Ich wär‘ so gern ’ne eierlegende Wollmilchfrau…

Täglich glaube ich, ihr irgendwo zu begegnen. In einer Zeitschrift, auf der Strasse, auf Instagram. Die eierlegende Wollmilchfrau scheint überall präsent zu sein. Nur nicht dort, wo sie am meisten gebraucht werden würde, nämlich hier. Ich gebe zwar Milch, immerhin. Für mein Baby reicht’s. Aber mit dem Rest hapert es deutlich. Ich stehe morgens auf, fange dies und jenes an und bringe doch nichts zu Ende. An manches fang’ ich gar nicht mal an zu denken – für die nächsten 4 Jahre nicht.

Ein flüchtiger Blick in den Spiegel verrät, dass mein Körper noch immer eine Baustelle ist. Eine Dauer-Baustelle, an der ständig was leckt. Haut und Figur sind ein Drama, wahlweise Nägel oder Haare sind immer zu lang. Und, nein, ich meine nicht die auf dem Kopf, die ich vorausschauend abgeschnitten habe. Hier stört mich nur der Ansatz. Die Augenbrauen sollten dringendst nachgestochen werden (Permanent, you know).
Gelegenheit, irgendwas zu richten, bleibt nicht. Das Baby auf dem Arm, die Baustelle bleibt.

Die eierlegende Wollmilchfrau war schon auf Insta. Umwerfend sieht sie aus. #iwokeuplikethis #nofilter schreibt sie nonchalant ihren 12k Followern. Ihren Astralkörper versorgt sie dann mit einer hypergesunden #buddhabowl mit #chia, selbstgemachter Mandelmilch und #acai, weil: Antioxidantien #galore.
Das Foto, das sie von sich und der Bowl gemacht hat, entspricht dem aktuellen Trend leicht überbelichteter, heller Bilder. Andere hätten eine Stunde damit zugebracht, Setting und Kamera optimal für dieses Foto einzurichten.

Ich giesse mir ein nicht veganes, überzuckertes Müesli an und schalte die Kaffeemaschine an #butfirstcoffee

Im Laden schiebt sie vor mir den Einkaufswagen. Bio-Gemüse und Buchweizen, Size-Zero-Jeans und Cardigan. Kein einziges Haar steht ab. Sie hat bereits die 10km-Joggingrunde und die Bügelwäsche hinter sich und ihre Kinder freuen sich auf die Süsskartoffel-Pommes, die sie zum Mittagessen versprach.
Ich schlurfe mit meinen Gummilatschen am Schokoladenregal vorbei, das Baby in der Trage verdeckt immerhin die Milchflecken auf meinem ausgewaschenen XXL-Shirt.
Zuhause angekommen merke ich, dass ich das Brot vergessen hab‘ und nach einer kurzen Stillpause um 11.25 Uhr muss ich aus dem Kühlschrank improvisieren. Den Grossen vertröste ich mit Hausaufgabenhilfe auf den Papa, der Maus kann ich nur mit halbem Ohr zuhören, weil das Mäuschen weint. Ich verschicke rasch die Rechnung an einen Kunden und stelle fest, dass ich die falsche Jahreszahl drauf stehen habe.

In ihrem Haushalt kommt ein strahlender Ehemann nach Hause. Der Sohn sitzt bereits an selbständig erarbeiteten Zusatzaufgaben, die Tochter deckt den Tisch. Sie erzählt von einer erfolgreichen Telefonkonferenz mit ihrem Kunden in NY.

Der nächsten begegne ich auf Facebook. Sie jongliert ganz alleine Kinder, Job, Studium, Bullerbü und Nachhaltigkeit. Nach 5 Minuten stehen da bei jedem Foto gefühlt 50 wohlwollende Kommentare, mindestens 20 davon finden irgendwas am Kind total süss. Eine Frau ohne Fehler.
Auch wenn man sich natürlich in den sozialen Medien beliebig darstellen kann, so glaube ich doch, dass man sich nicht verstecken kann. Die eierlegende Wollmilchfrau kann gar keine Fehler haben, ich würde es ihr genauso anmerken wie sie es mir, wenn ich nicht sowieso schon so ehrlich wäre, wie ich es nun mal bin.

Meine Kinder streiten sich derweil um 5cm auf der 2m langen Couch als ginge es um das letzte Gummibärchen auf Erden. Diese Auseinandersetzung wird spätestens dann punktgenau ihren Höhepunkt finden wenn der Mann abends zur Tür hereinkommt. Zeitgleich wird das Baby quengeln, das Abendessen sich nicht von selbst auf den Tisch bringen, das Kartenhaus zusammenfallen.

#latergram #endlichzeitfürmich Sie hält ihren Yogi-Tee und sitzt da so im Schneidersitz mit ihrer destroyed Jeans, Woll-Cardigan, frisch lackierten Nägeln und einem anspruchsvollen Buch.

2 Stunden später habe ich Zeit für die Wäsche, die Kinder wälzen sich in den Schlaf. Beim Blick durch das Wohnzimmer muss ich beide Augen zudrücken um das Chaos auszublenden. Ich mache kein Foto #fürmehrrealitätaufinstagram und verschiebe einen Blogbeitrag. Schon wieder.

Ihre Insta-Story berichtet von ihrem 10. Hochzeitstag, zeigt Blumen, Candle-Light-Dinner und ein Paar-Selfie.
Der Mann und ich verabschieden sich müde zu je einer Tochter in die Schlafzimmer.

Würde die eierlegende Wollmilchfrau hier leben, wäre alles sauberer, heller, gesünder, hübscher, erfolgreicher, perfekter, glücklicher. Ich weiss nicht, wie sie es macht. Ich habe keine Ahnung. Auch wenn ich nur einen Bruchteil von ihr hätte, es wäre für mich ein tagesfüllendes Programm. Vielleicht kommt sie von einem anderen Stern?
Ich bereue es, nicht so zu sein. Ich hätte gerne glücklichere Kinder, einen zufriedeneren Mann und einen vorzeigbaren Haushalt. Ich hätte gerne meine Terminplanung im Griff und (überhaupt!) einen perfekt-gesunden Einkaufs- und Menuplan für die Woche. Ich hätte gerne Kleidergrösse 36 und ein Dauer-Abo fürs Crossfit.

