Kleinkind sitzt lachend am Boden

1 Jahr Mäuschen – alles Liebe zum Geburtstag

Mein liebes Mäuschen,

ein ganzes Jahr bist Du nun schon auf der Welt – kaum zu glauben! Kein erstes Jahr verging je so schnell mit meinen Kindern. Es dauerte gefühlt nur einen Wimpernschlag! Weiterlesen

3 Monate Mäuschen

Heute ist mein kleines Mäuschen schon 3 Monate alt, d.h. vor ungefähr einem Jahr wurde ich schwanger. Es ist, als wäre es gestern noch gewesen, dass ich die Schwangerschaft bemerkte und mich über den wachsenden Bauch freute. Aber schon kurz nach der Geburt (an die ich mich auch noch sehr gut und gerne zurück erinnere) konnte ich mir gar nicht mehr vorstellen, wie es war mit so dickem Bauch am Ende der Schwangerschaft – schon verrückt. Schwanger sein fand ich, bis auf die letzten Wochen, immer sehr schön und so blicke ich natürlich auch ein wenig wehmütig zurück auf diese Zeit… hach… seufz… aber es geht hier ja um das Mäuschen, das unser Leben so schön bereichert… 🙂

Die Kleine überrascht mich wirklich immer wieder. Ich finde mich dann manchmal staunend vor und überlege, ob irgendwas mit meiner Milch nicht stimmt oder so, aber dieses Baby ist eins, das ich mir immer gewünscht habe, als ich mit den ersten beiden so richtig „auf die Welt kam“ und die anderen immer um ihre „einfachen und pflegeleichten“ Babys beneidete während ich dachte, ich mache bestimmt irgendwas falsch, aber nein, sie sind halt einfach alle anders… Sie schläft oft von selber ein, sogar alleine im Beistellbett. Sie trinkt mittlerweile wirklich gut und schnell an der Brust und sie schläft sehr gut. Am Dienstag (12-Wochen-Schub?) sogar mehr als durch mit über 9 Stunden am Stück! (Natürlich konnte ICH das nicht geniessen weil ich nachts doch noch oft erwache (Gewohnheit? Alarmbereitschaft?) und die grosse Maus zu mir rüber kam und dann herum nestete… Und am Donnerstag und Freitag wiederholte sie das Ganze mit 8 Stunden. (Danach erwachte sie wieder früher, aber mit einer nächtlichen Stillmahlzeit kann man gut leben…) Und sie kann teils auch schon eine ganze Weile zufrieden auf der Krabbeldecke liegen und sich ein wenig entdecken.
Und ja, das ist durchaus ungewohnt für mich, das kannte ich von meinen Grossen nicht. Als sie Babys waren, haben sie mich viel mehr gebraucht. Zum Teil fehlt mir fast die Nähe, ich sollte öfter mit ihr im Tuch spazieren gehen… 😉 Einfach so auf meinem Bauch liegen und kuscheln mag sie z.B. gar nicht, obwohl das andere Babys meist sehr geniessen – interessant, wie unterschiedlich Kinder doch sein können und dies von Anfang an, es ist also mit Sicherheit nichts, das man ihnen an- oder abtrainieren könnte.
Wenn ich mich abends neben sie ins Bett lege, dann schaue ich sie oft noch eine Weile an, wie sie friedlich schläft und fühle mich dann einfach nur unendlich gesegnet, dieses kleine Menschlein, dieses Wunder, bei mir haben zu dürfen. Es ist keine Selbstverständlichkeit. Und vor lauter Glück kann ich in diesen Momenten oft eine Weile gar nicht einschlafen… es ist so schön, ihr beim Wachsen zuzusehen… und es geht so schnell! So anstrengend die Babyzeit sein mag, so schön ist sie auch, sogar das hatte ich fast vergessen!
Diese Woche habe ich noch Kisten der nächsten Grösse (68) ausgeräumt. So viele Kleider noch von der grossen Maus her… Kleider, die ich längst vergass und mich dann beim Herausholen jeden Teils freute, weil ich mich daran erinnerte, wie die grosse Maus sie trug…

Stillen & Schlafen
Wie erwähnt klappt beides wunderbar. Tagsüber sind die Schläfchen in letzter Zeit auch mal länger geworden, vielleicht kristallisiert sich da ja bald sowas wie ein Vor- und ein Nachmittagsschlaf heraus? Unterwegs stillen ist noch etwas doof und mühsam da ich zuhause wirklich v.a. im Liegen stille. Es geht einfach am besten – für uns beide. Wenn sie morgens aus dem Nachtschlaf erwacht, strahlt sie freudig an oder strampelt zufrieden rum und schaut sich um – einfach Zucker!

