Sommer, richtig Sommer

Ich vermisse das Bloggen… ich meine das Tagebuchbloggen wie ich es eigentlich eh und je immer gemacht habe und in letzter Zeit natürlich weniger. Ich fasse abends oft nur unsere Erlebnisse mit Fotos für meine FB-Seite zusammen und poste das dann. Geht halt schneller… aber eigentlich hätte ich ja eine App auf dem iPhone womit ich das auch auf dem Blog machen könnte. Ich vergesse es nur leider ständig 😀 Nun ja… und es ist jetzt auch nicht so, dass ich jeden Tag bahnbrechende Neuigkeiten und tausende Fotos hätte. Deshalb ist das ganz OK wenn es hier mal eine Weile ruhig ist… Aber irgendwas läuft immer… und ich komme endlich mal wieder dazu, was aufzuschreiben… am Montag hatte das Mäuschen einen Schub oder so und war sehr unzufrieden. Ich litt mit, und unter Schlafmangel, auch weil sie sehr früh wach war.

Die ganze Woche war geprägt von Sonne und einer Hitzewelle, die nicht abflachen will… vergeblich warten wir hier auf ein abendliches Gewitter, das etwas Regen und Abkühlung bringt. Stattdessen geht uns der Rasen fast ein. Ich schätze nicht nur wir pumpen abends einige Liter Wasser in die Botanik…

Tragemama mit Baby im Oscha Slings Tragetuch mit Rosenmotiv

Unterdessen nahen die Sommerferien schlagartig. Waren doch eben gerade noch Frühlingsferien und noch etliche Schulwochen vor uns. Aber nun naht sich alles dem Endspurt und wir haben bereits den neuen Stundenplan erhalten. Der unterscheidet sich nicht gross vom alten. Neu hat der Grosse einfach am Montag den langen Nachmittag. Ob das Sportangebot am Dienstag noch besteht, weiss ich nicht, muss ich noch abklären. Mi-Fr ist wie gehabt frei. Die Maus hat nach den Sommerferien wie ich es vom Grossen noch kenne neu an zwei Nachmittagen Kindergarten, Mo & Do. Damit sind am Montagnachmittag zwei Kinder ausser Haus und je nach dem, ob das Mäuschen dann vielleicht sowas wie einen Mittagsschlaf macht, gibt mir das etwas Zeit für mich oder zum Schreiben *hoff*.

Aber das Mäuschen und der Schlaf, das ist noch eine täglich schwankende Komponente… Ich wünschte mir, sie hätte schon einen etwas vorhersehbaren Rhythmus, aber vielleicht ist es ganz gut so wie es ist, sonst denkt man ja wieder „sie muss jetzt schlafen weil sie immer um diese Zeit schläft“ und so achtet man halt eher darauf, wann sie müde wird und nicht auf die Uhr. Wobei ich auch oft denke „sie hat doch erst geschlafen, sie kann gar nicht schon wieder müde sein„. Kann sie aber wohl… das ist wie beim Abhalten/windelfrei. Sie hat doch grad erst gepieselt, sie muss sicher nicht schon wieder… und dann habe ich die Pfütze weil mich dieser doofe Gedanke und die Angst, sie zu stressen davon abhielt, sie wieder über’s Töpfchen zu halten. Naja, wir tragen jetzt halt öfter mal eine Windel…

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Der Grosse ist mit seinem Boulder-Grundkurs durch und wird nun noch einmal in der Gruppe schnuppern. Meinem Mann wird ja Angst und bange, wenn er sieht, aus welcher Höhe die Kinder loslassen und auf die Matte springen ohne, dass sie vorher gelernt haben, wie man abrollt. Aber vielleicht machen Kinder das ja noch intuitiv? Nun, ich bin gespannt, ob der Grosse es durchzieht und einmal mehr überrascht. Lange wollte er rein gar nichts ausprobieren. Und Klettern oder Bouldern ist jetzt wirklich nichts, das irgendwer von uns oder seinen Freunden macht. Aber ich finde es prima, denn es war nun wirklich sein Wunsch und wenn man sich die Boulderer so anguckt, dann wird man schnell neidisch. Vermutlich die mit Abstand duchtrainiertesten Sportler. Sich irgendwo an ’nem Felsen festzuhalten mit dem ganzen Körpergewicht und vielleicht sogar noch überhängend – das braucht extrem viel Kraft. Klimmzüge machen Boulderer wie andere Treppen steigen…
Die Maus schnupperte ja im Ballett… ebenfalls etwas, das sie niemandem abgeguckt hat und nur aus Büchern kannte. So wie es aussieht, möchte auch sie in Zukunft dort hin gehen. Damit hätten wir dann tatsächlich jedem Kind sein (Sport)hobby! Und wenn es nach dem Mann geht, sollten die beiden auch die Schwimmkurse weiterhin besuchen, wenn auch im (näheren) Buchs – um dran zu bleiben. Aber erst mal enden in den nächsten 2-3 Wochen die noch laufenden Kurse, dann sehen wir weiter.

So… die Tage hier sind also gerade so ein Überstehen der Hitze und Verkriechen zuhause… hält ja keiner aus! In mit steigt derweil die Sehnsucht nach Meer, aber heuer fahren wir wirklich nur für eine Woche ins Tirol weil es mit Säugling und zwei Kindern, die man noch beaufsichtigen muss, sicher nicht sonderlich entspannend wäre. Und die Kleine hätte mal sowieso nix davon. Nächstes Jahr sieht es dann ja vielleicht schon wieder anders aus wenn sie laufen, sändala und bädala kann… die Grossen sind dann auch wieder ein Jahr älter und mit Kinderclub im richtigen Hotel (ich zehre immer noch vom letzten Jahr und würde sofort wieder hingehen) könnte es ganz nett werden, wenn auch sicherlich noch nicht sooo entspannt mit einem Kleinkind. In ein paar Jahren dann wieder… 😉 Anyway, ich bin kein Freibad-Fan. Mir sind da definitiv zu viele Leute, zu viel Trubel, zu wenig Platz… ich brauche ein Hotel mit schöner Poolanlage und dann muss ich mich auch nicht mehr über die Hitze beschweren, weil ich nach Herzenslust baden kann 😉

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Ansonsten sind die Tage hier eindeutig auch abgesehen von der Hitze einfach sehr fordernd. Zwei Streithammel und ein Baby, dazwischen der Haushalt und die Arbeit. Abends grilliert der Mann meistens (mit seinem neuen Sportgerät, das nun endlich den vor Rost zerfallenden, alten Grill abgelöst hat), dann müssen die Kinder unter die Dusche und ins Bett gebracht werden (was sich meistens zieht, kein Wunder, bei der Wärme kann ja keiner gescheit schlafen), ich kümmere mich um das Mäuschen und wenn sie schläft, fällt Wäsche oder Arbeit an, oft beides. Dazu kommt dann die Müdigkeit und vielleicht noch 10 Minuten einfach nur noch ein Eis essen und am Handy rumscrollen bevor das Bett überfällig ist. Nur die Wochenenden sind gemütlich. Aber so kann ich mich auf den Ferienbeginn freuen, denn der Mann hat 3(!) Wochen Urlaub (eine davon sind wir weg) und egal wie es kommt, zu zweit kann man alles besser abfangen 😉
Und, tja, Sport am Abend kann ich aus oben erwähnten Gründen noch immer kübeln. Die Tage sind lang, ich bin müde, ich werde gebraucht und wenn man dann abends en famille endlich mal raussitzen kann, weil die Temperaturen angenehm sind, was Gutes auf dem Grill liegt etc., dann will man das halt auch geniessen… ich schätze mal, kühlere Tage gibt’s früh genug wieder und so setze ich einfach auf die, um wieder loszulegen…

Der Mann hat es auf Arbeit grad auch nicht locker… immer viel los… und bevor ich mich jetzt noch müde an einen weiteren Text setze, wünsche ich Euch allen da draussen einen möglichst kühlen Kopf! Schaut auf Euch! 🙂

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Inne halten & besinnen…

Noch wenige Wochen bis zu den Sommerferien und ich sehe endlich ein Licht am Ende des Tunnels. Die letzten Wochen waren aufreibend, in verschiedener Hinsicht. Erstens hatte ich ständig Termine, Arbeit, Besuch oder sonst wie zu tun und sah den Wald vor lauter Bäumen nicht. Zweitens waren die Kinder – jedes auf seine Art – anstrengend. Der Grosse übt sich immer noch im Frech-Sein und benutzt die Maus oft als Blitzableiter bzw. fühlt sich andauernd durch ihre Anwesenheit gestört – Geschwister-Streit galore also, die Maus fragt täglich, mit wem sie am Nachmittag zum Spielen ausmachen könne und ist mit dieser Bitte sehr hartnäckig. Zudem ist sie derzeit, wohl weil sie abends schlecht einschläft, aber auch, weil sie vermutlich immer noch dabei ist, ihre neue Rolle in der Familie zu finden, nah am Wasser gebaut. Oft heult sie auf, wegen gefühlter Nichtigkeiten… das Mäuschen hat am Boden eine kurze Ausdauer. Sie beschäftigt sich vielleicht 5, manchmal 10 Minuten am Stück bevor es ihr zu doof wird. Sie kommt dann entweder auf den Arm, ins Tuch, an die Brust, muss mal oder will schlafen. Nicht immer ist gleich klar, welches Bedürfnis sie hat. Bis ich es herausgefunden habe, kann es also schon mal länger dauern. Und oft versuche ich sie drum halt wieder hinzulegen, z.B. wenn sie gestillt ist und theoretisch nicht schon wieder müde… aber 5 Minuten später, ihr ahnt es, quäkt sie wieder. Das ist eigentlich nichts, was ich nicht von den Grossen her kennen würde… aber nachdem sie sich schon seit einem Monat auf den Bauch drehen und auch ein klein wenig besser greifen kann, wünsche ich mir und ihr eine neue Fähigkeit, die sie etwas länger zufrieden stellt und mir etwas mehr Verschnaufpausen gibt. Da sie tagsüber selten länger als 30 Minuten schläft und dies dann dafür so 3-4x täglich, renne ich gefühlt ständig hin und her… von einem Kind zum nächsten, von der Küche an den Computer, vom Esstisch aufs Klo, vom Sofa an den Wäscheständer, vom Laden nach Hause und und und…

Nachts weckt sie mich so an die 3x, d.h. der Schlafmangel plagt mich auch noch dezent. Meistens habe ich mittags und abends je ein Tagestief, an dem ich auf der Stelle einschlafen könnte. Was natürlich kaum möglich ist.

