5 Monate Mäuschen

Schwuppdiwupps, schon 5 Monate alt bin ich! Hat sich seit dem Letzten Update irgendwas getan? Nöööö… alles ruhig bei mir. Bis auf die Nächte. Da wache ich gegen Morgen oft ein paar Mal auf und neste herum. Aber Mama kennt das ja und kommt notfalls auch mit weniger Schlaf aus (Mama findet zwar, dass dem nicht so ist… *g*).

Ich stille noch frisch und fröhlich und das passt mir wunderbar. Für Beikost ist es noch zu früh. Es interessiert mich weder sonderlich, noch brauche ich es schon. Mal sehen, wann es so weit sein wird. Mama ist ganz froh, dass sie mich einfach nur stillen muss, das ist von allem der geringste Aufwand und Mama halt ’ne faule Socke.

Mit dem „windelfrei“ klappt’s grad auch nicht mehr so. Ich hab‘ nicht immer Lust darauf und wenn, dann versteht mich Mama des öfteren falsch. Zudem klappt das Pieseln so gut wenn ich halb aufrecht bin, also im Newborn-Aufsatz vom Tripp Trapp, in der Wippe oder im Autositz. Da legt Mama drum immer eine Windel drunter.
Nachts klappt’s am besten, da weiss Mama, dass ich die erste Phase gut durchkomme und nach dem Stillen wieder einschlafe, und in der zweiten Phase drückt die Blase, da hebt sie mich dann rasch auf’s Töpfchen zum Pullern, dann nochmal stillen und weiterschlafen. So darf ich nachts ohne Windel schlafen.

In Sachen Bewegung hat sich bei mir nicht viel getan – ich stagniere sozusagen. Dafür habe ich so vor 2-3 Wochen damit begonnen, ein wenig gezielter zu greifen. Gemerkt hat Mama das, als ich ihr beim Hamburger-Essen im Ravensburger Spieleland fast den Burger aus der Hand riss. Meine grossen Geschwister fanden das urkomisch 😀

Ansonsten bin ich fit und munter. Einen Rhythmus nach der Uhr habe ich nicht. Tagsüber schlafe ich selten mehr als 30 Minuten und wenn, dann genau dann, wenn Mama eigentlich los wollte/muss, hehe… für Mama ist das etwas doof, ich weiss, v.a. weil ich kaum gestillt und abgelegt, schon wieder motze weil ich müde bin oder mir langweilig ist… so ist Mama gefühlt ständig mit mir beschäftigt, aber das kennt sie von den Grossen ja nicht anders und weiss, dass es irgendwann auch wieder anders ist 😉

Eigentlich bin ich ja ein Sonnenschein und überrasche sie meist in Situationen, in denen sie denkt, dass es gar nicht klappen wird, damit, dass ich das zufriedenste Baby bin – so wie z.B. bei ihrem ersten Friseurtermin, auf dem Geburtstag meines Göttis usw.

So, folgt ihr mir weiter? Mitten im Sommer werde ich 6 Monate alt und vielleicht wollt Ihr ja wissen, was sich bis dahin alles tut…? 🙂

3 Monate Mäuschen

Heute ist mein kleines Mäuschen schon 3 Monate alt, d.h. vor ungefähr einem Jahr wurde ich schwanger. Es ist, als wäre es gestern noch gewesen, dass ich die Schwangerschaft bemerkte und mich über den wachsenden Bauch freute. Aber schon kurz nach der Geburt (an die ich mich auch noch sehr gut und gerne zurück erinnere) konnte ich mir gar nicht mehr vorstellen, wie es war mit so dickem Bauch am Ende der Schwangerschaft – schon verrückt. Schwanger sein fand ich, bis auf die letzten Wochen, immer sehr schön und so blicke ich natürlich auch ein wenig wehmütig zurück auf diese Zeit… hach… seufz… aber es geht hier ja um das Mäuschen, das unser Leben so schön bereichert… 🙂

Die Kleine überrascht mich wirklich immer wieder. Ich finde mich dann manchmal staunend vor und überlege, ob irgendwas mit meiner Milch nicht stimmt oder so, aber dieses Baby ist eins, das ich mir immer gewünscht habe, als ich mit den ersten beiden so richtig „auf die Welt kam“ und die anderen immer um ihre „einfachen und pflegeleichten“ Babys beneidete während ich dachte, ich mache bestimmt irgendwas falsch, aber nein, sie sind halt einfach alle anders… Sie schläft oft von selber ein, sogar alleine im Beistellbett. Sie trinkt mittlerweile wirklich gut und schnell an der Brust und sie schläft sehr gut. Am Dienstag (12-Wochen-Schub?) sogar mehr als durch mit über 9 Stunden am Stück! (Natürlich konnte ICH das nicht geniessen weil ich nachts doch noch oft erwache (Gewohnheit? Alarmbereitschaft?) und die grosse Maus zu mir rüber kam und dann herum nestete… Und am Donnerstag und Freitag wiederholte sie das Ganze mit 8 Stunden. (Danach erwachte sie wieder früher, aber mit einer nächtlichen Stillmahlzeit kann man gut leben…) Und sie kann teils auch schon eine ganze Weile zufrieden auf der Krabbeldecke liegen und sich ein wenig entdecken.
Und ja, das ist durchaus ungewohnt für mich, das kannte ich von meinen Grossen nicht. Als sie Babys waren, haben sie mich viel mehr gebraucht. Zum Teil fehlt mir fast die Nähe, ich sollte öfter mit ihr im Tuch spazieren gehen… 😉 Einfach so auf meinem Bauch liegen und kuscheln mag sie z.B. gar nicht, obwohl das andere Babys meist sehr geniessen – interessant, wie unterschiedlich Kinder doch sein können und dies von Anfang an, es ist also mit Sicherheit nichts, das man ihnen an- oder abtrainieren könnte.
Wenn ich mich abends neben sie ins Bett lege, dann schaue ich sie oft noch eine Weile an, wie sie friedlich schläft und fühle mich dann einfach nur unendlich gesegnet, dieses kleine Menschlein, dieses Wunder, bei mir haben zu dürfen. Es ist keine Selbstverständlichkeit. Und vor lauter Glück kann ich in diesen Momenten oft eine Weile gar nicht einschlafen… es ist so schön, ihr beim Wachsen zuzusehen… und es geht so schnell! So anstrengend die Babyzeit sein mag, so schön ist sie auch, sogar das hatte ich fast vergessen!
Diese Woche habe ich noch Kisten der nächsten Grösse (68) ausgeräumt. So viele Kleider noch von der grossen Maus her… Kleider, die ich längst vergass und mich dann beim Herausholen jeden Teils freute, weil ich mich daran erinnerte, wie die grosse Maus sie trug…

Stillen & Schlafen
Wie erwähnt klappt beides wunderbar. Tagsüber sind die Schläfchen in letzter Zeit auch mal länger geworden, vielleicht kristallisiert sich da ja bald sowas wie ein Vor- und ein Nachmittagsschlaf heraus? Unterwegs stillen ist noch etwas doof und mühsam da ich zuhause wirklich v.a. im Liegen stille. Es geht einfach am besten – für uns beide. Wenn sie morgens aus dem Nachtschlaf erwacht, strahlt sie freudig an oder strampelt zufrieden rum und schaut sich um – einfach Zucker!

Motorik & Verhalten
Das Mäuschen ist schon richtig aufgeweckt, freut sich, wenn man sie anspricht und lächelt, hört aufmerksam zu, gibt Laute von sich.
Sie strampelt sehr viel rum, kann sich auf die Seite drehen aus der Rückenlage und lutscht oft an ihren Händchen.

