Kleinkind sitzt lachend am Boden

1 Jahr Mäuschen – alles Liebe zum Geburtstag

Mein liebes Mäuschen,

ein ganzes Jahr bist Du nun schon auf der Welt – kaum zu glauben! Kein erstes Jahr verging je so schnell mit meinen Kindern. Es dauerte gefühlt nur einen Wimpernschlag! Es war ein intensives Jahr, ein richtiges Babyjahr eben, mit dem sich Finden und Annähern im Wochenbett bis alles gut lief, drei total spannenden Windelfrei-Monaten und dem Miterleben so vieler kleiner Entwicklungsschritte. Dem Wachsen als Familie, nicht nur quantitativ, den neu gewobenen Geschwisterbanden und vielem Stillen & Tragen – bis heute.

Deine Reise begann natürlich lange vor der Geburt. Ich habe diese Schwangerschaft nochmal richtig geniessen und sehr bewusst wahrnehmen dürfen. Dein Papa und ich durften eine bilderbuchmässige Geburt erleben. Deine Geschwister haben sich zum Schluss sehr auf Deine Ankunft gefreut, auch wenn sie sich nicht vorstellen konnten, wer oder was da auf sie zukommt. Du hast ein inniges Verhältnis zum Grossen, der Dir ganz schnell zu Deinem heutigen Spitznamen in der Familie verhalf, „Nüssli“ – keine Ahnung, wie er darauf kam. Du wirst auch sehr geliebt und umsorgt von Deiner grossen Schwester, Ihr beide werdet hoffentlich ganz viel Tolles miteinander erleben und immer füreinander da sein.

Zusehen, wie Du gross wirst…

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Du machst den Bund komplett und bringst so viel Freude in unsere Familie – mit Deiner guten Laune, Deinem Lachen und Deiner lieben Art. Du umarmst alle Kuscheltiere, was keins der Grossen tat, und wir finden das jedes Mal wahnsinnig süss. Du schaukelst zur Musik, Du winkst, Du strahlst. Du krabbelst schon ganz schnell und willst auch hoch hinaus. Da mussten wir gestern erst mal die Gurte am Tripp Trapp montieren 😀

Dir beim Grosswerden zuzusehen ist spannend und traurig zugleich. Traurig, weil mir erst seit Du auf der Welt bist, bewusst wird, wie vergänglich alles ist. Daran knabbere ich vermutlich jetzt immer. Und, dass alle Deine ersten Male vermutlich für mich die letzten Male sein werden.
Aber natürlich auch schön und spannend, weil wir zwei sehr unterschiedliche Kinder haben und Du nochmals ein anderes Menschlein bist und wirst. In den letzten Wochen hast Du Dich auch äusserlich richtig verändert. Dein Gesichtchen ist kleinkindhafter geworden, charakteristischer. Es mag mich täuschen, aber ich sehe eine gewisse Ähnlichkeit zu mir in diesem Alter. Deine Haare sind gewachsen, so dass sie am Hinterkopf schon etwas länger sind und Dir vorne etwas ins Gesicht reichen.

Mit 1 Jahr…

  • stillst Du noch immer regelmässig – tagsüber hastig schnell (da hast Du keine Zeit) und nach dem Schlafen oder nachts auch mal etwas gemütlicher – ich freue mich sehr, dass es auch wir nach einem etwas mühsamen Stillstart so lange geschafft haben. Aber was heisst schon „lange“, für mich ist es als wärst Du erst gestern auf die Welt gekommen.
  • kannst Du krabbeln, aufstehen und Dich an Möbeln entlang hangeln
  • hast Du noch keinen einzigen Zahn, was mich aber nicht wundert, da die Grossen auch spät waren diesbezüglich. Du isst am Tisch mit, die Menge ist aber noch klein. Nebst Fingerfood à la BLW wirst Du teils noch gefüttert – sei’s weil es zu viel Sauerei gäbe (z.B. Suppe oder Polenta) oder weil wir doch noch ab und an zu Obstmus etc. greifen weil Du das auch gerne hast. Spezielle Favoriten gibt es keine, also nichts, von dem Du immer sehr viel isst. Oft verschmähst Du sogar die Babykekse, die doch total lecker sind 😀 Und so stehen auf Deinem Speiseplan halt Banane, Kiwi, Käse, Fleisch & Wurst, Brot mit Butter oder Frischkäse, Fruchtmus, Reiswaffeln und was wir so kochen – von Pizza über Nudeln bis zu eben Polenta, auch Reis vom Thailänder 😉
    Kleinkind isst Reiswaffel am Tisch
  • zählt Schlafen nicht unbedingt zu Deinen Lieblingsbeschäftigungen. Da kommst Du wohl ganz nach Deinem Papa & Bruder 😀 1-2 Schläfchen tagsüber in der Dauer von 30-60 Minuten und nachts schläfst Du so an die 11 Stunden im Schnitt. Und falls hier jemand fragt: natürlich schläfst Du durch! Du wachst nur 2-4x auf weil der Nuggi weg ist oder um Milch zu tanken 😉 Kein Problem, Deine Tankstelle liegt ja direkt neben Dir und reagiert sofort 😀
  • bist Du ein Vollzeit-Windelkind (mehrheitlich Stoffies). Die Versuche, Dich abzuhalten oder auf den Topf zu setzen scheitern zurzeit mehr oder weniger. Vor 3 Wochen landete mal wieder ein Zufallstreffer im Töpfchen, das war’s dann aber auch. Dennoch möchte ich ein wenig „dran bleiben“, das Töpfchen in der Nähe behalten und es dann, sobald es wärmer wird, mal wieder „unten ohne“ versuchen wie damals bei der Maus.
  • fremdest Du (wieder) ein bisschen, weshalb ich Dich bisher nur in der Kita hatte. Bei Deinem Onkel gehst Du problemlos auf den Arm, ansonsten bei niemandem wirklich, ausser natürlich mir und Papa. Mal sehen, wie es sich noch entwickeln wird… Deine Mama braucht die beiden Kita-Vormittage und eigentlich sind diese rund 3 Stunden viel zu wenig so dass sie abends fast immer noch an den PC muss. In der Kita gefällt es Dir aber soweit gut, wie ich erfahre, ich denke Du geniesst die Abwechslung da es Dir zuhause schnell zu langweilig wird.
  • Lieblingsspielzeug hast Du keines. Du räumst gerne überall ein und aus (vor allem aus :D), stehst irgendwo auf, blättest in Büchern oder Zeitschriften (weshalb Du zum Geburtstag nun eigene erhältst ;), kuschelst hier und da mit den herumliegenden Stofftieren und ziehst Dir die Holz-Perlenketten an. Im Wohnzimmer, wo DEINE Sachen liegen, amüsierst Du Dich nur länger, wenn die Grossen auch da sind und etwas (mit Dir oder neben Dir) spielen. Die Zimmer der Kinder mit den kleinen Legos sind für Dich ein Paradies. Leider hast Du dort nur selten und natürlich unter Aufsicht Zutritt, da Du eine Spur der Verwüstung hinterlässt und wir aufpassen müssen, dass Du nichts in den Mund nimmst.
  • badest/planscht Du gerne, gehst aber am allerliebsten raus (noch geht das am Boden nicht, was Du gerne würdest, aber bald kannst Du die Welt nicht nur von Mamas Rücken aus entdecken! 😉 ja, zuhause wird Dir schnell langweilig! 😉
  • wirst Du täglich getragen
  • fährst Du natürlich noch rückwärts, beschwerst Dich aber auf längeren Autofahrten, so dass wir derzeit darauf verzichten
  • trägst Du Kleidergrösse 74. Wie lang und schwer Du bist, erfahren wir dann morgen beim Check-up beim Kinderarzt 😉
  • plauderst Du schon ein wenig und Laute wie „Mama“ oder „Papa“ kommen auch, aber nicht wirklich gezielt. Da brauchst Du wohl, wie auch Deine Schwester, etwas länger… aber kein Wunder bei dem Kauderwelsch, den Du am Tisch von vier Familienmitgliedern um die Ohren bekommst – kann ja keiner verstehen! 😀
    Mit den Babyzeichen ist Deine Mama leider nicht konsequent genug, so dass Du zwar immer mal wieder welche wahrnimmst, aber selber noch nicht aktiv zeigst. Wir bleiben auch hier dran…

