Von Grenzerfahrungen…

Irgendwann ist’s gut, genug, zu viel… der September war so ein Monat, in dem wir mehrfach überrollt wurden und an unsere Grenzen kamen – psychisch wie physisch. Der Mann war ständig unterwegs und hetzte von Termin zu Termin – sehr oft blieb ihm nicht mal Zeit für’s Essen. Teils stand er morgens um 5 Uhr, nach einer durchwachsenen Nacht im Familienbett mit den Grossen, wieder auf, um den Zug zu erwischen.Derweil war ich quasi alleinerziehend unterwegs und kämpfte an allen Fronten – gegen meinen Husten, gegen die verstopfte Nase des Mäuschens, gegen dramatische Ausbrüche beim Grossen und nervenzehrende Quengeleien bei der Maus.

Wenn’s kommt, dann richtig. Wir schliefen alle eine Zeit lang furchtbar miserabel und kamen nur mühsam durch den Tag…

Als es mir vor einer Woche eine Nacht lang wirklich total mies ging (ich fror, hatte gleichzeitig Fieber und mir war immer wieder übel, dazu noch Kopfschmerzen an drei aufeinanderfolgenden Tagen; der Husten störte mich noch am wenigsten), suchte ich den Arzt auf und erhielt ein Antibiotikum. Es hagelte daraufhin ein wenig Kritik, aber ich kann nur sagen, dass es mir gottlob selten so schlecht geht und dass ich halt als Mutter einfach funktionieren muss. Ich kann nicht eben mal ins Bett liegen, mit einem Baby schon gar nicht. Und natürlich habe ich trotzdem geschaut, dass ich mich halbwegs ausruhen kann und auch die Schwiegermutter ein wenig eingespannt.
Immerhin blieb der Mann gesund und ich hoffe das bleibt so.
Man hat ja auch noch weniger Zeit und Geduld wenn es einem mies geht und daneben noch viel liegen bleibt. Es sah hier zeitweise aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen. Die Wäsche stapelte sich auf dem Ständer, vom Rest will ich gar nicht reden. Ich sollte noch ein Interview fertig stellen usw. Die Kinder taten mir leid, denn sie spürten diesen Druck ja auch. Es gab rasch mal unschöne Stimmungen…
Da das Mäuschen nach zwei Wochen immer noch keine Besserung ihrer Symptompe zeigte, fuhr ihr kurzerhand auch mit ihr noch zum Arzt am Freitag – einfach zur Sicherheit, ich bin sonst wirklich keine dieser Mütter, die wegen allem zum Arzt rennt bzw. reicht mir auch ganz oft ein Telefonat um beruhigt zu sein. Wir bekamen dann ein Zäpfchen für 2-3 Tage und pflanzliche Hustentröpfchen. Es half ein wenig…

Jetzt geht es wieder aufwärts… gesundheitlich zumindest, obwohl das Mäuschen noch immer nicht ganz fit ist… ich war gestern nach gefühlt wochenlanger Abstinenz endlich wieder mal im Training… und der Mann hat auch diese Woche noch Termine/Schule, aber sonst? Langen wir mal schön Holz an, dass es so bleiben möge… die nächste Challenge kommt bestimmt.
Am Wochenende fahren wir für zwei Nächte nach Graubünden und testen ein neues Resort mit Ferienwohnungen. Der Tapetenwechsel kann nicht schaden. Zumindest hoffe ich das… war so eine spontane Idee von mir. Danach sind erstmal für drei Wochen Schulferien. Am liebsten wäre ich drei Wochen mit Sack und Pack und Kindern ans Meer, irgendwo an die Wärme… träumen kann man ja. Wir werden auch diese drei Wochen rumbringen. Immerhin sind die Kinder für zwei Vormittage je Woche im Hort angemeldet. Sofern der Grosse nicht seinen üblichen Protest an den Tag legt weil er nicht hin will, habe ich so wenigstens einen kleinen Puffer – für Arbeit und so. Und erfahrungsgemäss sind auch die Ferien schneller um als man auf drei zählen kann bzw. verlaufen dann meist entspannter als gedacht. Das Mäuschen wird sich bestimmt darüber freuen, dass ihre Geschwister denn ganzen Tag da sind und ich werde halt auch mal die Nana einspannen damit ich in Ruhe einkaufen kann…

Morgen Nachmittag haben die Kinder frei, das Wetter ist hoffentlich so blendend wie die letzten Tage und wir haben gaaar nichts vor 🙂 Habt’s eine schöne Restwoche!

4 Kommentare zu “Von Grenzerfahrungen…

  1. Pingback: Spontane Auszeit… | Mama mal 3

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