Windelfrei
Klappt momentan erstaunlich gut zuhause. Wenn ich nicht abgelenkt bin oder sie während der Mahlzeiten im Baby-Set sitzt, dann erwische ich das meiste. Auch glaube ich, dass sie langsam „weiss“, dass ich reagiere und „wartet“. Natürlich reagiere ich relativ schnell, aber noch vor wenigen Wochen hat sie meist schon gepieselt, nachdem sie geschlafen hat tagsüber. Das kam nun nicht mehr vor, sie erwacht trocken. Nachts hängt es ein wenig von mir ab. Wenn ich früh genug erwache und nicht zu müde bin, halte ich sie erfolgreich ab. So bleibt nachts die Windel auch trocken. Die letzten Nächte war das immer so, so dass ich schon fast überlege, ihr nachts gar keine Windel mehr anzuziehen.

Nun steht uns die kommende Woche noch die grosse Herausforderung bevor, dass wir 2 Tage weg sind inkl. einer Übernachtung. Drückt mir bitte die Daumen, dass es gut klappen wird, es sie nicht allzu sehr verwirrt und wir zuhause wieder so weitermachen können wie bisher… ich habe da immer grossen Respekt vor solchen „Geschichten“, aber da sie ja offenbar ein wirklich unkompliziertes Kind ist, wird sie es wahrscheinlich viel besser meistern als ich 😉

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Stillen & Mode

Es gibt Kleidung, die zum Stillen taugt und es gibt solche, die denkbar unpraktisch dafür ist. Und es gibt Kleidung, die extra dafür gemacht ist und diese stelle ich heute gerne mal vor – es ist nämlich gar nicht so einfach, solche Teile zu finden, die dazu auch noch schön sind und nicht nur praktisch 😉

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Stilltop für drunter (statt BH) – bequem und praktisch, egal, was man drüber trägt…

Stillende Mamas stillen nämlich gut und gerne den ganzen Tag und auch die halbe Nacht lang und sowohl zu Hause als auch unterwegs muss es manchmal schnell gehen, weil der Hunger gross ist. Trotzdem wollen wir uns dafür nicht halbnackt ausziehen müssen. Gerade unter Beobachtung im Café, auf der Parkbank, im Wartezimmer oder bei Freunden fühlen sich stillende Mamas dann am wohlsten, wenn allfällige „Zuschauer“ möglichst gar nicht merken, dass gerade ein Baby gefüttert wird. Dezent soll es von sich gehen… Manche nutzen Stillschals, Tücher oder ähnliches dafür, ich fand die aber meistens sehr unpraktisch weil ich dann das Baby nicht gescheit sehen konnte und wer will schon unter einer Decke „essen“?

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Zweigeteiltes Oberteil

Also besitze ich nebst einiger stilltauglicher Kleidungsstücke, die eher für den Hausgebrauch sind, da nicht gerade schön (das sind v.a. Tops oder Oberteile mit weitem, dehnbarem Ausschnitt, der sich einfach unter die Brust ziehen lässt und 2, 3 selbstgenähte Teile, die aber nicht ganz perfekt sind sowie natürlich Stillnachthemden), einige „ausgehtaugliche“ Stücke. Mit „ausgehtauglich“ meine ich aber nicht abendlich-schick, sondern einfach gut genug angezogen für vor die Türe 😀
Gerne trage ich auch ein Stilltop mit Spaghetti-Trägern und darüber ein normales Shirt, das sich dann einfach hochschieben lässt. So ist der Bauch trotzdem gut bedeckt 😉
Die meisten Hersteller kombinieren Umstands- und Stillmode, was durchaus Sinn macht, denn so kann man sie schon in der Schwangerschaft nutzen und „eintragen“ 😉 Denn nicht jede stillt lange und so lohnt sich der Kauf besagter Teile dennoch. Ob mit Reissverschlüssen an der Brustseite, versteckten Eingriffen, überlappendem Stoff etc., wer sich nicht auskennt, erkennt meist nicht auf den ersten Blick, dass es sich um Stillmode handelt.

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Ein solcher Hersteller ist Happymum – ein Umstands-Modelabel aus Polen, das Ania seit einem Jahr in der Schweiz vertreibt, da sie selber während ihrer beiden Schwangerschaften Fan der schönen Kleider wurde. Die geborene Polin und Mutter von zwei Söhnen arbeitet neben ihrer Tätigkeit für den Onlineshop, die sie sich mit ihrem Mann teilt, noch zu 50% und lebt in Baden. Die Kleider für Happymum werden komplett in Europa produziert und der Fokus liegt darauf, dass sich werdende und stillende Mütter darin nicht nur wohl fühlen, sondern auch weiblich. Schaut doch mal auf die Website und findet Euer persönliches Lieblingsstück! 😉

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Ein dezenter Reissverschluss oberhalb der Brust ermöglicht diskretes Stillen.

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Vielen Dank, Happymum, dass wir testen durften! 🙂
Die Fotos mit den Models stammen von Happymum

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Unser Nachtlicht

OLYMPUS DIGITAL CAMERAAls der Grosse klein war, wie klein, weiss ich nicht mehr, entdeckte ich zum ersten Mal die Marke „Pabobo“ und verliebte mich gleich in das Nachtlicht „Lumilove Barbapapa“, das es in blau und rosa gibt. Also haben wir für den Grossen einen blauen Barbapapa gekauft, denn er wollte nicht im dunklen Zimmer schlafen und den Barbapapa kann man ganz einfach durch Draufdrücken auf der Unterseite ein- und ausschalten. Mit einer Ladestation zum Einstecken konnten wir den kleinen, blauen Freund wieder aufladen, aber er hielt recht lange. Wir haben ihn auch jeweils mitgenommen wenn wir in die Ferien fuhren oder sonstwie auswärts übernachteten weil es ja in den Hotels keine Nachtlichter gibt. So ein freundliches, sanftes Licht ist für Eltern und Kind praktisch:

  • OLYMPUS DIGITAL CAMERAHell genug damit das Kind keine Angst hat, dazu das freundliche Gesicht
  • Nicht zu hell um den Schlaf zu stören
  • Ermöglicht es, nachts zu stillen, abzuhalten, Windeln wechseln etc. ohne das grosse Licht einschalten zu müssen.
  • In einem fremden (Hotel)zimmer verhindert es, dass man im Dunkeln den Weg zum Klo nicht findet oder irgendwo dagegen läuft 😉
  • Man kann es auch einfach mitnehmen um den Weg zu leuchten, es in einem anderen Zimmer abzustellen etc.
  • Der Barbapapa wird nicht warm
  • Ein Timer schaltet das Licht automatisch nach einer Stunde aus

Zur Geburt der Maus habe ich mir dann den rosaroten Barbapapa gewünscht, der leider irgendwann vom Grossen geworfen wurde, so dass der untere Teil herauskam und sich nicht mehr wieder einsetzen liess – zudem funktionierte das Ein- und Ausschalten nicht mehr.
Da ich aber für das Mäuschen bzw. das Mädchenzimmer wieder einen wollte, wurde ich dank Innobaby erneut fündig und hab mir aus Interesse gleich mal das neuere Modell bestellt, das gleich aussieht, aber nicht mittels Station sondern einem einfachen USB-Kabel geladen werden kann. Das ist auch für unterwegs praktisch, denn das Kabel kann man ganz einfach überall einstecken, wo es einen USB-Anschluss gibt, z.B. mit dem Ladegerät des Handys. Auch hat das neue Modell einen Timer, der das Licht nach einer Stunde ausschaltet, was hilft, Strom zu sparen – ideal also für Kinder, die das Licht nur zum Einschlafen brauchen. Den Timer kann man natürlich auch deaktivieren.