Baby spielt mit Montessori Spielzeug aus Holz wooden toys

Und nun wünsche ich Dir einen wunderschönen, ersten Geburtstag, auch wenn Du nicht verstehen wirst, was das für ein Tag ist 😉 Ich freue mich schon riesig auf das 2. Lebensjahr mit Dir. Du wirst sicherlich bald Deine ersten Schritte tun und vielleicht formt sich auch bald das erste, richtige Wort aus Deinem Mund 😉 Ich bin so unglaublich froh und dankbar, dass Du da bist! Ich freue mich jeden Abend, neben Dir einzuschlafen (und bin auch meist in Rekordzeit eingedöst) und kann es kaum erwarten, Dir weiterhin beim Grosswerden zuzusehen – aber lass dir Zeit, es eilt überhaupt nicht! 🙂

Ich liebe Dich von ganzem Herzen, über alles! #iloveyoutothemoonandback

Deine Mama

PS: Aktuelle Fotos von heute wird es vermutlich spätestens morgen auf Facebook geben oder dann auch hier, mal sehen, wie fit die Kleine ist, da sie rechtzeitig zum Geburtstag am Freitag fiebrig wurde und obwohl das Fieber gestern weg war, ging es ihr eher bescheiden… eine „grosse Sause“ ist also nicht geplant, nur ein paar einzelne Familiengäste, verteilt auf den Nachmittag/Abend…

Kleinkind am Tisch mit Löffel im Mund

Wassetropfen an Ast

Jahresrückblick 2017 – Ausblick 2018

2017 war natürlich hier ganz eindeutig nach langem wieder ein Baby-Jahr ❤ Im Januar war ich endzeitschwanger und durfte eine wunderbare Geburt meines 3. Kindes erleben. Es ist verrückt, wie schnell dieses Jahr vorbeizog. Das lag vermutlich auch daran, dass ich fast rund um die Uhr immer beschäftigt war u/o die Hände voll zu tun hatte 😉 Weiterlesen

Mädchen mit rotem Pullover und Haarsträhne im Gesicht

6 Jahre Maus

Morgen ist es soweit… die Maus wird 6 Jahre alt. Wo, nur wo ist das Kleinkind geblieben, das sie noch war, als ich vor einem Jahr (hoch)schwanger mit dem Mäuschen war? Als ich Fotos für den Kalender zusammenstellen wollte, den wir jedes Jahr unseren Liebsten schenken, fand ich beide Grossen um einiges kleiner, die Gesichtszüge kindlicher… hat sich so viel getan in diesem Jahr? Weiterlesen

Wie fit ist Dein Beckenboden?

Der Beckenboden ist so eine Sache… es ist gar nicht so einfach, ihn bewusst zu trainieren. Auf die andere Seite wiederum ist es derart simpel, dass man es jederzeit nebenbei machen könnte und so wird es oft vergessen. Dabei wäre diese Muskulatur enorm wichtig. Gerade wenn man schwanger wird und umso mehr nach der Geburt. In der 3. Schwangerschaft musste ich leider feststellen, dass mein Beckenboden nicht mehr so fit ist, wie ich ihn gerne hätte. Eigentlich sollte es kein Tabuthema sein, wie wichtig der Beckenboden für uns Frauen ist. Weiterlesen

3 Monate Mäuschen

Heute ist mein kleines Mäuschen schon 3 Monate alt, d.h. vor ungefähr einem Jahr wurde ich schwanger. Es ist, als wäre es gestern noch gewesen, dass ich die Schwangerschaft bemerkte und mich über den wachsenden Bauch freute. Aber schon kurz nach der Geburt (an die ich mich auch noch sehr gut und gerne zurück erinnere) konnte ich mir gar nicht mehr vorstellen, wie es war mit so dickem Bauch am Ende der Schwangerschaft – schon verrückt. Schwanger sein fand ich, bis auf die letzten Wochen, immer sehr schön und so blicke ich natürlich auch ein wenig wehmütig zurück auf diese Zeit… hach… seufz… aber es geht hier ja um das Mäuschen, das unser Leben so schön bereichert… 🙂