Motorik & Verhalten
Das Mäuschen ist schon richtig aufgeweckt, freut sich, wenn man sie anspricht und lächelt, hört aufmerksam zu, gibt Laute von sich.
Sie strampelt sehr viel rum, kann sich auf die Seite drehen aus der Rückenlage und lutscht oft an ihren Händchen.

Windelfrei
Klappt momentan erstaunlich gut zuhause. Wenn ich nicht abgelenkt bin oder sie während der Mahlzeiten im Baby-Set sitzt, dann erwische ich das meiste. Auch glaube ich, dass sie langsam „weiss“, dass ich reagiere und „wartet“. Natürlich reagiere ich relativ schnell, aber noch vor wenigen Wochen hat sie meist schon gepieselt, nachdem sie geschlafen hat tagsüber. Das kam nun nicht mehr vor, sie erwacht trocken. Nachts hängt es ein wenig von mir ab. Wenn ich früh genug erwache und nicht zu müde bin, halte ich sie erfolgreich ab. So bleibt nachts die Windel auch trocken. Die letzten Nächte war das immer so, so dass ich schon fast überlege, ihr nachts gar keine Windel mehr anzuziehen.

Nun steht uns die kommende Woche noch die grosse Herausforderung bevor, dass wir 2 Tage weg sind inkl. einer Übernachtung. Drückt mir bitte die Daumen, dass es gut klappen wird, es sie nicht allzu sehr verwirrt und wir zuhause wieder so weitermachen können wie bisher… ich habe da immer grossen Respekt vor solchen „Geschichten“, aber da sie ja offenbar ein wirklich unkompliziertes Kind ist, wird sie es wahrscheinlich viel besser meistern als ich 😉

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Alltag in Unterbrüchen…

Ja, mal wieder ein Beitrag über unseren Alltag – die Zeit nehm‘ ich mir. Ich stelle gerade fest, wie anstrengend es ist, immer alles in kleinen Schritten zu machen, weil alles unterbrochen wird. Immer wieder… der Schlaf, klar, aber auch das Kochen, das Hausaufgaben anschauen mit dem Grossen, das Schreiben & Arbeiten, das Lesen eines Artikels, Gespräche, das Ansehen einer TV-Sendung (ja, leider mussten die ausgerechnet jetzt die neuen Grey’s-Folgen bringen! :-O )… es ist anstrengend, weil man den verlorenen Faden manchmal nur mühsam wieder findet. Es ist normal in einem Alltag mit Baby… es gibt Tage, da schläft die Maus auch mal länger am Stück tagsüber – dann geht viel. Und doch ist es nicht dasselbe, weil man ja irgendwie doch ständig in „Rufbereitschaft“ ist und im Vornherein ja nicht weiss, wann sie wieder aufwacht… und dann gibt es diese Tage, an denen sie maximal eine halbe Stunde am Stück schläft, in der man dann halbwegs in Ruhe mit der Familie essen kann und schon ist sie wieder wach. So gebraucht zu werden, ist dann schon sehr anstrengend.

— Unterbruch —

Baby wach… ich versuche sie eine Weile auf die Spielmatte zu legen. Irgendwann wird sie unruhig, ich nehme sie kurz zu mir, sie weint wieder, abhalten – Fehlanzeige, Stillen – nichts, sie schreit sich immer mehr in Rage… eine der seltenen Schreimomente, bei denen man nicht weiss, ob man gleich den Arzt holen soll oder was man um Himmels willen falsch gemacht hat gerade… mit dem Nuggi lässt sie sich wieder beruhigen und schläft ein – puh!
img_7746Kann es sein, dass das Mäuschen meine Unruhe und Unsicherheit spürt, die ich immer noch an Tagen entwickle, an denen der Mann hier fehlt (diese Woche 2 Tage an einem Workshop, nächste Woche an einer Messe…)!? Sind die Kleinen wirklich so sensibel mit ihren Antennen? 😦 Ich bin es auf jeden Fall… ich schwimme schon wieder im Chaos… eigentlich sollte noch Besuch kommen und ich habe sogar extra noch rasch gebacken (mit Äpfeln aber)…

