Wie Babys schon früh „sprechen“ lernen

Von Babyzeichen hatte ich schon bei der Maus gehört, aber zeitlich haute es nicht hin mit einem Kurs damals. Nun, das war dieses mal nicht besser, da der Kurs zu Kita-Zeiten stattfindet. Da mich das Thema nun doch sehr interessierte, lud ich eine App herunter und besorgte mir nun auch das Buch „babySignal – Mit den Händen sprechen“ von Wiebke Gericke. Weiterlesen

Unser Hypnobirthing-Wochenendkurs – Geburtsvorbereitung

Es war wohl erst nach der Geburt der Maus dass ich das erste mal von „Hypnobirthing“ las. Erst skeptisch, dann überzeugter… „eine fast schmerzfreie Geburt“ hiess es damals. Ich las begeisterte Erfahrungsberichte. Kurse in der Nähe gab es aber nicht. Da ich auch in naher Zukunft kein weiteres Kind erwartete, legte ich das Ganze wieder ad acta. Dennoch stiess ich in den letzten Jahren immer mal wieder auf das Thema. Sei es in Büchern, Zeitschriften oder in den sozialen Medien… ich sah‘ mir auch das eine oder andere Youtube-Video dazu an. Alles klang und sah vielversprechend aus und ich nahm mir vor, dass ich, sollte ich wieder schwanger werden, einen solchen Kurs besuchen würde. Gesagt, getan. In dieser Zeit sollte sich sogar in meiner unmittelbaren Nähe mit „Mentale Geburtsvorbereitung“ ein Angebot etablieren. Es begegnete mir auf Facebook und eine Bekannte erzählte mir bei einer Trageberatung auch davon und erlebte tatsächlich eine schöne Geburt. Nun musste ich nur noch meinen Mann überzeugen und mich anmelden 😉
Wir entschieden uns dann für einen Kurs an zwei Samstagen, da die Kinderbetreuung so für uns am einfachsten zu „managen“ war (möglich sind auch Abendkurse, was für noch kinderlose Paare sicher ideal ist). Klein wie unser Land ist, lernte ich unsere Kursleiterin Vanessa sogar noch persönlich beim Sport kennen bevor der Kurs startete. Und zu unserem Glück kannten wir dann sogar das 2. Paar im Kurs, was für mich schon auch sehr toll war weil so eine ganz vertraute Atmosphäre herrschte…

Bevor wir den Kurs besuchten, erhielten wir das Begleitbuch mit CD von Marie F. Mongan und ich las es mir einmal durch… was ich schon kannte, übersprang ich. Es gab auch schon einige konkrete Stellen, z.B. in Bezug auf das Atmen. Ich konnte mir das Ganze aber irgendwie nicht so recht vorstellen und war drum umso gespannter auf den Kurs.