Und weil die Aufträge nicht weniger werden und die Kinder vorläufig auch nicht vernünftiger und die Ferien vor der Tür stehen, werde ich schätzungsweise bzw. ich bin es schon länger, hier auf dem Blog nicht mehr ganz so aktiv sein. Juli und August werden sicher etwas ruhiger. Danach startet dann der Alltag wieder und die Kita-Eingewöhnung steht bevor. Ich kann es mir noch so überhaupt rein gar nicht vorstellen, das Mäuschen dort abzugeben. Vielleicht verschiebe ich also das Ganze noch ein wenig? Aber zwei kinderfreie Vormittage würden mir gut tun. So könnte ich in Ruhe arbeiten bzw. auch mal was für mich tun. Denn das kommt einfach zu kurz und das merken dann alle. Happy mama, happ family… Nicht zuletzt, weil ich dann, wenn die Grossen da sind, auch wirklich Zeit für sie habe und nicht meine To-Do-Liste im Kopf habe. Und ich würde z.B. soooo gerne wieder mal was für meine Mäuse nähen. Ich habe noch so viel Stoff und Schnittmuster und kann es kaum erwarten, gerade für das Mäuschen… aber auch für die grosse Maus und mich… oder zum Sport gehen, die Abende frei haben, um einfach fernzusehen oder zu lesen… mal sehen… aber ich weiss eh, dass nach 4 Jahren wieder Luft da ist für mich, vielleicht ja schon früher, schrittweise… es ist also, wie so vieles im Leben, absehbar.

Noch mag ich gar nicht nach vorne blicken. Ich hatte zwei unterschiedliche Kleinkinder – ein sehr aktives, das keinen Stein auf dem anderen liess und einen unglaublichen Entdeckungs- und Freiheitsdrang hatte und ein ruhigeres, sehr nähebedürftiges und drum im Grunde eher pflegeleichteres. Wie das Mäuschen wird, da muss ich mich nun überraschen lassen. Spekulationen will ich nicht anstellen. Es steht uns noch so viel bevor: der Beikost-Start, das Krabbel-Alter, erste Worte, erste Schritte. Es bleibt sicher spannend!

Dennoch: dieser Blog liegt mir am Herzen und ich hätte gerne (wieder) mehr Zeit dafür, würde gerne mehr persönliche, mehr nützliche Beiträge schreiben, mehr Zeit haben für Recherche. Also, auch wenn ich kurzfristig nicht so aktiv bin, das kommt wieder, bleibt dran! 😉 Jetzt hoffe ich, in den nächsten Wochen wieder etwas Energie tanken zu können, freue mich auf unsere gemeinsamen Ferien zu fünft als Familie und möchte diese möglichst ohne zu viele Aufgaben im Hinterkopf tun…

 

Homeoffice: Chaos vorprogrammiert #blogparade

Melanie vom Blog „glücklich scheitern“ rief zur #Blogparade auf und da ich eh irgendwann mal darüber schreiben wollte, nutze ich die Gunst der Stunde, dies jetzt zu tun. 

Eins vorweg: es gibt Homeoffice und es gibt Homeoffice mit Kindern. Das sind zwei verschiedene Paar Schuhe und während ersteres sicher eine tolle Möglichkeit ist, sich den Arbeitsweg zu sparen u/o sich für Projekte, die viel Konzentration erfordern, mal zurück zu ziehen ist zweiteres ein Widerspruch in sich selbst. Zumindest mit kleinen Kindern, die zuhause betreut werden. Homeoffice per se ist eine Herausforderung. Weil, man ist ja zuhause, lässt sich erst mal gemütlich einen Kaffee raus, legt die Beine hoch, sortiert die Post und vielleicht wird man eben doch von diesem oder jenem abgelenkt. Disziplin braucht es, um sich wirklich hinzusetzen und loszulegen, ohne Facebook zu öffnen oder private Mails zu lesen. Aber gut, wer’s öfter macht, wird das beherrschen 😉

Homeoffice mit/neben/bei den Kindern… für mich eine Illusion, und dennoch Realität. Es soll ja Leute geben, die kommen problemlos ihr Zeug abzuarbeiten während zwei Kleinkinder um sie rumwuseln. Ja, hab‘ ich schon so gehört! Nun gut, vielleicht waren iPads im Spiel. Oder Valium. Vielleicht beides!? Nein, Spass beiseite. Aber so gut sich manche Kinder auch beschäftigen mögen, irgendwas ist doch immer, nicht? Mal muss eins auf’s Klo, mal wird nach Znüni verlangt, es gibt Streit, oder Hilfe beim Puzzeln wird benötigt, irgendwas halt… konzentriert arbeiten und an was dranbleiben? Mööp! 

Ich hatte ja das Glück, nach der Geburt des Grossen tatsächlich als Freischaffende vor allem von Zuhause aus arbeiten zu können. Dennoch habe ich die Kinder ab 8 Monaten bei der Tagesmutter bzw. in der Kita eingewöhnt (für zwei halbe Tage jeweils und die Schwiegermutter schaute zusätzlich noch einen halben Tag), weil ich auch mal für ein Interview unterwegs sein musste. Mit zunehmendem Alter konnte ich auch mal arbeiten, wenn die Grossen in Ruhe spielten. Oder ihre TV-Stunde hatten. Es war mir wichtig, nicht ständig am PC zu hängen, sie sollen die Mama auch ohne dieses Gerät kennen.
Und als die Maus in den Kindergarten kam, hatte ich alle Vormittage frei. Irgendwie nutzte ich das auch und lachte mir entsprechend mehr Arbeit an. Arbeit, die ich jetzt wieder irgendwo einschränken muss weil das Mäuschen da ist. Direkt nach der Geburt schlief sie auch mal 4 Stunden am Stück tagsüber so dass ich die Zeit nutzen konnte. Freischaffende/Selbstständige haben keine Karenzzeit und so habe ich gleich wieder Aufträge angenommen.
Jetzt sind es noch 30 Minuten, die sie am Stück schläft. Das reicht, um anzufangen, mehr aber auch nicht. Weil die sozialen Medien auch zur Arbeit gehören, werde ich halt doch auch oft vom Newsfeed abgelenkt, zwischendurch ploppt eine Mail rein, kurz: ich schaffe es nicht annähernd, an etwas dran zu bleiben und vergesse darüber auch ständig, was ich grad wollte weil mein PC eben nicht nur Arbeits-, sondern auch Kommunikationsinstrument ist – sehr doof. Oft sammelt sich also alles bis 21.30 Uhr, wenn das Mäuschen endlich schläft und dann kann man sich ja so ungefähr vorstellen, wie leistungsfähig mein Mama-Hirn noch ist. Ja, möööp!

Der Plan wäre, dass auch das Mäuschen nach den Sommerferien in der örtlichen Kita eingewöhnt wird an zwei Vormittagen. Ich lasse mir da aber Zeit und evtl. verschiebe ich es auch noch 1-2 Monate, sollte ich sehen, dass es nicht klappt. Oder ich fahre wenn nötig zwischendurch zum Stillen hin, wobei ich denke, dass die wenigen Stunden mit davor und danach Stillen auch zu Überbrücken sind. Dennoch bin ich dankbar, nicht unter Druck zu stehen und mir mit der Eingewöhnung Zeit lassen zu können weil ich nicht an Stichtag XY in irgendeinem Büro aufkreuzen muss.

Organisation ist alles?

