Buchrezension: „Geborgen wachsen“ von Susanne Mierau

Susanne Mierau dürfte vielen Lesern bekannt sein. Sie betreibt seit Jahren den erfolgreichen Blog „Geborgen wachsen“, aus dem auch der Buchtitel entlehnt ist. In ihrem Blog berichtet sie aus ihrem Familien- und Berufsalltag und greift regelmässig Themen einer bedürfnis- und bindungsorientierten Erziehung auf.

Die Berlinerin studierte Kleinkindpädagogik und absolvierte diverse Weiterbildungen bevor sie 2011 eine Praxis für Familienbegleitung und Naturheilkunde eröffnete. Daneben gibt sie auch Workshops für Eltern und Fachpersonal und spricht auf Konferenzen und Tagungen über Elternberatung und kindliche Entwicklung. Mierau ist fast zeitgleich mit der Erscheinung ihres ersten Buchs zum 3. Mal Mutter geworden.

„Geborgen wachsen“ möchte (werdenden) Eltern aufzeigen, wie man durch Geborgenheit und die Achtung der Bedürfnisse aller ein glückliches Familienleben führen kann. Die Themen reichen von der Schwangerschaft über die Geburt und die erste Zeit bis zu alltäglichen Situationen rund um Ernährung, Pflege, Schlaf und Mobilität. Mierau zeigt dabei auf, wie man im Alltag eine gute Bindung zu seinem Kind knüpfen kann.

Ebenfalls thematisiert wird die Erziehung und wie man den Kindern Freiraum zur Entwicklung bietet. Nicht zuletzt werden die Eltern direkt angesprochen. Sie sollen kein schlechtes Gewissen haben, müssen keine Supereltern sein und sollen vor allem auch für sich selber sorgen, denn wenn Eltern ihre Bedürfnisse ständig hinten anstellen und sich nie Zeit für sich nehmen, spüren das auch die Kinder.

„Geborgen wachsen“ liest sich flüssig, die Erklärungen sind verständlich und gut nachvollziehbar, die Texte einfühlsam… am Ende der jeweiligen Themen findet sich jeweils eine praktische Liste, in der die wesentlichen Punkte nochmals kurz aufgezählt werden. So dient das Buch auch nach der Lektüre als Nachschlagwerk.

Mierau setzt sich natürlich für die bindungsortientierten Verhaltensweisen wie Stillen, Tragen, Co-Sleeping etc. ein, Dinge, die sie selber mit ihrer Familie lebt. Sie zeigt aber ebenso auf, dass es durchaus auch anders geht und nennt Tipps, wie man auch mit einem unschönen Geburtserlebnis, Fläschchennahrung, Kinderwagen etc. eine gute Bindung zu seinem Kind aufbauen kann. Damit profitieren alle von der Lektüre und es wird einmal mehr klar, dass es nicht den einen richtigen Weg gibt, sondern dass es nur wichtig ist, wie man seinen Weg als Eltern geht um seinen Kindern eine geborgene Kindheit zu ermöglichen.

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