Eine Woche mit Hindernissen

Ich ahnte es ja schon… 3 Wochen Herbstferien sind einfach zu viel. Lieber eine mehr im Sommer. Aber nützt ja nix. Nächstes Jahr fahren wir weg, mindestens 1 Woche lang! Denn während die ersten beiden Wochen relativ gemütlich verliefen, war die letzte dann einfach nur zum Vergessen. Dem Grossen merkte man mittlerweile an, dass ihm die Bewegung fehlt, oder die Schule, einfach eine Herausforderung. Er war unruhig, laut und wild. Danach erkältete sich das Mäuschen, was zur Folge hatte, dass die Nächte wieder sehr durchwachsen waren. Verstopfte Nase, Husten und vermutlich einfach ziemlich unwohl – so schrie sie jeden Abend bzw. in der Nacht ein Weilchen und beruhigte sich dann erst nach längerem Hin- und Herschaukeln in der Trage. Meist brauchte ich zwei Anläufe weil ich sie zu früh wieder hinlegte. Vor zwei Tagen war sie von 2 bis 4 Uhr nachts wach – zuerst aktiv und im Bett herumturnend, dann wiederum weinend bis sie in der Trage einschlief.
Entsprechend lagen die Nerven blank und der Haushalt lag brach bzw. ich kam nicht dazu, irgendetwas zu verräumen.
Das merkte natürlich der Mann, der ab Mittwoch Nachmittag doch noch spontan ein paar Tage frei bekam (hätte ich das nur mal schneller gewusst, ich hätte sofort noch ein paar Tage im Tirol gebucht. Aber so guckte ich mir nur wehmütig die vielen Ferienbilder aus Nah und Fern an, die Freunde teilten – aus dem Legoland, dem Europapark, aus New York oder Marokko, der Türkei und Spanien etc. – hach). Die Stimmung war also ziemlich mies. Nein, er machte nicht mich verantwortlich, eher die Kinder, die massenweise Spielsachen in die Garage und nach draussen gezogen hatten, die dort nicht hingehören (und das wussten die Kinder, aber wie es halt so ist… ähm, ja). Ich fühlte mich dennoch „schuldig„, schliesslich sehe ich das mit dem vorübergehenden Chaos (ist meist ratzfatz aufgeräumt, wenn alle helfen) etwas lockerer, hätte aber wissen müssen, dass es der Mann anders sieht und werde jetzt ihm zuliebe etwas restriktiver sein. Ich habe also beschlossen, dass in Zukunft abends aufgeräumt wird, mal sehen, ob sich das durchziehen lässt. Auch der Wunsch nach einer Putzfrau kam auf, aber nach 2-3 eher gescheiterten Versuchen, die wir in der Vergangenheit diesbezüglich wagten, bin ich da skeptisch. Und irgendwie widerstrebt es mir. Der Sauberkeit würde aber zumindest eine Kompromisslösung à la 1x im Monat sicher nicht schaden. Die Grundreinigung schaffe ich meist knapp, weiter komme ich nur am Wochenende wenn der Mann da ist und das war er letztens aufgrund der Schule und anderen Terminen, die wir hatten, leider selten.

Es waren dann noch 2-3 andere teils doofe und unnötige Konflikte mit den Kindern wie z.B. das aktuell sehr späte Zubettgehen (bzw. sie gehen ins Bett, hielten sich aber gegenseitig wach, waren nicht müde genug weil sie in den Ferien ja auch nicht zeitig aufstehen mussten – schätze aber das Problem löst sich dann mit der nahenden Zeitumstellung) und zusammen mit dem Schlafmangel schaukelte sich alles zu einer ziemlichen Familienkrise hoch. Eine, die wir seit Jahren nicht mehr hatten. Aber es hilft ja nichts, auch das stehen wir durch und können nur daraus lernen. Hoffentlich… auch Krisen gehören zum Leben.

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Ein grosses Wochenende in Bildern gibt es somit heute nicht. Wir sind gestern spontan den Sinnespfad in Werdenberg gelaufen, der durch den Herbstwald führt und das tat allen gut. Draussen sein, sich bewegen, gemeinsam entdecken und am Schluss noch eine Tüte Marroni am See… da ich die meisten Bilder auf dem Handy habe, zeige ich Euch die dann abends noch auf Facebook – für alle aus der Region, die den Weg auch mal gehen möchten 🙂

Morgen startet hier wieder der Alltag und die erste Woche ist schon voll mit Terminen. Die Kinder müssen zum Schulzahnarzt, ich noch zu einem Auftraggeber, eine Trageberatung und theoretisch sollte ich auch noch arbeiten, aber das muss ich dann wieder auf den (meist kurzen) Mittagsschlaf des Mäuschens verlegen. Ich bin etwas im Rückstand weil ich einer TV-Serie verfallen bin, die mein Mann schon länger guckt. Ich war anfangs überzeugt, dass die Sendung totaler Mist ist, hab‘ dann 2-3x nebenbei hingeguckt und ja, es war dann doch zu spannend… 😛

So, dann wünsche ich allen, die morgen auch wieder früh raus müssen, einen tollen Start! 😉 Unser Grosser freut sich gar nicht, obwohl er die Schule eigentlich mag, die Maus freut sich schon total auf den Kindergarten.
Übrigens waren beide an den beiden Kita-Vormittagen im Hort und der Grosse ging zum ersten Mal gerne hin 😀

4 Kommentare zu “Eine Woche mit Hindernissen

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