— Unterbruch —

Baby wach… Stillen, Abhalten… jetzt „spielt“ die Maus kurz mit ihr. Der Besuch hat mich missverstanden, und wäre sowieso krank… also bleiben wir heute allein. Auch gut… Deprimiert mich der Regen oder der Mangel an Zeit für mich? Dabei war das einzige, das ich nur für mich tat, ausser gelegentlichem Duschen, dass ich gestern zum ersten Mal ins Rückbildungsyoga ging… und das klappte erstaunlich gut… das Mäuschen schlief dank Nuggi recht bald neben mir ein und wachte dann erst zum Schluss der Stunde wieder auf. Danach konnte ich sie gleich abhalten und wir fuhren gleich wieder heim weil sie Hunger hatte. Ein Vorzeigekind! Wird sicher nächstes mal anders? 😛 Aber ich möchte mir mal die Daumen drücken, denn ich hab‘ ein Abo gekauft für ein paar Stunden… und mich damit selber unter Druck gesetzt, hmm… aber ich kann mich zur Not auch vorher abmelden wenn es mal nicht passt…
img_7735Deprimiert mich die Abwesenheit meines Mannes, der offenbar allein durch seine Anwesenheit genug Unterstützung ist? Ganz zu schweigen davon, dass er sich jetzt stark um die Grossen kümmert, kümmern muss? Deprimiert mich der Sportmangel und das Frustessen, das meiner Figur nicht förderlich ist (aka die Unfähigkeit, mich konsequent gesünder zu ernähren)? Oder ist es die fehlende Zeit, mich mal eine Stunde lang in Ruhe der grossen Maus widmen zu können? Das Magazin, das heute kam und dass ich so gerne lese und wofür ich nicht ohne Unterbruch Zeit haben werde?
Oder die unbegründeten Ängste, die offenbar mit jedem Kind wachsen? Noch immer habe ich oft Albträume und das doofe Gefühl, das Mäuschen niemandem anvertrauen zu können… 😦

— Unterbruch —

Die Maus wollte nicht mehr „babysitten„… jetzt essen wir die Wähe, während das Mäuschen wohl wieder müde ist. Ich habe das doofe Gefühl, mir einfach während der Schwangerschaft zu viel aufgehalst zu haben. Ich hatte ja Zeit und die nutzte ich, um einiges in Gang zu bringen… vieles konnte ich vorbereiten, als das Mäuschen noch mehr schlief. Jetzt wird’s schwierig…
Plötzlich habe ich das Gefühl, sie ist schon ewig auf der Welt. Dabei sind es erst 7,5 Wochen…
Vielleicht demprimieren mich einfach Tage wie dieser, an denen ich ganz viele Pipis verpasse und mich ärgere, obwohl ich nicht sollte. Ein Tag, an dem ich nichts gebacken kriege (ausser der Wähe…).

— Unterbruch —

Ein Tag, an dem ich mich fürchte vor allen Herausforderungen, die da kommen. So habe ich morgen früh einen kurzen Termin und am Dienstag Morgen eine Trageberatung und weiss nicht, ob’s auch gut klappen wird wenn mein Mäuschen dabei ist, vielleicht wach, vielleicht stillen möchte? Und am Mittwoch dann wieder das Yoga und mein Mann auch über Nacht weg, so dass ich an den Morgen raus muss, um mich um die Kinder fertig zu machen während vielleicht gleichzeitig das Mäuschen wach wird…
Ein Tag, an dem ich mich generell fürchte, vor jedem Tag, der kommt, weil ich nicht weiss, wie er wird. Wird es ein guter oder ein herausfordernder, ermüdender Tag? Werde ich gut schlafen können? Es ist für mich irgendwie wie das Warten auf einen GAU, der vielleicht gar nie eintritt. Weil meine grossen Kinder schlechte Schläfer waren, uns nächtelang wach hielten. Es ist als ob ich voller Furcht warte darauf, dass dies auch beim Mäuschen eintritt. Aber vielleicht passiert das gar nicht, weil sie in allem ein bisschen einfacher und unkomplizierter ist. Fast ein Anfängerbaby… aber dieses Warten macht mich ständig angespannt und nervös. Nur… ich kann es nicht abstellen. Noch nicht… ich brauche wohl noch etwas Zeit… Doofe, unnötige Präventiv-Panik 😛