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Von Pabobo gibt es noch weitere, tolle Nachtlichter, die zum Teil sogar Lichtbilder an die Decke projizieren und Musik abspielen. Passend dazu gibt es übrigens eine App für das Handy mit sanfter Einschlafmusik. Schaut Euch mal bei Innobaby um, vielleicht werdet Ihr da auch fündig 🙂 Der Händler vertreibt auch noch weitere praktische Produkte. Auf Nestwärme (Facebook-Seite) verlose ich gerade ein elastisches Tragetuch von ByKay, vielleicht habt Ihr ja Lust, mitzumachen, dann dürft Ihr gerne rüberhüpfen 😉

Schlafen Eure Kinder auch (nur) mit einem Nachtlicht (ein)? – wie sind Eure Erfahrungen oder was habt Ihr für ein Licht? Gefällt Euch unser Barbapapa? 🙂

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Gastbeitrag: Ernährung in der Stillzeit

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Anna Kristin Krönert

Es ist schon eine Weile her, dass ich Anna Kristin Krönert und ihre Familie kennen lernen durfte. Aber ich erinnere mich noch gut daran. Es war ein heisser Sommertag und ich wurde zu einer Trageberatung zu Ihr nach Hause gebeten. Unsere Wege sollten sich wieder kreuzen, denn Anna begann nach einer Weile selber, zu beraten, und zwar in Sachen Ernährung sowie als Farb- und Stilberaterin. Weiter unten mehr dazu. Sie hat sich in der Region bereits einen Namen gemacht und über Facebook bin ich immer up to date, was sie so anbietet 😉 Und weil sie in Sachen Ernährung ein Profi ist, bat ich sie um diesen Gastbeitrag. Falls Ihr also auch stillt oder Euch generell für das Thema Ernährung interessiert, lest weiter, was Anna für Tipps für Euch bereit hält… 🙂

„Dein Goldschatz schläft gerade seelig auf deinem Bauch, an Ablegen ist gar nicht zu denken? Die kleine Maus schlummert friedlich im Bettchen, die Grossen wollen versorgt werden und die Wäsche stapelt sich? Das klingt in deinen Ohren nicht ganz unbekannt? Willkommen im Club! Willkommen im Club der (stillenden) Mamis. Du befindest dich in einer Zeit, in der du manchmal vor Liebe und Glückseeligkeit am liebsten die Uhr anhalten möchtest. Die Zeit einfrieren und einfach das Baby und die tiefe Verbundenheit spüren. Aber Stopp – weder das Leben noch die Stillzeit im Besonderen sind in einer Tour so wunderbar blumig und romantisch verklärt. Wenn wir mal ehrlich sind, bricht manchmal einfach nur das Chaos aus. Und irgendwann macht sich dein Magen bemerkbar. Er knurrt und nix Gescheites ist zu Hause. Für diese Situationen möchte ich dir daher ein paar Tipps für deine gesunde und ausgewogene Ernährung in der Stillzeit an die Hand geben. Was tut dir gut und liefert die Energie, die du so nötig brauchst? Welche Dinge solltest du immer zu Hause haben und welche Rezepte kann ich dir empfehlen?

Doch schnell noch ein riesen Dankeschön an Tamara, die mich eingeladen hat, als Gastautorin für ihren Blog „Mama mal 3“ zu schreiben. Kurz daher eine Mini-Info zu mir: Ich bin Anna Krönert und Mami von der für mich wundervollsten Tochter der Welt, mit der ich mich immer wieder wie im 7. Himmel fühle. Als Ernährungsberaterin und Farb- und Stilberaterin unterstütze ich dich auf deinem Weg zu mehr Freude und Selbstbewusstsein.

So, dann kommen wir jetzt zum versprochenen Thema. In meinen Ernährungsberatungen dreht es sich oftmals um das Thema Gewicht. Daher erlaube mir, dass ich hier das Pferd von hinten aufzäume und dir erst einmal ein paar Fakten zum Energiebedarf und Körpergewicht in der Stillzeit verrate. Voll stillende Mütter haben einen erhöhten Energiebedarf. Man spricht von 635 kcal/Tag in den ersten vier Monaten und 525 kcal/Tag ab dem 5. Monat. Wenn dein Baby auch Milchschoppen mit Säuglingsmilch bekommt oder wenn du nicht mehr voll stillst, weil schon Brei & Co. verputzt werden, dann reduziert sich dein zusätzlicher Energiebedarf entsprechend.

Wenn du jetzt innerlich schon laut Hurra gerufen hast, weil die zusätzliche Schoki am Tag in greifbarer Nähe am Horizont auftauchte, dann muss ich allerdings leider enttäuschen. Du ahnst es schon, nicht wahr? Genau wie in der Schwangerschaft auch darfst du gern mal zu ein paar Stücken Schoki oder Guetzli greifen, aber den Hauptanteil des Mehrbedarfs solltest du dir mit einer ausgewogenen, gesunden Nahrung gönnen. Eine wichtige Rolle spielen hier somit wie auch ausserhalb der Schwangerschaft und Stillzeit Gemüse, Kartoffeln, Vollkornprodukte und Obst sowie etwas Fisch, Fleisch (wer mag), Eier, Milchprodukte, hochwertige Fette und Öle.

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Obst und Gemüse liefern wichtige Vitamine, Mineralstoffe & Balaststoffe.

Wenn du dich gesund und abwechslungsreich ernährst und sparsam mit Süssem und Fettreichem umgehst, wirst du in der Stillzeit auch abnehmen. Wichtig ist, dass du in dieser besonderen Zeit keinerlei Crash-Diät machst. Du und dein Baby, Ihr braucht jetzt viel Kraft und die könnt Ihr nicht schöpfen, wenn dein Körper eine Hungerkur durchmacht. Wie viel du bei gesunder Ernährung während der Stillzeit abnehmen wirst, lässt sich schlecht voraussagen. Wir sind schliesslich alle sehr unterschiedliche Frauen, mit verschiedenen Voraussetzungen, alle wunderschön so wie wir sind. Also gönne dir die Zeit zur gesunden Abnahme, die dein Körper und deine Seele brauchen.

Kommen wir nun also noch etwas detaillierter dazu, was du in der Stillzeit am besten isst, um beiderlei Bedürfnissen, denen vom Baby und denen vom Mami zu entsprechen. Für die Verteilung auf Energie liefernde Kohlenhydrate, gesunde Fette und Eiweiss gilt im Grunde das Gleiche wie sonst auch: Von den täglich aufgenommenen Kalorien sollten ca. 50-60% von Kohlenhydraten, 30-35% von Fett sowie 10-15% von Proteinen stammen. Insbesondere die Proteine sind hierbei für dich und das Baby wichtig. Milch, Joghurt, Käse, Quark oder auch Fisch und Fleisch sind hier klassische Eiweisslieferanten. Es gibt aber auch vielerlei Möglichkeiten der Bedarfsdeckung an Eiweiss über pflanzliche Lebensmittel. Falls dich das interessiert, dann hüpfe doch kurz zu diesem Artikel auf meinem eigenen Blog rüber. Dort habe ich dir wichtige Basics zu pflanzlichen Eiweissquellen zusammengestellt.

