Weihnachten kann kommen…

Nachdem nun der Geburtstag der Maus mit einigen Stolpersteinen am Vormittag gut über die Bühne ging, können wir uns nun voll auf den Heiligen Abend konzentrieren. Heute Morgen habe ich noch das Geschenk für das Göttikind meines Mannes besorgt. Noch ein Tag Kiga/Schule/Arbeit und die Ferien stehen an. Weiterlesen

Ein Brief an Wochenbettbesucher…

Das Foto vom Dezember 2011 zeigt sehr gut, dass man in den ersten Tagen und Wochen einfach nur erschöpft ist und die Dinge um sich herum passieren lässt… Kleidung, Frisur – egal, das hat einfach gar keine Priorität… ich habe von beiden Wochenbetten viele Fotos, auf denen ich schlafe, stille, Milch abpumpe und man natürlich mehr sieht, als man zeigen möchte, deshalb habe ich dieses hier ausgesucht… 😉

In Anlehnung an einen Brief, wie er ähnlich im Buch „Das Wochenbett“, das ich kürzlich rezensieren durfte, stand…

Lieber idealer Wochenbettbesucher…

Ich schätze es sehr, dass Du

  • Uns ein klein wenig Zeit lässt, bis wir uns zu 5. halbwegs eingelebt haben
  • vorher fragst, ob Du schon kommen darfst und wenn ja, wann
  • dann auch fragst, ob Du uns etwas Leckeres mitbringen darfst. Vielleicht kommst Du ja gegen Abend und fährst gerade beim Thailänder vorbei oder Du hast noch eine selbstgemachte Lasagne/Gemüsesuppe/… im Tiefkühler? 😉
  • verstehst, dass die Mama vielleicht noch im Pyjama steckt oder gerade im oberen Stock mit Stillen beschäftigt ist oder ein Nickerchen macht und Dich nicht gleich begrüssen kann. Du kannst derweil mit den Kindern plaudern oder mit dem Papa einen Kaffee trinken falls er da ist.
  • auch verstehst, dass die Mama vielleicht, wie die meisten, am hormonell bedingten Babyblues leidet und nicht die fröhlichste Miene auflegt für Dich (später dann wieder – versprochen! 😉
  • Dich nicht daran störst, dass es etwas chaotisch zu und her geht, dass noch Babygeschenke rumstehen, Windeln zum Trocknen aufgehängt sind und dazwischen die Schulsachen des Grossen und das Spielzeug der Maus herumliegt…
  • Nicht erwartest, dass wir wie üblich das volle Programm fahren und Kuchen bereit haben oder Dich gleich zum Abendessen einladen. Wenn wir Kaffee im Haus haben, ist das womöglich schon viel 😉
  • Nur kurz einen Blick auf das Baby erhascht und Dich dann eher den grossen Geschwistern zuwendest, weil sie sonst vielleicht traurig darüber sind, dass immer nur das Baby im Mittelpunkt steht.
  • Uns nicht ungefragt grössere Geschenke bringst, da wir schon voll ausgestattet sind mit zwei Kindern. Aber bestimmt hast Du vorher gefragt, was uns noch fehlt. Vielleicht ist es aktuell nur etwas aus der Apotheke, das Du unterwegs noch rasch besorgen kannst…? Wir Mütter im Wochenbett brauchen in der ersten Zeit oft mal was (von Wochenbettbinden über Schüssler Salze bis zu Stilltee oder einer Heilsalbe…). Glaub‘ mir, uns den Weg dorthin zu ersparen, ist sehr viel mehr wert, als etwas, das wir im dümmsten Falle dann doppelt besitzen… und ansonsten freut sich unser Konto über einen Zustupf für all die Ausgaben, die da noch kommen mögen…
  • Merkst, wann es an der Zeit ist, wieder zu gehen, sei es weil die Mama ausdauernd gähnt und vielleicht eine Pause braucht oder weil sie antönt, dass die Hebamme noch vorbeikommen wird oder sie jetzt noch Milch abpumpen sollte…
  • Verstehst, dass wir in den ersten Wochen nicht mit Sack und Pack zu DIR kommen – das wäre zu viel Stress. Später freuen wir uns jederzeit über Deine Einladung J

