Sommer, richtig Sommer

Ich vermisse das Bloggen… ich meine das Tagebuchbloggen wie ich es eigentlich eh und je immer gemacht habe und in letzter Zeit natürlich weniger. Ich fasse abends oft nur unsere Erlebnisse mit Fotos für meine FB-Seite zusammen und poste das dann. Geht halt schneller… aber eigentlich hätte ich ja eine App auf dem iPhone womit ich das auch auf dem Blog machen könnte. Ich vergesse es nur leider ständig 😀 Nun ja… und es ist jetzt auch nicht so, dass ich jeden Tag bahnbrechende Neuigkeiten und tausende Fotos hätte. Deshalb ist das ganz OK wenn es hier mal eine Weile ruhig ist… Aber irgendwas läuft immer… und ich komme endlich mal wieder dazu, was aufzuschreiben… am Montag hatte das Mäuschen einen Schub oder so und war sehr unzufrieden. Ich litt mit, und unter Schlafmangel, auch weil sie sehr früh wach war.

Die ganze Woche war geprägt von Sonne und einer Hitzewelle, die nicht abflachen will… vergeblich warten wir hier auf ein abendliches Gewitter, das etwas Regen und Abkühlung bringt. Stattdessen geht uns der Rasen fast ein. Ich schätze nicht nur wir pumpen abends einige Liter Wasser in die Botanik…

Tragemama mit Baby im Oscha Slings Tragetuch mit Rosenmotiv

Unterdessen nahen die Sommerferien schlagartig. Waren doch eben gerade noch Frühlingsferien und noch etliche Schulwochen vor uns. Aber nun naht sich alles dem Endspurt und wir haben bereits den neuen Stundenplan erhalten. Der unterscheidet sich nicht gross vom alten. Neu hat der Grosse einfach am Montag den langen Nachmittag. Ob das Sportangebot am Dienstag noch besteht, weiss ich nicht, muss ich noch abklären. Mi-Fr ist wie gehabt frei. Die Maus hat nach den Sommerferien wie ich es vom Grossen noch kenne neu an zwei Nachmittagen Kindergarten, Mo & Do. Damit sind am Montagnachmittag zwei Kinder ausser Haus und je nach dem, ob das Mäuschen dann vielleicht sowas wie einen Mittagsschlaf macht, gibt mir das etwas Zeit für mich oder zum Schreiben *hoff*.

Aber das Mäuschen und der Schlaf, das ist noch eine täglich schwankende Komponente… Ich wünschte mir, sie hätte schon einen etwas vorhersehbaren Rhythmus, aber vielleicht ist es ganz gut so wie es ist, sonst denkt man ja wieder „sie muss jetzt schlafen weil sie immer um diese Zeit schläft“ und so achtet man halt eher darauf, wann sie müde wird und nicht auf die Uhr. Wobei ich auch oft denke „sie hat doch erst geschlafen, sie kann gar nicht schon wieder müde sein„. Kann sie aber wohl… das ist wie beim Abhalten/windelfrei. Sie hat doch grad erst gepieselt, sie muss sicher nicht schon wieder… und dann habe ich die Pfütze weil mich dieser doofe Gedanke und die Angst, sie zu stressen davon abhielt, sie wieder über’s Töpfchen zu halten. Naja, wir tragen jetzt halt öfter mal eine Windel…

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Der Grosse ist mit seinem Boulder-Grundkurs durch und wird nun noch einmal in der Gruppe schnuppern. Meinem Mann wird ja Angst und bange, wenn er sieht, aus welcher Höhe die Kinder loslassen und auf die Matte springen ohne, dass sie vorher gelernt haben, wie man abrollt. Aber vielleicht machen Kinder das ja noch intuitiv? Nun, ich bin gespannt, ob der Grosse es durchzieht und einmal mehr überrascht. Lange wollte er rein gar nichts ausprobieren. Und Klettern oder Bouldern ist jetzt wirklich nichts, das irgendwer von uns oder seinen Freunden macht. Aber ich finde es prima, denn es war nun wirklich sein Wunsch und wenn man sich die Boulderer so anguckt, dann wird man schnell neidisch. Vermutlich die mit Abstand duchtrainiertesten Sportler. Sich irgendwo an ’nem Felsen festzuhalten mit dem ganzen Körpergewicht und vielleicht sogar noch überhängend – das braucht extrem viel Kraft. Klimmzüge machen Boulderer wie andere Treppen steigen…
Die Maus schnupperte ja im Ballett… ebenfalls etwas, das sie niemandem abgeguckt hat und nur aus Büchern kannte. So wie es aussieht, möchte auch sie in Zukunft dort hin gehen. Damit hätten wir dann tatsächlich jedem Kind sein (Sport)hobby! Und wenn es nach dem Mann geht, sollten die beiden auch die Schwimmkurse weiterhin besuchen, wenn auch im (näheren) Buchs – um dran zu bleiben. Aber erst mal enden in den nächsten 2-3 Wochen die noch laufenden Kurse, dann sehen wir weiter.

So… die Tage hier sind also gerade so ein Überstehen der Hitze und Verkriechen zuhause… hält ja keiner aus! In mit steigt derweil die Sehnsucht nach Meer, aber heuer fahren wir wirklich nur für eine Woche ins Tirol weil es mit Säugling und zwei Kindern, die man noch beaufsichtigen muss, sicher nicht sonderlich entspannend wäre. Und die Kleine hätte mal sowieso nix davon. Nächstes Jahr sieht es dann ja vielleicht schon wieder anders aus wenn sie laufen, sändala und bädala kann… die Grossen sind dann auch wieder ein Jahr älter und mit Kinderclub im richtigen Hotel (ich zehre immer noch vom letzten Jahr und würde sofort wieder hingehen) könnte es ganz nett werden, wenn auch sicherlich noch nicht sooo entspannt mit einem Kleinkind. In ein paar Jahren dann wieder… 😉 Anyway, ich bin kein Freibad-Fan. Mir sind da definitiv zu viele Leute, zu viel Trubel, zu wenig Platz… ich brauche ein Hotel mit schöner Poolanlage und dann muss ich mich auch nicht mehr über die Hitze beschweren, weil ich nach Herzenslust baden kann 😉