Die eierlegende Wollmilchfrau ist für mich so unerreichbar, dass ich sie vielleicht einfach ausblenden sollte. Denn vermutlich kann ich mich noch so anstrengen, ich werde nie so sein. Ich bin trotzdem glücklich. Ich staple meine Ansprüche tief.
Ich weiss nur nicht, wie das für den Rest meiner Familie ist. Für mein Baby reicht’s. Es bekommt ja die Milch und so. Aber was ist mit den anderen? Sollte ich mich für sie nicht mehr bemühen? Sollte ich nicht wenigstens versuchen, ein bisschen mehr eierlegende Wollmilchfrau zu werden, egal wie anstrengend es wäre? Ich weiss, irgendwann wird vieles besser, zufriedenstellender. Aber nie perfekt. Und ich fürchte, die eierlegende Wollmilchfrau, das wäre dann auch einfach nicht mehr ich

Dr. Beckmann – eine saubere Sache (mit Verlosung)

Kinder machen das Leben bekanntlich bunter. Das ist nicht nur im übertragenen Sinne gemeint, nein, sie schaffen es auch immer wieder, viele, bunte Flecken auf ihrer Kleidung zu sammeln. Das beginnt spätestens mit dem Beikost-Alter. Und endet dann irgendwie gar nicht mehr. Noch heute kleckern meine Grossen am Tisch ständig, tragen aber schon lange kein Lätzchen mehr (nicht, dass ein Lätzchen ein Garant für fleckenfreie Kleidung wäre: herunterfallende Fleischbällchen und Bolognese-Spritzer finden meist wie von Zauberhand ihren Weg auf ein freies Stück der Kleidung). Und so ist unser Wäschekorb ständig voll und die Maschine läuft entsprechend auch ein paar Mal die Woche.

So weit, so gut, nur haben wir es leider oft genug mit heiklen und hartnäckigen Flecken zu tun, die einen normalen Waschgang mühelos überstehen. Und da Kinderkleidung schnell zu klein wird und wir sie gerne weitergeben würden, sind bleibende Flecken nicht erwünscht. Gerade Fett- und Grasflecken, Ketchup oder Farbe sind solche Kandidaten. Was habe ich mich oft geärgert, wenn wieder mal ein Malheur auf einem Lieblingsshirt oder -kleid passierte… während unser Grosser damit keine Probleme hat, kann die Maus schon mal weinen, wenn sowas passiert.

Set of 8 sauces and toppings for pancakes isolated on white. orange, raspberry and apricot jam. Maple syrup, honey, red and black caviar, chocolate. Collection of sauces for pancakes, waffles, crepes.MelissaOLYMPUS DIGITAL CAMERA

Von Dr. Beckmann durften wir nun die „Fleckenteufel“ testen und erhielten zudem noch eine Packung Waschmaschinenpflege sowie Farb- und Schmutzfänger-Tücher – alles Sachen, die hier sehr gut gebraucht werden können!

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Die Fleckenteufel sind eigentlich eine kleine Institution, stehen sie doch schon seit den 70er-Jahren in den Regalen der Supermärkte und bestimmt habt ihr sie auch schon bei Euren Eltern oder Grosseltern zuhause rumstehen sehen oder nutzt sie selber. Schon allein an ihrer Form erkennt man die Mittelchen sofort. Die Fleckentfernung ist denkbar einfach. Man durchfeuchte den Fleck gut, lässt das Ganze rund 15 Minuten einwirken und gibt ihn dann in die normale Wäsche. Das Sortiment der Fleckenteufel lässt dabei keine „Wünsche“ offen.

Testen durften wir folgende:
– Büro & Heimwerken
– Stifte & Tinte
– Schmiermittel/Öle
– Rost & Deo
– Blut & Eiweisshaltiges
– Fetthaltiges & Saucen
– Obst & Getränke
– Natur & Kosmetik

Set of 8 savory sauces and dips isolated on white. Spoons dipped in the sauces. Wasabi, mustard, salsa, mayonnaise, sweet and sour sauce, cheese sauce, ketchup, horseradish red sauce.IMG_6145OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Wir konnten nicht alles ausprobieren, aber haben gemerkt, dass uns allein schon die Existenz eines Fleckenmittels „hilft“. Früher habe ich fleckige Kleidung einfach in den Wäschekorb geschmissen – eigentlich schon die Garantie dafür, dass das Kleidungsstück liegen bleibt, der Fleck eintrocknet und dann auch beim Waschen nicht mehr ausgeht. Dank der Fleckenteufel reagiere ich nun schneller – die Vorbehandlung verhindert Schlimmeres.
Die Fleckenteufel haben auch eine angenehme Grösse, liegen gut in der Hand und sind mit einem kindersicheren Verschluss ausgestattet, da die Mittel ätzend wirken können.

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Die Farb- und Schmutzfänger-Tücher sind perfekt für mich. Ich bin nämlich ausserordentlich faul und mag die Kleider nicht auch noch nach Farben sortieren. Somit landen bei mir helle und dunkle, weisse und bunte Stücke stets in derselben Trommel. Verfärbungen sind da, gerade bei neueren Sachen, nicht immer vermeidbar. Wer vorher eins der „Zaubertüchlein“ mit in die Wäsche gibt, kann dem super einfach vorbeugen. Die Tücher nehmen die überschüssige, auslaufende Farbe nämlich auf. Das spart nicht nur Zeit und Aufwand, sondern auch Energie, weil man die Maschine wirklich füllt und nicht 3-4 separate Waschgänge macht.

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Die Waschmaschinenpflege sollte etwa 3x jährlich angewandt werden. Mit dem Mittel kann die Schublade eingeweicht, der Dichtungsgummi mit einem Tuch gereinigt und der Rest einfach in einem leeren Waschgang verwendet werden, um die Maschine vor Kalk, Schmutz, Resten von Waschmittel und anderen Ablagerungen zu befreien. Das verlängert nicht nur die Lebensdauer der Maschine, sondern sorgt auch für mehr Hygiene und weniger störende Gerüche, da Restfeuchtigkeit und Ablagerungen ein perfekter Nährboden für Bakterien und andere Mikroorganismen sind und wer will schon, dass die frische Wäsche plötzlich müffelt?
Ich habe die Pflege gleich angewendet und natürlich sieht man nicht alles, was in der Maschine drin so gelöst wird, aber der Dichtungsgummi, der vorher noch leicht rötlich gefärbt war, weil ich in der Maschine einmal Kleidung eingefärbt hatte, war nach der Reinigung wieder sauber.

