Wassetropfen an Ast

Jahresrückblick 2017 – Ausblick 2018

2017 war natürlich hier ganz eindeutig nach langem wieder ein Baby-Jahr ❤ Im Januar war ich endzeitschwanger und durfte eine wunderbare Geburt meines 3. Kindes erleben. Es ist verrückt, wie schnell dieses Jahr vorbeizog. Das lag vermutlich auch daran, dass ich fast rund um die Uhr immer beschäftigt war u/o die Hände voll zu tun hatte 😉 Weiterlesen

Alles anders beim 3. Kind?

So nach 5, ja bald 6 Wochen mit unserem Mäuschen möchte ich mal versuchen, ein kleines Fazit zu ziehen. Ganz automatisch vergleiche ich alles mit den Grossen… ich vergleiche das Mäuschen per se, wie sie aussieht, wie sie schläft, stillt etc., ich vergleiche mein Handeln, meine Gedanken, meine Einstellung… und dennoch kann und soll man ja nicht alles vergleichen, da die Situation eine gänzlich andere ist… 

Damals…

…war ich mehr auf mich allein gestellt. Mein Mann kam mittags nicht nach Hause, ich hatte keine älteren Kinder als Gesprächspartner.
…war ich weniger fremdbestimmt. Niemand wollte um Punkt 12 Uhr essen. Niemand hatte Hausaufgaben, Schwimmkurs oder Playdates, ausser ich habe sie selber ausgemacht. Wir haben komplett in den Tag hinein gelebt. Es war einfacher, aber eben auch einsamer.
…waren Treffen mit anderen Müttern das einzige, was mich daran hinderte, die Decke auf den Kopf zu kriegen. Ich war also fast gezwungen, viel auszumachen, meist in der Nähe, zum Spazieren etc. Was waren wir stundenlang mit Kinderwagen unterwegs beim Grossen. Auch der Mann und ich… am Wochenende… stundenlang… immer durch die selbe Gegend gegurkt 😀

Die Grossen…

…waren immer schlechte Schläfer. Sofern ich mich noch daran erinnern kann, was nach 5/7 Jahren gar nicht mehr so einfach ist, im Fall!
…hatten abendliche Schreistunden (v.a. der Grosse, 5 Monate lang). Ich habe tatsächlich total verdrängt und vergessen, wie das war. Einfach weg! Überhaupt… da macht die Natur gute Arbeit. Was man mit Kindern an Nervenzermürbendem erlebt hat, wischt sie ganz schnell weg, damit man auch ja noch weitere bekommt.
…konnte man kaum alleine irgendwo ablegen. Die Maus habe ich dann immerhin schon oft getragen, was vieles erleichterte.

Das Mäuschen…

…scheint pflegeleichter zu sein.
…ist schon mal eingeschlafen obwohl ich sie nur hin gelegt und kurz aus dem Zimmer raus bin.
schreit und weint weniger. Auch wenn sie abends unruhig ist, lässt sie sich meist irgendwie beruhigen, ohne dass sie sich in Rage schreien muss.

Ich… (heute…)

…habe gleichzeitig das Gefühl, alles gelassener zu nehmen, aber auch, viel komplizierter zu sein. Das ergibt irgendwie keinen Sinn, ist aber so… Einerseits gehe ich viel unbefangener mit dem Mäuschen um, viel natürlicher. Klar, ich kenne ja alles schon. Trotzdem hat sich vieles nicht geändert: ich…
…mag (noch) nichts ausser Haus und auf Zeit ausmachen wenn ich nicht dringend muss.
…verlasse generell gerade nur ungern das Haus, vor allem nicht mit mehr als einem Kind, dem Mäuschen. (Auch das wird sich ändern…), aber ich fühle mich einfach zuhause noch am sichersten, gerade mit Stillen, ohne Windeln, dem Baby-Schlaf-Rhythmus etc.
…habe das Gefühl, mir mit jedem Kind noch mehr Sorgen und Gedanken zu machen und zur Über-Glucke mutiert zu sein. Ich habe total doofe Träume, dass den Kindern was zustösst und irrationale Ängste, dass jemand anders ausser mir sie schreien oder fallen lassen könnte… ob das nicht vorher genau so war, kann nur mein Mann beurteilen 😉
…mache gewisse Dinge anders. Versuchen, ohne Windeln auszukommen z.B.
…bin fremdbestimmter und habe mehr als nur eine Person zu versorgen, d.h. ich lasse das Mäuschen auch mal liegen und eile nicht gleich zu ihr, gebe ihr vielleicht einmal öfter den Nuggi – und bin dadurch wahrscheinlich doppelt so oft unter die Dusche gekommen untertags wie beim 1. oder 2. Kind *lach*
…habe das Glück, dass mal eins der Grossen zu ihr hin geht und sich mit ihr beschäftigt etc. Vorteil grosse Geschwisterkinder!