Am ersten Samstag fuhren wir also neugierig (ich) und etwas skeptisch (mein Mann) hin und wurden sehr herzlich von Vanessa im Kursraum empfangen (einen Korb mit Gipfeli am Morgen macht bei mir neben einem netten Lächeln schon viel aus ;). Auf dem Tisch lag schon ein Skript bereit, mit dem wir noch arbeiten würden. Es macht wenig Sinn, wenn ich Euch jetzt den ganzen Kurs rekapituliere, aber ich hoffe trotzdem, dass Ihr Euch einiges darunter vorstellen könnt…
Gestartet sind wir nach einer Vorstellungsrunde mit einem theoretischen Teil, der erst mal unsere Fragen bezüglich „Hypnobirthing“ klärte. Wir sahen uns dazu auch ein Video einer sehr entspannten Hypnobirthing-Geburt im Wasser an. Unter (Selbst)hypnose stellen sich ja die meisten Menschen Dinge vor, die sie aus dem Fernsehen kennen und halten es entweder für totalen Humbug oder gar für etwas „Gefährliches„. Wir lernten aber, dass es sich dabei schlicht um einen ganz normalen Zustand handelt, in dem wir uns selber regelmässig befinden, z.B. wenn wir irgendwo hin fahren und dabei mit den Gedanken soweit weg sind, dass wir uns plötzlich fragen, wie wir eigentlich hier her gekommen sind. Das passiert mir tatsächlich oft. Auch wenn wir uns vollkommen in eine Sache vertiefen, befinden wir uns in einer Art Selbsthypnose, auch wenn das völlig unbewusst geschieht. Dass dieser Zustand uns auch während der Geburt helfen kann, zu entspannen, die Wehen (bzw. Wellen, dazu später mehr) gut zu ertragen und das Baby ohne Angst und grosse Schmerzen (denn Angst führt zu Verspannung und dadurch automatisch zu Schmerz) auf die Welt zu bringen, leuchtete bald ein. Eine gänzlich schmerzfreie Geburt verspreche Hypnobirthing nicht, und das fand ich auch gut, denn das wäre doch zu schön um wahr zu sein bzw. würde dem Ganzen einen nicht mehr so realistischen Touch geben. Aber es werde bestimmt um einiges leichter, medizinische Massnahmen oder auch Schmerzmittel würden seltener – eine natürliche Geburt, ganz im Vertrauen an den eigenen Körper. Und sollte es doch zu Komplikationen kommen, so könne man dem mit den erlernten Entspannungsübungen etc. gelassener entgegen sehen.
Und so ging es dann auch bald an konkrete Übungen. Wir machten an den beiden Kurstagen einige Entspannungsreisen, löschten Bilder im Unterbewusstsein, die uns noch stören könnten, übten die verschiedenen Atmungen, die uns während der Geburt helfen würden und unser Partner wurde in all das genau so miteinbezogen, durfte aktiv mit uns üben, lernte eine Massagetechnik kennen etc.
Wie aber auch bei einem „herkömmlichen“ Geburtsvorbereitungskurs, befassten wir uns u.a. mit unseren Wünschen an eine schöne Geburt, schauten, was wir im Vorfeld noch organisieren müssen und was ganz konkret im Geburtsverlauf alles wichtig ist bzw. was wir in welcher Situation anwenden können. Ein Thema war dabei natürlich auch das Spital und das Personal, das bei den meisten Geburten natürlich auch eine grosse Rolle spielt, und das besondere Hypnobirthing-Vokabular. Als Beispiel werden, wie schon genannt, die Wehen Wellen genannt, weil mit Wehen automatisch Schmerz verbunden wird, eine Welle aber die Kontraktionen der Gebärmutter eigentlich viel besser und natürlich positiver beschreibt. Auch das Wort „pressen“ streichen wir und ersetzen es mit „nach unten schieben/atmen“, was den Vorgang etwas treffender beschreibt. Die meisten Hebammen würden heutzutage eh schon nicht mehr den harten Begriff des „Pressens“ verwenden. Hypnobirthing ist auch für sie kein Fremdwort mehr. Manche geben auch Kurse dazu…
NB: Ich war übrigens sehr überrascht, dass mein Mann schon nach kurzer Zeit im Kurs sagte, mit der Materie bestens vertraut zu sein. Dass er die Erklärungen und Begriffe schon vom Mentaltraining her kenne, das er während seiner aktiven Zeit rund um die Berufsweltmeisterschaften (erst als Teilnehmer, später als Experte etc.) mehrmals besucht hatte. So konnte er auch bestätigen, dass das wirklich funktioniert, sofern man eben genügend übt und sich die ganzen Techniken so einverleibt, dass man sie jederzeit abrufen kann.
Diesbezüglich war es übrigens auch sehr wertvoll, dass am 2. Kurstag der Mann unserer Kursleiterin vorbeischaute und seine Sicht von den Hypnobirthing-Geburten der beiden Kinder erzählte. Und er tat dies keineswegs überschwänglich, sondern sachlich und dennoch merkte man, dass ihn diese schöne Erfahrung positiv prägte. Obwohl auch er anfangs einfach nur seine schwangere Frau ohne Vorwissen zu einem Kurs begleitete, empfiehlt er heute jedem, es mit Hypnobirthing zu versuchen.

Mein Fazit:
Ich habe wirklich viel „mit genommen„. Zwar wird sich der Erfolg erst zeigen, wenn es wirklich los geht und es bedingt auch noch einiges an Übung zuhause von mir/uns, aber insgesamt fühle ich mich nun viel gewappneter als vor den anderen beiden Geburten. Ein grosses Plus war für mich auch, dass mein Mann als Geburtsbegleiter so gut miteinbezogen wurde. Er hat mich bisher gut unterstützt, keine Frage! Er war weder nervös oder hysterisch noch stand er im Weg oder legte die Händen hilflos in den Schoss. Aber ich glaube doch sehr, dass er sich so wahrscheinlich von Anfang an besser mit einbringen bzw. mich unterstützen kann – und sei es letztendlich nur, indem er alles Organisatorische regelt, mit der Hebamme kommuniziert etc.
Viele Übungen kann (oder soll) man zu zweit machen, das schweisst zusammen und ich denke, dass dies den (werdenden) Vater auch sehr in seiner Rolle bestärken wird.
Hypnobirthing-Kurse werden mittlerweile wohl überall angeboten. Ich kann zu unserem Kurs nur sagen, dass er sehr kurzweilig war, ich fühlte mich wohl in der vertrauten Gruppe und unsere Kursleiterin verstand es, den Kurs abwechslungsreich zu gestalten – mit wenig „Frontunterricht“ (also nur wenig Monologe), viel Zeit für unseren Erfahrungsaustausch und Fragen und zur Auflockerung immer wieder praktische Übungen. Auch eine kleine Gruppenarbeit gab es 😉 Dass die Übungen wirklich funktionieren, merkte man auch daran, dass wir es meist alle geschafft haben, uns zu entspannen – fast bis zum Einschlafen 😉 Das gelang mir dann auch zuhause beim Hören der CD, die man am Kurs bekommt (eine liegt zudem dem Buch bei). Wenn ich mich während der Wellen dann also nur halb so gut entspannen könnte, wäre das schon ganz toll 😉
Ich kann den Kurs also wirklich nur jedem ans Herz legen, Erstgebärenden genauso wie Müttern mit einer eher negativen Geburtserfahrung. Neben einem konkreten „Instrument“ für die ganze Geburt, das man in die Hand bekommt, wird man auch für die möglichen (und zum Teil unnötigen!) Abläufe sensibilisiert bzw. lernt, dass man währenddessen nicht einfach eine willenlose Patientin ist, sondern auch ein Anrecht darauf hat, informiert, gefragt und miteinbezogen zu werden.

