Eltern liegen mit Baby auf dem Boden

Am Freitag ist „Mama-Tag“

Martina kenne ich schon seit meiner Schulzeit im Gymasium. Über die Jahre haben wir uns zwar selten gesehen, aber nie ganz aus den Augen verloren. Besonders schön war es dann, vorletztes Jahr zu erfahren, dass wir gleichzeitig schwanger sind. Martina und ihr Mann Lukas leben das traditionelle Familienmodell – nur umgekehrt. Heute erzählen sie im Blog davon. Weiterlesen

Ein Tablet für jeden Erstklässler?

Die digitale Welt macht auch vor den noch ganz jungen Schülern keinen Halt. Was in anderen Ländern und Schulen zum Teil schon gang und gäbe ist, soll nun auch in Liechtenstein geprobt werden, wie die Landeszeitungen heute berichteten: nach den Osterferien wird jeder Erstklässler an der Primarschule in Ruggell ein eigenes Tablet erhalten und zwar das rund 300 Franken teure (kommt auf die Version an) des bekannten Herstellers mit dem Apfel. Insgesamt sind es 38 i*Pads, 2 davon gehen an die Lehrer. Finanziert wird dieses Projekt von der Gemeinde.
Die Schulleiterin erklärt in der Zeitung, das Gerät nicht als Ersatz sondern als Ergänzung zu bisherigem Unterrichtsmaterial zu sehen. Ziel ist es offenbar, den Schülern Kompetenzen im Umgang mit dem Gerät sowie den neuen Medien beizubringen. Es gilt, das Tablet als Arbeitsinstrument kennen zu lernen und zu nutzen, aber auch Gefahren im Umgang damit. Auch die Eltern sollen miteinbezogen werden. Sinnvollerweise verbleibt das Tablet während der ersten drei Jahre in der Schule. Danach soll mit den Eltern besprochen werden, ob die Schüler das Gerät auch mit nach Hause nehmen dürfen. Dies erklärte mir Marcel Kaufmann, Lehrer und Mitglied der ICT-Gruppe, welche das Konzept mit dem Schulamt erarbeitet hat.
Wie aus der Diskussion auf meiner Facebook-Seite zu entnehmen ist, fühlen sich einige Eltern „übergangen“. Nicht alle sind mit diesem Versuch einverstanden. Ob sie ihre Meinung ändern, wird sich wohl zeigen, wenn das Projekt startet und die Eltern eingehend informiert und „geschult“ werden.
Ich erkenne einerseits durchaus an, dass die neuen Medien im Unterricht langsam eingeführt werden sollen – unabhängig davon, dass wohl die meisten Kinder schon lange vorher in Kontakt damit kommen, da die meisten Haushalte über Tablet, Notebook oder Smartphone verfügen. Schon sehr kleine Kinder sind schnell fasziniert von den Geräten, die den Alltag ihrer Eltern prägen. Auch lernen sie rasch, wie die Geräte bedient werden können. Apps gibt es schon für Kleinkinder und viele Eltern nutzen die Geräte zwischendurch gezielt, um ihre Kinder zu unterhalten, sei es im Wartezimmer des Arztes oder auf einer langen Autofahrt. Kaum ein Kind wird also ohne Vorkenntnisse mit dem Tablet in Berührung kommen. Nur kennen sie es vor allem als Spielgerät und Unterhaltungsmedium. In der Klasse soll sich dies also ändern.
