Kleinkind sitzt lachend am Boden

1 Jahr Mäuschen – alles Liebe zum Geburtstag

Mein liebes Mäuschen,

ein ganzes Jahr bist Du nun schon auf der Welt – kaum zu glauben! Kein erstes Jahr verging je so schnell mit meinen Kindern. Es dauerte gefühlt nur einen Wimpernschlag! Weiterlesen

3 Monate Mäuschen

Heute ist mein kleines Mäuschen schon 3 Monate alt, d.h. vor ungefähr einem Jahr wurde ich schwanger. Es ist, als wäre es gestern noch gewesen, dass ich die Schwangerschaft bemerkte und mich über den wachsenden Bauch freute. Aber schon kurz nach der Geburt (an die ich mich auch noch sehr gut und gerne zurück erinnere) konnte ich mir gar nicht mehr vorstellen, wie es war mit so dickem Bauch am Ende der Schwangerschaft – schon verrückt. Schwanger sein fand ich, bis auf die letzten Wochen, immer sehr schön und so blicke ich natürlich auch ein wenig wehmütig zurück auf diese Zeit… hach… seufz… aber es geht hier ja um das Mäuschen, das unser Leben so schön bereichert… 🙂

Die Kleine überrascht mich wirklich immer wieder. Ich finde mich dann manchmal staunend vor und überlege, ob irgendwas mit meiner Milch nicht stimmt oder so, aber dieses Baby ist eins, das ich mir immer gewünscht habe, als ich mit den ersten beiden so richtig „auf die Welt kam“ und die anderen immer um ihre „einfachen und pflegeleichten“ Babys beneidete während ich dachte, ich mache bestimmt irgendwas falsch, aber nein, sie sind halt einfach alle anders… Sie schläft oft von selber ein, sogar alleine im Beistellbett. Sie trinkt mittlerweile wirklich gut und schnell an der Brust und sie schläft sehr gut. Am Dienstag (12-Wochen-Schub?) sogar mehr als durch mit über 9 Stunden am Stück! (Natürlich konnte ICH das nicht geniessen weil ich nachts doch noch oft erwache (Gewohnheit? Alarmbereitschaft?) und die grosse Maus zu mir rüber kam und dann herum nestete… Und am Donnerstag und Freitag wiederholte sie das Ganze mit 8 Stunden. (Danach erwachte sie wieder früher, aber mit einer nächtlichen Stillmahlzeit kann man gut leben…) Und sie kann teils auch schon eine ganze Weile zufrieden auf der Krabbeldecke liegen und sich ein wenig entdecken.
Und ja, das ist durchaus ungewohnt für mich, das kannte ich von meinen Grossen nicht. Als sie Babys waren, haben sie mich viel mehr gebraucht. Zum Teil fehlt mir fast die Nähe, ich sollte öfter mit ihr im Tuch spazieren gehen… 😉 Einfach so auf meinem Bauch liegen und kuscheln mag sie z.B. gar nicht, obwohl das andere Babys meist sehr geniessen – interessant, wie unterschiedlich Kinder doch sein können und dies von Anfang an, es ist also mit Sicherheit nichts, das man ihnen an- oder abtrainieren könnte.
Wenn ich mich abends neben sie ins Bett lege, dann schaue ich sie oft noch eine Weile an, wie sie friedlich schläft und fühle mich dann einfach nur unendlich gesegnet, dieses kleine Menschlein, dieses Wunder, bei mir haben zu dürfen. Es ist keine Selbstverständlichkeit. Und vor lauter Glück kann ich in diesen Momenten oft eine Weile gar nicht einschlafen… es ist so schön, ihr beim Wachsen zuzusehen… und es geht so schnell! So anstrengend die Babyzeit sein mag, so schön ist sie auch, sogar das hatte ich fast vergessen!
Diese Woche habe ich noch Kisten der nächsten Grösse (68) ausgeräumt. So viele Kleider noch von der grossen Maus her… Kleider, die ich längst vergass und mich dann beim Herausholen jeden Teils freute, weil ich mich daran erinnerte, wie die grosse Maus sie trug…

Stillen & Schlafen
Wie erwähnt klappt beides wunderbar. Tagsüber sind die Schläfchen in letzter Zeit auch mal länger geworden, vielleicht kristallisiert sich da ja bald sowas wie ein Vor- und ein Nachmittagsschlaf heraus? Unterwegs stillen ist noch etwas doof und mühsam da ich zuhause wirklich v.a. im Liegen stille. Es geht einfach am besten – für uns beide. Wenn sie morgens aus dem Nachtschlaf erwacht, strahlt sie freudig an oder strampelt zufrieden rum und schaut sich um – einfach Zucker!