Und bevor mich jetzt wieder jemand droht, falsch zu verstehen: ich liebe das Mäuschen, es macht uns komplett. Ich freue mich jeden Tag darüber, sie hier bei uns zu haben und ich mache nichts lieber, als sie anzusehen, wenn sie schläft oder lacht und aufmerksam zuhört… Ich bin sehr, sehr dankbar dafür, dass wir nun zu fünft sind und freue mich auf die vielen tollen Momente, wenn sie bald aktiver und unabhängiger wird, die Welt zu entdecken beginnt und die drei Kinder auch mehr miteinander machen können…
Und: es gibt auch Tage, an denen ich mich stark und mutig fühle und das Gefühl habe, unglaublich viel geschafft zu haben oder schaffen zu können. Aber im Zuge von „mehr Realität in den sozialen Medien“ darf man auch mal die anstrengenden Tage verbloggen, oder? 😉
Die Tage werden irgendwann auch wieder wärmer… alles wird gut… 

Alles anders beim 3. Kind?

So nach 5, ja bald 6 Wochen mit unserem Mäuschen möchte ich mal versuchen, ein kleines Fazit zu ziehen. Ganz automatisch vergleiche ich alles mit den Grossen… ich vergleiche das Mäuschen per se, wie sie aussieht, wie sie schläft, stillt etc., ich vergleiche mein Handeln, meine Gedanken, meine Einstellung… und dennoch kann und soll man ja nicht alles vergleichen, da die Situation eine gänzlich andere ist… 

Damals…

…war ich mehr auf mich allein gestellt. Mein Mann kam mittags nicht nach Hause, ich hatte keine älteren Kinder als Gesprächspartner.
…war ich weniger fremdbestimmt. Niemand wollte um Punkt 12 Uhr essen. Niemand hatte Hausaufgaben, Schwimmkurs oder Playdates, ausser ich habe sie selber ausgemacht. Wir haben komplett in den Tag hinein gelebt. Es war einfacher, aber eben auch einsamer.
…waren Treffen mit anderen Müttern das einzige, was mich daran hinderte, die Decke auf den Kopf zu kriegen. Ich war also fast gezwungen, viel auszumachen, meist in der Nähe, zum Spazieren etc. Was waren wir stundenlang mit Kinderwagen unterwegs beim Grossen. Auch der Mann und ich… am Wochenende… stundenlang… immer durch die selbe Gegend gegurkt 😀

Die Grossen…

…waren immer schlechte Schläfer. Sofern ich mich noch daran erinnern kann, was nach 5/7 Jahren gar nicht mehr so einfach ist, im Fall!
…hatten abendliche Schreistunden (v.a. der Grosse, 5 Monate lang). Ich habe tatsächlich total verdrängt und vergessen, wie das war. Einfach weg! Überhaupt… da macht die Natur gute Arbeit. Was man mit Kindern an Nervenzermürbendem erlebt hat, wischt sie ganz schnell weg, damit man auch ja noch weitere bekommt.
…konnte man kaum alleine irgendwo ablegen. Die Maus habe ich dann immerhin schon oft getragen, was vieles erleichterte.

Das Mäuschen…

…scheint pflegeleichter zu sein.
…ist schon mal eingeschlafen obwohl ich sie nur hin gelegt und kurz aus dem Zimmer raus bin.
schreit und weint weniger. Auch wenn sie abends unruhig ist, lässt sie sich meist irgendwie beruhigen, ohne dass sie sich in Rage schreien muss.

