Kinder allein zuhaus‘? #Blogparade

Bei Pia habe ich es das erste mal in ihrem Blog gelesen (siehe aktueller Beitrag). Ihre Jungs sind in etwa gleich alt wie meine Grossen… ich war eine derjenigen, die sie fragte, ob sie mal darüber berichten kann weil sie es mal erwähnte. So… ich fragte mich dann natürlich auch, wie das denn läuft, ob das bei uns auch vorstellbar wäre etc.

Fakt ist, dass der Grosse, als die Maus noch die Kita besuchte, öfter mal zuhause wartete bis ich sie abgeholt hatte. Das waren 10-15 Minuten. Er war da 4 Jahre alt. Meine Regel an ihn damals: nicht die Tür öffnen. Überprüft habe ich das nie, in dem ich versuchsweise klingelte oder so. Ich sagte ihm auch, dass er bei einem der Nachbarn klingeln kann, sollte irgendwas sein…

Aktuell kommt es selten dazu, dass ich mal so kurz in der Nähe weg müsste. Das waren in den vergangenen Wochen vielleicht 1-2x, dass ich mal schnell zur Post oder zum Laden im Ort fuhr und dann auch beide Grossen zuhause liess – mit einem Programm im Fernseher. Nach 10-20 Minuten war ich jeweils zurück.

Für mich ist es derzeit kein Thema, sie länger alleine zu lassen oder weiter als nur hier im Dorf unterwegs zu sein. Dafür sind sie mir mit 5 und 7 Jahren einfach noch zu klein. Und das Mäuschen muss ich ja sowieso noch mitnehmen, da würde es mir also auch nichts nützen, die Grossen alleine zu lassen damit ich abends pünktlich zum Sport komme weil ich weiss, dass der Papa innert 10 Minuten auch zuhause sein wird.

Auch habe ich beiden nie die Bedienung des Telefons gezeigt oder ihnen meine Nummer aufgeschrieben. Das würde ich aber nachholen, käme es tatsächlich einmal dazu.
In unserem kleinen Viertel mit 5 Häusern, ist aber auch sicher immer irgendwo jemand zuhause, zu dem sie notfalls gehen könnten, wäre irgendwas los.

Nun habe ich aber auch schon von anderen Mamas gehört, dass sie ihre 7-Jährigen schon mal für ein Stündchen mit dem TV oder iPad plus Telefon zuhause lassen und auch mal zur Kontrolle anrufen. Verständlich, wenn nicht immer für jeden Termin ein Babysitter gesucht werden kann. Zudem denke ich, dass jeder sein Kind am besten einschätzen kann, ob es ruhig zuhause bleiben kann, abgelenkt durch das Gerät, oder ob es Panik bekommen könnte oder auf dumme Gedanken, und wenn das nur ist, den Schemel aufzustellen, um sich aus einem oberen Fach Schokolade zu mopsen…

Aber ab wann macht man es zur Gewohnheit? Nicht unbedingt, weil man gerne jede Woche ohne Kind zum Kaffeetrinken gehen will, sondern vielleicht, weil man die Stunde zwischen Schul- und Büroschluss nicht mehr mit dem kostenpflichtigen Hort überbrücken will? Ich kenne einen Jungen, der ist etwa 10 Jahre alt und er hat einen Schlüssel und geht nicht mehr zum Hort. Ich denke, mit 10, 11 Jahren kann man das gut machen oder was meint Ihr? Ich selber bekam erst ab ca. 12 Jahren einen Schlüssel, vorher musste ich, war meine Mama mal nicht pünktlich, auf der Terrasse warten. Handys gab es damals noch nicht. Wurde es mir zu doof, bin ich zu den Nachbarn.
Wie auch immer, denke ich, dass auch hier die Dosis das Gift macht. Auch ein 10-Jähriger hat vermutlich wenig Freunde daran, täglich 3 Stunden alleine zuhause zu sein. Oder sich z.B. auch mittags alleine etwas aufwärmen zu müssen und dann wieder zur Schule… aber ich schätze mal, das ist eher die Ausnahme als die Regel.

Und nun meine Frage an Euch: wie macht Ihr das bzw. habt Ihr das gemacht? Wann würdet Ihr Euer Kind mal für kurze Zeit alleine zuhause lassen? Was habt Ihr dafür für „Regeln“ bzw. was sind Eure Erfahrungen? Und habt Ihr auch ein älteres „Schlüsselkind“? Würdet Ihr lieber eine an die Schule angeknüpfte Betreuung wählen oder setzt Ihr auf frühe Selbstständigkeit bei Eurem Kind? Ich bin gespannt auf Eure Meinungen – entweder hier als Kommentar, gerne aber auch mittels eigenem Blogbeitrag (wenn Ihr selber bloggt). Ihr dürft diesen dann sehr gerne hier als Kommentar verlinken und ich trage Eure Links dann wenn Ihr mögt auch im Anschluss an diesen Beitrag ein. Und nun viel Spass beim Schreiben! 🙂 

Aus dem Alltag…

Ja, ich schaffe es doch tatsächlich auch mal wieder, einen simplen Alltags-Beitrag zu schreiben. Das kam, bis auf die SSW-Updates ja kaum mehr vor… tatsächlich verschlucken alle Pendenzen die Zeit für sowas, aber immerhin scheint diese Woche ein wenig ruhiger zu verlaufen und ich schaffe es doch ab und an ein Häkchen auf meiner To-Do-Liste zu setzen, was mich sehr erleichtert.
Die letzten Tage standen ganz im Zeichen des Föhns. Nicht, dass ich wetterfühlig wäre, aber mein Mann kann dann kaum schlafen, alles klappert, es reisst uns draussen schier die Pflanzen ab und ich war jeweils recht besorgt, ob die Kinder ihre Wege in Kindergarten/Schule und zurück ohne Unfälle meistern würden, man weiss ja nie… Mülltonnen lagen herum, ja, alles was nicht niet- und nagelfest war oder reingeräumt wurde, hat sich wohl irgendwohin verabschiedet. Ich liebe den Sturm trotzdem und es ist mir fast zu ruhig, jetzt da der Wind merklich schwacher wurde.
Unsere Woche begann gestern ruhig, ohne Playdate. Ich war morgens im Fitnesscenter und im Laden und zwischendurch immer wieder damit beschäftigt, Kleiderpakete zu machen. Auch habe ich gestern die Kleidung vom Smafolk-Gewinnspiel eingepackt, die Adressen ausgedruckt etc. Alles eine ziemliche Arbeit. Was die Kleider vom Grossen betrifft, so konnte ich schon etliche leere Kisten beiseite stellen. Langsam lichtet sich alles… aber es ist nicht einfach. Ich sehe ja in fast jedem Teil meinen Sohn als er kleiner war und knuddlig und süss und ich werde nostalgisch, sentimental, ach ihr wisst schon… nein, eigentlich haben die Klamöttchen keinen emotionalen Wert und doch… man erinnert sich vielleicht noch genau an die Zeit in der man sie gekauft hat, in der der kleine Mann sie trug… aber ich bemühe mich wie immer, meine Gefühle beim Aussortieren und Kisten packen in Schach zu halten…
suppeGestern Abend habe ich mal wieder die leckere Asia-Suppe nach einem Rezept von Jamie Oliver gekocht und die Kinder sind sogar recht zeitig ins Bett, so dass noch ein wenig Zeit zum Lesen gibt. Hier liegen nämlich nach wie vor zahlreiche Rezensionsexemplare rum, die ich noch durchlesen will… dazwischen mache ich Fotos für den Blog und Nestwärme, bereite Artikel vor etc. pp.
Morgen will ich noch auf Geschenkesuche für die Maus gehen, die ja Geburi und Weihnachten in der selben Woche feiert, und nachmittags sind wir zum Playdate auf einem Spielplatz verabredet. Also wieder ein voller Tag… drum will ich mich heute nach Möglichkeit noch meinen 1000 geplanten Nähprojekten widmen 😀
So. Gestern Abend guckte mein Mann zur Abwechslung mal TV. Ganz ehrlich, der läuft bei uns kaum noch. Wir haben den tatsächlich so ziemlich durch Social Media ersetzt – mein Mann mit seinen Youtube-Channels, ich mit FB, Insta, Blogging und so. Oder Lesen! Stricken wär‘ auch wieder mal schön! Und bevor mir jetzt wieder alle mit N*etflix!!! kommen! Nöö, kein Bedarf. Ich warte auf die neuen Grey’s-Folgen irgendwann im neuen Jahr und für die Gilmore Girls (daher übrigens der Blog-Name, den ich ab Januar zu ändern plane) leiht mir mit Glück eine Freundin mal ihr netflitziges iPad 😉 Filme? Könnten wir uns zur Not auch mal via Video on Demand kaufen. Uns reut aber meist das Geld. So what… aber ich bin abgeschweift! Es kam gestern eine Reportage über Crossfit im TV und ich sagte zu meinem Mann: „das mache ich dann nächstes Jahr auch!“ Er meinte nur lapidar, was ich sonst noch alles machen wolle neben Boxen und Karate, BJJ, MMA, Outdoortraining!? Erst mal wahrscheinlich gar nichts, für lange Zeit. Ausser vielleicht spazieren 😀 Und sehr wahrscheinlich bleibt das auch lange so, aber Crossfit würde mich schon reizen, auch wenn ich den Eindruck habe, dass ich das Handtuch nach 2 Sekunden wieder werfen werde oder erstmal so an die 20kg abnehmen müsste damit ich einen Klimmzug schaffe – haha. Wie dem auch sei, die Crossfitter wirken mega fit und muskulös und v.a. macht auch der Ausdauerteil einen grossen Part aus und Ausdauer ist meine Achillesferse. Nun, man kann ja langsam beginnen, ne? Irgendwann dann… 
Die Kids… die spielen und streiten und streiten und spielen, alles recht normal. Der Grosse überfordert sich gerade selber ein wenig mit dem Lesen-Lernen. Schon zum 3. Mal brachte er ein Blatt mit diversen Silben mit, das er „schnell“ lesen sollte und es geht schon wesentlich besser als vor einer Woche. Dennoch glaube ich, dass er (und da erkenne ich seinen Vater in ihm wieder) hier einen recht hohen Anspruch an sich hat. Ich denke, das ist nicht schlecht, aber eben mühsam für ihn. Ich kann mich schlecht damit vergleichen. Mir fiel in der Primarschule Lesen und Schreiben total leicht, ich war da immer fast fehlerfrei unterwegs. Mit dem Rechnen hatte ich mehr Mühe und irgendwann dann auch mit Grammatik, Interpunktion und so. Aber das kam erst im Gymi. Da äusserte sich dann wohl auch irgendwann der Minimalismus, der sich bis heute durch alle Bereiche meines Lebens zieht: nur das Nötigste machen. Ich bin in vielem einfach nur stinkfaul. Es sei denn ich mache war für andere, oder ich mache etwas richtig gerne, dann natürlich nicht. Und unser Grosser hat irgendwie beides… er setzt sich nicht hin und schreibt die Buchstaben bis sie perfekt sind, radiert immer wieder. Nöö, er macht halt das Blatt und gut. Und dann trotzdem beim Silbenlesen dieser selbstauferlegte Druck… jänu. Wir versuchen ihm gut zuzureden, was nicht hilft, ansonsten bin ich optimistisch. Auch er wird irgendwann prima lesen können… und ich mache ihm da keinen Druck. Der Minimalismus, Ihr habt’s gelesen, ich bin keine pushy mom… 😉
Oh und dann das noch: an diesem Wochenende soll ja schon der 1. Advent sein. Oder, ODER? Ach du… dann muss ich ja noch einen Adventskranz machen, dekorieren, und und und… Immerhin haben die Kids schon einen Adventskalender. Den haben die beiden schon vor ’nem Monat oder so gesehen und sich gewünscht. Natürlich vom dänischen Klötzchenfabrikant. Mir auch recht. 1. weil sie dann nicht morgens schon Schoggi futtern und 2. weil ich, da haben wir’s wieder, eh zu faul gewesen wäre, um… nein, das stimmt nicht ganz. Das hätte ich schon geschafft, zumindest das selber Füllen, das habe ich auch schon. Aber nicht das selber basteln. Wobei auch das gegangen wäre. Aber so ist auch gut. Der Grosse hat sich für die City-Version entschieden, die Maus für die Friends-Version. Jetzt muss ich nur noch herausfinden, wo ich die hingepackt hab‘ 😀
Ach, und schaut wieder rein… es wird bei mir an jedem Adventswochenende (und mehr? 😉 etwas Schönes zu gewinnen geben – für Euch u/o für Euer Kind 🙂 
Habt’s eine gute Woche! 🙂