So, das klingt jetzt alles sehr chaotisch und ist es auch, und es klappt deshalb momentan auch nur mässig (wird auch wieder anders 😉
Ich denke, es hängt halt auch davon ab, was man arbeitet. Da ich v.a. für Monats-Blätter arbeite und der Rest halbprivater Natur ist, wo ich es mir doch recht gut selber einteilen kann, komme ich mit Deadlines gut klar. Auch ein krankes Kind ist kein Thema. Wenn alle Stricke reissen, gibt es am Abend oder am Wochenende immer irgendeine Zeit-Insel. Nur die Qualität leidet offenbar manchmal darunter, weshalb ich letztens vom Korrektorat einen Rüffel bekam :-O

Was mir hilft und was ich selber noch (mehr) durchsetzen möchte:

  • To-Do-Listen, regelmässig aktualisiert, mit Deadlines/Zeitplänen
  • nicht ständig online sein, denn es müssen nicht immer alle Mails subito bearbeitet werden
  • Eine stets greifbare Kiste, in der ich meine Unterlagen sammle
  • Nicht jede Zeitlücke mit Arbeit füllen

Denn gerade der letzte Punkt ist oft ein Problem. Während Angestellte die Arbeit mit dem Verlassen des Büros hinter sich lassen, sind Selbständige nahezu 24h lang „alert„. Gerade wenn man eben als Elternteil von zuhause aus dann arbeitet, wenn es die Zeit (und die Kinder) zulassen, kennt man das Wort „Feierabend“ nicht. Da wird eine Mail um 21 Uhr noch beantwortet, am Wochenende noch ein Interview zum Gegenlesen verschickt. Klar, das muss so, aber man sollte sich auch mal bewusst für eine Weile ausklinken und etwas für sich machen, wenn die Kinder schlafen. Bei mir ist das der obligatorische Serienabend am Montag und das ist natürlich zu wenig. Zudem Sport, aber da dieser im Moment immer mit organisatorischem Aufwand verbunden ist, ist es eher Stress als Entspannung…

Was ich anderen noch raten kann (ich aber nicht nutze weil’s nicht geht)

  • Nutzt Apps und Tools, Online-Kalender, -Listen mit Erinnerungsfunktion etc. Ich bin da eher der Papiertyp und brauche alle schriftlich, aber viele schwören auf solche
  • Wenn Ihr das Budget habt: engagiert eine Haushaltshilfe damit ihr während der arbeitsfreien Zeit auch mal entspannen könnt und nicht noch der Druck des Haushalts auf Euch liegt.
  • Ordert Einkäufe regelmässig online, das erspart Euch die Fahrt, die Zeit, die Schlepperei und das Gedränge im Laden…
  • Wenn Ihr den Platz habt: richtet Euch ein eigenes Büro ein. So habt Ihr mit Sicherheit kein unaufgeräumtes Spielzeug oder Wäscheberge im Blickfeld 😉
  • Wenn Ihr eine Kinderbetreuung habt: stellt Euch z.B. den Wecker auf 10 Minuten vor der Abholzeit und macht in diesen 10 Minuten keine Arbeit mehr, sondern trinkt in Ruhe noch einen Kaffee, lest die Zeitung o.ä.
  • Wenn Ihr den Papa/die Grosseltern etc. einspannen könnt: nehmt Euch einen Tag alle 1-2 Monate richtig frei und schaltet den PC gar nicht erst an.

Und wie funktioniert es bei Euch? 🙂 

Titelfoto stammt aus meinem sehr tollen Jahresplaner 🙂 

2 Wochen Baby-Maus

2 Wochen alt ist die Baby-Maus nun schon… und wir haben uns schon recht gut aneinander gewöhnt… ihr Alltag besteht noch aus vielen Schläfchen und bis auf die ersten paar Tage, die schwierig waren, haben wir meistens keine grosse Mühe mit dem Einschlafen… sie hat sogar ein klein wenig einen Rhythmus entwickelt, der sich aber dann doch je nach Tagesereignissen immer mal wieder ändert… also ganz normal 😉 So erwische ich mal mehr, mal weniger Schlaf, je nachdem, wie die Nacht war.
Heute Morgen haben wir den ersten, obligatorischen Untersuch beim Kinderarzt gehabt und soweit war er zufrieden. Gewogen wurde die Kleine mit den Kleidern, was mir jetzt nicht viel Aufschluss gab. Sie sollte nun eigentlich das Geburtsgewicht wieder erreicht und überschritten haben, aber besorgt war der Arzt nicht, dass dem wohl noch nicht ganz so ist…

Unsere Tage verlaufen also relativ ruhig, wir sind vorwiegend zuhause, stillen, tragen, wickeln, halten ab (ja das funktioniert recht gut, ich berichte dann separat einmal davon), versuchen nachzuschöppeln wenn sie nach dem Stillen noch unzufrieden ist, und schlafen (also eher sie als ich ;)… gestern habe ich mich mal nicht hingelegt da ich in der Nacht endlich mal loslassen und schlafen konnte ohne zig Gedanken im Kopf und so blieb mir Zeit um mit der Maus ein wenig zu spielen, also der grossen Maus nun 😉 Ich denke das tat uns beiden gut 🙂 Heute habe ich es leider auch nicht geschafft, die Schlafzeit der Maus zum Hinlegen zu nutzen…

Diese Woche gehe ich entspannt an da mein Mann Verlängertes hat und die Kinder Schule, so haben wir es Do&Fr ruhig… am Freitag steht allerdings mein erster Auswärtstermin OHNE Baby an. Das ist Rekord, das hätte ich mich bei den Grossen nie so früh getraut. Aber er ist nur 5min entfernt und ich werde schauen, dass ich vorher stillen kann und dann auch innerhalb einer Stunde wieder zurück bin. Aber einfach wird es nicht, ich bin jetzt schon hypernervös deswegen und ich hoffe dass mein Mann ohne mich dann gut klar kommt mit der Kleinen… da ich selbstständig bin, habe ich keine Karenz, das heisst, ich nehme auch jetzt schon wieder Schreibaufträge an, mein Verdienst muss weiter laufen können. Schreiben kann ich dann ja von zuhause aus, d.h. ich müsste den Auftrag eigentlich gut hinbekommen, auch muss ich ihn erst in ca. zwei Wochen abgeben… und da ich meist nur 1-2 Aufträge pro Monat habe, ist das Arbeiten zwischendurch relativ unproblematisch. Der Blog gibt mehr zu tun 😉

Wenn ich nun also nach zwei Wochen ein Fazit ziehen müsste, dann würde ich sagen, dass dieses Wochenbett trotz der widrigen Anfänge und des Umstands, dass ich mich noch nicht auf meine Milchmenge verlassen kann und sie noch nicht so schön andockt, viel schneller entspannter wurde als bei den Grossen. Dass die Baby-Maus das unkomplizierteste Baby ist… Stilltechnisch ist vor allem der Umstand, dass alles so schnell verheilt ist und dass ich deswegen nicht ständig an die Pumpe muss, eine extreme Erleichterung. Auch die Dammnaht machte mir dieses mal keine Probleme, war ja auch nur ein kleiner Riss.

Jetzt bleibt mir immer noch zu hoffen, bald „gut“ stillen zu können. Erstens schaffe ich es momentan nicht, im Liegen zu stillen, was viel angenehmer wäre (man döst dabei leichter wieder ein, während ich im Sitzen fast zu wach werde). Zweitens wage ich es kaum, das Haus zu verlassen. Unterwegs stillen mag ich nicht, da würde mir die Ruhe fehlen und man könnte denken, ich mache was verkehrt, weil es teils oft mehrere Anläufe braucht und die Maus dann ungeduldig schreit und drittens will ich nicht Milchpulver und Wasser in der richtigen Temperatur dabei haben müssen, der Gedanke stresst mich einfach… also muss ich uns halt einfach noch Zeit geben und weiter hoffen, dass es schon gut kommt…