Ich… (heute…)

…habe gleichzeitig das Gefühl, alles gelassener zu nehmen, aber auch, viel komplizierter zu sein. Das ergibt irgendwie keinen Sinn, ist aber so… Einerseits gehe ich viel unbefangener mit dem Mäuschen um, viel natürlicher. Klar, ich kenne ja alles schon. Trotzdem hat sich vieles nicht geändert: ich…
…mag (noch) nichts ausser Haus und auf Zeit ausmachen wenn ich nicht dringend muss.
…verlasse generell gerade nur ungern das Haus, vor allem nicht mit mehr als einem Kind, dem Mäuschen. (Auch das wird sich ändern…), aber ich fühle mich einfach zuhause noch am sichersten, gerade mit Stillen, ohne Windeln, dem Baby-Schlaf-Rhythmus etc.
…habe das Gefühl, mir mit jedem Kind noch mehr Sorgen und Gedanken zu machen und zur Über-Glucke mutiert zu sein. Ich habe total doofe Träume, dass den Kindern was zustösst und irrationale Ängste, dass jemand anders ausser mir sie schreien oder fallen lassen könnte… ob das nicht vorher genau so war, kann nur mein Mann beurteilen 😉
…mache gewisse Dinge anders. Versuchen, ohne Windeln auszukommen z.B.
…bin fremdbestimmter und habe mehr als nur eine Person zu versorgen, d.h. ich lasse das Mäuschen auch mal liegen und eile nicht gleich zu ihr, gebe ihr vielleicht einmal öfter den Nuggi – und bin dadurch wahrscheinlich doppelt so oft unter die Dusche gekommen untertags wie beim 1. oder 2. Kind *lach*
…habe das Glück, dass mal eins der Grossen zu ihr hin geht und sich mit ihr beschäftigt etc. Vorteil grosse Geschwisterkinder!

Fazit: vieles anders, vieles ähnlich… vergleichen sollte man wohl nicht. Jedes Kind ist anders, auch wenn sie sich in vielem doch gleichen… ich habe mich wohl auch verändert und zumindest habe ich viel mehr Erfahrung als noch beim ersten Kind. Das hilft enorm! Ich weiss, was ich sicherlich anders machen will oder werde… so bin ich z.B. die ersten Wochen wirklich gerne vor allem in den eigenen vier Wänden geblieben und habe mich auf das Mäuschen eingelassen, uns Zeit geben können. Ich habe mehr Hilfe eingefordert (etwas, das man auch lernen muss) und auch mehr Hilfe bekommen. Das alles war so viel wert und tat allen gut. Das Gefühl, am Abend ein völlig reizüberflutetes Kind zu haben, kam gar nicht erst auf. Die Abende waren alle relativ ruhig.
Ich nehme jeden Tag (und jede Nacht) wie es kommt und bin oft erstaunt, wie schnell die Tage vergehen (ganz anders eben als ganztägig unstrukturiert allein zuhause zu sein) und wie gut sie verlaufen. Nur selten gab bzw. gibt es richtig schwierige Tage oder Nächte… und wenn ich denke, oha, sie hat den ganzen Tag nur geschlafen, wie wird wohl die Nacht, überrascht sie mich schon mal, indem sie ganz gut schläft… 

1 Monat Mäuschen (und Maslow)

Ihr fragt Euch jetzt vermutlich, wer oder was zum Geier Maslow ist. Aber vielleicht kennt Ihr ihn ja (wieder) wenn Ihr auf die Grafik schaut. 

maslow-pyramideJa, genau, die Bedürfnis-Pyramide. Genau an diese erinnere ich mich aktuell ganz oft, wenn ich unsere Tage so durchdenke. Wir sind ganz unten gestartet, logo, und diese untere Stufe diktiert unseren Tag, Baby’s Tag.
Atmen tut es gottlob von selber, zum Trinken (Nahrung) meldet es sich genau so wie wenn es müde ist. Und bei uns kommt noch das Ausscheidungsbedürfnis hinzu, das sich durch gewisse Signale zeigt und dem ich mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg versuche entgegen zu kommen. Es ist also ein 24h-Kreislauf von Nahrungsaufnahme-Ausscheidung-Schlaf und wieder von vorne, unterbrochen nur durch mehrere Wachphasen…

Ob Sicherheit und das Soziale auch schon dazu kommen? So ein wenig schon, oder? Sicher bin ich ganz nah bei Mama, Papa oder sonst jemandem, der mich trägt oder hält. Und Kommunikation ist durchaus ein Thema. Es wird Blickkontakt gesucht, Laute werden von sich gegeben. Weinen gehört auch dazu. Es kann ja noch nicht sprechen…

Vielleicht findet Ihr den Vergleich ja total albern, aber ich finde es stimmt 😉 Maslow-Baby *g* Und Mama als 24h-Bedürfnis-Abklärerin und -Erfüllerin, jawohl!