Draussen aktiv – mit ReimaGO

Produkttest/-vorstellung

Die Kleidung von Reima gefällt mir schon lange. Das Label aus Finnland hat sich auf funktionelle Outdoorkleidung für Kinder und Babys spezialisiert. Die Schnee-Overalls für die Kleinsten waren es dann auch dank der ich Reima vor Jahren entdeckte. Und nun durften wir etwas Neues und ziemlich Cooles ausprobieren: ReimaGO – ein Aktivitätssensor für Kinder, den man ganz einfach in der passenden Kleidung einklickt und der, ähnlich einem Schrittzähler, die Aktivität der Kinder im Laufe des Tages erfasst sowie die Dauer und Intensität der Bewegungen misst.
OLYMPUS DIGITAL CAMERAMittels einer liebevoll gestalteten App können die Eltern gemeinsam mit den Kindern abends überprüfen, wie aktiv sie heute waren. Dabei gibt es verschiedene Levels, welche die Kinder erreichen können und Belohnungen in Form von Abzeichen. Hier haben die Eltern auch die Möglichkeit, selber ein Bild hochzuladen und eine entsprechende Belohnung, z.B. Zoobesuch, das Lieblingsgericht zum Abendessen, ein neues Laufrad etc., zu versprechen, wenn ein bestimmtes Ziel erreicht wurde. Ideal wäre natürlich etwas, das wiederum mit Aktivität verbunden ist. Vielleicht wünscht sich das Kind ja ein Paar Schlittschuhe oder Skier? Das ist aber natürlich kein Muss! Wer eine „Belohnung“ als pädagogisch/erzieherisch wenig sinnvoll erachtet, kann die App auch einfach dazu benutzen, gemeinsam zu sehen, wie viel sich das Kind bewegt hat. Das ist spannend und schnell erledigt, bedeutet also überhaupt nicht, dass das Kind danach noch lange vor dem Bildschirm hängt, falls jetzt jemand gerade Bedenken hatte! 😉
Die Sensoren werden übrigens ganz einfach via Bluetooth mit dem iPad oder iPhone (Android folgt bald) verbunden, um sich die Resultate anzusehen.

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Foto: Reima

 

 

Aktive Kinder
Immer wieder wird bemängelt, wie wenig Kinder sich heute bewegen. Erst mal ist klar, dass sie mit dem Beginn der Schulzeit schon mal einen grossen Teil des Tages still sitzen müssen. Aber auch in der Freizeit überwiegen je länger, je mehr, ruhige Aktivitäten und besonders bei älteren Kindern ein hoher Konsum von Bildschirmzeit (Smartphone, Computer, Videospiele). Es scheint als würde Bewegung oft nur noch in Sportkursen stattfinden. Aber nicht jedes Kind ist offen dafür… Als Optimum empfiehlt übrigens die WHO 60 Minuten moderate bis hohe Bewegungsaktivität pro Tag. 60 Minuten sind deshalb auch als Tagesziel in der App vorgegeben.
OLYMPUS DIGITAL CAMERAMit ReimaGo will Reima sowohl Eltern als auch Kindern etwas in die Hand geben, das zu mehr Bewegung im Alltag motiviert. Und ich denke, dass dies bis zu einem bestimmten Alter sehr gut funktionieren kann.
OLYMPUS DIGITAL CAMERAAuch wir legen Wert darauf, dass sich unsere Kinder regelmässig bewegen und das am besten an der frischen Luft in der freien Natur. Dass wir die Fotos für diesen Beitrag auf dem Spielplatz machten, war nicht geplant, aber zuvor wollten wir auf einem ziemlich kargen Feld einen Drachen steigen lassen und das klappte nicht so ganz, also siedelten wir dann kurzerhand um. Obwohl wir mit den Kindern übrigens an einem anderen Tag noch fast zwei Stunden spazieren gingen (zum Teil waren sie auf den Rollern unterwegs), war ihr Aktivitätslevel am Foto-Tag höher. Dabei sind wir nur in den Laden, waren auf dem Feld und eben dem Spielplatz. Ich schätze die Bewegungsintensität war heute mit Klettern, Schaukeln und Rennen eben höher als nur mit Spazieren/Roller fahren… aber so kann man verschiedene Aktivitäten eben auch gut vergleichen.
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Motivation wecken
Dazu muss ich noch erwähnen, dass unser Grosser ja ein ziemlich ausgeprägter Stubenhocker ist. Obwohl er sich, einmal draussen, eigentlich sehr gern bewegt, schaffen wir es kaum, ihn ohne grosses Protestgeheul zum Mitkommen zu bewegen. Da half bisher weder Vorleben, noch eine Belohnung versprechen oder ähnliches… Ich glaube deshalb schon, dass ReimaGO ein helfen kann, da er, vom Ehrgeiz getrieben (und den hat er), natürlich nicht will, dass seine Schwester mehr Punkte erreicht als er 😀 Nun ja… vielleicht nicht die gewünschte Art von Motivation, aber mehr können wir derzeit wohl nicht erwarten. Obwohl es fast nicht möglich ist, die Sensoren täglich zu tragen und drum wirklich ein gutes Bild der kindlichen Aktivitäten zu bekommen (im Schwimmkurs oder Turnen sind sie auch aktiv, tragen aber logischerweise die Jacken nicht) und ich es zudem auch nicht zum täglichen Gebrauch empfehle, weil es dann wahrscheinlich schneller langweilig werden würde oder eben auch mal Tage gibt, an denen die Aktivität geringer ist und das wiederum die Kinder möglicherweise demotiviert, kommen die Kinder auch von selber an und bitten darum, die Jacken mit den Sensoren tragen zu dürfen, z.B. wenn sie mit anderen Kindern vor die Tür gehen.
OLYMPUS DIGITAL CAMERAÜberlegt doch, ob ReimaGO auch etwas für Euch sein könnte. Die Kinder zu mehr Bewegung anregen zu wollen, setzt natürlich immer voraus, dass auch die Eltern sich gerne (draussen) bewegen und bereit sind, regelmässig solche Aktivitäten zu unternehmen. Und auch wenn man den Sensor z.B. nur am Wochenende nutzt – die schöne und funktionelle Kleidung (gibt ein ganzes Sortiment, auch wärmerer Kleidung, die Sensor-tauglich sind) zahlt sich immer aus, egal ob mit oder ohne Sensor… 😉

