Sommer, richtig Sommer

Ich vermisse das Bloggen… ich meine das Tagebuchbloggen wie ich es eigentlich eh und je immer gemacht habe und in letzter Zeit natürlich weniger. Ich fasse abends oft nur unsere Erlebnisse mit Fotos für meine FB-Seite zusammen und poste das dann. Geht halt schneller… aber eigentlich hätte ich ja eine App auf dem iPhone womit ich das auch auf dem Blog machen könnte. Ich vergesse es nur leider ständig 😀 Nun ja… und es ist jetzt auch nicht so, dass ich jeden Tag bahnbrechende Neuigkeiten und tausende Fotos hätte. Deshalb ist das ganz OK wenn es hier mal eine Weile ruhig ist… Aber irgendwas läuft immer… und ich komme endlich mal wieder dazu, was aufzuschreiben… am Montag hatte das Mäuschen einen Schub oder so und war sehr unzufrieden. Ich litt mit, und unter Schlafmangel, auch weil sie sehr früh wach war.

Die ganze Woche war geprägt von Sonne und einer Hitzewelle, die nicht abflachen will… vergeblich warten wir hier auf ein abendliches Gewitter, das etwas Regen und Abkühlung bringt. Stattdessen geht uns der Rasen fast ein. Ich schätze nicht nur wir pumpen abends einige Liter Wasser in die Botanik…

Tragemama mit Baby im Oscha Slings Tragetuch mit Rosenmotiv

Unterdessen nahen die Sommerferien schlagartig. Waren doch eben gerade noch Frühlingsferien und noch etliche Schulwochen vor uns. Aber nun naht sich alles dem Endspurt und wir haben bereits den neuen Stundenplan erhalten. Der unterscheidet sich nicht gross vom alten. Neu hat der Grosse einfach am Montag den langen Nachmittag. Ob das Sportangebot am Dienstag noch besteht, weiss ich nicht, muss ich noch abklären. Mi-Fr ist wie gehabt frei. Die Maus hat nach den Sommerferien wie ich es vom Grossen noch kenne neu an zwei Nachmittagen Kindergarten, Mo & Do. Damit sind am Montagnachmittag zwei Kinder ausser Haus und je nach dem, ob das Mäuschen dann vielleicht sowas wie einen Mittagsschlaf macht, gibt mir das etwas Zeit für mich oder zum Schreiben *hoff*.

Aber das Mäuschen und der Schlaf, das ist noch eine täglich schwankende Komponente… Ich wünschte mir, sie hätte schon einen etwas vorhersehbaren Rhythmus, aber vielleicht ist es ganz gut so wie es ist, sonst denkt man ja wieder „sie muss jetzt schlafen weil sie immer um diese Zeit schläft“ und so achtet man halt eher darauf, wann sie müde wird und nicht auf die Uhr. Wobei ich auch oft denke „sie hat doch erst geschlafen, sie kann gar nicht schon wieder müde sein„. Kann sie aber wohl… das ist wie beim Abhalten/windelfrei. Sie hat doch grad erst gepieselt, sie muss sicher nicht schon wieder… und dann habe ich die Pfütze weil mich dieser doofe Gedanke und die Angst, sie zu stressen davon abhielt, sie wieder über’s Töpfchen zu halten. Naja, wir tragen jetzt halt öfter mal eine Windel…

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Der Grosse ist mit seinem Boulder-Grundkurs durch und wird nun noch einmal in der Gruppe schnuppern. Meinem Mann wird ja Angst und bange, wenn er sieht, aus welcher Höhe die Kinder loslassen und auf die Matte springen ohne, dass sie vorher gelernt haben, wie man abrollt. Aber vielleicht machen Kinder das ja noch intuitiv? Nun, ich bin gespannt, ob der Grosse es durchzieht und einmal mehr überrascht. Lange wollte er rein gar nichts ausprobieren. Und Klettern oder Bouldern ist jetzt wirklich nichts, das irgendwer von uns oder seinen Freunden macht. Aber ich finde es prima, denn es war nun wirklich sein Wunsch und wenn man sich die Boulderer so anguckt, dann wird man schnell neidisch. Vermutlich die mit Abstand duchtrainiertesten Sportler. Sich irgendwo an ’nem Felsen festzuhalten mit dem ganzen Körpergewicht und vielleicht sogar noch überhängend – das braucht extrem viel Kraft. Klimmzüge machen Boulderer wie andere Treppen steigen…
Die Maus schnupperte ja im Ballett… ebenfalls etwas, das sie niemandem abgeguckt hat und nur aus Büchern kannte. So wie es aussieht, möchte auch sie in Zukunft dort hin gehen. Damit hätten wir dann tatsächlich jedem Kind sein (Sport)hobby! Und wenn es nach dem Mann geht, sollten die beiden auch die Schwimmkurse weiterhin besuchen, wenn auch im (näheren) Buchs – um dran zu bleiben. Aber erst mal enden in den nächsten 2-3 Wochen die noch laufenden Kurse, dann sehen wir weiter.

So… die Tage hier sind also gerade so ein Überstehen der Hitze und Verkriechen zuhause… hält ja keiner aus! In mit steigt derweil die Sehnsucht nach Meer, aber heuer fahren wir wirklich nur für eine Woche ins Tirol weil es mit Säugling und zwei Kindern, die man noch beaufsichtigen muss, sicher nicht sonderlich entspannend wäre. Und die Kleine hätte mal sowieso nix davon. Nächstes Jahr sieht es dann ja vielleicht schon wieder anders aus wenn sie laufen, sändala und bädala kann… die Grossen sind dann auch wieder ein Jahr älter und mit Kinderclub im richtigen Hotel (ich zehre immer noch vom letzten Jahr und würde sofort wieder hingehen) könnte es ganz nett werden, wenn auch sicherlich noch nicht sooo entspannt mit einem Kleinkind. In ein paar Jahren dann wieder… 😉 Anyway, ich bin kein Freibad-Fan. Mir sind da definitiv zu viele Leute, zu viel Trubel, zu wenig Platz… ich brauche ein Hotel mit schöner Poolanlage und dann muss ich mich auch nicht mehr über die Hitze beschweren, weil ich nach Herzenslust baden kann 😉