Verlosung
(für alle Leser mit Adresse in der Schweiz oder Liechtenstein)

Damit auch Ihr die Produkte von Dr. Beckmann testen könnt, verlosen wir heute ein tolles Set an Euch, bestehend aus den oben erwähnten, sieben Fleckenteufeln, einer Packung Farb- und Schmutzfänger sowie einer Packung
Waschmaschinenpflege.

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Teilnahmebedingungen

  1. Kommentiert hier, welche Flecken Euch besonders ärgern
  2. Schenkt Dr. Beckmann und Mama mal 3 auf Facebook Euer Like (falls Ihr dabei seid)
  3. Zusatzlose gibt es, wenn Ihr den entsprechenden Facebook-Beitrag ebenfalls liket, kommentiert und (das wäre natürlich toll) teilt und Eure Freunde markiert.

Der Gewinner wird in ca. einer Woche ausgelost und persönlich kontaktiert. Viel Glück! 🙂

Vielen Dank an Dr. Beckmann für die gute Zusammenarbeit!

Bilder: Privat/delta pronatura Schweiz AG

Alltag und so…

Ich melde mich seit Laaangem mal wieder mit einem ganz normalen Alltagsbeitrag. Nicht dass ich viel Zeit zum Schreiben hätte, aber manchmal muss es sein 😉
Die Tage rasen hier nur so vorüber… die Grossen sind morgens in KiGa und Schule, das Mäuschen schläft dann meist noch ein Weilchen und ich mache allerhand am PC. Gerade habe ich die Interviewfragen für heute Nachmittag ausgedruckt. Ich darf das Mäuschen mitnehmen aber mir fürchtet trotzdem, ob das gut klappen wird… wir werden sehen, ich werde berichten. Zur Not muss der Herr mir dann die Fragen halt doch schriftlich beantworten *g*.
Die Grossen machen gerade auch etwas öfter mit Gspänli ab, was schön ist, denn so sind sie beschäftigt an den Nachmittagen, an denen das Mäuschen nun öfter wach ist. Dann braucht sie entweder die Brust oder Aufmerksamkeit oder nimmt kurze Power Naps von 20-30 Minuten. Wach und zufrieden ist sie vielleicht 5-10 Minuten, man sieht also, dass nicht viel drin liegt.
Mein Tagesziel für heute ist es, vor dem Interview noch zu duschen und irgendwas zum Mittagessen vorzubereiten… meist kollidierte diese Zeit mit einer Stillpause und wenn mein Mann nach Hause kam, war alles nur halbfertig und die Laune entsprechend im Keller… aber wenn es was Warmes geben soll, kann ich das auch nicht um 9 Uhr schon vorbereiten. Ich schlafe auch noch meist bis nach 8 Uhr weil ich ja nachts/morgens 1-3x, je nach dem, wach bin um zu stillen etc.
Im Moment übe ich mich in Geduld, dass meine Sportpläne am Abend wohl einfach noch lange warten müssen. Der Abend ist nämlich beim Mäuschen die unruhige Phase und das generell, auch an ganz ruhigen Tagen und Abenden. Ich schätze, das gehört so dazu zum Babysein und solange sie danach dann relativ gut (ein)schläft, auch wenn es meist nach 22 Uhr wird bis es soweit ist und ich dann meist auch gleich einnicke, passt es ja…
Aber irgendwie steht vieles hinten an, die Zeit reicht auch nicht für Mama-Papa-Gespräche oder ausgiebige Spielzeiten mit den Grossen, aber ich hoffe, dass wir alle wissen, dass diese Zeit wieder kommt und dass wir das gemeinsam gut überstehen…

Und ich bin nach wie vor sehr dankbar für all jene, die ungefragt helfen, Hilfe anbieten, auch wenn sie selber genug um die Ohren haben… für meine gut gelaunte Haushaltshilfe, die mich 2x wöchentlich vom Chaos befreit und dafür sorgt, dass wir auch ausserhalb der Wochenenden etwas „richtiges“ zu essen bekommen und der Kühlschrank nicht leer ist. Und ich bin ein wenig traurig über diejenigen, die nach dem Motto „jeder ist sich selbst der nächste“ leben und nicht ein einziges Mal von sich aus Hilfe angeboten haben, obwohl es nicht viel Aufwand bedeutet hätte… da getraue dann auch ich mich nicht, zu fragen…

So, mehr kann ich gerade nicht berichten, da mich die Kleine braucht…

Habt eine gute Restwoche, meine Lieben! 🙂

 

Warum ich das Tragen liebe…

Ich habe alle meine Kinder getragen. Den Grossen leider nicht so häufig wie ich es im Nachhinein gerne getan hätte… ich bin mir sicher, dass dadurch vieles besser gewesen wäre, aber es hilft im Nachhinein ja nichts… Bei der Maus habe ich dann intensiv begonnen, mich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Ich trug sie oft. Ich meine, man hat ja Kinder eh ständig auf dem Arm und im Tuch oder der Tragehilfe ist es nicht nur schonender, sondern auch praktischer. Man hat die Arme frei. Sei es für Geschwisterkinder, den Haushalt oder beim Einkaufen.

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Während  das Baby friedlich vorne drin schlummert, sind die Hände frei für anderes… hier z.B. zum Fotografieren beim Sonntagsspaziergang 😉

Ich gehe auch tragend spazieren. Das zusätzliche Gewicht schadet mir nicht und meine Kinder bekommen so viel mehr mit über von ihrer Umgebung als liegend im Kinderwagen. Aber ich will jetzt gar nicht gross über die vielen Vorteile referieren, die könnt Ihr nämlich im unten stehenden Link zu meinem aktuellsten Gastbeitrag lesen. Oder auf meiner Website „Nestwärme“, die ich vor Jahren nach meinem ersten Trageberatungs-Kurs erstellt habe und für die ich immer wieder verschiedene Tücher und Tragehilfen teste.