Ich hoffe, ich habe nichts vergessen… 😉 Also dankeschön, dass Du verstehst, dass das Wochenbett eine sensible und chaotische Zeit ist, in der Gäste nicht rund um die Uhr willkommen sind, weil wir einfach froh sind, dass wir es schaffen, unsere Grundbedürfnisse zu erfüllen (Schlaf, z.B.) und für unsere grossen Kinder zu sorgen. Auch heisst es nicht umsonst WochenBETT. Im Grunde sollten Mutter und Kind nämlich die 6 Wochen kuschelnd, stillend, erholend und sich aneinander gewöhnend im Bett verbringen und sich verwöhnen lassen 🙂
Du kannst aber sicher sein, dass wir in 2-3 Monaten einigermassen eingespielt sind und sich höchstens die Mama mal zum Stillen zurückzieht, der „Laden“ ansonsten aber normal läuft und wir uns, wie vorher schon, sehr über Deinen Besuch freuen 😉

Gastbeitrag von Nora Imlau zum Thema Geburt

Langsam rückt das Thema Geburt bei mir in den Fokus, denn viel länger als eine Woche wird sie nicht mehr auf sich warten lassen. Ich mache mir viele Gedanken, vieles könnte bei dieser Geburt anders werden, vielleicht aber auch nicht. Je weniger vorhersehbar etwas ist, desto mehr Gedanken macht man sich darüber, nicht wahr? Auf jeden Fall waren wir heute mit den Kindern auch endlich im nahegelegensten Spital und haben uns die Geburtenabteilung bzw. die Gebärsäle angesehen. Besonders für meinen Mann war es wichtig zu wissen, wo, wie, was an Tag X. Und auch ich wollte die Säle zumindest mal gesehen haben. Und ich war positiv überrascht denn meine Kinder kamen in einem kleineren Spital zur Welt, deren Geburtsabteilung mittlerweile geschlossen wurde. Beide Säle sahen gemütlich aus und es gab in beiden eine Wanne. Zudem war die Freude gross, dass zufällig eine liebe Hebamme da war, die ich schon lange kenne (aus meinem Trageberatungs-Grundkurs vor Jahren).

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Nora mit ihrem Sohn Jakob zwei Wochen nach der Geburt. Bild Christoph Luttenberger

Nun aber zu Nora Imlau. Auch sie kenne ich schon lange, da sie sich als Journalistin und Fachautorin zu bindungsorientierten Themen wie Stillen, Tragen etc. einen Namen gemacht hat. Sie ist Mutter von drei Kindern, schreibt für die Zeitschrift „Eltern“ und veröffentlichte u.a. das Buch „Das Geheimnis zufriedener Babys„und „Das Geburtsbuch„, das ich während unserer Sommerferien verschlungen habe 🙂 Es folgt nun ein Auszug aus letzterem:

Gastbeitrag von Nora Imlau:
Birth Matters – Warum unsere Geburten so wichtig sind

»Es ist nicht egal, wie wir geboren werden« – vor dreißig Jahren war dieser Satz des französischen Frauenarztes Michel Odent eine echte Provokation. Denn in der gesamten industrialisierten Welt hatte sich zu diesem Zeitpunkt eine Geburtshilfe durchgesetzt, die nur ein Ziel kannte: Hauptsache, Mutter und Kind überleben. Unter welchen Umständen, schien nebensächlich. Eine Geburt sollte schließlich nicht schön sein, sondern vor allem sicher. Oder?