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Ansonsten sind die Tage hier eindeutig auch abgesehen von der Hitze einfach sehr fordernd. Zwei Streithammel und ein Baby, dazwischen der Haushalt und die Arbeit. Abends grilliert der Mann meistens (mit seinem neuen Sportgerät, das nun endlich den vor Rost zerfallenden, alten Grill abgelöst hat), dann müssen die Kinder unter die Dusche und ins Bett gebracht werden (was sich meistens zieht, kein Wunder, bei der Wärme kann ja keiner gescheit schlafen), ich kümmere mich um das Mäuschen und wenn sie schläft, fällt Wäsche oder Arbeit an, oft beides. Dazu kommt dann die Müdigkeit und vielleicht noch 10 Minuten einfach nur noch ein Eis essen und am Handy rumscrollen bevor das Bett überfällig ist. Nur die Wochenenden sind gemütlich. Aber so kann ich mich auf den Ferienbeginn freuen, denn der Mann hat 3(!) Wochen Urlaub (eine davon sind wir weg) und egal wie es kommt, zu zweit kann man alles besser abfangen 😉
Und, tja, Sport am Abend kann ich aus oben erwähnten Gründen noch immer kübeln. Die Tage sind lang, ich bin müde, ich werde gebraucht und wenn man dann abends en famille endlich mal raussitzen kann, weil die Temperaturen angenehm sind, was Gutes auf dem Grill liegt etc., dann will man das halt auch geniessen… ich schätze mal, kühlere Tage gibt’s früh genug wieder und so setze ich einfach auf die, um wieder loszulegen…

Der Mann hat es auf Arbeit grad auch nicht locker… immer viel los… und bevor ich mich jetzt noch müde an einen weiteren Text setze, wünsche ich Euch allen da draussen einen möglichst kühlen Kopf! Schaut auf Euch! 🙂

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SSW 31+1 – noch 2 Monate!

Ja, da motzt sie schon wieder, wie die Zeit geht! Ist aber auch wahr… ich habe das Gefühl, dass sich in der letzten Woche doch noch einiges „getan“ hat in und an meinem Körper… so bereitet es mir seit einigen Tagen Mühe, mich im Bett von Seite zu Seite zu drehen. Meine Hüftgegend beschwert sich da und ächzt. Vielleicht ist es auch eher die Symphysengegend denn die Hüfte macht mir nur noch selten Sorgen (immerhin!). Aus dem (sehr hohen) Bett zu steigen, ist ebenfalls eine Tortur, ich muss nun wohl den Schemel benutzen 😉 Ich merke, dass meine Taille weg ist (wohl schon länger), was sicher an der nicht mehr so sportlichen Ernährung liegt. Und ich merke, dass nun doch sehr viel nicht mehr geht… viel früher als gedacht (man hält sich ja immer für stärker…), habe ich nun alle Trainings bis auf das Fitnessstudio und Yoga, aufgegeben. Klar, die Motivation fehlt, wenn man nicht mehr so kann wie man gerne würde… leider motiviert mich auch das Studio-Training nicht wirklich, aber gut, wir versuchen dafür (mit Betonung auf versuchen), am Wochenende immer mal wieder längere Spaziergänge einzuplanen. Hier hoffe ich, dass das Wetter uns noch ein paar trockene Tage beschert…
Übrigens steht an diesem Samstag die #swissblogfamily an – ein Schweizer Elternbloggertreffen. Zwar muss ich ganze 4h für die Hin- und Rückfahrt mit dem Zug rechnen (ächz), aber eine Bekannte kommt mit, was sehr praktisch für mich schüchternes Reh ist (ich wäre sonst komplett überfordert mit so vielen neuen Leuten), und ich freue mich schon riesig auf Networking und die Podiumsdiskussionen 🙂 Ist das erste Treffen dieser Art in der Schweiz nachdem ich schon lange sehnsüchtig nach DE gelinst habe, wo es regelmässig tolle Blogger-Events gibt. Das weinende Auge, das ich am Samstag habe, gilt meiner Familie, die ich sich selber überlassen muss, aber ich bete einfach, dass die Kinder Lämmchen sind und es meinem Mann nicht allzu schwer machen… und dass ich nicht allzu spät wieder heimkehren darf natürlich 😉
So, und morgen ist ausnahmsweise kein Schwimmkurs, sondern Laternenfest im Kindergarten 🙂 Hoffentlich ohne Regen!

img_8508Seele: wenn ich zu etwas komme, ganz gut, wenn ich vor lauter viel los nix hinbekomme und abends keine 3 Seiten in einem Magazin durchblättern kann weil ich zu müde bin, dann ist’s doof… aber so generell bin ich ganz guter Dinge und zufrieden mit mir und meinem Bauch 😉
Untersuchungen/Arztbesuche: Nächste Woche kommt die Hebamme. Schon wieder!? Die war doch erst grad hier? Kommt die jetzt häufiger? Auf jeden Fall könnte sie mal das Tape erneuern… Leider antwortete sie mir diesbezüglich nicht auf meine SMS. Ich hoffe, sie tut das dann, wenn ich schreibe „es geht los!“ 😀
Gestern war ich noch beim Zahnarzt, zählt das auch? Also nur bei meiner Dentalhygienikerin, die gerade auch ihr (erstes) Kind erwartet, so 2 Monate nach mir und ihr Bauch sieht so aus als wäre sie erst im 3./4. Monat 😀
Körper: Fühle mich oft wie ein gestrandeter Walfisch, dann aber wieder ganz wohl. Wenn das Bauchmädchen bewegt, sieht man das nun auch von aussen, ich liebe es, dabei zuzuschauen auch wenn sie meist nur kurz aktiv ist… und dann lese ich doch heute wieder „von jetzt an werden die Bewegungen weniger“ weil das Baby keinen Platz mehr hat – doof!
Errungenschaften: BabyLegs! 🙂 Und die erste, selbstgenähte Splitpant. Und eine Bestellung hab‘ ich auch noch aufgegeben für einen Merino-Overall für den Winter und passenden Stiefelchen ❤ Wenn es etwas gibt, dass einer Mama mehr Spass machen könnte als Shopping, dann ist es Shopping für’s Bauchbaby 😀
Ach ja, ich bekam zudem noch ein Tuch und eine Trage zum Testen, dazu später mal mehr…
Geht gar nicht: immer noch diese doofen Alpträume. Wahlweise träume ich von giftigen Schlangen im Wohnzimmer meiner Eltern, wie es vor vielleicht 25 Jahren aussah (und das jetzt vermutlich im Umbau ist weil es jemand anderem gehört) oder anderen, beängstigenden Szenarien…
Geht gut: zwischendurch aufs Sofa legen. Ich muss das wieder konsequenter machen. Heute Mittag gelang es mal wieder weil a) die Kids und ich alleine waren und sie b) noch von einer lieben Bekannten Sticker für ihr Welt des Wissens-Buch bekamen. Sie waren beschäftigt und ich döste fast weg. Ja, für ganz fehlte dann doch die Zeit 😀
Must have: Leider immer noch Süsses… Salziges macht mich nur in Form von Sojasauce (an irgendwas dran) an…