Wir bedanken uns herzlich bei ReimaGO dafür, dass wir dieses innovative Produkt testen und nutzen durften.
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Initiative „Familie & Beruf“… und mehr…

Da die oben genannte Initiative der Wirtschaftskammer Liechtenstein hohe Wellen schlägt und ich mich auch aktiv an den Diskussionen auf Facebook beteiligt habe, wollte ich mich nun auch hier noch mal kurz äussern…
Ich will eigentlich die Initiative an sich gar nicht gross beurteilen. Die einen stehen dahinter, die anderen finden sie nicht ganz durchdacht etc. Und die Diskussionen drehten sich auch weniger um Sinn oder Unsinn der Initiative, sondern um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf per se, und dass mit der Initiative halt nur einseitig etwas verändert und gefördert wird… wie auch immer. Mich stört persönlich vor allem das:

„Die Initianten ersuchen die Stimmbürger mit JA zu stimmen. Damit Schwangerschaft keine Krankheit mehr ist.“

Sorry, aber was soll der Mist? Wer hat sich diesen doofen Slogan ausgedacht!? Die Formulierung ist einfach total ungeschickt. Ich verstehe schon, was damit gesagt werden will: das Krankentaggeld, das Mütter nach der Geburt für die Zeit der Karenz erhielten, soll in Zukunft nicht mehr von den Krankenkassen gezahlt werden, sondern von der FAK (Familienausgleichskasse). Ja, von mir aus gut und umbenennen könnt Ihr es dann ja gleich auch als das was es ist, nämlich z.B. Karenzgeld. Leider zweifelte niemand die 20 Wochen an, während dessen eine Mutter dieses Geld erhält bevor sie wieder zurück an den Arbeitsplatz kehren sollte. Wäre ja schön, hätten sie diese Zeit in der Initiative grad noch ein wenig verlängert. Aber dafür, so mag man mir nun entgegen, besteht ja immer noch die Möglichkeit, 3 Monate unbezahlten Elternurlaub anzuhängen, sofern der Arbeitgeber da mitspielt (und das tun wahrscheinlich nicht alle). Und schön und gut, aber leisten können sich das wohl nicht alle… aber was ich eigentlich sagen will: meine lieben Initianten: Schwangerschaft ist auch jetzt keine Krankheit! Und nur weil die Krankenkasse dieses Taggeld bezahlt haben, heisst das nicht, dass Schwangere als krank eingestuft wurden. Wurde ja auch kaum eine krank geschrieben, sofern sie eine komplikationslose Schwangerschaft hatte. Und: das Krankentaggeld wird ja erst nach der Schwangerschaft ausbezahlt, also wie zum Geier kommt man auf so einen Slogan bzw. ein Scheinargument!? Schreibt doch in Zukunft bitte „damit die Krankenkasse entlastet wird“ oder was auch immer. Oder habe ich jetzt irgend etwas falsch verstanden!? Sorry, aber ich habe Journalismus studiert. Sprache und Worte sind mein Beruf und meine Berufung, also nehme ich halt gerne alles wörtlich und korrigiere zum Leidwesen mancher halt auch schnell mal ein Formulierung (mein Mann nennt das den „Klugsch…“-Modus und er hasst ihn, nur so nebenbei). Das heisst übrigens nicht, dass ich vor Fehlern gefeit bin… wer einen findet, darf ihn behalten 😉 Also das war jetzt so mein Senf zu einem für mich wirklich störenden, wenn auch nur kleinen Aspekt dieser Initiative, man möge es mir verzeihen 😉

Nun aber zu den Diskussionen auf Facebook. Ihr kennt alle meine Meinung zum Thema. Ich habe sie mehrfach geäussert… alle sprechen ja gerne von der Vereinbarkeit von Familie & Beruf. Ich kann dazu nur sagen, vereinbar ist es nicht. Man kann als Elternpaar nicht arbeiten und die Kinder betreuen. Etwas muss outgesourct werden. In der Regel natürlich die Kinder. Derweil bleibt der Haushalt liegen, nach der Arbeit kommt man erschöpft nach Hause, hat vlt noch rasch auf dem Weg eingekauft oder aber auch nicht, die Kinder haben Hunger, vereinnahmen die Eltern, die würden aber vlt gerne noch zum Sport oder sich mal in Ruhe hinsetzen. Es ist Stress! Für die einen weniger, für die anderen mehr, denn jeder organisiert sich anders. Wer die Betreuung schon im Haus hat, kann sich das Herumfahren und Wecken der Kinder am Morgen sparen, wer nur Teilzeit arbeitet, hat am Nachmittag noch genügend Zeit, um herunterzufahren um mit dem Kind zu spielen. Aber es gibt eben auch solche, die alles zusammen nur schwer auf die Reihe kriegen. Deshalb finde ich auch den von den Initianten genannten Vorteil, dass die „Vereinbarkeit von Familie und Beruf gefördert werde“, einen ziemlichen Humbug.
Was ich auf jeden Fall nicht hören will, egal von wem, ist, sinngemäss: „Ah, Du hast studiert und bleibst zuhause. Das kostet mich und den Staat jetzt aber ganz schön viel!“ Oder, meist noch von Kinderlosen: „Sorry, aber nutzt Du der Wirtschaft irgendwas, wenn Du zuhause bleibst?“ Da könnte ich echt die Wände hoch gehen! Glaube nicht, dass ich das noch weiter ausführen oder kommentieren muss…
Ich habe auch keine Patentlösung für die ganze Thematik und ich kann auch kein anderes Land als Paradebeispiel heranziehen… denn in keinem scheint die Wahlfreiheit wahnsinnig gross, ausser vielleicht in DE oder AT, wo es dann aber wieder heisst, schön und gut, dafür sind die Steuern hoch und der Staat knapp bei Kasse… und dennoch bin ich dafür, dass einem Elternpaar zumindest im ersten Lebensjahr ihres Kindes, idealerweise noch etwas länger, eine reelle Wahlfreiheit gelassen wird. Ich bin für:

  • ein Betreuungsgeld, das die Eltern wahlweise für sich selber oder für eine externe Betreuung (Kita, Tagesmutter, Nanny, Leihoma etc.) beanspruchen können. Ob dieses Geld lohnabhängig ausbezahlt wird? Würde wohl Sinn machen… auf jeden Fall lässt es eine Wahl. Es sollte hoch genug sein, damit die Eltern sagen können, doch, das reicht mir, um noch eine Weile (länger) zuhause zu bleiben. Wird es lohnabhängig bezahlt, wäre dies natürlich umso mehr der Fall…
  • eine längere Karenzzeit (mindestens 24 Wochen plus die schon bestehende Möglichkeit, unbezahlten Elternurlaub anzuhängen, was mit einem Betreuungsgeld dann ja gar nicht mehr unbezahlt wäre.
  • Vaterschaftsurlaub. Die Unternehmen sind da bis jetzt frei. Manche gewähren dem frisch gebackenen Vater einen freien Tag (einen! Lächerlich!), andere sind kulanter und gewähren bis zu 2 Wochen (vorbildlich, aber immer noch etwas zu wenig). Die meisten Väter nehmen selbstredend 2-3 Wochen Urlaub, mehr liegt bei 4-5 Wochen Jahresurlaub verständlicherweise nicht drin. Die Schweiz verlangt in einer Initiative aktuell 20 Tage. Das klingt doch mal vernünftig. Für die Bindung zum Kind und Unterstützung der Mutter im Wochenbett sowie allfälligen Geschwisterkinden von unschätzbarem Wert! Das muss einfach machbar sein!
  • Teilzeit- und Heimarbeit sollte einfach mehr unterstützt und gefördert werden. Klar, ein Verkäufer oder eine Krankenschwester kann nicht von zuhause aus arbeiten. Aber es gibt genügend Berufe, in denen dies zumindest einen Teil der Zeit möglich sein sollte. Warum es nicht gemacht wird? Keine Ahnung… mangelndes Vertrauen? Fehlende Kontrolle? Weil man es zu wenig kennt. Aber wenn es keiner je versucht, wird’s auch nix. Da reden alle von mehr Mobilität, flexiblen Lösungen, smarteren Büros. Es wäre mal an der Zeit, das auch umzusetzen. Die Vorteile liegen auf der Hand, nicht nur für den Arbeitnehmer, der zuhause bisweilen störungsfrei viel produktiver ist, sondern auch weil er sich so z.B. einmal in der Woche den Arbeitsweg spart, damit Zeit und der Verkehr ist auch entlastet. Erreichbar ist man heute ja trotzdem immer und überall, ich sehe da also wirklich kein Problem.
    Teilzeit: diese Mitarbeiter sind einfach produktiver. Und auch hier existieren die Barrieren wahrscheinlich mehrheitlich im Kopf…