Solltest du ein bisserl mit dir hadern betreffend der Zusammensetzung der Ernährung und du würdest am liebsten doch gern zu den eher ungesunden Alternativen greifen, so mache dir bewusst, dass du in der Stillzeit einen noch höheren Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen wie in der Schwangerschaft hast. Die Zusammensetzung der Muttermilch hängt diesbezüglich stark von deiner Nahrungsaufnahme ab. Daher geize u.a. nicht mit Gemüse, Obst, Milch und Milchprodukten, Vollkornprodukten und ergänze deinen Speiseplan mit Eiern und, falls gewünscht, mit Fleisch und Fisch. Ich bin generell der Meinung, dass wir bei einer vernünftigen Ernährung keine Pülverchen und Pillen benötigen. In der Schwangerschaft und Stillzeit sowie natürlich bei allen vom Arzt festgestellten Mangelerscheinungen sehe ich aber durchaus die Relevanz von Vitamin-Präparaten. Ich persönlich habe in diesem Zeitraum daher ein vom Arzt und Apotheker empfohlenes Nahrungsergänzungsmittel eingenommen. Ich habe mich damit einfach beruhigter gefühlt… Wenn du dich auch für die Einnahme eines Nahrungsergänzungsmittels entscheidest, bedenke aber, dass dies kein Ersatz für eine gesunde Kost ist! Der Körper kann alle wertvollen Inhaltsstoffe aus der eigentlichen Nahrung besser nutzen als die Bestandteile von Supplements zu verwerten.

Achte bitte auch auf deinen Wasserhaushalt. Dein Wasserbedarf steigt durch das Stillen automatisch. Falls dir das Trinken eher schwer fällt, arbeite mit Tricks wie bei jeder Stillmahlzeit für das Baby selbst ein Glas Wasser zu trinken und koch dir morgens ein Kanne Tee (kein Pfefferminz, Hibiskus und Salbei – das kann die Milchmenge reduzieren). Ein Kaffee am Morgen und einer am Nachmittag sollte für die meisten Babys in Ordnung sein. Gut wäre, wenn du ihn direkt nach einer Stillmahlzeit zu dir nimmst.

Der pauschale Verzicht auf bestimmte Nahrungsmittel, da diese durch die Muttermilch beim gestillten Baby für Blähungen oder einen wunden Po sorgen, gelten bei vielen Experten mittlerweile als überholt. Solltest du das Gefühl haben, dass dein Baby auf bestimmte Bestandteile deiner Nahrung wie blähendes Gemüse oder säurehaltige Lebensmittel sensibel reagiert, so kannst du verdächtige Lebensmittel weglassen und schauen ob nach 24 Stunden eine Besserung eintritt. Sollten die Beschwerden wieder weggehen und beim nächsten Verzehr des Lebensmittels wieder auftreten, wäre es eine Überlegung wert, dieses Lebensmittel vorübergehend von deinem Speiseplan zu streichen. Der Verzehr von Fisch gilt in der Wissenschaft zum Teil als Schutzfaktor vor Allergien beim Baby.

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Rohkost rüstet man am besten am Abend vorher für den darauf folgenden Tag.

Schnibble Rohkost und Obst am Abend vorher in mundgerechte Stücke (oder bitte deinen Partner etc. darum!) und stelle es in zwei Plastik-Dosen im Kühlschrank bereit. Die Wahrscheinlichkeit ist dann hoch, dass du es trotz stressigem Alltag auch wirklich isst. Für die konkrete Umsetzung kannst du Folgendes probieren:

  • Bereite dir genauso ein kleines Döschen mit einigen Mandeln und Nüssen vor. Für die Verdauung kannst du auch noch 2-3 Trockenpflaumen oder getrocknete Aprikosen in die gleiche Dose legen. Den Inhalt der Dose kannst du dann z.B. am Nachmittag oder einfach so zwischendurch knabbern. Du kannst dir auch noch ein paar Reis- oder Maiswaffeln dazulegen, die du vielleicht sowieso von älteren Kindern im Haus hast.
  • Gut in den Tag startest du mit einem Müesli bestehend aus Haferflocken (gern auch gemischt mit einer fertigen Müeslimischung mit Trockenfrüchten und/ oder Nüssen, aber ohne zugesetztem Zucker oder Fett), Joghurt (Nature) einer klein geschnittenen Frucht oder Obstmus. Sehr gut sättigend ist, wenn du die Hälfte des Joghurts durch Quark austauschst. Nach Bedarf kannst du gern auch einen Teelöffel Honig oder Süssungsmittel deiner Wahl hinzugeben.
  • Neben der erwähnten vorbereiteten Rohkost und Obst, sowie den Nüssen solltest du also auch immer daheim haben: Joghurt (Natur), ggf. Quark, Vollkorn– oder als Kompromiss Ruchbrot, Frischkäse oder auch Butter sowie Hartkäse und ggf. Wurst/ Schinken. Ein Brot ist schnell geschmiert und wenn du dies zusammen mit der Rohkost und ggf. vielleicht noch einem am Abend zuvor hart gekochten Ei isst, bist du auf die Schnelle gut versorgt und kannst es einfach auf dem Sofa essen.
  • Warme Mahlzeiten darfst du dir ungeniert, vor allem wenn das Baby noch sehr klein ist und du vielleicht sogar noch im Wochenbett bist, von deinem Besuch wünschen! Wenn dich eine Freundin fragt, womit sie dir eine Freude machen kann, dann wünsche dir doch zwei Portionen leckeres Mittagessen. Eine Portion für sofort, die andere Portion wandert bei dir in den Tiefkühler.
  • Du kannst auch die Zeit am Wochenende, wenn vielleicht der Papi mehr Flagge zeigen kann, zum Vorkochen nutzen und einfrieren oder für Anfang der Woche einfach im Kühlschrank kühlen.
  • Quellen für allerlei gute Rezepttipps gibt es natürlich viele. Hier vielleicht noch das ein oder andere von meinem Blog: Rezept Zucchetti mediterran (sehr easy für den Alltag, wenn du etwas Zeit hast, das Baby im Bett, Laufstall oder Tuch zufrieden ist), Rezept für irre schnell selbst gemachtes Vollkornbrot (Zutaten mehr oder weniger nur zusammenschütten, umrühren und das Kneten entfällt) oder auch Gesunde Pizza für Gross & Klein (etwas aufwendiger, z.B. fürs Wochenende).

Soooo, zu guter Letzt liegt mir noch am Herzen, dass du auf dein Bauchgefühl hören solltest. Geh‘ ruhig auch mal Gelüsten nach. Gönne dir die Gummibärchen oder das Stück Kuchen ohne schlechtes Gewissen und schiebe ab und an die Tiefkühlpizza in den Ofen. Das schadet absolut nicht!

Die ein oder andere Info war dir jetzt ein bisserl schnell? Yup, das verstehe ich. Melde dich gerne bei mir um Fragen zu klären. Ich freue mich auf dich.

Und jetzt viel Spass mit Baby & Co und schnapp‘ dir direkt mal ein Glas Wasser!

Herzlichst, deine Anna“

Anna Kristin Krönert, Zertifizierte Ernährungsberaterin, Website: www.stil-und-ernaehrungsberatung.ch, Facebook: www.facebook.com/stil.und.ernaehrungsberatung.ch

Liebe Anna, vielen Dank für diesen informativen Beitrag!!! 🙂 Ich selber kämpfe noch oft gegen den inneren Schweinehund weil ich gerade nachmittags oft Lust auf Süsses habe (Schokolade, Kekse…). Rohkost gehört bei uns täglich auf den Tisch, das Müesli zum Frühstück sollte ich mir konsequenter abends vorbereiten damit ich morgens nicht doch zur schnellen, leider zuckerreichen Fertigvariante greife… 

Bilder: Anna Kristin Krönert

1 Monat Mäuschen (und Maslow)

Ihr fragt Euch jetzt vermutlich, wer oder was zum Geier Maslow ist. Aber vielleicht kennt Ihr ihn ja (wieder) wenn Ihr auf die Grafik schaut. 