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Ansonsten sind die Tage hier eindeutig auch abgesehen von der Hitze einfach sehr fordernd. Zwei Streithammel und ein Baby, dazwischen der Haushalt und die Arbeit. Abends grilliert der Mann meistens (mit seinem neuen Sportgerät, das nun endlich den vor Rost zerfallenden, alten Grill abgelöst hat), dann müssen die Kinder unter die Dusche und ins Bett gebracht werden (was sich meistens zieht, kein Wunder, bei der Wärme kann ja keiner gescheit schlafen), ich kümmere mich um das Mäuschen und wenn sie schläft, fällt Wäsche oder Arbeit an, oft beides. Dazu kommt dann die Müdigkeit und vielleicht noch 10 Minuten einfach nur noch ein Eis essen und am Handy rumscrollen bevor das Bett überfällig ist. Nur die Wochenenden sind gemütlich. Aber so kann ich mich auf den Ferienbeginn freuen, denn der Mann hat 3(!) Wochen Urlaub (eine davon sind wir weg) und egal wie es kommt, zu zweit kann man alles besser abfangen 😉
Und, tja, Sport am Abend kann ich aus oben erwähnten Gründen noch immer kübeln. Die Tage sind lang, ich bin müde, ich werde gebraucht und wenn man dann abends en famille endlich mal raussitzen kann, weil die Temperaturen angenehm sind, was Gutes auf dem Grill liegt etc., dann will man das halt auch geniessen… ich schätze mal, kühlere Tage gibt’s früh genug wieder und so setze ich einfach auf die, um wieder loszulegen…

Der Mann hat es auf Arbeit grad auch nicht locker… immer viel los… und bevor ich mich jetzt noch müde an einen weiteren Text setze, wünsche ich Euch allen da draussen einen möglichst kühlen Kopf! Schaut auf Euch! 🙂

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5 Monate Mäuschen

Schwuppdiwupps, schon 5 Monate alt bin ich! Hat sich seit dem Letzten Update irgendwas getan? Nöööö… alles ruhig bei mir. Bis auf die Nächte. Da wache ich gegen Morgen oft ein paar Mal auf und neste herum. Aber Mama kennt das ja und kommt notfalls auch mit weniger Schlaf aus (Mama findet zwar, dass dem nicht so ist… *g*).

Ich stille noch frisch und fröhlich und das passt mir wunderbar. Für Beikost ist es noch zu früh. Es interessiert mich weder sonderlich, noch brauche ich es schon. Mal sehen, wann es so weit sein wird. Mama ist ganz froh, dass sie mich einfach nur stillen muss, das ist von allem der geringste Aufwand und Mama halt ’ne faule Socke.

Mit dem „windelfrei“ klappt’s grad auch nicht mehr so. Ich hab‘ nicht immer Lust darauf und wenn, dann versteht mich Mama des öfteren falsch. Zudem klappt das Pieseln so gut wenn ich halb aufrecht bin, also im Newborn-Aufsatz vom Tripp Trapp, in der Wippe oder im Autositz. Da legt Mama drum immer eine Windel drunter.
Nachts klappt’s am besten, da weiss Mama, dass ich die erste Phase gut durchkomme und nach dem Stillen wieder einschlafe, und in der zweiten Phase drückt die Blase, da hebt sie mich dann rasch auf’s Töpfchen zum Pullern, dann nochmal stillen und weiterschlafen. So darf ich nachts ohne Windel schlafen.

In Sachen Bewegung hat sich bei mir nicht viel getan – ich stagniere sozusagen. Dafür habe ich so vor 2-3 Wochen damit begonnen, ein wenig gezielter zu greifen. Gemerkt hat Mama das, als ich ihr beim Hamburger-Essen im Ravensburger Spieleland fast den Burger aus der Hand riss. Meine grossen Geschwister fanden das urkomisch 😀

Ansonsten bin ich fit und munter. Einen Rhythmus nach der Uhr habe ich nicht. Tagsüber schlafe ich selten mehr als 30 Minuten und wenn, dann genau dann, wenn Mama eigentlich los wollte/muss, hehe… für Mama ist das etwas doof, ich weiss, v.a. weil ich kaum gestillt und abgelegt, schon wieder motze weil ich müde bin oder mir langweilig ist… so ist Mama gefühlt ständig mit mir beschäftigt, aber das kennt sie von den Grossen ja nicht anders und weiss, dass es irgendwann auch wieder anders ist 😉

Eigentlich bin ich ja ein Sonnenschein und überrasche sie meist in Situationen, in denen sie denkt, dass es gar nicht klappen wird, damit, dass ich das zufriedenste Baby bin – so wie z.B. bei ihrem ersten Friseurtermin, auf dem Geburtstag meines Göttis usw.

So, folgt ihr mir weiter? Mitten im Sommer werde ich 6 Monate alt und vielleicht wollt Ihr ja wissen, was sich bis dahin alles tut…? 🙂

Entdeckt: „Emil & Gustav“ – Drunter-und-Drüber-Hose

Vor Kurzem erfuhr ich von „Emil & Gustav“. Ihr wisst ja, dass ich kleine, persönliche Shops liebe, hinter denen oft ganz viel Liebe und Leidenschaft steckt und jemand eine tolle Lösung für etwas fand, das ihm fehlte, eine Lösung, die es so vielleicht noch nicht gab.
Bei Emil & Gustav ist es die Drunter-und-Drüber-Hose. Christina, Mutter von Zwillingen (die Namensgeber für das Label) und einer Tochter, störte sich daran, dass die Unterhemden immer aus der Hose rutschen – kein Wunder, so aktiv wie Kinder nun mal sind. Die kalten Nieren wollte sie ihren Kindern ersparen. Also nähte sie einfach eine Unterhose mit überhohem Bund, die bei den Kleinen über die Windel passt und später als ganz normale Unterhose getragen werden kann – im Winter drunter, im Sommer auch als Blickfang drüber, denn die süssen Motive sind viel zu schade zum Verstecken.
Und Christina liess sich von mir auch zu einer kleinen Herausforderung überreden und nähte mir zwei Mini-Modelle für mein windelfreies Mäuschen. Da wir Bodies wenn überhaupt offen tragen und diese natürlich ständig hochrutschen, sind die Drunter-und-Drüber-Hosen einfach perfekt für uns, besonders auch nachts.
Ich habe mich also schon riesig auf „unsere“ Hosen gefreut und noch mehr Freude hatte ich, als sie dann so wunderschön und originell verpackt hier ankamen.
Die Hosen sind wirklich sehr schön, bequem und das flache, breite Bündchen sitzt gut (nicht zu eng) und rutscht nicht. Seht selbst…

