Von Wackelzähnen, Schulnoten & Seelensturm (Achtung, lang!)

Es wird kalt, sehr kalt. Minusgrade, auch tagsüber, sind für nächste Woche angesagt. So kalt war es zuletzt an einem Jahresanfang, an den ich mich, so gut es geht, versuche, nicht zu erinnern. Aber an die Kälte erinnere ich mich gerne, weil sie so passend war…Jetzt hat sie mich eingeholt. Eigentlich wollte ich diesen Text nicht so beginnen, sondern ganz banal, aber das Banale stelle ich nun hinten an. Denn das Sandwichkind und ich, wir hatten es gerade gar nicht gut. Und vernünftig war ich nicht mehr, lange nach 20 Uhr und allein mit den Kindern da der Mann bis Freitagnacht weg ist. Also reagierte ich, wie so häufig, nicht sehr adäquat. Ja, man kann manchmal predigen, so viel man will, oft scheitert man dann (an sich) selber. Ja, meine Lieben, alle Geduld ist irgendwann am Ende und der Trigger zu gross, warum auch immer. Wir hatten es nicht gut, aber ich bin dann hoch und habe mich entschuldigt weil niemand einschlafen kann ohne eine Versöhnung. Zum Glück sind Kinder nicht nachtragend. Mir wird es noch eine Weile nachhängen. Ändern möchte ich nämlich schon lange etwas…

Mehr Zeit für mich und die Grossen…

Über ein Jahr lang liess ich es vor mich hin dümpeln, aber jetzt muss es besser werden. Ich lasse schon langsam nach und das ist gut. Ich schraube Dinge zurück, die einfach nicht gehen. Aber ich bin noch nicht da, wo ich sein will. Und ich nehme mir jetzt mehr Zeit für mich und meine Projekte damit ich mir auch mehr Zeit für die Grossen nehmen kann. Dass die Kleinste an erster Stelle steht, ist klar. Ihre Bedürfnisse sind meist dringender. Und dennoch muss auch wieder mehr Raum für die Grossen sein. Konkret sieht das so aus: Das Mäuschen wird einen dritten Vormittag ausser Haus betreut. Das ist so nichts Neues. Bereits die Maus hatte drei Vormittage an zwei verschiedenen Orten und beim Grossen war es auch irgendwann so. Das Mäuschen wird demnächst drei Vormittage in der Kita sein. Für mich war dieser Schritt nicht einfach, obwohl sie bereits 13 Monate alt ist und sich pudelwohl zu fühlen scheint, ja sogar wohler als allein mit mir zuhause, wo ihr schnell „langweilig“ wird, wenn ich es richtig deute. Kommt sie hingegen nach der Betreuung mittags nach Hause, ist sie sehr ausgeglichen. Ich hoffe und bete nun, dass dies mit dem zusätzlichen halben Tag noch immer so sein wird.

Ich erhoffe mir davon, nicht mehr ständig unter Strom zu stehen und den ganzen Tag daran denken zu müssen, was ich noch muss und was auf meiner To Do Liste steht. Drückt mir die Daumen, dass das so klappen wird wie ich es mir vorstelle und wünsche. Ja, ich weiss, auch das Mäuschen wird bald selbstständiger und sich auch nachmittags zuhause mal mehr selber beschäftigen. Bis dahin ist (auch) der Plan, in meiner Agenda während dem Mittagsschlaf des Mäuschens der grossen Maus mehr Zeit einzuräumen. Vielleicht klingt das alles gerade sehr wirr für Euch?

Squash-Ball mit Megaphon

Vermutlich lag es am Tag bzw. am Abend… denn der war heute wirklich sehr doof… gestern noch schaute es ganz anders aus. Auch da kam der Papa erst später nach Hause aber die Kinder und ich hatten es idyllisch wie nie. Wir sassen an einem im Chaos versinkenden Tisch und assen gemeinsam Znacht (= Abendbrot 😉 nachdem ich mit dem Grossen und dem Mäuschen im Bouldern geblieben war und die Maus beim Nachbarsjungen versorgt war. Ab nächster Woche wird sie übrigens auch im Bouldern mit einsteigen. Sie hat den Grundkurs absolviert und will weiter machen. Mir soll’s recht sein, müssen nur noch am Wochenende Schuhe dafür besorgt werden…

