Ein Familienbett – jetzt haben wir’s

IMG_3955

Foto vom Juni 2015. Ich glaube man sieht hier gut, wie klein das Doppelbett war. 

Lange habe ich meinem Mann immer wieder von Familienbetten erzählt und ihm Fotos privater Projekte gezeigt, die ich im Netz oder in den sozialen Medien fand. Für mich war zwar leider erst beim zweiten Kind klar, dass es am einfachsten für mich ist, wenn das Baby bei mir schläft, weil ich dann nachts nicht aufstehen muss, sondern auch im Halbschlaf stillen und wieder wegdösen kann. Ausserdem brauchte unsere Tochter diese Nähe auch. Und das heute noch zum Teil. Zwar haben wir ihr zum 4. Geburtstag ein eigenes Zimmer eingerichtet, doch es gab immer mal wieder einen Abend, an dem sie lieber bei uns schlafen wollte. Auch der Grosse hat bisweilen mal nachts einen Albtraum und möchte dann zu uns unter die Decke. Mit der Maus als Baby war der Platz dank Beistellbett kein Problem. Aber als sie grösser wurde und wir das Beistellbett nicht mehr brauchten (dies auch, weil sie eigentlich sowieso zwischen mir und meinem Mann lag), wurde unser 1,60m breites Bett relativ eng. Als Mama beherrscht man ja mit der Zeit die Kunst, am Bettrand zu schlafen, wie es so schön heisst, denn die Maus klebt sowieso meistens an mir 😉 Wenn aber der Grosse kam, litt mein Mann. Unser Sohn ist alles andere als ein ruhiger Schläfer und beansprucht auch sehr viel Platz. Entsprechend zog mein Mann dann entweder irgendwann des Nächstens genervt aus oder war am Morgen entsprechend gerädert. Beides nicht ideal, wenn man im Job funktionieren muss. Der Leidensdruck war aber nie gross genug, um etwas zu ändern. Ich schlug schon vor, einfach ein breiteres Bett zu kaufen, aber das wäre insofern doof gewesen, als wir dann die guten Matratzen und die Roste nicht mehr gebrauchen hätten können.

IMG_7292

Den Wagen gefüllt beim Möbelschweden 😉

Im Hinblick auf unser Januarbaby habe ich der Maus ja ein grosses Bett gekauft und das Beistellbett vorsorglich bei ihr im Zimmer platziert, damit ich dann dort und der Mann alleine in unserem Bett schlafen kann. Nun meinte er wohl, das Baby werde dann ja doch bei uns schlafen und eines Morgens, nachdem beide Kinder wieder bei uns genächtigt hatten (4 Personen auf 1,60m ist einfach etwas wenig :D), fand ich ihn über iPad, Schreiber und Papier brüten und zig mal mit dem Meter im Schlafzimmer zu messen. Ich wunderte mich sehr, was er da jetzt wieder plant und er wollte erst auch gar nicht so recht mit der Sprache herausrücken. Aber nur wenige Tage später, am Dienstagmorgen, fuhren wir nach St. Gallen zum Möbelschweden und besorgten alles Nötige für des Mannes Pläne. Am selben Tag räumte er das Schlafzimmer aus und begann, Möbel zusammenzubauen, anzupassen (sägen) und zu verschrauben… Am

IMG_7293

Erst mal die Möbel zusammenbauen…

Donnerstagmorgen besorgte er dann noch Holzzuschnitte um die Eigenkonstruktion zu finalisieren und gestern Abend schliefen wir dann auch schon alle vier im fertigen Bett 😀 War ja klar, dass beide Kinder das neue Bett testen wollten und siehe da, wir hatten alle gut Platz auf nun 2,50m! 😀 Zwar füllt das Bett nun fast das gesamte, eher kleine Schlafzimmer (wir planten es von Anfang an nur als Schlafzimmer, da wir die Ankleide in einem separaten Raum haben, drum brauchten wir nicht mehr Platz), aber es wird wohl kaum die nächsten 10 Jahre so sein. Irgendwann werden wir die Geschichte wieder abbauen und zum herkömmlichen Bett zurückkehren sobald keins der Kinder mehr des Nachts zu uns schleicht 😉
Das Familienbett ist sicherlich kein perfektes Designkonstrukt, aber es soll ja auch v.a. den Zweck erfüllen. Und auf diese Weise konnten wir beide Matratzen und Roste behalten und haben einfach noch ein weiteres Set dazu gekauft.
Durch den Unterbau mit Kallax-Möbeln ist das Bett sehr hoch geworden, woran ich mich erst mal gewöhnen muss. Es bedingt dann auf Januar hin natürlich auch die Erweiterung durch einen guten Rausfallschutz. Wenn Ihr fragen habt, nur zu 😉

Wie ist das bei Euch, sofern Ihr auch ein Familienbett habt? Habt Ihr auch selber etwas konstruiert oder konstruieren lassen? Oder habt Ihr einfach ein weiteres Bett dazugestellt?

So, und nun lasse ich Bilder sprechen…

Das Chaos lichtet sich, das Bett kann bezogen werden… die Fotos sind nicht perfekt, aber ich hoffe, man erkennt einigermassen, wie gross es ist 😀

IMG_7318

Wir hatten vorher nicht mal Nachtkästchen. Durch den Aufbau hinter dem Kopfende und den Fächern unter dem Bett, ist nun endlich auch Platz für Handy (Wecker), Trinkflaschen etc. entstanden. Für die Fächer kaufe ich dann noch den ein oder anderen Korb nach, z.B. zum Verstauen von Stoffwindeln, Nuscheli etc.