Falls Ihr noch Fragen habt, einfach melden, ich habe den Beitrag mit mehreren Unterbrechungen geschrieben und nun spät abends nach einem strengen Tag schliesse ich ihn ab – ihr kennt das 😉 

Vielen Dank, liebe Vanessa, für den tollen Kurs! 🙂

Lost in Translation… Mitte-Woche-Rapport

Und schon wieder sind wir Mitte Woche angelangt und ich mag eigentlich gar nicht gross schreiben, aber, ach, egal… derzeit herrscht bei uns ganz atypisch kein Novemberwetter sondern ein richtig goldener Herbst mit viel Sonne und angenehmen Temperaturen. Wir waren drum viel draussen. Am liebsten hätte ich ja ein paar lange Wanderungen getätigt aber mit unseren „nein, ich lauf nicht“-Kids ist das nicht so einfach. Ich habe mir zwar des öfteren schon überlegt, eins vor den Bauch und das andere auf den Rücken zu schnallen aber spätestens nach 2h wäre ich wohl alle und den Kids stinklangweilig. Meine Nachbarin ging letzte Woche morgens wandern aber dazu fehlt mir dann der Partner und allein mag ich nicht. Wobei ich grad eh keinen Morgen freischaufeln kann. Falls es nächste Woche noch so schön ist, dann vlt…
Immerhin sind wir also an den Rhein (SA) als Papa wieder da war und am SO bei Freunden in Feldis GR, deren Hütte wir durch eine Gondelfahrt mit anschliessender kleiner Abwärtswanderung erreicht haben. Fotos wie immer auf FB, es tut mir echt leid, aber ich komme nicht nach mit dem Hochladen und warum geht das nicht einfacher? Wünschte die Fotos auf dem iPhone könnten nach Anfertigung automatisch auf dem PC landen. Ja, ich weiss, es gibt die iCloud aber irgendwie funzt das nicht. Die iCloud-Fotos sind in der Auflösung viel zu klein. Egal… also sorry für die fotolosen Beiträge 😉
Der SO-Abend war dann relativ konfliktreich, leider, und die Kinder, die auf der Heimfahrt von Feldis im Auto schliefen, waren entsprechend noch lange aktiv. Zum Glück hat das aber wieder gebessert. Da geht man mit dem Grossen aufgrund der Schlaflosigkeit zum Arzt und was macht er? Ging montags und gestern zeitig schlafen ja s-c-h-l-a-f-e-n! Gestern sogar vor der Maus! Ich bin erstaunt. Letztere hingegen macht ein ziemliches Theater in letzter Zeit. Fast 4 Jahre lang war sie total unproblematisch von mir ins Bett zu bringen, jetzt beginnt die Rebellion. Zwar sagt sie nach wie vor, dass sie jetzt schlafen gehen will, macht dann aber einen Riesen Terz. Gestern sind wir um ca. 19.30 Uhr hoch. Zähneputzen, Pyjama anziehen (ich so: „willst Du nicht das Unterhemd anlassen??“ Sie: „Nein, das hatte ich gestern schon ab!“, dann Richtung Bett. „Ich kann nicht schlafen“. Kurz Stillen. „Ich will ein anderes Pyjama!“ Also hole ich ein anderes Pyjama. Wieder im Bett. Anziehen. „Ich hab‘ doch gesagt, ich will wieder mein Unterhemd anziehen!“ Ich: „Im Ernst jetzt!?“ Also hole ich es ihr… wieder umziehen. Irgendwann nach 20 Uhr war dann Ruhe. Ins Karate habe ich es so natürlich nicht mehr geschafft. Aber war auch egal. Bin seit Tagen (ich glaube letzte Mi Nacht begann es mit Schmerzen beim Schlucken) irgendwie grenzerkältet, d.h. ich habe zeitweise ein bisschen Schnupfen gehabt und seit gestern so ein wenig Reizhusten und zwischendurch mal Kopfschmerzen (mens-bedingt wohl) aber ich liege definitiv nicht flach. Ich bin am Mo Morgen auch normal ins Training und das ging gut.