Fazit: vieles anders, vieles ähnlich… vergleichen sollte man wohl nicht. Jedes Kind ist anders, auch wenn sie sich in vielem doch gleichen… ich habe mich wohl auch verändert und zumindest habe ich viel mehr Erfahrung als noch beim ersten Kind. Das hilft enorm! Ich weiss, was ich sicherlich anders machen will oder werde… so bin ich z.B. die ersten Wochen wirklich gerne vor allem in den eigenen vier Wänden geblieben und habe mich auf das Mäuschen eingelassen, uns Zeit geben können. Ich habe mehr Hilfe eingefordert (etwas, das man auch lernen muss) und auch mehr Hilfe bekommen. Das alles war so viel wert und tat allen gut. Das Gefühl, am Abend ein völlig reizüberflutetes Kind zu haben, kam gar nicht erst auf. Die Abende waren alle relativ ruhig.
Ich nehme jeden Tag (und jede Nacht) wie es kommt und bin oft erstaunt, wie schnell die Tage vergehen (ganz anders eben als ganztägig unstrukturiert allein zuhause zu sein) und wie gut sie verlaufen. Nur selten gab bzw. gibt es richtig schwierige Tage oder Nächte… und wenn ich denke, oha, sie hat den ganzen Tag nur geschlafen, wie wird wohl die Nacht, überrascht sie mich schon mal, indem sie ganz gut schläft… 

SSW 27+1 – Blick in die Zukunft

Und wieder eine Woche rum. Es ist definitiv kalt geworden. Wo blieb der Herbst? Heute morgen hatten wir bereits Frost, ein Blick auf die Berge zeigt schon recht viel Schnee, brr!! Ich habe letztens mal alte Fotos der letzten Jahre aus dieser Zeit durchgeforstet und sah im Oktober und November noch strahlendes Wetter und Kinder, die gebadet haben im Rhein. Heute undenkbar. Mir scheint als wäre der Sommer fast nahtlos in den Winter übergegangen. In den Läden stehen längst Schoko-Nikoläuse, Adventskalender und Spekulatius zum Verkauf. Das weckt zwar einerseits, da das Wetter auch mal passt heuer, Vorfreude auf die Adventszeit, andererseits auch Panik darüber, dass die Schwangerschaft sich langsam dem Ende nähert. Himmel, ging das schnell! Ja, ich weiss, ich jammere hier alle paar Wochen mal darüber, wie schnell die Zeit vergeht. Ist aber auch wahr…

