Kleine Steine, grosse Leidenschaft: Lego – des Grossen liebstes Spiel

Ich kenne kein anderes Kind mit einer derart ausgeprägten Fokussierung auf ein einziges, besonderes Spielzeug… Ich weiss nicht genau, wann es begonnen hat. Natürlich weiss ich, womit. Zuerst waren es die Duplo-Steine, die mittlerweile 4 Kisten in IKEA-Regalfachgrösse füllen. Aber schon vor dem 4. Geburtstag begann sich der Grosse auch für die kleinen Lego-Steine zu interessieren. Von da an wünschte er sich kaum mehr etwas anderes. Heute füllen die Steine der Sets, die er bis jetzt erhalten hat (und das sind viele!) einen ganzen Schubladenrollturm. Ja, den hat der Papa mal im Baumarkt gekauft damit wir die Steine nach Farben getrennt einsortieren können, gar nicht mal die schlechteste Idee… es gibt keinen Tag, an dem der Grosse sich nicht mit seinen Lego beschäftigt. Auch haben wir immer mehrere Versionen des aktuellsten Prospekts hier (der wird jeweils sehnlichst erwartet), weil diese „Lektüre“ ihm immer wieder als Inspirationsquelle dient. Und natürlich sucht er sich hier regelmässig Favoriten auf, die dann auf eine Wunschliste müssen. Wir haben schon zahlreiche Wunschlisten für Weihnachten und Geburtstage (ja, mehrere 😉 gefüllt, bearbeitet und wieder bearbeitet. Weil, die Wünsche ändern sich natürlich stetig, je nach Interessens- oder Wetterlage. Favoriten bisher waren: Lego City Arktis und Sumpfpolizei, Ninjago, Chima, Jurassic und aktuell Star Wars. Aber eigentlich nähme er alles! Mein Mann und ich haben schon in Erwägung gezogen, Lego-Aktien zu erstehen oder nach einem Spezialservice zu fragen, der uns jeweils die aktuellste Kollektion nach Hause schickt (haaahaa)… wie auch immer: bekommt er was, wird es natürlich gleich zusammen gebaut. Er baut natürlich auch Sets zusammen, die eigentlich für ältere Jungs wären. Da braucht er manchmal ein wenig Hilfe weil er ziemlich schluddrig sein kann, aber eigentlich geht es ganz gut. Es dauert dann aber in der Regel keine 10 Minuten bis er das Ganze wieder umbaut/modifiziert. Er baut die Sets dann auch kaum je wieder so auf wie sie gedenkt wären. Viel lieber baut er Eigenkreationen und steckt darin viel (sehr viel) Zeit und Mühe. Trotzdem wünscht er sich nicht einfach Steineboxen, nein, er mag, wenn, dann schon ein tolles Set haben… aber eben… Junior hat eine Idee und baut drauf los – mit nichts als seiner Idee im Kopf! Die kommen daher, dass er etwas im Katalog, im Lego-Heft, im iPad oder sonstwo etwas sieht, das ihm gefällt, und dann baut er es nach. Und es ist für uns immer wieder absolut verblüffend, wie gut er das schafft. Wir helfen ihm nicht, er macht das alleine. Und er schafft wirklich wahre Konstruktiontionskunstwerke, an denen wir selber wohl weit mehr tüfteln müssten wenn wir rein aus dem Kopf etwas nachbauen wollen würden… auf dem Foto ist jetzt nichts Herausragendes zu sehen, leider haben wir es bisher versäumt, jeweils Fotos zu machen, das sollten wir mal. In den letzten Tagen baute er z.B. ein Ewok-Dorf, einen Sternenzerstörer und irgendwas von oder für Jabba (Star-Wars-Fans wissen, was gemeint ist ;).
Zu unserem Leidwesen ist seine aktivste Zeit der Abend, so ab 19, 20 Uhr. Meist setzt er dann seine Ideen um. Und, man ahnt es, er hört dann nicht auf bis es fertig ist. Und das kann dauern. Es ist keine Seltenheit, dass er um 22 Uhr noch intensivst beschäftigt ist. Es wäre vergebliche Liebesmüh, zu versuchen, ihm vor Fertigstellung Einhalt zu gebieten.
Wir haben so eine leise Ahnung, dass diese Fähigkeiten ziemlich speziell sind und ihm vielleicht irgendwann im Beruf nützlich sein könnten sofern er dann auch irgendwie in diese Richtung tendieren wird?
Während er in seinem Zimmer hochkonzentriert baut, duldet er keine Ablenkung. Es stört ihn dann z.B., wenn die Schwester daneben sitzt und vor sich hin plaudert.

Maus

Vor 2 Jahren (damals noch in der Wohnung) waren noch die grossen Duplos aktuell 😉 Maus vorne, Grosser im Hintergrund…

Es ist wirklich faszinierend, wie er sich immer wieder in das Lego-Spiel vertiefen kann. Ein Spiel in dem Sinne ist es ja nicht mehr, er stellt seine Konstrukte auch selten länger auf/lässt sie ganz oder spielt mit den Figuren dann Rollenspiele. Er bricht relativ schnell wieder alles ab, verbessert noch etwas oder beginnt neue Projekte. Und man kann wirklich sagen, dass diese Leidenschaft nun seit bald 2 Jahren schätze ich, ungebrochen anhält und offenbar nie lange langweilig wird… natürlich sitzt er nicht den ganzen Tag mit seinen Legos im Zimmer… er hat ja den Kindergarten, wir gehen raus, er spielt mit anderen Kindern (auch Lego u.a. 😉 und manchmal beschäftigt er sich auch anderweitig. Aber die Lego, die machen ihn aus. Ich bin gespannt, wie lange diese Faszination noch anhält.
Mich würde interessieren, ob es noch mehr Kinder gibt, die derart versessen auf’s Lego-Bauen sind? Erzählt mal! 😉 Auch die Maus erhielt schon einige Mädchensets, übrigens, klar, aber sie spielt lieber anderes…
P.S.: Dieser Beitrag wurde übrigens nicht von Lego gesponsert (das haben die natürlich auch gar nicht nötig 😉

7 Kommentare zu “Kleine Steine, grosse Leidenschaft: Lego – des Grossen liebstes Spiel

  1. LEGO – die Allzweckwaffe gegen Langeweile. Selbst der große Sohn mit 21 Jahren war sich nicht zu schade mit der Minittochter an Weihnachten das so sehnlichst gewünschte Eiskönigin-Schloss aufzubauen. Eine Riesenspaß und ein zu schönes Bild. LEGO ist eben generationsübergreifend. LG Betty

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