Kind beim Legobauen, Geburtstagskind, Geburtstagsgeschenk

8 Jahre Grosser

Und schon ist mein Grosser 8! 8 Jahre alt. Schon verrückt… und fast zeitgleich hat 8 Jahre nach mir meine Freundin ihr erstes Baby bekommen. Da ich natürlich, seit ich von der Schwangerschaft wusste, fleissig mitgefiebert habe, fühlte ich mich automatisch zurückversetzt in diese Zeit. Natürlich erinnere ich mich vor allem an die schönen Momente – und ja, die gab es. Weiterlesen

Strand mit Sonnenuntergangsstimmung

Motivation, wo bist du? Hallo, Erschöpfung

Keine Ahnung, was los ist, aber ich hatte heute, so ab Mittag, einen richtigen Motivationsabsturz… mein Mann kam nicht nach Hause, die Grossen stritten mal wieder und ich fühlte mich total ausgelaugt. Dabei war ich relativ fit, also nicht mehr so erkältet wie die Tage davor, und auch nicht mehr soooo müde wie gestern Nachmittag.
Ob ich solche, fast depressive Schübe den Hormonen zu verdanken habe? Dem Wetter? Dem Mond? Ja, manchmal wäre es einfacher, „irgendetwasem“ die Schuld dafür zuschieben zu können… Die Situation besserte sich auch nicht, nachdem ich raus ging und den Rasen mähte, währenddessen die Kinder schon wieder friedlich waren. Auch das Mäuschen hatte keinen schlechten Tag, nur eine leicht unruhige Nacht. Aber ich sage Euch, ich könnte Tonnen von Süssem gebrauchen, irgendwie habe ich so einen riesigen Hunger auf Ungesundes (aber nichts im Haus), es bleibt also bei Kaffee…
Was drückt mir denn so auf’s Gemüt?

  • Der am Mittag fehlende Mann – eine Situation, die bei uns irgendwie immer für Unbehagen sorgt, sprich, die Kinder sind dann einfach launiger und ich wohl auch…?
  • Die riesige Pendenzenliste, die wie ein Damoklesschwert über mir schwebt (und das permanent schlechte Gewissen deswegen)?
  • Die Müdigkeit?
  • Die Unzufriedenheit mit mir selber (v.a. der Figur)?
  • Die fehlende Bewegung? (Sport)
  • Eben die Hormone?
  • Das Gebrauchtwerden?
  • Das schlechte Gewissen, für die Grossen keine freien Hände zu haben?
  • Die Kritik meines Auftraggebers an meiner Rechtschreibung/Grammatik, die so plötzlich nach Jahren kommt?
  • Das alles anfangen, nichts zu Ende bringen wegen der ständigen Unterbrüche?
  • Die fehlende Ich-Zeit?
  • Das Warten darauf, dass das Mäuschen bald greifen und sich dann besser selber beschäftigen kann?
  • Die Wäsche, die auf dem Ständer hängt und die ich grad nicht zusammenfalten mag?
  • Alles zusammen, gepaart mit meiner Hochsensibilität?

Die Zeit vergeht ja so rasend schnell im Moment, das Mäuschen wird bald 4 Monate alt, ist längst kein Neugeborenes mehr, das ist ja verrückt… aber irgendwie habe ich mich überschätzt. Ich habe mir einfach viel zu viel aufgeladen, was ich gar nicht hinkriege weil die Zeitfenster dafür so klein sind, dass ich kaum anzufangen kann… es ist halt nicht mehr wie vorher und dennoch habe ich wohl irgendwie erwartet, ich könne sofort wieder daran anknüpfen… aber ich bringe die Leistung nicht mehr, ich habe die Zeit nicht, ich habe das Gefühl, ständig gegen die Strömung zu schwimmen während mir auch noch allerlei Hindernisse entgegen kommen. Ich verheddere mich, schlucke viel Wasser, das Wasser ist eisig, das Ufer unerreichbar…

Wenn ich nachts träume, dann sind es oft verstörende Träume, Angstträume, ja, immer noch, das war schon in der Schwangerschaft so… vor 2 Tagen träumte ich von einer Bombenexplosion in meiner Nähe. Es ging glimpflich aus, denn ich wusste, dass gleich etwas detoniert und kauerte mich hin. Die Druckwelle war deutlich zu spüren, aber ich trug nur Hautabschürfungen an den Armen und Beinen davon. Und immerhin war es einmal ein Traum, in dem nicht meine Kinder in Gefahr oder verletzt wurden…

Es ist eindeutig, ich muss einen Gang zurückschalten, aber ich kann nicht. Zu sehr bin ich im Rückstand mit allem. Zu gross ist mein schlechtes Gewissen gegenüber allem und jedem… ich bin offenbar urlaubsreif! Ich geniesse jedes Wochenende sehr. Lang‘ ist’s nicht mehr bis zu den Sommerferien, ich hoffe, ich gehe bis dann nicht unter…