Motorik & Verhalten
Das Mäuschen ist schon richtig aufgeweckt, freut sich, wenn man sie anspricht und lächelt, hört aufmerksam zu, gibt Laute von sich.
Sie strampelt sehr viel rum, kann sich auf die Seite drehen aus der Rückenlage und lutscht oft an ihren Händchen.

Windelfrei
Klappt momentan erstaunlich gut zuhause. Wenn ich nicht abgelenkt bin oder sie während der Mahlzeiten im Baby-Set sitzt, dann erwische ich das meiste. Auch glaube ich, dass sie langsam „weiss“, dass ich reagiere und „wartet“. Natürlich reagiere ich relativ schnell, aber noch vor wenigen Wochen hat sie meist schon gepieselt, nachdem sie geschlafen hat tagsüber. Das kam nun nicht mehr vor, sie erwacht trocken. Nachts hängt es ein wenig von mir ab. Wenn ich früh genug erwache und nicht zu müde bin, halte ich sie erfolgreich ab. So bleibt nachts die Windel auch trocken. Die letzten Nächte war das immer so, so dass ich schon fast überlege, ihr nachts gar keine Windel mehr anzuziehen.

Nun steht uns die kommende Woche noch die grosse Herausforderung bevor, dass wir 2 Tage weg sind inkl. einer Übernachtung. Drückt mir bitte die Daumen, dass es gut klappen wird, es sie nicht allzu sehr verwirrt und wir zuhause wieder so weitermachen können wie bisher… ich habe da immer grossen Respekt vor solchen „Geschichten“, aber da sie ja offenbar ein wirklich unkompliziertes Kind ist, wird sie es wahrscheinlich viel besser meistern als ich 😉

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„Du kannst sie nicht alle retten“

Dieser Beitrag dreht sich um Einstellungen, Meinungen, Vorurteile… um Ignoranz, Intoleranz, whatever… der Hintergrund: es gibt immer wieder Beiträge in den Medien, v.a. der Regenbogenpresse, die auch „meine Themen“ aufnehmen, also eher Randthemen. So wie das längere Stillen (ich nenne es Normalzeitstillen, oft liest man Langzeitstillen, aber da die WHO 2 Jahre empfiehlt und der weltweite Durchschnitt weit darüber liegt, ist es eine verzerrte Wahrnehmung, alles über 6 Monaten als „lang“ zu bezeichnen, aber es ist halt, hier bei uns, eher unüblich, wobei ich von dem, was ich aus meinem Umfeld kenne, eher sagen würde, dass es überhaupt nicht unüblich ist und viele es halt nicht unbedingt „rausposaunen“), das Co-Sleeping, vielleicht gar im Familienbett, und letztens „windelfrei“.
Klar, die Journalisten der Regenbogenpresse sind nicht für tiefgründige Recherchen bekannt und haben immer das Ziel der Provokation vor Augen. Wird ein Artikel gesetzt, muss er polarisieren. Und so wurde letztens von einem deutschen Privatsender, wenn ich mich nicht irre, ein kurzes Video über windelfrei gezeigt mit wenig Inhalt, ausser, dass man sieht, wie die Mama ihr Baby über dem Waschbecken abhält. An den Facebook-Kommentaren, die ich mir normalerweise nie antue (dieses Mal wollte ich es aber wissen :P), merkte man schon, dass keiner sich die Mühe gemacht hätte, sich zu informieren… und so waren unter den Kommentaren zig‘ vorurteilsbehaftete „wie krank!“, „abartig“, „die spinnt“ und dergleichen, zu lesen. Ausserdem zahlreiche Fragen, nicht unbedingt höflich gestellt, die ich beantwortete (man kann es sich vorstellen: es kam von niemandem eine Antwort zurück…). Fragen wie: „und nachts?“ oder „und unterwegs ist dann der Autositz vollgesch…?“, die man ganz simpel beantworten konnte mit: „Windelfrei heisst nicht, dass man NIE Windeln benutzt…“. Auch Annahmen wie „ja, wenn man den ganzen Tag lang nichts Besseres zu tun hat“ fielen, worauf man ganz simpel entgegnen kann: „Babys pieseln ja nicht ununterbrochen!?
Ähm ja, solche Beiträge werden dann natürlich auch in Gruppen geteilt, in denen Mamas sich zum Thema selber austauschen weil sie es praktizieren. Und ich hab‘ dann mal von einer über Facebook bekannten Mama den einen Satz gelesen: „Du kannst sie nicht alle retten“. Den muss ich mir merken. Denn man kann sich bei solchen Menschen den Mund fusselig reden, das Thema dabei ist schnurzpiepegal… sie hören nicht zu, weil sie nicht wollen. Und bemühen drum auch nicht Herr Google. Sie finden es angenehm, sich urschnell ein Urteil zu bilden und wollen auf keinen Fall mehr darüber wissen, denn sonst könnte sich ihre Meinung ja womöglich noch ändern und sie aus ihrer Komfortzone drängen. Wie schlimm das wohl wäre… nein, es ist einfacher, „windelfrei“, wie es früher schon (man erinnere sich daran, dass Wegwerfwindeln eine neue Erfindung aus den 70er-Jahren ist) und heute noch in vielen Teilen der Welt praktiziert wurde bzw. wird… einfach pauschal abzustrafen – dasselbe Thema beim „Langzeit“stillen und Co-Sleeping.

