„Ausruhen kann ich mich mit 50“

Polly Hollenstein kenne ich schon eine Weile. Zuletzt verband uns vor allem die Teilnahme an einem Outdoor-Trainingsangebot in der Region. Ich bewunderte es damals total, wie sie als Mama von drei Kindern, die sie mit kurzem Abstand zueinander bekam, eisern trainierte und heute eine richtige Sportskanone ist. Und noch viel mehr… aber lest selber. Ich habe ihr und ihrem Mann ein paar sehr „gwundrige“ Fragen über sie und ihr Familienleben gestellt und bekam entwaffnend ehrliche Antworten – ein wunderbares Interview einer tollen und aktiven Familie.

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Polly, Yves, mögt Ihr Euch kurz vorstellen? 🙂
Polly: 36 Jahre alt, geboren in Naihati (Indien) und mit neun Monaten von einer Schweizer Familie adoptiert. Aufgewachsen bin ich am Grabserberg. Ich liebe meine Familie, ich mag Sport und bin ein offener und lebensfroher Mensch.
Yves: 36 Jahre alt, aufgewachsen im Zürcher Oberland, Sportfanatiker (Laufen und Velo). Werde schwach bei Süssigkeiten, meiner Frau und den Bergen. Wenn ich einen schönen Berg sehe, verspüre ich den unweigerlichen Drang, da hinaufspringen zu müssen.

Wie habt Ihr Euch eigentlich kennen gelernt?
Yves
: Im Zug. Wir sassen im selben Abteil. Das erste Date fand dann in Rorschach beim Hafen statt. Am gleichen Abend haben wir uns das erste Mal geküsst.
Polly: Da hat mein Mann ja schon alles geschrieben. Stimmt, der erste Kuss war an diesem Abend, aber nicht romantisch am Hafen sondern in der Buchser Industrie. Aber das ist eine andere Geschichte 😉

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Ihr habt 3 Kinder relativ schnell aufeinander bekommen, wie war das für Euch?
Yves
: Wie ein Schleudergang. Alles ging Schlag auf Schlag und ich frage mich manchmal selber, wie wir das bis jetzt alles geschafft haben. Vielleicht darum, weil es einfach passiert ist und wir das nicht so geplant hatten.
Polly: ich habe es nicht so empfunden. Ich bin in die Mama-Rolle immer besser reingewachsen. Mit jedem Kind wird man routinierter und gelassener.

Yves ist hellhäutig und blond, Polly, Du bist eine in der Schweiz aufgewachsene Inderin. Werdet Ihr oder Eure Kinder manchmal darauf angesprochen? Kämpft Ihr da manchmal gegen Vorurteile oder sind die meisten Leute wohlwollend?
Yves
: Manchmal sieht man an gewissen Blicken schon, was diese Personen gerade denken. Aber im Grossen und Ganzen gibt es keine grösseren Probleme. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass unsere Kinder mal in der Schule wegen ihrer dunklen Mutter „gehänselt“ werden. Wir versuchen, ihnen genügend Selbstbewusstsein mit auf den Weg zu geben, damit sie damit umgehen können.
Polly: Ich bin in Grabs bekannt wie ein „bunter Hund“ 😀 Man weiss einfach, dass die Hollenstein-Kinder einen dunklen Teint haben. Wenn Gspänli unserer Kinder Fragen stellen oder auch wenn meine Kinder fragen , warum ich denn so braune Haut habe, gebe ich immer offen und ohne gross ein „Tamtam“ zu machen, Auskunft.

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Ihr musstet in den letzten Jahren öfter umziehen, Yves war eine Zeit lang arbeitslos, das war sicher, nebst drei kleinen Kindern, auch keine einfache Zeit. Hat Euch das alles stärker gemacht als Familie oder seid Ihr einfach froh, dass Ihr nun endlich angekommen seid?
Yves
: Für uns ist es eine unendliche Erleichterung, nun endlich angekommen zu sein. Das war in der Tat keine einfache Zeit und ich möchte sie nicht noch einmal erleben müssen. Doch sie hat uns auf jeden Fall auch stärker gemacht. Wenn du das als Familie durchstehst, schweisst dich das zusammen und macht dich gelassener für die all die kleinen Schwierigkeiten, die das Leben sonst so bereithält.
Polly: An diese stressige Zeit denke ich nicht gerne zurück. Es war eine riesige Belastungsprobe für uns als Famlie, für unsere Ehe und auch für unser Umfeld. Wie Yves schon geschrieben hat, hat dies uns aber stärker gemacht.

Yves konnte unterdessen eine tolle Stelle antreten – nur leider in Zürich. Wie arrangiert Ihr Euch diesbezüglich?
Yves
: Ich habe das grosse Glück, dass ich einen sehr flexiblen Arbeitgeber habe und kann die viele Zeit im Zug zum Arbeiten nutzen. So bin ich eigentlich abends fast zur gleichen Zeit zuhause wie andere berufstätige Väter, ich stehe einfach sehr viel früher auf. Mein Wecker klingelt jeweils um 4.30 Uhr.
Polly: Ich finde es unglaublich, dass mein Mann immer so früh aufstehen muss. Ich habe früher ebenfalls in Zürich gearbeitet und gependelt. Ich kann darum ein wenig mit ihm mitfühlen. Es ist echt hart, aber wie gesagt, zum Glück ist der Arbeitgeber flexibel. Aber ich denke, dass er sich manchmal einen Job in der Nähe wünschen würde. Aber es müsste genau diese Stelle sein und die gibt es nun mal nur in Zürich. Ich bin sehr dankbar, dass er das so macht. So haben die Kinder ihren Papa mit wenigen Ausnahmen wenigstens 2 Stunden pro Tag.

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Wer entlastet Dich im Alltag mit den Kindern, Polly?
eine Eltern kann ich immer fragen wenns irgendwo brennt und ich Hilfe brauche. Ab und zu kommen auch Babysitter zum Einsatz. Da die Familie von meinem Mann nicht in der Ostschweiz wohnt, ist die Entlastung sehr einseitig.

Du hast nach der Geburt Eures 3. Kindes bald intensiv begonnen, zu trainieren – Outdoortraining, Laufen, Biken. Ein nächstes Ziel von Dir ist sogar ein Berglauf. Auch Yves ist ein passionierter Läufer und Ihr habt heuer schon beide für Euch allein einen Sporturlaub gemacht – wie schafft Ihr das nur? Haltet Ihr Euch beide jeweils den Rücken frei damit der andere sich die Zeit für den Sport nehmen kann?
Yves: Für uns ist es wichtig, dass jeder von uns auch „sein Ding“ machen kann. Und da uns beiden der Sport sehr wichtig, schauen wir, dass wir das einander ermöglichen. Meist ist es so, dass ich am Morgen und sie am Nachmittag geht – oder umgekehrt. Oder dass wir, wenn ich am Abend nach Hause komme, nur schnell die „Übergabe“ machen, damit Polly zum Sport kann. Ich kann unter der Woche auch meist über Mittag trainieren. Mein Büro liegt direkt am Fusse des Üetlibergs – also ideal für einen Läufer. Für jeden von uns hat der Tag 24 Stunden und Sport machen zu können, ist vor allem eine Frage der Organisation. Was dabei oft zu kurz kommt, ist der Schlaf. Am Wochenende gehe ich oft auch frühmorgens eine Runde laufen, dass keine oder nur sehr wenig wertvolle Familienzeit verloren geht. Gerne würden wir ab und zu auch gemeinsam Sport machen, aber das ist i.d.R. nicht möglich. Unser Traum ist eine gemeinsame Bikewoche – ohne Kinder. Aber dafür müssen wir uns wohl noch ein paar Jahre gedulden.
Polly: Früher habe ich lieber im Liegestuhl Kräfte gesammelt und seit einem Jahr sammle ich meine Kräfte beim Sport. Ich hätte das nie von mir selber gedacht. Aber wenn ich mal zwei Tage nichts machen kann, werde ich hässig und will Sport treiben. Es gibt mir Power für Alles. Und es ist Zeit nur für mich.

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Wie schafft Ihr es, noch Zeit für Euch als Paar zu haben?
Yves: Was ist das?!? Nein, es ist schon so, die gemeinsame Zeit für uns als Paar ist – neben dem Schlaf – dasjenige, was bei uns am meisten zu kurz kommt. Wir versuchen, so gut es geht, uns kleine Inseln zu schaffen. Das kann ein gutes Gespräch sein, wenn die Kinder schlafen oder gerade einmal friedlich spielen. Oder dann natürlich die gemeinsame Zeit für uns als Familie.
Polly: Das kommt klar zu kurz. Auch weil wir unsere Kinder nicht wirklich abgeben können. Ich würde sehr gerne wieder mal ein Weekend irgendwo mit meinem Mann verbringen. Einfach nur wir zwei. Aber da ist noch Geduld gefragt.

Da Ihr schon sportlich geurlaubt habt, macht Ihr trotzdem noch Ferien als Familie irgendwo oder bleibt Ihr zuhause?
Yves
: Wir hatten im Juli einen gemeinsamen Familienurlaub im Ravensburger Spieleland und im Tirol. Im Oktober gehen wir dann noch gemeinsam nach Bergün.
Polly: Diese Sommer-Kurzferien waren sehr schön. Ich finde, sobald man aus dem Alltag raus ist, sind es wirklich Ferien. Zu Hause ist man doch immer mal wieder etwas am haushalten und werkeln und es fühlt sich nicht wie Ferien an. Darum gehe ich gerne weg. Es muss gar nicht weit sein.