Und nun kommt ihr mal gut durch die Woche! 🙂

SSW28+1 – von Kinder-Terminkalendern, Sorgen und Herzmomenten

„Ihr Baby ist so schwer wie eine Kokosnuss“

28. Woche, Du meine Güte, die Zeit rennt wieder enorm! Nach unserem Hochzeitstags-Weekend, das wirklich gemütlich und entspannend war, landete mein Mann schnell wieder im Alltag (Stress auf Arbeit und Grippesymptome), während ich noch Zeit mit den Kindern hatte, die ja diese Woche noch schulfrei sind 😉 Ich hatte mich sehr auf sie gefreut, aber natürlich brauchten sie ein wenig Zeit um anzukommen und verfielen auch schnell wieder in alte (Streit-)muster. Schlussendlich war ihnen zuhause einfach nur langweilig, aber das muss halt auch mal sein. Wir hatten dafür schon 2 Playdates, gestern eins draussen und ich musste nach nur rund 3h die Segel streichen weil ich dermassen durchgefroren war. Man denkt es sei noch warm genug, aber die Sonne war weg und eine Winterjacke wäre angebrachter gewesen… aber Hauptsache, die Kinder haben sich draussen bewegt und Freunde getroffen. Auch ich freute mich, zwei Freundinnen zu sehen, mit denen ich mich schon lange nicht mehr getroffen habe. Die eine hat ein Haus gebaut, die andere sonst viel um die Ohren und da nun ja alle Kinder Schule und Hobbys haben (so musste gestern auch die eine Freundin zeitig wieder gehen weil ihre Tochter ins Tennis musste und der Sohn der anderen bald darauf auch weil das Fussballtraining wartete), wird es fast unmöglich, Zeit zu finden… Ich fühle mich dann immer kurz „anders“ weil ich meinen Kindern keine grosse Angebotspalette biete, ihnen vielleicht Chancen vorenthalte und dann aber finde ich wieder, dass unsere Woche auch nicht leer ist und ich keine Lust habe, noch mehr herumzufahren bzw. dass ich finde, dass auch die Kinder mal einfach nur zuhause sein sollen oder zumindest flexibel bleiben… weil, entschliesst man sich für eine Tätigkeit, muss man sie in der Regel auch durchziehen und kann nicht nach Lust und Laune gehen, wenn es passt. Und so hat es mich fast ein wenig befremdet, wie die eine Kollegin Angebote von Singen über Englisch bis zu Tennis und Kickboxen prüfte oder schon besucht. Ich weiss, es ist gut gemeint, sie ist eine Mama, die, wie doch wir alle, nur das Beste für ihr Kind will, aber ich frage mich dann trotzdem, wann das Kind einmal nur frei spielen kann? Klar, Sport ist super, keine Frage, und musikalische Erziehung bestimmt auch, und das Kind wird davon zweifelsohne profitieren während meine Kinder in solchen Sachen eben „hintendrein“ sein werden aber früher gab es auch nicht so ein Überangebot und ich denke viele Mütter suchen diese Kurse heraus weil ein bestimmter Druck besteht, dass die Kinder sich möglichst viele „Skills“ aneignen um später in Beruf, Leben und Gesellschaft erfolgreich und beliebt zu sein… klar, die Kinder bekommen ab Schulalter auch mit über, was ihre Freunde tun und wollen dann sicher von sich aus auch mal das eine oder andere versuchen. Oder man merkt, dass das Kind unausgeglichen ist oder Stärkung braucht und da eignet sich Sport schon sehr gut (würde meinen Grossen ja auch gerne in den Kampfsport schicken, aber eben, er hat ja schon was: Schwimmen und Turnen, und mehr will ich ihm aktuell nicht aufbürden solange er nicht von sich aus den Wunsch dazu äussert…). Also: Hobbies und Sport: ja, auf jeden Fall, aber in Massen. Zwei Termine, finde ich, reichen völlig. Manager-Wochenpläne mit täglichen Verpflichtungen finde ich für Kinder, die ja mit Kiga und Schule (und zum Teil noch Hort) eh schon sehr eingespannt sind, einfach „too much“. Aber ich verstehe die Verlockung schon: Sport ist gut, Musik wäre aber auch toll und dann noch eine Fremdsprache… aber alles geht nicht. Meiner Meinung nach… ist ja bei Erwachsenen nicht anders. Arbeiten bis 18 Uhr und dann noch täglich Sport, Hobby oder Verabredungen – da bleibt keine Zeit, um einfach mal die Seele baumeln zu lassen und es ist kein Wunder, dass Wellness-(Kurz-)Urlaube seit Jahren boomen 😉
Entschuldigt, jetzt bin ich total abgeschweift. Auf jeden Fall sind die Kinder gestern ungewohnt früh schlafen gegangen. Ich blieb zuhause, mein Mann hatte noch zu tun und war müde und ich zwang mich dann zeitig ins Bett. Die Kinder schlafen seit ihrer Rückkehr bei uns, Platz haben wir ja nun genug 😉 Mal sehen, wie es wird, wenn die Schule wieder beginnt. Heute Nachmittag habe ich mit den Kids noch die „Kinderbaustelle“ besucht, so eine auf die Herbstferien begrenzte, temporäre Einrichtung, wo die Kinder draussen aus Bauschutt allerhand Sachen bauen und zusammenzimmern durften. Dem Grossen gefiel’s und dank Sonne war es auch nicht zu kalt heute 😉
Bauch-technisch nicht viel Neues, ich werde immer wieder nach dem Geschlecht gefragt (auch von Leuten, denen ich schon gefühlt 5x gesagt habe, dass ich nicht reingucken kann und vor Nov nix weiss…), ist für mich selber auch eine Geduldsprobe, aber nun ja…

ssw28bSeele: eigentlich recht ausgeglichen, bis auf wenige Panikattacken und Sorgen in alle Richtungen. Es schwankt also…
Untersuchungen/Arztbesuche: Am Montag kommt die Hebamme (und, nein, die kann auch nicht reingucken :D)
Körper: Soweit, so gut. Es begann wieder, ab und an zu ziehen, v.a. bei  Spaziergängen, Sport und so, aber is‘ klar, muss ja noch wachsen und sich dehnen, alles 😉
Errungenschaften: Nachschub von der Windelmanufaktur und ein Babyphon von Philips kamen diese Woche hier an 🙂
Geht gar nicht: Sodbrennen (zum Glück bisher noch nicht so extrem, dass ich was nehmen musste), harter Bauch, v.a. nach dem Essen (Platzmangel!?) und nach Bewegung
Geht gut: Gespräche mit den Kindern. Gestern Abend war es ausnahmsweise mal der Grosse, der zu mir kam und dann begann, über den Bauch zu sprechen, ihn zu streicheln und nach dem Baby zu fragen. Eine ganze Weile machte er das gestern Abend, da geht einem wirklich das Herz auf! Ich achte wirklich darauf, meine Umstände nie ins Zentrum zu stellen oder selber gross darüber zu sprechen. Umso mehr freut mich dann, wenn die Kinder von sich aus Interesse zeigen und dann auch noch so liebevoll sind und sich auf das Baby freuen. Da bade ich geradewegs in Mutterliebe und hoffe inständigst, wirklich inständigst, dass alles gut gehen möge und das Baby gesund auf die Welt kommt. Ich weiss, dass das nicht selbstverständlich ist und ich habe dieses mal ein ungemein ruhiges Bauchbaby, das sich nur selten und kurz am Tag meldet während meine grösseren beiden oft und viel gestrampelt haben, v.a. wenn ich abends ins Bett ging… also: Daumen drücken, dass das nichts zu bedeuten hat und das Baby einfach sehr viel schläft und dies dann auch nach der Geburt noch tut 😀
Must have: Suppe! Hätte am liebsten täglich welche, wärmt von innen. Allgemein muss das Essen bei mir im Moment möglichst warm sein 😀 Kenne ich gar nicht von den anderen Schwangerschaften. Da fror ich nie, im Gegenteil…

 

Initiative „Familie & Beruf“… und mehr…

Da die oben genannte Initiative der Wirtschaftskammer Liechtenstein hohe Wellen schlägt und ich mich auch aktiv an den Diskussionen auf Facebook beteiligt habe, wollte ich mich nun auch hier noch mal kurz äussern…
Ich will eigentlich die Initiative an sich gar nicht gross beurteilen. Die einen stehen dahinter, die anderen finden sie nicht ganz durchdacht etc. Und die Diskussionen drehten sich auch weniger um Sinn oder Unsinn der Initiative, sondern um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf per se, und dass mit der Initiative halt nur einseitig etwas verändert und gefördert wird… wie auch immer. Mich stört persönlich vor allem das:

„Die Initianten ersuchen die Stimmbürger mit JA zu stimmen. Damit Schwangerschaft keine Krankheit mehr ist.“

Sorry, aber was soll der Mist? Wer hat sich diesen doofen Slogan ausgedacht!? Die Formulierung ist einfach total ungeschickt. Ich verstehe schon, was damit gesagt werden will: das Krankentaggeld, das Mütter nach der Geburt für die Zeit der Karenz erhielten, soll in Zukunft nicht mehr von den Krankenkassen gezahlt werden, sondern von der FAK (Familienausgleichskasse). Ja, von mir aus gut und umbenennen könnt Ihr es dann ja gleich auch als das was es ist, nämlich z.B. Karenzgeld. Leider zweifelte niemand die 20 Wochen an, während dessen eine Mutter dieses Geld erhält bevor sie wieder zurück an den Arbeitsplatz kehren sollte. Wäre ja schön, hätten sie diese Zeit in der Initiative grad noch ein wenig verlängert. Aber dafür, so mag man mir nun entgegen, besteht ja immer noch die Möglichkeit, 3 Monate unbezahlten Elternurlaub anzuhängen, sofern der Arbeitgeber da mitspielt (und das tun wahrscheinlich nicht alle). Und schön und gut, aber leisten können sich das wohl nicht alle… aber was ich eigentlich sagen will: meine lieben Initianten: Schwangerschaft ist auch jetzt keine Krankheit! Und nur weil die Krankenkasse dieses Taggeld bezahlt haben, heisst das nicht, dass Schwangere als krank eingestuft wurden. Wurde ja auch kaum eine krank geschrieben, sofern sie eine komplikationslose Schwangerschaft hatte. Und: das Krankentaggeld wird ja erst nach der Schwangerschaft ausbezahlt, also wie zum Geier kommt man auf so einen Slogan bzw. ein Scheinargument!? Schreibt doch in Zukunft bitte „damit die Krankenkasse entlastet wird“ oder was auch immer. Oder habe ich jetzt irgend etwas falsch verstanden!? Sorry, aber ich habe Journalismus studiert. Sprache und Worte sind mein Beruf und meine Berufung, also nehme ich halt gerne alles wörtlich und korrigiere zum Leidwesen mancher halt auch schnell mal ein Formulierung (mein Mann nennt das den „Klugsch…“-Modus und er hasst ihn, nur so nebenbei). Das heisst übrigens nicht, dass ich vor Fehlern gefeit bin… wer einen findet, darf ihn behalten 😉 Also das war jetzt so mein Senf zu einem für mich wirklich störenden, wenn auch nur kleinen Aspekt dieser Initiative, man möge es mir verzeihen 😉