Morgen schon 7…

7 Jahre wird der kleine Mann also schon… und natürlich hat sich in diesem Jahr durch den Start der Schule im vergangenen August so einiges verändert. Sagen wir so: die Herausforderung wird nicht kleiner, nur anders… Auch wenn der Grosse generell gerne zur Schule geht und sich in der Klasse wohl fühlt und mit den meisten gut kann, so mag er den Unterricht selber und v.a. die Hausaufgaben nicht besonders… Ja, ich weiss, wer mag die schon, aber gerade auf Primarschulebene hatte ich doch eher damit gerechnet, dass er wie ich wird, also sehr eifrig. Dass ihm das Lesen und Schreiben lernen leicht fällt und Spass macht. Schliesslich ist er in sehr vielem so wie ich 😉 Aber eine Kopie ist so ein Kind natürlich nicht und die Gene des Vaters spielen auch eine Rolle (haha, einfach die vermeintlich schlechteren Eigenschaften dem anderen Elternteil angedeihen lassen :D…).
Es ist schwer zu sagen, aber ich glaube er bringt da eine etwas ungünstige Mischung aus faul und trotzdem ambitioniert mit. Klingt widersprüchlich, ich weiss. Einerseits gibt er sich eben recht wenig Mühe, setzt sich aber selber unter Druck und leidet darunter. Das war und ist bei mir anders: Wenn ich mir irgendwo keine Mühe gebe, ist es mir auch schnurzegal 😀
Nun, mein grosser Siebenjähriger ist eben zu anderem berufen. Buchstaben haben ihn nie interessiert, Zahlen auch nicht und jetzt muss er halt trotzdem weil die Schule eben an einem bestimmten Zeitpunkt dieses Lernen einfordert, ganz egal, ob das Kind dafür schon bereit ist. Weil ich kenne genug Kinder, die sich schon im Kindergarten, mit 4, 5 Jahren für’s Lesen und Schreiben lernen interessieren und es sich dann auch beibringen (lassen) und, nein, da stehen nicht unbedingt übermotivierte Eltern dahinter, aber wenn das Kind fragt und lernen will, soll man darauf eingehen. Aber eben, die Schule kann natürlich nicht jeden dort abholen, wo er/sie gerade steht und so ist es jetzt halt noch ein Krampf… vielleicht wird es besser, vielleicht hätte der Grosse in einem Jahr selber Interesse gezeigt, wir wissen es nicht, es ist jetzt halt so und wir versuchen, so gut es geht, ihn zu unterstützen. Seine Stärken liegen halt aktuell woanders, so staunen wir immer mal wieder Bauklötze, wenn er recht detailliert physikalische Begebenheiten erklärt wie z.B. die Verdrängung des Regenwassers bei voller Fahrt auf der Autoscheibe. Oder wenn er neunmalklug sein grosses Wort-Repertoire einsetzt (hat er von mir, logo! 😛 :D)…

Schule ist also das Thema im 7. Lebensjahr, aber dank 3-4 freier Nachmittage in der Woche zum Glück nicht ein alles einnehmendes Thema. Der Grosse beschäftigt sich also nach wie vor in seiner Freizeit grösstenteils mit seinen Lego, dazu mache ich dann noch einen separaten Beitrag 😉 Ausserdem würde er gerne den ganzen Tag Youtube-Videos auf dem iPad schauen, was ich allerdings eingrenze, bei beiden. Gerne trifft er sich natürlich mit Freunden, besucht ein Sportangebot der Schule und den Schwimmkurs.
In Sachen Geschwister ist es so wie wahrscheinlich bei allen: mal sind er und die Maus ein tolles Team, mal fliegen die Fetzen… womit ich Mühe habe, ist seine dominierende Art, die immer dann funktioniert, wenn ein anderes Kind sich gerne unterordnet, wozu die Maus gehört. Da wird herum kommandiert und gemacht und das nicht immer auf die feine Art. Inwiefern er das vom Pausenhof hat, zusammen mit englischen Ausdrücken, bei denen ich mir nicht sicher bin, ob er sie überhaupt versteht (WTF ist so einer, den er gerne gebraucht :P) und natürlich auch deutschen Wörtern wie „geil“, ähm, ja… wie auch immer, wir erinnern uns an die eigene Schulzeit, es gehört halt dazu… aber oft überbordet ihm das Frechsein ein wenig, auch uns Eltern gegenüber und da habe ich noch nicht wirklich eine Lösung dafür, denn ich glaube, dass er das gar nicht so bewusst macht. Und last but not least kann auch vieles eine Art Reaktion auf die Geburt der 2. Schwester sein, eine unterschwellige eben, die man nicht direkt als Eifersucht auslegen kann so wie damals bei der Geburt der Maus, die ihn ganz offensichtlich eine Zeit lang aus der Bahn warf.

7 Jahre Grosser sind auch 7 Jahre Mama. Ob ich in den 7 Jahren viel dazu gelernt habe? Mit Sicherheit habe ich viel Erfahrung gewonnen, aber noch heute hadere ich regelmässig mit mir und meiner Mutterrolle, v.a. jetzt, da ich mit Baby alle Hände voll zu tun habe. Natürlich profitiert das 3. Kind von meinen gewonnenen Erfahrungen, aber der Erstgeborene wird immer der Erste bleiben, viele neue Erfahrungen wie z.B. die Schule werde ich immer mit ihm zuerst machen. Insofern tut er mir leid, weil ich alle Fehler, die ich gemacht habe und noch machen werde, mit ihm mache… ich kann nur hoffen, dass ihn das eher stärkt als schwächt, aber versteht ihr jetzt, warum es ein konstantes Hadern ist? Und geht es Euch auch so, gerade beim Eurem erstgeborenen Kind?