Polly, Du hast in Eurem neuen Zuhause einen Raum, das „LOKAL“, in dem Du regelmässig für Gäste und besondere Anlässe kochst. Auch bietest Du einen Mittagstisch für Kinder und andere Interessierte aus der Region an. War das Kochen schon immer eine Leidenschaft von Dir?
Ich koche für mein Leben gern. Meine Kinder könnten zwar von Teigwaren und Chicken Nuggets leben, aber ich nicht 😀 Es ist toll, zu erfahren, dass mein LOKAL so gut ankommt und ich bin gespannt, was noch kommt. Ich habe gemerkt, dass vorallem meine Indischen Abende sehr gut ankommen. Ich plane nun, dies jeweils einmal im Monat anzubieten. Das grösste Kompliment für mich ist, wenn die Gäste wieder kommen. Was will ich mehr?

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Unterstützen Dich Deine Kinder beim Kochen oder spielen sie dann in Ruhe?
Zum Teil kann ich vorbereiten, wenn sie da sind, muss aber immer mal wieder wegspringen. Daher sind die meisten Anlässe am Weekend. So kann mein Mann dann auf die Kinder aufpassen. Ohne ihn wäre es kaum möglich, ganze Buffets vorzubereiten. Ich habe aber auch liebe Freundinnen, die mich immer wieder unterstützen und helfen.

Die Stelle in einem Laden hast Du nun aufgegeben?
Ja. Das LOKAL ist mir wichtiger und braucht auch immer mehr Zeit. Ich hätte nicht gedacht, dass es so laufen wird. Auch habe ich zweimal pro Woche ein Tageskind bei uns zu Hause. So gibt es immer etwas zu tun. Ich kann nicht auf allen Hochzeiten tanzen. Auch das musste ich lernen.

Wie muss man sich das vorstellen mit dem LOKAL? Planst Du jeweils die Mahlzeiten und kaufst dann gezielt ein oder läuft das spontan? Und woher nimmst Du Deine Ideen?
Ich stöbere in Zeitschriften, im Internet, ich frage Köche in Restaurants, wenn mir etwas schmeckt, ich gehe mit offenen Augen durch die Welt. Ich finde überall Ideen und probiere gerne aus. Mal klappts und manchmal auch weniger. Ich lerne gern. Ich lade auch zu Testessen und bin froh um ehrliche Kritik. Das hilft mir weiter.

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Yves, Du bist als Vater auch sehr präsent, unternimmst viele Sachen mit den Kindern damit Polly zum Sport kann. War es für Dich immer selbstverständlich, Dich auch intensiv um die Kinder zu kümmern, obwohl Du jeweils sehr engagiert im Beruf warst und bist?
Ja und nein. Ich finde, es ist eine Aufgabe, in die man hineinwächst. Ich wollte immer eine Familie und es war für mich immer klar, dass ich mich dann ebenso um die Kinder kümmern werde. Doch es ist nicht immer einfach, den Spagat zwischen Beruf, Familie und Sport zu meistern. Was einem wirklich hilft, ist Gelassenheit. Man ist nicht perfekt und Fehler gehören dazu. Wenn man aber überall für sich das Optimum rausholt, darf man stolz und zufrieden sein. Die Kinder können einem so viel zurückgeben, wenn man ihnen Zeit und vor allem Präsenz schenkt. Sie merken sofort, wenn du zwar mit da bist, aber mit dem Kopf irgendwo anders. Es sind wunderbare Momente, wenn es einem gelingt, sich voll und ganz auf die Kinder einzulassen. Ich nenne sie die „Flow-Momente“. Aber ich muss zugeben, das gelingt mir nicht immer gleich gut.

Familie, Beruf, Partnerschaft und Sport – wann ruht Ihr Euch mal aus?
Yves
: Zugegeben, manchmal laufen wir beide echt auf dem Zahnfleisch. Doch irgendwie schafft man es immer wieder, sich zu erholen. Es ist ja nicht so, dass alles nur Belastung ist. Familie oder der Beruf kann einem auch sehr viel Befriedigung geben. Und wenn einem etwas Spass macht, dann empfindet man vielen Stress gar nicht negativ. Das Gleiche beim Sport. Natürlich bin ich körperlich kaputt, wenn ich drei Stunden über alle Berge gerannt bin. Doch mir gibt das eine enorme innere Zufriedenheit und Ausgeglichenheit. Wir sind sowieso nicht eine Familie, die lange still sitzen kann. Haben wir an einem Sonntag mal nichts vor, kommt spätestens am Nachmittag die Frage: „Und was machen wir heute noch?
Polly: Stimmt. Die Tage und Wochen vergehen wie im Flug. Es ist 22.45 Uhr. Vorher habe ich die Kinder ins Bett gebracht und bin selber fast eingeschlafen weil letzte Nacht nur vier Stunden drin gelegen sind. So vergehen die Tage und wenn ich daran denke, dass am Montag Leena in die 1. Klasse kommt, David mit dem 1. Kindergarten beginnt und Nino bereits in die Spielgruppe darf, dann denke ich, die Jahre vergehen wie im Flug. Jetzt sind zuerst meine Kinder dran. Ausruhen kann ich mich mit 50. Darauf freue ich mich.

Polly, Yves – vielen Dank für Eure ehrlichen Antworten, in denen sich wahrscheinlich viele wiederfinden, die es gerade ähnlich „streng“ haben 😉

Fotos: Familie Hollenstein
Hier gibt es Infos zum LOKAL Grabs

Mitt(e)Woch(e)-Beitrag: läuft

Zwischen all den laufenden und anstehenden Wettbewerben möchte ich mich auch mal noch persönlich hier melden. Dank der Sportwoche geniessen wir eine total gechillte letzte Ferienwoche (schrieb’s und es kam anders?? :D) Nein… ich kann mich nicht beklagen. Zwar gab es am Sonntag Abend, nachdem wir die Kinder wieder aus dem Tessin zurück hatten, ein ziemliches Drama weil sich beide urplötzlich nicht mehr daran erinnern konnten, dass ich sie für die Sportwoche angemeldet hatte und natürlich wollten beide ums V…en nicht mehr hin gehen. Es gab Tränen und Geschrei, alle lagen sich in den Haaren. Ein normaler Familienkrach, wie es ihn bei uns öfter mal gibt… *räusper*
Es war schier unmöglich, die Kinder mit sachlichen Argumenten davon zu überzeugen, dass die Sportwoche ganz toll ist und wir doch einfach mal unbedarft gemeinsam hingehen und, dass Mama schon bezahlt hat (grrrrr!!!).
Die Nacht war aufgrund des späten Konflikts unruhig und am Morgen schmiss der Grosse mir wütend ein Puzzle vor die Füsse, aber es half nichts, wir fuhren hin und wie erwartet, kam alles bestens, sprich, beide blieben und waren dann beim Abholen auch sehr zufrieden. Überhaupt konnte ich nicht nur täglich um 11.30 Uhr zwei zufriedene Kinder abholen, nein, sie hatten auch noch ziemlichen Appetit und dehnten die Zufriedenheit über den gesamten Tag aus. Am Montag Nachmittag wurde alles mögliche angeschleppt, um dem Mäuschen ein „Krabbelparadies“ zu schaffen und gestern wie heute wird friedlich mit einem Nachbarskind draussen gespielt.
Nur der erste(!) Wackelzahn macht dem Grossen derzeit zu schaffen, ich erinnere mich an meine Kindheit (Türklinke-Schnur-Zahn, wer kennt’s?).


Das Mäuschen übt sich derweil in der Fortbewegung und dehnt entsprechend ihre Zufriedenheit am Boden etwas aus. Besonders dann, wenn die Grossen auch bei ihr sind, daneben spielen und sie animieren. Sie zieht sich bereits einarmig so halb-seitlich vorwärts, erst langsam, aber wenn sie etwas Spannendes erreichen will, zieht sie das Tempo auch schon etwas an. Die Krabbeldecke dürfte damit demnächst ausgedient haben.