Signale richtig deuten
So. Und um Bedürfnisse richtig erfüllen zu können, muss man natürlich wissen, welche das Baby gerade äussert. Das ist nicht immer so einfach. Es gibt Tage, da bringe ich sie problemlos zum (Ein)schlafen, innert weniger Minuten, weil ich offenbar den richtigen Moment erwischt habe. Beim Hunger kann ich oft auf die Uhr gehen bzw. ich weiss, dass sie nach dem Aufwachen gleich mal an die Brust muss. Dito mit dem Pipi… nach dem Schlafen muss man einfach. Auch das grosse Geschäft habe ich bisher immer erkannt obwohl es glaub’s ganz oft einfach Zufall war 😀 Aber oft weiss ich nicht, was sie gerade hat. Dann halte ich sie, in der Meinung, sie müsse pieseln, ein ums andere Mal über den Topf und nix kommt. Aber so einfach ist es halt auch nicht. Vielleicht ist sie dann müde oder wollte einfach auf den Arm… da muss ich noch dazu lernen… und alles wird man nicht immer richtig deuten können… ich erinnere mich noch eine Situation mit unserem Grossen. Er war damals 15 Monate und wir wegen der Hochzeit meines Vaters in Griechenland. Wir hängten eine Woche in einem Hotel am Meer an. Eines Tages brüllte der damals Kleine wie am Spiess… nichts half! Wir waren total ratlos und trollten uns schliesslich auf’s Zimmer weil die anderen Leute schon komisch guckten. Irgendwer von uns kam dann mal auf die Idee, ihm die Windel auszuziehen und siehe da: knallroter Po!!! Irgendwas muss den Po gereizt haben. Wahrscheinlich war die Windel voll, ich weiss nicht mehr, was es war. Wir haben uns auf die Stirn geklatscht, dass wir das nicht geschnallt haben, dass die Windel weg muss… und ganz oft waren die Kleinen auch völlig grundlos quengelig, was man dann immer auf’s Zahnen schiebt wenn man sonst nicht weiss, was ist 😀 Gottlob war das bei beiden kein grosses Thema, weil sie erst nach jährig Zähne bekamen. Das geht dann sanfter und unbemerkter zu und her. Mal sehen, wie’s beim Mäuschen wird.
Aber um hier nochmals „Werbung“ für’s Abhalten zu machen: dadurch, dass ich ein zusätzliches Bedürfnis versuche zu erkennen, was mir auch mehrmals täglich gelingt, fallen ganz viele unruhige/unzufriedene Situationen mal weg, an die ich mich im Nachhinein bei meinen Grossen oder auch fremden Kindern erinnere… und dafür lohnt sich meiner Meinung nach der Mehr-„Aufwand“.

Mit 1 Monat…

…entdeckt meine Mama einen gewissen Rhythmus, der sich aber von einem Tag auf den anderen wieder ändern kann. Hättest wohl gern, bäh! 😀

…stille ich schon fast wie ein Profi

…geht kein grosses Geschäft mehr in die Windel – juhu!

…werde ich täglich in Tuch oder Tragehilfe getragen

…habe ich auch viele wache Momente

…weiss keiner, wie viel ich wiege, aber der Doktor wird’s uns nächste Woche wohl sagen

…bin ich meistens zuhause und finde das ganz OK so. Zu viel Trubel mag ich nicht

…freue ich mich über meine lieben Geschwister, besonders über die grosse Schwester, die jetzt nachts bei uns schläft, mich oft streichelt, mir vorsingt und mich sehr lieb hat.

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Produktvorstellung: Milestone Cards

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In dieser Box sind die Kärtchen aufbewahrt.

Heute möchte ich Euch die Milestone Cards vorstellen – wunderbare Kartenserien, die man benutzen kann, um Fotos, die ein spezielles Ereignis darstellen, entsprechend zu „beschriften“. Die Kärtchen sind etwa so gross wie meine Hand, wunderschön gestaltet und zu verschiedenen Themen erhältlich. Vielleicht seid Ihr ihnen ja schon mal begegnet? Aktuell für mich sind natürlich die Pregnancy Cards – Kärtchen für die Schwangerschaft, die man z.B. für Bauchfotos oder andere Erinnerungen, die man gerne festhalten möchte, verwenden kann.