Im Moment werde ich wieder eher gefragt, wie es mir und dem Bauch geht, gut ich bin auch Menschen begegnet, die ich die ganze Schwangerschaft über nicht gesehen habe, es liegt also wohl auch daran. Gerade gestern erreichte mich die Nachricht einer Bekannten, sie erwarte auch das 3. Kind. Von anderen höre ich auch oft, dass sie gerade auch jemand kennen, der… Ich bin also nicht die einzige Schwangere und liege mit dem 3. Kind offenbar fast „im Trend“. Aber das habe ich schon vor Jahren festgestellt 😉
Ich versprach, mal zu schreiben, was mich in Bezug darauf beschäftigt, aber unterdessen habe ich es wieder vergessen… (Hallo, Schwangerschaftsdemenz! :D) ich versuche es trotzdem mal… einerseits bin ich (noch!) sehr entspannt. Ich weiss, dass die Grösseren ihren Alltag haben und dass ich morgens wirklich Zeit habe für das Baby. Ich weiss, dass es irgendwann tagsüber auch schlafen wird und ich so Zeit für die Grösseren haben werde. Ich weiss, dass ich kaum Zeit für all das haben werde, was ich jetzt tue: bloggen, nähen, etc. Trotzdem bin ich zuversichtlich, es relativ einfach zu haben weil ich schon zwei Babys hatte, die viel brauchten und weil ich jetzt zwei schon erstaunlich selbstständige Kinder habe, die mich nicht mehr so viel brauchen. Emotional und sozial, ja, natürlich, aber ansonsten… ich will nicht daran denken, wie es mit zwei Kleinkindern wäre. Ich dachte ja auch mal, es wäre besser, alle Kinder nah aufeinander zu haben, aber da beneide ich ehrlich gesagt keine Mutter, die das hat(te). Nein, es passt schon so.
Andererseits schaue ich auch in die Zukunft und kann mich gut erinnern, wie anstrengend Kleinkinder sind und wie gut Geschwisterkinder das abfangen können. Nur hat unser Nachzügerlein dann oft kein Geschwisterkind an seiner Seite weil die Grossen morgens weg sind und nachmittags teils auch und das wird sicher nicht weniger, weil sie auch öfter mal mit Freunden abmachen werden, mehr Schul- und Kindergartennachmittage dazukommen. Ich war nie gut darin, (kleine) Kinder zu bespassen… in der Nachbarschaft gibt es keine kleinen Gspänli und auch in meinem Bekanntenkreis nicht wirklich… klar, vielleicht finde ich ja jemanden wenn ich zur Rückbildung gehe oder ins Mütter-Café, Babyschwimmen, vielleicht besuche ich sonst irgendeinen Kurs mit dem Baby/Kleinkind, wer weiss… aber irgendwie habe ich das alles „hinter mir“ und keine Lust mehr darauf aber vielleicht brauche ich es ja dann doch noch, never say never 😀 Wie auch immer, ich denke eigentlich optimistisch, dass das schon gehen wird… aber was sicherlich eher nicht der Fall sein wird, ist, dass ich nachmittags einfach mal 3-4 Stunden auf den Spielplatz kann, denn die Grossen wird das abgesehen von Stundenplan und Hobbies/Freundschaften kaum mehr interessieren. Mein Mittelpunkt wird also zumindest nachmittags eher zuhause sein und für mich ist das gut. Ich habe meinem Mann schon gesagt, dass wir dann nächstes oder übernächstes Jahr den Sandkasten, den wir aus unserer Wohnung gezügelt aber hier nie aufgestellt haben, reaktivieren sollten… Ihm graut jetzt schon von der kubikmeterweisen Beschaffung von Sand (es passt nämlich sehr viel Sand in so eine Kiste :D), aber hey, das Kleine soll zuhause auch was zum Spielen haben und sollte sich herausstellen, dass es Sand mag, dann wird die Kiste aufgestellt und gefüllt. Vielleicht mag es das aber ja nicht, dann ist das auch OK 😀
Ansonsten denke ich mal, dass zumindest die Maus sich gerne um ihr kleines Brüderlein oder Schwesterchen kümmern wird. Weil Mädchen so sind, weil sie sich jetzt schon so freut, weil sie hilfsbereit und sehr sozial ist…
So langsam mache ich mir auch Gedanken über die Geburt, bzw. kommt es mir einfach ab und zu in den Sinn und ich bekomme leise Panik… das kann nur eins bedeuten: ich sollte definitiv mehr „üben“, die CDs anhören etc.
So… und da mein Mann und ich am Sonntag unseren Hochzeitstag feiern, verschwinden wir am Freitag für 2 Tage 😉 Das haben wir uns verdient, das haben wir seit der Maus-Schwangerschaft nicht mehr getan. Es wurde also Zeit. Ich werde Euch dann berichten wie’s war 😉