Ganz toll findet sie natürlich auch die Teilnahme an den Mahlzeiten. Weil sie im Newborn-Aufsatz nicht mehr zufrieden war und immer auf den Schoss wollte, haben wir ihren Tripp Trapp umgebaut. Sie ist jeweils total aufgeregt, wenn wir sie in den Stuhl setzen und ganz wild auf das Essen. Fällt ihr mal was herunter, äussert sie lauthals Protest. Jaja, noch finden wir das ganz süss und witzig 😀


Ach je, nur noch wenige Tage und die Sommerferien sind hier offiziell beendet. Es stimmt mich ganz wehmütig. Die Grossen freuen sich natürlich auf Schule und Kindergarten, wo sie ihre Gspänli wieder sehen werden. Für die Maus beginnt das letzte Kindergartenjahr. Die erste Woche wird sicher noch locker. Der Mann hat feiertagsbedingt Mo-Di frei und wir werden sicherlich zum Fürstenfest nach Vaduz fahren. Die Sportkurse starten genau so nächste Woche wie die Kita-Eingewöhnung. Ihr könnt Euch vielleicht vorstellen, wie mir deshalb zumute ist. Hätte ich nicht doch noch länger warten sollen? Wird es gut klappen? Einerseits bin ich viel gelassener weil ich die Erfahrungswerte von den Grossen habe, andererseits ist es doch bei jedem Kind gleich schwer, loszulassen. Auch wenn ich zwei freie Vormittage gut gebrauchen kann um in Ruhe zu arbeiten etc. und es ja wirklich das Minimum ist, kann ich nicht aus meiner Glucken-Haut heraus und geniesse unsere Jüngste ja wirklich sehr. Ach, drückt‘ mir bitte einfach die Daumen. Und sollte es wirklich nicht klappen, kann ich jederzeit die Reissleine ziehen, soviel steht mal fest 🙂 Ich erinnere mich eben an so manches Drama mit den Grossen, wobei die dann wahrscheinlich tatsächlich schon älter waren. Aber ich hatte auch stets das Glück, total einfühlsame Betreuerinnen zu haben, die mir auch zugestanden, mich so lange mit in den Raum zu setzen, bis ich problemlos gehen konnte. Das ist nicht selbstverständlich, aber sooo viel wert. Und ich bin auch froh, dass ich keine Festanstellung habe und Punkt XY irgendwo im Büro sein muss. Sonst hätte ich es mir auch nicht leisten können, einfach noch 20min im Kita-Raum zu sitzen oder 10min nach dem Weggehen anzurufen, ob alles gut ist oder einfach hinzukommen wenn sich das Kind nicht beruhigt hätte… grosse Dankbarkeit!


So. Der langen Rede kurzer Sinn werden wir diese Woche also hoffentlich so harmonisch zu Ende bringen, wie wir sie begonnen haben. Am Sonntag ist die Maus noch auf ein „Zuckertütenfest“ eingeladen und je nach Wetter sind wir sicher draussen unterwegs.
Ach ja, warum wehmütig. Weil die Zeit halt eben so rast. Das Ende der Sommerferien deutet auch immer den Start des Herbsts an und den mag ich zwar, aber nach dem Herbst kommt die Kälte, der Winter, das mag ich nicht, und die Jahre ziehen ins Feld, eins ums andere, die Maus wird heuer 6, das Mäuschen bald darauf schon 1(!), der Grosse 8 (ACHT! :-O). Geht es Euch denn auch so??
Übrigens: ich hätte problemlos noch ’ne Woche Sommerferien erduldet (läuft ja wunderbar gerade), anstatt dann drei(!) Wochen Herbstferien, in denen der Mann natürlich nicht schon wieder frei nehmen kann. Dass wir heuer (aus gutem Grund natürlich) nicht ans Meer sind, macht mir auch zu schaffen. Einmal im Jahr muss ich einfach eine Woche ans Meer. Das Meer sehen, am Strand sitzen. Auch wenn ich schlussendlich lieber im Hotel-Pool bade, im Sand sitzen erdet so schön. Nächstes Jahr vielleicht…

Wochenrückblick #wib

Da ich diese Woche nicht wirklich zum Bloggen kam, versuche ich die ganze mal in einem Beitrag zu resümieren (sh. Vorsatz, öfter mal „tagebuchzubloggen“ 😉

img_4221Anfang Woche war nicht sonderlich viel los, aber nach dem Playdate am Mittwoch kam dann mein „Moment“. Mein Mann war zeitig zuhause, das Mäuschen soweit versorgt und so wagte ich es das erste Mal, abends alleine raus zu gehen und fuhr zum Training – natürlich mit gemischten Gefühlen. Einerseits wusste ich, dass die Grossen mit Fernsehen während meiner Abwesenheit gut beschäftigt waren, so dass mein Mann sich wirklich nur ums Mäuschen kümmern musste. Andererseits wusste ich nicht, wie sie auf meine lange Abwesenheit reagieren würde und ob mein Mann sie ins Bett bringen konnte. Letzteres gelang zwar nicht, aber sie schlief dann nach meiner Rückkehr nach dem Stillen gleich ein und liess sich durch den Mann immerhin gut beruhigen. Natürlich lag die Küche noch im Chaos, dafür war aber unsere Maus schon im Bett und nach dem Aufräumen konnte ich noch in Ruhe duschen.

Ich hatte meinen Mann mehrfach gebeten, anzurufen, wenn was wäre, was er ablehnte und so war ich ziemlich nervös und schaute bei jeder Trinkpause aufs Handy. Aber das Training war grandios. Ich freute mich, die bekannten Gesichter wieder zu sehen und traf auch zwei „neue“ Mitglieder im Club, die ich bereits kannte. Energie hatte ich ebenfalls genug, um das anstrengende Training gut zu meistern. Im Nachhinein stellte sich dann heraus, dass ich auch ein wenig zurückhaltender sein hätte dürfen, denn meine Arme taten mir die halbe Nacht über ziemlich weh und ich schmierte sie 2x mit einer Salbe ein, die dann wohl half.

Obwohl also mein Ausflug richtig toll war und ich das wirklich sehr gerne öfter machen würde, hatte ich ziemliche Gewissensbisse… typisch Glucken-Mama eben.

IMG_8967Am Donnerstag war mein Vater mit seiner Frau zu Besuch und lud uns abends, da mein Mann einen Termin hatte, in die Pizzeria ein. Das war sehr lecker und ging auch mit dem Mäuschen gut. Wir sind dann einfach zeitig wieder nach Hause, wo ich sie gleich ins Bett bringen konnte.
Zuvor brachten sie den Grossen noch zum Boulder-Gruppenkurs zum Schnuppern und wir werden ihn nun definitiv anmelden. Ich freue mich sehr, dass er nun etwas gefunden hat, das ihm gefällt, da ich es wichtig finde, dass die Kinder sich sportlich betätigen, schliesslich sitzen sie in der Schule den halben Tag lang nur und müssen sich konzentrieren und am Abend merkt man dann deutlich, dass sie die Energie nicht losgeworden sind…
Und die Maus werde ich zum Ballett anmelden.

IMG_8987Am Samstag schloss der Grosse dann seinen Schwimmkurs ab und kam mit Tintenfisch- und Krokodil-Abzeichen stolz nach Hause. Die Maus wird dann nächste Woche abschliessen.
Ansonsten war unser Wochenende ruhig und wir sind nur heute kurz auf einen kühlen Sparziergang nach draussen.

So, one week to go, dann fahren wir in den Urlaub. Das ging jetzt irre schnell. Die nächste Woche ist gottlob nicht mehr viel los. Keine Termine mehr, nur noch der Schwimmkurs der Maus und vielleicht noch ein letztes Playdate vor den grossen Ferien. Das wird ruhig. Und am FR/SA heisst es dann wohl alle Sachen herrichten und Koffer packen. Ich bin gespannt, wie es wird… ich hoffe natürlich, dass es uns allen gefällt und sich v.a. die Grossen wohl fühlen. Beim Mäuschen habe ich da keine Bedenken 😉

IMG_8995.JPGUnser letzter Urlaub war ja der harmonischste, den wir je hatten, die Konstellation ist jetzt wieder anders und wir sind nicht am Meer, aber lassen wir uns mal überraschen…

 

 

Sommer, richtig Sommer

Ich vermisse das Bloggen… ich meine das Tagebuchbloggen wie ich es eigentlich eh und je immer gemacht habe und in letzter Zeit natürlich weniger. Ich fasse abends oft nur unsere Erlebnisse mit Fotos für meine FB-Seite zusammen und poste das dann. Geht halt schneller… aber eigentlich hätte ich ja eine App auf dem iPhone womit ich das auch auf dem Blog machen könnte. Ich vergesse es nur leider ständig 😀 Nun ja… und es ist jetzt auch nicht so, dass ich jeden Tag bahnbrechende Neuigkeiten und tausende Fotos hätte. Deshalb ist das ganz OK wenn es hier mal eine Weile ruhig ist… Aber irgendwas läuft immer… und ich komme endlich mal wieder dazu, was aufzuschreiben… am Montag hatte das Mäuschen einen Schub oder so und war sehr unzufrieden. Ich litt mit, und unter Schlafmangel, auch weil sie sehr früh wach war.

Die ganze Woche war geprägt von Sonne und einer Hitzewelle, die nicht abflachen will… vergeblich warten wir hier auf ein abendliches Gewitter, das etwas Regen und Abkühlung bringt. Stattdessen geht uns der Rasen fast ein. Ich schätze nicht nur wir pumpen abends einige Liter Wasser in die Botanik…

Tragemama mit Baby im Oscha Slings Tragetuch mit Rosenmotiv

Unterdessen nahen die Sommerferien schlagartig. Waren doch eben gerade noch Frühlingsferien und noch etliche Schulwochen vor uns. Aber nun naht sich alles dem Endspurt und wir haben bereits den neuen Stundenplan erhalten. Der unterscheidet sich nicht gross vom alten. Neu hat der Grosse einfach am Montag den langen Nachmittag. Ob das Sportangebot am Dienstag noch besteht, weiss ich nicht, muss ich noch abklären. Mi-Fr ist wie gehabt frei. Die Maus hat nach den Sommerferien wie ich es vom Grossen noch kenne neu an zwei Nachmittagen Kindergarten, Mo & Do. Damit sind am Montagnachmittag zwei Kinder ausser Haus und je nach dem, ob das Mäuschen dann vielleicht sowas wie einen Mittagsschlaf macht, gibt mir das etwas Zeit für mich oder zum Schreiben *hoff*.