maslow-pyramideJa, genau, die Bedürfnis-Pyramide. Genau an diese erinnere ich mich aktuell ganz oft, wenn ich unsere Tage so durchdenke. Wir sind ganz unten gestartet, logo, und diese untere Stufe diktiert unseren Tag, Baby’s Tag.
Atmen tut es gottlob von selber, zum Trinken (Nahrung) meldet es sich genau so wie wenn es müde ist. Und bei uns kommt noch das Ausscheidungsbedürfnis hinzu, das sich durch gewisse Signale zeigt und dem ich mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg versuche entgegen zu kommen. Es ist also ein 24h-Kreislauf von Nahrungsaufnahme-Ausscheidung-Schlaf und wieder von vorne, unterbrochen nur durch mehrere Wachphasen…

Ob Sicherheit und das Soziale auch schon dazu kommen? So ein wenig schon, oder? Sicher bin ich ganz nah bei Mama, Papa oder sonst jemandem, der mich trägt oder hält. Und Kommunikation ist durchaus ein Thema. Es wird Blickkontakt gesucht, Laute werden von sich gegeben. Weinen gehört auch dazu. Es kann ja noch nicht sprechen…

Vielleicht findet Ihr den Vergleich ja total albern, aber ich finde es stimmt 😉 Maslow-Baby *g* Und Mama als 24h-Bedürfnis-Abklärerin und -Erfüllerin, jawohl!

Signale richtig deuten
So. Und um Bedürfnisse richtig erfüllen zu können, muss man natürlich wissen, welche das Baby gerade äussert. Das ist nicht immer so einfach. Es gibt Tage, da bringe ich sie problemlos zum (Ein)schlafen, innert weniger Minuten, weil ich offenbar den richtigen Moment erwischt habe. Beim Hunger kann ich oft auf die Uhr gehen bzw. ich weiss, dass sie nach dem Aufwachen gleich mal an die Brust muss. Dito mit dem Pipi… nach dem Schlafen muss man einfach. Auch das grosse Geschäft habe ich bisher immer erkannt obwohl es glaub’s ganz oft einfach Zufall war 😀 Aber oft weiss ich nicht, was sie gerade hat. Dann halte ich sie, in der Meinung, sie müsse pieseln, ein ums andere Mal über den Topf und nix kommt. Aber so einfach ist es halt auch nicht. Vielleicht ist sie dann müde oder wollte einfach auf den Arm… da muss ich noch dazu lernen… und alles wird man nicht immer richtig deuten können… ich erinnere mich noch eine Situation mit unserem Grossen. Er war damals 15 Monate und wir wegen der Hochzeit meines Vaters in Griechenland. Wir hängten eine Woche in einem Hotel am Meer an. Eines Tages brüllte der damals Kleine wie am Spiess… nichts half! Wir waren total ratlos und trollten uns schliesslich auf’s Zimmer weil die anderen Leute schon komisch guckten. Irgendwer von uns kam dann mal auf die Idee, ihm die Windel auszuziehen und siehe da: knallroter Po!!! Irgendwas muss den Po gereizt haben. Wahrscheinlich war die Windel voll, ich weiss nicht mehr, was es war. Wir haben uns auf die Stirn geklatscht, dass wir das nicht geschnallt haben, dass die Windel weg muss… und ganz oft waren die Kleinen auch völlig grundlos quengelig, was man dann immer auf’s Zahnen schiebt wenn man sonst nicht weiss, was ist 😀 Gottlob war das bei beiden kein grosses Thema, weil sie erst nach jährig Zähne bekamen. Das geht dann sanfter und unbemerkter zu und her. Mal sehen, wie’s beim Mäuschen wird.
Aber um hier nochmals „Werbung“ für’s Abhalten zu machen: dadurch, dass ich ein zusätzliches Bedürfnis versuche zu erkennen, was mir auch mehrmals täglich gelingt, fallen ganz viele unruhige/unzufriedene Situationen mal weg, an die ich mich im Nachhinein bei meinen Grossen oder auch fremden Kindern erinnere… und dafür lohnt sich meiner Meinung nach der Mehr-„Aufwand“.

Mit 1 Monat…

…entdeckt meine Mama einen gewissen Rhythmus, der sich aber von einem Tag auf den anderen wieder ändern kann. Hättest wohl gern, bäh! 😀

…stille ich schon fast wie ein Profi

…geht kein grosses Geschäft mehr in die Windel – juhu!

…werde ich täglich in Tuch oder Tragehilfe getragen

…habe ich auch viele wache Momente

…weiss keiner, wie viel ich wiege, aber der Doktor wird’s uns nächste Woche wohl sagen

…bin ich meistens zuhause und finde das ganz OK so. Zu viel Trubel mag ich nicht

…freue ich mich über meine lieben Geschwister, besonders über die grosse Schwester, die jetzt nachts bei uns schläft, mich oft streichelt, mir vorsingt und mich sehr lieb hat.

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Stillen – Der Start mit Stillkind #3

Über das Stillen gibt es Artikel (und Diskussionen) wie Sand am Meer. Ich werde da aktuell einfach nur unsere persönliche Geschichte erzählen… und die steht ja auch erst am Anfang 😉 Aber ich kann gut vergleichen, da ich ja schon zwei Stillkinder hatte. Was gar nicht sooo lang her ist. Aber dazu später mehr. Und ich plane eine kleine Serie von Beiträgen zum Thema. Über Stillmode, nützliches Zubehör und das Thema „Ernährung in der Stillzeit“ wird demnächst als Gastbeitrag hier erscheinen. Viel Spass! 🙂

Vorbereitung & Vorgeschichten
Kann man sich auf’s Stillen vorbereiten? Meine Erfahrung: nicht wirklich… wir leben ja nicht in einer Welt, in der wir ständig nackt sind und uns entsprechend „abhärten“ können. Ich „behandelte“ zwar mit Tanninspiritus vor, schon beim letzten Kind, aber inwiefern es wirkte, ist schwer zu sagen. Wund wurde ich bei allen drei Kindern relativ schnell, allerdings bei jedem Kind etwas weniger schnell, lang und intensiv. Beim Grossen kam das Desaster keinen Tag nach der Geburt und ich hing fortan nur an der Pumpe – über eine Woche lang, bis ich wieder ansetzen konnte. Es war katastrophal. Mein Mann und ich mussten uns abwechseln: er fütterte die abgepumpte Milch, ich pumpte. Und irgendwann klappte es – mit Hütchen. Und nach rund 8 Wochen auch schmerzfrei – endlich! Nach Monaten dann auch ohne Hütchen. Leider habe ich wider besseren Wissens dann mit 10 Monaten langsam abgestillt.
Dafür stillte die Grosse über 4 Jahre lang, wenn es auch in den letzten Monaten mehr ein kurzes und nicht mehr tägliches Einschlafnuckeln ohne Milch war. Insgeheim habe ich immer gehofft, dass wir bis zur Geburt des 3. Stillen, aber so lange dauerte es dann doch nicht. Auch bei ihr hatte ich zu Beginn die Geschichte mit wund, pumpen, Hütchen und Zufüttern… aber es war nach 6 Wochen gut. Das lange Stillen, so bin ich überzeugt, hat dennoch dazu geführt, dass beim 3. Kind alles viel schneller besser sein würde…