Kleiner Einschub: Sara Kulka, eine deutsche B- oder C-Prominente (bekannt aus GNTM), so genau kenne ich mich da nicht aus, ist so eine, die diese Themen (von Langzeitstillen bis unerzogen) selber lebt, was sehr ungewöhnlich ist für einen Promi, oder sagen wir mal, dass ein Promi den Mut hat, sich damit in die Öffentlichkeit zu stellen. Und sie scheute den Shitstorm nie und macht weiter. Und das finde ich absolut super, denn sie ist ja nicht nur einfach bekannt, sondern jung und sehr hübsch und dank ihrem Promi-Status promotet sie diese Themen, gibt ihnen Präsenz, so dass Menschen davon erfahren, die sich ansonsten nicht annähernd damit auseinander gesetzt hätten. Menschen, die Sara Kulka toll finden und sich nicht einschüchtern lassen von einem für manche vielleicht „abartigen“ Thema… super!

Also ist es einfacher, auf seiner Meinung zu beharren und andere Menschen, die man gar nicht kennt, als „krank“ und „abartig“ zu bezeichnen. Bevor man sich informiert… und weil da immer sehr viele Kommentare in dieser Richtung herunterhageln, frage ich mich, ob diese Menschen, wenn sie mir auf der Strasse begegnen würden, mir das so ins Gesicht sagen und davon laufen würden weil sie die Antwort gar nicht hören wollen. Oder ob sie sich das gar nicht getrauen würden… ich meine, wenn sie wüssten, was ich tue. Vielleicht lebe ich ja (glücklicherweise!) in einer etwas toleranteren Umgebung. Zumindest habe ich bis jetzt nicht solch doofe Kommentare einkassiert. Eigentlich, wenn überhaupt, nur positive. Ich kann auch gar nicht sagen, wie ich reagieren würde, wenn mich jemand als „krank“ bezeichnen würde. Erstens bin ich nicht schlagfertig, so von Mensch zu Mensch, ohne Bildschirm dazwischen. Zweitens wollen solche Menschen eben selten Argumente hören oder stehen bleiben, um zu diskutieren. Schliesslich kann man sich nicht nur hinter einem Facebook-Kommentar bestens verstecken, sondern auch in der anonymen Öffentlichkeit einfach umkehren und davonlaufen… Schade eigentlich. Aber ich muss es mir, auch für solche Momente, sollten sie mal kommen, zu Herzen nehmen, dass ich sie „nicht alle retten kann“.

In diesem Sinne: ich weiss, dass Ihr, liebe Leser, nicht zu der Fraktion gehört, die hier erwähnt wird, und darüber bin ich total froh. Aber dennoch: bei Fragen einfach melden, ja? Bitte! 😉 Ich beantworte sie gerne… 😀

Buchrezension: „Geborgen wachsen“ von Susanne Mierau

Susanne Mierau dürfte vielen Lesern bekannt sein. Sie betreibt seit Jahren den erfolgreichen Blog „Geborgen wachsen“, aus dem auch der Buchtitel entlehnt ist. In ihrem Blog berichtet sie aus ihrem Familien- und Berufsalltag und greift regelmässig Themen einer bedürfnis- und bindungsorientierten Erziehung auf. Weiterlesen

Mission Mauszimmer: geglückt!