Die Kleine überrascht mich wirklich immer wieder. Ich finde mich dann manchmal staunend vor und überlege, ob irgendwas mit meiner Milch nicht stimmt oder so, aber dieses Baby ist eins, das ich mir immer gewünscht habe, als ich mit den ersten beiden so richtig „auf die Welt kam“ und die anderen immer um ihre „einfachen und pflegeleichten“ Babys beneidete während ich dachte, ich mache bestimmt irgendwas falsch, aber nein, sie sind halt einfach alle anders… Sie schläft oft von selber ein, sogar alleine im Beistellbett. Sie trinkt mittlerweile wirklich gut und schnell an der Brust und sie schläft sehr gut. Am Dienstag (12-Wochen-Schub?) sogar mehr als durch mit über 9 Stunden am Stück! (Natürlich konnte ICH das nicht geniessen weil ich nachts doch noch oft erwache (Gewohnheit? Alarmbereitschaft?) und die grosse Maus zu mir rüber kam und dann herum nestete… Und am Donnerstag und Freitag wiederholte sie das Ganze mit 8 Stunden. (Danach erwachte sie wieder früher, aber mit einer nächtlichen Stillmahlzeit kann man gut leben…) Und sie kann teils auch schon eine ganze Weile zufrieden auf der Krabbeldecke liegen und sich ein wenig entdecken.
Und ja, das ist durchaus ungewohnt für mich, das kannte ich von meinen Grossen nicht. Als sie Babys waren, haben sie mich viel mehr gebraucht. Zum Teil fehlt mir fast die Nähe, ich sollte öfter mit ihr im Tuch spazieren gehen… 😉 Einfach so auf meinem Bauch liegen und kuscheln mag sie z.B. gar nicht, obwohl das andere Babys meist sehr geniessen – interessant, wie unterschiedlich Kinder doch sein können und dies von Anfang an, es ist also mit Sicherheit nichts, das man ihnen an- oder abtrainieren könnte.
Wenn ich mich abends neben sie ins Bett lege, dann schaue ich sie oft noch eine Weile an, wie sie friedlich schläft und fühle mich dann einfach nur unendlich gesegnet, dieses kleine Menschlein, dieses Wunder, bei mir haben zu dürfen. Es ist keine Selbstverständlichkeit. Und vor lauter Glück kann ich in diesen Momenten oft eine Weile gar nicht einschlafen… es ist so schön, ihr beim Wachsen zuzusehen… und es geht so schnell! So anstrengend die Babyzeit sein mag, so schön ist sie auch, sogar das hatte ich fast vergessen!
Diese Woche habe ich noch Kisten der nächsten Grösse (68) ausgeräumt. So viele Kleider noch von der grossen Maus her… Kleider, die ich längst vergass und mich dann beim Herausholen jeden Teils freute, weil ich mich daran erinnerte, wie die grosse Maus sie trug…

Stillen & Schlafen
Wie erwähnt klappt beides wunderbar. Tagsüber sind die Schläfchen in letzter Zeit auch mal länger geworden, vielleicht kristallisiert sich da ja bald sowas wie ein Vor- und ein Nachmittagsschlaf heraus? Unterwegs stillen ist noch etwas doof und mühsam da ich zuhause wirklich v.a. im Liegen stille. Es geht einfach am besten – für uns beide. Wenn sie morgens aus dem Nachtschlaf erwacht, strahlt sie freudig an oder strampelt zufrieden rum und schaut sich um – einfach Zucker!

Motorik & Verhalten
Das Mäuschen ist schon richtig aufgeweckt, freut sich, wenn man sie anspricht und lächelt, hört aufmerksam zu, gibt Laute von sich.
Sie strampelt sehr viel rum, kann sich auf die Seite drehen aus der Rückenlage und lutscht oft an ihren Händchen.

Windelfrei
Klappt momentan erstaunlich gut zuhause. Wenn ich nicht abgelenkt bin oder sie während der Mahlzeiten im Baby-Set sitzt, dann erwische ich das meiste. Auch glaube ich, dass sie langsam „weiss“, dass ich reagiere und „wartet“. Natürlich reagiere ich relativ schnell, aber noch vor wenigen Wochen hat sie meist schon gepieselt, nachdem sie geschlafen hat tagsüber. Das kam nun nicht mehr vor, sie erwacht trocken. Nachts hängt es ein wenig von mir ab. Wenn ich früh genug erwache und nicht zu müde bin, halte ich sie erfolgreich ab. So bleibt nachts die Windel auch trocken. Die letzten Nächte war das immer so, so dass ich schon fast überlege, ihr nachts gar keine Windel mehr anzuziehen.

Nun steht uns die kommende Woche noch die grosse Herausforderung bevor, dass wir 2 Tage weg sind inkl. einer Übernachtung. Drückt mir bitte die Daumen, dass es gut klappen wird, es sie nicht allzu sehr verwirrt und wir zuhause wieder so weitermachen können wie bisher… ich habe da immer grossen Respekt vor solchen „Geschichten“, aber da sie ja offenbar ein wirklich unkompliziertes Kind ist, wird sie es wahrscheinlich viel besser meistern als ich 😉

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Unsere wunderbare Wassergeburt

Diese Geburt hat mich mit den ersten beiden versöhnt, kein Zweifel. Es war eine sehr ruhige und bewusste Geburt, die mich alles wahrnehmen liess. Völlig komplikationslos. Nicht, dass die ersten „schlimm“ waren, aber der Grosse entpuppte sich unter der Geburt als Sterngucker und Zange/Geflügelschere waren von Nöten, da ich mit der PDA da lag und die Maus kam ja derart schnell und kompromisslos auf die Welt, noch fast im Auto, dass ich nicht wusste, wie mir geschah und die Kontrolle abgab. Auch für meinen Mann waren die ersten Geburten nervenaufreibend während er bei dieser ganz entspannt bleiben konnte – ein schönes Erlebnis also für uns alle und auch die Baby-Maus kam sanft zur Welt.
Ich hoffe Ihr mögt die Fotos auch so sehr, wie ich. Die hat mein Mann gemacht… 

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Ja, jetzt kann ich es schreiben: eine Hausgeburt schwebte mir lange Zeit vor, aber als der Termin näherte, wurde mir bewusst, dass ich mich wahrscheinlich nicht wohl fühlen würde, wenn die Kinder hier wären und ginge es nachts los, auch wenn sie schliefen, so fürchtete ich, dass sie geweckt werden. Es kam aber auch nicht in Frage, dass sie jemand mitten in der Nacht holt. Nachdem wir dann reichlich spät endlich die Gebärabteilung besichtigt haben, fühlte ich mich dort gut aufgehoben, die Räume sahen ansprechend aus und ich wusste ja, dass meine Hebamme hier wie da, alleine, an meiner Seite sein würde. Also, lest nun, wie es war:

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Am CTG nach der Ankunft im Gebärsaal…