Aber das Mäuschen und der Schlaf, das ist noch eine täglich schwankende Komponente… Ich wünschte mir, sie hätte schon einen etwas vorhersehbaren Rhythmus, aber vielleicht ist es ganz gut so wie es ist, sonst denkt man ja wieder „sie muss jetzt schlafen weil sie immer um diese Zeit schläft“ und so achtet man halt eher darauf, wann sie müde wird und nicht auf die Uhr. Wobei ich auch oft denke „sie hat doch erst geschlafen, sie kann gar nicht schon wieder müde sein„. Kann sie aber wohl… das ist wie beim Abhalten/windelfrei. Sie hat doch grad erst gepieselt, sie muss sicher nicht schon wieder… und dann habe ich die Pfütze weil mich dieser doofe Gedanke und die Angst, sie zu stressen davon abhielt, sie wieder über’s Töpfchen zu halten. Naja, wir tragen jetzt halt öfter mal eine Windel…

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Der Grosse ist mit seinem Boulder-Grundkurs durch und wird nun noch einmal in der Gruppe schnuppern. Meinem Mann wird ja Angst und bange, wenn er sieht, aus welcher Höhe die Kinder loslassen und auf die Matte springen ohne, dass sie vorher gelernt haben, wie man abrollt. Aber vielleicht machen Kinder das ja noch intuitiv? Nun, ich bin gespannt, ob der Grosse es durchzieht und einmal mehr überrascht. Lange wollte er rein gar nichts ausprobieren. Und Klettern oder Bouldern ist jetzt wirklich nichts, das irgendwer von uns oder seinen Freunden macht. Aber ich finde es prima, denn es war nun wirklich sein Wunsch und wenn man sich die Boulderer so anguckt, dann wird man schnell neidisch. Vermutlich die mit Abstand duchtrainiertesten Sportler. Sich irgendwo an ’nem Felsen festzuhalten mit dem ganzen Körpergewicht und vielleicht sogar noch überhängend – das braucht extrem viel Kraft. Klimmzüge machen Boulderer wie andere Treppen steigen…
Die Maus schnupperte ja im Ballett… ebenfalls etwas, das sie niemandem abgeguckt hat und nur aus Büchern kannte. So wie es aussieht, möchte auch sie in Zukunft dort hin gehen. Damit hätten wir dann tatsächlich jedem Kind sein (Sport)hobby! Und wenn es nach dem Mann geht, sollten die beiden auch die Schwimmkurse weiterhin besuchen, wenn auch im (näheren) Buchs – um dran zu bleiben. Aber erst mal enden in den nächsten 2-3 Wochen die noch laufenden Kurse, dann sehen wir weiter.

So… die Tage hier sind also gerade so ein Überstehen der Hitze und Verkriechen zuhause… hält ja keiner aus! In mit steigt derweil die Sehnsucht nach Meer, aber heuer fahren wir wirklich nur für eine Woche ins Tirol weil es mit Säugling und zwei Kindern, die man noch beaufsichtigen muss, sicher nicht sonderlich entspannend wäre. Und die Kleine hätte mal sowieso nix davon. Nächstes Jahr sieht es dann ja vielleicht schon wieder anders aus wenn sie laufen, sändala und bädala kann… die Grossen sind dann auch wieder ein Jahr älter und mit Kinderclub im richtigen Hotel (ich zehre immer noch vom letzten Jahr und würde sofort wieder hingehen) könnte es ganz nett werden, wenn auch sicherlich noch nicht sooo entspannt mit einem Kleinkind. In ein paar Jahren dann wieder… 😉 Anyway, ich bin kein Freibad-Fan. Mir sind da definitiv zu viele Leute, zu viel Trubel, zu wenig Platz… ich brauche ein Hotel mit schöner Poolanlage und dann muss ich mich auch nicht mehr über die Hitze beschweren, weil ich nach Herzenslust baden kann 😉

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Ansonsten sind die Tage hier eindeutig auch abgesehen von der Hitze einfach sehr fordernd. Zwei Streithammel und ein Baby, dazwischen der Haushalt und die Arbeit. Abends grilliert der Mann meistens (mit seinem neuen Sportgerät, das nun endlich den vor Rost zerfallenden, alten Grill abgelöst hat), dann müssen die Kinder unter die Dusche und ins Bett gebracht werden (was sich meistens zieht, kein Wunder, bei der Wärme kann ja keiner gescheit schlafen), ich kümmere mich um das Mäuschen und wenn sie schläft, fällt Wäsche oder Arbeit an, oft beides. Dazu kommt dann die Müdigkeit und vielleicht noch 10 Minuten einfach nur noch ein Eis essen und am Handy rumscrollen bevor das Bett überfällig ist. Nur die Wochenenden sind gemütlich. Aber so kann ich mich auf den Ferienbeginn freuen, denn der Mann hat 3(!) Wochen Urlaub (eine davon sind wir weg) und egal wie es kommt, zu zweit kann man alles besser abfangen 😉
Und, tja, Sport am Abend kann ich aus oben erwähnten Gründen noch immer kübeln. Die Tage sind lang, ich bin müde, ich werde gebraucht und wenn man dann abends en famille endlich mal raussitzen kann, weil die Temperaturen angenehm sind, was Gutes auf dem Grill liegt etc., dann will man das halt auch geniessen… ich schätze mal, kühlere Tage gibt’s früh genug wieder und so setze ich einfach auf die, um wieder loszulegen…

Der Mann hat es auf Arbeit grad auch nicht locker… immer viel los… und bevor ich mich jetzt noch müde an einen weiteren Text setze, wünsche ich Euch allen da draussen einen möglichst kühlen Kopf! Schaut auf Euch! 🙂

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Mein Körper und ich

Ein langer Weg… ja, ein langer Weg war es für mich zu einer Figur, mit der ich einigermassen leben konnte. Schon als Kind war ich pummelig und war mir dessen bewusst. Schon damals waren mein Körper und ich keine Freunde. Ich hatte Asthma (was sich irgendwann zum Glück „auswuchs“) und war wohl auch deswegen erstmal ziemlich unsportlich. Bis ich mit 16 Jahren endlich „richtig“ Sport machte. Ich begann mit Karate. Und wurde etwas fitter. Während dem Studium hatte ich weniger Zeit für Sport und einen gemütlichen Freund, den Sport nicht interessierte. Und irgendwann lernte ich meinen heutigen Mann kennen und der fuhr gerne mit dem Bike oder Rennvelo, joggte und wanderte und so passte das ganz gut mit dem gemeinsamen Sport am Wochenende und dem Umstand, dass der Mann gerne und gesund kochte, was wir dann auch zusammen machten. So war die Figur dann ganz passabel. Und dann wurde ich schwanger. Es war danach irgendwann wieder OK. Aber ich wurde wieder schwanger… und irgendwie hatte ich nach jeder Schwangerschaft mehr Kilos (und schwerere Babys :P) Lange gammelte ich unzufrieden vor mich hin. An lange Wanderungen oder Velofahrten war mit unseren Kindern nicht zu denken. Ich besuchte zwar regelmässig das Fitnessstudio oder irgendwelche Fitnesskurse, aber es bewegte sich nichts. Gesund kochen ist zudem mit Kindern auch so eine Sache. Erstens verschmähen sie vieles, zweitens kommt man im stressigen Alltag einfach nicht dazu, etwas Aufwendigeres zu kochen. Aber die Kinder wurden älter und selbständiger und ich kam nach Jahren des selbstauferlegten, abendlichen Hausarrests (nein, es störte mich nicht, ich finde nur kein anderes Wort dafür 😉 endlich dazu, abends wieder Sport zu machen. Richtig tolle Sportangebote gibt es an Hausfrauenvormittagen ja leider nur selten. Und Zumba oder Step-Aerobic sind mir halt zu öde…  Das regelmässige Training tat mir nicht nur sehr gut, es verhalf mir auch zu einer besseren Figur und einer gesünderen Ernährung. Zudem verträgt ein trainierter Körper auch mal etwas Ungesundes, ohne es gleich auf die Hüften zu packen 😉

Und ich esse halt für mein Leben gerne und zwar auch Ungesundes, is‘ so, leider. Drum war mein Rezept immer, ausgiebig Sport zu betreiben und nicht, mich ernährungstechnisch total zu kasteien – sorgt eh nur für Frust und man hält es nicht durch. Diäten mag ich auch nicht, wenn, dann sollte es schon eine längerfristige Umstellung sein… Und das Schöne am Sport ist ja, dass man sich halt automatisch anders ernährt, weniger Hunger hat oder halt eben darauf achtet, nicht allzu sehr zu schlemmen. Zumindest ist das bei mir so, dass ich direkt nach dem Sport eher Lust auf einen Apfel habe als auf Schokotorte 😀

Status quo nach der 3. Schwangerschaft: ich bin wieder dort, wo ich nach der 2. Schwangerschaft (viel zu lange) war. Und es stört mich. Ich fühle mich nicht wohl. Ich fühle mich eingeschränkt, mich ärgert es, dass ich zu schnell aus der Puste gerate. Mein Spiegelbild zeigt mir jemanden, der ich nicht sein will. Und ich meine damit nicht dieses „Dein Körper hat 3 Kinder geboren – akzeptiere und liebe ihn, so wie er nun ist und gib‘ ihm etwas Zeit“. Mich stören die Dehnungsstreifen am Bauch genau so wenig wie die etwas breiteren Hüften. Und ich weiss, dass der Bauch ein wenig Zeit braucht, um wieder der alte zu sein… aber nicht die Schwangerschaften oder die Babys haben hier ihre Spuren hinterlassen, sondern eher meine unkontrollierten Gelüste (und der grosse Appetit) während der Schwangerschaften und in der Stillzeit und vielleicht auch allgemein weil Schokolade auch Nervennahrung ist. Und die brauche ich gerade en masse… die Grossen streiten oft, die Maus ist nah am Wasser gebaut, das Mäuschen braucht viel Aufmerksamkeit. Mir bleibt kaum eine ruhige Minute für mich – schon Kaffeetrinken und Duschen sind Luxus und werden schnell-schnell erledigt. Das zehrt enorm. Und weil ich sonst kein Laster habe und vielleicht auch weil das nichts tun können in diesen anstrengenden Phasen, eine spezielle Art von Langeweile im Gebundensein, so widersprüchlich das auch klingen mag, muss ich einfach zwischendurch was zum Naschen haben. Ich weiss, man könnte das vielleicht auch erfolgreich substituieren oder so, aber ich wüsste grad nicht, womit…

Also werde ich hoffentlich bald wieder in eine „fittere“ Routine finden – mit viel Bewegung und Sport und auch einem grösseren Augenmerk auf die Ernährung; schon kleine Schritte und Verbesserungen zählen – drückt mir die Daumen!