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Wir bedanken uns ganz herzlich bei Christina von „Emil & Gustav“ und wünschen Ihr weiterhin viel Erfolg, mit ihrem kleinen, tollen Label! 🙂 Ich bin sicher, dass es noch mehr Mamas gibt, die sich über die Drunter-und-Drüber-Hosen freuen würden, oder was meint Ihr? 🙂

So klappt der Umstieg auf die Toilette… (mit Gewinnspiel)

Toiletten sind so eine Sache für kleine Kinder. Meine Grosse bekundete lange Mühe damit, sie zu benutzen. Sie bestand auf dem Töpfchen, da war sie schon fast im Kindergartenalter und eigentlich längst zu gross dafür. Aber ich kann gut nachvollziehen, dass Kinder Mühe haben. Das grosse Loch ängstigte mich früher auch ein wenig… Ich hatte der Maus mal für die Toilette im oberen Stock einen Ring gekauft, den man einfach drauf legen kann. Das hält, aber wir Erwachsenen mussten ihn natürlich jedes mal runternehmen und irgendwo hinstellen. Und dann kam der Tag, an dem ich den Ring schliss. Keine Ahnung mehr, wie es passiert ist. Vermutlich setzte ich mich auf Versehen drauf und das Plastik brach. Der Ring selber ist zwar noch intakt, rutscht jetzt aber immer weg, nützt also nichts mehr.
Mittlerweile ist die Maus aber auf die normale Toilette umgestiegen. Musste sie ja unterwegs auch immer. Nur zuhause war ihr halt das Töpfchen lange noch vertrauter. Leeren und reinigen musste ich es natürlich immer und das war mühsam…
Und so war ich neugierig, als mich Yary Kidz kontaktierte und fragte, ob ich Lust hätte, deren patentierten WC-Ring für Kinder zu testen. Ja, warum nicht? Denn mit unserem Mäuschen wächst ja ein weiteres Kind heran, dass irgendwann den Sprung vom Töpfchen auf die Toilette machen sollte…

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Yary Kidz ist ein Schweizer Produkt, erfunden von Aaron McGill, einem Vater, gebürtiger Liberianer, der seit 1995 mit seiner Familie in der Schweiz lebt und ebenfalls keine zufriedenstellende Lösung für seine Tochter fans. Der von ihm ausgetüftelte Ring passt auf alle herkömmlichen WC-Brillen und kann ohne Hilfsmittel mit einem Handgriff montiert werden. Er lässt sich danach ganz mühelos hoch- oder runterklappen, je nachdem, wer die Toilette gerade benutzt. Genau so einfach kann man ihn auch wieder demontieren und woanders installieren, z.B. am Ferienort. Der Clou dabei ist die patentierte Plastik-Klammer, die in zwei Grössen mitgeliefert wird – je nach WC-Brille. Meistens passt die grosse Klammer. Laut Hersteller kann der WC-Ring ab 1,5 bis 6 Jahren benutzt werden und ist in verschiedenen Designs erhältlich. Der Ring ist mit 230 Gramm sehr leicht – die Kinder können ihn also selber problemlos runter- oder wieder hochklappen.

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Die grosse Maus demonstriert, wie’s funktioniert 😉 

Der Ring wird bei uns im nächsten Jahr bestimmt zum Einsatz kommen! Ich denke, dass es sich gerade bei Kindern, die früh trocken werden, wirklich lohnt,
Habt Ihr auch einen speziellen Aufsatz benutzt oder seid Ihr irgendwann direkt vom Töpfchen auf die grosse Toilette gewechselt? Und wie habt Ihr das gemacht?

Wer einen WC-Ring gewinnen möchte, darf gerne kommentieren! Wir verlosen zwei 😊

Herzlichen Dank an Yary Kidz für die Testmöglichkeit! 🙂

3 Monate Mäuschen

Heute ist mein kleines Mäuschen schon 3 Monate alt, d.h. vor ungefähr einem Jahr wurde ich schwanger. Es ist, als wäre es gestern noch gewesen, dass ich die Schwangerschaft bemerkte und mich über den wachsenden Bauch freute. Aber schon kurz nach der Geburt (an die ich mich auch noch sehr gut und gerne zurück erinnere) konnte ich mir gar nicht mehr vorstellen, wie es war mit so dickem Bauch am Ende der Schwangerschaft – schon verrückt. Schwanger sein fand ich, bis auf die letzten Wochen, immer sehr schön und so blicke ich natürlich auch ein wenig wehmütig zurück auf diese Zeit… hach… seufz… aber es geht hier ja um das Mäuschen, das unser Leben so schön bereichert… 🙂

Die Kleine überrascht mich wirklich immer wieder. Ich finde mich dann manchmal staunend vor und überlege, ob irgendwas mit meiner Milch nicht stimmt oder so, aber dieses Baby ist eins, das ich mir immer gewünscht habe, als ich mit den ersten beiden so richtig „auf die Welt kam“ und die anderen immer um ihre „einfachen und pflegeleichten“ Babys beneidete während ich dachte, ich mache bestimmt irgendwas falsch, aber nein, sie sind halt einfach alle anders… Sie schläft oft von selber ein, sogar alleine im Beistellbett. Sie trinkt mittlerweile wirklich gut und schnell an der Brust und sie schläft sehr gut. Am Dienstag (12-Wochen-Schub?) sogar mehr als durch mit über 9 Stunden am Stück! (Natürlich konnte ICH das nicht geniessen weil ich nachts doch noch oft erwache (Gewohnheit? Alarmbereitschaft?) und die grosse Maus zu mir rüber kam und dann herum nestete… Und am Donnerstag und Freitag wiederholte sie das Ganze mit 8 Stunden. (Danach erwachte sie wieder früher, aber mit einer nächtlichen Stillmahlzeit kann man gut leben…) Und sie kann teils auch schon eine ganze Weile zufrieden auf der Krabbeldecke liegen und sich ein wenig entdecken.
Und ja, das ist durchaus ungewohnt für mich, das kannte ich von meinen Grossen nicht. Als sie Babys waren, haben sie mich viel mehr gebraucht. Zum Teil fehlt mir fast die Nähe, ich sollte öfter mit ihr im Tuch spazieren gehen… 😉 Einfach so auf meinem Bauch liegen und kuscheln mag sie z.B. gar nicht, obwohl das andere Babys meist sehr geniessen – interessant, wie unterschiedlich Kinder doch sein können und dies von Anfang an, es ist also mit Sicherheit nichts, das man ihnen an- oder abtrainieren könnte.
Wenn ich mich abends neben sie ins Bett lege, dann schaue ich sie oft noch eine Weile an, wie sie friedlich schläft und fühle mich dann einfach nur unendlich gesegnet, dieses kleine Menschlein, dieses Wunder, bei mir haben zu dürfen. Es ist keine Selbstverständlichkeit. Und vor lauter Glück kann ich in diesen Momenten oft eine Weile gar nicht einschlafen… es ist so schön, ihr beim Wachsen zuzusehen… und es geht so schnell! So anstrengend die Babyzeit sein mag, so schön ist sie auch, sogar das hatte ich fast vergessen!
Diese Woche habe ich noch Kisten der nächsten Grösse (68) ausgeräumt. So viele Kleider noch von der grossen Maus her… Kleider, die ich längst vergass und mich dann beim Herausholen jeden Teils freute, weil ich mich daran erinnerte, wie die grosse Maus sie trug…