Schon seit Tagen rumorte es in mir. Vor allem abends spürte ich ganz leichte Kontraktionen, hatte aber nachts dann dennoch meine Ruhe… das kannte ich von den ersten beiden nicht, da ging es einfach irgendwann Mitternacht los. So rechnete ich dann auch am Sonntagabend, dem 15. Januar, nicht mehr mit einer baldigen Geburt. Aber weit gefehlt… noch vor Mitternacht wurde ich von Kontraktionen geweckt, die schon ein wenig stärker waren als an den vergangenen Tagen. Irgendwann stand ich auf, richtete ein paar Dinge und als ich mir der Sache sicher war, weckte ich kurz vor 1 Uhr meinen für einmal tief schlafenden Mann… auch er hat irgendwie nicht mehr damit gerechnet, denn die Nächte davor, fragte er mich jedes Mal, wenn ich aufstand, um auf’s Klo zu gehen, ob es los gehe.
Während ich dann Hebamme und Spital informierte, da ich aufgrund der schnellen Geburt der Maus kein Risiko eingehen wollte, rief er seine Mutter an, die innert 10 Minuten hier war. Wir fuhren gleich los. Die Fahrt war gut auszuhalten dieses Mal 😉
Im Spital angekommen, gegen 01.30 Uhr, wurde ich erstmal auf der bequemen Gebärliege ans CTG gehängt. Es war still, wenig Licht, angenehm. Es stand Wasser bereit, meine Hebamme legte Sachen parat, schrieb Dinge auf und ich veratmete, was da so anrollte, noch gut auszuhalten soweit. Die Wehen kamen nicht mehr, wie zuhause, im 5-Minuten-Takt, alles schien sich zu beruhigen. Das CTG zeigte auch kaum mehr welche an, die Herztöne waren gut. Mein Mann dachte, es war falscher Alarm, meine Hebamme meinte, dass die volle Blase einen manchmal in die Irre führte, aber ich war mir relativ sicher, dass ich nicht wieder nach Hause muss, auch wenn ich kurz Angst vor einem Geburtsstillstand hatte. Die 3. Geburt, sie begann schon ganz anders irgendwie, es stand alles offen. Doch der Untersuch nach dem CTG ergab einen schon 5-6cm geöffneten Muttermund. Die Wellen zogen wieder an, ich stand auf und veratmete weiterhin während die Wanne gefüllt wurde, da ich mir eine Wassergeburt wünschte, worauf ich weder bei der ersten noch bei der zweiten Geburt eine Chance hatte. Und so legte ich mich, mitsamt CTG, das die ganze Zeit am Bauch blieb, mich aber nicht störte, in die Wanne und veratmete weiter, die nicht ganz regelmässig kommenden Wellen. An dieser Stelle muss ich sagen, dass mir der Hypnobirthing-Kurs, auch wenn ich mich nicht perfekt vorbereitet hatte, wirklich half, denn ich konzentrierte mich einfach, so gut es ging, auf das Atmen. Ab und zu schaute ich auf die Uhr, gespannt, wie lange es wohl gehen würde… irgendwann legte mir die Hebamme noch einen Zugang und entnahm Blut, ich glaube wegen des Rhesus-Faktors (Anti-D, müsst Ihr googeln ;).
Als die Wellen intensiver wurden, kniete ich mich vorne an den Rand und lehnte mich dort an, das ging besser… bei jeder Welle massierte mir die Hebamme den Rücken, auch mein Mann war für mich da. Der Schmerz zeigte sich bald v.a. im unteren Rücken, was bedeutete, dass das Kind tiefer ins Becken rutschte. Die Hebamme untersuchte mich noch mal, sie meinte es fehle nur noch ein kleines Stück. Schon davor reichte das Ausatmen nicht mehr und ich musste tönen, um mit der Intensität des Drucks klar zu kommen. Jetzt, wo ich den Bericht schreibe, habe ich schon wieder vergessen, wie es sich anfühlte. Ein Spaziergang war es nicht, aber ich kann wirklich dankbar sein dafür, wie rasch und doch ruhig alles vor sich ging. Ab und zu legte ich mich nach einer starken Welle wieder hin um zu entspannen oder ich trank einen Schluck Wasser. Das ging eigentlich gut, das Erholen zwischen den Wellen… ich musste nicht gegen einen Sturm kämpfen.
Die Hebamme rief die Ärztin an, die bei der Geburt dabei sein sollte. Ich bekam kurz Panik beim Gedanken, dass noch eine weitere Person im Raum sein würde, jetzt, wo ich so ausgeliefert bin. Aber meine Hebamme beruhigte mich, dass sie gar nichts tun würde. Tatsächlich stand sie dann auch einfach nur im Türrahmen, schaute zu und verschwand dann wieder im Gebärsaal (vom Raum mit der Wanne durch eine Tür getrennt).
Bald war ich am Ziel, es wurde langsam unerträglich, wohl die Übergangsphase. Ein Untersuch zeigte dann auch, dass der Muttermund vollständig eröffnet war. Ich bekam ein paar Globuli, um „loslassen zu können“ und es half. Noch wenige, sehr intensive Wellen und ich spürte, dass die Maus jetzt kommt. Ich konnte nicht anders und schrie sie aus mir heraus. Mein Körper machte es fast von selbst, ich musste keine Kraft aufwenden um zu schieben, es passierte einfach mit mir. Gefühlt kamen Kopf und der Rest fast gleichzeitig. Um 3.36 Uhr war sie da, meine Hebamme fischte sie aus dem Wasser, das schaffte ich selber nicht, und legte sie mir auf den Bauch. Ich konnte es kaum fassen, dass es geschafft war. Ich war überglücklich. Die Baby-Maus hatte auch gleich gequiekt, alles bestens, alles dran J Mein Mann durfte die Nabelschnur durchtrennen, ich sah dabei zum ersten Mal zu. Ich bekam noch etwas gespritzt, damit sich die Plazenta vollständig lösen konnte, was sie dann auch bald tat. Ich musste gar nicht fest drücken und konnte sie dann auch zum ersten Mal, noch in der Fruchtblase, ansehen. Sie war recht gross und wohl auch ziemlich schwer. Das Wasser in der Wanne hatte sich blutrot gefärbt und erinnerte mich an „Der weisse Hai“. Und so half mir die Hebamme dann auch heraus und duschte mich ab. Ich zitterte noch eine Weile wie Espenlaub und wechselte danach mit etwas Hilfe auf die Gebärliege, wo ich erst mal, mit der Baby-Maus auf den Bauch, eine gefühlte Stunde lang unter örtlicher Betäubung genäht wurde. Ja, ich war wieder gerissen, aber dieses Mal weit weniger stark, tief und weit als bei der Maus. Ich hatte dann auch zuhause kaum Probleme mit der Naht.

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Geschafft! Erschöpft, aber glücklich!

Da ich eine ambulante Geburt wünschte, sollte ich die nächsten Stunden noch im Krankenhaus verbleiben, bis Mittag auf jeden Fall. Wir wurden also nach dem ersten Anlegen der Kleinen an die Brust und dem Check-up und Anziehen auf’s Zimmer gebracht, wo mich die Hebamme noch mit Joghurt versorgte (ich war sehr hungrig ;). Mein Mann blieb noch eine Weile, nahm dann einiges an Krempel mit (Wochenbettbinden, Geschenkköfferli und so) um zu Hause seine Mutter abzulösen und da zu sein wenn die Kinder aufwachen. Und eigentlich hätte er ein wenig schlafen sollen, was ihm wohl nicht mehr gelang… ich döste, was ging, denn sobald der Krankenhausbetrieb losging, war an Ruhe nicht mehr zu denken. Ständig kam jemand: von der Pflege, das Frühstück, die Visite, ich bekam nochmals Anti-D in den Zugang und eine furchtbar schmerzende Spritze gegen Thrombose in den Oberschenkel, Formulare kamen, die Fotografin, dann das Mittagessen, das Austrittsgespräch. Natürlich wäre nicht sooo viel los gewesen wenn ich noch geblieben wäre, aber was soll’s… um 13 Uhr kam mein Mann mit den Grossen, die ihre Schwester zum ersten Mal bestaunen und nun auch mit nach Hause nehmen durften.
Ich habe mich nach den ersten schlaflosen Nächten hinterfragt, ob die Entscheidung richtig war. Schliesslich bekam ich nur einmal am Tag für eine Stunde die Chance, eine Fachperson, meine Hebamme, zu sehen. Im Spital hätte ich jederzeit klingeln können. Für Essen wäre gesorgt, die Baby-Maus hätte nachts auf der Station getröstet werden können und mein Mann hätte es mit den Grossen alleine auch besser gehabt (das tut mir schon leid…) Aber in Ruhe schlafen kann man dort eben nie weil ständig jemand reinkommt oder man auch einfach den Betrieb auf dem Gang wahr nimmt. Zudem hätte mir ja niemand garantieren können, dass ich als allgemein Versicherte überhaupt ein Zimmer für mich gehabt hätte. Da hatte ich gerade Glück weil sonst niemand da war. Ob die Entscheidung richtig war, keine Ahnung, aber zuhause fühlte ich mich wohler, wenn auch allein gelassen so ohne „Klingel“ für Notfälle. Aber das musste ich in Kauf nehmen…