Einen Kinderwagen schaffen wir uns nicht mehr an. Tragen ist für mich einfach schöner. Schon mit der Maus habe ich den Wagen eher benutzt um Einkäufe etc. zu transportieren während das Kind auf meinem Rücken „mitlief“ 😉 Dafür wäre er praktisch, oder wenn man mal länger draussen unterwegs ist und das Baby kurz ablegen müsste… aber dafür lohnt es sich nicht, einen zu kaufen.
Zur Not können wir unseren Fahrradanhänger mit einem zusätzlichen Rad als Wagen benutzen.
Das soll jetzt aber keine generelle Absage an den Wagen sein! Es gibt Babys, die lieben es und dann passt das auch… und es gibt Eltern, die tragen nicht gerne – auch das finde ich OK, jeder, wie er will, ich erzähle hier nur, wie ich es mache…

Auch erwähnen muss ich, dass meine Kinder eben richtige Traglinge sind/waren, die sich kaum ablegen liessen. Es verging meist keine Minute, dann wurde gequäkt… ist ja auch logisch, denn am schönsten ist es für ein kleines Baby eben ganz nah bei der Mama – so wie im Bauch – warm und kuschelig. Den Herzschlag spüren, ihren Duft riechen, in ihr Gesicht schauen, ihrer Stimme lauschen, geschaukelt werden und alles um sich herum mitbekommen…

Zum Leidwesen meines Mannes bin ich auch ein wenig der Tuch-Sucht verfallen. Ein wenig… *räusper* Ich muss mir ein Lachen verkneifen. Falls Ihr Frauen kennt, die einen Schuh- oder Taschentick haben und damit ihre Schränke füllen, dann wisst Ihr vielleicht, was ich meine. Bei mir stapeln sich halt Tücher. Vorwiegend in pink oder lila, Mädchenfarben eben. Wenige auch in anderen Farbtönen… in verschiedenen Mustern, klar, verschiedenen Marken und Materialien, verschieden schwere Tücher… ja, da gibt es wirklich grosse Unterschiede. Wenn Ihr jetzt sagt: Tuch ist doch Tuch, dann sage ich Euch: Schuh ist Schuh, oder? Und falls Ihr mehrere Paar Schuhe besitzt, müsst Ihr jetzt nichts mehr sagen 😉 Ja, Tücher sind für mich, last but not least, auch einfach ein modisches Accessoire – wenn Mama schon keine Zeit hat, um sich im Alltag schick zu kleiden (wozu auch!?), dann macht wenigstens das Tragetuch was her.. 😉

Übrigens, hier mein aktuellster Gastartikel für babytalk.world zum Thema TragenBabys wollen getragen werden

Illustration: Les mamans winneuses

Eine Reinigungskraft online buchen? Wir haben getestet

Wer eine Familie hat, der weiss, wie gross der Aufwand im Haushalt plötzlich sein kann… Kinder bringen ja ganz wunderbar Leben in die Bude, aber es sieht meist auch dauerhaft chaotisch aus, vor allem mit kleineren Kinder, die sich gerne überall ausbreiten. Das ist toll, das soll so sein, aber alleine der Ordnung immer Herr zu werden, ist eine tägliche Herausforderung. Dazu kommen dann noch weitere schöne Nebeneffekte wie Krümel auf und unter dem Tisch, Handabdrücke auf den Fenstern etc. Schmutz von den Schuhen in der Garderobe, Zahnpastaflecken im Brünneli, Papierschnipsel vom Basteln… ja, ich könnte hier ewig weiter führen, ich schätze die meisten Eltern kennen das nur zu gut. Dazwischen steht der Wäscheständer zum Trocknen der Kleider, das schmutzige Geschirr vom Zmittag… mit Kindern hat man andere Prioritäten. Die Hausaufgaben müssen gemacht, das Znüni gepackt, ein Buch vorgelesen, Mails beantwortet werden. In 5 ruhigen Minuten zieht man den Staubsauger rasch durch die Wohnräume, um wenigstens zu verhindern, dass die Krümel in alle Himmelsrichtungen verbreitet werden. Nach dem Essen versucht man in Windeseile, die Küche in Ordnung zu bringen und kündigt sich Besuch an, checkt man rasch panisch die Toilette auf Sauberkeit. Abends nimmt man sich dann Zeit für die Wäsche und räumt noch kurz auf, sofern man nicht zu erschlagen ist (was bei mir momentan oft der Fall ist, so einen Bauch durch die Gegend zu schleppen, kann anstrengend sein ;).

Eine Sisyphus-Arbeit ist sie, die Hausarbeit und ich habe schon manche Mutter seufzen gehört, dass sie doch gerne eine Perle hätte, die regelmässig durch die Wohnung/das Haus fegt und für eine Grundreinigung, oder auch sehr gerne mal für saubere Fenster und Badezimmer etc. (wozu man nie vorstösst, weil die Grundreinigung meist die ganze Zeit beansprucht, die man hat) sorgt und einen so ein bisschen entlastet. Am Wochenende nämlich, ist zwar der Papa da, und man ergo schon zu zweit aber dann stehen die Einkäufe an, man möchte mit den Kindern was unternehmen, Verwandte schneien hinein oder die Kinder sind derart quengelig, dass man den Fensterwischer nach den ersten Versuchen wieder in die Ecke pfeffert.
Sind beide Eltern berufstätig, sind zwar die Kinder meist weniger im Haus, doch wir alle wissen, dass ihnen schon 5 Minuten ausreichen, um die Bude auf den Kopf zu stellen. So hetzen die Eltern meist von der Arbeit in die Kinderbetreuung, müssen noch rasch in den Laden und dann das Abendessen zubereiten. Bevor sie müde auf die Couch fallen, müssen die Kinder gebettet werden und vielleicht stehen noch die Müslischalen vom Frühstück auf dem Tisch, liegen die Kleider vom morgendlichen „Nein, ich will aber die andere Hose!“ noch verstreut im Kinderzimmer.