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„Das Geburtsbuch“ ist erschienen im Beltz-Verlag

Seither hat sich viel getan: Die »Geburt ohne Gewalt«, die der Gynäkologe Frédérik Leboyer in den 1970er Jahren in einem viel gelesenen, emotionalen Plädoyer forderte, hielt in mehr und mehr Kreißsälen Einzug. Partner durften nun zur Geburt mitkommen. Schwangere Frauen bekamen zusehends individuelle Hebammenunterstützung statt Rasur, Einlauf, Lachgas und Dammschnitt. Neugeborene wurden unmittelbar nach der Geburt nicht mehr auf den Po geklapst, damit sie besser atmeten, sondern kamen stattdessen gleich zu Mama auf die Brust.

Doch eins hat sich nicht verändert: Wie die Mutter die Geburt erlebt, ob sie sich dabei unterstützt oder allein gelassen, gestärkt oder geschwächt fühlt, wird heute noch oft als Nebensache betrachtet. »Hauptsache gesund«, bekommen Frauen nach schwierigen Geburten zu hören, als sei das das einzige, was zählt: Mutter und Kind gesund, alles gut. Dabei wissen wir heute: Die Geburten der eigenen Kinder gehören zu den prägendsten Erfahrungen im Leben einer Frau. Der Schmerz und die Kraft, die Angst und die Zuversicht, die Unterstützung und die Einsamkeit die wir in diesen Stunden und Minuten spüren, graben sich tief in unsere Seele ein. Nie sind wir verletzlicher als in diesem Moment. Es ist deshalb Zeit, das berühmte Odent-Zitat zu ergänzen:

Es nicht nicht nur nicht egal, wie wir geboren werden – es ist auch nicht egal, wie wir gebären!

Wollen wir als Gesellschaft starke, selbstbewusste Mütter, müssen wir also gute  Bedingungen für gute, stärkende Geburten schaffen, aus der Frauen körperlich und seelisch möglichst unverletzt hervorgehen. Doch was heißt das konkret?

Eine gute Geburt

Was wünschen sich Frauen für eine Geburt? Verschiedene internationale Studien zeigen: Der Großteil aller Schwangeren wünscht sich eine normale, natürliche Geburt – auch wenn in der medialen Berichterstattung über den Trend zum Wunschkaiserschnitt häufig ein anderes Bild gezeichnet wird. So gaben etwa 96,3 Prozent aller schwangeren Frauen in einer Untersuchung der Universität Osnabrück an, auf eine natürliche Geburt zu hoffen, nur 3,3 Prozent wünschten sich einen Kaiserschnitt. Das heißt: Heutige Schwangere sind sich keineswegs zu fein zum Pressen, wie ihnen immer wieder unterstellt wird, im Gegenteil: Der Wunsch nach einer natürlichen Geburt ist groß – und die Enttäuschung, wenn die Geburt anders lief als erhofft, dementsprechend verbreitet.

Wie soll aber die natürliche Geburt ablaufen, damit sie als gute Geburt erlebt wird? Auch da haben Schwangere klare Vorstellungen: Sie wünschen sich, dass die Geburt nicht allzu schmerzhaft ist und nicht allzu lange dauert. Außerdem wollen sie sich die gesamte Zeit über sicher und gut begleitet fühlen und sich keine Sorgen um ihre eigene Gesundheit oder die ihres Kindes machen müssen. Fast alle Frauen wünschen sich außerdem, unter der Geburt nicht nur von professionellen Geburtshelfern, sondern auch von mindestens einem vertrauten Menschen begleitet zu werden. Ganz oben auf der Wunschliste dafür steht bei den meisten der eigene Partner, manche wünschen sich aber auch ihre Mutter, ihre Schwester, eine enge Freundin oder eine Doula als Geburtsbegleiterin. Nur sehr wenige Frauen wünschen sich explizit, bei der Geburt ganz alleine zu sein.

