Grüne transparente Sparbüchse von oben Liechtensteinische Landesbank

Von Taschengeld & Sparen

Lange habe ich mich dem Taschengeld verwehrt. Ich kann gar nicht genau sagen, warum. Der Grosse hat es auch nie eingefordert. Aber das Neujahrsgeld, das die Kinder erhielten, war ein Ansporn, dieses Projekt endlich zu starten, denn auf eine Umfrage, die ich letztes Jahr mal auf Facebook unter Euch gemacht habe, kamen eigentlich nur positive Antworten. Taschengeld als Chance, mit Geld umgehen und sparen zu lernen und das ist ja wichtig, ne? 😉

Da wir am Weltspartag auf unserer Bank auch neue Sparkässeli für die Kinder ergattert haben, die alten aber auch noch hier haben, gibt es nun für die beiden je zwei Kässeli (natürlich mit dem jeweiligen Namen markiert 😉 – eins zum Sparen für grössere Wünsche (Stichwort Lego-Sets 😉 und eins für kleinere, aussertourliche Wünsche wie Süssigkeiten, ein Heftli oder was auch immer. In einem Heft wird mit Datum notiert, was ins Kässeli wandert und was herausgenommen wird. Der Grosse sollte dies bereits selber können.

Kassabuch Eingang Ausgang Einnahmen Ausgaben

Das Geld bleibt zuhause

Prinzipiell dürfen die Kinder frei über das Geld verfügen und müssen sich daraus auch nichts kaufen, was sie brauchen und was wir ihnen bis jetzt auch selber bezahlt haben. Aber mal sehen, wie es läuft, ich berichte dann sicher mal über unsere Erfahrungen.
Die Kässeli bleiben bei uns und nicht im Zimmer der Kinder (dort haben sie schon genug Chaos) und den Schlüssel für das Sparkässeli verwahren wir.
Wir möchten nicht, dass die Kinder das Geld mit zur Schule nehmen oder ähnliches, aber ein Portemonnaie wird sicher mal ein Thema sein, wenn er grösser ist und sich z.B. auf einer Klassenfahrt mal was kaufen darf oder vielleicht auch wenn wir auf den Jahrmarkt gehen o.ä.
Bisher haben wir den Kindern Zuckerwatte und Karrusellfahrten sowie Marroni oder Magenbrot gekauft, was aber immer sehr ins Geld ging. Glücklicherweise haben wir dafür aber auch schon von der Nana ein Nötli bekommen, sonst schlägt nämlich so ein Jahrmarktbesuch schnell mal mit CHF 60.- zu Buche. Gut, besuchen wir höchstens 3 im Jahr 😀

Grüne transparente Sparkässeli Liechtensteinische Landesbank mit Schlüssel

Keine Schulden bitte…

Mal was vorstrecken wenn die Kids unterwegs unbedingt was wollen und kein Geld dabei haben? Ja, ich denke, das machen wir dann. Geld vorstrecken, das sie noch nicht haben? Nee, ich glaub‘ das dann nicht. Schulden müssen sie ja nicht jetzt schon machen 😀 Es sei denn es geht sich grad um CHF 2.- nicht aus und die erhielte das Kind sowieso tags darauf.

In punkto Taschengeld halten wir uns an die gängigen Empfehlungen: CHF 1.- pro Klasse und pro Woche. Der Grosse erhält damit CHF 2.- pro Woche und die Maus dann ab August CHF 1.-.
Und ganz unabhängig davon besitzen unsere Kinder auch alle ein Banksparkonto auf das wir monatlich eine Summe einzahlen. Dies als Polster wenn die Kinder später mal ein Studium o.ä. machen wollen.

Gestapelte Sparkässeli mit Münzen und Banknoten Symbolbild

Nun freue ich mich trotzdem nochmal über Euer Feedback zum Thema! 🙂 Gebt Ihr schon Taschengeld und wenn ja, wie viel? Knüpft Ihr es an Bedingungen oder nicht, wie geht Ihr vor und welche Erfahrungen habt Ihr damit gemacht? Sind Eure Kinder damit sehr sparsam und sparen auf einen besonderen Wunsch hin oder geben sie es regelmässig aus? Dürfen sie Schulden machen?

Sparen Taschengeld Pinterest Grafik

10 Kommentare zu “Von Taschengeld & Sparen

  1. Du hast gefragt ob man den Betrag an Bedibgungen knüpfen soll. Als Lehrerin habe ich schlechte Erfahrungen gemacht, wenn gute Noten mit mehr Sackgeld belohnt wird. Nicht jedes Kind kann immer gute Noten schreiben und es setzt sie dann noch mehr unter Druck (Prüfungsangst)….

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    • Ich werde das auch nicht machen, denke ich. Ich selber bekam im Gymi für gute Noten einen Fünfliber, habe mich davon aber nicht beeindrucken lassen. In Mathe zB war ich sowieso immer schlechter, ich kapierte es einfach nicht und in Latein zB war mir die 5 im Minimum bei jeder Prüfung sicher also diese Belohnungsstrategie brachte gar nix 😅

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    • uns hat aber der Psychologe gesagt, dass wir Erwachsenen auch bezahlt/entlöhnt werden für unsere Arbeit, resp. Boni ausbezahlt werden. Auch die sind umstritten, können jedoch je nach Situation (wenn die Eigenmotivation klein ist) helfen und zu besseren Noten verhelfen. Ich denke aber das ist vorallem für die Oberstufe.

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      • ja… ich denke auch, dass es manche pushen kann, bessere Noten zu schreiben, aber eben nicht alle. Eine extrinsische Motivation (Lob/Belohnung) ist nie so gut wie die intrinsische.

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  2. Also wir haben diesselbe Regel und es klappt seit 9 Jahren ganz gut. Ja, der Grosse ist schon mit der obligatorischen Schulzeit fertig im Juli! Krass!
    Die Kinder (9. Klasse / 4. Klasse) haben je ein Franken pro Klasse wöchentlich und können es ganz gut verwalten. Sie haben beide ihr eigenes Portemonnaie. Natürlich sind auch schon ein paar Franken mysteriös verschwunden. Aber das gehört auch dazu.
    Bei uns dürfen Sie sparen oder auch „Schulden“ machen, aber nur in Ausnahmefällen (der Grosse wollte z.B. unbedingt mit dem Kollegen ins Kino, da haben wir ihm halt weils nicht gereicht hat das Sackgeld auf Pumpe gegeben). Jede Woche wird notiert, wer welchen Betrag bekommen hat. Den zahlen wir erst aus, wenn die Zimmer aufgeräumt sind.

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