Warum mein Mann der wahre Held hier ist… 
Schon vor der Geburt unserer Kinder haben wir ausgemacht, dass ich zuhause bleiben werde bzw. nur eine geringe Stundenzahl arbeiten, ansonsten aber auf die Kinder schauen. So ungefähr das „klassische Rollenmodell“ wie es oft genannt wird. Das ist nun seit über 6 Jahren so und funktioniert mehr oder weniger gut. Am Anfang, nach der Geburt, war es nicht einfach, den ganzen Tag allein zu sein mit dem Baby. Alles war neu und schwierig für mich und abends hatte ich oft den Impuls, das Baby dem heimkehrenden Mann noch in der Tür in die Arme zu drücken. Ein Vaterschaftsurlaub oder temporäre Teilzeit- oder Heimarbeit für den Mann wären mir hier sehr gelegen gekommen. Beim 2. Kind war es schon kein grosses Thema mehr. Es gab genug Herausforderungen, aber ich kam rasch selber gut klar. Und einsam fühlte ich mich nicht mehr. Da war ja schon ein Kleinkind, mit dem ich mich unterhalten konnte 😉
Dadurch, dass wir beide Kinder ab ca. 8 Monaten für zwei Vormittage bei Tagesmutter/Kita eingewöhnen konnten und auch die Schwiegermutter verfügbar war, hatte ich auch Zeit zum Arbeiten, Verschnaufen, zum Friseur oder Sport zu gehen etc. Ich kam ja abends nie raus, wollte das auch lange nicht und es passte so. Als Freischaffende konnte ich mir die Arbeit immer selber einteilen und zur Not auch mal abends noch an den PC. Perfekt! Die Kleinkindjahre waren anstrengend, ich hatte nie das Gefühl, weniger zu leisten als mein Mann, wenn halt auch anders… auch er war froh, dass er arbeiten konnte und sich nicht mit Trotzphasen herumschlagen und viel Zeit auf Spielplätzen unter anderen Müttern verbringen musste 😉 Eine Win-win-Situation. Aktuell erlebe ich den Job meines Mannes als sehr herausfordernd. Er arbeitet wirklich viel, hat oft auch Abendtermine. Und wenn er dann heim kommt, erlebt er auch die ganze Abendfrustration der Kinder (müde, hungrig, nicht-schlafwillig, den Papa volllabern mit allen Neuigkeiten… ihr kennt das 😉 Für private Unternehmungen bleibt ihm da kaum Zeit. Zudem fehlt die nötige Energie und da unsere Kinder eher Eulen als Lärchen sind, will er wenigstens abends für sie da sein. Obwohl ich es schon als grosse Qualität für unsere Familie ansehe, dass er mittags eine halbe Stunde mit uns verbringen kann. Die Kinder erzählen dann ihre ganzen Erlebnisse aus Schule und Kindergarten (abends haben sie das meist wieder vergessen 😉 und wir können uns alle austauschen. Dafür bin ich wirklich dankbar.
Ohne den unermüdlichen Einsatz und den Verdienst meines Mannes, würde diese Familie nicht funktionieren. Auch wenn ich mir Mühe gebe, ihn zu entlasten, so gelingt mir das leider nicht immer zu meiner Zufriedenheit. Diskussionen und Reibereien gibt es immer mal wieder. Das gehört halt auch dazu. Es zeigt mir aber auch, dass Beruf und Familie nicht vereinbar sind, für meinen Mann ist es mit Sicherheit nicht immer einfach, es ist ein Kampf an allen Fronten und es gibt immer etwas, das zu kurz kommt… Dass ich zuhause sein kann, dass ich die Kinder seit Kindergarteneintritt nicht mehr zur Kita bringen muss, ist für mich ein Segen. Nicht, weil die Kita schlecht war, im Gegenteil! Aber gerade mein Grosser ist ein Kind, das am liebsten zuhause ist. Er fühlte sich dort nie so richtig wohl. Auch im Kindergarten gefiel es ihm nicht immer… das hat sich dann aber im 2. Jahr gebessert. Die Maus dagegen wäre am liebsten ganztags in der Kita geblieben und ist nun ein begeistertes Kindergartenmädchen. Wir sparen nun natürlich auch den aufgrund des Verdienstes meines Mannes hohen Betrag, den wir für die Kita zahlen mussten. Dennoch, es war toll, sie zu haben und in den Ferien oder sollte ich sonst wann dringend mal (nach)mittags eine Betreuung brauchen, werden die Kinder dort sehr gut aufgehoben sein. Aber die Logistik ist nun etwas einfacher und das Gefühl ist ein anderes… ich hoffe, Ihr wisst, was ich meine… 😉
Fazit: ich bin glücklich so, wie wir es haben. Ich geniesse es, die Kinder um mich zu haben. Klar, manchmal ist es nervig, aber im Moment ist es wirklich schön (ausser wenn sie quengeln :D). Ich habe das Gefühl, mein Mann hält uns allen den Rücken frei. Ich wünschte mir mehr Freizeit für ihn, z.B., dass er mal früher Feierabend machen (und so harmonischer ankommen weil die Kinder dann noch halbwegs fit sind 😉 und allenfalls Arbeit für den späteren Abend mit nach Hause nehmen könnte, aber ich denke, dass auch ich irgendwann, wenn unser 3. Kind 5, 6 Jahre alt ist, dafür sorgen werde, wieder mehr zu arbeiten. Einen Fuss behalte ich immer drin… wir leisten uns jetzt den Luxus, dass einer von uns mehrheitlich zuhause sein kann, wir verzichten dafür auf Dinge, die sich manche Doppelverdiener leisten können, sei es 2x im Jahr in den Urlaub zu fahren, öfter mal auswärts zu essen, beim Einkauf nicht alles zu hinterfragen und das gute Gefühl, dass der Kontostand nie zu tief sinkt… und da jammere ich auch noch auf hohem Niveau, es gibt sicher mehr Familien, die, obwohl beide Elternteile arbeiten, mit viel weniger auskommen müssen.
Ja, ich bin dankbar. Dankbar, dass wir unseren Weg so leben können, dass ich für die Kinder da sein kann, dass mein Mann uns das alles ermöglicht, dass wir gesund und munter sind und dass wir die WAHL haben. Und das wünschte ich mir eigentlich für alle…

Beitragsbild: Nadine Haltner Fotografie

Und schon ist die erste Schulwoche um!

Wahnsinn, wie schnell die erste Schulwoche vorbei und damit die Rückkehr in den Alltag gemeistert ist. Und nun habe ich ein Kindergarten– und ein Schulkind zuhause und die beiden machen sich ganz gut, soweit man das nach einer Woche überhaupt sagen kann 😉
Der erste Tag, der gleichzeitig in Liechtenstein Staatsfeiertag war, lief noch ganz gemütlich. Um 8.35 Uhr startete die Maus, die wir en famille begleiteten. Sie tat, als hätte sie nie etwas anderes getan. Vom ersten Tag an schien es für sie eine Selbstverständlichkeit und sie meinte am Mittag auch gleich, dass sie gerne noch länger geblieben wäre. Kurzum: sie fühlt sich pudelwohl 🙂
Um 10 Uhr war dann Schulbeginn und das ist schon eine andere Welt. War der Kindergarten noch heimelig mit wenigen und kleinen Kindern, so war es auf dem Schulhof laut und voll und der Umstand, dass hier sechs Jahrgänge zusammen kommen und wohl jeder Jahrgang mehr als eine Klasse hat, liess die Atmosphäre schon recht jugendlich und wild wirken mit all den schon grösseren Schülern, die auch mal ein Schimpfwort durch die Gegend rufen und pöbeln. Und da soll mein armes, kleines, wohlbehütetes Kind hin!? Das geht ja total unter! Aber es half nichts und allein war er ja auch nicht…

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Schon am ersten Tag geht’s richtig los!