Ich will jetzt eine gute Fee!“, denkt sich da so manche(r)… und hier setzt ipaster an. Das junge und innovative Unternehmen aus der Ostschweiz hat seine Website kurzerhand so programmiert, dass man mit ein paar wenigen Klicks, auch abends um 23 Uhr, noch eine Reinigungskraft buchen kann. Und dies mittlerweile an fast allen Orten der Schweiz. Man muss nur seine PLZ eingeben, den Reinigungsumfang (in welchem Turnus und wie lange) und Termin wählen (je nach Wohnungsgrösse wird bereits ein Vorschlag für den Stundenaufwand gemacht) und kann online gleich bezahlen. Die Preise sind ganz transparent beim Buchen einzusehen und man kann zur Grundreinigung auch noch zusätzliche Dienstleistungen wie Fenster, Backofen, Kühlschrank und Schränke auswählen. Danach kann man sich zurücklehnen und sich über ein bald sauberes Heim freuen.

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Screenshot: ipaster.com

Auf der übersichtlichen Website von ipaster findet man noch mehr Infos, häufige Fragen und die Antworten dazu und im Zweifelsfall wählt man die angegebene Nummer und kann auch telefonisch buchen. Die meisten jedoch buchen nach Auskunft von ipaster schnell und einfach via Website.

img_8496Wir durften diesen Dienst ausprobieren und es hat wirklich alles reibungslos geklappt. Die Reinigungskraft kam aus dem selben Ort und klingelte pünktlich an der Tür. Ich habe ihr kurz die Bäder gezeigt und sie mit dem notwendigen Zubehör (Putzmittel, Handschuhe, Schwamm etc.) versorgt und liess sie dann gewähren… sie war zwei Stunden da und reinigte in der Zeit beide Bäder komplett, also Toiletten, Duschen, Badewanne, Lavabos und auch ein Regal entstaubte sie. War ihr etwas unklar, z.B. wie man auf die Brause umschaltet, hat sie gefragt, ebenso als ein Putzmittel ausging. Ansonsten arbeitete sie sich ohne Pause durch und verabschiedete sich am Schluss ganz höflich wieder.
Ist man mit „seiner“ Reinigungskraft erst mal vertraut bzw. sie mit den Aufgaben, kann man auch einfach den Schlüssel hinterlegen und sich so auf ein sauberes Heim freuen.

Das Gute an einem Dienst wie ipaster, dessen Preis-Leistung für mich übrigens wirklich stimmt, ist, dass man sich um nichts weiteres kümmern muss, dass man sicher sein kann, dass die Reinigungskraft ausreichend geprüft wurde (anders wie bei einer Kleinanzeige in der Zeitung) und dass ich bei Problemen einen direkten Ansprechpartner habe, der sich um eine Lösung bemühen wird und mir zur Not auch direkt eine andere Fachkraft schicken kann, ohne dass ich mich wieder mühsam selber auf die Suche nach jemand anderem machen muss. Einfacher geht’s nicht! Probiert es doch mal aus wenn ihr Bedarf habt… 😉

Wir bedanken uns herzlich bei ipaster für die angenehme Zusammenarbeit!

Und schon ist die erste Schulwoche um!

Wahnsinn, wie schnell die erste Schulwoche vorbei und damit die Rückkehr in den Alltag gemeistert ist. Und nun habe ich ein Kindergarten– und ein Schulkind zuhause und die beiden machen sich ganz gut, soweit man das nach einer Woche überhaupt sagen kann 😉
Der erste Tag, der gleichzeitig in Liechtenstein Staatsfeiertag war, lief noch ganz gemütlich. Um 8.35 Uhr startete die Maus, die wir en famille begleiteten. Sie tat, als hätte sie nie etwas anderes getan. Vom ersten Tag an schien es für sie eine Selbstverständlichkeit und sie meinte am Mittag auch gleich, dass sie gerne noch länger geblieben wäre. Kurzum: sie fühlt sich pudelwohl 🙂
Um 10 Uhr war dann Schulbeginn und das ist schon eine andere Welt. War der Kindergarten noch heimelig mit wenigen und kleinen Kindern, so war es auf dem Schulhof laut und voll und der Umstand, dass hier sechs Jahrgänge zusammen kommen und wohl jeder Jahrgang mehr als eine Klasse hat, liess die Atmosphäre schon recht jugendlich und wild wirken mit all den schon grösseren Schülern, die auch mal ein Schimpfwort durch die Gegend rufen und pöbeln. Und da soll mein armes, kleines, wohlbehütetes Kind hin!? Das geht ja total unter! Aber es half nichts und allein war er ja auch nicht…

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Schon am ersten Tag geht’s richtig los!