Seele: mal so, mal so. Hier sind immer noch Ferien und ich merke dem Grossen an, dass er etwas unzufrieden ist… ich bin auch empfindlich, da kommt dann was zusammen…
Körper: alles wie immer. Wenn viel los ist, ist der Bauch ständig hart und die letzten beiden Tage habe ich entsprechend auch das Kleine kaum gespürt.
Errungenschaften: Habe mir Stilleinlagen, noch eine Neugeborenen-Stoffi und ein Backup sowie wenig Stoff um mir selber noch die eine oder andere Einlage zu nähen, bestellt. Das erste Paket kam heute schon an (Fotos unten)! 😀 / Götti und Gotta gefunden! 🙂 Fehlt noch ein Name… 😀
Geht gar nicht: zu faul sein um mir morgens einen gesunden, grünen Smoothie zu mixen. Das muss sich ändern! / Die Kälte / Abends zu müde um noch produktiv zu sein 😛
Geht gut: Der Trick meiner Hebamme, beim Niesen auf die Seite zu gucken – hilft tatsächlich! 😀
Must have: offenbar so langsam Schal und Mütze – bäh! /
Das Mama-Papa-Wellness-Weekend 😀

Zum Bild: dieses wunderbare Paket hat mir die liebe Isabelle von topffit.ch zusammengestellt. Kennengelernt habe ich die Mehrfachmama im „Babys ohne Windeln„-Kurs (Ausbildung zum Windelfrei-Coach). Sie betreibt einen eigenen Online-Shop mit vielen, selbstgenähten Produkten wie eben der Flopi aber auch Windelfrei-Kleidung und mehr. Ich wollte eine „Flopi“ (Back-up für Windelfrei-Babys) bestellen (eine habe ich schon für die Beratungen hier) sowie PUL-Stoff um mir selber Stilleinlagen zu nähen und fragte sie, wie ich die Einlagen am besten „schichte“ (also was innen, was auf der Hautseite – PUL kommt nach aussen, drum bedruckt) und dass ich irgendwie nirgends passende Stoffe fand und sie war so lieb, mir verschiedene Stoffresten mitzuschicken damit ich ein wenig ausprobieren kann. Für das Nähprojekt Stilleinlagen bin ich nun also versorgt – vielen, lieben Dank nochmals! ❤ 🙂

Anders eben: die 3. Schwangerschaft

Da meine Hebamme aufgrund einer Geburt die heutige Kontrolle und den Diabetes-Test verschoben hat, und ich letztens auch mal danach gefragt wurde, ob und wie sich denn diese Schwangerschaft von den ersten beiden unterscheide, lege ich mal los mit einem Thema, das schon länger im Köcher lag… 😉

Es ist schon interessant, aber auch irgendwie nachvollziehbar… beim ersten Kind sind die meisten hocherfreut, neugierig, und verfolgen Deine Schwangerschaft aufmerksam. Auf das 2. Kind warten dann alle irgendwie und fragen gegebenenfalls auch mal nach, ob man denn nicht noch ein weiteres Kind wolle… nach weiterem Kinderwunsch fragen die wenigsten bzw., wenn mehr als die üblichen 2 Jahre verstrichen sind, praktisch keiner mehr. Ist auch gut so. Und wenn man dann verkündet, dass doch noch eins unterwegs ist, sind die Reaktionen eher verhalten. In den sozialen Medien ist der Zuspruch meist grösser, aber gerade im etwas engeren Umfeld kann es passieren, dass es Menschen gibt, die gar nichts sagen oder ganz offen zeigen, dass es sie nicht wirklich begeistert. Nun ja, mir war das insofern egal, als dass diejenigen, die mir wirklich wichtig sind, auch positiv reagiert haben. Das Interesse ist dennoch geringer. Denn bisher haben nur die wenigsten ab und zu nachgefragt, wie es mir und dem Baby denn so ginge… oder gar mit mir über die Zukunft gesprochen, so wie bei den ersten beiden Schwangerschaften. Umso mehr freue ich mich heute noch, wenn Menschen, die ich vor der Schwangerschaft zum letzten Mal sah, positiv reagieren, den Bauch anfassen wollen etc.
Vereinzelt kam auch, die in meinen Augen total doofe Frage: „war es aber schon geplant?“ Als ob zwei erwachsene Menschen keine Ahnung vom Verhüten hätten. Ja, ich weiss, es gibt Unfälle und Kinder, die trotz Pille entstehen, aber mir ist das noch nie passiert und ich habe es auch in meinem Umfeld nie gehört. Ich denke, dass bei solchen Geschichten oft auch etwas mitspielt, was nicht mit erzählt wird, aber egal. Auf jeden Fall empfand ich die Frage, gerichtet an eine 35 Jahre alte Schwangere ziemlich beschämend und unter der Gürtellinie (wir Schwangeren sind per se recht empfindlich, muss man wissen). Warum sollte man nicht bewusst einen grösseren Abstand zwischen zwei Kindern wählen? Oder aber es hat vlt einfach nicht eher geklappt? Also: keine doofen Fragen bitte, an wen auch immer…