Wir Eltern durften uns also im Klassenzimmer versammeln während die Kinder ihre zugewiesenen Plätze einnahmen. Eine (noch sehr junge) Lehrerin und 20 Sechsjährige. Dann gab es eine Begrüssungsrunde im Sitzkreis damit die Kinder mal alle Namen hören denn kennen tun sie sich gegenseitig noch nicht alle. Danach ging es aber zu meiner grossen Überraschung bereits in medias res. Sprich: der Buchstabe A wurde vorgestellt, die Lehrerin verteilte Bleistifte mit so einem Gummidingens, das bei der richtigen Haltung helfen soll (kenne ich noch aus meiner Schulzeit ;), es wurden Hefte verteilt und dann sollten die Kinder auch schon üben, das grosse und kleine A zu schreiben. Als ich später meinem Sohn bei den Hausaufgaben half, wurde mir wieder klar, dass Schreiben lernen gar nicht so ein Klacks ist. Die Striche müssen ja in einer bestimmten Abfolge erfolgen, es wird z.B. oben begonnen und dann sollte das A auch noch oben und unten ungefähr auf der Linie beginnen und Enden, die vorgezeichnet ist. Ich kann mich null daran erinnern, wie das bei mir damals war. Aber ich kann nachvollziehen, dass der Grosse sich da einiges merken muss, was nicht so einfach ist für ihn… Da tut er mir doch gleich leid. Und so mussten auch keine zwei Tage vergehen bis er sagte, dass er die Schule nicht mag und anstrengend findet, dass er nicht kann, was die Lehrerin an Aufgaben gibt und dass er gar nicht spielen dürfe… Aber ich schätze mal, dass aller Anfang schwer ist und er sich schon noch mit der neuen Struktur anfreunden wird und bald auch das „System“ hinter den Buchstaben und Zahlen verstehen und sich damit leichter tun wird. Nun, ich hoffe es 😉 Am Montag haben wir dann einen Elternabend, bin schon mal gespannt… So ein wenig emotional war es schon, die Kinder beide loszulassen für ihre neue Aufgabe. So stolz man auch ist, Wehmut ist immer auch dabei. Die ersten Tage habe ich mich selbst „gechallenget“ weil es schier unmöglich war, beide Kinder heil und gleichzeitig an den jeweiligen Bestimmungsort zu begleiten und wieder abzuholen. Ich hetzte also auf dem Velo von A nach B und von B nach A und zurück 😀 Das tat mir aber an sich ganz gut, schon am frühen Morgen mit Bewegung an der frischen Luft. Nur der Hintern tat mir danach weh 😀 Dennoch gab ich es Mitte Woche wieder mehrheitlich auf. Die Maus kann am Morgen mit dem Nachbarskind laufen, so wie der Grosse vorher, nur am Mittag nicht immer weil der Bub da ab und an zum Mittagstisch muss. Dem Grossen habe ich erlaubt, mit dem Roller zur Schule zu fahren und eingebläut, bei der Ampel rüber zu gehen. Der Rest war eine grosse Portion Vertrauen und das Wissen, dass so viele andere Kinder gleichzeitig unterwegs sind, dass das schon funktionieren wird und ich ihn alleine machen lassen kann. Bin ihm noch einmal heimlich nach- und mittags entgegen gefahren und bis jetzt klappte es gut und er beschwerte sich auch nicht, alleine fahren zu müssen.
Die Hausaufgaben sind zum Glück übersichtlich und gut zu meistern. Zudem bleibt noch genügend Freizeit und die Schulstunden werden ja auch unterbrochen von Musik, Werken, Turnen und Schwimmen. Der Dienstag ist leider ein recht strenger Tag, da der Unterricht bis 16.10 Uhr dauert und danach noch bis 17 Uhr eine Sportstunde ist, die freiwillig ist, für die ich den Grossen aber angemeldet habe (im Moment reicht mir das grad auch wieder an Freizeitprogramm, auch wenn ich ihn noch gerne irgendwo im Kampfsport sähe… :D) Nach diesem Tag war er wirklich sichtlich erschlagen und entsprechend maulig… es fehlt auch noch an Schlaf, der Ferienrhythmus mit spätem Zubettgehen ist natürlich noch nicht ganz umgestellt und morgens muss ich die beiden meist noch wecken (inklusive mir, ohne Wecker würde ich auch verschlafen :D). Dies führte auch bei mir dazu, dass ich am Mittwochnachmittag (auch noch mit Kopfschmerzen) auf die Couch legen musste und eine Weile schlief während die Kinder sich zum Glück gut beschäftigten. Dies war diese Woche kein Thema mehr. Die beiden haben das Malen entdeckt und verbringen aktuell viel Zeit mit Ausmalbildern oder auch anderen Spielen. Gestern war auch noch unser wöchentliches Playdate, es war also genug los.
Auch ich hatte tatsächlich die ganze Woche voll und die nächste wird es nicht anders sein. Trageberatungen, Termine bei Arzt und Chiropraktiker, Einkaufen und Haushalt… es war mir nicht eine Sekunde langweilig, im Gegenteil: es stapelt sich schon wieder einiges 😀 Im Prinzip ist es ja gut, wenn viel läuft, aber es ist ja schon Halbzeit und ich habe bis zu den Weihnachtsferien noch eine gefühlt unendlich lange Taskliste! Ich möchte (so ungefähr in dieser Reihenfolge)…

  • die Schränke der Kinder sortieren (zu klein gewordenes raus, Herbst- und Wintersachen organisieren und evtl. nachkaufen wenn was fehlt. und Herbst wird es noch so schnell!
  • Sobald wir das Geschlecht wissen, möchte ich die Kisten mit zu kleiner Kleidung aussortieren/verkaufen/verschenken… und alles so herrichten, dass ich Ende Dez dann schon die Babysachen waschen und parat machen kann.
  • Auch Schuhe, Mützen etc. bedürfen einer Aussortierung/eines Updates.
  • Es gibt auch abgesehen davon noch genügend Schränke und Räume im Haus, die mal durchsortiert werden müssen…
  • Auch bei meinen Kleidern möchte ich mal rigoros aussortieren und gegebenenfalls verkaufen. Letzteres ist der noch grössere Aufwand weil man Fotos machen muss und diese angeschrieben irgendwo einstellen, dann Nachrichten beantworten etc.
  • Putzen: vor dem Winter ein Fenster nach dem anderen und auch sonst sollte es etwas reinlicher werden als bisher 😀
  • Nähen, nähen, nähen. Für mich, die Kinder und das Baby 🙂
  • Auch liegen hier noch genügend Bücher rum, die ich noch lesen sollte und so 2-3x die Woche würde ich noch gerne ins Fitness/Yoga gehen. Neben all dem der Haushalt/Kochen und je nach Auftragslage natürlich auch noch die Arbeit. Tja… ich schätze, dass mir wirklich nicht langweilig wird 😀

Und heute noch nach einer erneuten Alptraumnacht (Schwangere träumen meist sehr viel sehr erschreckenden Mist) das, kurz vor Mittag:

Damit wünsche ich Euch ein schönes Wochenende! 🙂 Mein Mann und ich werden morgen den ersten Teil des Hypnobirthing-Kurses besuchen. Bin schon sehr gespannt 😉 So langsam wird es doch „fassbarer“… 🙂 

35 Jahre – mitten im Leben

In weniger als einem Monat kündigt sich wie jedes Jahr der Tag an, den man als Erwachsenen am wenigsten schätzt: der eigene Geburtstag. Ab einem bestimmten Alter, das ich längst überschritten habe, wacht man nicht mehr vor Spannung auf die Geschenke freudigst auf, sondern würde sich eigentlich lieber wieder umdrehen und erst dann wieder aufwachen, wenn man eine dem Tag würdige Situation vorfindet: weisser Sandstrand, eine bequeme Doppelliege mit Blick auf türkisblaues Meer, Sonnenschein und angenehmer Wind. Der Bikini zwickt nicht, die Haut sanft gebräunt und ein Hotelangestellter serviert soeben ein kühles Getränk. Aber, nein, es ist, wie es ist, im Leben, ein Tag wie jeder andere mit schonungslosen Nachrichten: „ein Jahr älter, Du Kuh! Von jetzt an geht es nur noch abwärts mit Dir!“ Danke aber auch. Und wann habe ich eigentlich begonnen, mich alt zu fühlen? Als die ersten Fältchen im Laufe des Tages nicht mehr verschwanden? Als mich jüngere Typen schamlos „alt“ nannten? Als ich bemerkte, dass Sport seinen Tribut zollt und abends im Bett meinen Körper mit Schmerzen quält? Als mich ein Kind mit „Grüezi“ begrüsste? Ich weiss es nicht, es kam wohl schleichend…

Kurzer Check… wie geht es mir mit 35?