PS: Das soll absolut kein Beitrag in der Form von „Wettrennen um den After-Baby-Body“ sein. Ich will und muss hier keiner gesellschaftlichen „Norm“ entsprechen und verachte jeglichen Druck, der den Frauen diesbezüglich immer gemacht wird. Ich muss niemandem gefallen, ausser mir selbst, und das will ich irgendwann wieder. Dann werde ich vielleicht auch irgendwann den „Mom-Un-Style“ wieder los, denn den perfektioniere ich ja auch v.a. dank meiner Figur. Weniger Pfunde heisst nämlich auch, dass ich wieder etwas weiblichere Kleidung tragen mag, also mal ein engeres Shirt, ein Kleid oder so… also mehr als aktuell 5% meines Kleiderschrankes nutzen – darauf würde ich mich gerne freuen können. Und, ja, ich weiss, dass man sich auch mit Extra-Pfunden sehr schön kleiden kann, aber ich glaube, dazu muss man sich halt echt wohl in seiner Haut fühlen können und ich kann das nicht. So… und zu allem Übel überlege ich gerade, mir an meinem Friseurtermin im Juni die Haare schneiden zu lassen weil mich die Pflege der langen Haare langsam stresst… nicht, dass es viel Aufwand wäre, da ich sie ja sowieso immer hoch binde, aber dadurch entstehen eben immer diese „Nester“ und ich muss das dann mühsam wieder ausbürsten und habe dann immer büschelweise Haare in den Händen. Kurz wäre also praktischer. Haben grad auch viele… ich bin nur leider der Ansicht, dass mir kurze Haare null stehen. Meinem schlanken Ich nicht und erst recht nicht meinem pfundigen Ich. Ich bin kein femininer Typ, ich habe kein allzu weibliches Gesicht, bin klein und habe zu breite Schultern etc. pp. Ich finde, dass kurze Haare nur gazellenartigen Frauen stehen oder solchen mit einem schönen, weiblichen Gesicht. Aber eben: es wäre halt ringer so… vielleicht schneide ich sie dann also… vielleicht kneife ich aber auch – oder was rät Ihr mir? 😉

Und an alle, die sich jetzt wundern, wieso ich es so eng sehe mit meinem Körper… es sind nicht nur die Pfunde, die mich latent immer stören, es ist vieles… es ist die Zornfalte, es sind die Zähne, die Muttermale… aber nicht nur diese „kosmetischen“ Fehler, ich bin auch gleich ein Häufchen elend, wenn mein Körper nicht funktioniert wie er sollte. Ich bin da sehr empfindlich… Nägelschneiden, Friseurbesuche, der Zahnarzt, die Geburt und das Wochenbett, eine Erkältung, Übelkeit – fragt meinen Mann: das ertrage ich alles nur ganz schlecht. Geht es mir nicht gut, bin ich eingeschränkt weil ich krank bin oder irgendwo verletzt, dann sieche ich dahin. Ich will gar nicht daran denken, was wäre, wenn ich irgendwann ernsthaft erkranke… oder mich das Alter irgendwann einschränkt… 

Beitrags-Foto entstand übrigens wenige Tage nach der Geburt…

Ein Tag wie er immer sein sollte…

Ich komm‘ doch tatsächlich auch mal wieder kurz dazu, einen hundskommunen Alltags-Blogbeitrag zu schreiben *g*. Dabei ist hier gar nicht so viel los, zumindest nichts, was ich nicht schon auf Facebook in a nutshell berichtet hätte. Aber da hier ja auch einige mitlesen, die nicht im Gesichtsbuch sind, kann ich ja ein wenig ausführen/wiederholen… fangen wir ganz aktuell bei heute an. Ein nach langem wieder mal total harmonischer und sehr zufriedenstellender Tag. Nachdem das Mäuschen gestern mal zeitig ins Bett kam (und ohne Terror ;), erwachte sie heute auch schön zeitig und wie immer fröhlich und zufrieden. Das ist echt schön, denn ich kenne es vom Grossen ganz anders (er wachte immer schreiend/weinend auf als er noch klein war). So konnte ich noch in Ruhe frühstücken bevor ich mit ihr ins Rückbildungsyoga fuhr. Zuhause dann rasch eine Brotzeit fürs Mittagessen parat gemacht… in Ruhe gegessen und am Nachmittag einen Spielgefährten für die Kinder empfangen. Und, Trommelwirbel, seit Wochen ein total ruhiger Nachmittag. Kein Kind hat gestritten! Sie waren weder laut, noch wild ,noch gelangweilt. Es lief einfach blendend! Ich kam auch dazu, noch ein Interview abzuschliessen und ein Paket zu verpacken etc.
Der Nachmittag war ruckzuck um, das Gastkind wieder nach Hause geschickt, ein Brathähnchen in den Ofen geschoben und dann kam auch schon der Mann nach Hause. Leider vergass ich, einen Salat zu rüsten oder eine sonstige Beilage, aber schmeckte trotzdem. Das Mäuschen war auch den ganzen Tag über äusserst zufrieden. So dürfte es immer sein, liebes Universum! 😉
Und sonst? Die Maus lernte ja letzten Freitag einfach so, wie man Velo fährt. Es ging einfach, obwohl ich es schon fast aufgegeben hatte, dass sie es so einfach lernt wie der Grosse damals… weil der kein für ihn passendes Velo besass, besuchte der Mann letzten Samstag mit ihm nach dem Schwimmkurs flugs einen Velohändler und zurück kamen sie mit einem tollen, roten Mountainbike – dem ersten eigenen Velo also quasi. Cool! Und gleich am Sonntag machten wir eine erste kurze Tour durch die Felder – yay!
Wir haben auch Traktandum „Passfoto des Mäuschens machen“ abgehakt, nun muss ich nur noch damit zum Amt und hoffe dann, dass die damit eine ID ausstellen können denn die werden wir brauchen wenn wir demnächst nach Deutschland ins Legoland fahren…
Gestern hatte ich dann meine erste Stromtrainings-Session und habe ziemlich geschwitzt. Es sind ja nur 20min (und damit das perfekte Training mit Baby weil das Mäuschen die Zeit über auch relativ ruhig daneben liegen und „zugucken“ konnte), aber die haben es durchaus in sich. Es war schön anstrengend, abwechslungsreich und fühlte sich eigentlich nach mehr als nur 20min an. Am Abend (auch jetzt noch) spürte ich dann auch alle möglichen Muskeln, von denen ich nicht wusste, dass sie noch existieren. Es war auf jeden Fall ganz toll, mich bzw. meinen Körper wieder auf diese Weise zu spüren und es machte definitiv Lust auf mehr und so war ich ganz froh, mich schon heute wieder bewegen zu dürfen auch wenn es nur supersanftes Yoga war. Am liebsten wäre ich am Abend noch ins Kampfsporttraining aber den Start schiebe ich doch noch ein wenig auf weil es halt abends doch eher problematisch ist… aber mal sehen, vielleicht klappt es ja in den Ferien mal…
So. Auch heute will ich versuchen, vor 23 Uhr ins Bett zu kommen. Morgen habe ich noch ein Interview, das hoffentlich gut verlaufen wird (Mäuschen wird dabei sein) und am Nachmittag ist nichts geplant bis jetzt. Dafür wird der Freitag dann nochmals eine Herausforderung weil mein Mann abends nicht da ist und die Maus Schwimmkurs hätte, so dass ich mit dem Mäuschen mit muss in die viel zu warme Schwimmhalle – bäh! 😦
Aber dann ist auch schon wieder Wochenende, das Wetter soll schön werden und für die Kinder ist es der Beginn von 2 Wochen Frühlingsferien. In der ersten Woche haben sie noch 1 bzw. 2 Ferienkurse (nichts Grosses, dauert keinen halben Tag jeweils), dann ist auch schon Ostern und in der Woche darauf ja unser Ausflug ins Legoland mit Übernachtung. So früh schon auswärts mit dem Mäuschen, ich hoffe, dass sie es gut verkraftet, aber, wenn ich mir so den heutigen Tag ansehe, komme ich nicht umhin, nochmal zu sagen (ohne etwas verschreien zu wollen), dass sie einfach das „gechillteste“ meiner Kinder ist. Nein, wirklich. So einen absolut ruhigen, wein-/schreifreien Tag wie heute hatte keins meiner Grossen in dem Alter. Ich bin sehr, sehr dankbar dafür und auch so, so froh, sie in unserem Leben zu haben und ich bin total neugierig, wie sie sich noch entwickeln wird. Im Moment macht sie ja noch nicht viel, aber was sie besonders spannend findet, ist meine Hand. Wenn ich die so über sie halte und bewege, beobachtet sie sie ganz aufmerksam und mit einer ziemlichen Ausdauer. Schön… mehr über sie dann wieder im 3-Monats-Bericht 🙂