Nach dem Abendbrot waren beide mit Büchern beschäftigt und das Mäuschen auch zufrieden. Der Papa wurde freudig begrüsst und es war rundum harmonisch. Und das ist jetzt wirklich nicht oft der Fall. Viel eher dreht der Grosse abends oft noch mal so richtig auf und verhält sich wie ein ausser Kontrolle geratener Squash-Ball mit Megaphon. Nur spät ins Bett, das ist leider seit ein paar Tagen wieder der Fall nachdem es seit Neujahr eigentlich wieder richtig gut klappte mit dem zeitigen Einschlafen. Janu…

Von Mathe und Milchzähnen

Der Grosse hat gestern seinen 3. Milchzahn rausgedrückt. Ja, da ist er knallhart, ganz anders als ich damals und passt so gar nicht zu ihm. Noch vor 1-2 Monaten, kurz bevor sein erster Wackelzahn rauskam, war ich bei ihm mit meinem Latein am Ende… er war extrem. Extrem laut und wild und frech und alles andere als kooperativ. Und die Zankereien mit seiner Schwester waren unerträglich.
Ich klagte mein Leid irgendwann in einer Facebook-Gruppe und wurde auf den Begriff „Wackelzahnpubertät“ verwiesen – mit Erläuterung. Es fiel mir wie Schuppen von den Augen. Die Beschreibung passte wie die Faust auf’s Auge. Und als ob es schon hilft, zu verstehen, dass etwas normal ist und es einfach eine Phase von vielen ist, ging es von da an wieder aufwärts. Gleichzeitig machte ich, auch auf einen Tipp von der Klassenlehrerin hin, einen Termin bei einer befreundeten Kinesiologin. Ich bin immer etwas skeptisch wenn ich nicht richtig sehen oder fassen kann, wie und wo etwas wirken soll, aber auch dies schien einen positiven Effekt zu haben. Waren vorher Mathe-Hausaufgaben für ihn noch eine Katastrophe, die uns regelmässig am Mittagstisch alle Haare zu Berge stehen liessen, so schien er plötzlich den Dreh raus zu haben.

Am Semesterbeginn letzte Woche wurden bei ihm Schulnoten eingeführt und ein wöchentlicher Mathe-Test, der benotet wird und siehe da, er brachte den ersten (vermutlich extra noch sehr einfachen) mit nur einem Fehler nach Hause. Es war toll, zu sehen, wie stolz er war, auch wenn seine Schulkameraden allesamt sehr gute Noten erhielten. Ich hoffe, dass die Freude anhält, denn nun werden auch die Multiplikation und Division eingeführt – eine neue Challenge also. Langweilig wird ihm sicher nicht…

Eine haarige Angelegenheit…

Ja und so rauscht der Alltag an uns vorbei bzw. wir mit ihm… Es gibt immer etwas zu tun. Bei mir gibt es nicht viel Neues, meine Neujahrsvorsätze konnte ich nicht wirklich bahnbrechend umsetzen, aber immerhin habe ich mein Trainingspensum auf 2x/Woche gesteigert und will dies auch eisern durchziehen. Vielleicht schaffe ich es auf den Sommer hin sogar auf 3x? Bikinifigur und so… ich lache jetzt schon 😛
Da ich die letzten Male arg Probleme mit Juckreiz an den Beinen nach der Rasur hatte, dachte ich, ich könnte es mal mit einer anderen Art von Enthaarung versuchen und machte einen Termin aus. Der Juckreis war so stark, dass ich mich blutig kratzte, es war also wirklich nicht lustig. Allerdings war der Termin heute auch alles andere als lustig. Ich liess mir vor etwa 10 Jahren eine Zeit lang jeweils die Bikinizone mit dieser Methode enthaaren, einfach weil ich dann lange Ruhe hatte. Angenehm ist anders, aber es hielt ja immer eine ganze Weile.
Mit der falschen Annahme, meine Beine wären ebenfalls in ein paar Zügen enthaart, erschien ich also heute guter Dinge beim Termin. Leider hatte ich mich getäuscht. Das Zuckergel wurde nicht auf ein Vlies aufgetragen damit ritsch-ratsch eine grosse Fläche nicht schmerzfrei aber schnell wegkam, nein, es geschah kleinflächig mit einem Gelklumpen, der immer wieder kleine Stellen mit Härchen aufnahm und sie an der Wurzel packte. Es tat soooo weh, Ihr glaubt es nicht! Lieber wäre ich nochmal im Gebärsaal mitten in der Austreibungsphase gewesen. War das sch… hart. Die Kleine musste ich derweil die ganze Zeit halten weil sie total weinerlich war, aber es passte ihr auch so gar nicht. Leck, war ich fertig! Fix und fertig!
Es ist wohl verlockend, wochenlang eine Ruhe zu haben (Rasieren hält bei mir keinen Tag, schon stoppelt es wieder raus, grad im Sommer ist das echt mühsam…), aber diese Prozedur ist die reinste Folter. Ja, ich weiss, ich bin echt furchtbar empfindlich (ich ging als Kind lieber zum Zahnarzt als zum Friseur weil Haut & Haare sind echt meine Achillesferse), aber, waaaah! Das Ganze sei Kopfsache und mit der Zeit gewöhnt man sich vermutlich daran, aber ich kann ja auch nicht mitten im Sommer die Haare wachsen lassen, was aber Bedingung wäre, denn nur wenn sie lang genug sind, erwischt man sie gescheit an der Wurzel… ähm ja. So viel zu dem. Ich wechsle jetzt einfach öfter die Rasierklingen, peele und salbe danach kräftig ein, vielleicht dämmt das denn Juckreiz dann auch ein!?