Gestern rief mich dafür etwa um 9.45 Uhr die Kita an und wollte, dass ich die Maus abhole. Sie hätte sich erbrochen. „Oh nein, nicht das noch!“ dachte ich mir, aber schlussendlich war es wohl nur ihre Reaktion auf einen Sturz von der Bank. Ich fuhr nämlich mit ihr zum Einkaufen (musste sein) und sie ass ein ganzes Brötchen, half mir danach beim Kochen und ass ganz normal. Sie war auch nicht mehr bleich. Am Nachmittag fuhren wir für eine Weile zum Spielplatz, wo es den beiden aber mangels Spielkameraden (wir haben mit niemandem ausgemacht) rasch langweilig war. Ich bin dann abends endlich mal früh ins Bett, also schon kurz nach 22 Uhr, hatte noch einen Hustensaft genommen, der mich müde machte und habe es nicht bereut, früh schlafen gegangen zu sein! Natürlich hätte ich morgens trotzdem gerne noch länger, aber ja… jetzt hat die Maus Besuch von einer Spielkameradin und ich kann in Ruhe arbeiten 🙂 Am Nachmittag fahren wir zum Playdate nach Feldkirch und abends ist dann der Laternileumzug der Kita. Seltsamerweise macht der Kindergarten heuer keinen, was mich sehr wundert, aber naju? Morgen habe ich noch eine Trageberatung und als ob die Woche nicht voll genug wäre, bin ich ja Fr-So in Zürich am Aufbaukurs und übernachte am FR auch dort. Was hab‘ ich Schiss und Bammel und überhaupt! Die Kurssituation selber stresst mich noch am wenigsten (das ist gut, denn meist macht mich das schon mal supernervös…) aber einfach, fast 3 volle Tage fast komplett weg zu sein, das ist einfach beschissen für eine Mutter, die ansonsten permanent anwesend ist. Mein Vater nimmt die Kinder ab Freitag bis ich schätze mal Sonntag Morgen zu sich damit mein Mann auch mal eine Auszeit nehmen kann und nicht montags hypergestresst zur Arbeit muss, aber meist sind die Kinder halt doch am liebsten zuhause und letztes Mal wollte die Maus auch nach einem Tag heim und der Grosse ist meist nach dem Heimkommen komplett durch den Wind und und und… ja, ich weiss, typisch Gluckenmutter aber eben, ein Bruch der üblichen Strukturen, ich schätze mal es macht mir am allermeisten zu schaffen. Und dann noch eine Nacht im Hotel. Ich habe seit Jahrzehnten nicht alleine in einem Hotel genächtigt! Das ist ja der Horror! Ich weiss, ich habe genau hier schon darüber berichtet, wie sehr ich mir mal eine Auszeit wünsche, aber die dann bittegerne zuhause oder mit Mann im Wellnesshotel… aber gut, ich habe nächteweise alleine an den verschiedensten Orten Japans genächtigt (Tokyo, Kyoto, Shizuoka, Osaka, Hiroshima und einen kleineren Ort, an dessen Namen ich mich nicht mehr erinnere – ups) und es war seltsam, einsam (so ein bisschen wie in Lost in Translation halt, nur ohne Bekanntschaften an der Hotelbar sondern eher Besuche am conbini-Automaten; conbini kommt vom convinience) aber problemlos. Gut, Japan ist per se für Touristen problemlos und v.a. ungefährlich und mit meinem Japanisch kam ich gottlob auch dort auf den richtigen Bus und stieg am richtigen Ort aus, wo keiner englisch sprach und alles nur in kanji angeschrieben war (heute wäre das wohl nicht mehr so einfach). Ich schweife ab. Also eben gegen den Moloch Tokyo ist Zürich nichts, es gibt nicht mal einen 24h-Shop (das ist eben schon geil an japanischen Grossstädten, dass man mitten in der Nacht noch shoppen kann), aber es ist im Kreis 4 und die Langstrasse nicht weit entfernt. Aber gut, wollen wir mal nicht den Teufel an die Wand malen… und damit schliesse ich heute mal. Das Foto stammt übrigens aus Odaiba/Tokyo und zeigt mich von hinten, damals gerade rothaarig, als fotografierende Touristin, höhö…
Ich wünsche Euch eine gute, hoffentlich sonnige und hoffentlich gesunde Restwoche!