Stillen & Schlafen
Wie erwähnt klappt beides wunderbar. Tagsüber sind die Schläfchen in letzter Zeit auch mal länger geworden, vielleicht kristallisiert sich da ja bald sowas wie ein Vor- und ein Nachmittagsschlaf heraus? Unterwegs stillen ist noch etwas doof und mühsam da ich zuhause wirklich v.a. im Liegen stille. Es geht einfach am besten – für uns beide. Wenn sie morgens aus dem Nachtschlaf erwacht, strahlt sie freudig an oder strampelt zufrieden rum und schaut sich um – einfach Zucker!

Motorik & Verhalten
Das Mäuschen ist schon richtig aufgeweckt, freut sich, wenn man sie anspricht und lächelt, hört aufmerksam zu, gibt Laute von sich.
Sie strampelt sehr viel rum, kann sich auf die Seite drehen aus der Rückenlage und lutscht oft an ihren Händchen.

Windelfrei
Klappt momentan erstaunlich gut zuhause. Wenn ich nicht abgelenkt bin oder sie während der Mahlzeiten im Baby-Set sitzt, dann erwische ich das meiste. Auch glaube ich, dass sie langsam „weiss“, dass ich reagiere und „wartet“. Natürlich reagiere ich relativ schnell, aber noch vor wenigen Wochen hat sie meist schon gepieselt, nachdem sie geschlafen hat tagsüber. Das kam nun nicht mehr vor, sie erwacht trocken. Nachts hängt es ein wenig von mir ab. Wenn ich früh genug erwache und nicht zu müde bin, halte ich sie erfolgreich ab. So bleibt nachts die Windel auch trocken. Die letzten Nächte war das immer so, so dass ich schon fast überlege, ihr nachts gar keine Windel mehr anzuziehen.

Nun steht uns die kommende Woche noch die grosse Herausforderung bevor, dass wir 2 Tage weg sind inkl. einer Übernachtung. Drückt mir bitte die Daumen, dass es gut klappen wird, es sie nicht allzu sehr verwirrt und wir zuhause wieder so weitermachen können wie bisher… ich habe da immer grossen Respekt vor solchen „Geschichten“, aber da sie ja offenbar ein wirklich unkompliziertes Kind ist, wird sie es wahrscheinlich viel besser meistern als ich 😉

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„Du kannst sie nicht alle retten“

Dieser Beitrag dreht sich um Einstellungen, Meinungen, Vorurteile… um Ignoranz, Intoleranz, whatever… der Hintergrund: es gibt immer wieder Beiträge in den Medien, v.a. der Regenbogenpresse, die auch „meine Themen“ aufnehmen, also eher Randthemen. So wie das längere Stillen (ich nenne es Normalzeitstillen, oft liest man Langzeitstillen, aber da die WHO 2 Jahre empfiehlt und der weltweite Durchschnitt weit darüber liegt, ist es eine verzerrte Wahrnehmung, alles über 6 Monaten als „lang“ zu bezeichnen, aber es ist halt, hier bei uns, eher unüblich, wobei ich von dem, was ich aus meinem Umfeld kenne, eher sagen würde, dass es überhaupt nicht unüblich ist und viele es halt nicht unbedingt „rausposaunen“), das Co-Sleeping, vielleicht gar im Familienbett, und letztens „windelfrei“.
Klar, die Journalisten der Regenbogenpresse sind nicht für tiefgründige Recherchen bekannt und haben immer das Ziel der Provokation vor Augen. Wird ein Artikel gesetzt, muss er polarisieren. Und so wurde letztens von einem deutschen Privatsender, wenn ich mich nicht irre, ein kurzes Video über windelfrei gezeigt mit wenig Inhalt, ausser, dass man sieht, wie die Mama ihr Baby über dem Waschbecken abhält. An den Facebook-Kommentaren, die ich mir normalerweise nie antue (dieses Mal wollte ich es aber wissen :P), merkte man schon, dass keiner sich die Mühe gemacht hätte, sich zu informieren… und so waren unter den Kommentaren zig‘ vorurteilsbehaftete „wie krank!“, „abartig“, „die spinnt“ und dergleichen, zu lesen. Ausserdem zahlreiche Fragen, nicht unbedingt höflich gestellt, die ich beantwortete (man kann es sich vorstellen: es kam von niemandem eine Antwort zurück…). Fragen wie: „und nachts?“ oder „und unterwegs ist dann der Autositz vollgesch…?“, die man ganz simpel beantworten konnte mit: „Windelfrei heisst nicht, dass man NIE Windeln benutzt…“. Auch Annahmen wie „ja, wenn man den ganzen Tag lang nichts Besseres zu tun hat“ fielen, worauf man ganz simpel entgegnen kann: „Babys pieseln ja nicht ununterbrochen!?
Ähm ja, solche Beiträge werden dann natürlich auch in Gruppen geteilt, in denen Mamas sich zum Thema selber austauschen weil sie es praktizieren. Und ich hab‘ dann mal von einer über Facebook bekannten Mama den einen Satz gelesen: „Du kannst sie nicht alle retten“. Den muss ich mir merken. Denn man kann sich bei solchen Menschen den Mund fusselig reden, das Thema dabei ist schnurzpiepegal… sie hören nicht zu, weil sie nicht wollen. Und bemühen drum auch nicht Herr Google. Sie finden es angenehm, sich urschnell ein Urteil zu bilden und wollen auf keinen Fall mehr darüber wissen, denn sonst könnte sich ihre Meinung ja womöglich noch ändern und sie aus ihrer Komfortzone drängen. Wie schlimm das wohl wäre… nein, es ist einfacher, „windelfrei“, wie es früher schon (man erinnere sich daran, dass Wegwerfwindeln eine neue Erfindung aus den 70er-Jahren ist) und heute noch in vielen Teilen der Welt praktiziert wurde bzw. wird… einfach pauschal abzustrafen – dasselbe Thema beim „Langzeit“stillen und Co-Sleeping.