IMG_7319

Der Tritthocker (den habe ich zusammengebaut 😉 Hihi, das einzige, was ich konnte :D, dient als erleichterter Ein- und Ausstieg für die Maus…

Advertisements

10 Kommentare zu “Ein Familienbett – jetzt haben wir’s

    • Huhu Steffi! 🙂 Also falls Du aus DE bist, wirst Du es einfacher haben. In der CH war Kallax nicht als 1er und 2er erhältlich, weshalb mein Mann 6 4er-Längs-Kallax-Regale kaufte und 2 davon absägen musste. Ideal gewesen wären 2x2er, 2x1er und 4x4er. Diese hat er siehe Fotos am Boden zum Rechteck zusammen gelegt und verschraubt. Darauf kamen die 3 Lattenroste (2×80, 1×90). Um die herum hat er einen Randaufbau gemacht aus weissen Holzlatten, die er im Baumarkt auf Mass zuschneiden liess. Am Kopfende hat er ebenfalls mit solchen Latten noch einen kleinen Aufbau konstruiert bis zur Höhe der Matratze. Dieser dient nun als Ablage. Auf den Bildern müsste man alles gut sehen, sonst einfach fragen, gerne auch per Mail. Noch ein Tipp: die Holzlatten, welche die Matratzen umranden, sind ein wenig zu hoch bemessen. Beim Ein- und Ausstieg spürt man die. Er meinte aber, dass dies für den späteren Anbau eines Rausfallschutzes besser sei. Ich überlege mir nun noch, wie ich mit überzogenem Schaumstoff den Ein- und Ausstieg etwas sanfter gestalten kann…

      Gefällt mir

  1. Schöne Idee! Wir haben direkt die volle Breite des Zimmers genutzt, und mit zugeschnittenem Kiefernholz den Unterbau selbst gebaut. Ist 3 Meter breit – und rausfallen kann keiner, das ist super ☺️
    Kleiner Einblick hier:

    Ein #Update zum Thema #Familienbett: wir nutzen es jetzt seit 7 Wochen zu viert und das klappt meist ganz wunderbar. Hat sich total gelohnt! #DerHerrSohn hat zur Zeit leider noch einen sehr leichten #Schlaf (#Zähne, #Schub, #Dauerschnupfen, sucht euch was aus) und wird noch wach, wenn #DasFräuleinTochter quengelt. Das tut sie allerdings meist erst gegen frühen Morgen laut genug. Und das wird sich auch noch legen – also das Aufwachen. Das Gestell ist fertig, lediglich fehlt noch eine Erhöhung für das Kopfteil (aus versehen zu kurz bestellt – und nicht reklamierbar, da für uns angefertigt) und dafür noch Bezüge. Eine Blende als Abschluss und als Rutschschutz für die Matratzen kommt auch noch. Im Moment komme ich aber nicht dazu ☺️ das #Babymädchen beschäftigt mich ganz gut ☺️ #Bett #Familie #Bed #Family #attachmentparenting #Sleep #bindungsorientiert #kuscheln #Lebenmitkindern#lifewithkids . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . #Glück #glücklich #Happiness #happy #makeyourselfhappy #noworries #nocomplaints #embracelife #lovelife #life #happychallenge

    A post shared by Eva Stolz (@zuckerziege) on

    Gefällt mir

    • Sieht genial aus, Eva! Und Dein Mann hat ganze Arbeit geleistet 😉 Ich hätte auch gerne die volle Breite genutzt, aber das Zimmer ist dafür leider gänzlich ungeeignet, da an beiden Seitenwänden Türen sind (einmal Schiebetüre ins Bad, die ginge noch; einmal Balkontüre, die brauche ich zum Lüften)…

      Gefällt mir

  2. Pingback: SSW 17/18 – Hebammenbesuch und Geschwisterkinder | Mama mal 2 1/2

    • Hihi, es ist gar nicht so schwer, wobei ich einen Mann ran lassen würde 😀 Also es sind 2 80er-Matratzen und 1 90er-Matratze, macht 2,50m an Liegefläche. Für den Unterbau wählte der Mann das Kallax-Regal von IKEA. Die exakten Masse findest Du online. Eigentlich wollte er 4er- und 3er-Regale (längs), es gab dann aber nur 4er und so haben wir sechs 4er gekauft und bei zweien sägte er dann was ab weil das Bett dann zu breit geworden wäre… Wir wollten nicht mehr Breite als die Matratzen hergaben, weil das Zimmer nicht so viel Platz hergab. Im Prinzip bist Du da aber frei, je nach Raum. Dann musste er nur noch die einzelnen Regale miteinander verschrauben, machte in der Mitte noch aus Holz sowas wie einen Aufbau, damit die Lattenroste dort nochmals gestützt sind und nicht nur aussen rum durch die liegenden Regale, und umrandete schliesslich nochmals die Matratzen mit weiteren Holzlatten, die er im Baumarkt zuschneiden liess. Auch diese verschraubte er, damit die Roste und Matratzen nicht mehr verschoben werden können… 😀 Alles klar?? 😉

      Gefällt mir

  3. Pingback: SSW 34+1 – Panik! :D | Mama mal 2 1/2

  4. Pingback: Jahresrückblick und Ausblick | Mama mal 2 1/2

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s