Ich schätze, so richtig erstaunt reagieren die Menschen, wenn man seine 4., 5., x-te Schwangerschaft verkündet. Da kommt dann gerne auch die mir schon gestellte Frage nach Unfall oder Planung und je mehr Kinder, desto eher wird mit einem belehrenden Unterton gefragt: „jetzt ist aber Schluss?“ bzw. „das ist dann aber das Letzte, oder?“. Lustigerweise scheinen diese Fragen meist von älteren Semestern zu stammen, die eigentlich Grossfamilien aus ihrer eigenen Kindheit kennen dürften. Mein Vater wuchs z.B. mit acht Geschwistern auf und das war damals keine Seltenheit bei uns auf dem Lande… auf jeden Fall erzählen das meine Mit-Schwangeren aus einer Facebook-Gruppe, die eben teils schon bei 3 und mehr Kindern sind.
Was mich aber am meisten überrascht hat, war nicht die Reaktion der Mitmenschen, sondern wie ich selber die Schwangerschaft wahrnahm. Gefühlt so gänzlich anders wie die ersten beiden.
Die erste Schwangerschaft war noch so besonders und speziell und ich nahm sie ganz bewusst wahr, las viel darüber, vor allem auch abends gemeinsam mit dem werdenden Vater. Wir machten Fotos, wir haben den Bauch ausgemessen etc. Und ich war von Anfang an sehr zuversichtlich und positiv und dachte, sofern ich mich richtig erinnere, keine Sekunde daran, es könnte etwas schief gehen. Ich arbeitete noch voll bis kurz vor der Geburt und besuchte am Feierabend regelmässig Yoga-Stunden. Zudem sind wir oft spazieren gegangen und kochten immer sehr gesund. Eine typische Pärchen-Schwangerschaft eben… 😉
Die zweite Schwangerschaft lief dank dem Grossen, der mich forderte, praktisch nebenbei. Ich habe damals (ich bloggte schon) auch gar nicht viel darüber geschrieben (was ich hinterher sehr schade finde, aber vielleicht zeigt es eben, dass mein Fokus ganz auf dem Kind lag, das schon da war). Ich schätze mal, dass ich auch gar nicht dazu kam, mir Sorgen über irgendwas zu machen.
Nun sieht die Sache schon wieder ganz anders aus. Ich hatte von Anfang an mehr Ich-Zeit und entsprechend mehr Gelegenheit dazu, mir Sorgen zu machen über so gut wie alles. Dazu noch die Statistiken, Geschichten aus dem Umfeld oder den sozialen Medien, die „harte“ Sportart, die ich am Anfang unwissend noch ausübte etc. pp. So ging und geht das immer weiter… vielleicht auch, weil ich weiss, dass dies mit sehr grosser Wahrscheinlichkeit meine letzte Schwangerschaft sein wird. Und eigentlich genau deshalb möchte ich mir vornehmen, sie von nun an auch zu geniessen! Nichts anderes hat auch das Baby verdient. Denn gleichzeitig mit den Sorgen habe ich die Schwangerschaft auch lange nicht an mich herangelassen bzw. ich glaube ich fange erst jetzt so richtig damit an, weil ich das Baby spüre und der Bauch präsenter wird. Auch wenn ich die Symptome hatte, intensiv genug auch, und bald auch ein Ultraschallbild in den Händen hielt – so ganz kam es in den ersten Monaten nicht bei mir an. Es war nicht greifbar. Keine Ahnung, wieso, denn ich glaube, dass ich mich bei den anderen Schwangerschaften gleich schwanger fühlte. Aber eben, so langsam kommt das Bewusstsein und so langsam finde ich auch, dass die Zeit rasch vergeht, während sich die ersten Wochen, in denen ich mich nicht gut fühlte, wie Kaugummi zogen… aber es läuft auch immer viel, der Alltag ist sehr strukturiert, es bleibt wenig Zeit zum Innehalten…
Was wahnsinnig schön ist, ist, dass meine Kinder es schon gut begreifen, dass sie das Baby oft schon „wahrnehmen“, den Bauch streicheln, wir in der Familie oft über die Zukunft mit dem Baby reden oder die Namenssuche thematisieren. Ich denke, das ist auch wichtig, um die beiden darauf vorzubereiten und das Schöne ist ja, dass wir dafür Zeit haben. Es hat noch keines ungeduldig danach gefragt, wann es denn endlich kommt. Wir sprechen auch nicht dauernd über das Baby, denn ich will ihm auch nicht zu viel Raum und Gewicht geben, unser Alltag zu viert, das, was die Kinder täglich erleben, das soll den grössten Platz einnehmen. Meist bin es also gar nicht ich, die anfängt vom Baby zu sprechen. Trotzdem: ich schätze es, dass die beiden nicht wie ein Kleinkind überrumpelt sein werden mit der neuen Situation. Klar, wir können sie nicht vorbereiten auf den Moment, in dem das Baby da ist. Darauf können auch wir uns nicht vorbereiten, denn es ist jedes Mal anders. Aber die Umstellung wird mit Sicherheit für alle sanfter sein…