Damit der Wunsch kein Wunschtraum bleibt: Eine gute Geburt planen

Schwangere bekommen immer wieder den Tipp, ganz unvoreingenommen in die Geburt ihres Kindes hinein zu gehen und bloß keine Pläne zu machen: Nachher käme ohnehin alles anders! In diesem Rat steckt durchaus ein Funken Wahrheit: Jede Geburt ist eine Wundertüte, niemand weiß im Vorhinein genau, was passieren wird – sich da eine gewisse Beweglichkeit im Kopf und im Herzen zu bewahren, ist sicherlich keine schlechte Idee.

Doch deshalb auf jegliche Planung zu verzichten und einfach darauf zu vertrauen, dass die Geburt schon gut gehen wird, ist zumindest riskant: Schließlich gibt es leider eine Menge Frauen, die verletzt und unglücklich aus der Geburt ihres ersten Kindes herausgehen und sich wünschen, sie hätten sich vorher besser informiert und sich anders vorbereitet. Ihre Erfahrungen sollten Schwangeren keine Angst machen (denn Angst ist niemals ein guter Ratgeber), sie können uns aber durchaus sensibilisieren: Dafür, wie wichtig es ist, uns im Vorhinein in Ruhe zu überlegen, was genau uns für die Geburt wichtig ist. Und wie wir jetzt schon dafür sorgen können, es auch zu bekommen. Denn eine Geburt ist nichts, was uns einfach passiert. Eine Geburt ist eine Erfahrung, auf die wir uns vorbereiten und deren Rahmenbedingungen wir gestalten und planen können. Um uns dann fallen lassen zu können und darauf zu vertrauen, dass alles gut gehen wird.

Das Geheimnis guter Geburtsbedingungen

Spannenderweise hat die Natur nicht nur dafür gesorgt, dass wir Frauen körperlich gut durch die Geburt kommen – sondern auch dafür, dass wir die Erfahrung seelisch gut überstehen. Dafür stellt unser Körper nämlich mit Einsetzen der Geburtswehen einen ganz speziellen Cocktail aus verschiedenen Hormonen zusammen, der unsere Blutbahnen überschwemmt und beeinflusst, wie wir die Geburt erleben. Und diese Hormone haben es wirklich in sich! Sie regen die Wehen an, lindern gleichzeitig die Geburtsschmerzen, bringen uns in Trance, geben uns Energie und Durchhaltevermögen und öffnen gleichzeitig unser Herz ganz weit für den kleinen Menschen, der da kommen wird – und all das, ohne dass wir etwas Besonderes dafür tun müssten.

Klingt zu gut um wahr zu sein, und auch gar nicht nach dem, was viele Frauen von ihren Geburten erzählen. Oder? Nun ja: Diese Botenstoffe gibt es garantiert, und ihre Wirksamkeit als Wehenbeschleuniger, Schmerzlinderer, Beruhigungsmittel, High-Macher und Liebeshormon sind wissenschaftlich zweifelsfrei belegt. Die Sache hat nur einen Haken: Die natürlichen Geburtshormone können den Geburtsverlauf und das Geburtsempfinden der Frau zwar nachweislich positiv beeinflussen, das klappt aber nur unter bestimmten Rahmenbedingungen: viel Ruhe, nur dämmeriges Licht, wenig direkte Ansprache, wenig Berührungen, keine Panik. Nicht umsonst nennt der Frauenarzt Michel Odent das Hormon Oxytocin, eines der wichtigsten Hormone in diesem speziellen Geburts-Mix, ein »scheues Hormon«: Seine Ausschüttung wird durch Stress, Angst und Anspannung wirkungsvoll verhindert.