Nun aber zu den Diskussionen auf Facebook. Ihr kennt alle meine Meinung zum Thema. Ich habe sie mehrfach geäussert… alle sprechen ja gerne von der Vereinbarkeit von Familie & Beruf. Ich kann dazu nur sagen, vereinbar ist es nicht. Man kann als Elternpaar nicht arbeiten und die Kinder betreuen. Etwas muss outgesourct werden. In der Regel natürlich die Kinder. Derweil bleibt der Haushalt liegen, nach der Arbeit kommt man erschöpft nach Hause, hat vlt noch rasch auf dem Weg eingekauft oder aber auch nicht, die Kinder haben Hunger, vereinnahmen die Eltern, die würden aber vlt gerne noch zum Sport oder sich mal in Ruhe hinsetzen. Es ist Stress! Für die einen weniger, für die anderen mehr, denn jeder organisiert sich anders. Wer die Betreuung schon im Haus hat, kann sich das Herumfahren und Wecken der Kinder am Morgen sparen, wer nur Teilzeit arbeitet, hat am Nachmittag noch genügend Zeit, um herunterzufahren um mit dem Kind zu spielen. Aber es gibt eben auch solche, die alles zusammen nur schwer auf die Reihe kriegen. Deshalb finde ich auch den von den Initianten genannten Vorteil, dass die „Vereinbarkeit von Familie und Beruf gefördert werde“, einen ziemlichen Humbug.
Was ich auf jeden Fall nicht hören will, egal von wem, ist, sinngemäss: „Ah, Du hast studiert und bleibst zuhause. Das kostet mich und den Staat jetzt aber ganz schön viel!“ Oder, meist noch von Kinderlosen: „Sorry, aber nutzt Du der Wirtschaft irgendwas, wenn Du zuhause bleibst?“ Da könnte ich echt die Wände hoch gehen! Glaube nicht, dass ich das noch weiter ausführen oder kommentieren muss…
Ich habe auch keine Patentlösung für die ganze Thematik und ich kann auch kein anderes Land als Paradebeispiel heranziehen… denn in keinem scheint die Wahlfreiheit wahnsinnig gross, ausser vielleicht in DE oder AT, wo es dann aber wieder heisst, schön und gut, dafür sind die Steuern hoch und der Staat knapp bei Kasse… und dennoch bin ich dafür, dass einem Elternpaar zumindest im ersten Lebensjahr ihres Kindes, idealerweise noch etwas länger, eine reelle Wahlfreiheit gelassen wird. Ich bin für:

  • ein Betreuungsgeld, das die Eltern wahlweise für sich selber oder für eine externe Betreuung (Kita, Tagesmutter, Nanny, Leihoma etc.) beanspruchen können. Ob dieses Geld lohnabhängig ausbezahlt wird? Würde wohl Sinn machen… auf jeden Fall lässt es eine Wahl. Es sollte hoch genug sein, damit die Eltern sagen können, doch, das reicht mir, um noch eine Weile (länger) zuhause zu bleiben. Wird es lohnabhängig bezahlt, wäre dies natürlich umso mehr der Fall…
  • eine längere Karenzzeit (mindestens 24 Wochen plus die schon bestehende Möglichkeit, unbezahlten Elternurlaub anzuhängen, was mit einem Betreuungsgeld dann ja gar nicht mehr unbezahlt wäre.
  • Vaterschaftsurlaub. Die Unternehmen sind da bis jetzt frei. Manche gewähren dem frisch gebackenen Vater einen freien Tag (einen! Lächerlich!), andere sind kulanter und gewähren bis zu 2 Wochen (vorbildlich, aber immer noch etwas zu wenig). Die meisten Väter nehmen selbstredend 2-3 Wochen Urlaub, mehr liegt bei 4-5 Wochen Jahresurlaub verständlicherweise nicht drin. Die Schweiz verlangt in einer Initiative aktuell 20 Tage. Das klingt doch mal vernünftig. Für die Bindung zum Kind und Unterstützung der Mutter im Wochenbett sowie allfälligen Geschwisterkinden von unschätzbarem Wert! Das muss einfach machbar sein!
  • Teilzeit- und Heimarbeit sollte einfach mehr unterstützt und gefördert werden. Klar, ein Verkäufer oder eine Krankenschwester kann nicht von zuhause aus arbeiten. Aber es gibt genügend Berufe, in denen dies zumindest einen Teil der Zeit möglich sein sollte. Warum es nicht gemacht wird? Keine Ahnung… mangelndes Vertrauen? Fehlende Kontrolle? Weil man es zu wenig kennt. Aber wenn es keiner je versucht, wird’s auch nix. Da reden alle von mehr Mobilität, flexiblen Lösungen, smarteren Büros. Es wäre mal an der Zeit, das auch umzusetzen. Die Vorteile liegen auf der Hand, nicht nur für den Arbeitnehmer, der zuhause bisweilen störungsfrei viel produktiver ist, sondern auch weil er sich so z.B. einmal in der Woche den Arbeitsweg spart, damit Zeit und der Verkehr ist auch entlastet. Erreichbar ist man heute ja trotzdem immer und überall, ich sehe da also wirklich kein Problem.
    Teilzeit: diese Mitarbeiter sind einfach produktiver. Und auch hier existieren die Barrieren wahrscheinlich mehrheitlich im Kopf…

Warum mein Mann der wahre Held hier ist… 
Schon vor der Geburt unserer Kinder haben wir ausgemacht, dass ich zuhause bleiben werde bzw. nur eine geringe Stundenzahl arbeiten, ansonsten aber auf die Kinder schauen. So ungefähr das „klassische Rollenmodell“ wie es oft genannt wird. Das ist nun seit über 6 Jahren so und funktioniert mehr oder weniger gut. Am Anfang, nach der Geburt, war es nicht einfach, den ganzen Tag allein zu sein mit dem Baby. Alles war neu und schwierig für mich und abends hatte ich oft den Impuls, das Baby dem heimkehrenden Mann noch in der Tür in die Arme zu drücken. Ein Vaterschaftsurlaub oder temporäre Teilzeit- oder Heimarbeit für den Mann wären mir hier sehr gelegen gekommen. Beim 2. Kind war es schon kein grosses Thema mehr. Es gab genug Herausforderungen, aber ich kam rasch selber gut klar. Und einsam fühlte ich mich nicht mehr. Da war ja schon ein Kleinkind, mit dem ich mich unterhalten konnte 😉
Dadurch, dass wir beide Kinder ab ca. 8 Monaten für zwei Vormittage bei Tagesmutter/Kita eingewöhnen konnten und auch die Schwiegermutter verfügbar war, hatte ich auch Zeit zum Arbeiten, Verschnaufen, zum Friseur oder Sport zu gehen etc. Ich kam ja abends nie raus, wollte das auch lange nicht und es passte so. Als Freischaffende konnte ich mir die Arbeit immer selber einteilen und zur Not auch mal abends noch an den PC. Perfekt! Die Kleinkindjahre waren anstrengend, ich hatte nie das Gefühl, weniger zu leisten als mein Mann, wenn halt auch anders… auch er war froh, dass er arbeiten konnte und sich nicht mit Trotzphasen herumschlagen und viel Zeit auf Spielplätzen unter anderen Müttern verbringen musste 😉 Eine Win-win-Situation. Aktuell erlebe ich den Job meines Mannes als sehr herausfordernd. Er arbeitet wirklich viel, hat oft auch Abendtermine. Und wenn er dann heim kommt, erlebt er auch die ganze Abendfrustration der Kinder (müde, hungrig, nicht-schlafwillig, den Papa volllabern mit allen Neuigkeiten… ihr kennt das 😉 Für private Unternehmungen bleibt ihm da kaum Zeit. Zudem fehlt die nötige Energie und da unsere Kinder eher Eulen als Lärchen sind, will er wenigstens abends für sie da sein. Obwohl ich es schon als grosse Qualität für unsere Familie ansehe, dass er mittags eine halbe Stunde mit uns verbringen kann. Die Kinder erzählen dann ihre ganzen Erlebnisse aus Schule und Kindergarten (abends haben sie das meist wieder vergessen 😉 und wir können uns alle austauschen. Dafür bin ich wirklich dankbar.
Ohne den unermüdlichen Einsatz und den Verdienst meines Mannes, würde diese Familie nicht funktionieren. Auch wenn ich mir Mühe gebe, ihn zu entlasten, so gelingt mir das leider nicht immer zu meiner Zufriedenheit. Diskussionen und Reibereien gibt es immer mal wieder. Das gehört halt auch dazu. Es zeigt mir aber auch, dass Beruf und Familie nicht vereinbar sind, für meinen Mann ist es mit Sicherheit nicht immer einfach, es ist ein Kampf an allen Fronten und es gibt immer etwas, das zu kurz kommt… Dass ich zuhause sein kann, dass ich die Kinder seit Kindergarteneintritt nicht mehr zur Kita bringen muss, ist für mich ein Segen. Nicht, weil die Kita schlecht war, im Gegenteil! Aber gerade mein Grosser ist ein Kind, das am liebsten zuhause ist. Er fühlte sich dort nie so richtig wohl. Auch im Kindergarten gefiel es ihm nicht immer… das hat sich dann aber im 2. Jahr gebessert. Die Maus dagegen wäre am liebsten ganztags in der Kita geblieben und ist nun ein begeistertes Kindergartenmädchen. Wir sparen nun natürlich auch den aufgrund des Verdienstes meines Mannes hohen Betrag, den wir für die Kita zahlen mussten. Dennoch, es war toll, sie zu haben und in den Ferien oder sollte ich sonst wann dringend mal (nach)mittags eine Betreuung brauchen, werden die Kinder dort sehr gut aufgehoben sein. Aber die Logistik ist nun etwas einfacher und das Gefühl ist ein anderes… ich hoffe, Ihr wisst, was ich meine… 😉
Fazit: ich bin glücklich so, wie wir es haben. Ich geniesse es, die Kinder um mich zu haben. Klar, manchmal ist es nervig, aber im Moment ist es wirklich schön (ausser wenn sie quengeln :D). Ich habe das Gefühl, mein Mann hält uns allen den Rücken frei. Ich wünschte mir mehr Freizeit für ihn, z.B., dass er mal früher Feierabend machen (und so harmonischer ankommen weil die Kinder dann noch halbwegs fit sind 😉 und allenfalls Arbeit für den späteren Abend mit nach Hause nehmen könnte, aber ich denke, dass auch ich irgendwann, wenn unser 3. Kind 5, 6 Jahre alt ist, dafür sorgen werde, wieder mehr zu arbeiten. Einen Fuss behalte ich immer drin… wir leisten uns jetzt den Luxus, dass einer von uns mehrheitlich zuhause sein kann, wir verzichten dafür auf Dinge, die sich manche Doppelverdiener leisten können, sei es 2x im Jahr in den Urlaub zu fahren, öfter mal auswärts zu essen, beim Einkauf nicht alles zu hinterfragen und das gute Gefühl, dass der Kontostand nie zu tief sinkt… und da jammere ich auch noch auf hohem Niveau, es gibt sicher mehr Familien, die, obwohl beide Elternteile arbeiten, mit viel weniger auskommen müssen.
Ja, ich bin dankbar. Dankbar, dass wir unseren Weg so leben können, dass ich für die Kinder da sein kann, dass mein Mann uns das alles ermöglicht, dass wir gesund und munter sind und dass wir die WAHL haben. Und das wünschte ich mir eigentlich für alle…

