommen, weitestgehend geschützt, jedoch kommen einzelne Tröpfchen trotzdem vor wenn es an der Zeit wäre, die Tasse wieder mal zu leeren, z.B. über Nacht. Da ist eine Slipeinlage von Nutzen. Und warum nicht auch eine, die ich waschen und wieder gebrauchen kann? Rosemarie meinte, sie bekomme demnächst welche von Hu-Da und bestellte zwei für mich mit. Super! Das Design war rot, da dachte ich mir schon „wie praktisch“ da Mens-Spuren in der Regel (haha) kaum mehr aus den hellen Unterhosen rauszubekommen sind. Doch wie durch ein Wunder waren die Slipeinlagen nach dem Waschen wieder wie neu. Ob das am Material liegt? Mein Urteil: die Saugkraft ist mindestens so gut wie bei Wegwerf-Slipeinlagen. Der Komfort ist um Welten besser für mich und zwar aus dem Grund (wer keine Details mag, muss die Passage überfliegen 😉 weil bei WW-Slipeinlagen (die ja kleben) ständig Härchen auf die Klebefläche gerieten. Es ziepte mich also immer mal wieder unsanft und ich musste mir dann das mühselig wieder befreien. Lästig! Unnötig! Ich habe deshalb keine Slipeinlagen mehr benutzt sondern mir lieber WC-Papier hineingestopft, ähem… auch eine Lösung aber keine zufriedenstellende. Jetzt also Hu-Da. Sie halten wie erwähnt recht lange, die Nässe spürt man zuverlässig und sie wandern dann in die normale Wäsche. Kein störender Geruch. Wirklich nicht. Auf der Leine trocknen sie dann recht schnell und sind wieder einsatzbereit. Es gibt nur einen Nachteil, den man aber mit der Zeit auch ausmerzen kann: Da diese Slipeinlage (es gibt auch welche mit Flügeln, je nach Hersteller), nicht im Slip „eingeklebt“ werden kann, muss man sich ihr bewusst sein, wenn man auf die Toilette geht. Beim ersten Tragen ist es mir natürlich passiert und sie flog beim Ausziehen in die Toilette. Das ist natürlich doof. Es passierte mir zum Glück zuhause, wo ich sie gleich in die Waschmaschine legen konnte… (unterwegs empfiehlt es sich, eine Plastiktasche zu nehmen, z.B. diejenigen, die es auf den Toiletten sowieso für Binden etc. gibt). Da man die „Tage“ dank Mens-Tasse und der ultrabequemen Hu-Da’s weniger merkt, muss man sich beim Toilettengang einfach daran erinnern, dass da „noch was ist“ 😉 Ich bin sicher, das schaffe ich 😀 Und sonst bestelle ich mir nächstes mal welche mit Flügeln, denn ich habe erst zwei und muss vielleicht noch aufstocken.
Preislich lohnt sich die Investition für jede, die regelmässig (vielleicht nicht nur während der „Tage“ Slipeinlagen trägt. Schätze, nach 2-3 Packungen ist eine Stoff-Slipeinlage amortisiert.
Noch ein Wort zum Halt/Verrutschen: Fand ich recht problemlos im Alltag, auch in der Nacht. Die Binden, welche ich in jungen Jahren benutzte (die auch klebten), verrutschten praktisch immer. Bei Sport habe ich die Hu-Da noch nicht gebraucht, da stelle ich es mir dann schwieriger vor aber vielleicht kann ich das noch testen, denn meine Tage stehen schon wieder vor der Tür 😛
Nun denn, ich hoffe, die eine oder andere mag’s vielleicht auch mal probieren 🙂 Denn so praktisch und superdünn und saugstark die Einlagen zum Wegwerfen auch sein mögen, sie sind auch voller Chemie und wer schon sein Baby/Kleinkind in Stoff wickelt, der möchte vielleicht auch an sich selber denken 😉

Ein Kommentar zu “Eine kleine Konsequenz von Stoffwindeln und Mooncup – für die Mama (2 Jahre später)

  1. Pingback: Frauensache: immer noch happy mit der Tasse | Mama mal 2

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