Kleiner Einschub: Sara Kulka, eine deutsche B- oder C-Prominente (bekannt aus GNTM), so genau kenne ich mich da nicht aus, ist so eine, die diese Themen (von Langzeitstillen bis unerzogen) selber lebt, was sehr ungewöhnlich ist für einen Promi, oder sagen wir mal, dass ein Promi den Mut hat, sich damit in die Öffentlichkeit zu stellen. Und sie scheute den Shitstorm nie und macht weiter. Und das finde ich absolut super, denn sie ist ja nicht nur einfach bekannt, sondern jung und sehr hübsch und dank ihrem Promi-Status promotet sie diese Themen, gibt ihnen Präsenz, so dass Menschen davon erfahren, die sich ansonsten nicht annähernd damit auseinander gesetzt hätten. Menschen, die Sara Kulka toll finden und sich nicht einschüchtern lassen von einem für manche vielleicht „abartigen“ Thema… super!

Also ist es einfacher, auf seiner Meinung zu beharren und andere Menschen, die man gar nicht kennt, als „krank“ und „abartig“ zu bezeichnen. Bevor man sich informiert… und weil da immer sehr viele Kommentare in dieser Richtung herunterhageln, frage ich mich, ob diese Menschen, wenn sie mir auf der Strasse begegnen würden, mir das so ins Gesicht sagen und davon laufen würden weil sie die Antwort gar nicht hören wollen. Oder ob sie sich das gar nicht getrauen würden… ich meine, wenn sie wüssten, was ich tue. Vielleicht lebe ich ja (glücklicherweise!) in einer etwas toleranteren Umgebung. Zumindest habe ich bis jetzt nicht solch doofe Kommentare einkassiert. Eigentlich, wenn überhaupt, nur positive. Ich kann auch gar nicht sagen, wie ich reagieren würde, wenn mich jemand als „krank“ bezeichnen würde. Erstens bin ich nicht schlagfertig, so von Mensch zu Mensch, ohne Bildschirm dazwischen. Zweitens wollen solche Menschen eben selten Argumente hören oder stehen bleiben, um zu diskutieren. Schliesslich kann man sich nicht nur hinter einem Facebook-Kommentar bestens verstecken, sondern auch in der anonymen Öffentlichkeit einfach umkehren und davonlaufen… Schade eigentlich. Aber ich muss es mir, auch für solche Momente, sollten sie mal kommen, zu Herzen nehmen, dass ich sie „nicht alle retten kann“.

In diesem Sinne: ich weiss, dass Ihr, liebe Leser, nicht zu der Fraktion gehört, die hier erwähnt wird, und darüber bin ich total froh. Aber dennoch: bei Fragen einfach melden, ja? Bitte! 😉 Ich beantworte sie gerne… 😀

Alles anders beim 3. Kind?

So nach 5, ja bald 6 Wochen mit unserem Mäuschen möchte ich mal versuchen, ein kleines Fazit zu ziehen. Ganz automatisch vergleiche ich alles mit den Grossen… ich vergleiche das Mäuschen per se, wie sie aussieht, wie sie schläft, stillt etc., ich vergleiche mein Handeln, meine Gedanken, meine Einstellung… und dennoch kann und soll man ja nicht alles vergleichen, da die Situation eine gänzlich andere ist… 

Damals…

…war ich mehr auf mich allein gestellt. Mein Mann kam mittags nicht nach Hause, ich hatte keine älteren Kinder als Gesprächspartner.
…war ich weniger fremdbestimmt. Niemand wollte um Punkt 12 Uhr essen. Niemand hatte Hausaufgaben, Schwimmkurs oder Playdates, ausser ich habe sie selber ausgemacht. Wir haben komplett in den Tag hinein gelebt. Es war einfacher, aber eben auch einsamer.
…waren Treffen mit anderen Müttern das einzige, was mich daran hinderte, die Decke auf den Kopf zu kriegen. Ich war also fast gezwungen, viel auszumachen, meist in der Nähe, zum Spazieren etc. Was waren wir stundenlang mit Kinderwagen unterwegs beim Grossen. Auch der Mann und ich… am Wochenende… stundenlang… immer durch die selbe Gegend gegurkt 😀

Die Grossen…

…waren immer schlechte Schläfer. Sofern ich mich noch daran erinnern kann, was nach 5/7 Jahren gar nicht mehr so einfach ist, im Fall!
…hatten abendliche Schreistunden (v.a. der Grosse, 5 Monate lang). Ich habe tatsächlich total verdrängt und vergessen, wie das war. Einfach weg! Überhaupt… da macht die Natur gute Arbeit. Was man mit Kindern an Nervenzermürbendem erlebt hat, wischt sie ganz schnell weg, damit man auch ja noch weitere bekommt.
…konnte man kaum alleine irgendwo ablegen. Die Maus habe ich dann immerhin schon oft getragen, was vieles erleichterte.

Das Mäuschen…

…scheint pflegeleichter zu sein.
…ist schon mal eingeschlafen obwohl ich sie nur hin gelegt und kurz aus dem Zimmer raus bin.
schreit und weint weniger. Auch wenn sie abends unruhig ist, lässt sie sich meist irgendwie beruhigen, ohne dass sie sich in Rage schreien muss.