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Kuscheln beim genäht werden…

Hier nochmals die Daten der Baby-Maus:

Montag, 16. Januar, 3.36 Uhr
4240g
51cm

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Erstes Stillen…

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1 Woche auf der Welt

Nun ist die Babymaus seit einer Woche da (unglaublich, wie schnell die um war) und es gab hier noch gar kein offizielles Willkommenheissen… aber sicher verfolgt Ihr die anderen Kanäle und sonst habt Ihr es spätestens durch die neue URL und den neuen Header und das Logo 😉 Die erste Zeit ist eben anstrengend für alle, ich bin kaum am PC und zum Schreiben fehlt erst recht die Zeit. Schläft die Maus, versuche ich mich auch hinzulegen, obwohl das nun schwieriger wird ohne Mann im Haus. Der musste seit heute wieder arbeiten gehen. Aber ich habe diese Woche jemanden, der mal den Hauskehr u.ä, macht und die Maus wird morgen Nachmittag von einer lieben Freundin zum Spielen abgeholt und am Mittwoch für eine Geburiparty. So sollte es gehen. Und nächste Woche hat der Mann Verlängertes – perfekt! Die Woche darauf haben die Kinder allerdings Ferien und es wird sicher schwierig denn ich habe mit der Babymaus doch alle Hände voll zu tun und keine Zeit, mit den Kindern zu spielen, so hoffe ich doch sehr, dass sich dann vielleicht wieder jemand findet, der die Kinder mal nimmt, oder zumindest die Maus, die sich doch schnell langweilt…
So… den Geburtsbericht reiche ich nach, sobald ich dazu komme… aber wie verlief die erste Woche… unter meinem typischen Wochenbettmotto:

Drama-Mama!

Ja… nach 5 Jahren erinnert man sich vielleicht faktisch noch an alles, was wahr, an vieles vielleicht auch nicht. Den Schlafmangel verdrängt man und der traf mich hart nachdem ich das letzte Jahr mehr oder weniger durchschlafen durfte. Das Wochenbett war für mich immer der grössere Horror als die Geburt. Der Schlafentzug machte mich zum „Mombie“ (angelehnt an Zombie), legte meine Nerven blank, die Tränen waren immer nahe und flossen bei jedem „mü“ in die falsche Richtung nur noch so aus mir heraus. Nicht nur ich litt darunter, sondern alle. Baby-Blues ist aber normal auch wenn ihn vielleicht nicht alle spüren und es kann auch in eine Depression ausarten, was es zum Glück aber bei mir nicht tat. Es ist so, dass die Baby-Maus anfangs fast einen halben Tag lang (bis in die Nacht hinein also) nicht zur Ruhe kam, zwischen den Tröstversuchen aller Art immer wieder schrie. Danach ist man durch. Man erlebt jede Art von Selbstzweifel, Reue, Schmerz, Tränen, es ist der Horror… man wird mürbe, man zittert nur noch. Eines Nachts konnte ich mich im Halbschlaf nicht mehr an den Namen unseres Babys erinnern, am Tag nicht mehr an unsere Festnetznummer – blankes Hirn. Und ich habe unser Familienbett ja so, so, so vermisst. Die Nähe zu meiner mittleren Maus… aber es machte und macht noch null Sinn, dort wieder einzuziehen, so unruhig wie die Nächte noch sind.
Man beginnt, alle möglichen Kanäle anzuzapfen, um noch mehr Möglichkeiten zu sehen, manchmal hilft einfach reden. Und oft ist es völlig falsch, sich von allen Seiten Tipps zu holen, weil es einen noch mehr verwirrt und man es eigentlich besser wissen sollte. Aber Wochenbett ist Ausnahmezustand, man ist neben sich – möge man es mir verzeihen.
Die Baby-Maus war hungrig und ich konnte ihr noch nicht genug bieten. Zufüttern war dringend nötig um die Situation zu entschärfen und uns zu mehr Schlaf zu verhelfen bevor wir durchdrehen. Ja, auch meinen Mann betraf es logischerweise. Ich war nachts wie auf Nadeln, dass die Maus ja nicht die Grossen weckt, aber das Geschrei störte ihren Schlaf offenbar nicht, Gott sei Dank!
Die Milch reicht jetzt noch nicht aus… die Brustseite, welche die grosse Maus nach 2-2,5 Jahren irgendwann immer mehr bis ganz verweigerte, will einfach nicht so recht Milch produzieren. Die Baby-Maus saugt auf dieser Seite drum nur mit Mühe an, manchmal schaffe ich es gar nicht, sie anzulegen und wenn, dann saugt sie vielleicht 5x und lässt los und schreit. Die rechte Seit läuft, aber natürlich nicht für zwei. Das Ziel ist es, dass sie auch links bald gut trinken kann und genug Milch kommt. Wir arbeiten daran… dummerweise ist diese Seite auch viel empfindlicher, ist schnell wund geworden. Dadurch schmerzt das Ansaugen und ich bin selber panisch und verkrampft währenddessen, was die Babymaus sicher auch merkt. Mit der Zeit sollte es besser werden. Ich hoffe bald… dazu kommt, dass das Würmchen, wie auch meine Grossen damals, an der Brust subito schläfrig wird und dann natürlich nicht genug erwischt… und öfter als alle 2h soll ich sie wegen der wunden Stelle nicht anlegen. Aber wir kämpfen uns so durch, mal besser, mal schlechter… wir nehmen jeden Tag, jede Stunde wie er/sie kommt. Ich bitte alle, nicht aufs Festnetz anzurufen. Ich werde ein Schild „nicht klingeln“ vor die Tür hängen für die Zeiten, in denen ich mich hinlege. Die Baby-Maus und ich werden das Haus nur im Notfall verlassen (am Freitag haben wir einen Termin beim Osteopathen, den wir schon bei den Grossen hatten, es half eigentlich immer recht gut). Wir haben derzeit auch nur ein Auto, also kann ich eh nicht weg.
Es ist also jedes Kind ein wenig anders… der Milchfluss war nie ein Problem, das ist mir neu… dafür ist manches besser: ich bin weit weniger gerissen am Damm als beim letzten mal und habe also „down under“ kaum Probleme mit der Naht. Die rechte Brustseite ist auch empfindlich, aber nicht mehr wund – das ist ein Halleluja für mich, dort relativ problemlos anlegen zu können. Und das verdanke ich sicher dem langen Stillen beim letzten Mal. Zudem komme ich ohne Stillhütchen aus, ich habe die nie gerne genutzt. Und das ständige Pumpen spare ich mir derzeit, obwohl mein Mann am 2. Tag gleich losfuhr um Pumpe und Zubehör zu holen. Es reizt die eh schon gereizten Stellen noch mehr und der Ertrag ist so minim, dass es sich nicht lohnt. Die Baby-Maus bekäme mehr heraus. Trotzdem… mir scheint, wir haben noch einen langen Weg vor uns bis die linke Seite endlich in Gang kommt wie sie sollte… aber ich bin nicht gewillt, deswegen aufzugeben.
Ja, das ist die Realität. Nicht jede frischgebackene Mutter startet happy in den babymoon, in dem alles läuft, wie es soll. Probleme wie meine haben mehr, als man denkt. Und wer diesen Blog noch nicht so lange liest und sich wundert, warum ich nicht das Handtuch werfe… ich habe es bei zwei Kindern geschafft, weshalb dieses mal nicht!? Und: schon beim ersten Kind hatte ich diese extreme, intrinsische (hoffe ich verwende jetzt den korrekten Begriff) Motivation zum Stillen. Frag der Geier, woher. Es war einfach so und stand über der Praktibiliät und hatte null damit zu tun, mich sonst als Versager zu fühlen. Ich kann es mir nicht erklären, aber es ist so und deshalb kämpfe ich weiter…

