Hört auf, Eure Kinder zu vergleichen

Ich weiss, beim 1. Kind habe ich es auch getan, aber mittlerweile nervt es mich nur noch. Ich bin zwangsläufig in vielen Mama-Gruppen auf dem Gesichtsbuch und meine Timeline ist irgendwie ständig voll von Beiträgen, die irgendwelche Fragen beinhalten mit „wann„, „wie viel„, „wie alt“ etc. Weiterlesen

Liebster Award – meine Antworten

Er kursiert mal wieder, der „Liebster Award„, der unter Bloggern gerne weiter gereicht wird und einfach 11 persönliche Fragen aneinander beinhaltet – eine schöne Sache, um sich und andere Blogger kennen zu lernen 😉 Weiterlesen

Anders eben: die 3. Schwangerschaft

Da meine Hebamme aufgrund einer Geburt die heutige Kontrolle und den Diabetes-Test verschoben hat, und ich letztens auch mal danach gefragt wurde, ob und wie sich denn diese Schwangerschaft von den ersten beiden unterscheide, lege ich mal los mit einem Thema, das schon länger im Köcher lag… 😉

Es ist schon interessant, aber auch irgendwie nachvollziehbar… beim ersten Kind sind die meisten hocherfreut, neugierig, und verfolgen Deine Schwangerschaft aufmerksam. Auf das 2. Kind warten dann alle irgendwie und fragen gegebenenfalls auch mal nach, ob man denn nicht noch ein weiteres Kind wolle… nach weiterem Kinderwunsch fragen die wenigsten bzw., wenn mehr als die üblichen 2 Jahre verstrichen sind, praktisch keiner mehr. Ist auch gut so. Und wenn man dann verkündet, dass doch noch eins unterwegs ist, sind die Reaktionen eher verhalten. In den sozialen Medien ist der Zuspruch meist grösser, aber gerade im etwas engeren Umfeld kann es passieren, dass es Menschen gibt, die gar nichts sagen oder ganz offen zeigen, dass es sie nicht wirklich begeistert. Nun ja, mir war das insofern egal, als dass diejenigen, die mir wirklich wichtig sind, auch positiv reagiert haben. Das Interesse ist dennoch geringer. Denn bisher haben nur die wenigsten ab und zu nachgefragt, wie es mir und dem Baby denn so ginge… oder gar mit mir über die Zukunft gesprochen, so wie bei den ersten beiden Schwangerschaften. Umso mehr freue ich mich heute noch, wenn Menschen, die ich vor der Schwangerschaft zum letzten Mal sah, positiv reagieren, den Bauch anfassen wollen etc.
Vereinzelt kam auch, die in meinen Augen total doofe Frage: „war es aber schon geplant?“ Als ob zwei erwachsene Menschen keine Ahnung vom Verhüten hätten. Ja, ich weiss, es gibt Unfälle und Kinder, die trotz Pille entstehen, aber mir ist das noch nie passiert und ich habe es auch in meinem Umfeld nie gehört. Ich denke, dass bei solchen Geschichten oft auch etwas mitspielt, was nicht mit erzählt wird, aber egal. Auf jeden Fall empfand ich die Frage, gerichtet an eine 35 Jahre alte Schwangere ziemlich beschämend und unter der Gürtellinie (wir Schwangeren sind per se recht empfindlich, muss man wissen). Warum sollte man nicht bewusst einen grösseren Abstand zwischen zwei Kindern wählen? Oder aber es hat vlt einfach nicht eher geklappt? Also: keine doofen Fragen bitte, an wen auch immer…