Körper: Kriegsgebiet
Seele: Tornado
Geist: Rostlaube

Summa summarum: Kollateralschäden, soweit das Auge reicht…

Der Punkt im Leben also, an dem man näher an der 40 als an der 30 ist, ruft Mid-Life-Crisis-Symptome hervor… wäre ich ein Mann, würde ich mir ein schnelles Auto kaufen und mir eine 20-jährige anlachen. Als Frau ist das nicht ganz so simpel… vermutlich stünde jetzt die erste Schönheits-OP an. Ein Facelift, etwas Botox, Fettabsaugen, Brustkorrektur (höher, weiter). Dafür fehlt mir das Budget. Ist wohl auch besser so! Stattdessen gönne ich meinem Körper (Kampf)sport galore – besser als jede Droge und vielleicht erspart es mir auf Dauer das Fettabsaugen (aber nicht den Chiropraktiker)? Ich versuche, mich halbwegs gesund zu ernähren (was regelmässig scheitert). Ich unternehme nicht-invasive kosmetische Massnahmen. Die Fassade muss aufrechterhalten werden, so gut es eben geht… man greift schon mal mit schlechtem Gewissen zur Anti-Aging-Gesichtslotion und lässt die jugendliche N*vea soft Creme links liegen, deren Design viel schöner ist… mit einem Seufzen. Partyeskapaden? Alkohol? Fehlanzeige. Alles schlecht für die Haut. Aber ich vermisse es auch nicht. Selten. Ja, älter werden ist für Frauen nicht einfach. Man sagt meist nur Männern nach, dass sie mit Fältchen und grauen Haaren an Attraktivität und Charakter gewinnen (George Clooney!).
Und was geht hinter der Fassade ab? Ich blicke zurück. Immer mal wieder. Aber lieber nach vorn. Geboren am 1. Juni 1981 in Chur GR. Unweit davon starb meine Mutter vor Jahren, weshalb ich die Stadt nicht mehr sehen will, es sei denn es muss… unauffällige Kindheit. Da mein Bruder recht älter war, wuchs ich quasi als Einzelkind auf. Das war nicht immer einfach. Ich vermisste eine Schwester… umso mehr hing ich gern mit anderen Kindern rum… ich malte viel. War ruhig. Hatte erst Fische als Haustiere und später einen Westie. Ich mochte die Schule und war gut darin. Ich war eher der Aussenseiter… auch im Gymi. Ein Sozialnerd*, der mit anderen Nerds rumhing und meist als eine der letzten in die Völkerball-Mannschaft gerufen wurde. Ich musste 19(!) Jahre alt werden bis ich endlich einen Typen kennenlernte, der mein Schmachten erwiderte. Den heiratete ich dann auch, irgendwann nachdem ich das Studium abgebrochen hatte. Aber ich entwickelte mich weiter als er, es passte nicht mehr… ich machte einen Fehltritt und reiste beruflich nach Japan, wo ich meinen jetzigen Mann kennen lernte. Als ich zurückkam, war die Wohnung leer und ich bald geschieden. Zwei Jahre später sagte ich nicht nur erneut „ja“, sondern trug auch unser erstes Kind unter dem Herzen. Es ist ein Klischee, aber mein Leben war danach wirklich nicht mehr dasselbe und ich ein neuer Mensch. 9 Monate später begann ich diesen Blog. Fast 6 Jahre lang schwamm ich in der Mama-Blase, mal mehr, mal weniger glücklich. Aber eigentlich sehr zufrieden, wäre da nicht die schlechte Figur gewesen… Die Kinder waren anstrengend, sehr sogar. Wenig Schlaf, viel Süsses… das musste aufhören. Ich mochte mich so nicht mehr. Daher die Sportattacke. Und die half. Sehr. Am Ziel bin ich noch nicht. Die Ernährung, wie gesagt, ist noch ein Streitpunkt in mir… 😉
Und beruflich? Das ist vielleicht der Grund, weshalb ich denke, nichts erreicht zu haben. Aber eigentlich habe ich auch keine Ambitionen, hatte ich nie… ein Sozialnerd kämpft sich selten an die Spitze. Trotzdem habe ich mich selber überrascht, als ich irgendwann das Japanologie- und Publizistikstudium gegen die Ausbildung zur Journalistin eintauschte? Warum? Eben darum, weil es für mich früher nichts Schlimmeres gab, als auf Leute zugehen zu müssen. Es ist mir bis heute schleierhaft, ob ich mit dieser Berufswahl eine Selbsttherapie einleiten wollte oder ob es einfach die Folge eines Hirn-Blackouts war… Mit meiner ersten, richtigen Stelle wurde tatsächlich alles besser… ich fühlte mich wohl. Es war mir/uns damals aber auch klar, als wir uns für Kinder entschieden, dass ich zuhause bleiben und höchstens ein kleines Pensum weiter arbeiten würde. Ich stieg denn auch später wieder ein als versprochen und verärgerte damit meine Vorgesetzten. Aber das Kind war mir wichtiger und irgendwann trennten wir uns in gegenseitigem Einverständnis während ich längst als freie Mitarbeiterin dann schrieb, wann ich wollte. Bis heute ist es für mich der perfekte Job, da ich ihn mir einteilen kann und ein Grossteil der Arbeit von Zuhause aus erledigt werden kann. Das Bloggen nimmt auch viel Zeit in Anspruch und ich sehe es auch fast als Job an, wäre da nicht der Fakt, dass mich niemand in bar dafür bezahlt. Aber ab und zu bekomme ich Produkte und das sowie der Spass an der Sache und das tolle Feedback bzw. die Interaktion mit den Lesern motiviert mich ebenso.

Noch so ein Neben-Job ist die Trage- und Windelfreiberatung. Zwar habe ich im Schnitt nur etwa eine Beratung im Monat und der Verdienst ist klein (und die Ausrüstung wird sich nie amortisieren) aber auch dies ist ein Herzprojekt

Ausblick

35 Jahre und kein bisschen weiser… das ist schon so. Ich fühle mich oft mehr wie 5 als 35. Im Herzen noch Kind und manchmal nur Dummheiten im Kopf… aber vielleicht muss das so, weil’s sonst langweilig wär‘…
So, das Leben geht weiter und macht, was es will. Stets eine neue Überraschung parat. Hier ein Schock, da ein Schicksalsschlag, selten ein Zuckerschlecken aber immer geht es weiter. Schöne Momente gibt es natürlich auch, wir wollen mal nicht kleinlich sein… aber im Grunde, weiss keiner, was kommt. Jeder Tag ist ein Tritt in den Hintern und ich bleib‘ Zen – so soll es sein! #ironieoff Stay tuned for the fun! 

Und die Gretchenfrage an Euch: wie habt Ihr’s mit dem Alter? Alles cool? Leichter Bammel? Gleichgültigkeit, Zufriedenheit oder älter werden rockt

*schüchterner Mensch mit verschwindend kleinem Selbstbewusstsein, der sich gerne kleiner macht als er ist und lieber zuhause in der Stube hockt als unter „normalen“ Gleichaltrigen verkehrt.

Fotos: üble Selfies mit blauem Auge. Kein Makeup bis auf: Lipstick Novum von Dr. Hauschka.

Ergobag – ein Schulrucksack für den Grossen

Im August ist es soweit: unser Grosser kommt in die Schule – ein ganz besonderer neuer Lebensabschnitt. Ich werde da sicherlich noch öfter darüber berichten 😉
Eins vom Wichtigsten und ganz symbolträchtig für einen erfolgreichen Schulstart ist natürlich die Schultasche. Cool soll sie sein, praktisch und komfortabel, denn die Kleinen müssen damit ja täglich so einiges hin und her transportieren. Ich erinnere mich noch gut an meine erste Schultasche – ein richtiger Tornister. Schwer und klobig, aber immerhin war er rosa und hatte Barbie drauf. Unterdessen hat sich da so einiges getan und ich muss zugeben, dass ich meinen Favoriten schon lange im Auge hatte: einen Ergobag! Es war wohl vor 2, 3 Jahren, dass mir die Modelle von ergobag in einem Laden auffielen. Und in meiner Facebook-Gruppe für Mütter fiel dieser Name mehrmals als jemand sich einmal nach einem guten Modell erkundigte. Nun war ich sehr gespannt und wollte den Ergobag selber testen.

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Ergobag-Set „DinosauriBär“, bestehend aus Schul- und Sporttasche, zwei Etuis und Kletties.

Auf meine Anfrage an das Unternehmen durfte sich der Grosse also ein Modell auswählen. Er entschied sich wie von mir erwartet für das Modell „DinosauriBär“ – einen Schulrucksack in frischem Grün. Praktischerweise gibt es die Schulrucksäcke im Set. Im Paket dabei war bei uns noch eine Sporttasche (20l), die sich am Schulrucksack befestigen lässt (zwei Taschen schleppen erübrigt sich also J), einem grossen Etui (gefüllt natürlich), einem kleineren, ebenfalls gefüllten Etui und einer transparenten Heftebox, die ganz einfach im Rucksack untergebracht wird und so dafür sorgt, dass die Hefte ihre Form behalten. Nicht zu vergessen fünf „Kletties“ – Plastikbuttons mit, in diesem Fall, Dino-Motiven, die man ganz einfach an verschiedenen Stellen auf dem Rucksack und der Sporttasche anheften kann.

Was ist nun das Besondere an den Kollektionen von Ergobag?

  • Ergonomie: die Rucksäcke sind angelehnt an die Machart von Trecking-Rucksäcken. Alle Gurte sind perfekt auf den Träger einstellbar und ein breiter Hüftgurt sorgt dafür, dass der Rücken des Kindes entlastet wird. Die Gurte sind weich und gut gepolstert. Die Rucksäcke machen trotzdem einen sehr stabilen Eindruck.
  • Nachhaltigkeit: Für ein Ergobag pack-Set werden rund 51 Pet-Flaschen (0,5l) verarbeitet. Die für die Produkte verwendeten Textilien wurden zu 100% aus recycelten PET-Flaschen hergestellt.
  • Sicherheit durch Sichtbarkeit: Die Rucksäcke sind mit ausreichend reflektierendem Material ausgestattet. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, ein 3-teiliges Sicherheitsset, bestehend aus fluoreszierenden Zip-Flächen in vier verschiedenen Leuchtfarben zu kaufen – dies eignet sich besonders für die dunklen Wintermonate um die Sichtbarkeit zusätzlich zu erhöhen. Die Teile können einfach am Rucksack eingezippt werden.
  • Individualität: Die austauschbaren Kletties sind das Markenzeichen von Ergobag. Es gibt über 25 verschiedene Themen-Sets und auf der Website kann man sogar seine eigenen Kletties gestalten. Sollten sie mal nicht mehr interessant sein, kann man sie also einfach durch andere austauschen oder auch weglassen.