Wie war das bei Euch? Inwiefern waren Eure Schwangerschaften unterschiedlich? Für Euch aber auch für Euer Umfeld?
In einem nächsten Beitrag werde ich darüber schreiben, welche Gedanken mich in Bezug auf die Zeit nach der Geburt beschäftigen… 🙂

 

Dies und das…

Und wieder sind wir mitten in einer eigentlich normalen Alltagswoche… am Weekend hatten mein Liebster und ich spontan einen kinderfreien Samstagabend (unendliche Dankbarkeit!) plus -nacht. Wir haben die Zeit genutzt und sind endlich wieder mal ins Kino, nach Hohenems. Geschaut haben wir Mission Impossible – Rogue Nation und es war jeden Cent wert! Ich dachte ja nicht, dass die x-te Fortsetzung von MI spannend sein könnte weil Teil 2, 3 usw. eines Films eher selten gut sind, aber ich glaube ich fand diesen Film hier fast besser als alle bisherigen Teile zusammen. Action und Spannung pur, Überlänge, Popcorn – perfekt! 🙂 Wir haben es sehr genossen und konnten auch einigermassen ausschlafen. Wunderbar, gerne wieder! 🙂 Ja, solche Paar-Momente sollte man sich als Eltern regelmässig gönnen, auch wenn grad meine Wenigkeit dann mit den Gedanken doch viel bei den Kindern ist. Aber dank regelmässiger Whatsapp- und Foto-Updates durch die Partnerin meines Vaters, kann auch ich dann mal abschalten und beruhigt sein 😉 Es klappte auf jeden Fall problemlos 🙂
Am Montagnachmittag war ich wieder im alten Vor-den-Ferien-Trott als der Grosse noch im 1. KiGa-Jahr war. Ich habe prompt vergessen, ihn auf 13.30 Uhr in den Kindergarten zu begleiten und habe mich noch gewundert, warum derselbige anruft (um 13.45 Uhr): „was hat mein Sohn nur angestellt!?“ war mein erster Gedanke. Wir sind dann aber schnurstracks losgelaufen und er hat wohl nicht viel verpasst.