Ich… (heute…)

…habe gleichzeitig das Gefühl, alles gelassener zu nehmen, aber auch, viel komplizierter zu sein. Das ergibt irgendwie keinen Sinn, ist aber so… Einerseits gehe ich viel unbefangener mit dem Mäuschen um, viel natürlicher. Klar, ich kenne ja alles schon. Trotzdem hat sich vieles nicht geändert: ich…
…mag (noch) nichts ausser Haus und auf Zeit ausmachen wenn ich nicht dringend muss.
…verlasse generell gerade nur ungern das Haus, vor allem nicht mit mehr als einem Kind, dem Mäuschen. (Auch das wird sich ändern…), aber ich fühle mich einfach zuhause noch am sichersten, gerade mit Stillen, ohne Windeln, dem Baby-Schlaf-Rhythmus etc.
…habe das Gefühl, mir mit jedem Kind noch mehr Sorgen und Gedanken zu machen und zur Über-Glucke mutiert zu sein. Ich habe total doofe Träume, dass den Kindern was zustösst und irrationale Ängste, dass jemand anders ausser mir sie schreien oder fallen lassen könnte… ob das nicht vorher genau so war, kann nur mein Mann beurteilen 😉
…mache gewisse Dinge anders. Versuchen, ohne Windeln auszukommen z.B.
…bin fremdbestimmter und habe mehr als nur eine Person zu versorgen, d.h. ich lasse das Mäuschen auch mal liegen und eile nicht gleich zu ihr, gebe ihr vielleicht einmal öfter den Nuggi – und bin dadurch wahrscheinlich doppelt so oft unter die Dusche gekommen untertags wie beim 1. oder 2. Kind *lach*
…habe das Glück, dass mal eins der Grossen zu ihr hin geht und sich mit ihr beschäftigt etc. Vorteil grosse Geschwisterkinder!

Fazit: vieles anders, vieles ähnlich… vergleichen sollte man wohl nicht. Jedes Kind ist anders, auch wenn sie sich in vielem doch gleichen… ich habe mich wohl auch verändert und zumindest habe ich viel mehr Erfahrung als noch beim ersten Kind. Das hilft enorm! Ich weiss, was ich sicherlich anders machen will oder werde… so bin ich z.B. die ersten Wochen wirklich gerne vor allem in den eigenen vier Wänden geblieben und habe mich auf das Mäuschen eingelassen, uns Zeit geben können. Ich habe mehr Hilfe eingefordert (etwas, das man auch lernen muss) und auch mehr Hilfe bekommen. Das alles war so viel wert und tat allen gut. Das Gefühl, am Abend ein völlig reizüberflutetes Kind zu haben, kam gar nicht erst auf. Die Abende waren alle relativ ruhig.
Ich nehme jeden Tag (und jede Nacht) wie es kommt und bin oft erstaunt, wie schnell die Tage vergehen (ganz anders eben als ganztägig unstrukturiert allein zuhause zu sein) und wie gut sie verlaufen. Nur selten gab bzw. gibt es richtig schwierige Tage oder Nächte… und wenn ich denke, oha, sie hat den ganzen Tag nur geschlafen, wie wird wohl die Nacht, überrascht sie mich schon mal, indem sie ganz gut schläft… 

1 Monat Mäuschen (und Maslow)

Ihr fragt Euch jetzt vermutlich, wer oder was zum Geier Maslow ist. Aber vielleicht kennt Ihr ihn ja (wieder) wenn Ihr auf die Grafik schaut. 

maslow-pyramideJa, genau, die Bedürfnis-Pyramide. Genau an diese erinnere ich mich aktuell ganz oft, wenn ich unsere Tage so durchdenke. Wir sind ganz unten gestartet, logo, und diese untere Stufe diktiert unseren Tag, Baby’s Tag.
Atmen tut es gottlob von selber, zum Trinken (Nahrung) meldet es sich genau so wie wenn es müde ist. Und bei uns kommt noch das Ausscheidungsbedürfnis hinzu, das sich durch gewisse Signale zeigt und dem ich mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg versuche entgegen zu kommen. Es ist also ein 24h-Kreislauf von Nahrungsaufnahme-Ausscheidung-Schlaf und wieder von vorne, unterbrochen nur durch mehrere Wachphasen…

Ob Sicherheit und das Soziale auch schon dazu kommen? So ein wenig schon, oder? Sicher bin ich ganz nah bei Mama, Papa oder sonst jemandem, der mich trägt oder hält. Und Kommunikation ist durchaus ein Thema. Es wird Blickkontakt gesucht, Laute werden von sich gegeben. Weinen gehört auch dazu. Es kann ja noch nicht sprechen…

Vielleicht findet Ihr den Vergleich ja total albern, aber ich finde es stimmt 😉 Maslow-Baby *g* Und Mama als 24h-Bedürfnis-Abklärerin und -Erfüllerin, jawohl!

Signale richtig deuten
So. Und um Bedürfnisse richtig erfüllen zu können, muss man natürlich wissen, welche das Baby gerade äussert. Das ist nicht immer so einfach. Es gibt Tage, da bringe ich sie problemlos zum (Ein)schlafen, innert weniger Minuten, weil ich offenbar den richtigen Moment erwischt habe. Beim Hunger kann ich oft auf die Uhr gehen bzw. ich weiss, dass sie nach dem Aufwachen gleich mal an die Brust muss. Dito mit dem Pipi… nach dem Schlafen muss man einfach. Auch das grosse Geschäft habe ich bisher immer erkannt obwohl es glaub’s ganz oft einfach Zufall war 😀 Aber oft weiss ich nicht, was sie gerade hat. Dann halte ich sie, in der Meinung, sie müsse pieseln, ein ums andere Mal über den Topf und nix kommt. Aber so einfach ist es halt auch nicht. Vielleicht ist sie dann müde oder wollte einfach auf den Arm… da muss ich noch dazu lernen… und alles wird man nicht immer richtig deuten können… ich erinnere mich noch eine Situation mit unserem Grossen. Er war damals 15 Monate und wir wegen der Hochzeit meines Vaters in Griechenland. Wir hängten eine Woche in einem Hotel am Meer an. Eines Tages brüllte der damals Kleine wie am Spiess… nichts half! Wir waren total ratlos und trollten uns schliesslich auf’s Zimmer weil die anderen Leute schon komisch guckten. Irgendwer von uns kam dann mal auf die Idee, ihm die Windel auszuziehen und siehe da: knallroter Po!!! Irgendwas muss den Po gereizt haben. Wahrscheinlich war die Windel voll, ich weiss nicht mehr, was es war. Wir haben uns auf die Stirn geklatscht, dass wir das nicht geschnallt haben, dass die Windel weg muss… und ganz oft waren die Kleinen auch völlig grundlos quengelig, was man dann immer auf’s Zahnen schiebt wenn man sonst nicht weiss, was ist 😀 Gottlob war das bei beiden kein grosses Thema, weil sie erst nach jährig Zähne bekamen. Das geht dann sanfter und unbemerkter zu und her. Mal sehen, wie’s beim Mäuschen wird.
Aber um hier nochmals „Werbung“ für’s Abhalten zu machen: dadurch, dass ich ein zusätzliches Bedürfnis versuche zu erkennen, was mir auch mehrmals täglich gelingt, fallen ganz viele unruhige/unzufriedene Situationen mal weg, an die ich mich im Nachhinein bei meinen Grossen oder auch fremden Kindern erinnere… und dafür lohnt sich meiner Meinung nach der Mehr-„Aufwand“.

