Von Planänderungen…

Eine ganze Stunde kämpfte sie heute Nachmittag gegen den Schlaf und ich fühlte mich zurückversetzt in die Zeit mit dem Grossen damals. Aber gell, Schweizer Ührli sind sie halt nicht, unsere Kinder. Es fing schon gestern Abend damit an, dass sie noch quietschfidel war, als ich kurz vor 20 Uhr vom Training nach Hause kam. Weiterlesen

Leben am Limit

Da es mir wieder mal komplett abgeht, das persönliche Bloggen, schiebe ich die Arbeit mal weg und lege einfach los…

Das Mäuschen ist mal mehr mal weniger verkühlt und wenn sie grad fit wäre, kommt ein roter Po dazu oder es sitzt ein Pups quer, so wie gestern… Weiterlesen

Die Rückkehr der Melancholie

Eins vorweg. Mir kommt es grad so vor als würde jeder persönliche Beitrag hier sich um irgendwas „Unschönes“ drehen. Das ist nicht wirklich beabsichtigt und ich gelobe Besserung 😀 Aber, ach, das muss halt raus… dafür ist ein Blog ja auch da, ne? 😉 Weiterlesen

Late-Night-Mom

Ich hatte vor kurzem mal die Idee, ganz spontane, völlig ungestellte Fotos von der Zeit des Tages zu machen, die ich am meisten mag: die Zeit, in der alle friedlich in ihren Bettern schlummern und es total ruhig im Haus ist. Die Zeit, in der ich ein wenig mein eigenes zu Bett gehen prokastiniere, natürlich immer im Wissen, dass ich mir dann morgens umso schwerer tue mit Aufstehen. Aber, ach, ich möchte den Feierabend halt ganz oft noch ein bisschen länger geniessen, auskosten. Weiterlesen

Ich wär‘ so gern ’ne eierlegende Wollmilchfrau…

Täglich glaube ich, ihr irgendwo zu begegnen. In einer Zeitschrift, auf der Strasse, auf Instagram. Die eierlegende Wollmilchfrau scheint überall präsent zu sein. Nur nicht dort, wo sie am meisten gebraucht werden würde, nämlich hier. Ich gebe zwar Milch, immerhin. Für mein Baby reicht’s. Aber mit dem Rest hapert es deutlich. Ich stehe morgens auf, fange dies und jenes an und bringe doch nichts zu Ende. An manches fang’ ich gar nicht mal an zu denken – für die nächsten 4 Jahre nicht.

Ein flüchtiger Blick in den Spiegel verrät, dass mein Körper noch immer eine Baustelle ist. Eine Dauer-Baustelle, an der ständig was leckt. Haut und Figur sind ein Drama, wahlweise Nägel oder Haare sind immer zu lang. Und, nein, ich meine nicht die auf dem Kopf, die ich vorausschauend abgeschnitten habe. Hier stört mich nur der Ansatz. Die Augenbrauen sollten dringendst nachgestochen werden (Permanent, you know).
Gelegenheit, irgendwas zu richten, bleibt nicht. Das Baby auf dem Arm, die Baustelle bleibt.

Die eierlegende Wollmilchfrau war schon auf Insta. Umwerfend sieht sie aus. #iwokeuplikethis #nofilter schreibt sie nonchalant ihren 12k Followern. Ihren Astralkörper versorgt sie dann mit einer hypergesunden #buddhabowl mit #chia, selbstgemachter Mandelmilch und #acai, weil: Antioxidantien #galore.
Das Foto, das sie von sich und der Bowl gemacht hat, entspricht dem aktuellen Trend leicht überbelichteter, heller Bilder. Andere hätten eine Stunde damit zugebracht, Setting und Kamera optimal für dieses Foto einzurichten.

Ich giesse mir ein nicht veganes, überzuckertes Müesli an und schalte die Kaffeemaschine an #butfirstcoffee

Im Laden schiebt sie vor mir den Einkaufswagen. Bio-Gemüse und Buchweizen, Size-Zero-Jeans und Cardigan. Kein einziges Haar steht ab. Sie hat bereits die 10km-Joggingrunde und die Bügelwäsche hinter sich und ihre Kinder freuen sich auf die Süsskartoffel-Pommes, die sie zum Mittagessen versprach.
Ich schlurfe mit meinen Gummilatschen am Schokoladenregal vorbei, das Baby in der Trage verdeckt immerhin die Milchflecken auf meinem ausgewaschenen XXL-Shirt.
Zuhause angekommen merke ich, dass ich das Brot vergessen hab‘ und nach einer kurzen Stillpause um 11.25 Uhr muss ich aus dem Kühlschrank improvisieren. Den Grossen vertröste ich mit Hausaufgabenhilfe auf den Papa, der Maus kann ich nur mit halbem Ohr zuhören, weil das Mäuschen weint. Ich verschicke rasch die Rechnung an einen Kunden und stelle fest, dass ich die falsche Jahreszahl drauf stehen habe.

