B(r)eikost – zu Tisch, Baby!

Brei oder nicht Brei? Das war hier immer so die Frage. Dabei muss die Antwort gar nicht unbedingt eindeutig sein, denn schliesslich ist nicht nur das eine oder andere möglich oder richtig(er).
Aber dazu muss ich etwas ausholen… beim ersten Kind verfuhren wir noch recht streng nach „Beikostfahrplan“. Wir wussten es ja nicht besser und diese Pläne flattern einem ja mit jedem Brei-Müsterli ins Haus… auch „Experten“ wie die Mütterberatung und das Internet gaben vor, wie das so läuft mit der Beikosteinführung. Da Gläschen für uns nicht wirklich ein Thema waren, gaben wir uns noch viel Mühe und standen stundenlang in der Küche, damit unser Sohn frischen, leckeren Brei bekam. Sogar Pastinake haben wir dafür mal gekauft, obwohl wir es selber echt grässlich fanden und es hier auch überhaupt nicht verbreitet ist 😀

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Nun ja, der Sohn ass, wenn überhaupt, Mini-Portionen und so froren wir die liebevoll, teils nach Rezept zubereiteten Breimischungen, einfach in Eiswürfelbehälter ein, denn so 2-3 Würfelchen waren das Maximum, was er verspies. Viel wanderte ungegessen im Abfluss. Bevor er dann endlich auch festere Nahrung zu sich nahm, liess er sich lediglich noch Apfelmus füttern.

Bei Kind 2 hatten wir die Nase noch voll von der Brei-Kocherei. Es gab selten mal ein Musterglas, ansonsten verfuhr ich, derweil besser informiert, nach „Baby Led Weaning“ (BLW) und gab der Maus Fingerfood währenddessen ich noch häufig stillte. Auch noch als sie längst gut am Tisch ass.
War die Maus in der Kita oder bei der Nana, ass sie anstandslos den ihr dort angebotenen Brei. Das war OK, hauptsache ich musste ihn nicht zubereiten.

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Kind Nr. 3, war eh klar, sollte ebenfalls in den Genuss der BLW-„Methode“ kommen. Das Mäuschen war auch das erste Kind, das schon relativ früh auf dem Schoss zielgerichtet nach meinem Essen griff. Mit 6 Monaten war sie mehr als bereit und erhielt so immer wieder Gurken, Tomaten, Melone, Brot etc. Vieles wanderte unter den Tisch, weniges auch in den Magen.
Die Sache hat nur einen Haken: das Mäuschen ist ein ausgeprägter Würger. Während die Maus und der Grosse kaum Probleme mit der festen Nahrung hatten und alles prima kauten oder Unkaubares ausspuckten, ist das Mäuschen noch recht hilflos und sorgt immer wieder für helle Panik am Tisch. Ja, ich weiss, es sieht vermutlich weit schlimmer aus, als es ist, denn Babys haben diesen Würgreflex noch weit vorne im Mund. Aber ich bin eine ängstliche Gluckenmutti, der Grosse ist noch schlimmer und mein Mann hat ein dünnes Nervenkostüm.

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Darum und weil wir auch nicht immer BLW-tauglich kochen, haben wir die Probierkiste vom Schweizer Start-up Yamo dankend angenommen. Die frischen Breie sind gerade recht, um zwischendurch trotzdem für ein glückliches Baby am Tisch zu sorgen. Denn sobald sie merkt, dass wir essen, will sie auch. Und was soll ich sagen, sie ass schon beim ersten Versuch mehr vom Brei als der Grosse damals an drei Tagen zusammen 😀 Es schien ihr offenbar zu schmecken und sie akzeptierte das Gefüttertwerden gut, auch wenn sie zwischendurch ständig nach dem Löffel griff, den ich ihr dann auch überliess, die Kleckerei in Kauf nehmend.

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Fazit: jedes Kind ist anders und es ist doch ganz gut, wenn man darauf eingehen kann. Jemand sagte mal: „food under one is just for fun“. Milch sollte im 1. Lebensjahr die Hauptrolle spielen. Deshalb gilt für mich eh, das Mäuschen weiterhin nach Bedarf zu stillen und ihr an unseren Mahlzeiten dennoch etwas anzubieten: mal Brei, mal Fingerfood, mal beides. Für mich schliesst das eine das andere nicht aus.

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Dank Yamo hat man übrigens den perfekten Kompromiss, wenn man nicht selber kochen mag, aber auch nicht auf die industriell gefertigten Gläschen zurückgreifen will, die ewig halten (kann das noch frisch sein?).
Yamo fragte schon bevor es richtig los ging bei Schweizer Bloggerinnen und Mamas um Rat, es gab eine Facebook-Gruppe und auch Treffen (da konnte ich leider nicht dabei sein) – sehr sympathisch, oder? Besonders witzig sind die Namen der Breie und gewisse Kombinationen sind ebenfalls toll weil sie über das bekannte Apfel-Birne etc. hinausgehen. Das Mäuschen bekam heute z.B. Linsen-Birne-Randen (ich mag Randen ja gar nicht, nur die Farbe. Ihr schmeckte es und sogar der Maus, die auch probieren wollte!).
Mit der Yamo-Box kann man sich die frischen Breie übrigens sehr bequem ins Haus liefern lassen.

Ein Tipp noch: Die Breie von Yamo enthalten pures Frucht- oder Gemüsepüree. Damit die Vitamine optimal aufgenommen werden können, gebe ich vor dem Füttern noch ein paar Tropfen Öl dazu.

Vielen Dank an Yamo für die Testprodukte! 🙂

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