Beitragsbild: Nadine Haltner Fotografie

Ferienalltag – noch 2 Wochen

August. Schon! Das 2. Halbjahr hat begonnen. Und ich kann Euch sagen, es wird wieder „ratz“ und „fatz“ machen und wir sitzen unter dem Weihnachtsbaum! Der August läutet (heute ganz passend bei Regen) die eher kühlere Jahreszeit ein (OK, es gab schon Spätherbste mit 20 Grad, also mal sehen… ;), v.a. aber bedeutet er für mich eins: ein neuer Lebensabschnitt für beide Kinder! Ich weiss gar nicht, wie ich das beschreiben soll, aber mit dem Schul- und KiGa-Eintritt sind für mich so viele Emotionen verbunden! Einerseits habe ich sehr viele Bilder vor mir aus meiner eigenen KiGa-/Schulzeit, so viele Erinnerungen, andererseits ist es nochmal mehr ein loslassen müssen, ein Wachsen meiner Kinder, ein weiterer, grosser Entwicklungsschritt. Sie werden gross, ja, mit jedem Tag mehr. Und das ist hart, aber notwendig, und macht das Leben aus. Dennoch wird man sich als Mutter wohl nie daran gewöhnen (mein Mann sieht das pragmatischer ;). Schon beim KiGa-Abschied des Grossen hätte ich fast geheult, dann der Kita-Abschied der Maus letzte Woche… für mich wohl auch bewegender als für sie. Irgendwie gut, denke ich nun, darf ich nochmals von vorne anfangen. Denn ja, jetzt käme die grosse Freiheit für mich, aber im Hinblick auf mein Leiden in Bezug auf das Grösserwerden der Kinder, besänftigt mich ein weiteres Baby ja vielleicht 😀
Wie auch immer… noch zwei Wochen und ein neuer Lebensabschnitt startet. Auch wenn sich äusserlich nicht so viel verändert. Der Grosse wird mehr zuhause sein als vorher im Kindergarten. Und die Maus wird halt zwei Vormittage mehr aus dem Haus sein als sonst. Innerlich ist es für beide Kinder eine Umstellung, v.a. für den Grossen, denke ich, der nun an einen anderen Ort muss, weiter weg, und mit einigen neuen Kindern. Und natürlich beginnt nun das Lernen und das Spielerische aus dem KiGa, v.a. das Freispiel mit den anderen Kindern, wird wohl mehr oder weniger verschwinden.
Heute morgen sind die Kinder noch bei der Nana und ich werde mich an meine geliebte Nähmaschine setzen. Das werde ich sicher noch öfter tun, denn ich habe noch einige Projekte in der Schublade. Und irgendwann werde ich dann auch mit Babykleidung beginnen 🙂 Ansonsten habe ich mir auch genug vorgenommen für die Schulzeit. Überall will ich entrümpeln, entsorgen, aufräumen…
Und an die morgigen Termine, die ich habe, müssen die Kinder eben mit. Am Mittwoch haben wir noch Playdates ausgemacht und dann ist die Woche eh schon fast um weil mein Vater die Kinder für’s Wochenende ins Tessin holt, wo wir sie dann am Sonntag wieder holen. Ich hoffe auf nicht zu viel Stau!!
Und nächste Woche werden wir noch zwei Hoteltage in der Schweiz haben, als Familie 🙂 Ich werde berichten 😉
Meine Befürchtungen, die zwei verbleibenden Wochen ohne Mann (der musste heute wieder ins Büro) würden furchtbar, lösen sich damit wohl in Luft auf. Eigentlich habe ich die letzte Woche zuhause auch sehr genossen, denn es war wirklich relativ entspannt. Kaum Streit, die Kinder haben sich gut beschäftigt und unsere beiden Freibadbesuche waren auch gemütlich, da die Bäder nicht voll waren und wir nicht mehr ständig ein Auge auf die Kinder haben müssen, da sie nun doch schon recht vernünftig sind. Auch kamen wir selber zum Baden, da beide nun auch in den Nichtschwimmerbereich wollen. Das Baby-/Kleinkindbecken wird langsam langweilig 😉
Schätze die Tage werden schneller um sein, als ich auf 10 zählen kann. Heute regnet es, aber wenn demnächst mal wieder die Sonne kommt, werde ich die Tasche fürs Freibad packen 🙂 Das wird auch nach Schulbeginn noch möglich sein, da wir ja einige freie Nachmittage haben und die heissesten werde ich dann lieber im und am kühlen Nass verbringen.

Noch kurz ein Schwangerschafts-Update: 

Am Mittwoch Abend kommt die Hebamme zu uns, ich freue mich schon wieder sehr, da ich das Baby noch nicht spüre und entsprechend besorgt bin 😛 Keine Ahnung, warum ich

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16./17. Woche mit Avocado-grossem Baby 😉

beim 3. Kind sooo viel besorgter zu sein scheine… ach, ich habe auch das Gefühl, dass mein Bauch kaum wächst, aber vermutlich sollte ich froh sein, denn der hat noch ein halbes Jahr Zeit um so richtig gross zu werden und mir das Leben sprichwörtlich schwer zu machen 😀 Auch sieht man auf den Fotos schon, dass sich was getan hat…
Lustigerweise habe ich dieses mal auch das Gefühl, ich sei schon ewig schwanger, während ich bei der Maus das Gefühl hatte, die sei extrem schnell um gewesen. Aber damals hielt mich halt auch der kleine Grosse auf Trab 😉 Jetzt habe ich tatsächlich mehr Zeit und Musse für meinen Bauch 😉
Leider begann offenbar die schlaflose Zeit. Bis vor ein paar Tagen schlief ich wunderbar und wohl fast durch sofern mich keins der Kinder weckte. Nun erwache ich meist 1-2x von selber nachts, muss logischerweise auf’s Klo und kann danach nicht mehr gescheit einschlafen. Ich schiebe es auf die Schwangerschaft, weil das meist so ein Begleitsymptom ist. Auch habe ich oft recht verstörende Träume, aber auch das ist normal. Schätze, das Unterbewusstsein arbeitet eben auf Hochtouren, auch noch wenn es das 3. Kind ist… Mittags habe ich mich dennoch kaum mehr hingelegt. Einerseits ist das gut, denke ich, andererseits bin ich am Abend entsprechend kaputt.
So… und beim FA muss ich auch noch einen Termin ausmachen, schätze mal so für in 3-4 Wochen für den nächsten US? So sicher bin ich gar nicht mehr, aber ich solle Anfang August mal anrufen. Warte aber gerne bis die Hebi da gewesen ist 😉

Habt’s eine gute Woche! 🙂

 

 

