4 Jahre Maus (am Sonntag dann…)

Da sowohl der morgige Samstag als auch, natürlich, der Geburtstag am Sonntag ziemlich voll sein werden, schreibe ich schon heute den 4-Jahres-Bericht der Maus. Dazu habe ich kurz mal, das ist der Vorteil am Bloggen, in meinen schriftlichen Erinnerungen an das 4-Jährige des Grossen gekramt. Hier könnt ihr das nachlesen, wenn es Euch interessiert.

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Kurz nach der Geburt auf dem Zimmer. Die Mama sieht mitgenommen aus…

Und allzu rasch rückte nun dieser Geburtstag näher. Gleichzeitig hat sich aber auch einiges getan die letzten Wochen und Monate, so dass die „3“ tatsächlich langsam nicht mehr so passend erscheint für mein kleines Mädchen. Aber resümieren wir doch auch hier nochmals kurz:
Am 20. Dezember 2011, um Mitternacht, nach einer ebenfalls komplikationslosen und angenehmen, jedoch durch den Umstand eines schon anwesenden Erstgeborenen weit weniger beachteten Schwangerschaft, wachte ich mit leichten, periodenähnlichen Bauchkrämpfen auf. Obwohl der errechnete ET schon verstrichen war, dachte ich noch nicht daran, dass die Geburt kurz bevor stehen sollte. Zwar fand ich am Abend ein wenig Blut beim Klogang und liess mir durch die diensthabende Hebamme am Tel. bestätigen, dass es losgehen könne aber auch nicht… Ich döste noch weiter bis ich um ca. 1 Uhr nicht mehr liegen mochte. Es wurde unangenehm und mir damit wohl auch bewusst, dass es sich nicht nur um Übungswehen handelte. Den genauen Ablauf kann ich nicht mehr ganz nachvollziehen aber ich schätze dass ich bald mal den Mann anwies, seine Mutter zu verständigen, da sie herkommen musste um auf den Grossen im Bett aufzupassen. Danach habe ich wohl im Spital Bescheid gesagt, dass wir uns bald auf den Weg machen. Kurz vor 2 Uhr trudelten die Schwiegermutter und ihr Mann ein, wir sprachen kurz aber zu dem Zeitpunkt krümmte ich mich schon schmerzerfüllt in der Garderobe und wir brachen auf. Die Uhr im Auto zeigte etwa 2.02 Uhr an als wir in Schaanwald losfuhren. Unterwegs verlor ich glaube ich schon Fruchtwasser und fand die Wehen im Auto schon sehr unaushaltbar. In Erinnerung an meine erste Geburt, bei der ich recht bald eine PDA verlangt habe (sie dauerte, genau gleich beginnend etwa 6h), rief ich die Hebamme nochmals an und versuchte ihr verständlich zu machen, dass sie gefälligst alles für eine PDA vorbereiten solle. Sie nahm mich nicht wirklich ernst. Ich kam sehr panisch in der Parkgarage an und immerhin stand sie da schon geistesgegenwärtig mit dem Rollstuhl parat. Von da an ging es schnell und heftig. Laut Angaben meines Mannes schrie ich im Rollstuhl nach einer PDA. Ziemlich unhöflich. Ich erinnere mich an ein Gefühl, in der Mitte auseinanderzubrechen. Wohl Übergangswehen. Ich war neben, aussen mir. Im Gebärsaal angekommen befand die Hebamme, dass der MuMu schon 9cm eröffnet sei, was mich noch panischer werden liess, zumal eine PDA jetzt nicht mehr in Frage kam. Stattdessen versuchte sie mir einen Zugang zu legen um mir etwas krampflösendes zu spritzen aber nach 3x stechen gaben wir auf: Presswehen. Das Kind wollte jetzt sofort auf die Welt kommen. Um 2.26 Uhr war die Maus da. Wenig später streckte der Frauenarzt, den die Hebamme zwischendurch noch benachrichtigt hatte, den Kopf zur Tür rein. Eine Turbogeburt. Ich fühlte mich ziemlich überrumpelt. Dass es so schnell gehen konnte, hatte ich nicht geahnt! Da ich zum Pressen halt auch nur wieder auf dem Schragen lag und keine dammfreundlichere Position mehr einzunehmen im Stande war, nahm ich einen Dammriss 3. Grades mit, der genäht werden musste. Ansonsten alles gut, Kind gesund, der Papa durfte die Maus baden und ich unter die Dusche, immer noch wie Espenlaub zitternd nach diesen extrem heftigen Wehen… Ja, das war der Start, mein 2. Kind auf der Welt. Dieses mal blieb ich keine 3 Tage im Spital, ich wollte dringend nach Hause zu meinen Lieben und beschloss, die Stillprobleme dieses mal mit einer kompetenten Nachsorgehebamme zuhause zu lösen. Wir holten eine Milchpumpe und Zubehör und machten ähnliches durch wie schon beim 1. Kind, ausser, dass es dieses mal schneller wieder gut war. Gott sei Dank…