7 Jahre also, was soll ich da noch sagen, es geht rasant auf die Pubertät zu! 😛 Die Challenge bleibt. Mein Erstgeborener, mein einziger Sohn, die Herausforderung unseres Lebens, nie einfach (wer sagte, es sei einfach?), oft wie ein Spiegel an der Wand, ein Mini-me und doch ganz eigen, ein kleines Ü-Ei, ein Kind, für das ich mich manchmal ganz besonders stark einsetzen muss weil ich ganz genau weiss, was es fühlt, und manchmal auch nicht, dann zerreisst mich die Ratlosigkeit fast… ich hoffe, irgendwann meine Fehler wieder gut machen zu können, ich hoffe, nicht alles falsch gemacht zu haben oder zu machen. Mein ganz besonderer grosser Sohn, der hier im Blog immer weniger präsent sein wird, weil das Internet irgendwann auch bei ihm ein Thema sein wird… ich hoffe, ich kann ihn stark machen für’s Leben, ich hoffe, er findet seinen Weg, ich hoffe, er weiss, dass ich immer für ihn da sein werde, und ich hoffe, dass er das auch annehmen wird. Ich bin stolz auf Dich, Grosser! Happy Birthday!

Anstrengend? Fordernd? Intensiv?

Im Titel findet Ihr Attribute, die ich schon benutzt habe, wenn ich von meinen Kindern sprach… ab und an fragt dann mal jemand, warum denn meine Kinder so seien… ich habe dann mal nachgedacht… es gibt gefühlt 100 Gründe, die ich jetzt nennen könnte – begonnen damit, dass beide Kinder stets „schlechte (Ein)Schläfer“ waren und zum Teil noch sind und endend damit, dass unser Grosser hochsensibel zu sein scheint… Das sind so Fakten, die es uns Eltern manchmal nicht so einfach machen.
Trotzdem finde ich es gerade unpassend, meine Kinder anstrengend o.ä. zu nennen. Schliesslich gibt es immer zwei Sichtweisen und aus Sichtweise der Kinder sind vielleicht wir Eltern anstrengend 😉 Natürlich sind Kinder unterschiedlich, aber ich glaube nicht, dass es superpflegeleichtunkomplizierte Kinder gibt, normalintensive Kinder und extremstfordernde Kinder… ein Stück weit: ja. Aber es kommt auch immer darauf an, wie die Eltern drauf sind und damit umgehen… Ich habe mir im Laufe der Jahre eine dicke Hülle um meinen Geduldsfaden zugelegt. Der reisst nicht so schnell, es sei denn ich leide gerade mal wieder am PMS oder habe sonstwie einen zickigen Tag – kann ja mal vorkommen… Abgesehen davon habe ich manchmal ausserkörperliche Erfahrungen, während der ich mich stark über meine Geduld in gewissen Situationen wundere. Und ich bin der Meinung, dass Kinder, die von ihren Eltern einst als extrem pflegeleicht eingestuft werden, irgendwann schon aufholen und den Rebellen rauskehren 😉 War’s bei uns anders? Ich war ein ziemlich braves Mädchen (sind Mädchen eh meist 😉 aber ich kann mich erinnern, dass ich in meinen frühen 20ern rückblickend total grundlos ganz oft mit meiner Mutter gezofft habe. Nun gut, es hatte wohl mit meinem damaligen Freund zu tun, der – und das wussten meine Eltern – dem Kiffen nicht abgeneigt war und ihnen auch sonst in gewissen Dingen nicht immer ganz geheuer… tempi passati. Aber: es beweist, dass auch ich unauffälliges Kind plötzlich für argen Ärger sorgte. Über meine anderen Mankos und die Gründe dafür schweige ich mich an dieser Stelle lieber mal aus. Das Wort „Psycho„, liebevoll gemeint, höre ich ständig. So viel zu dem…

Sind jetzt meine Kinder anstrengend oder ist es nur eine Frage der Perspektive und des Umgangs mit ihren Eigenarten? Da es fast keine Vorkommnisse gibt, die nicht in anderen Familien auch passieren, würde ich sagen, wir haben hier zwei relativ durchschnittliche Kinder, die, wie andere auch, vielleicht die eine oder andere Supermacke haben, die ich aber immer, wirklich immer entweder mir oder meinem Mann zuordnen kann. Da hört er dann von mir, befindet sich der Blutdruck gerade im Steilflug, schnell mal ein eingreifendes „Du bist haargenau so!“ Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm… und legt mein Sohn mal wieder ein total abartiges Verhalten an den Tag weil X nicht so ist wie es sein soll, dann läuft bei mir ganz oft ein Film aus meiner Kindheit ab. Ich kann diese Situationen alle sofort aus irgendeiner Schublade in meinem Gehirn abrufen. Und wie Psychologen sagen, sind diese Momente, in denen einem die eigene Macke mit dem Spiegel aufgezeigt wird, diejenigen, die einen am meisten triggern…

So. Ich möchte also festhalten, dass meine Kinder zwei willens- und charakterstarke Persönlichkeiten sind, die uns auf positive Weise fordern. Und diesen Satz schreibe ich jetzt fiktiv an den Kühlschrank weil bestimmt bald wieder ein Moment kommt, in dem wir das vergessen…

Ansonsten nichts Neues hier… Alltag pur, düsteres Wetter, heute die üblichen Playdates… Am Weekend waren wir mal wieder im Kino, haben aber leider Creed verpasst, es wurde also Deathpool, recht witzig, aber auf nicht allzu hohem Niveau… bin zwar sportlich nach wie vor aktiv, hatte aber, weil ich FR-SA weg war (ihr habt das vielleicht auf meiner FB-Seite gelesen), einen kleinen Einbruch. Das selbe gilt leider auch für meine Ernährungsgewohnheiten. Ich hoffe, da die Kurve wieder kriegen zu können.
Gestern habe ich recht spontan ausgemacht, dass jemand ein Occasions-Bike für meinen Sohn zum probefahren vorbei bringt (langsam wird das alte, nur geliehene Fahrrad, zu klein und im Hinblick auf den baldigen Schulstart wäre ein Neues eh nicht schlecht). Dummerweise war mein Mann nicht zuhause, mein Sohn verliebte sich überraschenderweise und es stellte sich dann nach fachkundiger Prüfung meines Mannes heraus, dass das Bike eigentlich viel zu schwer sei für ein Kind… es ihm jetzt wieder zu nehmen, wo es ihm doch gefällt, ist natürlich auch doof… Gibt ein Mal gelbe Karte für die Mama, die dachte, hier ein tolles Schnäppchen zu machen… machen wir das Beste draus?