Nach der Ferienpause versuche ich nun regelmässig wieder mein Clubtraining zu besuchen. Eigentlich ist das sogar die einzige, abendliche Sportbeschäftigung, die ich problemlos wahrnehmen kann. Start ist dienstags um 20 Uhr, eine Zeit also, in der die Kleine mit 90%iger Sicherheit schon schläft. Donnerstags startet das Training zwar schon um 19.30 Uhr aber das hat letzte Woche auch geklappt da sie früh auf war und morgens in der Kita sowie nachmittags eine Weile in der Waldspielgruppe… mal sehen, ob das so bleibt. Ich gehe auf jeden Fall mit einem besseren Gefühl weg… 18 oder 19 Uhr (der Beginn der anderen Sportkurse, die in Frage kämen) erwiesen sich als sehr schwierig um Mann und Kind allein zu lassen. Es ist halt die aufreibendste Tageszeit. Immer. Unter Garantie. Hunger paar sich mit Müdigkeit, meist muss das Spielen unterbrochen werden weil das Nachbarskind heim muss, dann kommt der Papa von der Arbeit… die Kids sind also auf Krawall gebürstet und höchst unleidig. Beim Sohn bessert sich manchmal die Lage nach dem Essen, Maus ist dann aber so gut wie bettreif.
Auf jeden Fall ist es super, wieder im Karate Fuss zu fassen. Die meisten Techniken und Kata habe ich intus, d.h. nach ein paar mal Wiederholen, kommt alles wieder. Da war es von Vorteil, über 10 Jahre lang intensiv trainiert zu haben und die Techniken 1000x ausgeführt zu haben. Man kann es dann wirklich fast im Schlaf 😉 Nun möchte ich einfach ein wenig dran bleiben und sehen, wie es sich entwickelt. Meine Einschätzung ist übrigens diese, aktuell fast fitter zu sein als vor der Schwangerschaft, zumindest in Punkto Kraft. Kondition weniger. Das erste Kämpfen nach über 6 Jahren machte mir letzte Woche echt Spass und ging erstaunlich gut (obwohl ich keine Schoner mehr hatte und blaue Flecken davontrug). Aber ich merke, dass ich älter geworden bin oder auch einfach, dass mein Körper zwei Schwangerschaften durchgemacht hat. Meine Hüfte (wegen der ich regelmässig beim Chiro bin), spüre ich nach gewissen Bewegungen, auch am nächsten Tag noch… ja, die Beweglichkeit fehlt. Vielleicht kommt das wieder, vielleicht bleibt es aber auch so, dass der Körper halt nach dem Sport hier und da ächzt? Tja… :/ Noch mehr abnehmen wäre natürlich auch von Vorteil, im Moment habe ich ernährungstechnisch eine Sommerpause eingelegt 😛 Da muss ich wieder mehr darauf achten, dass das besser wird *grummel* Abgesehen davon will ich mind. 4 Trainings pro Woche schaffen, was eigentlich gut klappt. Aber Sport ist glücklicherweise Schokolade und macht süchtig. Deshalb könnte oder wollte ich, wären die Voraussetzungen besser, auch täglich etwas tun. Die 4x müssen aber reichen und sind eh schon super! 🙂
In dieser Woche habe ich drei Trageberatungen, das nenn‘ ich mal toll! Ich komme so zwar nicht dazu, meine andere Arbeit oder sonstwas zu tun, aber ich find’s genial 🙂
Und sonst bin ich hormonell bedingt (PMS und so :P) einfach grüblig gewesen… unser Dojo (Trainingsort für’s Karate) liegt ja direkt neben meinem ehemaligen Elternhaus. Das ist noch immer unbewohnt weil der neue Besitzer die Planung des Umbaus wohl noch nicht so richtig in Angriff nehmen konnte. Ich lief also letzte Woche mal ums Haus und stellte fest, wie verwachsen der ganze Garten war. Das Gras mindestens kniehoch, die Bäume und Sträucher sind richtig gewuchert, es ist wie ein Dschungel da. Der Garten war Hobby und grosse Liebe meiner Mama. Sie verbrachte Stunden rund ums Haus und pflegte den Garten. Immer mal wieder wurde was Neues gepflanzt. Man könnte trübselig sein darüber, dass „ihr Werk“ derzeit so verwildert ich aber empfand es als schön, zu sehen, wie „ihre“ Pflanzen derart gut gedeihen und wachsen, als wäre es für sie. Als würden die Pflanzen zum Himmel reichen wollen, bis zu ihr. Oder als würden sie alles verdichten wollen und das Haus in der Mitte verstecken, denn es ist unser Haus und kein anderer soll es einnehmen? Ich weiss, eines baldigen Tages wird der neue Hausherr alles zurecht stutzen, abreissen, entwurzeln… daran mag ich gar nicht denken. Wenn ich vor dem Training zum Haus schaue, dann kommen mir sofort viele (schöne) Erinnerungen… ich möchte es ((natürlich) so bewahren wie es ist damit ich mich immer erinnern kann wenn ich will… die Angst, so vieles zu vergessen, ist da…
Ja, manchmal grüble ich ganz viel nach, das ist wohl auch ein Nebeneffekt der Hochsensibilität, zumindest habe ich das mal gelesen… ich dachte daran, dass die Welt und das Leben nicht nur schwarz-weiss ist, sondern viele Graustufen kennt. Habe über Menschen nachgedacht… über Konformität und dass ich sie nicht mag. Sture Regeln sind mir zuwider, Grenzen, ein Rahmen, das engt nur ein. Ich bevorzuge es, (Spiel)raum zu haben, ich mag nicht in ein Schema passen mit mir und meinem Tun und ich will es auch für meine Kinder nicht und gebe das wohl zwangsläufig auch so weiter auch wenn es nicht immer gut sein mag… Es gibt für mich immer mehrere Wege und Möglichkeiten, Interpretationen… deshalb bin ich wohl auch in einem kreativen Beruf gelandet, und selbst dort hat es mich stets aufgeregt wenn wir Journalisten eingeschränkt wurden, auf Kosten des Geldes (Marketing) oder der Partei nicht so schreiben konnten wie wir wollten, nicht jeden Interviewpartner selbst aussuchen konnten. Nun ja, damit muss man klarkommen im Leben. V.a. auch, dass man mit dieser Einstellung rasch aneckt, Leute verschreckt. Manchmal im Leben bin ich nur zum Trotz gegen den Strom geschwommen, heute auch aus Überzeugung. Immer nimmt es mich mit, wenn sich dadurch Menschen abwenden, die man lieb gewonnen hat. Aber immer auch, ist es mir wichtiger, frei denken zu dürfen und zu mir stehen zu können. Und ist das nicht auch etwas, das man seinen Kindern guten Mutes mit auf den Weg geben darf?

