Unser Abstecher ins Tessin (ans Filmfestival in Locarno)

Mein Mann wurde ja von Geschäftspartnern am Donnerstagabend mit Begleitung ans Filmfestival in Locarno eingeladen (Cinéasten unter Euch wissen Bescheid 😉 Da mein Vater mehr oder weniger mit seiner Partnerin im Tessin lebt, schlug mein Mann vor, dass wir die Kinder mitnehmen und noch 1-2 Tage anhängen wenn wir denn schon mal da wären. Das Tessin liegt bekanntlich im Süden der Schweiz und versprüht rundum italienischen Charme – von der Sprache bis zu den Palmen. Und so fuhren wir am Donnerstagnachmittag mit gepackten Koffern los, meine Wenigkeit sehr beunruhigt (grundlos, wie sich herausstellen sollte). Wir checkten im Hotel ein (Casa Berno, wunderschön an einem Hang in Ascona gelegen), wo wir zwei Nächte verbringen würden (wir verlängerten eine Nacht damit wir am Geburtstag meines Vaters am 15. August noch da waren). Ein paar wenige Fotos findet Ihr übrigens auf Instagram und Facebook (sh. Seitenleiste hier). Mein Vater holte dann die Kinder ab, wir machten uns noch ein wenig frisch und begaben uns zum Apéro/Kennenlernen und anschliessend zu einem leckeren 5-Gänger auf die schöne Hotelterrasse. Danach wurde unsere Truppe mit einem Postauto abgeholt und direkt vor dem VIP-Eingang in Locarno wieder abgesetzt. Wir mussten nicht lange warten, nahmen die uns zugewiesenen Plätze mitten auf der Piazza Grande ein und warteten auf den Filmbeginn. Wir schauten uns „La Vanité“ an, ein Werk aus der französischen Schweiz. Vielleicht will ihn sich ja noch jemand anschauen, deshalb verrate ich nicht zu viel. Es geht um Sterbehilfe, es spielt sich fast alles in einem Motel ab und der Film hat zwar durchaus Humor, was einen aber nicht davon abhält, sich der Vergänglichkeit des Lebens bewusst zu werden.
Immerhin konnten wir den Film ohne Ablenkung schauen da klar war, dass die Kinder tatsächlich problemlos bei Opa übernachten würden (Grosser hatte das Gegenteil angekündigt und wir waren unsicher, ob es klappen würde).
Nach dem Film wurden wir wieder abgeholt. Leider war es noch recht warm und so endete die erste, kinderlose Nacht leider ohne Ausschlafen. Die Sonne heizte schon früh ins Zimmer. Aber die Nacht schlief ich glaube ich immerhin durch 😉
Das Frühstück auf der Terrasse war lecker und angenehm (es war dunstiger geworden und es wehte eine schöne Brise). Nach einem Telefonat mit meinem Vater war klar, dass wir den Tag für uns hatten da sie für die Kinder schon einiges geplant hatten (u.a. eine Bootsfahrt) und sie uns offenbar auch nicht allzu sehr vermissten. Da das Wetter zunehmend schlechter wurde, kam weder Sonnen noch Baden in Frage (den Hotelpool nutzten wir also nicht). Mit dem Hotelbus fuhren wir dann in die Stadt und schlenderten ein wenig durch die Gassen und die Seepromenade entlang. Vorher aber mussten wir uns einen Schirm kaufen denn an schlechtes Wetter hatten wir gar nicht gedacht. Wir genossen noch ein Eis und fuhren dann wieder ins Hotel, wo wir uns noch ein wenig ausruhten und schliefen bevor wir dann mit dem Auto nach Locarno fuhren. Auch dort pilgerten wir ein wenig der Promenade entlang und durch die Stadt, über die Piazza. Wir nahmen einen Imbiss und schlenderten ein bisschen durch die Läden. Zwischenzeitlich regnete es immer mal wieder. Am Abend fuhren wir dann wieder gen Ascona und assen in einem Restaurant an der Seepromenade zu Abend. Pasta und Pizza natürlich 😉 Nach einer Woche mit nur einer Trainingseinheit und zahlreichen Ess-Sünden muss ich mich jetzt wieder aufraffen um in einen gesunderen Rhythmus zurückzufinden 😛 Aber ab und zu darf man La Dolce Vita geniessen, vor allem wenn man fast in Italien ist 😉 Wir verweilten noch ein wenig an der Promenade, wo ich zuletzt als kleines Kind war (Erinnerungen wurden wach) und fuhren dann als es dunkelte und wieder mehr tröpfelte, zurück ins Hotel. Ich war zwischendurch immer wieder recht nervös und checkte ständig mein Handy. Zum Glück wurde ich regelmässig mit Statusberichten und Fotos versorgt 🙂 Es war mir wichtig, zu wissen, dass die Kinder, die noch nie zusammen so lang von uns getrennt waren, zufrieden waren. Aber das klappte wirklich hervorragend und das Klappbett, dass uns für die zweite Nacht ins Zimmer geschoben wurde, blieb unbenutzt. Mein Vater rief noch vor 22 Uhr an um zu berichten, dass beide problemlos eingeschlafen waren. Ich vermisste die Kinder aber freute mich auf eine ruhige Nacht und ein gemeinsames Frühstück mit allen 🙂 Ich schlief nicht besser in dieser Nacht (war 2-3x wach), aber ein wenig länger 😉 In Ruhe packten wir dann noch und warteten dann auf unsere „Babysitter“ und die Kinder. Die Wiedersehensfreude war gross, wir gratulierten dem Geburtstagskind und frühstückten noch einmal, dieses mal alle zusammen, auf der Terrasse. Unsere Kinder waren bestens versorgt und dürfen sicher wieder einmal bei ihrem Opa und seiner Partnerin sein 🙂 Auf der Nachhausefahrt und die erste Zeit zuhause merkten wir beim Grossen dann doch sehr deutlich, dass er wohl das Heimweh kompensieren muss. Er stand ziemlich neben sich, hatte sich aber abends wieder beruhigt. Zusammen mit ihm schauten wir uns um 22 Uhr noch das Feuerwerk zum Staatsfeiertag an (es hatte leider den ganzen Tag geregnet so dass wir lieber zuhause blieben. Und heute Mittag waren wir im Hallenbad.

Ich wünsche allen einen schönen Rest-Sonntag und morgen wieder einen tollen Wochenstart!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s