Auch an dieser Stelle möchte ich mich bei allen bedanken für die guten (Glück)wünsche, den Trost, den Mut, den Ihr mir auf allen Plattformen gespendet habt. Für den Einsatz hier bei uns, für die lieben Geschenke und v.a. Taten, für das Verständnis, für die Geduld.
Am meisten Dank gebührt meiner Familie… meinen Kindern, die mich aushalten und entbehren müssen, die ich viel zu rasch anmotze weil die Nerven blank liegen und ihre Lautstärke mir derzeit vorkommt wie ein Strassenbohrer (oder wie heisst das Ding?)
Und v.a. meinem Mann, der das Ganze noch einmal mitmacht, obwohl er das nie wollte, mich 1000x warnte davor, weil wieder von vorne anfangen halt doch anstrengender ist als vielleicht im Hormonrausch gedacht, weil er für mich gut kocht, weil er sich nachts wecken lässt, weil er so gut es geht zu den Grossen schaut, weil er mich in den Arm nahm um mich in der schlimmsten Krise zu trösten, anstatt dass er mir gesagt hätte: „ich hab’s dir ja gesagt„. Weil er mit mir mit geht. Und weil er uns dieses Kind schenkte, dass wir, ohne jeden Zweifel und trotz aller widrigen Umstände, über alle Massen lieben, auch wenn es schreit. Ich finde das wichtig, zu sagen und es zeigt mir, dass es mir noch gut geht denn es könnte auch anders sein, die Verzweiflung könnte so gross sein, dass man negative Gefühle gegen sein Baby hegt, auch wenn man das nicht will. Dafür kann keiner was, aber man kann etwas dafür tun und sich helfen lassen und auch ich versuche, alles zu mobilisieren, was geht, um es uns einfacher zu machen.

So, und jetzt verabschiede ich mich wieder für’s Erste. Ich habe ja schon vorgewarnt, dass es hier ruhiger werden wird. Schlaf und Familie hat gerade erste Priorität. Aber das Bloggen tut meiner Seele auch gut… Ich melde mich also wieder zurück, Stück für Stück, und hoffe, dass sich unsere Situation bald einrenkt… 6 Wochen dauert das Wochenbett, 2 Monate sind normal bis alles einwandfrei klappt… drückt uns weiterhin die Daumen!
Aus Zeitmangel keine Fotos hier, aber Ihr seht welche auf der Seitenleiste, FB & Instagram. Kommt gut in die Woche und danke für’s Hier sein! 