Wir Eltern durften uns also im Klassenzimmer versammeln während die Kinder ihre zugewiesenen Plätze einnahmen. Eine (noch sehr junge) Lehrerin und 20 Sechsjährige. Dann gab es eine Begrüssungsrunde im Sitzkreis damit die Kinder mal alle Namen hören denn kennen tun sie sich gegenseitig noch nicht alle. Danach ging es aber zu meiner grossen Überraschung bereits in medias res. Sprich: der Buchstabe A wurde vorgestellt, die Lehrerin verteilte Bleistifte mit so einem Gummidingens, das bei der richtigen Haltung helfen soll (kenne ich noch aus meiner Schulzeit ;), es wurden Hefte verteilt und dann sollten die Kinder auch schon üben, das grosse und kleine A zu schreiben. Als ich später meinem Sohn bei den Hausaufgaben half, wurde mir wieder klar, dass Schreiben lernen gar nicht so ein Klacks ist. Die Striche müssen ja in einer bestimmten Abfolge erfolgen, es wird z.B. oben begonnen und dann sollte das A auch noch oben und unten ungefähr auf der Linie beginnen und Enden, die vorgezeichnet ist. Ich kann mich null daran erinnern, wie das bei mir damals war. Aber ich kann nachvollziehen, dass der Grosse sich da einiges merken muss, was nicht so einfach ist für ihn… Da tut er mir doch gleich leid. Und so mussten auch keine zwei Tage vergehen bis er sagte, dass er die Schule nicht mag und anstrengend findet, dass er nicht kann, was die Lehrerin an Aufgaben gibt und dass er gar nicht spielen dürfe… Aber ich schätze mal, dass aller Anfang schwer ist und er sich schon noch mit der neuen Struktur anfreunden wird und bald auch das „System“ hinter den Buchstaben und Zahlen verstehen und sich damit leichter tun wird. Nun, ich hoffe es 😉 Am Montag haben wir dann einen Elternabend, bin schon mal gespannt… So ein wenig emotional war es schon, die Kinder beide loszulassen für ihre neue Aufgabe. So stolz man auch ist, Wehmut ist immer auch dabei. Die ersten Tage habe ich mich selbst „gechallenget“ weil es schier unmöglich war, beide Kinder heil und gleichzeitig an den jeweiligen Bestimmungsort zu begleiten und wieder abzuholen. Ich hetzte also auf dem Velo von A nach B und von B nach A und zurück 😀 Das tat mir aber an sich ganz gut, schon am frühen Morgen mit Bewegung an der frischen Luft. Nur der Hintern tat mir danach weh 😀 Dennoch gab ich es Mitte Woche wieder mehrheitlich auf. Die Maus kann am Morgen mit dem Nachbarskind laufen, so wie der Grosse vorher, nur am Mittag nicht immer weil der Bub da ab und an zum Mittagstisch muss. Dem Grossen habe ich erlaubt, mit dem Roller zur Schule zu fahren und eingebläut, bei der Ampel rüber zu gehen. Der Rest war eine grosse Portion Vertrauen und das Wissen, dass so viele andere Kinder gleichzeitig unterwegs sind, dass das schon funktionieren wird und ich ihn alleine machen lassen kann. Bin ihm noch einmal heimlich nach- und mittags entgegen gefahren und bis jetzt klappte es gut und er beschwerte sich auch nicht, alleine fahren zu müssen.
Die Hausaufgaben sind zum Glück übersichtlich und gut zu meistern. Zudem bleibt noch genügend Freizeit und die Schulstunden werden ja auch unterbrochen von Musik, Werken, Turnen und Schwimmen. Der Dienstag ist leider ein recht strenger Tag, da der Unterricht bis 16.10 Uhr dauert und danach noch bis 17 Uhr eine Sportstunde ist, die freiwillig ist, für die ich den Grossen aber angemeldet habe (im Moment reicht mir das grad auch wieder an Freizeitprogramm, auch wenn ich ihn noch gerne irgendwo im Kampfsport sähe… :D) Nach diesem Tag war er wirklich sichtlich erschlagen und entsprechend maulig… es fehlt auch noch an Schlaf, der Ferienrhythmus mit spätem Zubettgehen ist natürlich noch nicht ganz umgestellt und morgens muss ich die beiden meist noch wecken (inklusive mir, ohne Wecker würde ich auch verschlafen :D). Dies führte auch bei mir dazu, dass ich am Mittwochnachmittag (auch noch mit Kopfschmerzen) auf die Couch legen musste und eine Weile schlief während die Kinder sich zum Glück gut beschäftigten. Dies war diese Woche kein Thema mehr. Die beiden haben das Malen entdeckt und verbringen aktuell viel Zeit mit Ausmalbildern oder auch anderen Spielen. Gestern war auch noch unser wöchentliches Playdate, es war also genug los.
Auch ich hatte tatsächlich die ganze Woche voll und die nächste wird es nicht anders sein. Trageberatungen, Termine bei Arzt und Chiropraktiker, Einkaufen und Haushalt… es war mir nicht eine Sekunde langweilig, im Gegenteil: es stapelt sich schon wieder einiges 😀 Im Prinzip ist es ja gut, wenn viel läuft, aber es ist ja schon Halbzeit und ich habe bis zu den Weihnachtsferien noch eine gefühlt unendlich lange Taskliste! Ich möchte (so ungefähr in dieser Reihenfolge)…

  • die Schränke der Kinder sortieren (zu klein gewordenes raus, Herbst- und Wintersachen organisieren und evtl. nachkaufen wenn was fehlt. und Herbst wird es noch so schnell!
  • Sobald wir das Geschlecht wissen, möchte ich die Kisten mit zu kleiner Kleidung aussortieren/verkaufen/verschenken… und alles so herrichten, dass ich Ende Dez dann schon die Babysachen waschen und parat machen kann.
  • Auch Schuhe, Mützen etc. bedürfen einer Aussortierung/eines Updates.
  • Es gibt auch abgesehen davon noch genügend Schränke und Räume im Haus, die mal durchsortiert werden müssen…
  • Auch bei meinen Kleidern möchte ich mal rigoros aussortieren und gegebenenfalls verkaufen. Letzteres ist der noch grössere Aufwand weil man Fotos machen muss und diese angeschrieben irgendwo einstellen, dann Nachrichten beantworten etc.
  • Putzen: vor dem Winter ein Fenster nach dem anderen und auch sonst sollte es etwas reinlicher werden als bisher 😀
  • Nähen, nähen, nähen. Für mich, die Kinder und das Baby 🙂
  • Auch liegen hier noch genügend Bücher rum, die ich noch lesen sollte und so 2-3x die Woche würde ich noch gerne ins Fitness/Yoga gehen. Neben all dem der Haushalt/Kochen und je nach Auftragslage natürlich auch noch die Arbeit. Tja… ich schätze, dass mir wirklich nicht langweilig wird 😀

Und heute noch nach einer erneuten Alptraumnacht (Schwangere träumen meist sehr viel sehr erschreckenden Mist) das, kurz vor Mittag:

Damit wünsche ich Euch ein schönes Wochenende! 🙂 Mein Mann und ich werden morgen den ersten Teil des Hypnobirthing-Kurses besuchen. Bin schon sehr gespannt 😉 So langsam wird es doch „fassbarer“… 🙂 