Bei den anderen Geburtshormonen sieht das nicht anders aus. In der Geschichte unserer Art war es schließlich sinnvoll, die Geburt eines Babys unter schlechten Geburtsbedingungen – etwa auf der Flucht oder in anderen hektischen Situationen – möglichst lange aufzuhalten. Gute Geburtsbedingungen hingegen waren stets geschützte Geburtsbedingungen: Wenn eine Frau im Kreis anderer Frauen im Schein des Feuers ohne Störungen von außen in Ruhe ihr Kind kriegen konnte. Kein Wunder, dass sich die wunderbaren Geburtshelfer der Natur in unseren modernen Geburtskliniken heute kaum noch blicken lassen: Dass auch helles Licht, häufige Personalwechsel und viel hektische Betriebsamkeit ein sicheres Geburtsumfeld bedeuten können, ist in unseren Körpern einfach noch nicht angekommen.

Fortschrittliche Geburtsorte setzen deshalb heute ganz bewusst auf Geburtsbedingungen, die es unseren körpereigenen Geburtshelfern leicht machen, Frauen bei der Geburt zu unterstützen: Wo wir uns sicher und geborgen fühlen, uns frei bewegen und zurückziehen können, wo das Licht gedimmt ist und Gespräche allenfalls in gedämpftem Tonfall geführt werden, und wo wir in Begleitung vertrauter Menschen sind – da lassen sie sich hervorlocken und sorgen nachweislich dafür, dass wir weniger Schmerzmittel brauchen, seltener einen Kaiserschnitt bekommen und die Geburt nacher in besserer Erinnerung haben.

Gut durch die Geburt: Wie Mütter sich selbst helfen können

Gebären heißt: Sich öffnen. Und das klappt umso besser, wenn es Frauen gelingt, trotz aller Anstrengung und aller Schmerzen nicht gegen die Wehen anzukämpfen, sondern loszulassen, mitzuarbeiten und sich ganz bewusst „aufzumachen“. Diese fünf Tricks können dabei helfen:

  1. Das Geheimnis der richtigen Atmung

Atmen üben die meisten Frauen im Geburtsvorbereitungskurs. Und kapitulieren dann trotzdem schnell angesichts der Wehenwucht. Diesen Schmerzen einfache Atemübungen entgegen zu stellen, erscheint vielen in diesem Moment als geradezu lächerlich: Ein bisschen Sauerstoff ersetzt doch kein richtiges Schmerzmittel! Oder? Sagen wir es so: Dass gutes Atmen die Schmerzen ganz verschwinden lässt, ist tatsächlich selten. Aber die Erfahrung vieler Frauen zeigt, dass gutes Atmen vorher schier unaushaltbare Wehen tatsächlich erträglich machen kann. Wenn Frauen – wie viele Gebärende – die Atemübungen aus dem Geburtsvorbereitungskurs in diesem Moment total vergessen haben, sollten sie deshalb keine Scheu haben, ihre begleitende Hebamme um Atem-Unterstützung zu bitten: Kommt man gemeinsam in den richtigen Rhtyhmus, etwa aus langsamem tiefem Einatmen und prustendem Ausatmen, wird die Geburt tatsächlich leichter.

  1. Tönen macht offen

Es soll professionelle Sopranistinnen geben, die sich in den höchsten Tönen durch die Geburt singen. Für die meisten Frauen aber gilt: Die tiefen Töne sind es, die uns durch die Wehen helfen. Dabei ist es völlig egal, ob sie im Alltag gerne singen oder nicht: Das Tönen unter Geburtswehen hat ohnehin nichts mit klassischem Gesang zu tun, sondern ist eher eine hilfreiche Strategie für uns modern sozialisierte Frauen, in die Klangwelt jener Urlaute zu finden, die Frauen seit jeher überall auf dem Globus beim Gebären helfen. Und so geht’s: Durch die Nase einatmen, kurz die Luft anhalten, ich finde ja, dass Luft anhalten nicht günstig ist. und dann durch den Mund mit einem laaaangen, gesungenen Ton auf „Aaaaaah“  wieder ausatmen. Die weite Öffnung des Mundes führt dabei unterbewusst dazu, dass wir auch an einer anderen Stelle unseres Körpers „aufmachen“ – da, wo das Baby raus soll nämlich.