Das 3. Kind – Beginn einer neuen Stillbeziehung
Sonnenklar war es für mich, auch mein 3. Kind zu stillen. Weil es sich aber schon nach 2, 3 Tagen als problematisch erwies (wund, zu wenig Milch, v.a. auf einer Seite, dazu noch hatte sie Mühe beim Andocken, wollte auf der milcharmen Seite kaum trinken und schnalzte oft die Zunge an den Gaumen), geriet ich einmal mehr in eine grandiose Panik. Nach 3 Wochen war gut. Ich brauchte keine Pulvermilch mehr, die linke Seite war produktiver geworden, die Maus dockte besser an (noch nicht perfekt!), nur das Hütchen auf der linken Seite, das mir die Hebamme empfahl, damit sie besser trinkt (was auch super klappte), will ich noch loswerden. Aber eins ums andere… 😉 Im Moment ist es so, dass es nach ein paar Anlaufen meist auch ohne klappt, aber es schmerzt mich dann leider weil das Hütchen schützte und jetzt ist es halt wieder gereizt…
Das nächtliche Stillen klappt mittlerweile wunderbar im Liegen und erleichtert uns beiden so das (Weiter)schlafen – eine grosse Erleichterung.
Die Mietpumpe geht demnächst zurück und ich fühle mich nun auch freier, unterwegs zu stillen weil es reibungsloser klappt. Und nun hoffe ich, dass wir uns zu einem perfekt eingespielten Stillpaar mausern (auch ohne Hütchen) und dann bin ich gespannt, wie lange die Baby-Maus stillen möchte und wie es sich entwickelt… da ist ja jedes Kind anders 😉 Eins zeigt sich wohl schon jetzt: sie trinkt auch eher schnell, was ganz gut ist. Der Grosse liess sich immer Zeit – rund 20 Minuten pro Seite. Die Maus trank innert 10 Minuten beidseitig, kam aber nach einer Stunde wieder. Für unterwegs sind Schnelltrinker natürlich praktischer, v.a. wenn drei andere Familienmitglieder derweil warten müssen *g*

Und wie sieht Eure Stillgeschichte aus? 🙂
Ich habe im Laufe der Stillzeit mit der Grossen immer wieder mal berichtet, wie es läuft… wenn Du Lust hast, lies weiter:
Stillen mit bald 3,5 Jahren
Stillen in der Schwangerschaft
Wie sich die Stillbeziehung verändert
Es gibt auch einige Beiträge, die ich schon zum Thema Still-BHs, Stillmode etc. verfasst habe, sowie Langzeitstillen in den Medien etc. Du findest sie über die Suchfunktion.

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Wochenbett & Respekt

Mir wurde auch in diesem Wochenbett wieder bewusst, dass diese sensible, erste Zeit nicht immer respektiert wird. Worin mögen die Gründe liegen? An unserer Leistungsgesellschaft? Daran, dass es bei uns nicht die Bedeutung und Wertschätzung geniesst wie in anderen Kulturen? Oder einfach darin, dass die meisten es nicht (mehr) oder nicht als so anstrengend kennen? Es wäre schön, wenn sich dies ändern würde… am meisten Respekt bringen Mütter auf, die selber noch (kleine) Kinder haben und sich an ihre eigene Zeit im Wochenbett erinnern. Kinderlose haben meiner Meinung nach kaum ein Gespür dafür. Wahrscheinlich sagt ihnen oft nicht mal der Begriff etwas, geschweige denn die Bedeutung. Ihnen ist deshalb kein Vorwurf zu machen denn sie kennen es ja nicht und haben es wahrscheinlich auch nicht bei anderen miterlebt.

Das Leben läuft für sie weiter wie schon vor der Geburt. Nicht aber für die Familie des Neugeborenen. Es sei denn es gibt null „Probleme“ und alle schwelgen auf Wolke 7. Aber wer hat schon ein Baby, das ab Tag 1 die Nächte durchschläft und niemals weint? Alle müssen erst mal ankommen: das Baby ausserhalb des Mutterleibs mit so vielen Veränderungen, die Familie als solche, die Geschwister, die Eltern – das alles braucht Zeit. Einen Rhythmus gibt es oft lange nicht, das Baby bestimmt den Tagesablauf.

Und so melden sich eben die Nichtwissenden auch untertags auf dem Festnetz, meist dann, wenn ich gerade eingeschlafen bin. Abschalten ist keine Option, könnte ja die Schule anrufen…
Sie kommen ohne Voranmeldung vorbei, klingeln an der Tür und erwarten, dass man sie reinbittet und Kaffee serviert und ihnen zuhört, meist dann, wenn das Baby gerade eingeschlafen ist und man endlich, eeendlich Zeit hätte, um, sich selber hinzulegen, unter die Dusche zu gehen oder an den PC. Oder man noch mit den Kindern raus wollte. Egal, was…
Manche sind vielleicht enttäuscht, dass das Baby nicht wie eine Puppe herumgereicht wird weil es vielleicht gerade schläft, stillt oder weint. Aber so läuft das eben nicht… noch nicht. Je älter das Baby, desto wacher und desto eher darf es auch mal jemand auf den Arm nehmen…
Ich bin keineswegs ein total asozialer Mensch – im Gegenteil: ich lade gerne Besuch ein. Gern auch zum Essen. Wenn ich gerade kein Neugeborenes habe. Dann, wenn es mir zeitlich eben gut passt.

wochenbett-titelZur Veranschaulichung… hier eine ganz persönliche Skizze von mir, die meine/unsere kleinen und grösseren Hindernisse im Wochenbett darstellen („trinkschwach“ ist übrigens der falsche Begriff, aber mir viel nichts ein, das die damalige Situation kurz und knapp umschreiben würde). Hätte es mehr Platz auf dem Foto gehabt, ich hätte noch mehr geschrieben. Das zeigt die ersten zwei Wochen, die am schlimmsten waren, v.a. psychisch (mir fällt erst jetzt ein, dass ich das als Herz und Hirn bezeichnet habe, was eigentlich v.a. seelisch war…). Bis heute hält das eine oder andere „Problemchen“ an und dazwischen, so viel Platz war nicht, gibt es auch immer wieder Organisatorisches: das Programm der Grossen (Turntasche am Mittwoch, Waldspielgruppe am Donnerstag, Schwimmen am Freitag, eine Geburtstagsparty), Besuche beim Kinderarzt und Osteopathen, Besuche der Hebamme, die Haushaltshilfe instruieren, Formulare, Briefpost, Rechnungen, Ihr wisst schon…
Ich war es vorhin gewohnt, viel Schlaf und Zeit zu haben. Die Umstellung fiel mir nicht einfach so in den Schoss, es braucht Zeit. Während ich mittlerweile tagsüber nicht mehr hinlege, auch nach miesen Nächten nicht, weil ich einfach nicht abschalten kann, muss ich meine Zeit gut einteilen.
Und wegen all dem, nehme ich es mir heraus, ein Egoist zu sein im Wochenbett. Ich nehme es mir heraus, Besucher an meinen Mann zu delegieren und demonstrativ meinen Kram zu machen. Oder mit dem Zaunpfahl zu winken: „oh, Ihr kommt um die Grossen mit an die frische Luft zu nehmen? Super! Wir haben das heute leider nicht geschafft…“ (Leider versteht nicht jeder den Wink… Bis es mir besser geht, bis alles eingespielt ist. Ich nehme es mir heraus, trotzdem den ein oder anderen Besuch zu empfangen (auf Voranmeldung 😉 und ich nehme es mir heraus, trotzdem eine gewisse Unterstützung einzufordern, auch wenn das bedeutet, dass ich ganz gastunfreundlich einfach nur das Essen an der Tür empfange oder das grosse Kind durchschiebe und den Helfer wieder verabschiede. Dafür bin ich natürlich dankbar und werde mich bestimmt irgendwann revanchieren weil man diese Art von Hilfe nicht vergisst. Des Weiteren würde ich mir vorbehalten, ein Schild an die Tür zu hängen: „Bitte nicht klingeln, hier schlafen ein Neugeborenes – und seine erschöpfte Mutter.“
Spätestens im Sommer sind wir dann wieder gewohnt gastfreundlich… aber: auch dann haben wir Besuche lieber auf Voranmeldung. Nicht, dass wir nicht spontan sind, aber vielleicht wollten wir gerade mit den Kindern raus und servieren den Kaffee drum lieber erst in 2 Stunden? Dafür mit Keksen…