Totenkopf Tätowierung am Oberarm

Von Zufriedenheit und Ewigkeit

Mal wieder ein positiver Beitrag zur Abwechslung, langsam bessere ich mich 😉 Es ist viel los dieser Tage, ich bin oft unterwegs und als ich heute morgen mal wieder auf dem Weg zu einer lieben Kollegin war, hing ich ein bisschen meinen Gedanken nach, was ich meistens tue wenn ich Auto fahre und mich vom Radio berieseln lasse. Weiterlesen

Orchideen im Schatten

PS: Danke, Tanja! :)

Wer meinen Blog regelmässig frequentiert, weiss, dass ich mit meinen Nerven relativ schnell an die Grenzen stosse und mich hier eingehend darüber beschwere, wie anstrengend so ein Mama-Tag sein kann. Nun, ich bin der Meinung, dass man das auch sieht, wenn man mich, eben, sieht. Weiterlesen

Nicht viel Zeit…

…wieder mal. Aber für ein paar Gedanken reicht’s noch:

  • Der erste Spaziergang im Schnee. Wunderbar, wie die weisse Pracht unter den Rädern des Kinderwagens knirschte, wie still es ist, wenn es schneit. So absolut friedlich. Aber langsam wird’s ziemlich kalt. Hoffe, der Kleine wird nicht wieder krank…

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