Über Kinder in der virtuellen „Öffentlichkeit“

Bloggen, Fotos, Privatsphäre, Datenschutz, soziale Netzwerke und Kinder… ein Thema, das immer wieder kommt. Gerade, wenn wieder ein aktueller „Fall“ kursiert, wie letztens, werde auch ich zu diesem Thema angesprochen. Die Tendenz ist schon so, dass, auch wenn der Blog gerne gelesen wird, die Menschen sehr kritisch mit diesem Thema umgehen. Es ist verständlich, denn es ist für uns alle Neuland. Wir sind schlichtweg nicht mit den neuen Medien aufgewachsen. Ich kann nicht sagen, wie es für mich (gewesen) wäre wenn meine Eltern über mich gebloggt oder Fotos veröffentlicht hätten. No idea! Die nächste Generation, unsere Kinder, wachsen hingegen damit auf. Wie sie dereinst mit diesem Thema umgehen werden, darauf bin ich gespannt.
Auf jeden Fall will auch ich mich gerne etwas ausführlicher äussern. Erst einmal lese ich natürlich auch viele andere Blogs und beobachte, wie es die Autoren machen. So habe ich z.B. schon recht früh damit begonnen, die Namen meiner Kinder nicht zu nennen. Mehr aus Prinzip, denn eine Verbindung zu ihnen kann trotzdem gezogen werden. Während der ersten Zeit habe ich zudem überhaupt keine Bilder veröffentlicht. Dabei machen doch Bilder einen Blog erst interessant. Anfangs waren es weniger, unterdessen sind es mehr Fotos, weil sie einen Text wunderbar ergänzen können, ein Blickfang sind. Niemand liest bilderlose Blogs. Irgendwann habe ich mich an der deutschen Bloggerin Mari orientiert, die eines Tages beschloss, die Gesichter ihrer Kinder nicht mehr zu zeigen bzw. nur eine kurze Zeit lang nach der Geburt. Generell jedoch hielt ich mich mit Fotos meiner Kinder eher zurück und finde auch heute noch, dass ich sie nicht sehr oft für den Blog etc. fotografiere und, da sie es sowieso manchmal gar nicht mögen, oft auch nur unbeobachtet, also ohne Blick in die Kamera. Das passt so für mich und ich möchte es auch so beibehalten. Auch, weil ich finde, dass gestellte Fotos selten wirklich schön sind und man es einem Kind z.B. sehr gut ansieht, wenn es gekünstelt in die Kamera grinst. Ich bin ein Fan von Fotos, auch bei Erwachsenen, in denen der Blick nicht der Kamera gilt.
Mari begann dann aber, und ich empfehle Euch diesen Beitrag dazu sehr, ihre Kinder wieder zu zeigen. Die Gründe dafür sind nachvollziehbar, es ist für ihre Familie stimmig und authentisch so und der Grossteil der Kommentierenden lobte sie für diesen Schritt. Auch ich freute mich über diesen Befreiungsschlag, v.a. da die Fotos von sehr guter Qualität sind und ich auch einfach neugierig auf die Gesichter war. Man lebt ja, wenn man einen Blog regelmässig verfolgt, auch ein bisschen mit. Da macht es nur Sinn, die Gesichter beim Lesen dann auch vor sich sehen zu können, wenn auch nur aus der Erinnerung. Ständig gesichtslose Kinder wirken leblos. Einzelne Stimmen äusserten Kritik, wobei es inhaltlich darum ging, dass man die Kinder „vermarkte“. Ich sehe das jetzt nicht so eng und in der Regel werden ja Produkte etc. gezeigt, die man als Familie/Kinder im Alltag auch wirklich benutzt/einsetzt. Wir Blogger sind generell selten käuflich oder manipulierbar und gehen nur Kooperationen ein, hinter denen wir auch stehen können. Besagte Kritik müsste sonst ja Werbung mit Kindermodels/-schauspielern generell für schrecklich halten und dagegen protestieren – ist also wohl eher eine Randerscheinung?
Trotzdem kommunizierte Mari, dass sie ihre ältere Tochter, die gerade mit der Schule begann, von nun an weniger zeigen werde, ihr mehr Privatsphäre gönnen wolle, also z.B. auch keine Fotos aus ihrem Zimmer, generell weniger Infos über Lilli, so heisst sie, auch im Text. Ganz ausklammern wolle sie sie aber auf keinen Fall, denn sie gehöre nach wie vor zur Familie, sei auf Ausflügen und im Urlaub dabei und werde darum sicher auch gelegentlich auf dem ein oder anderen Bild erscheinen.
Ich habe gemerkt, dass ich das beim Grossen automatisch und schon länger begonnen habe. Ich glaube, jemand sagte sogar einst zu mir, ich würde immer nur die Maus zeigen oder über sie schreiben. Das liegt auch daran, dass der Grosse sich wirklich kaum fotografieren lässt. Ich glaube, dass ich für mich/uns hier eine gute Mischung gefunden habe, wenn es darum geht, die Kinder zu zeigen oder nicht. Ich denke auch, dass ich hier wieder mit Mari gleich ziehen werde und den Grossen noch weniger zeigen oder beschreiben werde. War ersteres wie schon erwähnt, eh selten ein Thema, so werde ich nun noch mehr darauf achten, was ich über ihn hier erzähle und wie ich es mache.
Egal, ob man Fotos veröffentlicht oder schreibt, man kann beides auf eine würdigende oder kritische Weise machen. So haben wir z.B. in der Redaktionsleitung einer Ausgabe des mittlerweile leider eingestellten Wirbelwinds, einer Elternzeitschrift der La Leche League, lange und teils kontrovers darüber diskutiert, ob das Foto eines weinenden Kindes auf den Titel gehört. Man kann ein Kind lächelnd zeigen und das ist OK, man kann es aber nackt zeigen, weinend, zornend, traurig oder in einer sonstwie bloss stellenden Situation. Und das muss nicht sein. Gerade N*acktheit ist heutzutage mehr als verpönt, so traurig das ist, denn für mich war z.B. in unserem Sommerurlaub ein Foto meiner Tochter beim Bädala oder Sändala, nur mit Badehose bekleidet, nichts, was mich irgendwie alarmiert hätte. Trotzdem wurde ich rasch darauf aufmerksam gemacht und habe es dann wieder gelöscht. Und natürlich will man nicht, dass jemand solch ein Foto missbraucht und somit gehört es ins Familienalbum, nicht aber an die Öffentlichkeit. Es mag sarkastisch klingen, aber ich frage mich, wie lange es wohl geht, bis man Kinder nur noch in UV-Anzügen, bedeckt vom Hals bis zu den Knien im Freien/Freibad toben lässt – nicht aus Angst vor der Sonne, sondern aus Angst vor fremden Blicken. Weder im Netz, noch im realen Leben, ist man gefeit davor! Und ganz ehrlich: im vollen Freibad merkt heutzutage niemand mehr, ob ein am Rand sitzender Mann nur eine SMS schreibt oder heimlich Fotos macht… es ist wirklich traurig, aber es fühlt sich heutzutage schon mulmig an, wenn ich meine Kinder mitten auf der Wiese auf dem Badetuch ihre nassen Hosen wechseln lasse – sie also einen kurzen Moment einer möglichen Gefahr aussetze. Und dennoch will man sie nicht in so jungem Alter schon ängstlich hinter Tüchern verstecken. Zumal das Schamgefühl sich erst noch, ganz natürlich, entwickeln wird. Aber lassen wir dieses Thema…
Ähnlich verhält es sich mit dem Schreiben. Ich war hier immer sehr offen und ehrlich… ich mag Blogs nicht, welche nur die Sonnenseiten des Familienlebens zeigen. Es wirkt für mich entweder nicht authentisch, oder so einschüchternd, dass ich mich selber als totaler Versager fühle. Ich schätze Ehrlichkeit, ich fühle mit, wenn eine Mutter schreibt, dass sie einen Sch… Tag hat, dass die Nacht die Hölle war, der Job sie stresst, das Kind eine doofe Phase hat und sie am Rande eines Nervenzusammenbruchs steht. Das gehört auch dazu, es ist Realität. Es mag schwierig sein, solche Tage und Situationen zu beschreiben, ohne dabei sein Kind bloss zu stellen. Für den einen oder anderen Leser ist es schon zu viel, zu hören, dass das Kind „anstrengend“ ist. Und wundert sich dann, wenn er an der Supermarktkasse einen tobenden 2-Jährigen entdeckt? 😉 Wie auch immer, Ihr wisst, was ich meine und ich werde mir Mühe geben, weiterhin authentisch zu bleiben ohne zu detailliert zu werden 😉
Mein Ziel ist es, wie erwähnt, weiterhin eine gute Mischung zu finden, die Kinder zu schützen und trotzdem nicht gänzlich zu verstecken, denn sie sind, wie auch Mari schon schrieb, ein Teil unseres Lebens und darum auch dieses Blogs; sie werden irgendwann selber aktiv „online“ sein und die Gefahren des Netzes kennen lernen und ich werde, abgesehen davon, diesen Blog nicht ewig (auf diese Weise) weiter führen. Sind die Kinder erst mal so um die 12, hat man ganz andere Themen. Vielleicht werde ich den Blog dann ganz aufhören oder ihm eine andere Wendung geben. Wer weiss… aber bis dahin dauert es ja zum Glück noch, und ich freue mich weiterhin über treue Leser und Fans auf allen Kanälen – danke, dass Ihr hier seid! 🙂