Jahresrückblick und Ausblick

Mein 2016 war vor allem geprägt durch die Schwangerschaft, die ich im Mai bemerkte. Das muss ich gar nicht mehr gross zusammenfassen, zumindest nicht für diejenigen, die hier fleissig mitgelesen haben. Die Schwangerschaft kam zu einem Zeitpunkt, an dem ich irgendwie nicht mehr daran glaubte, dass es noch klappt… entsprechend befand ich mich gerade auf einem Ego-Trip, machte viel Sport und genoss es, meist relativ problemlos raus zu können. Die Kinder kamen so langsam in ein Alter, in dem ich sie abends oder am Wochenende auch mal beim Papa lassen konnte, ohne dass sie mich arg vermissten. Dem voraus gingen aber auch etliche Male, in denen ich via SMS/Anruf zurückgepfiffen wurde noch bevor die Trainingsstunde begann. Es war dann also auch ein wenig Auf und Ab, gefühlsmässig… sehr lange hatte ich mir noch ein Kind gewünscht und es kommt ausgerechnet dann als ich mich schon fast damit abfand, dass es nicht mehr kommen wird und mich wieder in den Kampfsport reinkniete, der mir sehr viel bedeutet, von dem ich aber auch wusste, dass ich ihn nun lange wieder nicht ernsthaft ausüben können würde. Bis ich wieder ein anständiges Pensum trainieren kann, wenn überhaupt je, bin ich fast zu alt und fange wieder von vorne an.
Im Juli verbrachten wir den bisher schönsten aller Urlaube in Mallorca. Zum ersten Mal stimmte einfach sehr viel. Das Hotel war perfekt, die Maus besuchte fleissig und gerne den Kinderclub und der Grosse beschäftigte sich auch schon ein wenig besser und beide übten fleissig mit Papa das Schwimmen… Nein, auch hier lag ich selten mal lange auf dem Liegestuhl und ein Auge mussten wir immer auf die badenden Kinder haben, aber ich schaffte immerhin ein Buch und ein paar Zeitschriften.
Als die Kinder im August mit Kindergarten und Schule starteten, brach wiederum eine neue Ära an… Loslassen müssen auf der einen Seite, Stolz und mehr Freizeit auf der anderen. Die Vormittage, auch wenn sie meist schnell vorbei gingen, gehörten nun komplett mir. Ich hatte Zeit, in Ruhe hauszuhalten, einzukaufen, zu arbeiten. Ich hatte Zeit für den Blog und Nestwärme und um zu nähen. Und auch wenn so die Wochen vergingen wie nichts und ich Langeweile wirklich niemals hatte, so war das genau das, was ich brauchte. Und vielleicht schätzte ich es noch ein bisschen mehr weil ich wusste, dass es ab Januar wieder anders kommen wird.
Nichtsdestotrotz genoss ich die Schwangerschaft sehr (bis auf die ersten drei von Übel- und Müdigkeit geprägten Monate vielleicht 😉 und freute mich über den wachsenden Bauch und die Termine beim Gyn oder mit der Hebamme. Bis ich das Baby richtig gut spüren konnte, dauerte es dieses Mal viel länger (Vorderwandplazenta?), was mich lange stetig Sorgen machen liess. Aber sobald ich die Bewegungen gut und regelmässig spürte, war alles gut. Ich erkannte auch langsam die Vorteile darin, einen Nachzügler zu bekommen und genoss es immer sehr, wie bewusst die Grossen den Bauch wahr nahmen, streichelten und zum Baby sprachen.
Im Sommer noch baute der Mann ein Familienbett damit wir alle genug Platz haben. Anfangs brauchten wir es kaum, aber gegen Ende Jahr schliefen wir sehr oft zu viert darin.
Was den Sport betrifft, so machten es die ersten drei Monate schwierig, regelmässig zu trainieren. Zu mies fühlte ich mich meist. Danach waren es doch wieder die Grossen… noch vor dem Kindergartenstart der Kleinen war es egal, wann sie ins Bett ging, Jetzt sollte sie zeitig schlafen und brauchte dazu doch oft noch mich und irgendwas korrelierte immer mit dem Training: entweder das gemeinsame Abendessen, auf das wir Wert legten bzw. an dem ich dann auch wirklich Hunger hatte, oder eben die Bettgehzeit…

Ausblick

Ich will mir nicht zu viele Gedanken darüber machen, wie es wird, denn es kommt sowieso immer anders, als man denkt. Ich lasse mich überraschen. Im Grunde bin ich sehr positiv und optimistisch gestimmt, zumindest auf die Zeit nach dem Wochenbett 😉 Natürlich ist man lockerer, wenn man schon zwei Kinder hat, aber es ist auch schon ein Weilchen her und neue oder auch altbekannte Herausforderungen gibt es immer, denn auch wenn wir nun schon eine Weile zu viert zusammen sind, so wird das neue Familienmitglied die Konstellation vielleicht doch auch über kurz oder lang ein wenig verändern…

Blog

Mein Wunsch ist es, mit der Ankunft unseres dritten Kindes, dem Blog endlich eine eigene Domain zu verschaffen, mal sehen, ob dies klappen kann… ich habe dieses Jahr viel geschafft, viel genetzwerkt und ganz viel Liebe, Leidenschaft und v.a. Zeit in dieses Projekt gesteckt. Zu viel Zeit vielleicht… Und ich möchte natürlich gerne gelesen und gesehen werden und Euch auch in Zukunft an unserem Familienleben teilhaben lassen, Euch mit interessanten Themen und ausgewählten Produkttests- und vorstellungen einen Mehrwert bieten und mit der einen oder anderen VerlosungDanke“ sagen können.

Nun bleibt mir nur noch, Euch allen von ganzem Herzen für Eure Treue in diesem Jahr zu bedanken und ich hoffe sehr, dass, auch wenn es demnächst hier wohl ruhiger werden wird und vielleicht eher mal Fotos auf Facebook und Instagram erscheinen, weil das schneller geht, Ihr weiterhin meine Leser bleibt 🙂
Kommt gut ins neue Jahr, möge es ein tolles Jahr für alle werden! Und wenn Ihr Lust habt, zu verraten, wie Ihr feiert und was Ihr für Wünsche ans neue Jahr habt, dann dürft Ihr gerne kommentieren 😉

Und so feiern wir morgen…

Wir haben morgen liebe Freunde (der zukünftige Götti des Bauchmädchens mit Familie) zu uns eingeladen. Es wird sicher ganz gemütlich… 🙂 Wenn ich es nicht vergesse, dann werde ich sicher das eine oder andere Foto posten 😉