Zweifel habe ich daran, dass bereits Erstklässler einen nicht-spielerischen Umgang mit dem Gerät erlernen sollen. Sollte nicht in den ersten Schuljahren anderes im Vordergrund stehen, das mit herkömmlichem Schulmaterial genau so gut erlernt werden kann? Mich stört diese „so früh als möglich“-Haltung ein wenig, so sehe ich z.B. auch nicht ein, dass Englisch als Fremdsprache bereits in der Primarschule Einzug halten muss. Den Nutzen schätze ich als zu gering ein.
Was ich ebenfalls hinterfrage, ist die Tatsache, dass Sechsjährige schon über ein eigenes Gerät verfügen sollen, auch wenn es im Klassenzimmer verbleiben wird. Marcel Kaufmann argumentierte damit, dass die Kinder Verantwortung für Fotos, Filme, etc. übernehmen müssen. Zudem gebe es bei Geräten, die geteilt werden, oftmals Probleme mit Bildern oder auch Mailaccounts, die missbraucht wurden. Hier stellt sich mir schon die Frage, warum in einer ersten Klasse, in der die Kinder gerade erst das Schreiben (von Hand!) und Lesen erlernen, bereits ein Mailaccount in der Klasse genutzt werden soll. Zwar erhält jeder Schüler automatisch einen eigenen Mailaccount, jedoch kann doch dieser auch einfach zuhause abgerufen werden. Ich sähe meinen bald 6-jährigen Sohn überfordert damit, lesen und schreiben zu lernen und gleichzeitig bereits einen Mailaccount zu nutzen. Aber vielleicht bin ich für dieses Verständnis noch zu wenig „digital native“. Auch Fotos und Filme sind ja gut und schön, haben für mich aber mehr mit Freizeit als mit Lernen zu tun. Ich persönlich fände also, dass in den ersten Schuljahren ein paar wenige Tablets für den Klassenverbund ausreichen würden um sich schrittweise der Thematik zu nähern. Ab der 3. oder 4. Klasse kann man dann ja nochmals darüber diskutieren…
Ich erinnere mich noch gut an meine ersten Begegnungen mit dem Computer. Eine Art Lerncomputer hatte ich bereits als Kind. Den ersten PC lernten wir in der 3. Klasse kennen. Genutzt werden durfte er v.a. in den Pausen für das Spielen von Oxyd, ein Game, das manche vielleicht noch kennen. Ich mochte es ganz gerne. Zuhause „erbten“ wir dann auch irgendwann einen alten Atari, auf dem ich via Diskette einzelne Spiele machen konnte. Erst im Gymnasium ersetzte mir der Computer dann die Schreibmaschine. Im Informatik-Unterricht wurden wir ans Chatten, ans E-Mail-Schreiben und an den Umgang mit den Windows-Programmen und dem Internet herangeführt. Das reichte vollends und ich wage mal zu behaupten, dass ich heute genug weiss, um mit meinem Notebook und dem Tablet (das sowieso selbsterklärend weil so simpel) ist, umzugehen und ich sehe mich auch (noch) als kompetent genug an, um meine Kinder sinnvoll an die Materie heranzuführen. Selbstredend erleben sie mich täglich am Notebook schreibend, arbeitend und surfend. Sie dürfen das Tablet gelegentlich für Spiele oder ähnliches nutzen und wissen es diesbezüglich auch zu bedienen. Mein Sohn kommt im Sommer in die erste Klasse. Ich sehe nicht ein, dass er da schon ein eigenes Tablet zur Verfügung haben sollte, auch wenn es einem guten Zweck dient. Ich bin einfach der Meinung, es reiche vollends in den höheren Klassen… wir besassen damals noch eine persönliche Schreibtafel. Dies scheint nun definitiv „old school“ zu sein.