Ach ja, Ihr dürft natürlich gerne Eure Meinung zum Thema hier lassen… 😉 

Ferien-Endspurt. Nur noch 4 Tage…

Wehmut… die Ferien gehen zu Ende. Mitte Woche haben wir nun schon. Den Montag verbrachten wir noch gemütlich im Freibad bei warmen Temperaturen. Am Abend schon schlug das Wetter um. Gestern war es regnerisch und kühl, die Kinder durften gestern und heute an die „Waldtage“ in Schaan – ein Ferienprogramm, das in Liechtenstein angeboten wurde. Geplant waren die Tage zusammen mit dem Nachbarskind. Da er dann aber doch lieber zur Tagesmutter sollte (seine Mutter muss(te) die beiden Tage auswärts arbeiten), habe ich nur meine beiden hingebracht. Ich hatte schon Bammel, dass sich beide sträuben würden, aber nein, sie nahmen das Angebot gerne an und es gefiel ihnen sehr, so dass sie sich auch heute wieder auf den Wald freuten – schön! 🙂 Ich erledigte in der Zeit allerhand (Einkaufen etc., Nähen, Bloggen, Organisatorisches, Umstandsmode sichten, die ich bestellt hatte, Besuch beim Chiropraktiker wegen der in der Schwangerschaft Probleme bereitenden Hüfte, Kochen für den Mann und mich, Sachen zusammenpacken, wofür erfährt ihr gleich…) und die Zeit ging um wie nichts! Gestern holte ich die Kinder dann ab, besorgte für den Mann noch Medis (Sommergrippe, hoffe es ist heute besser…) und besuchte ein Schuhgeschäft. Es kam mir natürlich erst gestern Morgen in den Sinn, dass der Grosse keine Regenstiefel mehr hat! Die waren nämlich längst kaputt und durchlässig geworden. Über den Sommer war das aber wurst, ich würde mich dann im Herbst um neue kümmern. Dass er im Wald welche brauchen würde, auf die Idee kam ich nicht 😉 Also gestern als Alternative einfach die noch zu grossen Winterstiefel für die Maus ohne Innenschuh angezogen – ging gut 😉 Nebst Regenstiefel wollte ich noch je ein wasserfestes Paar normale Treter für Schule/KiGa für die beiden und da alle Schuhe reduziert waren, durfte der Grosse noch ein Paar Dino-Sandalen mitnehmen, ohne die er das Geschäft nicht verlassen wollte. Kooperativ ist anders… nun ja. Hoffen wir, die Sonne lässt sich doch noch ein paar mal blicken denn nächstes Jahr sind die Sandalen sicher zu klein! 😛 Unsere Ausbeute seht Ihr auf der Facebook-Seite 😉
Auf jeden Fall weckte mich die Maus heute schon um 7 Uhr und wollte gleich in den Wald 😀 So viel zum Thema Ausschlafen in den Ferien… Ja, und heute Nachmittag düsen wir dann nochmals in einen Kurzurlaub und zwar werden wir dem Märchenhotel in Braunwald für zwei Nächte einen Besuch abstatten. Ich freue mich schon riesig auf die Familienzeit und das Hotel, dessen Fotos schon mal ganz gut ausschauen 🙂 Natürlich werde ich von dort in den sozialen Medien berichten und nach der Rückkehr auch hier auf dem Blog 🙂 Ferien in der Schweiz macht man schliesslich nicht alle Tage! 😉
Am Freitagnachmittag sind wir dann wieder zurück, am Samstagabend feiert das Nachbarskind noch Geburtstag und dann geht’s wirklich bald wieder los mit dem (neuen) Alltag mit einem Schul- und einem Kindergartenkind. Die erste Woche ist bei mir leider auch schon vollgepflastert mit Terminen, aber die Nachmittage mit den Kindern sind frei – für Hausaufgaben und was auch immer uns Spass machen könnte 😉

Wünsche allen eine gute Restwoche! Geniesst es noch! 🙂 Seid Ihr schon parat für das neue Schuljahr? Freuen sich Eure Kinder? 🙂

Produktvorstellung: Milestone Cards

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In dieser Box sind die Kärtchen aufbewahrt.

Heute möchte ich Euch die Milestone Cards vorstellen – wunderbare Kartenserien, die man benutzen kann, um Fotos, die ein spezielles Ereignis darstellen, entsprechend zu „beschriften“. Die Kärtchen sind etwa so gross wie meine Hand, wunderschön gestaltet und zu verschiedenen Themen erhältlich. Vielleicht seid Ihr ihnen ja schon mal begegnet? Aktuell für mich sind natürlich die Pregnancy Cards – Kärtchen für die Schwangerschaft, die man z.B. für Bauchfotos oder andere Erinnerungen, die man gerne festhalten möchte, verwenden kann.