  1. Die Macht der Bilder

Zugegeben: Dass Bilder in unserem Kopf das Geburtsgeschehen beeinflussen sollen, klingt etwas esoterisch. Aber es funktioniert wirklich: Stellen sich Frauen während der Eröffnungsphase eine sich öffnende Blume vor – besonders gut geht das mit einer Sonnenblume oder einer Lotusblüte da weiß immer keine Frau, was das ist. – öffnet sich ihr Muttermund tatsächlich schneller. Wieso das genau funktioniert, weiß keiner – aber die Macht solcher Bilder hat schon vielen Gebärenden geholfen.

  1. In den Schmerz atmen

Wehen können an ganz unterschiedlichen Stellen wehtun: Im Bauch, im Rücken, im Becken, in den Beinen … Wo immer Frauen die Schmerzen auch spüren – manchmal hilft es, zu versuchen, genau an diesen Ort hin zu atmen. Klingt erstmal seltsam, weil Luft natürlich immer in die Lunge geht, hilft aber wirklich: Wenn wir unsere Atmung gedanklich auf eine bestimmte Stelle unseres Körpers richten, ist sie kurze Zeit später nämlich tatsächlich messbar besser durchblutet.

  1. Die Kraft der Zärtlichkeit nutzen

Was passiert in unsrem Körper bei einem leidenschaftlichen Kuss? Die meisten Frauen kennen das Gefühl: Es „kribbelt da unten“ – die Vagina wird offen, weich und feucht. Und das ist nicht nur gut, wenn man Sex haben will. Sondern auch für eine Geburt. Was für viele Frauen erstmal befremdlich klingt, ist für die meisten Hebammen ein offenes Geheimnis: Sexualität und Geburt liegen viel näher beieinander, als wir oft meinen – und zärtliche Küsse können tatsächlich dabei helfen, die Geburt voranzubringen.

In diesem Sinne wünsche ich Dir, liebe Tamara, eine ganz wunderbare dritte Geburt!

Deine Nora Imlau

Mehr über Nora Imlau: 
www.nora-imlau.de
www.facebook.com/Imlau.Nora

Vielen Dank, liebe Nora Imlau, für das zur Verfügung stellen dieses Gastbeitrags & natürlich für die guten Wünsche & weiterhin viel Erfolg bei allem, was Du anpackst! 🙂