Die Maus war ein ausgeprägtes Still- und Tragebaby, ein richtiges kleines Känguruh, dass nur an oder auf mir zufrieden war. Fein… anstrengend, v.a. weil der Grosse eine krasse Eifersucht an den Tag legte bzw. die Geburt seiner Schwester ihn regelrecht traumatisierte, aber im Nachhinein ist diese Zeit auch nichts weiter als ein Punkt in der Erinnerung. Die ersten beiden Monate waren hart für uns Eltern. Wir schliefen getrennt mit je einem Kind und der Grosse brauchte den Papa ab 20 Uhr durchgehend bei sich im Zimmer. Aber wir haben es überstanden. Die Maus entpuppte sich dann im Laufe der Zeit als angenehmeres, zufriedeneres Kind, das wenig Kummer machte. Wenn sie etwas brauchte, dann einfach nur Nähe und das war einfach zu geben. Ich stillte und trug sie, begleitete sie in den Schlaf. Die ganze Breikocherei haben wir uns bei ihr erspart und liessen sie so ab dem 5. Monat einfach vom Tisch partizipieren. Sie ass Trauben, Getreide- und Maiswaffeln und was auch immer sie sonst so verarbeiten konnte, denn sie hatte, wenn ich mich recht erinnere, über ein Jahr lang keine Zähne. Das war schon bei Grossem so und eigentlich nur angenehm für uns Eltern. Das Zahnen verlief dann bei beiden Kindern problemlos. Auch mit dem Laufen begannen beide Kinder etwa mit 12, 13 Monaten. Das Sprechen hingegen, da unterschieden sie sich, fiel der Maus weitaus schwerer. Während Grosser schon früh und gut sprach (etwa mit 15 Monaten?), merkt man der Maus heute noch an, dass sie manchmal nur mühevoll spricht. Im letzten Jahr hat sie aber starke Fortschritte gemacht und sie wird nun auch von Aussenstehenden so langsam verstanden. Dafür war sie dann, nachdem ich sie im Säuglingsalter eine Weile lang v.a. morgens abhielt (Pipi) und später auf Stoffwindeln wechselte, mit 20 Monaten tagsüber wie nachts vollständig trocken bis auf ganz wenige Unfälle (tagsüber) – natürlich ein Highlight, so früh schon auf Windeln verzichten zu können. Ich hatte einfach lange ein Töpfchen mit im Auto. Die Maus ist eh ein eher kleineres Kind für ihr Alter und auf die Toilette konnte ich sie drum lange nicht setzen, sie wollte auch nicht.

Und heute? Tja, recht spät, beginnend in den letzten Monaten, entwickelte sie ihre Autonomiephase, will alles selber machen und wird extrem zornig, wenn etwas nicht so läuft, wie es sollte. Sie ist immer noch sehr anhänglich und stillt auch nach wie vor (v.a. zum Einschlafen und nachts) noch ein wenig. Sie fühlt sich im Wasser pudelwohl und kann schon ein paar Züge unter Wasser schwimmen (dabei bewegt sie sich wie ein Frosch vorwärts). Zuhause ist es ihr meist zu langweilig obwohl sie sich, wenn wir alle daheim sind, auch ganz gut lange mit sich selber beschäftigen kann. Sie erscheint dabei gänzlich verträumt und versunken in ihre Welt, brabbelt oder singt eher unverständlich vor sich hin und scheint sich dabei irgendeinem Rollenspiel mit Stofftieren, Lego oder ähnlichem hinzugeben. Das ist ganz süss anzusehen… sie knetet gern, malt auch ab und zu und partizipiert gern am Spiel des Grossen, jedoch lässt er das nicht immer zu und so kommt es momentan öfter mal zu Streit. Sie haben aber auch begonnen, sich öfter mal körperlich zu messen indem sie miteinander keilen. So lange keiner weint, stört es mich nicht und so langsam ist sie nicht mehr so offensichtlich die Schwächere, was auch daran liegt, dass sie zwar kleiner ist, aber kräftiger und so ungefähr das Dreifache vom Grossen verdrückt am Tisch… sie ist ein guter Esser und probiert auch vieles. Dafür schläft sie noch nicht wirklich durch, das tat der Grosse aber auch erst mit 4 Jahren… es bleibt abzuwarten, wie sie das eigene Zimmer aufnehmen wird und ob sie darin (ein)schlafen möchte… ein grosser Schritt steht der Maus dann im August mit dem Kindergarteneintritt bevor aber ich bin sicher, dass sie den ganz gut meistern wird. Bis dahin ist es ja doch noch ein ganzes Weilchen…

So. Und jetzt gibt es noch viel zu tun und ich versorge Euch dann ganz vielleicht noch mit Fotos von der Party (am ehesten auf Facebook), wobei wir da meist kaum dazu kommen, weil wir ja Gäste bewirten müssen… eine Kinderparty per se machen wir keine, der Geburtstag ist ja am Sonntag und so erwarten wir einfach die Verwandten, Götti & Gotta, die Nachbarn und evtl. noch eine befreundete Familie, damit doch noch ein paar mehr Kinder da sind. We’ll see…

Habt ein schönes Weekend!

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