Leben am Limit

Da es mir wieder mal komplett abgeht, das persönliche Bloggen, schiebe ich die Arbeit mal weg und lege einfach los…

Das Mäuschen ist mal mehr mal weniger verkühlt und wenn sie grad fit wäre, kommt ein roter Po dazu oder es sitzt ein Pups quer, so wie gestern… Ich weiss genau, dass ihr erster Zahn auf sich warten lässt, wie bei ihren Geschwistern auch, aber gestern hätte man das Quengeln auch einfach auf’s „Zahnen“ schieben können. Dazu kommt, dass sie gerade überall, auch am Hosenbein, aufstehen will und ich zu nichts, aber auch gar nichts komme momentan. Und so bleibe ich jetzt zuhause da sie in der Kita ist und werde versuchen, meinen riesigen Stapel an To Do’s ein klitzekleinwenig abzuarbeiten. Aber eben, dieser Beitrag muss auch sein…

Die letzte Woche war relativ hektisch und am Freitagabend, auf der Heimfahrt von einer Kollegin, passierte dann das:

Nun ja, wir sind es ja gewohnt, dass die Kinder nicht zeitig ins Bett gehen und ganz so schlecht war es nicht, denn ich konnte ein fittes Mäuschen beim Papa lassen, mich in die Sportklamotten schmeissen und zum Fitnessboxen
Ach ja, zwischen all dem Geschreibsel für meinen Blog, entstehen auch immer mal wieder Gastbeiträge, die ich natürlich sehr gerne verfasse, so wie den hier, der mir richtig schwer fiel…

https://www.facebook.com/plugins/post.php?href=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2Fmamamal3.ch%2Fposts%2F1893790724272169&width=500

Am Samstag musste ich früh aus den Federn und fuhr mit gemischten Gefühlen das erste mal mit dem Mäuschen Zug. Wir haben ihn immerhin knapp erwischt, schwer bepackt mit Kind und Rollkoffer… sie machte den Tag in Basel zwischen Konferenzsaal, Stehlunch, Stillpausen, Netzwerken und Windelwechseln erstaunlich gut mit. So gut, dass mich etliche auf mein zufriedenes, tolles Baby ansprachen. Ich vermute mal, sie wird eine Rampensau und fühlt sich, im Gegensatz zu den Grossen pudelwohl wenn es so richtig rund läuft. Und das tat es mit 100 Leuten! Ich war auf jeden Fall fix und foxy abends und musste mir auch zwei Dafalgan schlucken. Die Heimfahrt im Zug war dann auch recht mühsam (versucht mal, ein Thonbrötchen zu essen mit mind. einer Hand immer am auf dem Sitz herumturnenden Kind) bis sie kurz vor Sargans einschlief, zuhause aber wieder eine Weile wach war weil uns die Grossen natürlich laut und überschwänglich begrüssten (interessant, was es für einen Impact hat, wenn Mama mal länger weg ist *g*)

https://www.facebook.com/plugins/post.php?href=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2Fmamamal3.ch%2Fposts%2F1893530190964889&width=500