Aus dem Alltag…

Ja, ich schaffe es doch tatsächlich auch mal wieder, einen simplen Alltags-Beitrag zu schreiben. Das kam, bis auf die SSW-Updates ja kaum mehr vor… tatsächlich verschlucken alle Pendenzen die Zeit für sowas, aber immerhin scheint diese Woche ein wenig ruhiger zu verlaufen und ich schaffe es doch ab und an ein Häkchen auf meiner To-Do-Liste zu setzen, was mich sehr erleichtert.
Die letzten Tage standen ganz im Zeichen des Föhns. Nicht, dass ich wetterfühlig wäre, aber mein Mann kann dann kaum schlafen, alles klappert, es reisst uns draussen schier die Pflanzen ab und ich war jeweils recht besorgt, ob die Kinder ihre Wege in Kindergarten/Schule und zurück ohne Unfälle meistern würden, man weiss ja nie… Mülltonnen lagen herum, ja, alles was nicht niet- und nagelfest war oder reingeräumt wurde, hat sich wohl irgendwohin verabschiedet. Ich liebe den Sturm trotzdem und es ist mir fast zu ruhig, jetzt da der Wind merklich schwacher wurde.
Unsere Woche begann gestern ruhig, ohne Playdate. Ich war morgens im Fitnesscenter und im Laden und zwischendurch immer wieder damit beschäftigt, Kleiderpakete zu machen. Auch habe ich gestern die Kleidung vom Smafolk-Gewinnspiel eingepackt, die Adressen ausgedruckt etc. Alles eine ziemliche Arbeit. Was die Kleider vom Grossen betrifft, so konnte ich schon etliche leere Kisten beiseite stellen. Langsam lichtet sich alles… aber es ist nicht einfach. Ich sehe ja in fast jedem Teil meinen Sohn als er kleiner war und knuddlig und süss und ich werde nostalgisch, sentimental, ach ihr wisst schon… nein, eigentlich haben die Klamöttchen keinen emotionalen Wert und doch… man erinnert sich vielleicht noch genau an die Zeit in der man sie gekauft hat, in der der kleine Mann sie trug… aber ich bemühe mich wie immer, meine Gefühle beim Aussortieren und Kisten packen in Schach zu halten…
suppeGestern Abend habe ich mal wieder die leckere Asia-Suppe nach einem Rezept von Jamie Oliver gekocht und die Kinder sind sogar recht zeitig ins Bett, so dass noch ein wenig Zeit zum Lesen gibt. Hier liegen nämlich nach wie vor zahlreiche Rezensionsexemplare rum, die ich noch durchlesen will… dazwischen mache ich Fotos für den Blog und Nestwärme, bereite Artikel vor etc. pp.
Morgen will ich noch auf Geschenkesuche für die Maus gehen, die ja Geburi und Weihnachten in der selben Woche feiert, und nachmittags sind wir zum Playdate auf einem Spielplatz verabredet. Also wieder ein voller Tag… drum will ich mich heute nach Möglichkeit noch meinen 1000 geplanten Nähprojekten widmen 😀
So. Gestern Abend guckte mein Mann zur Abwechslung mal TV. Ganz ehrlich, der läuft bei uns kaum noch. Wir haben den tatsächlich so ziemlich durch Social Media ersetzt – mein Mann mit seinen Youtube-Channels, ich mit FB, Insta, Blogging und so. Oder Lesen! Stricken wär‘ auch wieder mal schön! Und bevor mir jetzt wieder alle mit N*etflix!!! kommen! Nöö, kein Bedarf. Ich warte auf die neuen Grey’s-Folgen irgendwann im neuen Jahr und für die Gilmore Girls (daher übrigens der Blog-Name, den ich ab Januar zu ändern plane) leiht mir mit Glück eine Freundin mal ihr netflitziges iPad 😉 Filme? Könnten wir uns zur Not auch mal via Video on Demand kaufen. Uns reut aber meist das Geld. So what… aber ich bin abgeschweift! Es kam gestern eine Reportage über Crossfit im TV und ich sagte zu meinem Mann: „das mache ich dann nächstes Jahr auch!“ Er meinte nur lapidar, was ich sonst noch alles machen wolle neben Boxen und Karate, BJJ, MMA, Outdoortraining!? Erst mal wahrscheinlich gar nichts, für lange Zeit. Ausser vielleicht spazieren 😀 Und sehr wahrscheinlich bleibt das auch lange so, aber Crossfit würde mich schon reizen, auch wenn ich den Eindruck habe, dass ich das Handtuch nach 2 Sekunden wieder werfen werde oder erstmal so an die 20kg abnehmen müsste damit ich einen Klimmzug schaffe – haha. Wie dem auch sei, die Crossfitter wirken mega fit und muskulös und v.a. macht auch der Ausdauerteil einen grossen Part aus und Ausdauer ist meine Achillesferse. Nun, man kann ja langsam beginnen, ne? Irgendwann dann… 
Die Kids… die spielen und streiten und streiten und spielen, alles recht normal. Der Grosse überfordert sich gerade selber ein wenig mit dem Lesen-Lernen. Schon zum 3. Mal brachte er ein Blatt mit diversen Silben mit, das er „schnell“ lesen sollte und es geht schon wesentlich besser als vor einer Woche. Dennoch glaube ich, dass er (und da erkenne ich seinen Vater in ihm wieder) hier einen recht hohen Anspruch an sich hat. Ich denke, das ist nicht schlecht, aber eben mühsam für ihn. Ich kann mich schlecht damit vergleichen. Mir fiel in der Primarschule Lesen und Schreiben total leicht, ich war da immer fast fehlerfrei unterwegs. Mit dem Rechnen hatte ich mehr Mühe und irgendwann dann auch mit Grammatik, Interpunktion und so. Aber das kam erst im Gymi. Da äusserte sich dann wohl auch irgendwann der Minimalismus, der sich bis heute durch alle Bereiche meines Lebens zieht: nur das Nötigste machen. Ich bin in vielem einfach nur stinkfaul. Es sei denn ich mache war für andere, oder ich mache etwas richtig gerne, dann natürlich nicht. Und unser Grosser hat irgendwie beides… er setzt sich nicht hin und schreibt die Buchstaben bis sie perfekt sind, radiert immer wieder. Nöö, er macht halt das Blatt und gut. Und dann trotzdem beim Silbenlesen dieser selbstauferlegte Druck… jänu. Wir versuchen ihm gut zuzureden, was nicht hilft, ansonsten bin ich optimistisch. Auch er wird irgendwann prima lesen können… und ich mache ihm da keinen Druck. Der Minimalismus, Ihr habt’s gelesen, ich bin keine pushy mom… 😉
Oh und dann das noch: an diesem Wochenende soll ja schon der 1. Advent sein. Oder, ODER? Ach du… dann muss ich ja noch einen Adventskranz machen, dekorieren, und und und… Immerhin haben die Kids schon einen Adventskalender. Den haben die beiden schon vor ’nem Monat oder so gesehen und sich gewünscht. Natürlich vom dänischen Klötzchenfabrikant. Mir auch recht. 1. weil sie dann nicht morgens schon Schoggi futtern und 2. weil ich, da haben wir’s wieder, eh zu faul gewesen wäre, um… nein, das stimmt nicht ganz. Das hätte ich schon geschafft, zumindest das selber Füllen, das habe ich auch schon. Aber nicht das selber basteln. Wobei auch das gegangen wäre. Aber so ist auch gut. Der Grosse hat sich für die City-Version entschieden, die Maus für die Friends-Version. Jetzt muss ich nur noch herausfinden, wo ich die hingepackt hab‘ 😀
Ach, und schaut wieder rein… es wird bei mir an jedem Adventswochenende (und mehr? 😉 etwas Schönes zu gewinnen geben – für Euch u/o für Euer Kind 🙂 
Habt’s eine gute Woche! 🙂

SSW 31+1 – noch 2 Monate!

Ja, da motzt sie schon wieder, wie die Zeit geht! Ist aber auch wahr… ich habe das Gefühl, dass sich in der letzten Woche doch noch einiges „getan“ hat in und an meinem Körper… so bereitet es mir seit einigen Tagen Mühe, mich im Bett von Seite zu Seite zu drehen. Meine Hüftgegend beschwert sich da und ächzt. Vielleicht ist es auch eher die Symphysengegend denn die Hüfte macht mir nur noch selten Sorgen (immerhin!). Aus dem (sehr hohen) Bett zu steigen, ist ebenfalls eine Tortur, ich muss nun wohl den Schemel benutzen 😉 Ich merke, dass meine Taille weg ist (wohl schon länger), was sicher an der nicht mehr so sportlichen Ernährung liegt. Und ich merke, dass nun doch sehr viel nicht mehr geht… viel früher als gedacht (man hält sich ja immer für stärker…), habe ich nun alle Trainings bis auf das Fitnessstudio und Yoga, aufgegeben. Klar, die Motivation fehlt, wenn man nicht mehr so kann wie man gerne würde… leider motiviert mich auch das Studio-Training nicht wirklich, aber gut, wir versuchen dafür (mit Betonung auf versuchen), am Wochenende immer mal wieder längere Spaziergänge einzuplanen. Hier hoffe ich, dass das Wetter uns noch ein paar trockene Tage beschert…
Übrigens steht an diesem Samstag die #swissblogfamily an – ein Schweizer Elternbloggertreffen. Zwar muss ich ganze 4h für die Hin- und Rückfahrt mit dem Zug rechnen (ächz), aber eine Bekannte kommt mit, was sehr praktisch für mich schüchternes Reh ist (ich wäre sonst komplett überfordert mit so vielen neuen Leuten), und ich freue mich schon riesig auf Networking und die Podiumsdiskussionen 🙂 Ist das erste Treffen dieser Art in der Schweiz nachdem ich schon lange sehnsüchtig nach DE gelinst habe, wo es regelmässig tolle Blogger-Events gibt. Das weinende Auge, das ich am Samstag habe, gilt meiner Familie, die ich sich selber überlassen muss, aber ich bete einfach, dass die Kinder Lämmchen sind und es meinem Mann nicht allzu schwer machen… und dass ich nicht allzu spät wieder heimkehren darf natürlich 😉
So, und morgen ist ausnahmsweise kein Schwimmkurs, sondern Laternenfest im Kindergarten 🙂 Hoffentlich ohne Regen!