Ich schätze, so richtig erstaunt reagieren die Menschen, wenn man seine 4., 5., x-te Schwangerschaft verkündet. Da kommt dann gerne auch die mir schon gestellte Frage nach Unfall oder Planung und je mehr Kinder, desto eher wird mit einem belehrenden Unterton gefragt: „jetzt ist aber Schluss?“ bzw. „das ist dann aber das Letzte, oder?“. Lustigerweise scheinen diese Fragen meist von älteren Semestern zu stammen, die eigentlich Grossfamilien aus ihrer eigenen Kindheit kennen dürften. Mein Vater wuchs z.B. mit acht Geschwistern auf und das war damals keine Seltenheit bei uns auf dem Lande… auf jeden Fall erzählen das meine Mit-Schwangeren aus einer Facebook-Gruppe, die eben teils schon bei 3 und mehr Kindern sind.
Was mich aber am meisten überrascht hat, war nicht die Reaktion der Mitmenschen, sondern wie ich selber die Schwangerschaft wahrnahm. Gefühlt so gänzlich anders wie die ersten beiden.
Die erste Schwangerschaft war noch so besonders und speziell und ich nahm sie ganz bewusst wahr, las viel darüber, vor allem auch abends gemeinsam mit dem werdenden Vater. Wir machten Fotos, wir haben den Bauch ausgemessen etc. Und ich war von Anfang an sehr zuversichtlich und positiv und dachte, sofern ich mich richtig erinnere, keine Sekunde daran, es könnte etwas schief gehen. Ich arbeitete noch voll bis kurz vor der Geburt und besuchte am Feierabend regelmässig Yoga-Stunden. Zudem sind wir oft spazieren gegangen und kochten immer sehr gesund. Eine typische Pärchen-Schwangerschaft eben… 😉
Die zweite Schwangerschaft lief dank dem Grossen, der mich forderte, praktisch nebenbei. Ich habe damals (ich bloggte schon) auch gar nicht viel darüber geschrieben (was ich hinterher sehr schade finde, aber vielleicht zeigt es eben, dass mein Fokus ganz auf dem Kind lag, das schon da war). Ich schätze mal, dass ich auch gar nicht dazu kam, mir Sorgen über irgendwas zu machen.
Nun sieht die Sache schon wieder ganz anders aus. Ich hatte von Anfang an mehr Ich-Zeit und entsprechend mehr Gelegenheit dazu, mir Sorgen zu machen über so gut wie alles. Dazu noch die Statistiken, Geschichten aus dem Umfeld oder den sozialen Medien, die „harte“ Sportart, die ich am Anfang unwissend noch ausübte etc. pp. So ging und geht das immer weiter… vielleicht auch, weil ich weiss, dass dies mit sehr grosser Wahrscheinlichkeit meine letzte Schwangerschaft sein wird. Und eigentlich genau deshalb möchte ich mir vornehmen, sie von nun an auch zu geniessen! Nichts anderes hat auch das Baby verdient. Denn gleichzeitig mit den Sorgen habe ich die Schwangerschaft auch lange nicht an mich herangelassen bzw. ich glaube ich fange erst jetzt so richtig damit an, weil ich das Baby spüre und der Bauch präsenter wird. Auch wenn ich die Symptome hatte, intensiv genug auch, und bald auch ein Ultraschallbild in den Händen hielt – so ganz kam es in den ersten Monaten nicht bei mir an. Es war nicht greifbar. Keine Ahnung, wieso, denn ich glaube, dass ich mich bei den anderen Schwangerschaften gleich schwanger fühlte. Aber eben, so langsam kommt das Bewusstsein und so langsam finde ich auch, dass die Zeit rasch vergeht, während sich die ersten Wochen, in denen ich mich nicht gut fühlte, wie Kaugummi zogen… aber es läuft auch immer viel, der Alltag ist sehr strukturiert, es bleibt wenig Zeit zum Innehalten…
Was wahnsinnig schön ist, ist, dass meine Kinder es schon gut begreifen, dass sie das Baby oft schon „wahrnehmen“, den Bauch streicheln, wir in der Familie oft über die Zukunft mit dem Baby reden oder die Namenssuche thematisieren. Ich denke, das ist auch wichtig, um die beiden darauf vorzubereiten und das Schöne ist ja, dass wir dafür Zeit haben. Es hat noch keines ungeduldig danach gefragt, wann es denn endlich kommt. Wir sprechen auch nicht dauernd über das Baby, denn ich will ihm auch nicht zu viel Raum und Gewicht geben, unser Alltag zu viert, das, was die Kinder täglich erleben, das soll den grössten Platz einnehmen. Meist bin es also gar nicht ich, die anfängt vom Baby zu sprechen. Trotzdem: ich schätze es, dass die beiden nicht wie ein Kleinkind überrumpelt sein werden mit der neuen Situation. Klar, wir können sie nicht vorbereiten auf den Moment, in dem das Baby da ist. Darauf können auch wir uns nicht vorbereiten, denn es ist jedes Mal anders. Aber die Umstellung wird mit Sicherheit für alle sanfter sein…