Und sonst?

Ich habe den Haushalt partiell besser im Griff als auch schon. Partiell! 😉
Das Mäuschen ass ein paar Tage lang plötzlich mehr als üblich und lässt mir nun sogar tagsüber eine Stillmahlzeit aus. Wie man es so gewohnt ist, trinkt sie vermutlich die grosse Milchmenge nachts mit 3-4 Mahlzeiten, 1-2 etwas längere trinkt sie tagsüber nach dem Schlafen und 1-2 kürzere abends und vor dem Einschlafen, wobei sie eben die abendliche so um 17.30 Uhr langsam weglässt. Mit den Mahlzeiten am Tisch ist es etwas schwierig. Man kann ihr noch so viele Babykekse und Maiswaffeln hinhalten, viel lieber mag sie an unseren Brotmahlzeiten Aufschnitt und Käse mampfen. Auch wenn ich koche, interessiert es sie nicht immer bzw. will sie dann lieber das was der heikle Grosse isst und das ist dann eben meist Aufschnitt und Käse. Tja… aber wir arbeiten daran.

So, und jetzt bin ich megamüde, Stand abends, 22.15 Uhr. Plane den Text wohl eher morgen ein, also falls Ihr morgen lest, ich schrieb‘ gestern Abend 😀 Heute kam ich nicht dazu, mich zum Mäuschen zu legen, vorgestern schliefen wir Mädels alle drei nach Mittag ’ne längere Runde. Ja, die nächtlichen Stillmahlzeiten machen die Nächte kurz und wenig erholsam, die Maus hat logischerweise tagsüber auch müde Krisen wenn sie abends nicht zeitig einschläft… und darüber hinaus bin ich unsicher, ob nicht langsam die Zeit vorbei ist, in der das Mäuschen nach Mittag easy im Tuch auf meinem Rücken einnickt da sie sich letztens oft dagegen wehrt bzw. länger braucht um zur Ruhe zu kommen… vielleicht muss ich mich nun jeweils mit ihr hinlegen. Nur passiert es dann vermutlich, dass ich vor ihr einschlafe… ähm, ja, wie gesagt, ich bin müde 😀 Gute Nacht, guten Morgen oder was auch immer, je nach dem, wann Ihr hier reinlest…

5 Kommentare zu “Von Wackelzähnen, Schulnoten & Seelensturm (Achtung, lang!)

  1. Ach je, du Arme, das klingt ja irgendwie kacke! 😮 Viel Kraft auf jeden Fall!
    Ach ja, wenn du die ideale Enthaarungsmethode gefunden hast, sag Bescheid – ich suche auch noch! Mir wachsen bei jeder Methode die Haare ein, besonders mies ist es nach dem Epilieren. Nerviiiig!

    Gefällt mir

  2. Pingback: 8 Jahre Grosser | Mama mal 3

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s