In drei Jahren wird das Konzept evaluiert und im Gemeinderat wird über eine Weiterführung entschieden. Dies dürfte dann auch Vorbildfunktion für die anderen Landesschulen haben. Ich bin gespannt, wie es sich entwickelt und werde es auf jeden Fall verfolgen. 
Nun aber zu Euch, die Ihr ja auch aus Deutschland, Österreich, der Schweiz etc. mitliest. Was hält Ihr von dem Projekt? Habt Ihr diesbezüglich schon Erfahrungen? Ich freue mich über Eure Meinungen und Berichte…
Das Bild zeigt übrigens meine Kinder im letzten Sommerurlaub auf dem Flughafen beim Warten auf den verspäteten Flieger. Auf dem i*Pad haben wir diverse Filme abgespeichert damit wir unterwegs solche Situationen gut überbrücken können. Der Flughafen war rappelvoll, es blieb nur noch der Boden für die kurze „Bildschirmpause“…

Kinderfotos im Netz – wie ich das handhaben werde

In der letzten Zeit haben sich einige Blogger zum oben genannten Thema geäussert. Ich habe ihm bisher nur wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Die Namen meiner Kinder vermeide ich in den sozialen Medien, habe sie hier nie erwähnt. Das war mir erstmal wichtiger als gesichtslose Fotos. Ich fand eh, dass ich relativ wenig Fotos poste. Am ehesten auf Instagram, Tragefotos mit der Maus, mal mit, mal ohne Gesicht.
Irgendwie bin ich dann im Urlaub mit meinem Mann auf das Thema gesprochen und er meinte dann durch die Blume, dass er es besser fände, die Gesichter der Kinder nicht (mehr) zu zeigen. Ich habe dann darüber nachgedacht.
Die Pro-Seite argumentiert, dass man seine Kinder IRL (im richtigen Leben, auf der Strasse, in der Öffentlichkeit) auch nicht bedeckt. Die Contra-Seite argumentiert, dass es schlicht um’s Recht am eigenen Bild geht. Und hier sehe ich ein, dass die Kinder bald in ein Alter kommen, in dem sie sich dessen bewusst werden, was es bedeutet, dass theoretisch jeder ihr Foto sehen könnte und, was weit wichtiger ist, ich als Mutter ein Vorbild bin in Sachen Umgang mit persönlichen Daten und Fotos im Netz. Mittlerweile ist die Gesellschaft (und ich schätze oder hoffe auch die Jugend) genug sensibilisiert dafür, dass komprimittierende Fotos mitunter rasch ausser Kontrolle geraten wenn sie einmal ins Netz geraten sind (und da reicht es bekannterweise z.B. einem Kollegen ein Nacktfoto zu schicken). Trotzdem kann man nicht genug vorsichtig sein. Ich habe deshalb beschlossen, in Zukunft die Gesichter meiner Kinder nicht mehr ganz zu zeigen. Die Fotos meiner Kinder werde ich, wenn, dann von der Seite oder von hinten machen. Oder, allenfalls, irgendwie die Gesichter bedecken (lassen).
Ein weiterer, weit bedeutender Gesichtspunkt ist für mich aber auch der Text. Ein Satz kann ein Kind weit mehr bloss stellen als ein Foto. Ich habe dieses Thema schon vor langem aufgegriffen und andere Blogger um ihre Meinung gebeten. Ihr könnt natürlich auch jetzt noch mitmachen 😉 Deshalb wäre es für mich inkonsequent, in einem Blog seine Kinder gesichtslos zu machen, jedoch andererseits zu viele private Details preis zu geben. Dabei geht es nicht um Stories aus dem Alltag „heute waren wir schwimmen“, „Maus ist jetzt 14,8kg schwer und kann schon XY“, reine Beschreibungen also, sondern eher tiefergehendes, konfliktträchtigeres. Ich habe bisher nicht darauf geachtet und mir auch einiges von der Seele geschrieben. In Zukunft möchte ich meine Worte bewusster wählen und stets hinterfragen, ob das, was ich über meine Kinder schreibe, etwas ist, dass ich selber über mich als Kind schlimm gefunden hätte oder nicht. Ja, hier bin ich meine eigene Instanz. Das soll nicht heissen, dass ich nicht weiterhin aus und über unseren Alltag berichte. Ich verspreche, dass es dennoch spannend bleiben wird 😉 Und Ihr so? Wie denkt Ihr darüber? Fällt es Euch auf, ob jemand die Gesichter seiner Kinder zeigt oder nicht? Welche privaten Einsichten (schriftlich verfasst) lösen bei Euch Unbehagen aus im Sinne von „das hätte ich jetzt nicht so geschrieben“? Und wo setzt Ihr Eure Grenzen?
Eine Bloggerin beschrieb es mal so, dass Ihre Leser ganz schnell den Eindruck gewinnen könnten, sie und ihre Familie persönlich zu kennen (als ob man Tür an Tür wohne), weil man sehr viele Einblicke in ihr Leben erhält, das gebe aber keinem ihrer Leser das recht, gleich persönlich zu werden (sie sprach negative Kommentare an, die sie offenbar erhielt). Klingt auch ein wenig so, als würde die mit dem Blog geschaffene Nähe auch die Angriffsfläche erhöhen. Seht Ihr das auch so?