Wie war das bei Euch? Inwiefern waren Eure Schwangerschaften unterschiedlich? Für Euch aber auch für Euer Umfeld?
In einem nächsten Beitrag werde ich darüber schreiben, welche Gedanken mich in Bezug auf die Zeit nach der Geburt beschäftigen… 🙂

 

Stöckchen gefangen

In den letzten Wochen wurde mir 2x der Best Blog Award verliehen, was eigentlich nur heisst, dass ein Blogger mir ein virtuelles Stöckchen zur Beantwortung einer Reihe von Fragen zuwarf. Normalerweise stellt man dann selber weitere Fragen und reicht die dann weiter, da aber schon einige Blogger mitgemacht haben (ich bin mal wieder spät dran) belasse ich es beim Beantworten und werfe das Stöckchen einfach mal so in die Blogosphäre und wer fangen mag, der greife es sich doch und suche sich ein paar Fragen aus den untenstehenden (oder eigene) zusammen 😀

Fragen von Eve:

  1. Wie kamst du zum Bloggen?
    Wie das Huhn zum Ei, oder so… zufällig, weil ich irgendwas darüber las und ein Ventil für meine anstrengende Zeit mit dem Erstgeborenen brauchte 😉
  2. Was war dein schönster Moment in deiner Zeit als Blogger/In?
    Hmm… da gibt es keinen bestimmten Moment, wohl, doch, vlt als ich zum ersten Mal persönlich wohlwollend auf meinen Blog angesprochen wurde, da habe ich mich gefreut wie ein Schneekönig: Ich. werde. gelesen. Wow!
  3. Kaffee oder Tee?
    Tee, literweise, täglich. Brühe mir sicher 3 Liter Grüntee pro Tag. Ich bin sehr durstig. Kaffee aber auch gerne in Milch(kalt)mischgetränken (Cappu, Latte, wöchentlich mehrmals 😉
  4. Wenn du spontan einen Tag frei hättest, dann würdest du…?
    Shoppen gehen in der Bahnhofstrasse Zürich. Fällt wohl mangels Kleingeld flach. Alternative: Gammeln, einfach nur gammeln. Hardcore-GAMMELN. 2-3 DVDs reinziehen und Hirn ausschalten 😀
  5. Dein häufigstes Menu, welches du auf den Tisch zauberst.
    Nudeln mit irgendwas oder Pizza (nein, keine Fertigpizza!)
  6. Das möchtest du in 3 Jahren geschafft haben.
    Das ist privat. Und sonst: die Ausbildung zur Stillbegleitern. Und noch: eine bessere Mama sein/werden. Und auch: Schlank und sportlich werden (haha, träum weiter! 😀
  7. Weihnachtsmann oder Christkind?
    Bei uns kommt das Christkind 🙂
  8. Badeferien oder Bergluft schnuppern?
    Beides gut aber im Moment lechze ich nach Strand 🙂
  9. Darüber hast du dich zuletzt gefreut.
    Über die tolle Adventsbastelei, die mein Grosser aus der Waldspielgruppe brachte.
  10. Dein grösstes Laster ist…
    Süsses, Schokolade. Merde!
  11. Das Thema, über welches du als Nächstes bloggen wirst. 
    Entweder den Geburi meiner Maus oder die nächste Buch-Rezi („Kindheiten“ von Michaela Schönhoff)

Fragen von Papa (der zwei kleinen Chefs):