img_8508Seele: wenn ich zu etwas komme, ganz gut, wenn ich vor lauter viel los nix hinbekomme und abends keine 3 Seiten in einem Magazin durchblättern kann weil ich zu müde bin, dann ist’s doof… aber so generell bin ich ganz guter Dinge und zufrieden mit mir und meinem Bauch 😉
Untersuchungen/Arztbesuche: Nächste Woche kommt die Hebamme. Schon wieder!? Die war doch erst grad hier? Kommt die jetzt häufiger? Auf jeden Fall könnte sie mal das Tape erneuern… Leider antwortete sie mir diesbezüglich nicht auf meine SMS. Ich hoffe, sie tut das dann, wenn ich schreibe „es geht los!“ 😀
Gestern war ich noch beim Zahnarzt, zählt das auch? Also nur bei meiner Dentalhygienikerin, die gerade auch ihr (erstes) Kind erwartet, so 2 Monate nach mir und ihr Bauch sieht so aus als wäre sie erst im 3./4. Monat 😀
Körper: Fühle mich oft wie ein gestrandeter Walfisch, dann aber wieder ganz wohl. Wenn das Bauchmädchen bewegt, sieht man das nun auch von aussen, ich liebe es, dabei zuzuschauen auch wenn sie meist nur kurz aktiv ist… und dann lese ich doch heute wieder „von jetzt an werden die Bewegungen weniger“ weil das Baby keinen Platz mehr hat – doof!
Errungenschaften: BabyLegs! 🙂 Und die erste, selbstgenähte Splitpant. Und eine Bestellung hab‘ ich auch noch aufgegeben für einen Merino-Overall für den Winter und passenden Stiefelchen ❤ Wenn es etwas gibt, dass einer Mama mehr Spass machen könnte als Shopping, dann ist es Shopping für’s Bauchbaby 😀
Ach ja, ich bekam zudem noch ein Tuch und eine Trage zum Testen, dazu später mal mehr…
Geht gar nicht: immer noch diese doofen Alpträume. Wahlweise träume ich von giftigen Schlangen im Wohnzimmer meiner Eltern, wie es vor vielleicht 25 Jahren aussah (und das jetzt vermutlich im Umbau ist weil es jemand anderem gehört) oder anderen, beängstigenden Szenarien…
Geht gut: zwischendurch aufs Sofa legen. Ich muss das wieder konsequenter machen. Heute Mittag gelang es mal wieder weil a) die Kids und ich alleine waren und sie b) noch von einer lieben Bekannten Sticker für ihr Welt des Wissens-Buch bekamen. Sie waren beschäftigt und ich döste fast weg. Ja, für ganz fehlte dann doch die Zeit 😀
Must have: Leider immer noch Süsses… Salziges macht mich nur in Form von Sojasauce (an irgendwas dran) an…

SSW28+1 – von Kinder-Terminkalendern, Sorgen und Herzmomenten

„Ihr Baby ist so schwer wie eine Kokosnuss“

28. Woche, Du meine Güte, die Zeit rennt wieder enorm! Nach unserem Hochzeitstags-Weekend, das wirklich gemütlich und entspannend war, landete mein Mann schnell wieder im Alltag (Stress auf Arbeit und Grippesymptome), während ich noch Zeit mit den Kindern hatte, die ja diese Woche noch schulfrei sind 😉 Ich hatte mich sehr auf sie gefreut, aber natürlich brauchten sie ein wenig Zeit um anzukommen und verfielen auch schnell wieder in alte (Streit-)muster. Schlussendlich war ihnen zuhause einfach nur langweilig, aber das muss halt auch mal sein. Wir hatten dafür schon 2 Playdates, gestern eins draussen und ich musste nach nur rund 3h die Segel streichen weil ich dermassen durchgefroren war. Man denkt es sei noch warm genug, aber die Sonne war weg und eine Winterjacke wäre angebrachter gewesen… aber Hauptsache, die Kinder haben sich draussen bewegt und Freunde getroffen. Auch ich freute mich, zwei Freundinnen zu sehen, mit denen ich mich schon lange nicht mehr getroffen habe. Die eine hat ein Haus gebaut, die andere sonst viel um die Ohren und da nun ja alle Kinder Schule und Hobbys haben (so musste gestern auch die eine Freundin zeitig wieder gehen weil ihre Tochter ins Tennis musste und der Sohn der anderen bald darauf auch weil das Fussballtraining wartete), wird es fast unmöglich, Zeit zu finden… Ich fühle mich dann immer kurz „anders“ weil ich meinen Kindern keine grosse Angebotspalette biete, ihnen vielleicht Chancen vorenthalte und dann aber finde ich wieder, dass unsere Woche auch nicht leer ist und ich keine Lust habe, noch mehr herumzufahren bzw. dass ich finde, dass auch die Kinder mal einfach nur zuhause sein sollen oder zumindest flexibel bleiben… weil, entschliesst man sich für eine Tätigkeit, muss man sie in der Regel auch durchziehen und kann nicht nach Lust und Laune gehen, wenn es passt. Und so hat es mich fast ein wenig befremdet, wie die eine Kollegin Angebote von Singen über Englisch bis zu Tennis und Kickboxen prüfte oder schon besucht. Ich weiss, es ist gut gemeint, sie ist eine Mama, die, wie doch wir alle, nur das Beste für ihr Kind will, aber ich frage mich dann trotzdem, wann das Kind einmal nur frei spielen kann? Klar, Sport ist super, keine Frage, und musikalische Erziehung bestimmt auch, und das Kind wird davon zweifelsohne profitieren während meine Kinder in solchen Sachen eben „hintendrein“ sein werden aber früher gab es auch nicht so ein Überangebot und ich denke viele Mütter suchen diese Kurse heraus weil ein bestimmter Druck besteht, dass die Kinder sich möglichst viele „Skills“ aneignen um später in Beruf, Leben und Gesellschaft erfolgreich und beliebt zu sein… klar, die Kinder bekommen ab Schulalter auch mit über, was ihre Freunde tun und wollen dann sicher von sich aus auch mal das eine oder andere versuchen. Oder man merkt, dass das Kind unausgeglichen ist oder Stärkung braucht und da eignet sich Sport schon sehr gut (würde meinen Grossen ja auch gerne in den Kampfsport schicken, aber eben, er hat ja schon was: Schwimmen und Turnen, und mehr will ich ihm aktuell nicht aufbürden solange er nicht von sich aus den Wunsch dazu äussert…). Also: Hobbies und Sport: ja, auf jeden Fall, aber in Massen. Zwei Termine, finde ich, reichen völlig. Manager-Wochenpläne mit täglichen Verpflichtungen finde ich für Kinder, die ja mit Kiga und Schule (und zum Teil noch Hort) eh schon sehr eingespannt sind, einfach „too much“. Aber ich verstehe die Verlockung schon: Sport ist gut, Musik wäre aber auch toll und dann noch eine Fremdsprache… aber alles geht nicht. Meiner Meinung nach… ist ja bei Erwachsenen nicht anders. Arbeiten bis 18 Uhr und dann noch täglich Sport, Hobby oder Verabredungen – da bleibt keine Zeit, um einfach mal die Seele baumeln zu lassen und es ist kein Wunder, dass Wellness-(Kurz-)Urlaube seit Jahren boomen 😉
Entschuldigt, jetzt bin ich total abgeschweift. Auf jeden Fall sind die Kinder gestern ungewohnt früh schlafen gegangen. Ich blieb zuhause, mein Mann hatte noch zu tun und war müde und ich zwang mich dann zeitig ins Bett. Die Kinder schlafen seit ihrer Rückkehr bei uns, Platz haben wir ja nun genug 😉 Mal sehen, wie es wird, wenn die Schule wieder beginnt. Heute Nachmittag habe ich mit den Kids noch die „Kinderbaustelle“ besucht, so eine auf die Herbstferien begrenzte, temporäre Einrichtung, wo die Kinder draussen aus Bauschutt allerhand Sachen bauen und zusammenzimmern durften. Dem Grossen gefiel’s und dank Sonne war es auch nicht zu kalt heute 😉
Bauch-technisch nicht viel Neues, ich werde immer wieder nach dem Geschlecht gefragt (auch von Leuten, denen ich schon gefühlt 5x gesagt habe, dass ich nicht reingucken kann und vor Nov nix weiss…), ist für mich selber auch eine Geduldsprobe, aber nun ja…

ssw28bSeele: eigentlich recht ausgeglichen, bis auf wenige Panikattacken und Sorgen in alle Richtungen. Es schwankt also…
Untersuchungen/Arztbesuche: Am Montag kommt die Hebamme (und, nein, die kann auch nicht reingucken :D)
Körper: Soweit, so gut. Es begann wieder, ab und an zu ziehen, v.a. bei  Spaziergängen, Sport und so, aber is‘ klar, muss ja noch wachsen und sich dehnen, alles 😉
Errungenschaften: Nachschub von der Windelmanufaktur und ein Babyphon von Philips kamen diese Woche hier an 🙂
Geht gar nicht: Sodbrennen (zum Glück bisher noch nicht so extrem, dass ich was nehmen musste), harter Bauch, v.a. nach dem Essen (Platzmangel!?) und nach Bewegung
Geht gut: Gespräche mit den Kindern. Gestern Abend war es ausnahmsweise mal der Grosse, der zu mir kam und dann begann, über den Bauch zu sprechen, ihn zu streicheln und nach dem Baby zu fragen. Eine ganze Weile machte er das gestern Abend, da geht einem wirklich das Herz auf! Ich achte wirklich darauf, meine Umstände nie ins Zentrum zu stellen oder selber gross darüber zu sprechen. Umso mehr freut mich dann, wenn die Kinder von sich aus Interesse zeigen und dann auch noch so liebevoll sind und sich auf das Baby freuen. Da bade ich geradewegs in Mutterliebe und hoffe inständigst, wirklich inständigst, dass alles gut gehen möge und das Baby gesund auf die Welt kommt. Ich weiss, dass das nicht selbstverständlich ist und ich habe dieses mal ein ungemein ruhiges Bauchbaby, das sich nur selten und kurz am Tag meldet während meine grösseren beiden oft und viel gestrampelt haben, v.a. wenn ich abends ins Bett ging… also: Daumen drücken, dass das nichts zu bedeuten hat und das Baby einfach sehr viel schläft und dies dann auch nach der Geburt noch tut 😀
Must have: Suppe! Hätte am liebsten täglich welche, wärmt von innen. Allgemein muss das Essen bei mir im Moment möglichst warm sein 😀 Kenne ich gar nicht von den anderen Schwangerschaften. Da fror ich nie, im Gegenteil…