SSW12aWarum mag ich die Kärtchen? Einerseits ist es zwar nett, seine Fotos für den Blog noch mit einem Programm zu beschriften, aber es ist auch aufwendig. So ein Kärtchen sagt auf sehr sympathische und hübsche Weise alles, was wichtig ist. Man hat gleich ein Foto, das man so veröffentlichen kann. Natürlich gilt dies nicht nur für’s Bloggen, Instagram etc., sondern auch für’s Familienalbum. So entstehen eben ganz besondere Momente, die gar keiner Erläuterung mehr bedürfen – eine schöne Erinnerung auch für die Kinder, welche die Fotos später betrachten. Zudem kann man die Kärtchen bei mehreren Kindern verwenden (sofern man diejenigen, die man beschriftet, mit Bleistift o.ä. beschriftet). Die Karten sind robust und kommen in einer schönen Kartonbox, in der man sie bestens aufbewahren kann. Sie werden mich also bestimmt noch eine ganze Weile begleiten und ihr werdet ihnen hier immer wieder begegnen :)Schaut Euch doch mal das Sortiment an, so gibt es auch die Baby Cards, mit denen man z.B. zeigen kann, wie alt das Baby auf den Fotos ist oder wann es den ersten Brei gegessen hat, das erste Wort gesagt etc. und es gibt für ältere Kinder die Mini Cards… einfach tolle und kreative Begleiter für die Kindheit 🙂

Milestone Cars sind in der Schweiz hier erhältlich. Wir bedanken uns herzlich für das zur Verfügung stellen des Sets.

Über das Dokumentieren der Schwangerschaft

12. Mai 2016 – Dies ist meine erste Schwangerschaft, die ich nun endlich richtig dokumentieren kann. Von meinen ersten beiden Schwangerschaften gibt es jeweils nur wenige Fotos (immerhin habe ich bei der zweiten ein Profi-Shooting gemacht). Die erste Schwangerschaft ist lediglich marginal in einem Schwangerschafts-Tagebuch dokumentiert, die zweite, obwohl ich den Blog schon hatte, auch nur in wenigen Einträgen. Erst nach der Geburt habe ich mich wohl mehr mit dem Bloggen auseinandergesetzt und gesehen, wie detailliert andere darüber berichten. Aber keine Angst, ich werde Euch sicher nicht mit täglichen, vielleicht nicht mal mit wöchentlichen Updates versorgen (zumindest nicht im Blog, vielleicht aber auf Instagram und Facebook), denn es interessiert schlicht nicht alle. Aber es wurmt mich sehr, dass ich nicht mehr über meine ersten beiden Schwangerschaften weiss. Ich erinnere mich schon, aber nicht an alle Details (ist ja auch schon 4 Jahre her) und kann nun leider auch keine Bauch-Vergleiche ziehen oder so 😉 Fazit: ich kann das nun endlich nachholen und ausgiebig berichten – juhu! 🙂

35 Jahre – mitten im Leben

In weniger als einem Monat kündigt sich wie jedes Jahr der Tag an, den man als Erwachsenen am wenigsten schätzt: der eigene Geburtstag. Ab einem bestimmten Alter, das ich längst überschritten habe, wacht man nicht mehr vor Spannung auf die Geschenke freudigst auf, sondern würde sich eigentlich lieber wieder umdrehen und erst dann wieder aufwachen, wenn man eine dem Tag würdige Situation vorfindet: weisser Sandstrand, eine bequeme Doppelliege mit Blick auf türkisblaues Meer, Sonnenschein und angenehmer Wind. Der Bikini zwickt nicht, die Haut sanft gebräunt und ein Hotelangestellter serviert soeben ein kühles Getränk. Aber, nein, es ist, wie es ist, im Leben, ein Tag wie jeder andere mit schonungslosen Nachrichten: „ein Jahr älter, Du Kuh! Von jetzt an geht es nur noch abwärts mit Dir!“ Danke aber auch. Und wann habe ich eigentlich begonnen, mich alt zu fühlen? Als die ersten Fältchen im Laufe des Tages nicht mehr verschwanden? Als mich jüngere Typen schamlos „alt“ nannten? Als ich bemerkte, dass Sport seinen Tribut zollt und abends im Bett meinen Körper mit Schmerzen quält? Als mich ein Kind mit „Grüezi“ begrüsste? Ich weiss es nicht, es kam wohl schleichend…

Kurzer Check… wie geht es mir mit 35?