Dafür bekam ich diese Woche eine Overlock geschenkt und kann sie vielleicht bald mal ausprobieren, auch wenn ich gerade eine Nähflaute habe (keine Lust auf neue Projekte; aber der Sommer kommt bestimmt…)

Wünsche Euch eine schöne Wochenmitte, nette Restwoche und habt’s gut! :* 

4 Jahre Maus (am Sonntag dann…)

Da sowohl der morgige Samstag als auch, natürlich, der Geburtstag am Sonntag ziemlich voll sein werden, schreibe ich schon heute den 4-Jahres-Bericht der Maus. Dazu habe ich kurz mal, das ist der Vorteil am Bloggen, in meinen schriftlichen Erinnerungen an das 4-Jährige des Grossen gekramt. Hier könnt ihr das nachlesen, wenn es Euch interessiert. Weiterlesen

Die Sonnenseiten des Mama-seins – von #regrettingmotherhood zu #adoringmotherhood

Erstmal für alle, die mit Hashtags (dieses Zeichen: #) wenig vertraut sind. Das ist so ein Dingens, das in sozialen Medien (Twitter, Instagram etc.) benutzt wird, um ein Thema zu generieren, zu dem dann (vielleicht) auch viele andere etwas zu sagen haben. Gibt man den Hashtag (also #Thema) ein, findet man alle „Tweets“, Fotos, Blogs etc., die sich diesem Thema widmen.
Ich selber nutze das auch so langsam, v.a. wenn es um Themen geht, die mir wichtig sind, also z.B. #babywearing, #breastfeeding oder #brelfie und auf Instagram immer wenn es um meine Tragetücher geht (#solnce z.B.) oder um Aufnahmen aus der Heimat (#Liechtenstein). So. Im Blog habe ich das bisher nicht genutzt und obwohl auch die hinterletzte Mamabloggerin eine Meinung zum Thema #regrettingmotherhood hatte (es ging um einen Artikel über Mütter, die es bereuen, Kinder bekommen zu haben, also solche, die es nicht nur manchmal anstrengend finden sondern, die, könnten sie wieder von vorne anfangen, keine bekommen hätten). Ich hätte den Hashtag #regrettingparenthood ja besser gefunden, auch wenn es im Artikel nur um Mütter ging aber meist sind es doh eher die Väter, die es bereuen wenn man nur daran denkt, wie viele ihre Frau zur Alleinerziehenden machen und sich davon stehlen. Es gibt wohl mehr Väter, welche die Familie verlassen als umgekehrt; warum der Artikel also ausgerechnet diese „bösen Mütter“ ins Visier nahm? Wie auch immer, ich fand‘ es nicht nötig, auch noch meinen Senf dazuzugeben obwohl ich das hiermit nun doch irgendwie getan hab 😀
Anyway… eine Bloggerkollegin (@mamaleoneblog) forderte mich heute auf, mich am neuen Hashtag #adoringmotherhood zu beteiligen. Und da ich Einladungen ungerne ablehne, tue ich das heute 🙂 Mama Leone hat nicht viel geschrieben, dafür zahlreiche, wunderschöne Fotos gepostet. Damit kann ich irgendwie leider nicht so dienen da ich praktisch keine Fotos von mir und den Kindern habe, z.B. keine aktuellen. Schade eigentlich aber ich bin sehr kamerascheu und fühle mich derzeit einfach nicht fotogen genug (deshalb ja der Versuch, mit Ernährung und Sport etwas zu bewirken ;)… aber da mein Mann sich aktuell stark der Fotografie widmet, besteht noch Hoffnung. So.
Ich weiss, dass mir zum Thema, weshalb es toll ist, Mutter zu sein, genau so viel einfällt, wie wenn man mich fragen würde, was denn so anstrengend ist am Muttersein. Ich will aber nicht viel reden und nichts sagen. Das hier ist also nur ein Versuch.
Erstmal steckt ja der Wunsch, Mutter zu werden in vielen von uns und das schon von Klein auf, wenn wir, wie ich, schon als Kleinkind immer eine Puppe mit uns schleppen und sie behandeln als wäre sie unser Kind… und ohne sie nirgends hingehen. Natürlich haben wir da noch längst keine Ahnung, was es bedeutet. Es ist die härteste Lebensaufgabe, die wir Menschen erhalten können, die verantwortungsvollste, emotionalste und natürlich auch schönste. Nichts ist vergleichbar als sein Leben jahrelang an ein anderes Leben zu binden, eins, das lange von uns abhängig ist, auch emotional. Und am härtesten, davon bin ich überzeugt, wird es dann, wenn die Kleinen gross und flügge werden und wir versuchen müssen, wieder uns selbst zu sein und nicht nur Mutter… aber darum geht es jetzt nicht. Also, ich versuche mich kurz zu fassen: #adoringmotherhood – was ich am Muttersein liebe