In diesem Sinne hoffe ich, man verzeihe mir die enorme Kratzbürstigkeit, die Heulerei, die Panikattacken, den miserablen Auftritt mit ungewaschenen Haaren und Augenringen und und und…
Immerhin… die letzten Wochenbetten brauchten ihre 8 Wochen. Jetzt fühle ich mich nach 3 Wochen schon wieder ziemlich im Alltag und irgendwie, trotz fehlendem Rhythmus und viel Fremdbestimmtheit… ANGEKOMMEN 🙂
Ja, man darf wieder tagsüber anrufen. Und auf Voranmeldung vorbeikommen – da finden wir sicher was… 😉 

 

2 Wochen Baby-Maus

2 Wochen alt ist die Baby-Maus nun schon… und wir haben uns schon recht gut aneinander gewöhnt… ihr Alltag besteht noch aus vielen Schläfchen und bis auf die ersten paar Tage, die schwierig waren, haben wir meistens keine grosse Mühe mit dem Einschlafen… sie hat sogar ein klein wenig einen Rhythmus entwickelt, der sich aber dann doch je nach Tagesereignissen immer mal wieder ändert… also ganz normal 😉 So erwische ich mal mehr, mal weniger Schlaf, je nachdem, wie die Nacht war.
Heute Morgen haben wir den ersten, obligatorischen Untersuch beim Kinderarzt gehabt und soweit war er zufrieden. Gewogen wurde die Kleine mit den Kleidern, was mir jetzt nicht viel Aufschluss gab. Sie sollte nun eigentlich das Geburtsgewicht wieder erreicht und überschritten haben, aber besorgt war der Arzt nicht, dass dem wohl noch nicht ganz so ist…

Unsere Tage verlaufen also relativ ruhig, wir sind vorwiegend zuhause, stillen, tragen, wickeln, halten ab (ja das funktioniert recht gut, ich berichte dann separat einmal davon), versuchen nachzuschöppeln wenn sie nach dem Stillen noch unzufrieden ist, und schlafen (also eher sie als ich ;)… gestern habe ich mich mal nicht hingelegt da ich in der Nacht endlich mal loslassen und schlafen konnte ohne zig Gedanken im Kopf und so blieb mir Zeit um mit der Maus ein wenig zu spielen, also der grossen Maus nun 😉 Ich denke das tat uns beiden gut 🙂 Heute habe ich es leider auch nicht geschafft, die Schlafzeit der Maus zum Hinlegen zu nutzen…

Diese Woche gehe ich entspannt an da mein Mann Verlängertes hat und die Kinder Schule, so haben wir es Do&Fr ruhig… am Freitag steht allerdings mein erster Auswärtstermin OHNE Baby an. Das ist Rekord, das hätte ich mich bei den Grossen nie so früh getraut. Aber er ist nur 5min entfernt und ich werde schauen, dass ich vorher stillen kann und dann auch innerhalb einer Stunde wieder zurück bin. Aber einfach wird es nicht, ich bin jetzt schon hypernervös deswegen und ich hoffe dass mein Mann ohne mich dann gut klar kommt mit der Kleinen… da ich selbstständig bin, habe ich keine Karenz, das heisst, ich nehme auch jetzt schon wieder Schreibaufträge an, mein Verdienst muss weiter laufen können. Schreiben kann ich dann ja von zuhause aus, d.h. ich müsste den Auftrag eigentlich gut hinbekommen, auch muss ich ihn erst in ca. zwei Wochen abgeben… und da ich meist nur 1-2 Aufträge pro Monat habe, ist das Arbeiten zwischendurch relativ unproblematisch. Der Blog gibt mehr zu tun 😉

Wenn ich nun also nach zwei Wochen ein Fazit ziehen müsste, dann würde ich sagen, dass dieses Wochenbett trotz der widrigen Anfänge und des Umstands, dass ich mich noch nicht auf meine Milchmenge verlassen kann und sie noch nicht so schön andockt, viel schneller entspannter wurde als bei den Grossen. Dass die Baby-Maus das unkomplizierteste Baby ist… Stilltechnisch ist vor allem der Umstand, dass alles so schnell verheilt ist und dass ich deswegen nicht ständig an die Pumpe muss, eine extreme Erleichterung. Auch die Dammnaht machte mir dieses mal keine Probleme, war ja auch nur ein kleiner Riss.

Jetzt bleibt mir immer noch zu hoffen, bald „gut“ stillen zu können. Erstens schaffe ich es momentan nicht, im Liegen zu stillen, was viel angenehmer wäre (man döst dabei leichter wieder ein, während ich im Sitzen fast zu wach werde). Zweitens wage ich es kaum, das Haus zu verlassen. Unterwegs stillen mag ich nicht, da würde mir die Ruhe fehlen und man könnte denken, ich mache was verkehrt, weil es teils oft mehrere Anläufe braucht und die Maus dann ungeduldig schreit und drittens will ich nicht Milchpulver und Wasser in der richtigen Temperatur dabei haben müssen, der Gedanke stresst mich einfach… also muss ich uns halt einfach noch Zeit geben und weiter hoffen, dass es schon gut kommt…

Und nun kommt ihr mal gut durch die Woche! 🙂

1 Woche auf der Welt

Nun ist die Babymaus seit einer Woche da (unglaublich, wie schnell die um war) und es gab hier noch gar kein offizielles Willkommenheissen… aber sicher verfolgt Ihr die anderen Kanäle und sonst habt Ihr es spätestens durch die neue URL und den neuen Header und das Logo 😉 Die erste Zeit ist eben anstrengend für alle, ich bin kaum am PC und zum Schreiben fehlt erst recht die Zeit. Schläft die Maus, versuche ich mich auch hinzulegen, obwohl das nun schwieriger wird ohne Mann im Haus. Der musste seit heute wieder arbeiten gehen. Aber ich habe diese Woche jemanden, der mal den Hauskehr u.ä, macht und die Maus wird morgen Nachmittag von einer lieben Freundin zum Spielen abgeholt und am Mittwoch für eine Geburiparty. So sollte es gehen. Und nächste Woche hat der Mann Verlängertes – perfekt! Die Woche darauf haben die Kinder allerdings Ferien und es wird sicher schwierig denn ich habe mit der Babymaus doch alle Hände voll zu tun und keine Zeit, mit den Kindern zu spielen, so hoffe ich doch sehr, dass sich dann vielleicht wieder jemand findet, der die Kinder mal nimmt, oder zumindest die Maus, die sich doch schnell langweilt…
So… den Geburtsbericht reiche ich nach, sobald ich dazu komme… aber wie verlief die erste Woche… unter meinem typischen Wochenbettmotto:

Drama-Mama!