In ihrem Haushalt kommt ein strahlender Ehemann nach Hause. Der Sohn sitzt bereits an selbständig erarbeiteten Zusatzaufgaben, die Tochter deckt den Tisch. Sie erzählt von einer erfolgreichen Telefonkonferenz mit ihrem Kunden in NY.

Der nächsten begegne ich auf Facebook. Sie jongliert ganz alleine Kinder, Job, Studium, Bullerbü und Nachhaltigkeit. Nach 5 Minuten stehen da bei jedem Foto gefühlt 50 wohlwollende Kommentare, mindestens 20 davon finden irgendwas am Kind total süss. Eine Frau ohne Fehler.
Auch wenn man sich natürlich in den sozialen Medien beliebig darstellen kann, so glaube ich doch, dass man sich nicht verstecken kann. Die eierlegende Wollmilchfrau kann gar keine Fehler haben, ich würde es ihr genauso anmerken wie sie es mir, wenn ich nicht sowieso schon so ehrlich wäre, wie ich es nun mal bin.

Meine Kinder streiten sich derweil um 5cm auf der 2m langen Couch als ginge es um das letzte Gummibärchen auf Erden. Diese Auseinandersetzung wird spätestens dann punktgenau ihren Höhepunkt finden wenn der Mann abends zur Tür hereinkommt. Zeitgleich wird das Baby quengeln, das Abendessen sich nicht von selbst auf den Tisch bringen, das Kartenhaus zusammenfallen.

#latergram #endlichzeitfürmich Sie hält ihren Yogi-Tee und sitzt da so im Schneidersitz mit ihrer destroyed Jeans, Woll-Cardigan, frisch lackierten Nägeln und einem anspruchsvollen Buch.

2 Stunden später habe ich Zeit für die Wäsche, die Kinder wälzen sich in den Schlaf. Beim Blick durch das Wohnzimmer muss ich beide Augen zudrücken um das Chaos auszublenden. Ich mache kein Foto #fürmehrrealitätaufinstagram und verschiebe einen Blogbeitrag. Schon wieder.

Ihre Insta-Story berichtet von ihrem 10. Hochzeitstag, zeigt Blumen, Candle-Light-Dinner und ein Paar-Selfie.
Der Mann und ich verabschieden sich müde zu je einer Tochter in die Schlafzimmer.

Würde die eierlegende Wollmilchfrau hier leben, wäre alles sauberer, heller, gesünder, hübscher, erfolgreicher, perfekter, glücklicher. Ich weiss nicht, wie sie es macht. Ich habe keine Ahnung. Auch wenn ich nur einen Bruchteil von ihr hätte, es wäre für mich ein tagesfüllendes Programm. Vielleicht kommt sie von einem anderen Stern?
Ich bereue es, nicht so zu sein. Ich hätte gerne glücklichere Kinder, einen zufriedeneren Mann und einen vorzeigbaren Haushalt. Ich hätte gerne meine Terminplanung im Griff und (überhaupt!) einen perfekt-gesunden Einkaufs- und Menuplan für die Woche. Ich hätte gerne Kleidergrösse 36 und ein Dauer-Abo fürs Crossfit.

Die eierlegende Wollmilchfrau ist für mich so unerreichbar, dass ich sie vielleicht einfach ausblenden sollte. Denn vermutlich kann ich mich noch so anstrengen, ich werde nie so sein. Ich bin trotzdem glücklich. Ich staple meine Ansprüche tief.
Ich weiss nur nicht, wie das für den Rest meiner Familie ist. Für mein Baby reicht’s. Es bekommt ja die Milch und so. Aber was ist mit den anderen? Sollte ich mich für sie nicht mehr bemühen? Sollte ich nicht wenigstens versuchen, ein bisschen mehr eierlegende Wollmilchfrau zu werden, egal wie anstrengend es wäre? Ich weiss, irgendwann wird vieles besser, zufriedenstellender. Aber nie perfekt. Und ich fürchte, die eierlegende Wollmilchfrau, das wäre dann auch einfach nicht mehr ich

5 Monate Mäuschen

Schwuppdiwupps, schon 5 Monate alt bin ich! Hat sich seit dem Letzten Update irgendwas getan? Nöööö… alles ruhig bei mir. Bis auf die Nächte. Da wache ich gegen Morgen oft ein paar Mal auf und neste herum. Aber Mama kennt das ja und kommt notfalls auch mit weniger Schlaf aus (Mama findet zwar, dass dem nicht so ist… *g*).