Unser Hochzeitstag im GAMS, Geniesser- und Kuschelhotel

Vor über 5 Jahren, als ich die Maus noch im Bauch trug, fuhren wir zum ersten Mal nach Bezau (Vorarlberg, AT) ins „Gams“. Das Hotel wurde uns damals von Freunden empfohlen und wir planten zum ersten Mal seit der Geburt des Grossen eine richtige Eltern-Auszeit mit Auswärts-Übernachtung. Schon damals waren wir begeistert und uns ziemlich sicher, dass wir irgendwann wieder kommen würden.
img_2900Seitdem haben wir nie mehr so richtig Urlaub zu zweit gemacht. Ja, die Kinder haben schon öfters auswärts geschlafen, auch mehr als eine Nacht, aber wir waren meist nur essen u/o im Kino oder folgten irgendeiner Veranstaltungseinladung. Es war also allerhöchste Zeit, dass wir wieder mal allein weg fuhren. Zumal wir a) am Sonntag unseren 7. Hochzeitstag feierten und b) ab Januar sicher wieder für ein ganzes Weilchen keine Gelegenheit mehr für solche Auszeiten haben werden. Für mich also nur logisch, dass wir uns vor der Geburt noch einmal „Zeit zu zweit“ gönnen sollten.
Das Gams ist dafür einfach der ideale Ort! Ich kenne kein schöneres und innovativeres Hotel weit und breit, das sich den Themen Kulinarik, Wellness und Romantik so erfolgreich verschrieben hat. Mit 60 Kuschelzimmern-/suiten ist es angenehm familiär, bietet aber mit einem 2000m2 grossen Wellnessbereich, dem „Da Vinci Spa“, sowie der wirklich ausgesprochen guten Küche ein erstklassiges Verwöhnerlebnis, das ich wirklich jedem Paar nur weiter empfehlen kann. Die Gäste kommen zum Grossteil aus der Schweiz und Liechtenstein, der Rest aus Deutschland, Südtirol und Österreich.
Rund eine Stunde entfernt ist es von uns, die Fahrt führt durch den landschaftlichen und im Herbst oder Winter natürlich ganz besonders schönen Bregenzerwald. Und so lässt einen schon die Anreise stressfrei ankommen und man wähnt sich hier wirklich in einem versteckten Kleinod, weit weg vom Alltag. Kein hektisches Check-in, hier darf man zuerst gemütlich in der Lounge-Bar Platz nehmen und bei einem Begrüssungsgetränk die Anmeldung ausfüllen. Danach wir uns das Zimmer gezeigt. Zimmer jedoch ist untertrieben! Im „Blütenschloss“ haben wir ein wunderbares Reich allein für uns, mit Himmelbett, Sofalandschaft, Kaminfeuer, Minibar und Fernseher, Walk-in-Dusche, Whirlwanne, Frisiertisch und Balkon. Organza-Vorhänge trennen einzelne Bereiche im Zimmer, das in seiner Architektur einer sich öffnenden Blüte nachempfunden wurde. Es ist hell und freundlich. Die Zimmer im „Blütenkokon“ sind ein wenig anders gestaltet und symbolisieren einen Kokon, richten sich also nach innen. Vier „Top-of-Suiten“ komplettieren das Hotel.
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Bild: GAMS Geniesser- und Kuschelhotel

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Bild: GAMS Geniesser- und Kuschelhotel

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Ein Grossteil der Besucher hier sind (werdende) Eltern, der Altersdurchschnitt zwischen 30 und 35 Jahren, wie Ellen Nenning uns verrät. Seit vielen Jahren führt sie gemeinsam mit Partner Andreas Mennel das „Gams“. Man sieht aber durchaus auch ältere oder jüngere Paare hier, schliesslich kennt die Liebe keine Alters-Grenzen 😉 Es gebe auch immer mehr Stammgäste (das verwundert nicht) und auch viele Heiratsanträge hier im Hotel (also wenn Euch Euer Partner mal hierhin einlädt… 😉
Dass die Gäste das Hotel wesentlich mitgestalten, nicht nur in dem sie ihre ganz private Geschichte hier schreiben, sieht man z.B. an den dunklen Wänden im Blütenschloss. Hier darf man sich mit einem Metallic-Marker verewigen und so zieren bereits zahlreiche Herzen, Initialen, Sprüche und Liebesschwüre die Wände. Im Eingangsbereich vor dem Hotel kann man zudem ein an der Rezeption erworbenes Schloss mit seinen Initialen prägen und befestigen. Und nicht nur deshalb nennt Ellen Nenning das Gams eine „Plattform für Zeit zu zweit“. Die Hotelmanagerin ruht sich aber nicht auf den Lorbeeren aus, sondern ersinnt mit ihrem Team immer wieder neue, besondere Angebote, sei es im Wellnessbereich oder im Hotel selber, wie z.B. das Paket „1001 Nacht“ mit „kulinarischen Überraschungen & aphrodisische Höhenflügen unter Baldachinen, traditioneller Shisha und süssem Minztee in weichen Kissen sowie erfrischenden Aufgüssen und orientalischen Reinigungsritualen bis Mitternacht.“
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Nasch-Bar 🙂