Was soll ich sagen…? Ich fand den Event letztes Jahr fast besser da intimer. Und ich hatte schon damals kaum Chancen, alle kennen zu lernen, was nicht nur daran lag, dass ich nicht gut bin im Leute ansprechen… auch brachte mir nicht jeder Vortrag was Neues. Und diejenigen, die was Neues brachten, machten mir eher noch mehr Druck als ich mir eh schon mache. Trotzdem werde ich nächstes Jahr wieder hinfahren weil es einfach toll ist, die anderen Blogger mal live zu treffen und sich auszutauschen.
Nuja, ich weiss jetzt, was ich alles noch brauche/müsste/sollte und schätze mal bis ich das alles zeitlich schaffe, schreibe ich einen Seniorenblog… 😛 Wir haben uns ja, wie erwähnt, auch ausgetauscht und je länger je mehr kristallisiert sich auch heraus, dass man, will man als Blogger/Influencer erfolgreich sein, auch Geld in die Hand nehmen muss. Vermutlich nicht wenige pushen ihre Accounts mit bezahlten Beiträgen, kaufen Follower und engagieren eine Nanny. #malehrlich (Ein Insider-Hashtag von der Swiss Blog Family 😀) : gerade auf Instagram gibt es Tausende sehr erfolgreiche Accounts von sogenannten Influencer-Mamis, deren Fotos aussehen wie geschleckt. Der Foto-Feed kommt in einem total harmonisch-einheitlichen rosa-weiss-grau daher, alles aufeinander abgestimmt und die Fotos sehen aus als hätte sie ein Profi geschossen – jedes Foto! Ja, wunderschön anzusehen und immer öfter stehen dazu auch noch lange Texte (weil manche Instagrammer gar keinen Blog haben). Aber für mich ist es dennoch Einheitsbrei, eine Scheinwelt und diese mag viele ansprechen aber mich nicht. Ich will mich auch nicht verbiegen und bleibe meiner unordentlichen Linie treu. Und ich bin da sehr gespalten. Einerseits macht es sicher Sinn, erst mal Kohle in die Hand zu nehmen um sich eine Community aufzubauen und derart dann auch zu gut bezahlten Kooperationen zu kommen. Andererseits wirkt es für mich dann nicht mehr ganz so authentisch weil ein Teil halt doch immer auch „gekauft“ ist denn nur ein Bruchteil der Follower interagiert auch wirklich aktiv. Und sowieso wäre es mehr als ein Job, täglich 2000 Kommentare zu lesen und beantworten. Aber Facebook z.B. tendiert je länger je mehr dazu, Reichweite nur noch gegen Geld zu bieten. Die neuen Algorithmen schränken die organische Reichweite automatisch ein. Deshalb denke ich ganz oft, ich schmeisse hin und kehre zurück in die Realität. Aber dann macht es halt dennoch Spass… meine Vorsätze für’s nächste Jahr sind aber: weniger ist mehr. Und ich will öfter „nein“ sagen und öfter das schreiben, was mir auf dem Herzen brennt und was meine Leser wirklich interessiert. Mal sehen, ob mir das gelingt… aber wenn ich in den Vorträgen miterlebe, wie viel Berechnung teils dahinter steckt (extreme Analysen von Google & Co, bevor man überhaupt etwas schreibt und dann genau das, was die Audience will…), und dass manche um 4.30 Uhr aufstehen für den Erfolg, dann, jesses nei!
Also: viele Baustellen, wenig Zeit, peu à peu umsetzen, was geht, aber nicht untergehen vor lauter selbstauferlegtem Druck, das wäre mal mein Ziel…
So. Und unser Sonntag war dann wirklich schön, erlebnisreich, schokoladig und sobald wir zuhause waren, auch richtig gemütlich…

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Die Woche startete gestern mit meiner halbjährlichen, unangenehmen Zahnreinigung, einem inhaltlich sehr überraschenden Elterngespräch bei der Logopädin der Maus während die Kinder daheim von Nana & ihrem Mann betreut wurden, und jetzt lege ich dann mal los mit Arbeiten… oder vielleicht noch eine 2. Tasse Kaffee?? Verzeiht, die Nacht mit dem Mäuschen war so unruhig wie ihr Tag gestern… 😛
Habt’s eine tolle Woche!

6 Kommentare zu “Leben am Limit

    • ❤ Gell, wenn's so einfach wäre… ich bin so eine, die ganz schlecht "nein" sagen kann. Und freue mich über jeden Rappen, der reinkommt weil seit Jahren ganz viel Arbeit & Herzblut drin steckt. Aber wie Du am Samstag auch gesagt hast, muss es andere Mittel & Wege geben, dass etwas reinkommt, ohne, dass es den Blog "zumüllt"… Ich weiss nur noch nicht, wie, da ich z.B. keine Ahnung von Bannerwerbung habe und als (bezahlte) Gastautorin/Ghost writer noch nicht so gefragt bin… aber schaue gespannt zu, wie es sich bei Euch entwickelt 🙂

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