Ich stille noch frisch und fröhlich und das passt mir wunderbar. Für Beikost ist es noch zu früh. Es interessiert mich weder sonderlich, noch brauche ich es schon. Mal sehen, wann es so weit sein wird. Mama ist ganz froh, dass sie mich einfach nur stillen muss, das ist von allem der geringste Aufwand und Mama halt ’ne faule Socke.

Mit dem „windelfrei“ klappt’s grad auch nicht mehr so. Ich hab‘ nicht immer Lust darauf und wenn, dann versteht mich Mama des öfteren falsch. Zudem klappt das Pieseln so gut wenn ich halb aufrecht bin, also im Newborn-Aufsatz vom Tripp Trapp, in der Wippe oder im Autositz. Da legt Mama drum immer eine Windel drunter.
Nachts klappt’s am besten, da weiss Mama, dass ich die erste Phase gut durchkomme und nach dem Stillen wieder einschlafe, und in der zweiten Phase drückt die Blase, da hebt sie mich dann rasch auf’s Töpfchen zum Pullern, dann nochmal stillen und weiterschlafen. So darf ich nachts ohne Windel schlafen.

In Sachen Bewegung hat sich bei mir nicht viel getan – ich stagniere sozusagen. Dafür habe ich so vor 2-3 Wochen damit begonnen, ein wenig gezielter zu greifen. Gemerkt hat Mama das, als ich ihr beim Hamburger-Essen im Ravensburger Spieleland fast den Burger aus der Hand riss. Meine grossen Geschwister fanden das urkomisch 😀

Ansonsten bin ich fit und munter. Einen Rhythmus nach der Uhr habe ich nicht. Tagsüber schlafe ich selten mehr als 30 Minuten und wenn, dann genau dann, wenn Mama eigentlich los wollte/muss, hehe… für Mama ist das etwas doof, ich weiss, v.a. weil ich kaum gestillt und abgelegt, schon wieder motze weil ich müde bin oder mir langweilig ist… so ist Mama gefühlt ständig mit mir beschäftigt, aber das kennt sie von den Grossen ja nicht anders und weiss, dass es irgendwann auch wieder anders ist 😉

Eigentlich bin ich ja ein Sonnenschein und überrasche sie meist in Situationen, in denen sie denkt, dass es gar nicht klappen wird, damit, dass ich das zufriedenste Baby bin – so wie z.B. bei ihrem ersten Friseurtermin, auf dem Geburtstag meines Göttis usw.

So, folgt ihr mir weiter? Mitten im Sommer werde ich 6 Monate alt und vielleicht wollt Ihr ja wissen, was sich bis dahin alles tut…? 🙂

Rhythmusstörungen

Gerade habe ich mit Müh‘ und Not den Kleinen zu seinem Vormittagsschlaf verholfen. Jedoch ca. eine Stunde später als üblich. Die Zeiten, in denen ich ihn Punkt 10 Uhr rauslegen konnte, er die Augen zumachte und einschlief, sind leider vorbei. Auch wenn der Kleine bereits um 10 Uhr Müdigkeitszeichen von sich gab, so artete das Hinlegen dennoch in Schreien wie am Spiess aus. Jetzt also gings. Weiterlesen

Neues Zeitalter?

Diese Woche war mal wieder geprägt von Auf’s und Ab’s. Tage an denen der Kleine sehr zufrieden war wechselten sich mit Tagen, an denen er nur bei Mama sein wollte mit Tagen an denen er nachts keine Ruhe fand mit Tagen, an denen es besser wurde und auch die Mama mal ’ne Mütze Schlaf bekam. Jetzt ist’s Freitag und ich fühle mich müde, ausgelaugt und schlaff, denn der kleine Kerl steht zurzeit gern um 7 Uhr auf. Weiterlesen

Was so lief…

Am Feiertag, den wir alleine verbringen mussten, packte ich endlich meinen Sohn und wir fuhren nach St. Gallen, Destination IKEA. Ein Plan, der schon lange in meinem Kopf herumgeisterte, aber immer wieder an anderen Terminen scheiterte. Im IKEA erwartete uns ein richtiges Baby-Paradies. Weiterlesen