Welches Paket man auch bucht, ich kann garantieren, dass man das Hotel erfrischt, erholt und beflügelt verlässt. Die Zeit, die wir im Spa-Bereich verbrachten, war rasch um. Dampfbad, verschiedene Saunas, Hot-Spot-Pool, Cool Pool, beheizter Aussenpool, Erlebnisduschen und verschiedene Ruhebereiche innen wie aussen, Tee-Ecke und zwischendurch leckeres Fingerfood, im Bademantel genossen – langweilig wird es hier nicht. Um für mich noch Treatments zu buchen (ich liebäugelte mit „Rundum schwanger“ – klar, oder? ;), war ich leider zu spät… umso schöner die Überraschung, dass man für uns die „Schokosahne“-Paaranwendung buchte. Wir waren sehr gespannt darauf.
In einem privaten Dampfbad durften wir eine Mischung aus geschmolzener, weisser Schokolade und Kokosöl (duftete wirklich herrlich) auftragen und einwirken lassen. Das war ziemlich lustig. Währenddessen wurde in unserem Zimmer alles für ein Bad vorbereitet – Kerzen, ein kleiner Schokokuchen, Pralinen und Badesalz. Zuerst duschten wir aber und bekamen eine heisse Schokolade serviert, die wir in Ruhe trinken durften. Das Bad in der Wanne nahm ich dann zwar alleine, aber es war herrlich entspannend, ich habe sicher einer halbe Stunde oder länger gesprudelt 😀

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Bild: GAMS Geniesser- und Kuschelhotel

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Aber natürlich wird der Gaumen auch verwöhnt! Im Restaurant „Goldstück“, das in drei Bereiche unterteilt ist, erwartet einen abends ein 7-Gänge-Gourmetmenü nach Wahl, d.h. bei der Vorspeise, den Suppen und dem Dessert kann man immer zwischen zwei bis drei Alternativen wählen. Da ist wirklich für jeden etwas dabei. Käse und Dessert gibt es auch mal vom grossen Buffet. Letzteres hat uns gestern fast umgehauen. Das Dessertbuffet war wirklich enorm, die Entscheidung fiel schwer, aber nach den anderen Gängen hatte leider nicht mehr viel Platz… Dazu muss man aber sagen, dass die Portionen wirklich angemessen sind, schön klein, und die Speisen im Grossen und Ganzen angenehm leicht. Natürlich gibt es auch jeden Abend eine Apéritif, Digestif- und Wein-Empfehlung, welche das Menü abrundet. Wer mag, schliesst den Abend in der gemütlichen Lounge-Bar ab oder leiht sich eine DVD für’s Zimmer. Popcorn darf man sich ebenfalls mitnehmen… für kuschelige Stunden zu zweit 🙂

 

Wir haben den kurzen Aufenthalt auf jeden Fall in vollen Zügen genossen. Es blieben wirklich keine Wünsche offen und besser kann man einen Hochzeitstag eigentlich nicht verbringen! 😉 Gerade wir Eltern, die sonst im hektischen Alltag mit den Kindern kaum einen kompletten Satz zu wechseln bringen und immer gefordert sind, tut solche Zweisamkeit wirklich gut. Einmal ungezwungen und in Ruhe über alles Mögliche reden oder einfach nur alles rundherum gemeinsam geniessen… natürlich haben wir auch die Kinder vermisst und über sie gesprochen, aber auch das hat sein Gutes, so schätzt man nämlich sein grosses, gemeinsames Glück wieder mehr 😉
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Wir bedanken uns ganz herzlich beim Hotel Gams für die tolle Zusammenarbeit und die wunderbare Gastfreundschaft, die uns sicherlich wieder nach Bezau führen wird. Danke auch an die MAROundPARTNER GmbH #mup für die tolle Möglichkeit!

Kennt Ihr das Geniesser- und Kuschelhotel schon? Evtl., weil Ihr selber schon dort wart, oder vom Hörensagen? Oder habt Ihr nun Lust bekommen, auch einmal hinzufahren? 🙂
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