Zurück…

So, wir sind wieder retour von unserem Kurztrip nach Bozen (I). Haben meinen Mann auf, nicht Geschäftsreise, aber einer Reise im Zuge seiner Aktivitäten in einer, naja, Landes-Organisation, begleitet 🙂 Hatten ein gutes Hotel und die Stadt war auch schön. Zum guten Glück sind noch andere Begleitpersonen mit von der Partie gewesen, so dass ich mich nicht ganz allein durch den Tag schlagen musste. Ferien waren’s in dem Sinne natürlich trotzdem keine. Es war einfach mal wieder ein Tapetenwechsel und ich genoss den Luxus, während dieser Tage weder zu haushalten noch zu kochen, dafür täglich zu duschen und mich sogar zu schminken (wow, fast wie früher ;)! Und ich kam sogar dazu, etwas zu „lädala“ für’s Seelenwohl. Die Abende und Nächte waren aber ziemlich mühsam, gelinde gesagt. Im Gegensatz zur anderen Familie mit Kleinkind hatte ich kein Babyphon dabei (besitze ja auch keines) und es hätte auch nix gebracht, denn mein Sohn war in der ersten Nacht etwa stündlich wach, die nächsten Nächte dann etwas seltener aber dennoch sehr oft. Ihm war wohl einfach die Umgebung fremd und ich muss ehrlich sagen, ich habe genauso schlecht geschlafen und lag noch länger wach, warum auch immer (zu viele Latte Macchiato oder Veneziani?) Das nächste mal sorge ich dafür, dass wir ein Zimmer mit getrenntem Zimmer haben, denn nachdem ich meinen Sohn um 20 Uhr zu Bett brachte, war ich alleine an das dunkle Zimmer gebunden. Es gab kein Wifi und dass ich das Licht nach 10min wieder anmachen kann um zu lesen habe ich erst am 2. Abend gemerkt. Aber irgendwie war ich zu müde dafür und auch zu müde um zu sinnieren, nur Schlafen ging irgendwie gar nicht 😦 Fernsehen ging auch nicht, ist ja klar… Und Internet eben auch nicht (Roaming!) Ich fühlte mich ein bisschen wie Scarlett Johanssons Figur in Lost in Translation. Ich war neidisch auf die andere Mutter, deren 1,5 jährige Tochter um die selbe Zeit ins Bett ging und dann mehr oder weniger durchschlief bis morgens um 10(!) Uhr! Luxus… Aber ich sollte den Mund halten, ich kenne auch Mütter, deren Babys um 6 Uhr hellwach sind! So, jetzt habe ich dann das Internetmanko wieder aufgefüllt und werde wohl heute genau wie mein Sohn etwas früher ins Bett kriechen, in der Hoffnung, besser zu schlafen als die letzten Tage. Aber ich denke das wird sich machen lassen. Zuhause schläft’s sich bekanntlich am besten 😉 Sorry, heute zu müde für mehr als einen Statusbericht! 😉

P.S. Dafür gab’s zum ersten Mal im Leben Zimmerservice. Für 15€ Aufpreis mehr als dekadent, aber ich fand, dass ich mir das verdient hatte und war zu müde um nochmals mit dem Buggy raus und zu McDonalds zu laufen 😉 Das hat Stil! Siehe Foto oben…!