Ja… nach 5 Jahren erinnert man sich vielleicht faktisch noch an alles, was wahr, an vieles vielleicht auch nicht. Den Schlafmangel verdrängt man und der traf mich hart nachdem ich das letzte Jahr mehr oder weniger durchschlafen durfte. Das Wochenbett war für mich immer der grössere Horror als die Geburt. Der Schlafentzug machte mich zum „Mombie“ (angelehnt an Zombie), legte meine Nerven blank, die Tränen waren immer nahe und flossen bei jedem „mü“ in die falsche Richtung nur noch so aus mir heraus. Nicht nur ich litt darunter, sondern alle. Baby-Blues ist aber normal auch wenn ihn vielleicht nicht alle spüren und es kann auch in eine Depression ausarten, was es zum Glück aber bei mir nicht tat. Es ist so, dass die Baby-Maus anfangs fast einen halben Tag lang (bis in die Nacht hinein also) nicht zur Ruhe kam, zwischen den Tröstversuchen aller Art immer wieder schrie. Danach ist man durch. Man erlebt jede Art von Selbstzweifel, Reue, Schmerz, Tränen, es ist der Horror… man wird mürbe, man zittert nur noch. Eines Nachts konnte ich mich im Halbschlaf nicht mehr an den Namen unseres Babys erinnern, am Tag nicht mehr an unsere Festnetznummer – blankes Hirn. Und ich habe unser Familienbett ja so, so, so vermisst. Die Nähe zu meiner mittleren Maus… aber es machte und macht noch null Sinn, dort wieder einzuziehen, so unruhig wie die Nächte noch sind.
Man beginnt, alle möglichen Kanäle anzuzapfen, um noch mehr Möglichkeiten zu sehen, manchmal hilft einfach reden. Und oft ist es völlig falsch, sich von allen Seiten Tipps zu holen, weil es einen noch mehr verwirrt und man es eigentlich besser wissen sollte. Aber Wochenbett ist Ausnahmezustand, man ist neben sich – möge man es mir verzeihen.
Die Baby-Maus war hungrig und ich konnte ihr noch nicht genug bieten. Zufüttern war dringend nötig um die Situation zu entschärfen und uns zu mehr Schlaf zu verhelfen bevor wir durchdrehen. Ja, auch meinen Mann betraf es logischerweise. Ich war nachts wie auf Nadeln, dass die Maus ja nicht die Grossen weckt, aber das Geschrei störte ihren Schlaf offenbar nicht, Gott sei Dank!
Die Milch reicht jetzt noch nicht aus… die Brustseite, welche die grosse Maus nach 2-2,5 Jahren irgendwann immer mehr bis ganz verweigerte, will einfach nicht so recht Milch produzieren. Die Baby-Maus saugt auf dieser Seite drum nur mit Mühe an, manchmal schaffe ich es gar nicht, sie anzulegen und wenn, dann saugt sie vielleicht 5x und lässt los und schreit. Die rechte Seit läuft, aber natürlich nicht für zwei. Das Ziel ist es, dass sie auch links bald gut trinken kann und genug Milch kommt. Wir arbeiten daran… dummerweise ist diese Seite auch viel empfindlicher, ist schnell wund geworden. Dadurch schmerzt das Ansaugen und ich bin selber panisch und verkrampft währenddessen, was die Babymaus sicher auch merkt. Mit der Zeit sollte es besser werden. Ich hoffe bald… dazu kommt, dass das Würmchen, wie auch meine Grossen damals, an der Brust subito schläfrig wird und dann natürlich nicht genug erwischt… und öfter als alle 2h soll ich sie wegen der wunden Stelle nicht anlegen. Aber wir kämpfen uns so durch, mal besser, mal schlechter… wir nehmen jeden Tag, jede Stunde wie er/sie kommt. Ich bitte alle, nicht aufs Festnetz anzurufen. Ich werde ein Schild „nicht klingeln“ vor die Tür hängen für die Zeiten, in denen ich mich hinlege. Die Baby-Maus und ich werden das Haus nur im Notfall verlassen (am Freitag haben wir einen Termin beim Osteopathen, den wir schon bei den Grossen hatten, es half eigentlich immer recht gut). Wir haben derzeit auch nur ein Auto, also kann ich eh nicht weg.
Es ist also jedes Kind ein wenig anders… der Milchfluss war nie ein Problem, das ist mir neu… dafür ist manches besser: ich bin weit weniger gerissen am Damm als beim letzten mal und habe also „down under“ kaum Probleme mit der Naht. Die rechte Brustseite ist auch empfindlich, aber nicht mehr wund – das ist ein Halleluja für mich, dort relativ problemlos anlegen zu können. Und das verdanke ich sicher dem langen Stillen beim letzten Mal. Zudem komme ich ohne Stillhütchen aus, ich habe die nie gerne genutzt. Und das ständige Pumpen spare ich mir derzeit, obwohl mein Mann am 2. Tag gleich losfuhr um Pumpe und Zubehör zu holen. Es reizt die eh schon gereizten Stellen noch mehr und der Ertrag ist so minim, dass es sich nicht lohnt. Die Baby-Maus bekäme mehr heraus. Trotzdem… mir scheint, wir haben noch einen langen Weg vor uns bis die linke Seite endlich in Gang kommt wie sie sollte… aber ich bin nicht gewillt, deswegen aufzugeben.
Ja, das ist die Realität. Nicht jede frischgebackene Mutter startet happy in den babymoon, in dem alles läuft, wie es soll. Probleme wie meine haben mehr, als man denkt. Und wer diesen Blog noch nicht so lange liest und sich wundert, warum ich nicht das Handtuch werfe… ich habe es bei zwei Kindern geschafft, weshalb dieses mal nicht!? Und: schon beim ersten Kind hatte ich diese extreme, intrinsische (hoffe ich verwende jetzt den korrekten Begriff) Motivation zum Stillen. Frag der Geier, woher. Es war einfach so und stand über der Praktibiliät und hatte null damit zu tun, mich sonst als Versager zu fühlen. Ich kann es mir nicht erklären, aber es ist so und deshalb kämpfe ich weiter…

Auch an dieser Stelle möchte ich mich bei allen bedanken für die guten (Glück)wünsche, den Trost, den Mut, den Ihr mir auf allen Plattformen gespendet habt. Für den Einsatz hier bei uns, für die lieben Geschenke und v.a. Taten, für das Verständnis, für die Geduld.
Am meisten Dank gebührt meiner Familie… meinen Kindern, die mich aushalten und entbehren müssen, die ich viel zu rasch anmotze weil die Nerven blank liegen und ihre Lautstärke mir derzeit vorkommt wie ein Strassenbohrer (oder wie heisst das Ding?)
Und v.a. meinem Mann, der das Ganze noch einmal mitmacht, obwohl er das nie wollte, mich 1000x warnte davor, weil wieder von vorne anfangen halt doch anstrengender ist als vielleicht im Hormonrausch gedacht, weil er für mich gut kocht, weil er sich nachts wecken lässt, weil er so gut es geht zu den Grossen schaut, weil er mich in den Arm nahm um mich in der schlimmsten Krise zu trösten, anstatt dass er mir gesagt hätte: „ich hab’s dir ja gesagt„. Weil er mit mir mit geht. Und weil er uns dieses Kind schenkte, dass wir, ohne jeden Zweifel und trotz aller widrigen Umstände, über alle Massen lieben, auch wenn es schreit. Ich finde das wichtig, zu sagen und es zeigt mir, dass es mir noch gut geht denn es könnte auch anders sein, die Verzweiflung könnte so gross sein, dass man negative Gefühle gegen sein Baby hegt, auch wenn man das nicht will. Dafür kann keiner was, aber man kann etwas dafür tun und sich helfen lassen und auch ich versuche, alles zu mobilisieren, was geht, um es uns einfacher zu machen.

So, und jetzt verabschiede ich mich wieder für’s Erste. Ich habe ja schon vorgewarnt, dass es hier ruhiger werden wird. Schlaf und Familie hat gerade erste Priorität. Aber das Bloggen tut meiner Seele auch gut… Ich melde mich also wieder zurück, Stück für Stück, und hoffe, dass sich unsere Situation bald einrenkt… 6 Wochen dauert das Wochenbett, 2 Monate sind normal bis alles einwandfrei klappt… drückt uns weiterhin die Daumen!
Aus Zeitmangel keine Fotos hier, aber Ihr seht welche auf der Seitenleiste, FB & Instagram. Kommt gut in die Woche und danke für’s Hier sein!