Mein chaotischer Haushalt

Vor einer Weile habe ich mal angemerkt, etwas zum Thema Haushaltsführung zu schreiben, also voilà! Bei uns herrscht tatsächlich seit Jahr und Tag „management by chaos“.  Ich bin in einer Generation aufgewachsen, die keinen Hauswirtschaftsunterricht hatte und Fächer wie Kochen waren optional und interessierten mich damals nicht. Aufgewachsen bin ich als Fast-Einzelkind (mein Bruder ist einiges älter als ich) mit einer Vollzeit- und -blut-Hausfrau/-Mama. Dagegen ist nichts auszusetzen, aber ich wurde natürlich auch ein wenig verwöhnt. Ich war ein Kind, das sich bestens selber beschäftigte und so schmiss meine Mutter den Haushalt allein, ohne mich grossartig um Mithilfe zu bitten. Oder, und diese Tendenz bemerke ich selber auch: viele Dinge erledigt man eben nervenschonender und schneller, wenn die Kinder einem nicht dabei helfen. Sicherlich deckte ich mal den Tisch, durfte beim Backen assistieren oder musste ihr bei der Gartenarbeit zur Hand gehen, aber sobald ich im Gymi war, schätzte sie es wohl als wichtiger ein, dass ich die Hausaufgaben erledige und brav lerne 😉 Einzig bei meiner Oma, ihrer Mutter, wurde ich jeweils stark eingespannt (und, nein, ich mochte es nicht).
De facto habe ich heute von einer erfolgreichen Haushaltsführung nur eine leise Ahnung und immer noch relativ wenig Interesse daran. Ich kann Euch hier also keinerlei Tipps geben, bin aber sicher, dass Ihr diesbezüglich im Internet oder in einschlägigen Ratgebern fündig werdet. Dazu kommt noch, dass jeder Mensch seine eigenen Ansprüche bzw. Vorstellungen eines funktionierenden Haushalts hat. Ich kenne Mütter, die haben alles im Griff, erstellen Listen von A-Z und planen die täglichen Mahlzeiten Wochen im Voraus. Ganz ehrlich: ich bewundere diese Mütter enorm. Ich. wäre. dazu. nicht. imstande. Nie. 
Und dann war ich schon in Häusern, da graute es mir, weil alles vollgestellt war, schmutzig in allen Ecken und man den Boden vor lauter Schmeisskleidung, Kinderspielzeug und dergleichen nicht mehr sah.
Ich ordne mich irgendwo dazwischen ein. Ich brauche ein Mindestmass an peniblem „Alles-an-seinem-Platz“ (und kein Millimeter daneben!) um mich wohl zu fühlen, habe aber eine hohe Toleranzschwelle in Bezug auf herumliegendem Kinderkram. So fünf Tage lang im Schnitt und dann überkommt es mich und ich räume den Kram weg. Leider sind mein Mann und ich da nicht ganz einer Meinung…
Arbeitsflächen (Küche, Esstisch) müssen aber häufiger frei geräumt sein. Ich kann Geschirr nicht lange stehen lassen, meist ergreift mich der Impuls, den Tisch abzuräumen, noch bevor ich den Kaffee ausgetrunken habe. Ähnlich ist es mit der Wäsche, die ich gerne abhängen würde, bevor sie trocken ist. Solche „Pendenzen“ stören mich immens, es ist so ein wenig Sisyphus, ein notwendiges Übel halt…
Haushaltsarbeit ist bei mir auch ganz oft stimmungsabhängig. Schleife ich mich durch eine Serotonin- und Endorphin-arme Januardepression (so wie jetzt gerade), ist mir sch… egal, wie es aussieht, dann würde ich mich einfach am liebsten verkriechen oder mich quer durch eine Schoko-Sahne-Torte futtern, oder beides. Moment… Ich will Toooorte! OK. Gut. Weiter im Text.
Ihr fragt Euch jetzt vielleicht, wie das Ganze trotzdem funktioniert, weil, obviously, tut es das irgendwie, denn: meist sind abends alle satt und wir gehen nicht im Chaos unter. Es wird hier halt oft improvisiert und situativ gehandelt. Muss auch manchmal, ist ja nicht alles planbar. Mahlzeiten-technisch greife ich selten zu einem Kochbuch, koche eher aus dem effeff… an einem Mittag werden wir bei der SchwieMu verköstigt, an zwei Mittagen muss ich Maus von der Kita holen und habe ergo keine Zeit, gross den Kochlöffel zu schwingen. An den anderen Tagen sind Maus und ich auch öfter mal mit Playdates belegt und es wird halt 11.30 Uhr bis ich kochen könnte.
Das Ziel ist trotzdem, für ausgewogene Ernährung zu sorgen und dabei nicht mehr alle Wünsche zu berücksichtigen. Habe ich Bock, mache ich etwas, das auch dem Grossen schmeckt oder koche ihm eine Extrawurst. Habe ich weder Zeit noch Lust, dann koche ich rücksichtslos und er kann sich bei Nichtgefallen ein Joghurt aus dem Kühlschrank holen. Einen Zwang gibt es hier nicht, aber auch kein Buffet. So.
An Stresstagen gibt es eben Brot, Pasta, Pizza oder so. Manchmal auch Fast Food. Zweimal kalte Küche kommt aber selten vor, mindestens einmal am Tag soll’s was Warmes geben, ausser vlt im Sommer, wobei wir dann oft was auf den Grill schmeissen. Eine Stressmahlzeit gleiche ich meist mit einer aufwändiger-liebevolleren-gesünderen Mahlzeit aus. Und Brot bzw. kalte Küche heisst bei uns nicht nur Salamistulle, sondern es gibt auch immer Rohkost dazu: Salatgurke, Tomaten, Peperoni, Rüebli und je nach dem Eier, (Hütten)käse oder so für den Eiweiss-Anteil.
Der Geschirrspüler läuft hier so gut wie täglich, Wäsche wird 2x die Woche erledigt, gebügelt wird äusserst selten (meist die Boxbandagen und mein Gi), gesaugt wird mehrmals die Woche, der Kompost regelmässig geleert; sommers der Rasen wöchentlich gemäht, gegossen täglich, der Rest erfolgt, wie erwähnt, situativ 😉
Da der Mann gut 120% arbeitet und ich nur wenig, bin ich die Hauptverantwortliche im Haushalt, delegiere aber an den Wochenenden das Kochen an ihn weil er das a) besser kann und b) eigentlich auch lieber tut als ich. Selbstverständlich räumt er auch sonst mal die Küche auf, putzt etc. Letzteres ist nicht meine Stärke. Ich bin ein Minimalist, wie ihr jetzt ja wisst, d.h. ich putze die Fenster meist monatelang nur punktuell wenn mir grad was auffällt, aber nie richtig. Ich bin der Meinung, das Leben ist zu kurz um es mit Sisyphus-Arbeiten zu vergeuden. Sollte mir eines Tages grauenhaft langweilig sein, kann ich immer noch putzen. Erwarten wir Besuch oder habe ich eine Beratung, dann nehme ich aber schon mal den Putzlappen in die Hand 😉 Aber zur Beruhigung. wir sehen noch aus den Fenstern hinaus und wir haben auch keine Kakerlaken-Zucht.