Körper: Kriegsgebiet
Seele: Tornado
Geist: Rostlaube

Summa summarum: Kollateralschäden, soweit das Auge reicht…

Der Punkt im Leben also, an dem man näher an der 40 als an der 30 ist, ruft Mid-Life-Crisis-Symptome hervor… wäre ich ein Mann, würde ich mir ein schnelles Auto kaufen und mir eine 20-jährige anlachen. Als Frau ist das nicht ganz so simpel… vermutlich stünde jetzt die erste Schönheits-OP an. Ein Facelift, etwas Botox, Fettabsaugen, Brustkorrektur (höher, weiter). Dafür fehlt mir das Budget. Ist wohl auch besser so! Stattdessen gönne ich meinem Körper (Kampf)sport galore – besser als jede Droge und vielleicht erspart es mir auf Dauer das Fettabsaugen (aber nicht den Chiropraktiker)? Ich versuche, mich halbwegs gesund zu ernähren (was regelmässig scheitert). Ich unternehme nicht-invasive kosmetische Massnahmen. Die Fassade muss aufrechterhalten werden, so gut es eben geht… man greift schon mal mit schlechtem Gewissen zur Anti-Aging-Gesichtslotion und lässt die jugendliche N*vea soft Creme links liegen, deren Design viel schöner ist… mit einem Seufzen. Partyeskapaden? Alkohol? Fehlanzeige. Alles schlecht für die Haut. Aber ich vermisse es auch nicht. Selten. Ja, älter werden ist für Frauen nicht einfach. Man sagt meist nur Männern nach, dass sie mit Fältchen und grauen Haaren an Attraktivität und Charakter gewinnen (George Clooney!).
Und was geht hinter der Fassade ab? Ich blicke zurück. Immer mal wieder. Aber lieber nach vorn. Geboren am 1. Juni 1981 in Chur GR. Unweit davon starb meine Mutter vor Jahren, weshalb ich die Stadt nicht mehr sehen will, es sei denn es muss… unauffällige Kindheit. Da mein Bruder recht älter war, wuchs ich quasi als Einzelkind auf. Das war nicht immer einfach. Ich vermisste eine Schwester… umso mehr hing ich gern mit anderen Kindern rum… ich malte viel. War ruhig. Hatte erst Fische als Haustiere und später einen Westie. Ich mochte die Schule und war gut darin. Ich war eher der Aussenseiter… auch im Gymi. Ein Sozialnerd*, der mit anderen Nerds rumhing und meist als eine der letzten in die Völkerball-Mannschaft gerufen wurde. Ich musste 19(!) Jahre alt werden bis ich endlich einen Typen kennenlernte, der mein Schmachten erwiderte. Den heiratete ich dann auch, irgendwann nachdem ich das Studium abgebrochen hatte. Aber ich entwickelte mich weiter als er, es passte nicht mehr… ich machte einen Fehltritt und reiste beruflich nach Japan, wo ich meinen jetzigen Mann kennen lernte. Als ich zurückkam, war die Wohnung leer und ich bald geschieden. Zwei Jahre später sagte ich nicht nur erneut „ja“, sondern trug auch unser erstes Kind unter dem Herzen. Es ist ein Klischee, aber mein Leben war danach wirklich nicht mehr dasselbe und ich ein neuer Mensch. 9 Monate später begann ich diesen Blog. Fast 6 Jahre lang schwamm ich in der Mama-Blase, mal mehr, mal weniger glücklich. Aber eigentlich sehr zufrieden, wäre da nicht die schlechte Figur gewesen… Die Kinder waren anstrengend, sehr sogar. Wenig Schlaf, viel Süsses… das musste aufhören. Ich mochte mich so nicht mehr. Daher die Sportattacke. Und die half. Sehr. Am Ziel bin ich noch nicht. Die Ernährung, wie gesagt, ist noch ein Streitpunkt in mir… 😉
Und beruflich? Das ist vielleicht der Grund, weshalb ich denke, nichts erreicht zu haben. Aber eigentlich habe ich auch keine Ambitionen, hatte ich nie… ein Sozialnerd kämpft sich selten an die Spitze. Trotzdem habe ich mich selber überrascht, als ich irgendwann das Japanologie- und Publizistikstudium gegen die Ausbildung zur Journalistin eintauschte? Warum? Eben darum, weil es für mich früher nichts Schlimmeres gab, als auf Leute zugehen zu müssen. Es ist mir bis heute schleierhaft, ob ich mit dieser Berufswahl eine Selbsttherapie einleiten wollte oder ob es einfach die Folge eines Hirn-Blackouts war… Mit meiner ersten, richtigen Stelle wurde tatsächlich alles besser… ich fühlte mich wohl. Es war mir/uns damals aber auch klar, als wir uns für Kinder entschieden, dass ich zuhause bleiben und höchstens ein kleines Pensum weiter arbeiten würde. Ich stieg denn auch später wieder ein als versprochen und verärgerte damit meine Vorgesetzten. Aber das Kind war mir wichtiger und irgendwann trennten wir uns in gegenseitigem Einverständnis während ich längst als freie Mitarbeiterin dann schrieb, wann ich wollte. Bis heute ist es für mich der perfekte Job, da ich ihn mir einteilen kann und ein Grossteil der Arbeit von Zuhause aus erledigt werden kann. Das Bloggen nimmt auch viel Zeit in Anspruch und ich sehe es auch fast als Job an, wäre da nicht der Fakt, dass mich niemand in bar dafür bezahlt. Aber ab und zu bekomme ich Produkte und das sowie der Spass an der Sache und das tolle Feedback bzw. die Interaktion mit den Lesern motiviert mich ebenso.

Noch so ein Neben-Job ist die Trage- und Windelfreiberatung. Zwar habe ich im Schnitt nur etwa eine Beratung im Monat und der Verdienst ist klein (und die Ausrüstung wird sich nie amortisieren) aber auch dies ist ein Herzprojekt

Ausblick

35 Jahre und kein bisschen weiser… das ist schon so. Ich fühle mich oft mehr wie 5 als 35. Im Herzen noch Kind und manchmal nur Dummheiten im Kopf… aber vielleicht muss das so, weil’s sonst langweilig wär‘…
So, das Leben geht weiter und macht, was es will. Stets eine neue Überraschung parat. Hier ein Schock, da ein Schicksalsschlag, selten ein Zuckerschlecken aber immer geht es weiter. Schöne Momente gibt es natürlich auch, wir wollen mal nicht kleinlich sein… aber im Grunde, weiss keiner, was kommt. Jeder Tag ist ein Tritt in den Hintern und ich bleib‘ Zen – so soll es sein! #ironieoff Stay tuned for the fun! 

Und die Gretchenfrage an Euch: wie habt Ihr’s mit dem Alter? Alles cool? Leichter Bammel? Gleichgültigkeit, Zufriedenheit oder älter werden rockt

*schüchterner Mensch mit verschwindend kleinem Selbstbewusstsein, der sich gerne kleiner macht als er ist und lieber zuhause in der Stube hockt als unter „normalen“ Gleichaltrigen verkehrt.

Fotos: üble Selfies mit blauem Auge. Kein Makeup bis auf: Lipstick Novum von Dr. Hauschka.

#regrettingbloggerhood ? Nöö, eigentlich nicht ;)

Eine deutsche Mit-Bloggerin rief vor Kurzem hier zu einer Blogparade auf. Ich mache seltenst bei solchen Paraden mit – entweder, weil mir die Zeit oder die Ideen fehlen, sprich, mich das Thema nicht wirklich tangiert. Dieses mal fand ich, ja doch, das beantworte ich. Und zwar geht es darum, wie der Hashtag schon sagt, ob man das Bloggen (per se oder einzelne Beiträge) bereut usw.
Dazu muss ich ein wenig ausholen. Im September 2010, fast ganztags allein mit meinem ersten Kind, damals etwa ein halbes Jahr alt, startete ich diesen Blog, damals noch in einer etwas anderen, dilettantischeren Form – ohne Bilder, im Tagebuchstil. Warum? Ich habe schon immer gern geschrieben (von Beruf bin ich drum auch Journalistin geworden), habe mir irgendwann mal, als Blogs aufkamen, einen Blog-Account eröffnet, ohne ihn je zu benutzen und hatte den noch. Warum vor allem? Weil ich mich ziemlich allein fühlte, mächtig überfordert war und mir das Zeug a) von der Seele schreiben wollte und b) hoffte, damit anderen (den Blog lesenden) Müttern zu zeigen: „Hey, Ihr seid nicht allein, schaut mal, wir haben hier auch so unsere Probleme…“