Lebenszeichen…

Ja, ganz schlecht, wenn man sich als Blogger tage- oder gar wochenlang nicht zu Wort meldet… aber es gibt ja noch Facebook, wo ich eigentlich doch regelmässig was poste, weil das eben bequem vom Sofa aus mit dem Handy geht und nicht viel Text nötig ist 😉 Nicht, dass ich nicht gerne schreibe, aber ich war die letzten beiden Wochen ziemlich absorbiert, mit mir selbst beschäftigt und wenig am PC (was ja gut ist). Das bessert sich hoffentlich demnächst… aber auch die nächsten zwei Wochen sind relativ voll… ich habe drei Schreibaufträge erhalten (davon den Kürzesten schon erledigt), einen Häkelauftrag (erledigt ;), vier Trageberatungen (mit heute zwei schon durchgeführt 😉 und am Mittwoch steht ja noch mein Geburtstag an, das heisst es wird Nachmittagsgäste (Mamas und Kinder) und Abendbesucher (der Rest) geben… da müssen wir das eine oder andere noch vorbereiten und mein Mann war schon so fleissig, einen Teil für’s Abendessen vorzukochen… Kuchen fehlt noch, das ist dann mein Job 😛
Ja, Ihr seht also, es läuft recht viel und wegen des FL-Feiertages hatte mein Mann grad auch 4 freie Tage… es kam also in der letzten Zeit alles ein wenig zu kurz und ich kam nicht wirklich zu tun, was ich wollte oder brauchte einfach viel länger dafür als üblich. Aber ab und zu ist das ganz OK, solange Deadlines trotzdem eingehalten werden und nichts wirklich leidet (bis auf mein schlechtes Gewissen… :P)… Die wenigsten Sachen laufen davon 😉
Aber es ist schon krass… noch ein Monat und die Sommerferien stehen unmittelbar bevor! Das Wetter ist sosolala, also mal warm und sonnig, mal regnerisch und das ist ganz OK so, ich bin kein Fan von Hitzewellen und gehe nicht gern ins Freibad…
Noch 2,5 Monate und für die Kinder beginnt ein neuer Lebensabschnitt (Kindergarten- und Schuleintritt). Offiziell gibt es hier nicht den Hauch einer Bestätigung, dass mein Sohn überhaupt in die Schule kommt. Die Schweizer nehmen das wohl nicht so ernst. Die Liechtensteiner hatten längst Infoabende, Gespräche, Besuchstage, erhielten Unterlagen. Ich werde also langsam nervös, denn ich wüsste schon gerne, wo und wann mein Sohn am 15. August anzutraben hat, was er als Znüni mitnehmen darf, wer in seiner Klasse ist, wer ihn unterrichten wird und wie der Stundenplan aussehen wird – boah, wird das spannend, ich möchte grad auch nochmal eingeschult werden! 😀
So, nebenan singen gerade vier Kinder (davon zwei eigene :D) den Ninjago-Titelsong mit und spielen Jenga. Witzig… noch etwa fünf Wochen bis zu unserem Mallorca-Urlaub und ich habe noch nichts organisiert… letztes Jahr bin ich viel zu spät zum Kleiderschweden, weil ich noch einen Bikini brauchte. Ich dachte ja nie, diesbezüglich dort mal Leere in den Regalen anzutreffen aber es war wirklich so. Deshalb sollte ich das heuer wohl früher erledigen, nur, wann!? Meine „freien“ Vormittage sind die nächsten zwei Wochen nun mal voll mit Arbeit und Terminen und mit den Kids werde ich sicher nicht in den Laden gehen… aber mal sehen… für die Kids, zumindest für die weisshäutige Maus, will ich zudem noch UV-Badekleidung kaufen. Sowas mache ich immer gerne, denn das gehört zur Urlaubs-Vorfreude 😉
So, dann werde ich mich nachher mal ans Abendessen-Kochen machen… habt eine gute Woche und Ihr hört hoffentlich bald wieder von mir! 😉

35 Jahre – mitten im Leben

In weniger als einem Monat kündigt sich wie jedes Jahr der Tag an, den man als Erwachsenen am wenigsten schätzt: der eigene Geburtstag. Ab einem bestimmten Alter, das ich längst überschritten habe, wacht man nicht mehr vor Spannung auf die Geschenke freudigst auf, sondern würde sich eigentlich lieber wieder umdrehen und erst dann wieder aufwachen, wenn man eine dem Tag würdige Situation vorfindet: weisser Sandstrand, eine bequeme Doppelliege mit Blick auf türkisblaues Meer, Sonnenschein und angenehmer Wind. Der Bikini zwickt nicht, die Haut sanft gebräunt und ein Hotelangestellter serviert soeben ein kühles Getränk. Aber, nein, es ist, wie es ist, im Leben, ein Tag wie jeder andere mit schonungslosen Nachrichten: „ein Jahr älter, Du Kuh! Von jetzt an geht es nur noch abwärts mit Dir!“ Danke aber auch. Und wann habe ich eigentlich begonnen, mich alt zu fühlen? Als die ersten Fältchen im Laufe des Tages nicht mehr verschwanden? Als mich jüngere Typen schamlos „alt“ nannten? Als ich bemerkte, dass Sport seinen Tribut zollt und abends im Bett meinen Körper mit Schmerzen quält? Als mich ein Kind mit „Grüezi“ begrüsste? Ich weiss es nicht, es kam wohl schleichend…

Kurzer Check… wie geht es mir mit 35?

Körper: Kriegsgebiet
Seele: Tornado
Geist: Rostlaube

Summa summarum: Kollateralschäden, soweit das Auge reicht…

Der Punkt im Leben also, an dem man näher an der 40 als an der 30 ist, ruft Mid-Life-Crisis-Symptome hervor… wäre ich ein Mann, würde ich mir ein schnelles Auto kaufen und mir eine 20-jährige anlachen. Als Frau ist das nicht ganz so simpel… vermutlich stünde jetzt die erste Schönheits-OP an. Ein Facelift, etwas Botox, Fettabsaugen, Brustkorrektur (höher, weiter). Dafür fehlt mir das Budget. Ist wohl auch besser so! Stattdessen gönne ich meinem Körper (Kampf)sport galore – besser als jede Droge und vielleicht erspart es mir auf Dauer das Fettabsaugen (aber nicht den Chiropraktiker)? Ich versuche, mich halbwegs gesund zu ernähren (was regelmässig scheitert). Ich unternehme nicht-invasive kosmetische Massnahmen. Die Fassade muss aufrechterhalten werden, so gut es eben geht… man greift schon mal mit schlechtem Gewissen zur Anti-Aging-Gesichtslotion und lässt die jugendliche N*vea soft Creme links liegen, deren Design viel schöner ist… mit einem Seufzen. Partyeskapaden? Alkohol? Fehlanzeige. Alles schlecht für die Haut. Aber ich vermisse es auch nicht. Selten. Ja, älter werden ist für Frauen nicht einfach. Man sagt meist nur Männern nach, dass sie mit Fältchen und grauen Haaren an Attraktivität und Charakter gewinnen (George Clooney!).
Und was geht hinter der Fassade ab? Ich blicke zurück. Immer mal wieder. Aber lieber nach vorn. Geboren am 1. Juni 1981 in Chur GR. Unweit davon starb meine Mutter vor Jahren, weshalb ich die Stadt nicht mehr sehen will, es sei denn es muss… unauffällige Kindheit. Da mein Bruder recht älter war, wuchs ich quasi als Einzelkind auf. Das war nicht immer einfach. Ich vermisste eine Schwester… umso mehr hing ich gern mit anderen Kindern rum… ich malte viel. War ruhig. Hatte erst Fische als Haustiere und später einen Westie. Ich mochte die Schule und war gut darin. Ich war eher der Aussenseiter… auch im Gymi. Ein Sozialnerd*, der mit anderen Nerds rumhing und meist als eine der letzten in die Völkerball-Mannschaft gerufen wurde. Ich musste 19(!) Jahre alt werden bis ich endlich einen Typen kennenlernte, der mein Schmachten erwiderte. Den heiratete ich dann auch, irgendwann nachdem ich das Studium abgebrochen hatte. Aber ich entwickelte mich weiter als er, es passte nicht mehr… ich machte einen Fehltritt und reiste beruflich nach Japan, wo ich meinen jetzigen Mann kennen lernte. Als ich zurückkam, war die Wohnung leer und ich bald geschieden. Zwei Jahre später sagte ich nicht nur erneut „ja“, sondern trug auch unser erstes Kind unter dem Herzen. Es ist ein Klischee, aber mein Leben war danach wirklich nicht mehr dasselbe und ich ein neuer Mensch. 9 Monate später begann ich diesen Blog. Fast 6 Jahre lang schwamm ich in der Mama-Blase, mal mehr, mal weniger glücklich. Aber eigentlich sehr zufrieden, wäre da nicht die schlechte Figur gewesen… Die Kinder waren anstrengend, sehr sogar. Wenig Schlaf, viel Süsses… das musste aufhören. Ich mochte mich so nicht mehr. Daher die Sportattacke. Und die half. Sehr. Am Ziel bin ich noch nicht. Die Ernährung, wie gesagt, ist noch ein Streitpunkt in mir… 😉
Und beruflich? Das ist vielleicht der Grund, weshalb ich denke, nichts erreicht zu haben. Aber eigentlich habe ich auch keine Ambitionen, hatte ich nie… ein Sozialnerd kämpft sich selten an die Spitze. Trotzdem habe ich mich selber überrascht, als ich irgendwann das Japanologie- und Publizistikstudium gegen die Ausbildung zur Journalistin eintauschte? Warum? Eben darum, weil es für mich früher nichts Schlimmeres gab, als auf Leute zugehen zu müssen. Es ist mir bis heute schleierhaft, ob ich mit dieser Berufswahl eine Selbsttherapie einleiten wollte oder ob es einfach die Folge eines Hirn-Blackouts war… Mit meiner ersten, richtigen Stelle wurde tatsächlich alles besser… ich fühlte mich wohl. Es war mir/uns damals aber auch klar, als wir uns für Kinder entschieden, dass ich zuhause bleiben und höchstens ein kleines Pensum weiter arbeiten würde. Ich stieg denn auch später wieder ein als versprochen und verärgerte damit meine Vorgesetzten. Aber das Kind war mir wichtiger und irgendwann trennten wir uns in gegenseitigem Einverständnis während ich längst als freie Mitarbeiterin dann schrieb, wann ich wollte. Bis heute ist es für mich der perfekte Job, da ich ihn mir einteilen kann und ein Grossteil der Arbeit von Zuhause aus erledigt werden kann. Das Bloggen nimmt auch viel Zeit in Anspruch und ich sehe es auch fast als Job an, wäre da nicht der Fakt, dass mich niemand in bar dafür bezahlt. Aber ab und zu bekomme ich Produkte und das sowie der Spass an der Sache und das tolle Feedback bzw. die Interaktion mit den Lesern motiviert mich ebenso.