Spitalkontrolle: viel Lärm um nichts

Ich muss sagen, das war schon ein skurriles Erlebnis heute Morgen… nach einer erneut ruhigen Nacht (nur der Grosse war nervös und konnte bis 22 Uhr nicht einschlafen, der kuschelte sich dann zu Papa…), startete ich gut gelaunt ins Wochenende und meldete mich wie vereinbart im Spital für die Kontrolle, zu der mich die Hebamme aufbot. Und so fuhren wir um 9.30 Uhr hin, durch viel Schneegestöber, das mir ein wenig Panik machte im Hinblick auf die Fahrt, wenn sie dann im Ernstfall erfolgen wird… soweit, so gut, wir durften es uns im grossen Gebärsaal gemütlich machen (gemütlich war es v.a. für mich :D, da ich auf dieses riesige Gebärbett fläzen durfte, sogar seitlich liegend und mit vielen Kissen versehen, so dass das CTG für einmal recht angenehm war und auch nicht ständig ausfiel. Die Kurve war unauffällig und die Hebamme, nicht meine, aber auch eine sehr nette, fragte, ob ich einen Untersuch möchte, da ich ja schon seit ein paar Tagen ganz leichte Kontraktionen verspüre… ich meinte ja, und sie sagte, dass sie schon das Köpfchen und die Fruchtblase spüre, es sei fingerdurchlässig und auch ganz normal, dass seit gestern bei mir Schleim abginge (dünnflüssig, kein Propf…). Der Kopf sei auch schon tief im Becken. Da allein das CTG schon 30min dauerte, war den Kindern langweilig, aber Papa hatte ja zum Glück Unterhaltung in Form des Handys dabei…
Weil danach hiess es Warten auf den Arzt, da noch ein Ultraschall gemacht werden solle. Und seitdem weiss ich, was die ganzen Schwangeren/Mütter meinen, wenn sie vom Kontrollwahn der Ärzte sprechen. Es war das erste mal, dass ich so spät nochmal einen Ultraschall machen lassen musste und ich rechnete noch damit, dass es wie üblich innerhalb weniger Minuten erledigt ist. Aber weit gefehlt… Offenbar sollte der junge Arzt, der da gekommen war, alles nochmals ausmessen, vom Kopfumfang bis zum Oberschenkelknochen… und genau das zeigte sich ihm nicht gut genug. Ersteres war ja auch irgendwie logisch, da der Kopf schon fest im Becken steht. Der gute Herr im weissen Kittel gab aber nicht so schnell auf und fuhrwerkte gefühlt eine halbe Stunde lang (es war nicht ganz so lang… :P) hin und her und drückte dabei auch schön rum. Und fand doch nichts… viel länger hätte ich auch meinen Mund nicht halten können und hätte wohl irgendwas gesagt im Sinne von „Können wir’s jetzt bitte gut sein lassen!? So wichtig kann es jetzt auch nicht sein! Ich gehe jetzt nach Hause, Ihr könnt mich nicht zwingen, das zu machen…“ Ich war echt genervt und ich denke, das Baby fand es auch nicht prickelnd… aber der Gute liess nicht locker und holte eine Oberärztin. Ich dachte mir noch, dass die ja wohl auch nicht viel mehr sehen kann, was sie dann auch bestätigte. Dafür lehrte sie dem jungen Arzt, wie man sparsam vier Bilder auf ein Blatt Papier ausdruckt, weil das Papier teuer ist… ist ja auch was…
Nun ist es so, dass ich bei der letzten Geburt halt ziemlich gerissen bin und man sich offenbar Sorgen um meine Darmkontinenz macht, die aber in bestem Zustand ist, im Fall! Und, ja, ich habe halt weder Damm-Massage gemacht zur Vorbereitung, noch das Epi-No benutzt (dieses aufblasbare Ding). Ja, äh, sorry, is‘ einfach nicht meins. Zudem schiebe ich den Riss bei der letzten Geburt auch auf das rasante Tempo, das die Maus damals an den Tag legte plus die etwas unglückliche Lage liegend auf dem Bett (aber es ging so schnell, dass nicht daran zu denken war, daran irgendetwas zu ändern, weil ich ja erst mal ans CTG musste und dann schon die Presswehen kamen…).
Schlussendlich wurde meine Bauchbewohnerin auf leichte 3300g geschätzt (Grosser und Maus wogen bei der Geburt etwas über 3700 bzw. 3800g). Da ich ständig lese, dass diese Schätzungen manchmal weit weg von der Realität sind, gebe ich nicht viel darauf. Die Ärztin fragte mich dann auch, wie ich es selber einschätze und ich sage nur, dass ich das Gefühl habe, der Bauch sei beim Grossen grösser gewesen und an den Maus-Bauch kann ich mich gar nicht mehr so erinnern, weil diese Schwangerschaft mit Kleinkind einfach total nebenbei lief… Nun ja, zugenommen habe ich auf jeden Fall mehr dieses mal (Heisshungerattacken, Gelüste…), aber das sind schlussendlich v.a. meine Kilos 😛
Wie auch immer: ich fand es unnötig! Es wurde wirklich elendig lange herumgeschallt (dazwischen zwei mal das Telefon abgenommen, wodurch ich jetzt Sachen von anderen Patienten, natürlich ohne Namen, weiss, die ich nicht wissen wollte…), im Wissen, dass es eh nicht gut geht. Ich habe zwei Kinder rausgebracht, also werde ich wohl auch das dritte Kind, das bestimmt nicht plötzlich 2kg mehr wiegt, irgendwie rausbringen… ich bin gerade meinem Frauenarzt sehr dankbar, der dieses ganze Aufhebens am/nach Termin nicht machte. Der schallt in der Regel 3x, das letzte Mal etwa in der 20. Woche zum grossen Organultraschall, danach ist das Baby eh so gross, dass man es als Ganzes nicht mehr auf dem Schirm erkennen kann… und der Arzt vermisst das Baby jedes mal, es ergibt sich eine Kurve und es ist wohl anzunehmen, dass diese einigermassen linear verläuft und das Baby nicht im letzten Trimester exponentiell an Gewicht zulegt oder irre ich mich!?
Der Ultraschall war dann auch nicht alles, ich wurde noch ausgefragt, meine Blutgruppe muss noch überprüft werden (da ich kein Kärtchen habe), meine Reflexe getestet (auch neu für mich) Lunge und Herz abgehört und sogar die Schilddrüse abgetastet (wozu auch immer). Nun, es war alles gut und ich muss vor Mittwoch nicht mehr aufkreuzen, es sei denn, eben, ich bekäme Geburtswehen, verlöre Fruchtwasser oder Blut oder hätte Schwindel, Kopfschmerzen, starke Schwellungen oder aber, das betonte der Arzt, wenn ich spüre, dass etwas nicht stimmt… es geht hier darum, eine Schwangerschaftsvergiftung auszuschliessen, deshalb wurden auch die Reflexe getestet und meine Füsse(!) angesehen. War mein guter Frauenarzt nachlässig, weil er all das nicht tat? Ich denke nicht, ich schätze einfach, dass er es mir zugestand, selber zu merken, wenn etwas nicht stimmt und entsprechend zu reagieren…
Dieses ganze Prozedere, es mag wohl Frauen helfen, die wirklich gefährdet sind, risikoschwanger, oder das erste Kind bekommen und unsicher sind… aber ich denke, es kann im dümmsten Fall auch enorm verunsichern. Ich kann nämlich sicher sein, dass ich jetzt beim kleinsten Anzeichen von Kopfschmerzen in Panik gerate… 😛
Nun, wir durften also nach über einer Stunde wieder gehen und fuhren noch zum Grosseinkauf, wobei wir uns erst mal im dortigen Restaurant verpflegten da alle hungrig waren. Und jetzt ist Wochenende, alle zuhause und ich ruhe mich noch ein wenig aus und bin nun immerhin nicht mehr ganz so nervös, weil ja schon fast heimisch im Kreissaal und die leichten Kontraktionen, die ich hatte, nicht so viel bewirkt hatten, dass ich in Panik geraten müsste… und trotzdem kann es jederzeit losgehen. Und ich solle dann halt gleich anrufen damit sie das Wasser einlassen können und ich gleich in die Wanne steigen (weil ich meinte, ich könnte mir dieses Mal eine Wassergeburt vorstellen… 😉

Habt ein schönes Weekend, Ihr Lieben! 🙂 Hier bleibt es also spannend… während meine beiden Grossen total unangekündigt irgendwann raus wollten, kündigt sich dieses Bauchmädchen schon seit Tagen an und macht uns hibbelig… mal sehen, wie anders dann die Geburt wird! Ich geh‘ jetzt meine Nerven beruhigen… 😀

SSW 40+1 – Letztes Update vor der Geburt

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CTG: oben Herztöne, unten Wehenkurve. Die Spitzen waren Huster, die Hügel leichte Wehen.