  • Zusehen, wahrnehmen, beobachten, inne halten – wie die Kinder spielen, ihre Mimik, wie sie schlafen, wie sie essen, wie sie sprechen, wie sie wachsen. Wir beobachten auch mal gerne fasziniert, wie aus einem Samen ein Pflänzchen wird. Die eigenen Kinder zu beobachten, ist aber so viel spannender. Ich ertappe mich oft dabei, wie ich meine Kinder einfach nur ansehe wenn sie im Flow sind, wenn sie sich vollkommen konzentriert und im Jetzt mit etwas beschäftigen. Z.B. beim Essen oder beim Spielen, beim Bücher ansehen… es gibt nichts Faszinierendes. Die Mimik in ihren noch kleinen, herzigen Gesichtchen zu beobachten. Nicht wissen, noch ahnen, was in ihren Köpfen vor sich geht. Zauberhafte, wundervolle Momente, die man geniessen muss solange sie noch anhalten…
  • Dieses Band für’s Leben, zwei Kinder an der Hand, die für immer mit mir verbunden sein werden, immer in meinem Herzen und Gedanken, auch wenn sie später einmal eigene Wege gehen, mitunter meilenweit entfernt… nichts ist stärker als diese unendliche Liebe (auch wenn wir die Kinder manchmal an die Wand klatschen könnten!)
    Ein Kind ins Leben tragen, es nähren, lieben und begleiten – klingt simpel, ist es aber nicht. Und trotzdem schön…
  • Für jemanden da sein, sich um ihn kümmern, sie anziehen, pflegen, ihnen einen Zvieri richten, ihnen beistehen, wenn sie krank sind oder sich weh getan haben, mitleiden. Liebe, Nähe und noch viel mehr schenken – ohne eine Gegenleistung zu fordern (Dankbarkeit darf, kann, soll man nicht erwarten; sie kommt irgendwann in irgendeiner Form zurück, oft ganz unvermittelt, wenn wir gar nicht damit rechnen…). Die Kinder sind ein Geschenk, ich bin dankbar. Und wenn die Kinder stürmisch und spontan ihre Liebe zeigen, dann ist noch jeder Ärger von vorhin schnell vergessen.
  • Mutterschaft bedeutet im besten Falle auch eine Familie zu haben, ein Team zu sein, allein mit den Kindern aber auch mit dem Vater. Stark zu sein. Wir sind vier, die zusammen gehören und auch wenn es mehr als genug ordentlich kracht in diesem Gespann, so sind wir doch irgendwie untrennbar eins…
  • Es ist diese tiefe Zufriedenheit, die abgesehen von wenigen Wünschen und Sorgen, die man noch so mit sich führt, dafür sorgt, dass wir in uns ruhen und auch im grössten Chaos wie das Auge des Sturms sind und voller Geduld der Dinge harren, die da über uns hinweg fliehen. Zen! Naja, meistens. Manchmal „vertätscht“ es auch die allergeduldigste Mutter und sie lässt kurz einen Schreikrampf zu bevor sie die Kinder wieder liebevoll in den Arm nimmt…
  • Anknüpfend an den obigen Punkt: Mutterschaft füllt einen aus. Im wortwörtlichen wie auch im ganz positiven Sinne. Der Tag ist vorgegeben, durchgetaktet, strukturiert und manchmal auch spontan und chaotisch. Wo Kinder sind, da ist das pure Leben. Da wird gestritten, geweint und gefordert – 24h lang an 7 Tagen die Woche – nonstop! Man wird körperlich wie geistig gebraucht. Muttersein bedeutet mit jeder Faser seines Körpers und allem, was wir geben können, da zu sein. Väter sperren sich aus diesem Grund gerne mal für 10 Minuten auf der Toilette ein. Mütter werden selbst am stillen Örtchen noch belagert. Kleine Auszeiten sind wie früher ein Wellnesswochenende. 5min in Ruhe Kaffee trinken ein Luxus, den wir wahnsinnig geniessen. Die Auszeiten werden mit steigendem Alter der Kinder länger und öfter. Aber seien wir ehrlich: dieses gebraucht werden, diese Intensität des Lebens in diesen ersten Jahren der Mutterschaft, diese volle Präsenz, die wir an den Tag legen müssen – sie macht uns stark und sie füllt uns nicht nur aus, sie erfüllt uns, sie lässt uns erstrahlen auch wenn wir manchmal vor Müdigkeit fast an Ort und Stelle einschlafen könnten. Aber wenn ich eine Mutter sehe, dann habe ich immer Respekt und ich sehe keine abgekämpfte Frau mit Augenringen und wahllos zusammengestückelter Garderobe, sondern ich sehe eine starke Frau, die alles gibt für ihre Familie und ihre Kinder.