Mit 1 Monat…

…entdeckt meine Mama einen gewissen Rhythmus, der sich aber von einem Tag auf den anderen wieder ändern kann. Hättest wohl gern, bäh! 😀

…stille ich schon fast wie ein Profi

…geht kein grosses Geschäft mehr in die Windel – juhu!

…werde ich täglich in Tuch oder Tragehilfe getragen

…habe ich auch viele wache Momente

…weiss keiner, wie viel ich wiege, aber der Doktor wird’s uns nächste Woche wohl sagen

…bin ich meistens zuhause und finde das ganz OK so. Zu viel Trubel mag ich nicht

…freue ich mich über meine lieben Geschwister, besonders über die grosse Schwester, die jetzt nachts bei uns schläft, mich oft streichelt, mir vorsingt und mich sehr lieb hat.

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Baby’s Töpfchen…

Das wichtigste Accessoire beim Thema „windelfrei“ ist eine Windel. Was nicht ganz logisch klingt, uns aber damals im Kurs zum Windelfrei-Coach als erstes gelehrt wurde, macht durchaus Sinn. Gerade in den ersten Wochen pieseln Babys nämlich ständig. Kleine Mengen, dafür immer mal wieder. Und wer hat im Wochenbett schon die Gnade, ständig was abfangen zu wollen?
Ich habe zwar letztens von einer Windelfrei-Mama gelesen, die bei ihrem Neugeborenen „30 von 40 Pipis am Tag aufgefangen“ hat, aber ganz ehrlich, dafür muss man schon die entsprechende Musse haben. Neben zwei Kindern, Stillproblemen, Besuchen, Haushalt und mir selber, hätte ich dafür nicht den Nerv gehabt und auch jetzt halte ich nicht bei jedem Unwohlsein der Maus ab, denn dann könnte ich sie nach jedem Einpacken gleich wieder auspacken… Die Baby-Maus trägt also meist eine Windel als „Back-up“. Eine Stoffwindel tagsüber und nachts meist noch Wegwerfwindeln weil sie auch mal länger schläft und die Windel dann ziemlich voll/nass ist und meine teils neuen Stoffwindel-Einlagen noch nicht ihre volle Saugkraft erreicht haben. Trotzdem habe ich eigentlich von Anfang an häufig abgehalten und zwar in den sogenannten „Standardsituationen“, also nach jedem Schlafen, zwischen und nach dem Stillen, wenn sie im Tragetuch unruhig wurde und manchmal auch zwischendurch mal, wenn ich das Gefühl hatte, irgendwas plagt sie gerade. Meist war das dann der Stuhlgang und ich muss sagen, der landet bei uns tatsächlich meist im Töpfchen und das freut mich schon sehr. Erstens, dass ich ihre Signale korrekt deute, zweitens weil es so weniger „Sauerei“ am Po gibt und die Windeln nicht schmutzig werden.
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Ja, so funktioniert das Abhalten derzeit bei uns. Es wäre wohl einfacher, statt Windel ein Backup zu benutzen, das schneller aus- und wieder angezogen ist aber da ich gerade eh noch Stoffwindeln für Nestwärme teste, passt das so. Es wäre aber schon das Ziel, mich dann mal an die Back ups ranzutrauen sobald ich merke, dass die Windeln auch mal trocken bleiben…
Aber nicht immer merke ich, dass sie pieseln muss, gerade während dem Stillen oder auch danach wenn ich das Gefühl habe, sie hat nur Hunger und setze nochmals an anstatt sie x mal abzuhalten, geht auch mal was in die Windel. Auch wenn sie länger schläft, ist die Windel danach meist voll. Natürlich ist sie nicht immer im Tiefschlaf und im Halbschlaf pieseln Babys auch. Es gibt auch hier Mamas, die dann problemlos und vorsichtig abhalten, aber mir ist es da lieber, sie nicht vor lauter noch aufzuwecken und ich lasse sie in Ruhe schlafen 😉 Denn „windelfrei“ soll Spass machen und kein Wettrennen sein und das Ziel der Sache soll auch nicht sein, unbedingt immer komplett ohne Windeln auszukommen (schön, wenn das irgendwann klappt!), sondern die „Kommunikation“ mit dem Baby. Darum heisst es auch auf englisch „elimination communication„, also sowas wie „Ausscheidungskommunikation“. Das Baby äussert sein Bedürfnis und ich reagiere darauf indem ich es abhalte…
Aber das Ganze ist total spannend und lohnt sich. Es ist einfach toll, zu sehen, wie sich die Maus beim Abhalten gleich entspannt und ihre „Geschäfte“, gross wie klein, auf mein Zeichen hin ins Töpfchen lässt. Abhalten kann man natürlich auch über dem Waschbecken o.ä. Mehr zum Thema lest Ihr im ganz oben stehenden Link zu meiner Website oder auch in meinem Gastbeitrag hier.
Ich werde auch sicher mal wieder berichten, wie es bei uns damit läuft…

Eine Grossfamilie lebt ihren Traum

Ich plane für die nächste Zeit ein paar Interviews mit Familien, die besonders sind oder etwas besonderes erlebt und viel zu erzählen haben. Falls auch Du Dich angesprochen fühlst, darfst Du mich gerne kontaktieren 🙂

Den Anfang machen Susanne und Helge. Sie leben mit ihren 8 Kindern in Feldkirch (Vorarlberg/AT), wo sie ein sehr selbstbestimmtes Leben führen. Ihre jüngeren Kinder besuchen keine Schule, sie sind „Freilerner“. Der Traum der Familie wäre ein gänzlich autarkes Leben.
Ich lernte Susanne bei einem Vortrag zum Thema „windelfrei“ kennen und habe sie auch schon zuhause besucht. Ich verfolge immer mal wieder in den sozialen Medien, was sie so macht.