Endlich kann ich Euch über das fertige Zimmer berichten, wenn auch die professionelleren (Tageslicht-)Fotos noch ein wenig warten müssen, aber so einen kleinen Einblick bekommt ihr schon! J Die Tür hinein haben wir für die Maus an Heilig Abend geöffnet und sie war wirklich schwer begeistert. Strahlende Augen, ein „wooow“ und „das habe ich mir schon immer gewünscht!“ (obwohl sie das natürlich nie tat 😉 Offenbar haben wir ihren Geschmack getroffen und es schien ihr tatsächlich ein Bedürfnis zu sein, ein eigenes Reich zu haben. Zumindest nahm sie ihre Weihnachtsgeschenke im Laufe der Tage mit hoch (das Puppenhaus, ein Lego-Prinzessinnenschloss und so ein Pferdespielparadies), schloss die Tür hinter sich und spielte. Das tat sie immer wieder. Sie spielte zwar meist nur kurz und kam dann wieder runter aber das ist ja auch OK.

Sie öffnete freudig die Schränke und strahlte als sie dort ihre Kleider sah, die vorhin in der Kommode und im Schrank ihres Bruders waren. Sie freute sich am Abend auch sehr darauf, in ihrem Zimmer zu schlafen, das war überhaupt kein Thema. Suchte sich ein Pyjama aus, richtete sich das Kissen zurecht und schaltete die Nachttischlampe ein. Erst meinte sie, dass sie alleine schlafen würde aber sie rief mir dann später doch und so legte ich mich wie immer neben sie bis sie schlief und machte das Babyphon an. Sowohl in der ersten als auch in der zweiten Nacht rief sie 3x nach mir, habe mich also jeweils wieder zu ihr gelegt, bin dann entweder mit eingeschlafen oder wieder ins Elternschlafzimmer. Nur am gestrigen Abend meinte sie, dass es komisch riechen würde (so wie halt neue Möbel riechen) und bevorzugte dann unser Bett. Wir haben ausgemacht, dass wir heute vor der Bettzeit mal fleissig durchlüften. Mal sehen… J
Auch wenn ich selber unser Familienbett sehr mochte, ihre Nähe auch nach 4 Jahren noch mehr genoss als ich den daraus manchmal resultierenden Schlafmangel verfluchte, so war es dem Mann doch langsam ein Bedürfnis, das Bett wieder nur mit mir zu teilen. Ich wollte die Maus aber nicht hinauswerfen. Die Idee mit dem Zimmer war für mich darum schlicht ein Angebot, das sie annehmen kann oder auch nicht. Sie wollte von sich aus gleich dort schlafen und dass sie mich dazu noch partiell braucht, macht mir nichts aus. Ich bin sicher, dass sie mit der Zeit auch durchschlafen wird. Bis es soweit ist, gehe ich nun halt hin und her. Natürlich war es einfacher, neben ihr zu schlafen und sie gleich beruhigen/stillen zu können aber die Bedürfnisse meines Mannes sollten auch nicht länger aussen vor bleiben. 4 Jahre sind meiner Meinung nach ein gutes Alter, um seinem Kind etwas Privatsphäre anzubieten, zumal wir einen Jungen und ein Mädchen haben und der Sohn seine Schwester nicht mehr uneingeschränkt in sein (Lego-Bau-)Zimmer lässt. Das Spielzimmer im unteren Stock war und ist ein Raum für alle, auch für Kinder, die zu Besuch kommen und in dem auch ich noch gewisse Dinge in einem Schrank lagere, so dass dies auch nicht wirklich ihr „Reich“ war. Ich las zwar einmal, dass Kinder bis zum Ende(?) des Primarschulalters kein eigenes Zimmer benötigen, aber ich fand den Zeitpunkt passend. Es passt also nun für alle, denke ich. Und wenn sie noch eine Weile lieber bei uns schläft, dann ist das halt so.
Aber mal ehrlich: hätte sie irgendwann von sich aus nicht mehr bei uns schlafen wollen, wo hätte sie hin sollen ohne vorhandene Alternative?

Es folgen in den nächsten Tagen noch zwei weitere Beiträge, in denen ich Euch die Einrichtung genauer vorstellen möchte… J