5 Jahre Mama

Seit 5 Jahren also bin ich Mama. Das klingt nach sooo wenig! 5 Jahre. Eigentlich ein Lufthauch aber ich habe das Gefühl, ich bin schon eeewig Mama. Was ein gutes Zeichen ist. Will nämlich heissen, dass ich mich bestens in meine Rolle eingelebt habe und mich mehr oder weniger wohl und zurecht finde. Das kann man summa summarum tatsächlich so stehen lassen. Ist auch nicht mehr so schwer mit zwei doch recht selbstständigen Kindern, von denen eines jeden Morgen zum Kindergarten muss. Das bringt nämlich ziemlich viel Routine und Fixpunkte in den Alltag, was einem das Mutterleben doch merklich erleichtert. Vieles ist anders als vor 5 Jahren, wenn nicht sogar, alles? Damals war ich den ganzen Tag alleine mit Baby zuhause in unserer alten Wohnung. Ich hatte null Komma null Erfahrung im Umgang mit einem Säugling und musste alles erst mal ordentlich in Erfahrung bringen. Ziemlich blauäugig bin ich da hinein gerutscht. Erst mit dem zweiten Kind kam die grosse Erkenntnis, was ich alles besser machen hätte können. Und erst beim dritten, schlussfolgere ich, wird man wohl als Mutter so richtig zum Vollprofi. Aber soweit kommt es ja längst nicht bei allen und so muss man sich eben beim 2. Kind Mut zusprechen, im Sinne von „genügend reicht auch“.
Vor 5 Jahren also lebten mein Baby und ich in den Tag hinein, den wir irgendwie selber mit Spazierengehen, Einkaufen, Babypflege und zahlreichen Freunde-Treffen und Kursen (von PeKiP über Babyschwimmen bis zur Krabbelgruppe) strukturierten. Bloss nicht zu lange zuhause hocken, da fällt einem doch die Decke auf den Kopf! Und wenn abends endlich der Mann/Papa nach Hause kam, hab‘ ich ihm wahrscheinlich genervt das quengelnde Baby in die Hand gedrückt und mich mal für 5min auf’s Klo verdrückt. So genau kann ich das nicht mehr sagen, da müsst Ihr meinen Mann fragen.
Heute: total anders! Naja, fast. Abends erwarten meinen Mann nun eben eine genervte Frau und wahlweise zwei quengelnde oder streitende Kinder. Aber ansonsten: Wir leben in einem grosszügigen Haus in einer netten Gegend mit Garten und genug Platz für jegliche spielerische Entfaltung. Der Kindergarten und ein mittags heimkehrender Papa sorgen für eine wunderbare Struktur und Ruhe. Spätestens seit der Grosse im Kindergarten ist, hat sich bei mir der Drang, täglich irgendeine Unternehmung/einen Besuch etc. zu planen, in Luft aufgelöst. Ich geniesse es total, die Nachmittage einfach nur gemütlich zuhause zu verbringen. Die sind eh so fix um. Und mit Schwimmkurs am Di Abend, Mittwochsplaydate, Wocheneinkauf auf Freitag und je nach dem noch Besuch vom Nachbarskind, sind auch die Nachmittage schon relativ ausgebucht. Jeder wird verstehen, dass ich da nicht auch noch den Rest unserer freien Zeit verplanen will, zumal ab und an auch mal der Opa zu Besuch ist und wir gemeinsam etwas unternehmen. Versteht mich nicht falsch, ich treffe mich gerne mit Mamafreundinnen und schaue auch, dass ich zu den ganz engen regelmässig Kontakt pflege. Aber weniger ist derzeit mehr und tut uns gut. Trotzdem freue ich mich auf die sonnige Jahreszeit da uns Stubenhockern das Rausgehen natürlich auch mal gut tut 😉 Es gibt nur einen Wehmutstropfen: die Freunde meines Grossen, die in unserer ehemaligen Heimat den Kindergarten besuchen, müssen meist auch nachmittags hin und für spontane Spielplatzbesuche dann leider nicht mehr zu haben. Ich merke dann auch, dass meinem Grossen das fehlt wenn wir nur zu dritt auf den Spielplatz gehen. Ohne seinen Lieblingsspielplatzfreund A. wird es ihm schnell langweilig und er will wieder nach Hause. Gut möglich also, dass wir in der wärmeren Jahreszeit dann doch wieder einige Freunde kontaktieren – die, die noch nicht im Kindergarten sind.

Wie habe ich mich verändert?
Hmm, schwierig zu sagen. Einerseits bin ich noch derselbe Mensch, andererseits leitet die Mutterschaft den Fokus doch auf ganz andere Dinge und v.a. macht man vieles schlussendlich nicht unbedingt so wie man es vor der Mutterschaft vlt getan hätte.
Innerlich hat mich die Mutterschaft sicherlich wachsen lassen. Ich bin geduldiger, habe gelernt, meine Bedürfnisse zurück zu nehmen, das Materielle hat an Bedeutung verloren, das Selbstbewusstsein ist vielleicht ein wenig gewachsen weil man sich ja als Mutter nicht einfach hinter den Kindern verstecken kann. War ich früher vielleicht nicht immer sehr gesellig, so tausche ich mich heute sehr gerne mit anderen Eltern aus. Ich bin ja nicht mehr im Büro und ständig von Leuten umgeben und gerade in der Elternschaft ist man ohne das afrikanische Dorf ja oft sehr isoliert.
Die äussere Veränderung ist wohl die auffälligste, beginnend beim schwangeren Bauch und endend bei den nach zwei Schwangerschaften noch übrig gebliebenen Kilos, die noch hartnäckig an einem hängen. Vom Business Look mit Make-up und schicken Kleidern zum Gammel-Ich mit Out-of-Bed-Frisur und hormongeplagtem Teint inklusive ersten Fältchen, die auch über Nacht nicht mehr verschwinden. Gerade die Elternschaft macht einem die Vergänglichkeit so wahnsinnig schmerzhaft klar. Nach 5 Jahren bin ich klamotten- und kilotechnisch irgendwo am Tiefpunkt angelangt und habe mir nun fest vorgenommen, daran endlich etwas zu ändern – mit Ernährungsumstellung, Sport und indem ich letztens doch mal wieder in ein paar ansehnliche Teile für die Garderobe investiert habe. Und zum ersten Mal wurde mir klar, dass ich mit Ü30 wohl nicht nach dem gepunkteten Hoodie aus der Yes-or-No-Abteilung (junge Mode also) greifen sollte und ging weiter zur Damen-Abteilung, in der ich mich dann schrecklich jung fühlte aber ich hab‘ was gefunden… Life’s a bitch!
Aber das gehört eigentlich mehr zum folgenden Abschnitt. Denn es ist keine Frage der Persönlich- oder Eitelkeit, wie ich als Mutter so rumlaufe, sondern schlicht zweckdienlich und zeitsparend. Nichts gegen Mütter, die sich gerne stylen aber ich nutze die Zeit lieber für anderes… und ernsthaft: Mit schicken Schuhen und teurer Jacke auf den Spielplatz? Nein, das werdet Ihr bei mir wohl nicht mehr erleben.