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Liebe Susanne, Ihr seid eine Grossfamilie mit 8 Kindern, die sehr
selbstbestimmt lebt. Eure Kinder besuchen keine Schule, Ihr seid viel
unterwegs. Erzählst Du mir, ob Du das schon vor Deinem ersten Kind mit
Deinem Mann so „geplant“ hast oder ob es sich einfach so ergab?
Wir haben nicht vom ersten Tag entschieden eine Großfamilie zu werden und
unseren Kindern die Möglichkeit zu geben, selbstbestimmt und frei zu lernen.
Vielmehr ist das eine Entscheidung, die wir aufgrund unserer Erfahrungen
getroffen haben. Helge und ich stehen im ständigen Gespräch miteinander
und einmal im Jahr nehmen wir uns die Zeit und stellen die Weichen fürs
kommende Jahr.

Ihr habt in Feldkirch Euren festen Wohnsitz, verreist aber auch gern mal
für längere Zeit, z.B. nach Griechenland. Wie schafft Ihr es, für Euren
Lebensunterhalt aufzukommen? Seid Ihr beide selbstständig arbeitend?
Wir nutzen natürlich die Möglichkeit, unseren Kindern die Welt zu zeigen. Durch
meine Selbstständigkeit in einem nachhaltigen, ethischen Business, ist es mir
möglich, überall in Europa meiner Arbeit nachzugehen, selbstbestimmt und
frei.

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Wie funktioniert bei Euch das Freilernen, wie kann man sich das
vorstellen?
Freilernen ist eine Lebensform. Es gibt keine fixen Lernstunden oder Inhalte,
vielmehr können sich unsere Kinder frei nach ihren Interessen und Bedürfnissen
entfalten und dem intensiv nachgehen, was sie gerade beschäftigt.

Wie hat sich das Freilernen bei Euch entwickelt und hat eins der Kinder
je von sich aus den Besuch einer Schule gewünscht?
Die zwei älteren Kinder haben das Bildungssystem ganz normal durchlaufen.
Unsere jetzt 12-Jährige und der 10-Jährige waren einige Zeit in der Volksschule
und so kennen sie die Unterschiede sehr gut. Meine jüngeren Kinder wollen
weder in die Schule noch in den Kindergarten. Im Gegenteil, sie genießen ihre
Freiheit.

Haben Deine älteren Kinder bereits eine Lehrstelle/Praktikum oder was
machen sie, was haben sie für Pläne?
Meine zwei älteren sind ausgebildete Hotel-& Gastgewerbeassistentin
bzw. im 3. Lehrjahr zur Maschinenbautechnikerin. Die anderen Kindern
haben ebenfalls schon ihre Pläne 🙂

Du hast mal erwähnt, dass ein langfristiger Plan sein könnte, als Familie
gänzlich unabhängig von allem leben zu können. Ist das noch so bzw.
wie weit seid Ihr damit schon?
Da wir jetzt einem Business nachgehen, mit welchem wir frei von Ort und
Zeit arbeiten können, haben wir schon einen wichtigen Schritt in die
richtige Richtung getan. Autarkes Leben steht an nächster Stelle, braucht
aber noch etwas…

8 Kinder sind in der heutigen Zeit viel. Was bedeutet Euch das Leben als
Grossfamilie? Wie kann man sich Euren Alltag vorstellen?
Unser Alltag unterscheidet sich sicher nicht so viel von anderen Familien. Die
Mengen, die man kocht, werden größer, die Waschmaschine läuft öfter und
manchmal kann es turbulent werden. Zeitmanagement ist das Wichtigste.
Und dass man als Paar und Einzelperson nicht zu kurz kommt.

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Wünscht Ihr Euch noch weitere Kinder?
Unsere Familienplanung ist definitiv abgeschlossen. Ich möchte keine weiteren Kinder sondern mich der Familie und meinem Business widmen.

Wie schaffen Du und Dein Mann es, Zeitinseln für Euch als Paar zu
schaffen, nicht nur als Mutter und Vater zu funktionieren?
Konsequenz und Planung ist das Wichtigste. Unsere Paarbeziehung hat für uns
beide höchste Priorität und deshalb kann man sich seine Freiräume
durchwegs schaffen.

Wie reagieren die Menschen in Eurem Umfeld oder Menschen, die
Euch begegnen, auf Euren Lebensstil und wie gehst Du mit allfälliger
Kritik um?
Kritik muss nicht zwingend etwas Negatives sein. Ich höre mir immer gerne an,
was Menschen zu sagen haben. Natürlich löst sowohl eine große Familie als
auch unsere Lebensweise bei einigen Menschen Unbehagen aus. Im
respektvollen und wertschätzenden Gespräch bleiben – darauf das kommt es
an 🙂

Und wie ist es für Deine Kinder, wenn sie merken, dass Eure Familie
andere Wege geht wie viele andere oder wenn Sie mit Fragen
konfrontiert werden?
Unsere Kinder werten und vergleichen sich sehr selten und beantworten
Fragen zu unserm Leben sehr gerne.

Du berätst auch andere Familien rund um die Themen Erziehung, Stillen,
Tragen und Windelfrei etc. – was machst Du dort für Erfahrungen?
Viele Familien sind durch die Fülle an Information überfordert und freuen sich
dann wenn eine „erfahrene“ Mutter sie an ihr Bauchgefühl erinnert. Wieder in
sich reinspüren und aus der Fülle der Informationen lernen, seinen eigenen,
individuellen Weg in Selbstverantwortung zu gehen.

Wünschst Du Dir manchmal eine Veränderung in Deinem/Eurem Leben
oder ist es genau so wie Du es Dir erwünscht und erträumt hast?
Durch mein Business bin ich schon auf dem für uns stimmigen Weg. Ethik und
Nachhaltigkeit sind nur ein paar Schlagworte, die uns wichtig sind. Wenn wir
einen Traum haben, verfolgen wir den konsequent. Also kann man unterm
Strich sagen: Ja wir leben unsern Traum!

Unter den folgenden Links erfährt Ihr mehr über das Leben von Susanne und ihrer Familie. Ich bedanke mich herzlich für Deine Offenheit, Susanne! 🙂
Sicherlich ist sie auch offen für Eure Fragen, falls Ihr noch welche habt… 😉 Ich hoffe dieser kleine Einblick hat Euch gut gefallen 🙂

http://www.ohnewindel.at
http://ungezogen.blogspot.co.at