Es ist soweit… bald… und deshalb ist dies das letzte, reguläre Update… ich denke nicht, dass ich nochmals eins schreiben werde 😉 Heute Morgen durfte ich nämlich erneut zum CTG beim FA antraben… und nach dem danach üblichen vaginalen Untersuch (ja, immer sehr angenehm :P) meinte mein Arzt, dass es „butzereif“ sei. Ja, das war sein Ausdruck und wer damit nicht viel anfangen kann, es heisst wohl so viel wie: alle Zeichen stehen auf Geburt… es wird bald los gehen… Nun, auch der beste Arzt kann nicht sagen, wann es denn wirklich losgehen wird. Alles reine Spekulation. Es gibt Frauen, die haben Wochen und Tage vor der Geburt schon (starke) Wehen, Frauen, die mit halb geöffnetem Muttermund sehnlichst auf die Geburt hoffen und nichts tut sich…
Und bei mir? Es ist so, dass ich nach dem letzten Termin beim FA am DI recht nervös war und von da an auch leichte (Senk?)wehen wahrnahm, v.a. abends… ich versuchte mich dann einfach auszuruhen… die Nächte waren dann aber erstaunlich ruhig und v.a. gut! Ich hatte kaum Husten, wachte einfach 2, 3, vielleicht 4x auf und musste auf die Toilette. Der Mann fragte dann jeweils, ob ich Wehen hätte… der ist nämlich zusehends nervös und seit gestern ist sein Handy auf laut gestellt *g*. Morgens war ich jeweils erstaunlich fit! Ich wachte vor dem Wecker auf und war gar nicht müde… da gönnte mir wohl mein Körper nochmals ein wenig Erholung damit ich fit bin für die Geburt?
img_7284Tagsüber spürte ich dann zwischendurch schon die Müdigkeit, dann legte ich mich einfach hin… auch kann ich natürlich nicht mehr lange sitzen, so wie jetzt am PC. Schnell tut mir der Rücken weh… Rumlaufen ist auch nicht angenehm, aber ich kann nicht sagen, dass ich die Nase voll hätte… es geht mir soweit gut.
Heute sind wir alle vor dem Wecker aufgestanden und die Maus lief zum Glück nach anfänglichem Protest dann doch mit dem Nachbarskind in den Kindergarten, worüber ich sehr froh war.
Gestern habe ich noch Müll in der Deponie entsorgt, die Maus war an der Geburi-Party und abends habe ich die Nähmaschine verstaut, im Wissen, dass ich mich da nun nicht mehr heransetzen werde… ich war zu nervös an den Vormittagen… theoretisch hätte die Maus heute Nachmittag noch Waldspielgruppe, aber ich zweifle, dass sie will, und ich denke, dass es vlt besser ist, wenn wir zuhause bleiben. Aber mal sehen… die Kinder sind in den letzten Tagen nachts teilweise aufgewacht, gestern der Grosse, der irgendwann zu uns kam (das Familienbett verliess er vor 2 Tagen). Ich denke, auch sie spüren was…

Nun wünsche ich allen eine gute Restwoche und wer mir auf Facebook, Twitter oder Instagram folgt, der wird erfahren, wenn es soweit ist 😉 Hier auf dem Blog könnte es nun eine Weile ruhig bleiben… ich bin so aufgeregt, mir fällt fast das Herz in die Hose… drückt mir die Daumen!

ET-1: Fehlalarm?

Nachdem ich mich schon am Sonntag total verkopft habe, es ginge gleich los, wurde ich heute erneut auf die Probe gestellt, als ich am Morgen eine kleine Menge Blut auf meinem Klopapier fand… bei der Maus passierte das abends und in der Nacht ging es dann los… ich, die ich doch am Morgen noch in Ruhe etwas nähen wollte, verfiel dann in Nervosität und räumte noch hektisch ein paar Sachen herum: verstaute Wäsche, bezog das Beistellbett mit einem Laken und packte schnell ein Set Babykleidung in eine Tasche, die ich dann unten bereit stellte. Zum Glück lenkte mich dann ein Whatsapp-Chat ab, in dem ich einiges mit der Gründerin einer Tragetuchfirma besprach. Und schliesslich schaffte ich es dann, immer noch nervös, eine Pizza fürs Mittagessen vorzubereiten. Danach ging’s… ich wusste ja, dass ich um 14 Uhr beim Frauenarzt erwartet werde und wollte vorher noch rasch unter die Dusche.
img_7247Die Maus musste mit zum Termin da die Schwiegermutter ja krank ist… Das CTG war soweit wohl OK, auch wenn sich während der 30min auf der „Wehen-Kurve“ (rechts auf dem Foto) einmal ein Hügelchen ergab… (die Spitze war nur der Husten :D) aber mein Arzt sagte nix dazu… Die Herztöne des Babys, das recht aktiv war, schwankten zwischen 128 und 177… aber auch das kommentierte er nicht. Er meinte lediglich, mein Blut sähe besser aus (in Bezug auf das Eisen, das ich jetzt ja nehmen muss) und ich wirke gesünder (beim letzten CTG musste ich ja ziemlich husten). Dann untersuchte er mich kurz und stellte, wie immer, keine Prognose… er meinte, ein paar Tage könne es schon noch dauern und als ich das mit dem Blut erwähnte, sagte er etwas in der Art, dass das schon sein könne, fest verschlossen sei es nicht mehr, aber noch nicht so reif, dass es jetzt gleich herausplumpse. Es könne heute Nacht soweit sein oder aber eben in ein paar Tagen und er müsse jetzt natürlich engmaschiger kontrollieren, sprich, am Donnerstagmorgen müsste ich wieder zum CTG antreten, sollte es bis dann nicht da sein. Und am Samstag soll ich ja laut Hebamme direkt zur Kontrolle ins Spital. Ich hatte noch nie eine Kontrolle im Spital, wäre also neugierig darauf, aber mal sehen, was das Baby dazu meint 😉
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Die Maus und ich haben dann noch Besorgungen gemacht und nehmen es jetzt gemütlich zuhause… morgen wird es ein wenig stressig weil ich sie auf Mittag(!) an eine Geburtstagsparty im Unterland fahren muss, zusammen mit dem Grossen. Da die Kinder selten vor 11.45 Uhr zuhause sind und es ein ziemliches Stück zum Fahren ist bis dahin, wird sie wohl ein wenig zu spät kommen. Und um 14 Uhr muss ich dann auch schon wieder los um sie zu holen aber der Grosse hat eigentlich ein Playdate ausgemacht, zumindest meinte er, dass ein Junge aus der Klasse dann kommen wolle… leider sprechen dessen Eltern glaub’s nicht wirklich deutsch, so dass ich nicht weiss, wie ich kommunizieren soll, dass wir vor 15 Uhr eher nicht zuhause sein werden oder er vielleicht an einem anderen Tag kommen möge…
img_7241Ihr seht schon, der Alltag lenkt mich ein wenig ab und das ist gut so… 🙂
Übrigens: auch heute brauchte die Maus meine Begleitung in den Kindergarten… dasselbe Spiel: sie wollte sich nicht anziehen (lassen), versteckte sich sogar unter dem Tisch… weinte… aber als sie da war, ging’s dann wohl und mittags kam sie, wie gestern schon, fröhlich wie immer nach Hause… ach… in der Nacht war sie kurz wach und hatte Angst, vielleicht ein Traum und vielleicht hat meine Maus halt auch ganz feine Antennen und sie spürt, dass es bald eine Veränderung geben wird…