SSW12aWarum mag ich die Kärtchen? Einerseits ist es zwar nett, seine Fotos für den Blog noch mit einem Programm zu beschriften, aber es ist auch aufwendig. So ein Kärtchen sagt auf sehr sympathische und hübsche Weise alles, was wichtig ist. Man hat gleich ein Foto, das man so veröffentlichen kann. Natürlich gilt dies nicht nur für’s Bloggen, Instagram etc., sondern auch für’s Familienalbum. So entstehen eben ganz besondere Momente, die gar keiner Erläuterung mehr bedürfen – eine schöne Erinnerung auch für die Kinder, welche die Fotos später betrachten. Zudem kann man die Kärtchen bei mehreren Kindern verwenden (sofern man diejenigen, die man beschriftet, mit Bleistift o.ä. beschriftet). Die Karten sind robust und kommen in einer schönen Kartonbox, in der man sie bestens aufbewahren kann. Sie werden mich also bestimmt noch eine ganze Weile begleiten und ihr werdet ihnen hier immer wieder begegnen :)Schaut Euch doch mal das Sortiment an, so gibt es auch die Baby Cards, mit denen man z.B. zeigen kann, wie alt das Baby auf den Fotos ist oder wann es den ersten Brei gegessen hat, das erste Wort gesagt etc. und es gibt für ältere Kinder die Mini Cards… einfach tolle und kreative Begleiter für die Kindheit 🙂

Milestone Cars sind in der Schweiz hier erhältlich. Wir bedanken uns herzlich für das zur Verfügung stellen des Sets.

Startschwierigkeiten

Der Aufenthalt im Spital war für mich alles andere als angenehm. Das Stillen, von dem ich ausging, dass sich das vom ersten Saugen an wunderbar ergibt, entpuppte sich als wahre Selbstkasteiung, die Tränen flossen Tag für Tag (Baby-Blues lässt grüssen) und niemand von den täglich wechselnden Hebammen/Schwestern hatte wirklich Zeit für mich und meine geschundene Seele. Zuhause kämpfte ich dann gegen den Schlafmangel (ich war der Ansicht, mich selbst exakt dann zum Schlafen zu zwingen, wenn auch der Kleine schlief – schwieriges Unterfangen, wie man sich denken kann) und realisierte dabei so langsam, dass ich mein altes Leben in den nächsten zehn Jahren nicht mehr führen werde (und es in zehn Jahren wohl so auch nicht mehr führen werden will, geschweige denn kann). Also: Keine exzessiven Shoppingtouren, keine mind.-3x-die-Woche-Sport-Pensen, kein Trödeln vor Kleiderschrank und im Bad, keine ungestörten Telefonate, Mailerein oder Chats mit der besten Freundin, kein Schalstricken, keine aufwendigen Backrezepte, keine effektiven Putzorgien, keine Kinobesuche und erst recht keine TV-Serien, kein Make-Up und keine Frisurexperimente, keine Wellnessferien, kein Geld, keine Musse, keine Zeit. Weder für mich noch für meinen Mann und für unsere Beziehung sowieso nicht. Fazit: Ich werde mich und meine Hobbies und Bedürfnisse komplett aufgeben müssen und mein Mann und ich werden hart daran arbeiten müssen um ein Paar zu bleiben und nicht bloss Eltern zu sein. Sich selbst so zu entsagen ist bereits ein grosser Kraftakt für ein verwöhntes Kind, das ich bin, dabei die Liebe zu bewahren, das ist nun wirklich eine Herausforderung fürs Leben! Man sieht, die Gedanken, die ich nach der Geburt des kleinen Menschleins hatte, das mein ganzes Leben auf den Kopf stellte, klingen nicht gerade positiv. Nein, ich bin keine dieser Voll-in-ihrer-Mutterrolle-aufgehenden-Supermamas. Ich habe arg mit meinem neuen Leben gehadert und tues es noch. Ein Prozess, der wohl noch ein Weilchen andauern wird. Nichtsdestotrotz hätte ich es früher oder später bereut, nicht Mutter geworden zu sein. Das ist einfach Bedürfnis, das ich schon als kleines Mädchen spürte und das ich nie in Frage gestellt habe. Hätte ich, wenn ich gewusst hätte, was auf mich zukommt? Fragt mich in zehn Jahren wieder! 😉