Womit erleichtere ich mir den Alltag?
Fünf grade sein lassen, form follows function, weniger ist mehr; alles, nur nicht perfekt – das könnten so meine täglichen Mantras sein, beginnend in der Erziehung und endend beim Haushalt, wobei die Ansprüche mit zunehmendem Alter des Erstgeborenen höher werden. Vor fünf Jahren noch habe ich praktisch nie gekocht, der Einkauf musste am Wochenende erledigt werden, geduscht wurde abends, wenn der Mann da war, und noch im Wochenbett habe ich das Pyjama gar nicht erst ausgezogen damit ich jede Schlafenszeit des Babys sofort mit einem Power Nap im Bett nutzen konnte. Heute ist zwar längst nicht alles glänzend hier, aber ich habe den Anspruch, regelmässig frisch zu kochen, die Wäsche zeitnah zu erledigen und obendrauf auch noch für Ordnung zu sorgen. Gebügelt habe ich schon vor meiner Schwangerschaft nur dann, wenn es nicht anders ging (und als Berufstätige besass ich natürlich schon einige zum Knittern neigende Oberteile…), mich juckt es aber heute immer mal wieder in den Fingern wenn ich die welligen Küchentücher sehe. Ja, die habe ich früher gebügelt und ich werde es sicherlich irgendwann wieder tun (wenn die Kinder mehr oder weniger in der Schule sind, schätze ich mal 😉 … aber heute spar‘ ich mir die Sisyphus-Arbeit (denn nichts anderes ist sie). Ich ertappe mich regelmässig dabei, irgendwo die Extra-Meile gehen zu wollen. Neuerdings räume ich nach dem Essen z.B. die Sets weg weil ich den Tisch gerne in seiner ganzen Holzpracht sehe. Ich verräume die herumliegenden Kleider der Kinder. Ich sortiere die Lego-Klein- und Kleinstteile des Grossen. Ich wische manchmal Staub. Ich nutze den Samstagmorgen für das Staubsaugen in der oberen Etage. Manchmal sogar mehr. Ich erwäge, mit den Kindern Bastelarbeiten durchzuführen. Ich räume sporadisch Schränke aus. Ja, alles Sachen, die durchblicken lassen, dass es hier sehr gut läuft.

Was würde ich heute anders machen wenn ich nochmals von vorne beginnen könnte?
Vieles. Ich würde von Geburt an die Attachement-Parenting-Schiene fahren und alle Ratschläge, die irgendwas anderes andeuten, vehement abwehren. Die Zweifel beim ersten Kind und dann das nichtsahnende Hören auf alteingesessenen, autoritär angehauchten Quatsch – smash it! Ich bin mir verdammt sicher, dass mein Sohn heute ein wenig einfacher wäre, wenn wir damals nicht das Gefühl gehabt hätten, er müsse im Kinderwagen liegen und allein im Bett einschlafen. Das steckt mir heute noch in den Knochen und wird mich bis ins Grab verfolgen. Ich dumme Nuss hatte schon in der Schwangerschaft ein Tragetuch und ich weiss heute noch nicht, weshalb ich es nicht täglich eingesetzt habe und nur ab und zu damit spazieren ging. Vielleicht weil er im März auf die Welt kam und ich es irgendwann für zu heiss befand, ich weiss es nicht. Aber ihm diese Nähe nicht von Anfang an gegeben haben zu können, das schmerzt noch heute. Und mit 10 Monaten schon abgestillt wegen eines blöden Risses. Das würde mir nicht nochmal passieren. Ach, und windelfrei hätte ich bei beiden Kindern ausprobiert, klar. Das alles ist der Grund, weshalb ich Nestwärme gegründet habe und nun penetrant versuche, die bedürfnisorientierte Erziehung ins Zentrum der Aufmerksamkeit zu rücken. Und damit bin ich nicht alleine. Immer mehr Mütter gehen diesen Weg und es gibt mittlerweile auch genügend Bücher zum Thema – Bücher, die ich vor 5 Jahren gebraucht hätte.
Bei meiner Tochter habe ich dann endlich (mehr) auf mein Bauchgefühl gehört. Aber auch hier wäre noch mehr drin gelegen. Windelfrei habe ich auch eher zu spät entdeckt. Dennoch: Abgesehen davon, dass bei meinem Sohn sicherlich viel schon vor der Geburt einfach vorbestimmt war (denn ich erkenne mich sehr, sehr oft in ihm wieder, bei Dingen, die er aber nicht bei mir gesehen hat sondern die er aus sich heraus so macht) und abgesehen davon, dass die Tochter auch einfach einen ganz anderen Charakter ist und v.a. ein Mädchen, bin ich doch der Überzeugung, dass mit ihr vieles so einfach ist, weil sie in den ersten Jahren anders ins Leben begleitet wurde. Ich bin sicher, dass wir uns und ihr dadurch viel erspart haben. Das war für uns der richtige Weg. Ich will nicht missionieren, jeder soll und darf seinen eigenen Weg gehen und auch der bedürfnisorientierte Weg ist variabel und individuell. Man soll ihn bitte gehen, aber man darf ihn so gehen wie es eben zu einem passt.