Noch so ein Neben-Job ist die Trage- und Windelfreiberatung. Zwar habe ich im Schnitt nur etwa eine Beratung im Monat und der Verdienst ist klein (und die Ausrüstung wird sich nie amortisieren) aber auch dies ist ein Herzprojekt

Ausblick

35 Jahre und kein bisschen weiser… das ist schon so. Ich fühle mich oft mehr wie 5 als 35. Im Herzen noch Kind und manchmal nur Dummheiten im Kopf… aber vielleicht muss das so, weil’s sonst langweilig wär‘…
So, das Leben geht weiter und macht, was es will. Stets eine neue Überraschung parat. Hier ein Schock, da ein Schicksalsschlag, selten ein Zuckerschlecken aber immer geht es weiter. Schöne Momente gibt es natürlich auch, wir wollen mal nicht kleinlich sein… aber im Grunde, weiss keiner, was kommt. Jeder Tag ist ein Tritt in den Hintern und ich bleib‘ Zen – so soll es sein! #ironieoff Stay tuned for the fun! 

Und die Gretchenfrage an Euch: wie habt Ihr’s mit dem Alter? Alles cool? Leichter Bammel? Gleichgültigkeit, Zufriedenheit oder älter werden rockt

*schüchterner Mensch mit verschwindend kleinem Selbstbewusstsein, der sich gerne kleiner macht als er ist und lieber zuhause in der Stube hockt als unter „normalen“ Gleichaltrigen verkehrt.

Fotos: üble Selfies mit blauem Auge. Kein Makeup bis auf: Lipstick Novum von Dr. Hauschka.

#regrettingbloggerhood ? Nöö, eigentlich nicht ;)

Eine deutsche Mit-Bloggerin rief vor Kurzem hier zu einer Blogparade auf. Ich mache seltenst bei solchen Paraden mit – entweder, weil mir die Zeit oder die Ideen fehlen, sprich, mich das Thema nicht wirklich tangiert. Dieses mal fand ich, ja doch, das beantworte ich. Und zwar geht es darum, wie der Hashtag schon sagt, ob man das Bloggen (per se oder einzelne Beiträge) bereut usw.
Dazu muss ich ein wenig ausholen. Im September 2010, fast ganztags allein mit meinem ersten Kind, damals etwa ein halbes Jahr alt, startete ich diesen Blog, damals noch in einer etwas anderen, dilettantischeren Form – ohne Bilder, im Tagebuchstil. Warum? Ich habe schon immer gern geschrieben (von Beruf bin ich drum auch Journalistin geworden), habe mir irgendwann mal, als Blogs aufkamen, einen Blog-Account eröffnet, ohne ihn je zu benutzen und hatte den noch. Warum vor allem? Weil ich mich ziemlich allein fühlte, mächtig überfordert war und mir das Zeug a) von der Seele schreiben wollte und b) hoffte, damit anderen (den Blog lesenden) Müttern zu zeigen: „Hey, Ihr seid nicht allein, schaut mal, wir haben hier auch so unsere Probleme…“

Meine ersten Einträge waren also wirklich sehr persönlich und vor allem eine Zeit lang auch wirklich sehr schwarz – geprägt eben von schlaflosen Nächten, Stillproblemen und mangelnder Unterstützung. Es wurde dann natürlich besser und der Blog auch durchaus mal positiver. Mit Kritik rechnete ich anfangs nicht, denn nur wenige kannten ihn. Ich kam damals noch nicht auf die Idee, ihn gross zu bewerben, da er wirklich v.a. mir diente. Die Kritik kam dann auch von dort, wo man sie am wenigsten erwartete – aus den eigenen Reihen. Man hört bzw. liest nicht gerne, dass eine frischgebackene Mutter nicht über beide Ohren happy ist. Das Klischee eben… und, noch ein Klischee: was sollen die Leute denken? Ja, was? Das war mir schon immer ziemlich egal. Zwar war ich nie eine, die ihre Meinung lautstark kundtat, aber so im Stillen, schriftlich, schon… nicht, weil man so weniger angreifbar ist (man ist es heutzutage sogar umso mehr), sondern weil ich schüchtern bin. Und irgendwie wird man mit Kindern mutiger, traut sich mehr, seine Meinung zu sagen und dazu zu stehen. Ich habe vielleicht einmal kurz überlegt, den Blog sofort zu schliessen, weil mich Kommentare dazu verletzt haben, aber eigentlich bin ich rebellisch veranlagt und folge dem Credo „Jetzt erst recht!“ Vielleicht bin ich da auch geprägt von jahrelangem, unfreien Journalismus. Immer musste das Geschriebene die Meinung der Partei oder der Inserenten wiedergeben… völlig frei schreiben durften wir nie. Kleines Land halt…

Als Blogger ist man frei, zu schreiben, was man will. Zumindest, wenn einem egal ist, ob man Leser und Kooperationspartner hat. Aber auch dann: ich beschönige meine Texte auch heute noch nicht. Wenn ich eine Sch…Woche hatte und mir die Kinder mächtig auf den Keks gehen, dann schreibe ich das. Und Kooperationen gehe ich nur ein, wenn ich von etwas auch überzeugt bin. Ich bin nach wie vor der Meinung, dass ein Leser die Authentizität schätzt. Oder einfach, dass jemand wirklich „aus dem Leben“ schreibt. Schöne-heile-Welt-Blogs mögen durchaus ihre Berechtigung haben, aber als Eltern durchlebt man nicht nur Höhen und ich finde deshalb, dass man in diesem Genre durchaus auch die Tiefen zeigen soll, denn jeder ist froh, zu hören, dass auch andere mal hadern. Und man sieht sich vielleicht die ganzen, hochaufwendigen Regenbogentorten, Geburtstagsdekos und obentos gerne an und holt sich die eine oder andere Inspiration, aber nicht jeder hat diesen Anspruch und fühlt sich mitunter durch die Überhäufung an Perfektion und Glück manchmal schier erdrückt…

Wie auch immer… nein, ich bereue das Bloggen nicht. Ich liebe es sehr und ich liebe es noch mehr seit ich es ein wenig professioneller betreibe – mit der Einbindung sozialer Medien, mit schönen Fotos, eigenem Logo und der Möglichkeit, hier und da mal eine schöne Kooperation inklusive toller Angebote für die Leser (Verlosungen, Rabatte etc.) eingehen zu dürfen. Das ist für mich wie Weihnachten… und noch schöner finde ich die rege Interaktion, die mit wachsender Bekanntheit kommt. Die Kommentare, die sich zwar v.a. auf Facebook konzentrieren. Wenn jemand schreibt: „ja, genau, so geht es mir auch…“ oder „hey, alles wird gut…“ oder einfach „Danke für diesen Beitrag, das hast du schön geschrieben“ – da geht einem doch das Herz auf! Denn eigentlich will man genau das: gelesen, verstanden und geschätzt zu werden. Jemandem helfen, einen Tipp geben, das gute Gefühl zu geben, nicht alleine zu sein.
Und auch wenn man sich beim Bloggen exponiert, v.a. wenn man sich an politische Themen wagt (mache ich selten, aber wenn’s mir unter den Nägeln brennt, dann mache ich auch davor nicht halt…), eine Meinung vertritt, die halt nicht alle teilen, evtl. sogar partiell einen Shitstorm riskiert – so ist das ein Teil von mir. Man kann nicht von allen geliebt werden und es auch nicht allen recht machen und das ist gut so. Das Schöne an Blogs wie in vielem im Leben ist ja: man kann sie auch ignorieren…

Und die wahren Freunde und die Familie, die stehen eh hinter einem. Die kennen und lesen Deinen Blog. Die schmunzeln, wenn sie irgendwo erwähnt werden (niemals namentlich, übrigens bzw. wenn, dann mit Genehmigung 😉
Und da man sich virtuell meist öfter begegnet als im Alltag (ist leider so), ergeben sich manchmal lustige Situationen. Dann nämlich z.B., wenn man gerade ansetzen will, um etwas zu erzählen, und das Gegenüber sagt: „das habe ich doch schon in Deinem Blog gelesen!“

In diesem Sinne: keep on blogging! 😉

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Seinen Fussabdruck hinterlassen… wie die Maus im Rheinsand… 🙂