Von Planänderungen…

Eine ganze Stunde kämpfte sie heute Nachmittag gegen den Schlaf und ich fühlte mich zurückversetzt in die Zeit mit dem Grossen damals. Aber gell, Schweizer Ührli sind sie halt nicht, unsere Kinder. Es fing schon gestern Abend damit an, dass sie noch quietschfidel war, als ich kurz vor 20 Uhr vom Training nach Hause kam. Nach einer Weile nahm ich sie dann trotzdem mit hoch weil sie sich die Äuglein rieb und die Grossen auch ins Bett sollten (und davor immer noch etwas TV gucken dürfen). Das war wohl ein Fehler. Sie liess sich nicht stillen, sprich, da kam nicht gleich Milch und vielleicht roch ich nicht mehr wie Mama und erntete nur Geschrei. Also Planänderung: ich nahm sie mit ins Bad und duschte, wusch mir die Haare etc. Der zweite Anlauf klappte dann, sie war somit aber schon später im Bett als üblich. Entsprechend wachte sie heute Morgen erst gegen 8 Uhr wieder auf (nach einer unruhigen Nacht, in der ich stark an meiner Milchmenge zweifelte, aber sowas kommt halt mal vor, heute ist’s wieder gut…). Ja, sag‘ das einer Mutter, die seit Tagen Pläne schmiedete für den heutigen Nachmittag! Der Plan lautete: die Grossen sind an einer Geburifeier eingeladen – yay, Baby schläft – Mama schreibt, Baby wach, wir gehen raus und machen Fotos. Zonk! Rechnung nicht mit dem Wirt gemacht. Sie nickte im Tuch kurz ein und war nach der Aufbruchhektik der Grossen wieder wach und zappelte immens rum. Plan B: mit Kind ins Bett, Stillen und hoffen, dass sich der Mittagsschlaf dort einstellt. Nach einer Stunde hatte ich keine Lust mehr, ging runter mit ihr, band sie nochmals ein und siehe da: jetzt schläft sie natürlich. Problem nur: bis wir wieder in die Gänge kommen ergo raus um Fotos zu machen ist es a) dunkel oder b) die Grossen kommen heim. Ich war jetzt eine ganze Weile lang enorm zornig mit ihr und mir und überhaupt, aber ist gut jetzt, ne. Dafür ist die Schokolade da. Wie sinnlos ist es eigentlich, kurz vor Weihnachten eine Diät zu beginnen (ahahahaaaa)?
Ah ja, sie trainiert übrigens auch wieder ihr Immunsystem. Seit Sonntag. Die Stunden, in denen ich in den letzten Tagen Schlaf erwischt habe, sind also an zwei Händen abzuzählen. Mein gestriges Training war auch irgendwie demotivierend. Ich fühlte mich wie ein Sack Mehl unter Goji-Beeren-Tüten. Oder so. Fragt mich jetzt nicht, wie ich auf diese Assoziation komme. Aber als Frau fällt man schon mal auf. Und wenn man auffällt, sollte man wenigstens positiv auffallen. Aber ich habe elend viel verlernt. Da kommt keine Technik mehr aus dem FF ausser der Guillotine, aber die setze ich verkehrt an oder so. Ich bin froh liess uns wenigstens der Trainer zig mal etwas üben, das sitzt jetzt (hoffentlich noch ’ne Weile). Beim Sparring erdrückte mich jeder sprichwörtlich – mit Kraft, Gewicht und Technik. Und, nein, ich bin nicht zwingend leichter als meine Gegner! Dass die auch alle recht neu sind und trotzdem besser, ist doof. Dass sie neu sind, auch, denn mit bekannten Gesichtern fühlt man sich gleich wohler. Aber gut, nach ’ner Weile kennt man sie ja dann auch, ne…
So, lassen wir das mal. Die Fotos kann‘ ich mir nu dorthin schieben, wo’s finster ist und das gurkt mich schon recht an denn die Grossen hassen es, raus zu gehen um Fotos zu machen. Aber wenn es nicht Kröten hagelt, schnappe ich mir vielleicht einfach das Zeug und gehe am Wochenende raus damit während der Mann drin bleibt mit den Grossen. Schau’n wir mal… und, hey, bald ist Advent und ich werd‘ da vielleicht noch was ‚zu schreiben, so in punkto Adventsverlosungen, die da ja noch kommen… bald. Ich sollte dann noch einen Kranz organisieren, ähem. Und dekorieren, am Samstag dann, hoffentlich, Mensch, geht das schnell!

Ich wollt‘ noch mal was Schreiben zum Thema „zurückversetzt„. Beim 3. Kind trifft doch tatsächlich auch noch das ein, was beim 1. recht schnell da war: den Drang, etwas unternehmen zu müssen. Mit dem Grossen bin ich ja in jenste Kürsli – von PeKiP bis Babymassage. Und ständig ins Müze. Oder zu Freundinnen. Ja nicht den ganzen Tag alleine zuhause mit Baby. Bis jetzt war das beim Mäuschen nie ein Thema. Anfangs fühlten wir uns zuhause pudelwohl. Dann kam die Kita-Eingewöhnung. Und an den „freien“ Vormittagen war ich irgendwie fast immer unterwegs – hier ein Termin, da einer, ging ja sonst nie, und natürlich 1-2x im Laden um einzukaufen. Und meist schläft sie ja eh noch ein halbes Stündchen. Aber oft merke ich recht schnell, dass sie keine grosse Lust darauf habt, zuhause zu sein. Gehe ich wegen irgendwas kurz vor die Tür mit ihr und dann wieder rein, weint sie. Sie will offenbar die grosse Welt erkunden… kann ich auch verstehen. Aber das Wetter ist grad nicht ideal dafür und zuhause immer viel zu tun. Ich muss wohl ab und zu mal einen Spaziergang einbauen, etwas, das ich mit den Grossen damals öfter tat… aber die Tage und Wochen fliegen nur so dahin, dass das im nächsten Moment grad wieder anders sein könnte… weil eigentlich bin ich kein Fan mehr von verplantem Alltag…

So, nach Stunden setze ich mich wieder hin, die Augen fallen fast zu, der Abend zog sich mit spätem Nachhausekommen meines Mannes und Zubettgehen aller Kinder und ich musste noch alles parat machen für meine Trageveranstaltung morgen und eigentlich hätte ich noch einiges zu erledigen, aber es hilft ja nichts, ne, muss warten, übermorgen ist auch noch ein Tag (morgen ja schon wieder recht ausgebucht), der Kopf jetzt leer… hoffen wir, dass das Mäuschen morgen wieder den üblichen Rhythmus findet, gell… bis bald also!

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