Fazit

5 Jahre Mutterschaft – viel gelernt, viele Nerven und noch mehr Schokolade verbraucht (mehr als je zuvor schätze ich ;), wenig geschlafen (weniger als je zuvor ;), an den Aufgaben gewachsen und doch in vielem noch suboptimal… Reue? Nein, niemals. Klar, man wünscht sich mal eine Auszeit. Man will mal eine Woche ohne Kinder nur mit Mann an die Südsee (ein Lottogewinn könnte nicht schöner sein), im Wissen, dass man sie schon auf dem Weg zum Flughafen schmerzlich vermissen wird. Ein verlängertes Wellnesswochenende würde es natürlich fürs erste auch tun. Aber zurück kann ich nicht und will es auch nicht. Ich könnte mir ein Leben ohne Kinder nicht mehr vorstellen. Ein Leben mit etwa älteren Kindern, die nicht mehr quengeln – ja, vielleicht. Aber die Kinder werden schneller gross als man Pubertät buchstabieren kann und so geniesse ich doch lieber noch ein wenig den Moment und genau das ist auch die Kunst: Innehalten. Beobachten. Sein. Klingt nach Meditation. Und genau so wirkt es auch. Macht das. Täglich. Immer wieder. Die Küche kann warten. Setzt Euch einfach nur hin und beobachtet, wie die Kinder im Flow spielen. Gibt fast nichts Schöneres. Und wenn sie sich 5min später wieder die Köpfe einschlagen, könnt ihr immer noch die Pfannen abwaschen und ein bisschen „ommen“.
Die Prioritäten, die interessen verschieben sich. War früher noch die neue Designerhandtasche Luxus oder der Städtetrip nach London, so ist es heute schlicht die Zeit. Die Zeit, die wir miteinander verbringen, als Familie, mit den Kindern aber auch die Zeit, die wir mal für uns alleine haben um die Seele baumeln zu lassen, eigene Projekte zu verfolgen oder kinderlos fein essen zu gehen… Glückliche Eltern, zufriedene Kinder – so soll es sein. Aber es fällt keinem in den Schoss, man muss schon etwas tun dafür. Kinder zu haben, das ist mit Sicherheit die grösste und verantwortungsvollste Herausforderung, die einem das Leben bieten kann. Die härteste, aber auch die schönste, das schliesst sich nicht aus 😉

Der Bericht über das Geburtstagskind folgt… 😉

Totenkopf Tätowierung am Oberarm

Von Zufriedenheit und Ewigkeit

Mal wieder ein positiver Beitrag zur Abwechslung, langsam bessere ich mich 😉 Es ist viel los dieser Tage, ich bin oft unterwegs und als ich heute morgen mal wieder auf dem Weg zu einer lieben Kollegin war, hing ich ein bisschen meinen Gedanken nach, was ich meistens tue wenn ich Auto fahre und mich vom Radio berieseln lasse. Weiterlesen

Es tut sich was

Ui, neues Jahr und ich habe noch keinen Blog-Eintrag geschrieben. Wie nachlässig von mir! 😉 Fakt ist, nach den traumhaften, zwei Wochen Urlaub kamen wir wieder voll in den Alltag als Mama-Sohn-Paar. Es war jeden Tag was los. Montag Baby-Treff im neuen Haus der Kollegin (so toll! *seufz*), Mittwoch Play-Date, Freitag arbeiten (für das Haus, was denn sonst!) … Weiterlesen

Der erlauchte Kreis

Heute Nachmittag war Babytreff. Sechs Frauen, sechs Babys. Ist immer lustig, immer spannend. Zu sehen wie sich die Babys, die alle etwa gleich alt sind entwickeln, zu hören, was die anderen Mütter, die auch alle etwa gleich alt sind, so erleben, was sie für Sorgen haben, was für einen Rhythmus, wie die Kinder schlafen, ob sie schon Brei essen etc. Man spricht aber auch über Hausbau, beklagt sich über hilflose Ehemänner und tauscht Kuchenrezepte aus. Wow! Nun gehöre ich also auch in den erlauchten Kreis der hoffentlich noch nicht verzweifelten Hausfrauen. Fühlt sich irgendwie gut an. Nur das Haus fehlt noch 😉 Trotzdem: Gefühlt vor nicht allzu langer Zeit habe ich noch meinem Bruder ins Auto – sorry – gereihert, weil ich im Hubraum (angesagtes, mittlerweile geschlossenes Partylokal hierzulande) einen Long Island Ice Tea zu viel getrunken hatte. Nein, ich war nicht 16, ich war 28 und ja, das kann man noch machen mit 28 wenn man unverheiratet und ohne Kinder ist. Zu lauter Rockmusik herumtoben, Leute anrempeln, Fremden zuprosten und erst um 5 Uhr in der Früh nach hause fahren. Das mache ich dann vielleicht wieder wenn ich 48 bin und mein Mann und ich uns mal die Kante geben wollen nachdem wir richtig gut gegessen, viel Wein getrunken und uns über die Schulnoten, Marotten und Launen unserer drei halbwüchsigen Kids den Mund fusslig geredet haben. Ja, das wär‘ lustig, das wär‘ schön. Ich freu‘ mich schon drauf!