  1. Fährst du Ski oder Snowboard?
    Ähem *lol* weder noch. Also ich wurde als Kind zum Skiunterricht gezwungen und hasste es. Ich war der Riesen-Pisten-Angsthase. Ich erinnere mich an folgende Begebenheiten:
    – mit Skikurskollege zu lange geplaudert und gemeinsam in den „Stecken“ gelandet, die das Ende des Schlepplifts in der Schneeflucht (Malbun) kennzeichnen
    – von Skikurskollege im Täli niedergewalzt, Ski Nr. 1 stand quer in den Himmel, Ski Nr. 2 lag irgendwo, meine Beine waren leicht verdreht
    – Ski auf dem Sessellift ins Täli verloren
  2. Bist du eher ein Sommertyp oder ein Wintertyp und warum?
    Definitiv ein Sommertyp, ich friere zu schnell, ich hasse Kälte.
  3. Welches ist dein absolutes Lieblingslied? Also nicht mal so ein aktuelles, welches gerade mal jetzt dein Lieblingslied ist, sondern das, was dir schon immer am Herzen lag und noch lange Zeit dein Lieblingsslied sein wird?
    Ich schätze mal das ist a) irgendwas von R.E.M,. b) Let Down u/o Karma Police von Radiohead, vieles von Rammstein und c) Svefn-G-Englar von Sigur Ros (mit irgendeinem Strichlein auf dem o) – Das ist jetzt mehr als eins, ich weiss, bei Musik fällt die Entscheidung eben schwer 😉 ach ja, ein aktuelleres hab‘ ich auch noch, ist auch meine Handymelodie: Somebody that I used to know von Gotye vs. Kimbra – affengenial!
  4. Liest du Bücher oder eBooks? Und natürlich warum?
    Bücher. Ich mag nicht am PC lesen und hab keinen Bookreader oder wie das heisst. Ich kann nicht noch ein elektronisches Gerät hier brauchen… und Rezensionsexemplare sind meist physisch. Es geht doch auch nichts über ein richtiges Buch, das man blättern, post-itten, eselsohren kann und eine reale Bibliothek! 🙂
  5. Bloggst du nur oder twitterst du auch?
    Beides… ich instagramme auch 😀 Und facebooke…
  6. Welches ist dein Traumurlaubsziel, welches du unbedingt einmal besuchen möchtest?
    Das hat keinen Namen. Das ist eine recht einsame Insel mit Luxus-Ayurveda-Spa-5*superior-Hotel (ja, ich bin so einfach gestrickt), das Relaxation bereits zum Frühstück reicht und 5x am Tag Yoga anbietet (Bewegung muss auch sein). Wo ist egal, hauptsache warm und Meer und R-U-H-E. Nur das Rauschen des Meeres und der Palmen und zwischendurch mal das Prickeln von eisgekühlter Cola Zero mit Zitrone. Aaaah… *träum* Nach bald 4 Jahren mit Kindern wird mich ein solcher Urlaub wahrscheinlich direkt ins Nirvana verabschieden.
  7. Wenn du auswandern müsstest, wohin wäre das und warum?
    Hmm… entweder in die USA weil angeblich Land der unbegrenzten Möglichkeiten, ich könnte die Sprache und es herrscht ein angenehmes Klima oder aber Japan weil halbe Japanologin.
  8. Bist du noch mit vollem Elan beim Bloggen dabei, oder musst du dich dazu motivieren?
    Voller Elan aber leerer Zeit, äh, ich meine, mir fehlt leider die Zeit um allzu häufig zu bloggen aber macht nix, ist ja auch nicht prioritär im Leben 😉
  9. Schaust du auf deine Blogstatistik und ärgerst dich darüber, wenn du wenig Besucher hast, oder sind dir die Statiistiken egal?
    Mir sind sie relativ wurst, ich schaue ab und an gerne mal rein und freue mich, dass ich unterdessen doch häufig gelesen werde aber ich werde mir das bloss nicht antun und um Teufel komm raus um Leser kämpfen. Auch mag ich mir eben meine Gedanken unzensiert von der Seele schreiben – auch wenn ich dadurch Leser (oder Freunde!?) verliere…
  10. Welche sozialen Netzwerke nutzt du und welche davon unter deinem echten Namen und welche unter einem Pseudonym?
    Pfft… so genau? Ich nutze Facebook, LinkedIn, Xing, Pinterest (realer Name) und Twitter sowie Instagram (Pseudonym Lorelai).
  11. Bist du schon auf der Karte von Tweeterhausen und Klein Bloggersdorf vertreten und wenn nein, warum nicht?
    Huch, kannte ich irgendwie nicht aber hab‘ mich jetzt grad eingetragen 🙂