Meine ersten Einträge waren also wirklich sehr persönlich und vor allem eine Zeit lang auch wirklich sehr schwarz – geprägt eben von schlaflosen Nächten, Stillproblemen und mangelnder Unterstützung. Es wurde dann natürlich besser und der Blog auch durchaus mal positiver. Mit Kritik rechnete ich anfangs nicht, denn nur wenige kannten ihn. Ich kam damals noch nicht auf die Idee, ihn gross zu bewerben, da er wirklich v.a. mir diente. Die Kritik kam dann auch von dort, wo man sie am wenigsten erwartete – aus den eigenen Reihen. Man hört bzw. liest nicht gerne, dass eine frischgebackene Mutter nicht über beide Ohren happy ist. Das Klischee eben… und, noch ein Klischee: was sollen die Leute denken? Ja, was? Das war mir schon immer ziemlich egal. Zwar war ich nie eine, die ihre Meinung lautstark kundtat, aber so im Stillen, schriftlich, schon… nicht, weil man so weniger angreifbar ist (man ist es heutzutage sogar umso mehr), sondern weil ich schüchtern bin. Und irgendwie wird man mit Kindern mutiger, traut sich mehr, seine Meinung zu sagen und dazu zu stehen. Ich habe vielleicht einmal kurz überlegt, den Blog sofort zu schliessen, weil mich Kommentare dazu verletzt haben, aber eigentlich bin ich rebellisch veranlagt und folge dem Credo „Jetzt erst recht!“ Vielleicht bin ich da auch geprägt von jahrelangem, unfreien Journalismus. Immer musste das Geschriebene die Meinung der Partei oder der Inserenten wiedergeben… völlig frei schreiben durften wir nie. Kleines Land halt…

Als Blogger ist man frei, zu schreiben, was man will. Zumindest, wenn einem egal ist, ob man Leser und Kooperationspartner hat. Aber auch dann: ich beschönige meine Texte auch heute noch nicht. Wenn ich eine Sch…Woche hatte und mir die Kinder mächtig auf den Keks gehen, dann schreibe ich das. Und Kooperationen gehe ich nur ein, wenn ich von etwas auch überzeugt bin. Ich bin nach wie vor der Meinung, dass ein Leser die Authentizität schätzt. Oder einfach, dass jemand wirklich „aus dem Leben“ schreibt. Schöne-heile-Welt-Blogs mögen durchaus ihre Berechtigung haben, aber als Eltern durchlebt man nicht nur Höhen und ich finde deshalb, dass man in diesem Genre durchaus auch die Tiefen zeigen soll, denn jeder ist froh, zu hören, dass auch andere mal hadern. Und man sieht sich vielleicht die ganzen, hochaufwendigen Regenbogentorten, Geburtstagsdekos und obentos gerne an und holt sich die eine oder andere Inspiration, aber nicht jeder hat diesen Anspruch und fühlt sich mitunter durch die Überhäufung an Perfektion und Glück manchmal schier erdrückt…

Wie auch immer… nein, ich bereue das Bloggen nicht. Ich liebe es sehr und ich liebe es noch mehr seit ich es ein wenig professioneller betreibe – mit der Einbindung sozialer Medien, mit schönen Fotos, eigenem Logo und der Möglichkeit, hier und da mal eine schöne Kooperation inklusive toller Angebote für die Leser (Verlosungen, Rabatte etc.) eingehen zu dürfen. Das ist für mich wie Weihnachten… und noch schöner finde ich die rege Interaktion, die mit wachsender Bekanntheit kommt. Die Kommentare, die sich zwar v.a. auf Facebook konzentrieren. Wenn jemand schreibt: „ja, genau, so geht es mir auch…“ oder „hey, alles wird gut…“ oder einfach „Danke für diesen Beitrag, das hast du schön geschrieben“ – da geht einem doch das Herz auf! Denn eigentlich will man genau das: gelesen, verstanden und geschätzt zu werden. Jemandem helfen, einen Tipp geben, das gute Gefühl zu geben, nicht alleine zu sein.
Und auch wenn man sich beim Bloggen exponiert, v.a. wenn man sich an politische Themen wagt (mache ich selten, aber wenn’s mir unter den Nägeln brennt, dann mache ich auch davor nicht halt…), eine Meinung vertritt, die halt nicht alle teilen, evtl. sogar partiell einen Shitstorm riskiert – so ist das ein Teil von mir. Man kann nicht von allen geliebt werden und es auch nicht allen recht machen und das ist gut so. Das Schöne an Blogs wie in vielem im Leben ist ja: man kann sie auch ignorieren…

Und die wahren Freunde und die Familie, die stehen eh hinter einem. Die kennen und lesen Deinen Blog. Die schmunzeln, wenn sie irgendwo erwähnt werden (niemals namentlich, übrigens bzw. wenn, dann mit Genehmigung 😉
Und da man sich virtuell meist öfter begegnet als im Alltag (ist leider so), ergeben sich manchmal lustige Situationen. Dann nämlich z.B., wenn man gerade ansetzen will, um etwas zu erzählen, und das Gegenüber sagt: „das habe ich doch schon in Deinem Blog gelesen!“

In diesem Sinne: keep on blogging! 😉

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Seinen Fussabdruck hinterlassen… wie die Maus im Rheinsand… 🙂