Wisst ihr Bescheid, ne?
Und ihr? Alles im Griff? Ein strikter Plan ohne Abweichungen oder dolce far niente und laisser-faire?

Produkttest: Held by ecover

Natürliche und ökologische Produkte (Stichwort: Nachhaltigkeit) sind schon seit Längerem auf dem Vormarsch, dringen aber auch immer mehr in unseren Alltag ein. Gerade wenn man Kinder hat, macht man sich im Rahmen seiner Verantwortung mehr Gedanken darüber, woher man die Produkte bezieht, die man täglich braucht. In erster Linie Lebensmittel, aber auch Kleidung, Pflegeprodukte und mehr. Wir möchten nicht, dass unsere Kinder mit zu vielen Schadstoffen in Berührung kommen. Und wenn wir schon bei Kleidung und Körperpflege darauf achten, so schliesst die Produktelinie von Held by ecover hier eine Lücke.

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Tragetuch und Kleidung – mit Held by ecover gewaschen.

Ich durfte das Buntwaschmittel Colora, das Fleckenmittel „AntiFleck“ sowie den Weichspüler „Sommertag“ aus dem Sortiment testen. ecover kenne ich aus der (leider kurzen, da wir erst spät umgestellt haben) Stoffwindelphase mit meiner Maus. Je nach Material kann ein „normales“ Waschmittel die Saugkraft der Windel/Einlage vermindern oder das Material gar schädigen. Seifenreduzierte Waschmittel ohne Enzyme sind hier gefragt. Dasselbe gilt auch für Tragetücher aus verschiedenen Materialien.
Das ist schon eine Weile her und ich erinnere mich noch an den eher angestaubten Auftritt von Held, wie das Unternehmen damals hiess. Seit dem letzten Jahr tragen die Produkte ein neues, buntes und modernes Erscheinungsbild, das jeden ansprechen dürfte und das Label heisst „Held by ecover“.

Die Inhalts- und Duftstoffe des Held Waschmittels sind auf pflanzlicher Basis, das Pulver wirkt schon ab 30 Grad. Ich habe das Waschpulver (normalerweise benutze ich Flüssigwaschmittel, nun schon ein paar Mal genutzt – bei unterschiedlichen Temperaturen von 30 bis 60 Grad (heisser wasche ich nie). Die Menge, die man benötigt, war nicht höher als beim Flüssigwaschmittel. Die Kleidung wurde sauber und der Duft war überhaupt nicht aufdringlich sondern angenehm. Ich mag es nicht, wenn die Kleidung extrem nach Waschmittel riecht und dosiere deshalb auch meist weniger als auf der Verpackung angegeben.
Auch der Weichspüler hat einen dezenten, sommerlichen Duft, der einem nicht schon beim Öffnen der Flasche in die Nase „sticht“, wie ich es sonst gewohnt war. Auch hier sind die Inhalts- und Duftstoffe auf pflanzlicher Basis. Auch niedrig dosiert wird die Wäsche weich. Auf Weichspüler verzichte ich nämlich nur wenn nötig, ich mag einfach den Duft und hasse es wenn die Kleidung „stärrig“ wird…

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Alles sauber! 🙂

„AntiFleck“ funktioniert ohne Chlor und optische Aufheller, dafür mit Aktivsauerstoff. Das Pulver gibt man zur Wäsche um das Weiss der Kleidung zurück zu bringen oder die Waschkraft zu verstärken. Praktischerweise kann man den Karton an einer dafür vorgesehenen Stelle nur minim öffnen, so dass man nicht zu viel vom Mittel erwischt. Es wurde alles sauber bis auf eine Jeans, die einen hartnäckigen Fleck unbekannter Herkunft aufwies. Das passiert aber leider häufiger beim Sohnemann, da im Kindergarten oft gemalt wird und nicht alle Farben so einfach wieder ausgehen… auch meinen Karate-Gi habe ich mit AntiFleck behandelt und bis auf einen Fleck, der schon länger da ist, wurde er schön sauber.
Das einzige, was mich persönlich gestört hätte, ist, dass beim Color-Waschpulver die Dosiermenge in ml angegeben ist. Es wäre einfacher, die Menge wie beim AntiFleck in Esslöffeln anzugeben (EL). Übrigens: Dosierbecher ist keiner dabei, was natürlich der Philosophie entspricht. Man kann aber kostenlos einen bei Held by Ecover bestellen.

Neben den Waschmitteln gibt es auch Reinigungsprodukte für den Haushalt wie z.B. Geschirrspülmittel, und Hand- sowie Kernseife. Schaut mal auf die Seite, dort erfährt Ihr auch mehr über die Philosophie des innovativen Unternehmens.
Meine ursprünglichen Bedenken, dass ein „natürliches“ Waschmittel nicht dieselbe Waschkraft aufweist wie ein chemisches, haben sich bei mir nach ausgiebigem Waschen mit den Produkten von Held in Luft aufgelöst.

Und wie ist das bei Euch?:

Achtet Ihr beim Waschen und Putzen auf nachhaltige, ökologische Mittel auf pflanzlicher Basis? Welche Erfahrungen habt Ihr gemacht? Und kennt Ihr Held by ecover schon bzw. Ecover (ausserhalb der Schweiz)?
Wir bedanken uns herzlich bei Held by ecover für die Testmöglichkeit!