Auch das Innenleben des Ergobag Pack überzeugt: Es gibt ein Bücherfach, ein Fach für Kleinigkeiten und eben die Möglichkeit, Hefte in der speziellen Box im Rucksack gesondert aufzubewahren. An der Front aussen gibt es eine weitere Tasche mit Trinkflaschenhalter und Platz für die Znünibox. Auch im Deckel gibt es ein Reissverschlussfach. Der Sportrucksack kann mittels Schnallen direkt am Rucksack angebracht und transportiert werden.
Etwas ganz Besonderes ist zudem die Schnalle, mit welcher der Rucksack geschlossen werden kann: Sie ist magnetisch und verschliesst sich so praktisch von selbst. Auch das Öffnen funktioniert kinderleicht und das sogar mit Handschuhen – für Kinderhände eine Wohltat.

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Mit dem Schulrucksack posieren die beiden gerne fürs Foto 😉

Ergobag hat übrigens auch Modelle für den Kindergarten und für grössere Schüler im Angebot. Am besten Ihr schaut Euch mal auf der Website um. Mich hat das Produkt nun auch live überzeugt und als der Grosse den Rucksack zum ersten Mal sah, war er total aufgeregt und sagte wortwörtlich: „Das ist ja wie Weihnachten!“ Die Freude war wirklich gross, wie man auf den Fotos bestimmt auch sehen kann 😉 Er hat sich ganz oft bedankt und freut sich nun sicher noch ein bisschen mehr auf die Schule.

Und ihr? Habt Ihr heuer auch schulreife Kinder? Macht Ihr Euch schon Gedanken um den perfekten Schulrucksack? Oder kennt Ihr ergobag evtl. sogar schon bzw. haben Eure Kinder einen und seid Ihr zufrieden? Ich freue mich über Eure Meinungen und hoffe, dass Ihr, solltet Ihr Euch für einen Ergobag entscheiden, genau so begeistert seid…

Wir bedanken uns bei eEgobag herzlich für die Möglichkeit, das ergobag pack set testen und vorstellen zu dürfen – vielen Dank!

Ein Tablet für jeden Erstklässler?

Die digitale Welt macht auch vor den noch ganz jungen Schülern keinen Halt. Was in anderen Ländern und Schulen zum Teil schon gang und gäbe ist, soll nun auch in Liechtenstein geprobt werden, wie die Landeszeitungen heute berichteten: nach den Osterferien wird jeder Erstklässler an der Primarschule in Ruggell ein eigenes Tablet erhalten und zwar das rund 300 Franken teure (kommt auf die Version an) des bekannten Herstellers mit dem Apfel. Insgesamt sind es 38 i*Pads, 2 davon gehen an die Lehrer. Finanziert wird dieses Projekt von der Gemeinde.
Die Schulleiterin erklärt in der Zeitung, das Gerät nicht als Ersatz sondern als Ergänzung zu bisherigem Unterrichtsmaterial zu sehen. Ziel ist es offenbar, den Schülern Kompetenzen im Umgang mit dem Gerät sowie den neuen Medien beizubringen. Es gilt, das Tablet als Arbeitsinstrument kennen zu lernen und zu nutzen, aber auch Gefahren im Umgang damit. Auch die Eltern sollen miteinbezogen werden. Sinnvollerweise verbleibt das Tablet während der ersten drei Jahre in der Schule. Danach soll mit den Eltern besprochen werden, ob die Schüler das Gerät auch mit nach Hause nehmen dürfen. Dies erklärte mir Marcel Kaufmann, Lehrer und Mitglied der ICT-Gruppe, welche das Konzept mit dem Schulamt erarbeitet hat.
Wie aus der Diskussion auf meiner Facebook-Seite zu entnehmen ist, fühlen sich einige Eltern „übergangen“. Nicht alle sind mit diesem Versuch einverstanden. Ob sie ihre Meinung ändern, wird sich wohl zeigen, wenn das Projekt startet und die Eltern eingehend informiert und „geschult“ werden.
Ich erkenne einerseits durchaus an, dass die neuen Medien im Unterricht langsam eingeführt werden sollen – unabhängig davon, dass wohl die meisten Kinder schon lange vorher in Kontakt damit kommen, da die meisten Haushalte über Tablet, Notebook oder Smartphone verfügen. Schon sehr kleine Kinder sind schnell fasziniert von den Geräten, die den Alltag ihrer Eltern prägen. Auch lernen sie rasch, wie die Geräte bedient werden können. Apps gibt es schon für Kleinkinder und viele Eltern nutzen die Geräte zwischendurch gezielt, um ihre Kinder zu unterhalten, sei es im Wartezimmer des Arztes oder auf einer langen Autofahrt. Kaum ein Kind wird also ohne Vorkenntnisse mit dem Tablet in Berührung kommen. Nur kennen sie es vor allem als Spielgerät und Unterhaltungsmedium. In der Klasse soll sich dies also ändern.
Zweifel habe ich daran, dass bereits Erstklässler einen nicht-spielerischen Umgang mit dem Gerät erlernen sollen. Sollte nicht in den ersten Schuljahren anderes im Vordergrund stehen, das mit herkömmlichem Schulmaterial genau so gut erlernt werden kann? Mich stört diese „so früh als möglich“-Haltung ein wenig, so sehe ich z.B. auch nicht ein, dass Englisch als Fremdsprache bereits in der Primarschule Einzug halten muss. Den Nutzen schätze ich als zu gering ein.
Was ich ebenfalls hinterfrage, ist die Tatsache, dass Sechsjährige schon über ein eigenes Gerät verfügen sollen, auch wenn es im Klassenzimmer verbleiben wird. Marcel Kaufmann argumentierte damit, dass die Kinder Verantwortung für Fotos, Filme, etc. übernehmen müssen. Zudem gebe es bei Geräten, die geteilt werden, oftmals Probleme mit Bildern oder auch Mailaccounts, die missbraucht wurden. Hier stellt sich mir schon die Frage, warum in einer ersten Klasse, in der die Kinder gerade erst das Schreiben (von Hand!) und Lesen erlernen, bereits ein Mailaccount in der Klasse genutzt werden soll. Zwar erhält jeder Schüler automatisch einen eigenen Mailaccount, jedoch kann doch dieser auch einfach zuhause abgerufen werden. Ich sähe meinen bald 6-jährigen Sohn überfordert damit, lesen und schreiben zu lernen und gleichzeitig bereits einen Mailaccount zu nutzen. Aber vielleicht bin ich für dieses Verständnis noch zu wenig „digital native“. Auch Fotos und Filme sind ja gut und schön, haben für mich aber mehr mit Freizeit als mit Lernen zu tun. Ich persönlich fände also, dass in den ersten Schuljahren ein paar wenige Tablets für den Klassenverbund ausreichen würden um sich schrittweise der Thematik zu nähern. Ab der 3. oder 4. Klasse kann man dann ja nochmals darüber diskutieren…
Ich erinnere mich noch gut an meine ersten Begegnungen mit dem Computer. Eine Art Lerncomputer hatte ich bereits als Kind. Den ersten PC lernten wir in der 3. Klasse kennen. Genutzt werden durfte er v.a. in den Pausen für das Spielen von Oxyd, ein Game, das manche vielleicht noch kennen. Ich mochte es ganz gerne. Zuhause „erbten“ wir dann auch irgendwann einen alten Atari, auf dem ich via Diskette einzelne Spiele machen konnte. Erst im Gymnasium ersetzte mir der Computer dann die Schreibmaschine. Im Informatik-Unterricht wurden wir ans Chatten, ans E-Mail-Schreiben und an den Umgang mit den Windows-Programmen und dem Internet herangeführt. Das reichte vollends und ich wage mal zu behaupten, dass ich heute genug weiss, um mit meinem Notebook und dem Tablet (das sowieso selbsterklärend weil so simpel) ist, umzugehen und ich sehe mich auch (noch) als kompetent genug an, um meine Kinder sinnvoll an die Materie heranzuführen. Selbstredend erleben sie mich täglich am Notebook schreibend, arbeitend und surfend. Sie dürfen das Tablet gelegentlich für Spiele oder ähnliches nutzen und wissen es diesbezüglich auch zu bedienen. Mein Sohn kommt im Sommer in die erste Klasse. Ich sehe nicht ein, dass er da schon ein eigenes Tablet zur Verfügung haben sollte, auch wenn es einem guten Zweck dient. Ich bin einfach der Meinung, es reiche vollends in den höheren Klassen… wir besassen damals noch eine persönliche Schreibtafel. Dies scheint nun definitiv „old school“ zu sein.

In drei Jahren wird das Konzept evaluiert und im Gemeinderat wird über eine Weiterführung entschieden. Dies dürfte dann auch Vorbildfunktion für die anderen Landesschulen haben. Ich bin gespannt, wie es sich entwickelt und werde es auf jeden Fall verfolgen. 
Nun aber zu Euch, die Ihr ja auch aus Deutschland, Österreich, der Schweiz etc. mitliest. Was hält Ihr von dem Projekt? Habt Ihr diesbezüglich schon Erfahrungen? Ich freue mich über Eure Meinungen und Berichte…
Das Bild zeigt übrigens meine Kinder im letzten Sommerurlaub auf dem Flughafen beim Warten auf den verspäteten Flieger. Auf dem i*Pad haben wir diverse Filme abgespeichert damit wir unterwegs solche Situationen gut überbrücken können. Der Flughafen war rappelvoll, es blieb nur noch der Boden für die kurze „Bildschirmpause“…

Anstrengend? Fordernd? Intensiv?