Don’t look back: Jahresrückblick und so

Huch, Facebook zeigt einem mal wieder Jahresrückblicke und manche teilen das dann… schätze, die Blogger folgen auch bald. Dann will ich das grad jetzt schon mal erledigen. Bin eigentlich kein Fan vom Zurückschauen. Was war, das war und kann nicht geändert werden, nur erinnert oder vergessen, was halt, von Fall zu Fall, gerade besser ist. Ich schaue auch nicht gerne nach vorne, weil die Zukunft ist ungewiss und nur partiell beeinflussbar. Im Jetzt leben ist auch nicht immer so einfach, aber man versucht es halt, nicht? So. Und Jahresrückblicke sind sowieso die schlimmsten weil sie machen einem, ähnlich wie Geburtstage, noch schmerzlicher bewusst, wie schnell die Zeit vergeht und dass das Leben endlich ist…
Von mir könnt Ihr deshalb an dieser Stelle tatsächlich nicht allzu viel erwarten. Das Jahr beinhaltete keine grossen Veränderungen. Was auch immer halbwegs berichtenswert war, habt ihr an dieser Stelle mitverfolgt oder könnt es nachlesen, sofern ihr wollt. Ansonsten würde ich sagen, war das Jahr einfach Alltag pur und viel zu schnell um, wie immer. Mit einem Kindergartenkind hat man eine von aussen vorgegebene, starre Struktur. Das ist gut, lässt aber auch wenig Raum für Flexibilität. Andererseits, sind dann mal Ferien, ist das auch wieder nervenaufreibend. Von dem her kann ich sagen, dass ich die Struktur so wie sie jetzt ist, mag, zumal sie in den nächsten Jahren noch starrer wird wenn ich ein Kindergarten- und ein Schulkind habe und gegebenenfalls beide vlt so langsam auch noch Hobbies für sich entdecken, Sportstunden und so, wer weiss…
Ich selber bin innerhalb dieser Strukturen das reinste Chaos. Vielleicht muss das so sein. Darüber vlt ein ander mal mehr.
Was sich vielleicht verändert hat, ist, dass ich nach den Sommerferien einen Ego-Trip gestartet habe, der mir an sich ganz gut tut. Ich habe begonnen, abends und am Wochenende wegzugehen (für Sport, meistens) und die Kinder meinem Mann anvertraut. Maus ist also einige Male auch ohne mich eingeschlafen und zurecht gekommen. Ich habe mir ein intensives Sportprogramm auferlegt und ein paar Kilos verloren. Damit bin ich recht zufrieden auch wenn noch mehr ginge. Sportlich mache ich jetzt gerade das, was noch halbwegs familiär vereinbar wäre. Ich habe noch ein anderes, zum Glück nicht allzu zeitintensives Hobby begonnen, das ich hier nicht weiter ausführen werde, weil es einfach Dinge gibt, die man gerne mal für sich behält. Es ist ganz nett und ich teile es soweit auf, dass ich insgesamt nicht mehr als 3 Abende pro Woche weg bin, meist sind es eh nur 2-3 weil Maus doch manchmal noch Theater macht oder gerade dann ins Bett will, wenn ich weg sollte oder ich selber halt auch zu fertig bin… der Sport ist Gold wert, ohne könnte ich nicht mehr. Ein Tag mal keinen Sport zu machen, macht mich hibbelig.
Auf der Gefühlsebene fahre ich oft Achterbahn, verkompliziere mir offenbar gerne mein Leben… Auch das mit ein Grund, warum ich den Sport so brauche. Der holt mich wieder zurück ins Jetzt oder hilft mir, Aggressionen loszuwerden 😛 Warum? Einerseits spüre ich meinen Zyklus je länger je mehr (man wird alt), die Hormone machen mit mir, was sie wollen, andererseits habe ich noch Hoffnungen und Wünsche, die ich mal verfolge, mal verwerfe, die total in der Luft hängen, die von aussen mal in diese, mal in jene Richtung beeinflusst werden. Das mit ein Grund, warum ich mich seit Sommer kontinuierlich aus den diversesten Facebook-Gruppen zurückzog und etliche Benachrichtigungen abgestellt habe. Ja und dann sind da natürlich noch die Kinder, die uns oft bis auf’s Blut reizen, auch wenn es nicht ihre Absicht ist (und es ist unsere Herausforderung, das auch so anzuerkennen). Aktuell hat, wie schon mal berichtet, die Maus ihre Wutzwergphase und beide miteinander eine krasse Katz-und-Hund-Phase. Da kann es dann schon geschehen, dass ich morgens um 7 Uhr auf 180 bin, voll geladen und keine Möglichkeit, mich abzureagieren. Da könnte ich mir dann die Haare büschelweise ausreissen oder ins Auto steigen und das Gaspedal bis zum Anschlag runterdrücken während Rammstein auf volle Lautstärke gedreht ist. Natürlich mache ich beides nicht und das fehlende Ventil sorgt dann eben dafür, dass ich als tickende Zeitbombe durch die Gegend laufe. Und, natürlich liebe ich meine Kinder trotzdem über alles, sie fordern mich einfach ziemlich heraus. Ich könnte jetzt noch hinzufügen, dass Schreiben ein Ventil ist, und ja, diese Funktion erfüllt das Bloggen doch tatsächlich ein wenig, aber eben gibt es Dinge, die ich hier einfach nicht niederschreiben kann, so gerne ich auch würde und schon stauen sich die Gefühle wieder auf. Weiberkram? Ja, vielleicht. Wir Frauen sind da ziemlich benachteiligt. Männer trinken ein Bier und schauen einen nicht jugendfreien Film und gut ist. Wir Frauen laufen innerlich Amok und backen derweil Kekse als wäre nix… nicht die beste Strategie.
So, und damit ich Euch nicht mehr länger damit langweile, wechsle ich das Thema. Mein Blog hat seit Sommer einen neuen Auftritt und ein eigenes Logo sowie auch eine Facebookseite und das finde ich doch mal ziemlich toll, v.a. auch, weil ich die eine oder andere Kooperation eingehen konnte heuer, übrigens parallel auch mit Nestwärme. Das macht mich stolz. Und ich habe wieder zum Nähen gefunden und bin total angefixt – yay!
Beruflich lief es heuer auch ganz gut und ich hoffe dass es in der Form weiter geht… damit wären wir dann schon beim Ausblick. Ich wünsche mir nicht viel, ausser, dass wir gesund bleiben und uns erhalten. Für meine Familie wünsche ich mir so viel Harmonie wie möglich. Für mich selber die Aufrechterhaltung meines Sportpensums und einen Schritt weiter in Richtung Bikinifigur (wie oberflächlich). Dass meine Wünsche und Träume sich irgendwann erfüllen, in welche Richtung sie auch gehen mögen… und dass dies nicht sonderlich zu Lasten anderer geht. Ich wünsche mir aber auch mehr, viel mehr, Gelassenheit und Geduld, um die vielen Momente zu überbrücken, die mich runterziehen, die mich herausfordern, die mich mit Ungewissheit plagen, die mich zum Ausharren und Warten zwingen. Ich wünsche mir noch mehr Mut, mich durchzusetzen und das zu tun, was ich für richtig oder wichtig erachte. Zu erkennen, dass wir nur ein Leben haben und das nicht mit Dingen verplempern sollten, die uns nicht gut tun. Da müssen wir pragmatischer sein, egoistischer eben (und da bin ich ja auf gutem Wege), solange es niemand anderem schadet, denn mit Kindern hat man auch eine Verantwortung. Ich wünsche mir von meinen Mitmenschen mehr Interaktion, Ehrlichkeit, Verständnis und dass sie es ähnlich sehen wie ich. Ach, ich weiss nicht… ich habe gerade das Gefühl, dass ich ein ziemlicher Freak bin wenn ich mich hier so lese. Hoffe trotzdem, dass Ihr mich auch 2016 noch lest u/o mein Leben bereichert 😉
Entschuldigt den verfrühten Jahresrückblick, ich schätze aber, dass ich nach den Festtagen zwar viel Zeit aber wenig Lust habe, mich mitzuteilen…

Und ihr so? War Euer Jahr super, sch…, mittelmässig? Was hat Euer Jahr bereichert? Habt Ihr Vorsätze gemacht? Wollt Ihr so weiter machen oder plant Ihr Veränderungen? Erwartet Euch etwas Spezielles im 2016? Den guten Rutsch wünsche ich Euch dann später noch… 😉

Baby-Blog!

Mein lieber Mann kam heute mit der Idee auf mich zu, ob ich nicht Lust hätte, einen Baby-Blog zu schreiben. Klar habe ich! Und wenig später fiel mir auch ein, dass ich längst ein Konto bei Blogger habe. Also los! Oder? Ich schreibe zu gerne, um nicht über mein neues Leben zu bloggen und Themen gäbe es derer auch genug. Doch bleibt mir genügend Zeit und Musse? Gut Blog will schliesslich Weile haben und mein kleiner Sohnemann ist Keiner der Sorte, die sich stundenlang mit Stofftieren verweilen können oder den halben Tag verschnarchen. Wir werden sehen… In diesem Sinne: Der Blog ist eröffnet! 🙂