Im Titel findet Ihr Attribute, die ich schon benutzt habe, wenn ich von meinen Kindern sprach… ab und an fragt dann mal jemand, warum denn meine Kinder so seien… ich habe dann mal nachgedacht… es gibt gefühlt 100 Gründe, die ich jetzt nennen könnte – begonnen damit, dass beide Kinder stets „schlechte (Ein)Schläfer“ waren und zum Teil noch sind und endend damit, dass unser Grosser hochsensibel zu sein scheint… Das sind so Fakten, die es uns Eltern manchmal nicht so einfach machen.
Trotzdem finde ich es gerade unpassend, meine Kinder anstrengend o.ä. zu nennen. Schliesslich gibt es immer zwei Sichtweisen und aus Sichtweise der Kinder sind vielleicht wir Eltern anstrengend 😉 Natürlich sind Kinder unterschiedlich, aber ich glaube nicht, dass es superpflegeleichtunkomplizierte Kinder gibt, normalintensive Kinder und extremstfordernde Kinder… ein Stück weit: ja. Aber es kommt auch immer darauf an, wie die Eltern drauf sind und damit umgehen… Ich habe mir im Laufe der Jahre eine dicke Hülle um meinen Geduldsfaden zugelegt. Der reisst nicht so schnell, es sei denn ich leide gerade mal wieder am PMS oder habe sonstwie einen zickigen Tag – kann ja mal vorkommen… Abgesehen davon habe ich manchmal ausserkörperliche Erfahrungen, während der ich mich stark über meine Geduld in gewissen Situationen wundere. Und ich bin der Meinung, dass Kinder, die von ihren Eltern einst als extrem pflegeleicht eingestuft werden, irgendwann schon aufholen und den Rebellen rauskehren 😉 War’s bei uns anders? Ich war ein ziemlich braves Mädchen (sind Mädchen eh meist 😉 aber ich kann mich erinnern, dass ich in meinen frühen 20ern rückblickend total grundlos ganz oft mit meiner Mutter gezofft habe. Nun gut, es hatte wohl mit meinem damaligen Freund zu tun, der – und das wussten meine Eltern – dem Kiffen nicht abgeneigt war und ihnen auch sonst in gewissen Dingen nicht immer ganz geheuer… tempi passati. Aber: es beweist, dass auch ich unauffälliges Kind plötzlich für argen Ärger sorgte. Über meine anderen Mankos und die Gründe dafür schweige ich mich an dieser Stelle lieber mal aus. Das Wort „Psycho„, liebevoll gemeint, höre ich ständig. So viel zu dem…

Sind jetzt meine Kinder anstrengend oder ist es nur eine Frage der Perspektive und des Umgangs mit ihren Eigenarten? Da es fast keine Vorkommnisse gibt, die nicht in anderen Familien auch passieren, würde ich sagen, wir haben hier zwei relativ durchschnittliche Kinder, die, wie andere auch, vielleicht die eine oder andere Supermacke haben, die ich aber immer, wirklich immer entweder mir oder meinem Mann zuordnen kann. Da hört er dann von mir, befindet sich der Blutdruck gerade im Steilflug, schnell mal ein eingreifendes „Du bist haargenau so!“ Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm… und legt mein Sohn mal wieder ein total abartiges Verhalten an den Tag weil X nicht so ist wie es sein soll, dann läuft bei mir ganz oft ein Film aus meiner Kindheit ab. Ich kann diese Situationen alle sofort aus irgendeiner Schublade in meinem Gehirn abrufen. Und wie Psychologen sagen, sind diese Momente, in denen einem die eigene Macke mit dem Spiegel aufgezeigt wird, diejenigen, die einen am meisten triggern…

So. Ich möchte also festhalten, dass meine Kinder zwei willens- und charakterstarke Persönlichkeiten sind, die uns auf positive Weise fordern. Und diesen Satz schreibe ich jetzt fiktiv an den Kühlschrank weil bestimmt bald wieder ein Moment kommt, in dem wir das vergessen…

Ansonsten nichts Neues hier… Alltag pur, düsteres Wetter, heute die üblichen Playdates… Am Weekend waren wir mal wieder im Kino, haben aber leider Creed verpasst, es wurde also Deathpool, recht witzig, aber auf nicht allzu hohem Niveau… bin zwar sportlich nach wie vor aktiv, hatte aber, weil ich FR-SA weg war (ihr habt das vielleicht auf meiner FB-Seite gelesen), einen kleinen Einbruch. Das selbe gilt leider auch für meine Ernährungsgewohnheiten. Ich hoffe, da die Kurve wieder kriegen zu können.
Gestern habe ich recht spontan ausgemacht, dass jemand ein Occasions-Bike für meinen Sohn zum probefahren vorbei bringt (langsam wird das alte, nur geliehene Fahrrad, zu klein und im Hinblick auf den baldigen Schulstart wäre ein Neues eh nicht schlecht). Dummerweise war mein Mann nicht zuhause, mein Sohn verliebte sich überraschenderweise und es stellte sich dann nach fachkundiger Prüfung meines Mannes heraus, dass das Bike eigentlich viel zu schwer sei für ein Kind… es ihm jetzt wieder zu nehmen, wo es ihm doch gefällt, ist natürlich auch doof… Gibt ein Mal gelbe Karte für die Mama, die dachte, hier ein tolles Schnäppchen zu machen… machen wir das Beste draus?

Dafür bekam ich diese Woche eine Overlock geschenkt und kann sie vielleicht bald mal ausprobieren, auch wenn ich gerade eine Nähflaute habe (keine Lust auf neue Projekte; aber der Sommer kommt bestimmt…)

Wünsche Euch eine schöne Wochenmitte, nette Restwoche und habt’s gut! :* 

Über Freiheit, Verantwortung, Loslassen & Vertrauen…

Die Maus wird im Dez. 4 Jahre alt. Im nächsten Sommer kommt sie in den Kindergarten. Damit wird der Ablösungsprozess erst so richtig beginnen. Einerseits also ist sie schon fast eine Grosse. Andererseits hat sie sich bis heute viel Babyhaftes erhalten. So ist sie ein richtiges Mamakind, das Mühe hat, sich vor mir zu trennen, wenn es darum geht, in die Kita, in die Waldspielgruppe o.ä. zu gehen. Sie hätte mich am liebsten dabei. Auch im Schwimmkurs am Samstag hatte sie trotz meiner Anwesenheit ganz nah bei ihr, Mühe, sich der Gruppe anzuschliessen… aber dann das: unser Grosser darf schon seit einer Weile nachmittags ab und zu mit unserem Nachbarn, der ein wenig jünger ist, allein zum Kindergarten. Das sind keine 5min Weg. Es ist nicht in Ruf- oder Sichtweite aber es ist recht nah. Sie müssen dafür einmal eine Nebenstrasse mit eher wenig Verkehr kreuzen. Gehen die Grossen zwei, habe ich mittlerweile Vertrauen, dass sie nichts anstellen und wieder kommen. Sie sind ja zu zweit, das gibt mir Sicherheit. Lange habe ich die Kleine immer wieder daran gehindert, mitzugehen. Sie ist halt einfach noch jünger, sie ist noch kein Kindergartenkind etc. Aber ich hatte in der letzten Zeit keine Lust mehr auf diesen Kampf. Denn natürlich will sie. Natürlich? Ja, warum nur fällt ihr hier die Trennung so pipileicht, woanders aber nicht? Klar, die Situation ist eine andere aber so ganz begreifen kann ich es nicht. Es ist nun schon 2-3x geschehen, dass ich sie für rund 30min mit liess (und dann nachfuhr mit dem Velo). Aber wohl ist mir dabei nicht. Ich habe keine Panikattacken, aber ich kann auch mitnichten in der Zeit in Ruhe den Haushalt machen, kochen oder so. Nein, ich sitze wie auf Nadeln und schaue ständig auf die Strasse… halb ängstlich, es könnte, was geschehen, halb hoffnungsvoll, die Kinder bögen gleich um die Ecke in unsere Einfahrt. Das Mutterherz leidet. Ist es noch zu früh, ihr schon diese Freiheit zu schenken? Ist es OK, den Grossen ein Stück Verantwortung zu übertragen? Ist es OK, leichtgläubig zu sein, es passiere schon nichts? Wäre es überhaupt besser, wenn sie ein wenig älter wäre? Nächstes Jahr kommt unser Grosser in die Schule und ich kann mir aktuell null und gar nicht vorstellen, dass er den doch um einiges längeren und über eine Hauptstrasse führenden Schulweg alleine meistern soll… dann ist er schon fast 6,5 Jahre alt aber ich sehe das noch nicht.
Tut den Kindern diese Freiheit gut? Ist es gut, wenn ich das Loslassen schon ein wenig übe? Ach, ich bin da so gespalten. Beim Grossen ist es für mich in Ordnung, nur, wenn sie zu lange wegbleiben, bekomme ich auch das Muffensausen und fahre hinterher. Die Kleine ist faktisch halt erst 3 Jahre alt und für ihr Alter auch körperlich eher noch klein und ungeschickt. Oh Mann…

Wie seht Ihr das? Verantwortungslos? Ein Reifeprozess, der dazu gehört? So, ich fahr jetzt mal da hin. 30min sind mehr als genug für eine Glucke wie mich! 😉